von Dennis | 02.12.2009 | eingestellt unter: Historisch, Reviews

Review: Perry Plastik French Napoleonic Heavy Cavalry

Eine weitere Box der Perry Zwillinge für den Napoleonischen Krieg. Nach den bereits hervorragenden Eindrücken der Bausätze für den amerikanischen Bürgerkrieg und die Napoleonische Infanterie, waren wir sehr gespannt auf die Reiterei.

Perry Miniatures - French Heavy CavalryDer Preis von 15 GBP (~ 16,50 EUR) macht die Box mit 14 Reitern mehr als interessant, weshalb es für uns keine Gründe gab, diese Box nicht zu testen. Bei dieser Box handelt es sich um eine Kombibox aus der sich Kürassiere sowie Karabinieri bauen lassen.

Inhalt der Boxen

Auf der Homepage der Perrys findet man folgendes Bild zu der Box.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Insgesamt kommt die Box mit 7 Gussrahmen, 1 Base Gussrahmen sowie einem farbigen Beiblatt. Die 7 Gussrahmen verteilen sich auf 3 Gussrahmen mit Pferden, 3 Reiter Gussrahmen und 1 Kommando Gussrahmen.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Das sind insgesamt:

  • 14 Pferde (in 4 verschiedenen Posen, mit 2 Hälften die austauschbar sind)
  • 9 Reiter mit Beinen und Oberkörper
  • 5 Reiterbeine
  • 5 Reitertorso
  • 3 Reitertorso mit Trompete
  • 14 Köpfe für Karabinieri
  • 14 Köpfe für Kürassiere
  • 25 Armen mit Schwertern
  • 1 Arm mit Standarte
  • 12 Karabiner
  • 3 Gewehre
  • 16 Schwertholster
  • 3 Rucksäcke
  • 3 Munitionstaschen

Das alles für knapp 16 EUR.

Qualität und Maßstab
Die Miniaturen sind im 28mm Truescale gehalten und passen damit in den „neuen“ historischen 28mm Maßstab der von den Perrys, Victrix oder Warlord Games vorgegeben wird. Die Miniaturen sind etwas größer als die alten Foundry oder ganz alten Perry Sachen, passen aber gut zu den Zinnminiaturen die ebenfalls von den Perrys angeboten werden.
Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Die Miniaturen haben gute Details und wenig Gussgrate. Die Teile wurden sinnvoll im Gussrahmen angeordnet und obwohl die Gusslinien stellenweise entlang der Gesichter verlaufen, sind diese ohne Probleme zu entfernen. Positiv fällt hier auch auf, dass man die Pferdehälfte variieren kann und somit aus den 4 Posen durchmischen eine größere Vielfalt herausholen kann.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Es ist auch erstaunlich mit wie viel Liebe zum Detail man bei den Perrys an die Miniaturen geht. So sind z.B. 2 der Pferde in der Box leicht verändert, für das des Musikers wurde die Patronenkiste entfernt und das Reittier des Offiziers hat gar keine Taschen, aber die Option auf ein Bärenfellüberzug für die Pistolenholster, die für die Offiziere der Karabinieri typisch waren. Ergänzende Informationen zu Farbschemen und Ausrüstung der Einheiten kann man dem Beiblatt entnehmen, das neben Farbtafeln auch kurze historische Angaben enthält.

Zu dem liegen der Box noch 3 x 2 verwundete Soldaten bei, mit denen man das Schlachtfeld oder Bases aufarbeiten kann.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Der Vergleich

Der obligatorische Vergleich mit den Warhammer Figuren. Wir hätten auch gerne noch einen Vergleich mit der Victrix Kavallerie oder den berittenen Warlord Miniaturen gemacht, diese liegen zur Zeit aber noch nicht vor. Sollten dann aber in einer späteren Review enthalten sein.

Wir haben daher erst einmal die 28mm Pferde samt Reiter neben Gegenstücke aus der Citadel Produktpalette gestellt. Es handelt sich um ein Pferd ohne Roßharnisch aus der 3./4. Edition sowie den neuen Riesenpferden der Imperialen Pistolliere.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Unabhängig davon, ist die Pferdegrößendiskussion ein ewiges Thema das verschiedene Wargaming / Tabletop Foren beschäftigt. Je nach Armee und Region wurden unterschiedliche Pferde eingesetzt, weshalb auch die Größe der Pferde stark variiert. Es gab von kleinen wendigen Ponies bis hin zu großen Kriegspferden, deren Schulterhöhe einen Menschen überragte, eine Vielzahl an Größen.

Die Perry Pferde passen auch zu den Reitern anderer Firmen die im 25/28mm Maßstab historische Miniaturen anbieten. Nicht nur des Preises wegen eine interessante Alternative, da die neuen Pferde doch stellenweise deutlich besser aussehen als ihre älteren Gegenstücke aus Zinn.

Einsatzmöglichkeiten
Die Perrys empfehlen 3 passende Regelwerke zum Einsatz der Miniaturen. Dies sind:

Natürlich gibt es noch die Möglichkeit das Victrix Regelwerk „March of the Eagle“ oder die angekündigte Field of Glory Erweiterung für den Napoleonischen Krieg.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Fazit

Historisches Tabletop wird nicht nur bezahlbar, sondern auch immer attraktiver. Dank neuer Regelwerke und die fortschreitende „Plastikisierung“ der Miniaturen gibt es wenige Gegenargumente. Wer nicht sowieso schon von den anderen Perry oder Warlord Games Miniaturen angetan war, sollte nicht zögern.

Für 15 GBP erhält man 14 berittene Miniaturen auf hohem Niveau mit einheitlichem Bild, aber keine Klontruppe. Der Preis von knapp über einem Pfund pro Miniatur ist unschlagbar günstig und bietet in Kombination mit der bereits verfügbaren Infanterie die Möglichkeit historisches Tabletop mit unter 100 EUR pro Armee zu beginnen.

Umbauten mit 28mm Heroic Scale bieten sich nicht an, dafür sind die Pferde etwas zu klein, der Heroic Scale einfach zu klobig.

Kurz um, wer sich für historisches Tabletop und die Napoleonischen Kriege interessiert, ist mit den Perry Miniaturen gut beraten und kann ohne Grund zur Sorge zugreifen.

Perry Miniatures - French Heavy Cavalry Perry Miniatures - French Heavy Cavalry

Link: Perry Miniatures

Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/

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Kommentare

  • Schicke Miniaturen, toller Preis.

    Gibt das nicht zu denken, dann für 10 Marines 30 EUR auszugeben. Die immerhin eine deutlich höhere Auflage usw. haben?

  • Aber auch deutlich mehr Optionen, Variationsmöglichkeiten etc. – mal ganz abgesehen davon, dass man napoleonische Truppen nicht neu konzeptionieren und designen muss (denn die Optik ist ja nicht „neu“), sich nicht um Rechte scheren muss usw. Historisches ist diesbezüglich ziemlich dankbar.

    Ansonsten: Angebot und Nachfrage. Wäre schön, wenn es endlich mal irgendein Anbieter schaffen würde, GW auf Augenhöhe Konkurrenz zu machen. Das würde mE sowohl das Geschäft, als auch die Szene beleben. Leider begnügen sich erschreckend viele Anbieter damit, bessere Proxies herzustellen, wie neulich diese Vostro-Valhallaner. Schade sowas, denn Potential gibt es ja eigentlich genug…

  • Schöne Minis, ich verwende einige der Japan Modell für Warhammer.

    Ein andere unterschied ist auch noch ob man nur Miniaturen macht oder diese auch mit einem Regelwerk, einem Teuren Händlernetzt und immer neuen Erweiterungen fördert.

  • Das sind zwar Frogs, aber wenn man nicht ganz genau hinsieht / die Augen etwas zusammenkneift geben die sicher auch passable Praetorianische Rough Riders ab..

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