Unboxing: Kampfgruppe der Legio Custodes
Heute schauen wir uns die neuen Modelle der Custodes an und prüfen, ob sie eine würdige Verkörperung dieser absoluten Elite darstellen.
Auf einen Blick:
Produkt: Kampfgruppe der Legio Custodes
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Preis: 206,00 €Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.
Ausgepackt:
In der prall gefüllten Box warten diverse Gussrahmen, Bases, eine Anleitung und Decals auf uns. Zeit diese Dinge mal der Reihe nach anzuschauen.
Die Anleitung sieht so aus und ist relativ umfangreich. Auf Wasser reagiert sie absolut mies, haben wir ganz uneigennützig für Euch getestet…
(Bild entstand vor der Bewässerung)
Weiter geht es mit den Gussrahmen:
Schildkommandantin:
Dieser Gussrahmen lag witzigerweise doppelt in unserer Box, was er eigentlich nicht sollte. Ob wir da einfach nur Glück hatten, oder ob es sich um ein generelles Thema handelt, auf das alle Käufer hoffen dürfen, wissen wir nicht.
Custodeswächtergemeinschaft und Schildwächtergemeinschaft:
Die Gussrahmen mit den Körpern sind doppelt enthalten und lassen sich mit den beiden Waffengussrahmen dann entsprechend ausrüsten.
Antigravpanzer Caladius Annihilator:
Der Caladius ist erstmals aus Kunststoff erhältlich und bringt die meisten Gussrahmen der Box auf die Waage.
Contemptor-Dreadnought:
Contemptor-Dreadnoughts aus Plastik gab es natürlich schon länger, neu sind allerdings die beiden Custodes-Varianten. Diese waren bisher nur bei Forge World zu haben, der alte, ziemlich schmucklose Plastik-Contemptor, der bei der letzten Iteration der Custodes dabei war, fällt da optisch deutlich ab (zu sehen HIER).
Ein schönes Add-on sind die Decals, gerade angesichts der vielen glatten Flächen beim Caladius:
Und das sind die Bases:
Zusammengebaut:
Der Zusammenbau der Custodes war gerade bei den Infanteriemodellen eine etwas zweischneidige Sache. Ein großes Lob gibt es generell für Angusspunkte und Klebegrenzen. Diese sind fast durch die Bank so platziert, dass sie in Klebestellen verschwinden oder von später folgenden Teilen verdeckt werden. Auch die generelle Menge der Gussgrate war minimal und die Detailschärfe ist super, was man sowohl an den Rüstungen als auch an den Gesichtern erkennen kann.
Etwas herausfordernd waren die mitunter sehr kleinteiligen Bauschritte und sehr dünnen Klebestellen. Dass die Helme im Vergleich zu den früheren Modellen deutlich schlanker höher und gleichzeitig bei den Haarzöpfen ausladender geworden sind, ist optisch schick, aber die Klebestelle, die Helm und Zopf verbindet, ist winzig. Der Kopf der Schildkommandantin besteht aus drei Teilen (Gesicht und zwei Frisurhälften), das zu kleben macht schon recht wenig Spaß. Insgesamt war die Passgenauigkeit der Modelle aber super und lediglich die Frage, wie man bei der Bemalung an bestimmte Stellen unter den Mänteln kommen soll, ist noch etwas schwierig zu beantworten…
Nun aber Bühne frei für die Miniaturen:
Schildkommandantin:
Aud dem zweiten Gussrahmen der Kommandantin haben wir übrigens eine Bannerträgerin mit Misericordia gebaut. 🙂
Custodeswächtergemeinschaft:
Schildwächtergemeinschaft:
Contemptor-Dreadnought:
Antigravpanzer Caladius Annihilator:
Und weil Ihr ja bereits im Vorfeld schon Vergleichsbilder zwischen alten und neuen Modellen gefordert hattet, habe ich mal mein Möglichstes getan und meine bestehende Sammlung aus der Vitrine geholt (den Staub bitte entschuldigen).
Custodeswächter:
Schildwächter:
Bei allen Infanteriemodellen fällt deutlich auf, dass die neuen Modelle etwas größer und vor allem schlanker sind. Die alten Minis, die lange Zeit zu den schönsten der Range gehörten (subjektive Meinung des schreibenden Redakteurs) wirken daneben fast schon comichaft „chunky“, und gerade die Waffen und Schulterpanzer haben durch das Facelift massiv gewonnen.
Contemptor-Dreadnought:
(der Galatus besteht aus Resin)
Antigravpanzer Caladius Annihilator:
Auch hier besteht das leider noch sehr unfertige Altmodell aus Resin.
Größenvergleich:
Kein Brückenkopf-Unboxing ohne Größenvergleich, und heute haben wir gleich drei Bilder für Euch:
Infanterie:
Dreadnought:
Caladius:
Fazit:
Die neuen Custodes sind ein echter Schritt nach vorne für die gesamte Range. Sie bringen nicht nur bisher fehlende Optionen endlich aus Plastik auf den Tisch, auch optisch entwickeln sie die Modelle sinnvoll weiter. Bei einem einheitlichen Farbschema kann man alte und neue Modelle vermutlich trotzdem weiter kombinieren, was gerade in 40k-Armeen wichtig werden könnte, da es z.B. Jetbikes und Terminatoren bisher noch nicht im neuen Look gibt. Dafür kommen bald noch die Venatari und der Coronus Grav-carrier, zwei weitere Sets, die bisher nur bei Forge World erhältlich waren. Auch sie werden wir hier unter die Lupe nehmen.
Eine Frage, die manche in Verbindung mit diesem Release beschäftigen dürfte, sind die neuen weiblichen Modelle der Legio Custodes. Neben der Kommandantin sind auch in den normalen Infanterietrupps weibliche Modelle enthalten, die (wie alle Modelle) mit oder ohne Helm gebaut werden können (es sind sehr viele Kopfoptionen im Set enthalten). Ähnlich wie bei den Stormcast Eternals haben sich GW auch bei den Custodes dafür entschieden, die weiblichen Rüstungen zwar nicht stark, aber doch wahrnehmbar von denen ihrer männlichen Brüder zu unterscheiden. Zwar ist der Unterschied noch deutlich geringer als bei den Stormcast (zumal z.B. die Helme identisch sind), die weiblichen Rüstungen sind aber doch ein wenig schlanker und im Brustbereich etwas anders gestaltet.
Nachtrag: Hier zur Verdeutlichung noch ein Direktvergleich zweier recht ähnlich gestalteter Torso-Vorderseiten:
Die weibliche Version ist ca 9,5 mm breit, bei der männlichen Version sind es 11 mm.
Insgesamt bietet das Set für alle Fans dieser Fraktion einen mehr als idealen Einstiegspunkt, denn Zusammenstellung und Gestaltung der Modelle sind gleichermaßen gelungen. Wie findet Ihr die neue Legio Custodes? Schreibt es uns in den Kommentaren!




























































Ich meine das ausdrücklich unpolitisch, sondern rein technisch: Wirklich sicher, dass es einen messbaren Unterschied zwischen den männlichen und weiblichen Rüstungen gibt? Denn ich sehe da wirklich keinen, die Proportionen sind ja generell schlanker. – Was ich toll finde, fand die alten oft klobig.
Ja, wenn man sie in der Hand hat, sieht man das. Auch die leicht „gerundeteren“ Brustpanzer fallen dann auf. Das ist aber wirklich marginal und auf Spielentfernung sieht man das sowieso nicht.
Update: Ich habe nochmal schnell ein Vergleichsbild geschossen und mit dem Lineal nachgemessen. 🙂
Boah, sind die toll. Also wenn ich jemals mit 40K Horus und so Anfang, dann mit denen. Die hätte ich gerne auch für legions imperialis. Da hätten die bestimm krasse Gravpanzer und Engelstitanenen oder so.