von BK-Nils | 26.02.2015 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Review: Warhammer 40.000: Armageddon

Im Dezember hatte ich ja schon einen Ersteindruck zum Computerspiel Warhammer 40.000: Armageddon gezeigt und jetzt das ausführliche Review.

Steam_Slytherin Warhammer 40.000 Armageddon Test 1

Auf einen Blick:

Hersteller: Slitherine Ltd.

Plattform: PC

Preis: 36,99 Euro bei Steam

Warhammer 40.000: Armageddon ist ein Hexfeld-Strategie Spiel, das vor dem Hintergrund des zweiten Krieges um den Planeten Armageddon, der ersten Invasion der Orktruppen unter Ghazghkull. Der Spieler übernimmt die Rolle eines imperialen Kommandanten, der die verschiedenen Phasen der Invasion und des Krieges durchlebt.

Gameplay

Jede Partie ist durch eine vorgegebene Anzahl an Zügen begrenzt. Innerhalb eines Zuges aktiviert man nacheinander seine Einheiten, handelt Bewegung und Angriffsphase ab und geht zur nächsten über.

Die Einheiten repräsentieren dabei verschiedene Truppengattungen der Imperialen Armee und der Space Marines, sowie von der KI kontrollierte Orks. Jede Einheit hat einen Zahlwert, der ihrer aktuellen Kampfkraft entspricht und durch Angriffe gegnerischer Einheiten und Abwehrfeuer reduziert wird, bei Null wird die Einheit vernichtet.

Steam_Warhammer 40.000 Armageddon Preview 2

Ein entscheidendes Merkmal stellt das Gelände dar, so können nur Infanterie und Läufer urbane Flächen betreten. Auf der anderen Seite sind Fahrezeuge deutlich schneller und können sich auf freiem Feld weiter bewegen.

In der Kampfphase spielt die Reichweite eine wichtige Rolle, nach einem Angriff hat die angegriffene Einheit die Möglichkeit zurück zu feuern, sollte sie sich in Reichweite befinden. Besonders beim Kampf Infanterie gegen Fahrzeuge kommt der Reichweitenvorteil der Fahrzeuge zum Tragen.

Sowohl Bewegung wie Angriff können in beliebiger Reihenfolge angegangen werden, müssen jedoch dann komplett durchgeführt werden.

Steam_Warhammer 40.000 Armageddon Preview 4

Grafik und Sound

Die grafische Aufmachung von Warhammer 40.000: Armageddon kann leider keinen Preis gewinnen. Auch wenn Armageddon im Hintergrund eine von Aschewüsten dominierte Makropolwelt darstellt, so ist die Präsentation im Spiel sehr eintönig. Es gibt zwar ein paar nette Details in der Umgebung und man erkennt auch einige Elemente die direkt aus dem Geländesortiments von Warhammer 40.000 stammen, aber gerade die allgemeinen Hintergründe sind sehr eintönig und leblos gehalten.

Steam_Warhammer 40.000 Armageddon Preview 3

Auch die Einheiten sind sehr schlicht und einfach gehalten und machen optisch nicht wirklich was her. Auch wurde an Animationen deutlich gespart, sowohl bei der Bewegung, wie auch beim Beschuss.

Was dagegen etwas besser wegkommt, ist der Soundtrack, hier wird solide Kost geboten. Besonders die Sprecher sind recht gut gewählt und liefern eine gute (englische) Synchronisation ab.
Aufmachung und Story

Sowohl das Tutorial, wie auch die drei Kampagnen werden durch gut in Szene gesetzte und gesprochene Dialoge, untermalt mit passenden Hintergrundbildern und Portraits der Personen. Hier kann Warhammer 40.000: Armageddon zumindest in Sachen Atmosphäre punkten. Gerade für Kenner des Hintergrundes rund um den Krieg auf Armageddon ist das sehr ansprechend und schön umgesetzt.

Fazit

Warhammer 40.000: Armageddon hinterlässt leider einen sehr zweigeteilten Eindruck. Auf der einen Seite steht ein durchaus anspruchsvolles Taktik-Spiel, das trotzt kleinerer Schwächen der KI sehr fordernd und solide ist. Aber auf der anderen Seite steht eine leider nicht mehr zeitgemäße optische Präsentation. Hier hätte man etwas mehr Aufwand betreiben können und gerade bei den Einheiten eine schönere Darstellung wählen können.

Wenn man über diese Schwächen hinwegsieht, bekommt man mit Warhammer 40.000: Armageddon ein solides Rundentaktikspiel geboten, aber man sollte keine zu hohen Erwartungen haben.

Link: Steam

Hersteller: Slitherine

BK-Nils

Nils, Redakteur bei Brückenkopf-Online. Seit 2001 im Hobby, erstes Tabletop: DSA Armalion. Aktuelle Projekte, Eldar für Warhammer 40.000, Imperial MoW für Warzone, ein bisschen Shadespire und zu viele unbemalte Modelle.

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Kommentare

  • Dieses Spiel zu dem Preis ist ein Witz. Ein ganz schlechter.

    Wäre das ein 8,99€ Spiel für Mobile/Tablets könnte mans eher akzeptieren.

      • Ein Hinweis vielleicht, aber sicher ist das nicht, siehe die Wargame-Reihe, wo regelmäßig kostenfreie DLCs nachgereicht werden.

  • Hab es mir vor ein paar Tagen geholt, im Grunde ein sehr seichtes Panzer Korps.
    Ich habe weniger Probleme mit der optischen Darstellung als mit dem flachen Spielprinzip.

    Alles in Allem aber ein sehr guter Umfang, ein prima Editor und geniales Grundprinzip.

  • für die meisten Leute die sich beschweren ist das einfach das falsche Spiel. Es richtet an sich an Strategie Puristen, es braucht keine schicke Grafik. Aber manche Horizonte sind halt sehr begrenzt 😉

    • Mich regts anders rum auch eher auf: pompöse Grafik und dann sucht man den Spielspaß mit der Lupe. Oder das Spiel ist an einem Tag durchgezockt.

      Da ist mir altbackene Grafik lieber, wenn der spielerische Anspruch stimmt.

      • Das kommt immer auf’s Genre und die Absicht dahinter an.
        Geile Grafik hat auch was, wenn es mir großes Popkorn-Kino liefert. Dafür brauche ich dann auch keine 50-100 Std. Spielspaß.
        Andere Spiele setzten anders herum auf Langzeitmotivation und stellen die Optik hinten an.
        Kann man so pauschal nicht bewerten finde ich.

        Finds eher problematisch, wenn die Games zum Release nur halb fertig sind und mehr Probleme als Freude bereiten.

      • @Bitch of Butchers

        Wie gesagt, wenn es mich „gut unterhält“.
        Das schließt ein gewisses Mindestmaß an anderen Spielaspekten oder Mechaniken natürlich mit ein.
        In sofern bin ich da ganz bei Dir.
        Liebloses Leveldesgin und Stroh-KI stören mich genauso.

        Ob mich nun aber ein Spiel einen Tag oder Wochen lang gut unterhält, macht das Spiel ansich ja nicht schlecht. Bei dem einen bekommt man so gesehen (persöhnlich) mehr für’s Geld. Aber das ist dann einfach nur eine Frage, wieviel man ausgeben möchte.

        Das ist genauso mit der Grafik. Muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig es jeweils für einen selbst ist oder wie sehr es einen anspricht.
        (siehe Diablo 2, das hatte auch für damalige Verhältnisse bescheidene Grafik und begeistert viele Leute bis heute)

        In diesem Sinne Cheers! 🙂

    • Ich halte es für eine ziemlich Verklärung so zu tun, als wäre eine gute Grafik für Strategie-Puristen völlig unwichtig. Klar ist die Spielqualität wichtiger (das gilt aber für jedes Genre), aber die Aussage „Das Spiel macht Laune, da ist es ja egal, ob es mies aussieht“ halte ich für zu einfach. Auch Strategiespiele dürfen gut aussehen und wenn eine Firma eine wirklich gute Bewertung haben will, dann müssen sie das sogar!

      Ein Spiel wie StarCraft 1 spiele ich immer noch gerne (oder vielmehr: ich würde es, wenn es unter Windows 7 laufen würde… *kotz*), wenn eine Firma heute aber ein neues Vollpreisspiel mit dieser Grafik anbieten würde, wäre das schon eher dreist…

      • Also aktueller Standard in der Branche ist anderes und daran sollte sich ein Spiel schon messen lassen können, vor allem zu dem Preis.

      • „mies aussehen“ habe ich ja auch nicht eingeräumt. ich sprach von altbacken.

        Ich habe mir nun immer wieder die Bilder oben angesehen: ich vermisse nichts auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick vielleicht etwas feinere Texturen in der Landschaft. Aber die Einheiten sind doch klar erkennbar und weit weg von grottig & Co.

        Vielleicht bin ich aber auch zu alt, wenn ich der Meinung bin, dass ein Grafikstandard nach 3 Jahren nicht schon alt und sch… aussieht. Jedenfalls erwarte ich bei solch Strategiespielen nicht viel Blingbling.

        Wenn ich Egoshooter zocke, dann genieße ich schon auch geile Popcorngrafik und Bombastmomente wie z.B. einstürzende Hochhäuser oder explodierende Alienschiffe am Horizont @ Kargain. Aber wenn dieser Shooter neben diesen Sequenzen nur dauernd gleiche Gegner, einen öden Levelaufbau und eine schwache KI hat, dann denke ich mir doch, dass ich bei einem weniger pompösen Spiel aber mit mehr spielerischem Tiefgang besser aufgehoben wäre. Ich verstehe schon den Punkt, dass es bei Grafik der Spitzenklasse ein geniales Gefühl ist, wie durch einen Kinofilm zu laufen. Wenn mich das Spiel nach 30 min aber langweilt, zocke ich es auch nicht weiter wegen der eventuell noch kommenden Grafikschmankerl.

        Ob das hier nun die 37,- EUR wert ist, das sei ne andere Frage. Ich kenne nur diese Screenshots und einen YouTube Bericht.

    • Ich habe kein Problem mit schlichter Grafik – wenn ich auch nur die Schlichte Grafik bezahlen muss…
      …genauso sieht es mit Komplexität u.ä. aus.

      Ich drücke es mal so aus: Ein Spiel muss nicht schön (und an sich auch nicht übermäßig anspruchsvoll) sein, darf dann aber eben auch nicht mehr als vergleichbare Titel kosten…

      …hier scheint es mir eher das Versucht wird einzig aus der Lizenz Geld zu schlagen, anstatt durch die Qualität – wenn das Spiel quasi nen Panzercorps-Klone ist bin ich auch nur bereit so viel dafür zu zahlen wie für Panzercorps (bietet es weniger Umfang bzw. ist schlechter entsprechend weniger) – die Lizens wiederum führt dann nur dazu, dass man unter Annähend gleichwertigen und teuren Produkten dem mit dem einem zusagenden setting den Vorzug gibt, mehr aber auch nicht (Wenn ich Wanderschuhe will, kaufe ich doch deswegen auch nicht Sandalen, weil sie von meiner Lieblingsmarke sind)…

      • Ps.: Battle Worlds: Kronos ist jetzt auch schon wieder fast 1,5 Jahre alt – weshalb wenigstens so was erwartbarer Standard sein sollte…

    • Och bitte, geht noch mehr Elitarismus?
      Bei dem Spiel ist nicht nur die Grafik altbacken, sondern auch das Spielprinzip flach. Das ist einfach billig produziert und schnell unters Volk gehauen, immerhin machen die Missionen ein bisschen Laune.

  • Danke an Tubus und Bitch of Butchers…wenigstens ein paar gute Leute.
    Ja, mit ist das Spiel auch zu teuer. Panzer Corps kostet digital 20 und in der Box 35 Euro und ist das bessere Spiel, aber dann sollte man das Denken mal nutzen und dahinter kommen, dass die GW Lizenz nicht umsonst verteilt wird.
    Irgendwann ist es bei Steam mal für 20 drin, dann hole ich es mir.
    Wer sagt, dass das ein 9 Euro Spiel für Tablets sein sollte…ja, der soll seine Call of Creeds Order Cry weiter spielen, aber auch nicht erwarten, dass man das dann ernst nehmen kann.

  • mir war ja schon klar, daß es net wie Dawn of War, die C&C- Reihe oder Space Hulk(selbst das hätte man schicker lösen können) aussieht. Aber mal Hand aufs Herz, wer von denen, die „Panzer General“ auf PSOne besitzen, werfens heute net ab und an nochmal ein? Hier war der Spielspaß auch wesentlich höher angesetzt als die bei VÖ bereits veraltete Grafik.

  • Ich hatte mir das Spiel vor Weihnachten geholt und habe es über die Feiertage durchgezockt. Als Final Liberation Veteran freute ich mich im Vorfeld wahnsinnig drauf.

    Dir Optik störte mich weniger, ebenso wenig die Story. Was aber gar nicht ging war auf Dauer die Monotonie der Missionen und die unfähige KI (auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden). So verlor ich noch anderthalbmaligem Durchspielen doch recht schnell die Lust und habe es seit dem auch nicht wieder angepackt. 🙁

    Schade.

  • Zum Glueck beweisen Spiele wie Schach oder z.B. die „Grafikkatastrophe“ Minecraft, dass es noch genug Spieler gibt, denen ein gutes Spielprinzip wichtiger ist und auch dafuer zahlen.
    Ich find das Game gut, wenn auch nicht ganz so gut wie Panzercorps. Und hey, Slitherine haette auch das Grafikgeruest von FinalLiberation nehmen und einfach „retro“ auf die Packung krickeln koennen! Im Vergleich zu FL ist die Grafik doch wohl bildhuebsch, oder? 😀

  • Hallo,
    ich habe das Spiel und mir gefällt es sehr gut. Ich habe mich bewusst dafür entschieden und ich finde diese Entwicklung in den letzten 10 bis 15 Jahren, dass fast alles aufgemotztes 3D sein muss eine absolute Katastrophe. Viele Spiele im Bereich Strategie oder Aufbaustrategie spielen sich in 2D am aller besten. Ich brauche vor allem eine gute und schnelle Übersicht. Das entscheiden ist die Spielidee und Spieltiefe. Genau das bleibt heutzutage bei den meisten 3D Bustern auf der Strecke, weil es meist nur um Graphik, Optik und Leistung geht. Deshalb ist sowas wie Slitherine für mich als Strategiefan ein echter Glücksfall!

  • was ich eher verwerflich finde das sie den DLC jetzt mit den Orks so nach dem Motto „schaut mal ist ein DLC und er ist frei“ nachschaufeln obwohl er doch eigentlich zum Spiel voll und ganz dazu gehört und hätte direkt am Start mit dabei sein müssen (wenn schon die eine Seite spielbar gehört doch auch die andere Seite direkt dazu)…

    bin gespannt…aber das Spiel kommt erst ins Körbchen wenn wieder Aktion ist bei Steam…

  • PC titel mit solcher Graphik? In 2015?
    Das is 1995 Niveau.
    Runden Tactic ist ja wirklich auch nix tolles mehr seit Anfang des bewegten Sprites.

    Es gibt besser free to plays Leute!!!!
    Echt jetzt.
    Warhammer ist auch nicht alles.

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