Review: Fäulnisschwerter und Schmutzritter | Madensippe des Nurgle
Unser großes Nurgle-Review geht in die zweite Runde: Heute sind die Fäulnisschwerter und die Schmutzritter dran.
Für alle, die gestern nicht rein geschaut haben: Hier findet ihr unser Review von Doktor Festus. Heute geht es weiter mit zwei der neuen Einheiten der Madensippe des Nurgle: den Fäulnisschwertern und den Schmutzrittern. Den Auftakt macht dabei die neue Infanterie-Option.
Fäulnisschwerter / Rotswords
Produkt: Fäulnisschwerter
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Maßstab: 32mm
Preis: 51,50 Euro
Der Bausatz wurde von Games Workshop gestellt.
Inhalt
Hier seht ihr, was drin ist: Drei Gussrahmen, zehn 32mm Citadel-Rundbases und eine Bauanleitung.
Gussrahmen
Hier könnt ihr euch die drei Gussrahmen der Fäulnisschwerter im Detail ansehen.
Bauanleitung
Und hier könnt ihr euch die Bauanleitung anschauen.
Gebaut
Und so sehen die Fäulnisschwerter aus, wenn man sie fertig gebaut hat.
Detailaufnahmen
Da man auf so einem Gruppenbild die Übersicht und den Kamerafokus schnell verliert, habe ich die Truppe der Fäulnisschwerter für ein paar Detailaufnahmen in kleinere Gruppen getrennt.
Review
Auch die Fäulnisschwerter sind ein modernes GW-Kit und daher rein technisch über (fast) jeden Zweifel erhaben. Die Details sind scharf, die Handhabung sehr angenehm und die Bauanleitung könnte klarer nicht sein.
Auch findet man hier im Vergleich zu Doktor Festus von gestern einige zusätzliche Bits und Optionen, um seine Fäulnisschwerter anzupassen, was mir sehr gefällt. Bei jedem Modell hat man mehrer Wahlen frei: unterschiedliche Köpfe, Einhandwaffe und Schild oder zwei Einhandwaffen, sowie die klassischen Optionen des Standartenträgers, Musikers und Champions.
Einige kleine Haken gibt es allerdings doch: Die Helm-Optionen ähneln sich für meinen Geschmack zu sehr und es gibt nur zwei Köpfe ohne Helm. Dazu kommt, dass ie Arme nicht komplett austauschbar sind. Nicht jeder rechter Arm ist mit jeder rechten Waffenhand kombinierbar. Das alles hat dazu geführt, dass ich meinen Traum, meine Fäulnisschwerter ausschließlich ohne Helm und mit Hämmern, Streitkolben oder Morgensternen auszustatten, recht schnell aufgeben musste.
Das ist ein bisschen ärgerlich, weil dadurch auch das Kitbashing schwieriger wird: Einige der Hände lassen sich nicht einfach so am flachen Unterarm anbringen, denn sie und die dazugehörigen Arme sind am Unterarm längs in zwei Hälften getrennt. Das lässt sich zwar ein Stück leichter kleben, aber warum das sein musste, erschließt sich mir nicht – wo doch die Hand auf dem flachen Handgelenk top aussieht, fast genauso gut geklebt werden kann und dazu noch mehr Modularität bietet.
Davon mal abgesehen gefallen mir die Fäulnisschwerter optisch sehr gut. Sie sehen imposant aus, sind sehr dynamisch posiert und haben eine sehr eigene Ästhetik die sich nahtlos in den Rest der Nurgle-Neuheiten und zu großen Teilen auch in die bestehende Armee einreiht.
Schmutzritter / Sloven Knights
Produkt: Schmutzritter
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Maßstab: 32mm
Preis: 55 Euro
Der Bausatz wurde von Games Workshop gestellt.
Inhalt
In der Box findet ihr drei Citadel Oval-Bases (75 mm x 41,5 mm), zwei Gussrahmen und eine Bauanleitung.
Gussrahmen
Hier könnt ihr euch einen Überblick über die Teile des Bausatzes verschaffen.
Anleitung
Und hier seht ihr die Bauschritte, um die drei Schmutzritter zu basteln.
Gebaut
So sehen die Modelle dann aus, wenn man fertig ist.
Review
Die Schmutzritter sind deutlich weniger modular als es die Fäulnisschwerter waren. Hier hat man nur die Wahl zwischen einer Handvoll Köpfe, nicht einmal einen Standartenträger oder Musiker kann man bauen, wobei ich das Fehlen dieser Optionen in 3-Mann-Kavallerie-Einheiten besser vertragen kann, als in größeren Einheiten.
Schick sind die Schmutzritter trotzdem: Sie nehmen schön viel Raum auf dem Tisch ein und ihre stumpfen Schlagwaffen sehen extrem eindrucksvoll aus. Die Posen gefallen mir noch besser als die der Fäulnisschwerter, weil sie noch schwerfälliger und grobschlächtiger daherkommen, als die etwas generischeren Fußläufer.
Aber mein Favorit sind nicht die Reiter selbst, sondern ihre Reittiere: Jede Falte, jede Schwellung und Beule ist liebevoll ausgearbeitet und fügt sich zu einem Gesamteindruck ein, der irgendwo zwischen Angst, Abscheu und Mitleid pendelt. Sie sind für mich definitiv das Highlight dieser Nurgle-Reviewschleife und der Teil der Minis, auf deren Bemalung ich mich am meisten freue.
Größenvergleich
Natürlich darf auch in diesem Review der Größenvergleich nicht fehlen. Hier seht ihr die beiden neuen Einheiten für die Madensippe des Nurgle nebeneinander und neben zwei Beispielmodellen aus Warhammer: Age of Sigmar.
Fazit
Insgesamt wissen die Nurgle-Neuheiten allesamt zu gefallen. Das Bild, was die Fäulnisschwerter und Schmutzritter nebeinander abgeben, ist mehr als rund und es wirkt so, als hätten Games Workshop hier eine neue Richtung für die Armee gefunden, die noch viel Potenzial bietet.
Auch der Preis ist hier, wie ich finde, deutlich gerechtfertigter als es bei Festus der Fall gewesen ist, wenn auch die teilweise wieder eher mauen Anpassungsmöglichkeiten den Gesamteindruck trüben.
Was haltet ihr von den neuen Einheiten für die Madensippe? Werdet ihr euch etwas von den neuen Einheiten zulegen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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Sind die Ritter tatsächlich so RIESIG oder wirkt das nur optisch so, weil sich der Reiter näher an der Kamera befindet als die Fußgänger?
Ja, die dürftige Ausrichtung auf Modularität und eher gringen Optionen sind einfach schade. V.a., wenn man das selbe Ergebnis mit umbaufreundlicheren Zuschnitten hätte erzielen können.
Auch den Preis finde ich letztlich nicht okay. Dennoch werde ich mir vermutlich ne kleine Bande der neuen „Sterblichen“ zulegen – und kräftig mit denen umbauen.
PS:
Die Fußlatscher sollen ja bewusst „zappeliger“ wirken als die anderen Figuren. Ob genau das nun so gut transportiert wird, sei mal dahingestellt.
Ich finde auch die wirken fast wie Conquest Modelle
Es wird bestimmt mit rein spielen, dass der Ritter ein Stück näher an der Kamera dran ist, aber die sind schon massig. Habe es für MJ unten ausgemessen, und die Ritter (7-8 Centimeter hoch) sind schon gut und gern doppelt so groß wie die Infanteristen (4 Centimeter), von der Breite und generell der Masse mal ganz zu schweigen.
Vielen Dank für das gute und informative Review. Die Seuchenreiter scheinen wirklich riesig zu sein! Eine Frage hierzu: wie voluminös sind die? Oder anders gefragt, wäre es möglich alle drei auf ein großes Ovalbase (von Fliegern) als eine Art Lanzenformation zu kleben? Besten Dank & Gruß
Die Ritter sind zwischen 7 und 8 Centimeter lang und 3-5 Centimeter breit (je nach Pose). Ich denke, das sollte machbar sein : )
Danke für das Unboxing 😀
Die Schmutzritter habe ich bestellt.
Sehen sehr gut aus 😊👍
Die Infanteristen sind für mich das Highlight der ganzen Release-Welle, nur der fehlende Musiker stört mich etwas. CSM in jeder Einheit sind natürlich bei AoS schon lange nicht mehr gegeben, aber ein volles Kommando sieht einfach cool aus und ein linker Arm mit Horn anstatt der 3. Option für die Standarte hätte sicher auch gepasst.
Die Ritter sind deshalb auch leider ein totaler Reinfall, hier hat man schlichtweg den 3. Rahmen mit Kommando und evtl Waffenoptionen vergessen. Dann würde auch der Preis im Vergleich zur Infanterie Sinn ergeben. Immerhin hat keines der Pferde so ein komisches nach vorne gestrecktes Bein.
Solide bis sehr schöne Modellierung. Das es GW bis heute allerdings nicht hinbekommt einen einheitlichen Maßstab selbst in einer Range einzuhalten ist – ich muss das jetzt so sagen – erbärmlich und wirklich schade.
Lieben Gruß
Ralf
Jo.. der Preis und so weiter, aber ich mag die Modelle. Games Workshop ist schon nicht ohne Grund so lange am Markt.