von BK-Bob | 13.07.2026 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Review: Warhammer 40.000 Dein Einstieg Orks

Nach Armageddon kommen nun die neuen Startersets. Schauen wir uns heute das Einstiegsset für die Orks an.

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Auf einen Blick:

Produkt: Warhammer 40.000: Dein Einstieg: Orks
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Preis:
135,00€

Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.

Ausgepackt:

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Öffnet man die Box, wird man zunächst vom Begleitheft begrüßt. Darunter kommen dann die Miniaturen, Bases, Farben und Werkzeuge zum Vorschein.

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Die Ork Miniaturen sind ein Waaaghboss, ein Wirrkopp, ein Ketta, zehn Grots und zwanzig Orkboys. Es sind die gleichen Miniaturen der Orks, die man im Starterset finde t und auch schon aus der Armageddon Box kennt. Wir werden in diesem Artikel nicht weiter darauf eingehen und verweisen für Bilder der Gussrahmen und die zusammengebaute Modelle auf unseren Unboxing Artikel der großen Armageddon Box. Diesen findet man Hier.

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Neben den Miniaturen sind 11 Farben, ein Warhammer-Colour-Einsteigerpinsel und ein Texture Spreader enthalten. Bei uns hatte sich noch ein zusätzlicher Einsteigerpinsel in die Box eingeschlichen.

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Bei den Farben haben wir acht Base Farben. Ein Schwarz, ein Rot, ein Grün, ein Braun, ein Sandton und ein Knochenton als reguläre Farben und ein Silber und ein Messing als Metallfarben. Ein helles Grau aus dem Layer Sortiment und ein braunes Wash. Außerdem gibt es noch eine Technical Farbe. Dies ist eine Texturfarbe, die einen sandigen Boden zurücklässt.

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Der Pinsel liegt größentechnisch bei einem Pinsel der Größe 0 oder 1. Der Texture Spreader hat ein schmales und ein breites Ende.

Einstiegsheft:

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Farben, Miniaturen und Werkzeuge sind alle nicht neu. Im Gegensatz zu dem Einsteigerheft. Es besteht aus fünf Abschnitten. Nach einer kurzen Einleitung, in der steht, was man vom Einsteigerset erwarten kann, folgt ein kurzer Überblick über die Orks.

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Im zweiten Teil gibt es einen Crashkurs im Modellbau, der alle enthaltenen Modelle beschreibt erklärt wie sie gebaut werden sollen. Nett ist, dass vor der Bauanleitung jedes Truppentyps ein kleiner Hintergrundtext für diesen steht. In der Bauanleitung fehlen die Hinweise auf die alternativen Bauweisen, die für die Gussrahmen existieren. Zwar wird im allgemeinen Teil erwähnt wie das Zeichen für alternative Bauweisen aussieht, verwendet wird es aber in der Praxis leider nicht.

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Nach dem Zusammenbau kommt die Bemalung, Es wird für die meisten Teile klar angegeben welche der Farben man verwenden soll, welche Vor- und Nachteile es gibt bei zu dicker Farbe oder zu viel Wasser. Es gibt es eine kleine Galerie, wie die fertigen Modelle aussehen können, wenn man der Anleitung folgt. Für die Grundierung der Modelle wird leider nur auf die Anwendung mit einem Pinsel und der schwarzen Farbe eingegangen. Auf die Erwähnung von Grundiersprays wird verzichtet.

Das Heft endet mit einem Ausblick, was als nächstes ansteht, wenn man alle seine Miniaturen aus der Box bemalt hat. Auf die Art und Weise wie man seine Orks erweitern kann, wird wenig eingegangen und nur auf den Codex verwiesen. Weitere Ork Modell werden gar nicht gezeigt.

Malergebnis:

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Uns hat interessiert wie gut die Anleitung zur Bemalung ist und was man mit Technik noch zusätzlich aus diesem Set herausholen kann. Dazu haben wir zwei identische Grots aus der Box geschnappt, sie zusammengebaut und mit Grau grundiert.

Der erste Grot wurde nur nach Anleitung bemalt. Die Grundfarben wurden sauber aufgetragen und am Ende vor dem Wash hatten wir folgendes Ergebnis.

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Nach dem Auftragen der Texturfarbe, dem Wash und dem finalen Abziehen des Baserandes kamen wir zu diesem Endstand.

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Die Farben wurden in mehreren dünnen Schichten gemalt, das Wash war verdünnt.

Der zweite Grot wurde mit Schichten, Highlighting und ein wenig Lasur bemalt. Ziel dabei war es vor allem rauszufinden, wo das Limit der Box ist. Das erste war der Pinsel. Statt mit dem beigelegten, wechselten wir zu einem Winsor & Newton Series 7 Pinsel der Größe 1 für die meisten Schritte. Das ist am Ende dabei rausgekommen.

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Beim Malen und Mischen haben wir ein Blau, Gelb und neutrales oder kaltes Weiß vermisst. Aber alles in allem war es eine gute Farbmischung, mit der alles erreicht werden konnte, was wir wollten. Nur rostfarben war nicht möglich, da gelb oder orange fehlen. Daher haben wir uns für ein sauberes Metall entschieden.

Fazit:

Mit Warhammer 40.000: Dein Einstieg: Orks liefert Games Workshop einen fast vollständigen Startpunkt in das Hobby. Dank Farben, Pinseln und steckbaren Miniautren ist alles da, um ins Hobby einzusteigen. Einzige Herausfoderung ist die Miniaturen aus dem Rahmen zu bekommen. Das Heft empfiehlt einen Seitenschneider, der aber nicht enthalten ist.

Die Farbauswahl ist gut. Der Fokus auf Base Farben erlaubt, diese bei vielen anderen Projekten zu verwenden. Der Pinsel ist akzeptabel für den Einstieg, verfärbt allerdings extrem schnell. Der Texture Spreader ist sehr nützlich und wird bei uns in die dauerhafte Ausrüstung wandern.

Das Einstiegsheft ist qualitativ hochwertig und gut gearbeitet. Die fehlende Verweise auf optionale Bauweisen und das Verschweigen von Grundierspray ist etwas schade. Negativ ist nur, dass das Bemalen der schwarzen Flächen nicht als eigener Schritt beschrieben wird. Schuhe, Haare, Fingernägel und mehr sind schwarz, werden aber nie erwähnt. Es wird nur erwähnt, dass die schwarzen Flächen nachgezogen werden sollen, wenn auf sie Farbe draufgekommen ist. Ein kurzer Hinweis wäre da nett gewesen.

Kommen wir zum Schluss zu einer monitären Aufschlüsselung für die Frage: Lohnt es sich oder nicht?

Die schnelle Antwort ist ja. Denn andere Kampfpatroullien kosten ebenfalls 135,00€ haben aber keine Farben und Werkzeuge.

Der Pinsel ist nicht einzeln verfügbar. Der vergleichbare Warhammer Colour: Base-Pinsel Small kostet 5,25€. Der Texture Spreader kostet regulär 8,25€. Acht der Farben kosten jeweils 3,60€. Runelord Brass kostet 4,80€. Aramageddon Dust kostet für 24ml 6,30€. Im Set ist aber nur eine 12ml Dose, daher rechnen wir nur 3,15€. Agrax Earthshade kostest für 18ml regulär 6,30€, daher verrechnen wir für 12ml 4,20€. Werkzeuge und Farben kommen damit am Ende gemeinsam auf 54,45€.

Ziehen wir diese Kosten von der Box ab, landen wir bei 80,55€ für die Miniaturen und das Heft. Im Vergleich zu der Armageddon Box und dem Starterset liegen wir also sehr eng beieinander. Wenn man diese sich teilt. Für 120,00€ bei der Armageddon Box bekommen wir noch mehr Orks und beim Starterset ist für 100,00€ noch Gelände in der Box.

In unseren Augen ist Warhammer 40.000: Dein Einstieg: Orks eine wirklich gute Einstiegsmöglichkeit für Neulinge, die noch nicht viel oder gar nichts für das Hobby besitzen. Allerdings mit klarer Empfehlung auch einen Seitenschneider und Grundierspray zu kaufen.


Unser Armageddon Unboxing findet man Hier

Warhammer 40.000 ist unter anderem bei unseren Partnern Fantasy-In und Minyarts erhältlich.

BK-Bob

Seit 2010 im Hobby. Aktuelle Projekte: Warhammer Fantasy/Old World (Imperium, Bretonen, Tiermenschen, Skaven, Gnome), Blood Bowl (Gnome, Echsenmenschen), Warcry, Summoners (Erde, Tod), Bolt Action (Briten), Herr der Ringe (Harad)

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Kommentare

  • Ihr könnt doch bei einem GW Produkt nicht sagen, dass es preislich gut ist und für Einsteiger geeignet. Nicht hier, bei dieser strangen Community 🙈😅

  • Guten Morgen,
    vielen Dank für das Review: sehr übersichtlich und für mich so geschrieben, das Leute sich sehr gut über die Box informieren können- grad auch das Testen der Farben – Super!

    Bitte ergänzt noch den Link zum Unboxing der Armageddon-Box – der ist irgendwie nicht da…

    Schönen Start in die Woche an alle!
    Gruß blauerdrache

  • Interessanter Weg, den GW da einschlägt. Ich bin zwar bzgl. der Bepreisung der Einsteigersets (135€/200€) skeptisch und schließe mich da der Einschätzung einiger Kommentatoren an, dass die psychologische Schwelle bei etwa 100€ liegt, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Ist denn zu erwarten, dass GW auch bei den anderen Völkern solche Einstiegsdeals zusammenschnürrt?

  • Die Frage ob sich so etwas lohnt, kann man hier nicht wirklich, ohne den Blick durch die große Hobbybrille abzulegen, bewerten. Zumindest in Hinsicht auf den Einstieg. Sicherlich bietet das Set viel.
    Für die, die seit Jahrem im Hobby sind, sind solche Preise/Sets etc. normal. und ggf. akzeptiert/lohnenswert.

    Aber ist es das für die Eltern von Kindern ohne Bezug zum Thema, wenn Sie auf der Rückseite der Verpackung nur ein paar PLastikfiguren sehen?

    Ist ja nur meine persöhnliche Vermutung, aber ich ich glaube, da liegt die Preisgrenze doch eher bei 60-80 Euro oder zumindest wesentlich entfernt von der UVP.
    Ganz ehrlich, wenn unsere Jungs mit so na Box antanzen würden, würd ich ihnen klar nein sagen… und wenn nicht ich, dann die Mutter. 😉

    P.S. da verstehe ich auch nicht, warum hinten auf der Packung nicht mal gezeigt wird, was noch alles enthalten ist. Ja, es wird erwähnt aber visuell (und darauf kommt es an) nada.

    • Das sehe ich auch so. Ich hätte an der Stelle von GW 10 orks und die grots gestrichen und den Preis irgendwie auf 99 gedrückt.

    • Naja, Warhammer 40k ist aber auch generell kein günstiges Hobby. Selbst wenn die Einstiegsboxen mit 60€ bepreist wären, würden die Folgekosten so oder so schnell in die hunderte gehen. Bei sowas müsste man sich beraten lassen, falls möglich.

      Das ist aber nicht nur bei 40k so, auch die z.B. entsprechenden Mantic Systeme sind grundsätzlich teuer. Im historischen Bereich sieht es besser aus, aber Massensysteme kosten auch dort eine Menge Geld.

      Sofern man niemanden hat, der sich etwas auskennt, kauft man sehr schnell die Katze im Sack. Ohne Bezug zum Hobby macht man das zu 90% falsch.

      Da finde ich ein richtiges Starterset tatsächlich kundenfreundlicher, wenigstens kann man damit schon etwas spielen. Und man erkennt auch, dass es ein teures „Spiel“ ist.

      Kleinere Skirmisher sind kostentechnisch natürlich wesentlich besser. Aber der geneigte Käufer muss sich bereits auskennen, um einen Skirmisher von einem Massensystem unterscheiden zu können.

      • Der ganze TT Wargame Bereich ist generell ein ziemlich teures Hobby, verglichen mit verwandten Branchen. Da verlieren wir in unserer Bubble gerne mal den Blick dafür.
        Miniaturen, Gelände, Regelwerke, Farben, und das ganze dann noch gern mit hohem Detailgrad und bemalt, und das natürlich pro Spieler.

        Ich bin inzwischen hauptsächlich im TT RPG Bereich aktiv; und natürlich kann man auch da viel Geld ausgeben wenn man es unbedingt will (z.B. auch durch Minis, die aber gar nicht der allgemeine Standard sind). Vor allem beim Marktführer DnD.
        Aber das ist dann eher eine Sache der Spielleiter, wenn überhaupt. Als Spieler findet man die Grundregeln von WotC kostenlos auf deren Website; und man ist mit weniger als 200€ dabei, wenn man alle Grundregelwerke und eine Kampagne an der man 1-2 Jahre spielt zum Neupreis kauft. Je nach Rabatt und indem man sich die weniger essentiellen Sachen später holt lässt sich das ganze nochmal locker auf die Hälfte oder weniger drücken – vor allem wenn man seine eigenen Geschichten spielt.
        Andere, nicht weniger gute Systeme sind nochmal deutlich günstiger.

        Egal ob Mantic oder GW oder Privateer Press, das TT Hobby steht halt immer vergleichsweise teuer da, wenn man mal auf die anderen Tabletop Hobbys schaut.

        Fand ich persönlich eine etwas ernüchternde Feststellung.

      • Hast Du Kinder?
        Wenn Du Deinem 6 jährigen mal so eben ein Spielzeug für 150 Euro oder auch nur 100 Euro kaufen möchtest, mach das.
        Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass viele Eltern das durchaus anders sehen.
        Abgsehen davon, könnt man trefflich diskutieren, ob ein Lego Auto mit Motoren, Fernsteuerung und dem ganzen Pipapo nicht doch nen bissel aufwändiger ist als 5-6 Spritzguss-Rahmen.

      • Lego ist bei Eltern etablierter. Krieg spielen mit Figuren auf selbst gebauten Tischen ist komisch.
        Das heißt nicht, dass man Eltern nicht davon überzeugen kann. Wie ich gestern schon gesagt habe, ich mache jährlich eine Projektwoche, in der ich Schülern Tabletop zeige und die Preisgrenze für ein Einsteigerset liegt fast immer bei 100 Euro. Und das muss dann auch optisch etwas bieten können.
        Tut mir leid, dass einige das als Hate gegen GW auslegen, was in meinem Fall bescheuert zu behaupten ist, aber mit diesen Boxen werden die meisten Jugendlichen und deren Eltern nicht angesprochen.
        Aber das scheint momentan auch nicht das Ziel von GW zu sein.

      • @Zura: Hab ich und mach ich.
        Wer an der Freizeit-, Fähigkeits- und Persönlichkeitsentwicklung seiner Kinder spart, spart am absolut falschen Ende.

      • @Andi:
        Ach kommm. Jetzt bitte nicht mit solchen Geschichten darherkommen.
        Du meinst also ernsthaft, nur weil man seinem Kind (vor allem nem 6 Jährigen, um den ging es hier zwischendurch) mal so nebenbei keine GW Sachen für 150 Euro kauft, versündigt man sich an der Entwicklung seines Kindes?
        Sorry, aber das ist mal absoluter Blödsinn.
        Außerdem wer behauptet denn, dass man sein Kind nicht födern würde?

        Es ging auch weniger darum, wie wer von uns hier das handhaben würde, sondern Außenstehende, die keine Berührungspunkte mit dem Thema haben und ich denk da hat Kuras mit seinen Erfahrungen einen vailden Einblick gewehrt, den ich teile. Und auch außen vor, wie ich das für mich persöhnich entscheiden würde.

  • Ein wirklich tolles und sehr aussagekräftiges Review, Bob! Dickes Kompliment! Dass Du neben der Preisaufstellung auch die Bemalanleitung samt Farben ausprobiert hast, ist das i-Tüpfelchen

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