Review: Warhammer 40.000 Dein Einstieg Orks
Nach Armageddon kommen nun die neuen Startersets. Schauen wir uns heute das Einstiegsset für die Orks an.
Auf einen Blick:
Produkt: Warhammer 40.000: Dein Einstieg: Orks
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Preis: 135,00€
Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.
Ausgepackt:
Öffnet man die Box, wird man zunächst vom Begleitheft begrüßt. Darunter kommen dann die Miniaturen, Bases, Farben und Werkzeuge zum Vorschein.
Die Ork Miniaturen sind ein Waaaghboss, ein Wirrkopp, ein Ketta, zehn Grots und zwanzig Orkboys. Es sind die gleichen Miniaturen der Orks, die man im Starterset finde t und auch schon aus der Armageddon Box kennt. Wir werden in diesem Artikel nicht weiter darauf eingehen und verweisen für Bilder der Gussrahmen und die zusammengebaute Modelle auf unseren Unboxing Artikel der großen Armageddon Box. Diesen findet man hier.
Neben den Miniaturen sind 11 Farben, ein Warhammer-Colour-Einsteigerpinsel und ein Texture Spreader enthalten. Bei uns hatte sich noch ein zusätzlicher Einsteigerpinsel in die Box eingeschlichen.
Bei den Farben haben wir acht Base Farben. Ein Schwarz, ein Rot, ein Grün, ein Braun, ein Sandton und ein Knochenton als reguläre Farben und ein Silber und ein Messing als Metallfarben. Ein helles Grau aus dem Layer Sortiment und ein braunes Wash. Außerdem gibt es noch eine Technical Farbe. Dies ist eine Texturfarbe, die einen sandigen Boden zurücklässt.
Der Pinsel liegt größentechnisch bei einem Pinsel der Größe 0 oder 1. Der Texture Spreader hat ein schmales und ein breites Ende.
Einstiegsheft:
Farben, Miniaturen und Werkzeuge sind alle nicht neu. Im Gegensatz zu dem Einsteigerheft. Es besteht aus fünf Abschnitten. Nach einer kurzen Einleitung, in der steht, was man vom Einsteigerset erwarten kann, folgt ein kurzer Überblick über die Orks.
Im zweiten Teil gibt es einen Crashkurs im Modellbau, der alle enthaltenen Modelle beschreibt erklärt wie sie gebaut werden sollen. Nett ist, dass vor der Bauanleitung jedes Truppentyps ein kleiner Hintergrundtext für diesen steht. In der Bauanleitung fehlen die Hinweise auf die alternativen Bauweisen, die für die Gussrahmen existieren. Zwar wird im allgemeinen Teil erwähnt wie das Zeichen für alternative Bauweisen aussieht, verwendet wird es aber in der Praxis leider nicht.
Nach dem Zusammenbau kommt die Bemalung, Es wird für die meisten Teile klar angegeben welche der Farben man verwenden soll, welche Vor- und Nachteile es gibt bei zu dicker Farbe oder zu viel Wasser. Es gibt es eine kleine Galerie, wie die fertigen Modelle aussehen können, wenn man der Anleitung folgt. Für die Grundierung der Modelle wird leider nur auf die Anwendung mit einem Pinsel und der schwarzen Farbe eingegangen. Auf die Erwähnung von Grundiersprays wird verzichtet.
Das Heft endet mit einem Ausblick, was als nächstes ansteht, wenn man alle seine Miniaturen aus der Box bemalt hat. Auf die Art und Weise wie man seine Orks erweitern kann, wird wenig eingegangen und nur auf den Codex verwiesen. Weitere Ork Modell werden gar nicht gezeigt.
Malergebnis:
Uns hat interessiert wie gut die Anleitung zur Bemalung ist und was man mit Technik noch zusätzlich aus diesem Set herausholen kann. Dazu haben wir zwei identische Grots aus der Box geschnappt, sie zusammengebaut und mit Grau grundiert.
Der erste Grot wurde nur nach Anleitung bemalt. Die Grundfarben wurden sauber aufgetragen und am Ende vor dem Wash hatten wir folgendes Ergebnis.
Nach dem Auftragen der Texturfarbe, dem Wash und dem finalen Abziehen des Baserandes kamen wir zu diesem Endstand.
Die Farben wurden in mehreren dünnen Schichten gemalt, das Wash war verdünnt.
Der zweite Grot wurde mit Schichten, Highlighting und ein wenig Lasur bemalt. Ziel dabei war es vor allem rauszufinden, wo das Limit der Box ist. Das erste war der Pinsel. Statt mit dem beigelegten, wechselten wir zu einem Winsor & Newton Series 7 Pinsel der Größe 1 für die meisten Schritte. Das ist am Ende dabei rausgekommen.
Beim Malen und Mischen haben wir ein Blau, Gelb und neutrales oder kaltes Weiß vermisst. Aber alles in allem war es eine gute Farbmischung, mit der alles erreicht werden konnte, was wir wollten. Nur rostfarben war nicht möglich, da gelb oder orange fehlen. Daher haben wir uns für ein sauberes Metall entschieden.
Fazit:
Mit Warhammer 40.000: Dein Einstieg: Orks liefert Games Workshop einen fast vollständigen Startpunkt in das Hobby. Dank Farben, Pinseln und steckbaren Miniautren ist alles da, um ins Hobby einzusteigen. Einzige Herausfoderung ist die Miniaturen aus dem Rahmen zu bekommen. Das Heft empfiehlt einen Seitenschneider, der aber nicht enthalten ist.
Die Farbauswahl ist gut. Der Fokus auf Base Farben erlaubt, diese bei vielen anderen Projekten zu verwenden. Der Pinsel ist akzeptabel für den Einstieg, verfärbt allerdings extrem schnell. Der Texture Spreader ist sehr nützlich und wird bei uns in die dauerhafte Ausrüstung wandern.
Das Einstiegsheft ist qualitativ hochwertig und gut gearbeitet. Die fehlende Verweise auf optionale Bauweisen und das Verschweigen von Grundierspray ist etwas schade. Negativ ist nur, dass das Bemalen der schwarzen Flächen nicht als eigener Schritt beschrieben wird. Schuhe, Haare, Fingernägel und mehr sind schwarz, werden aber nie erwähnt. Es wird nur erwähnt, dass die schwarzen Flächen nachgezogen werden sollen, wenn auf sie Farbe draufgekommen ist. Ein kurzer Hinweis wäre da nett gewesen.
Kommen wir zum Schluss zu einer monitären Aufschlüsselung für die Frage: Lohnt es sich oder nicht?
Die schnelle Antwort ist ja. Denn andere Kampfpatroullien kosten ebenfalls 135,00€ haben aber keine Farben und Werkzeuge.
Der Pinsel ist nicht einzeln verfügbar. Der vergleichbare Warhammer Colour: Base-Pinsel Small kostet 5,25€. Der Texture Spreader kostet regulär 8,25€. Acht der Farben kosten jeweils 3,60€. Runelord Brass kostet 4,80€. Aramageddon Dust kostet für 24ml 6,30€. Im Set ist aber nur eine 12ml Dose, daher rechnen wir nur 3,15€. Agrax Earthshade kostest für 18ml regulär 6,30€, daher verrechnen wir für 12ml 4,20€. Werkzeuge und Farben kommen damit am Ende gemeinsam auf 54,45€.
Ziehen wir diese Kosten von der Box ab, landen wir bei 80,55€ für die Miniaturen und das Heft. Im Vergleich zu der Armageddon Box und dem Starterset liegen wir also sehr eng beieinander. Wenn man diese sich teilt. Für 120,00€ bei der Armageddon Box bekommen wir noch mehr Orks und beim Starterset ist für 100,00€ noch Gelände in der Box.
In unseren Augen ist Warhammer 40.000: Dein Einstieg: Orks eine wirklich gute Einstiegsmöglichkeit für Neulinge, die noch nicht viel oder gar nichts für das Hobby besitzen. Allerdings mit klarer Empfehlung auch einen Seitenschneider und Grundierspray zu kaufen.
Warhammer 40.000 ist unter anderem bei unseren Partnern Fantasy-In und Minyarts erhältlich.









































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