von BK-Jonah | 20.07.2025 | eingestellt unter: Conquest, Reviews

Review: Pteraphon der Spires

Für unser zweites Monsterreview von Conquest diese Woche nehmen wir uns den Pteraphon Surveyor der Spires vor.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Titel

Pteraphon

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review 1 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review 2

Auf einen Blick

Produkt: Pteraphon
Hersteller: Para Bellum Wargames
Material: Plastik
Maßstab: 38mm
Preis: 129.99 Euro

Der Bausatz wurde von Para Bellum Wargames gestellt.

Ausgepackt

Für ein so großes Modell ist der Karton beim Pteraphon erstaunlich leer. Hier seht ihr den ersten Blick in die Box.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Unboxing 1

Inhalt

Enthalten sind zwei Gussrahmen und die Bauanleitung, eine Aktivierungskarte sowie natürlich eine Monsterbase und der dazugehörige Stand.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Unboxing 2

Die Gussrahmen

So sehen die Gussrahmen für den Pteraphon Surveyor aus. Spannend fand ich direkt beim ersten Blick auf den Bausatz, wie kleinteilig der Körper ist – im Gegensatz zu den massiven Flügeln.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gussrahmen 1 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gussrahmen 2

Die Bauanleitung

Hier könnt ihr euch einen Überblick über die Bauerfahrung beim Pteraphon verschaffen. Nur so viel sei hier schon gesagt: Der Aufbau ist ziemlich spannend – auf eine gute Art.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Bauanleitung 1 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Bauanleitung 2 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Bauanleitung 3 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Bauanleitung 4 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Bauanleitung 5

Gebaut

Hier könnt ihr euch das Modell im fertigen Zustand anschauen. Leider habe ich das Modell ziemlich waagerecht auf dem Flugstand befestigt. Ich hoffe, ihr könnt das Modell trotzdem gut in Augenschein nehmen.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gebaut 1 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gebaut 2 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gebaut 3 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gebaut 4 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gebaut 5 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Gebaut 6

Größenvergleich

Wie beim Genya no Yokai zeigt sich auch beim Pteraphon Surveyor mal wieder, dass Conquest-Monstermodelle fast durch die Bank weg sehr schwer adäquat vor die Kamera – und die Brückenkopf-Skala – zu bekommen sind.

Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Größenvergleich 1 Conquest Para Bellum Spires Pteraphon Review Größenvergleich 2

Fazit und Review

Ich habe meine Zeit mit dem Pteraphon Surveyor so sehr genossen, wie kaum ein anderes Modell in letzter Zeit. Der Zusammenbau war fast schon ein narratives Event: Man beginnt mit dem kleinen Körper des Exiles (der Fluff-Begriff für die Alien-Elfen aus der Conquest-Welt Eä) und baut darum Schicht für Schicht den Fleisch-Mech, den er oder sie befehligt. Ich habe mich beim Bau selbst ein Stück weit wie ein Biomant gefühlt, der gerade eine Auftragsfertigung ausführt – das habe ich so im Hobby noch nicht erlebt.

Das Ergebnis lässt sich ebenfalls sehen: Im Gegensatz zu vielen der älteren Spires-Bausätze ist der Pteraphon schön detailscharf gelungen, was bei der Giger-Ästhetik absolut zwingend notwendig ist, damit man bei der Bemalung nicht verzweifelt. Technisch so schön umgesetzt kann das inspirierte Design der Spires wirklich glänzen und der Bausatz macht große Lust auf den geplanten Refresh der Fraktion.

Auch rein mechanisch war der Zusammenbau astrein. Vielleicht aber auch, weil ich mittlerweile sehr viel Erfahrung mit großen, unwuchtigen Monster-Bausätzen von Para Bellum habe. Aus dem Archangel und dem Quatl habe ich gelernt – und die massiven Flügel und den Flugstand einfach mit Sekundenkleber befestigt. Das empfehle ich auch definitiv weiter. Mit Plastikkleber wäre der Zusammenbau vermutlich sehr zehrend gewesen.

Regeln

In Last Argument of Kings

Der Pteraphon ist ein seltsames Biest, und das zieht sich auch durch die Regeln. Im großen Rank and Flank-System von Conquest ist der Flugkrebs ein kostengünstiges Medium-Monster mit Fly, March 8, Volley 3 und 10 Schuss auf 12″ Reichweite. Durch Clash 2, 10 Attacken und 6 Impact-Hits ist er gegen leichte Regimenter auch im Nahkampf nicht zu vernachlässigen. Defensiv steht der neue Flieger für ein so günstiges Monster mit 15 Wunden, Defense 3 und Resolve 3 auch nicht schlecht da.

Der eigentliche Selling Point des Pteraphon ist aber seine Rolle als mobiler Support: Mit „Eye in the Sky“ verteilt er Vanguard (4) an Regimenter, die nach ihm aktivieren und aufs Feld laufen. Sein „Neural Link“ lässt Einheiten in 8″ Reichweite 2W6 für den Charge würfeln (wobei beide Würfelwürfe von Unstoppable profitieren) und mit seinen „Phero-Trails“ kann der Pteraphon auf ausgewählte Buff-Fähigkeiten der Biomancer und Pheromancer zugreifen.

Dazu gehören der „Pheromone Gland Burst“ (+1 March oder Resolve auf ein Regiment in 8″ Reichweite), „Induced Lethargy“ (-1 Defense auf ein gegnerisches Regiment in 8″) und „Mend Flesh“ (2 Wunden bei einer befreundeten Einheit in 8″ heilen).

Für ein so vielfältiges Paket muss man als Spires-Spielerin oder -Spieler nur 170 Punkte ausgeben. Ein Schnäppchen, wie ich finde, und ich erwarte eigentlich in Zukunft, in jedem Spiel gegen oder mit den Spires einen der Flugkrebse auf der Platte zu sehen.

In First Blood

In First Blood ist der Pteraphon einen Tick teurer, aber dennoch deutlich unter dem Durchschnitt von 450-550 Punkten, die Monster sonst im Conquest-Skirmisher kosten. Für 280 Punkte bekommt man hier eine noch bessere Statline mit March 10, Volley und Clash 3, 8 Attacken und 6 Schuss auf 16″ Reichweite mit Armor Piercing (1) und Deadly Shot sowie 4 Impact Hits.

Auch defensiv ist die Statline in First Blood gegenüber Last Argument besser. Hier hat der Pteraphon auch Defense 3 aber Resolve 4 – landet dafür jedoch schon nach 7 Wunden im Wounded-Profil, welches ihm seine soliden Nahkampfwerte deutlich einkürzt.

Seine sehr schön fluffige Sonderregel „Ignorance of lesser Lifeforms“ erlaubt es ihm, auf gegnerische Einheiten im Nahkampf zu schießen, welche im Kontakt mit den Drohnen der Spires stehen. Diese nehmen dafür auch lediglich zwei automatische Hits.

Die zweite Sonderregel des Pteraphons, „Priority Target“, macht genau das, was der Name vermuten lässt. Zu Beginn jeder Runde nominiert man eine gegnerische Einheit, gegen die der Flugkrebs Barrage (+2) und Armor Piercing (+1) erhält. Stirbt das gewählte Regiment, darf man sofort ein weiteres nominieren.

Insgesamt ist der Pteraphon in First Blood also weniger ein Support Piece als ein stattlicher Fernkämpfer. Lust, ihn zu spielen, macht das Lesen der Regeln aber trotzdem.


Findet ihr den Pteraphon Surveyor so schick wie ich? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


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BK-Jonah

Seit 2023 im Hobby und damit das Nesthäkchen beim Brückenkopf. Erste Tabletop-Liebe: Warhammer Fantasy durch Total War, was über Umwege zu AoS geführt hat. Danach und bis heute verliebt in Conquest: The Last Argument of Kings. Aktuelle Projekte: Flesh-eater Courts und Conquest Sorcerer Kings mit Aussicht auf Tomb Kings in The Old World und irgendwann auch mal Warhammer 40k – wenn es die Zeit denn zulässt.

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Kommentare

  • Im Grunde spielt es keine Rolle, aber das Verhältnis von Box Größe zu Inhalt würde mir beim öffnen ja etwas aufstoßen, so im ersten Moment.

    Der Größenvergleich wird immer schwieriger, bei dem Dämon die Tage war ich mir schon nicht ganz sicher wie hoch der wirklich ist. Vielleicht kannst du die Maße ja noch dazu schreiben, bei der Größe einiger Modelle muss man sich ja schon Fragen, ob die in die Vitrine passen. 😀

    • Das ist eine sehr gute Idee, auf die ich auch mal selbst hätte kommen können 😀

      Bilder mit Maßband kann ich grad leider schlecht machen, aber gemessen habe ich.

      Von der Base bis zum höchsten Punkt am Rücken: 13,5cm

      Von Flügelspitze zu Flügelspitze: ca 29cm

      Vom Kopf zur Schwanzspitze: ca 19cm

  • Ich habe nicht groß gelesen, sondern nur das Verpackungsdesign gesehen und dachte etwas neues von Corvus Belli. Bilder durchgeklickt und gedacht was ist dass? Warcrow? Bis ich gesehen habe es ist für Conquest. Ist es ein neues Packungsdesign?

  • Musste bei dem Bild mit der halb leeren Schachtel direkt an Lego denken. Ne Box die 130 Euro kostet darf nicht klein sein, auch wenn eigentlich kaum was drin ist 😉
    traurig, aber so funktionieren leider unsere Gehirne, selbst wenn wir es oft nicht zugeben wollen 😉

  • Das Design ist schon cool, wird nur leider von der Pose verdeckt. Da wäre so ein ’stehendes‘ Fliegen imho besser gewesen. Das Fazit fällt mir aber viel zu positiv aus, vor allem weil kein Wort zum Preis gesagt wird. Der ist mir nämlich komplett unbegreiflich. Hätte von den Bildern her auf 70-90€ getippt. Der Riese von vorgestern hat immerhin mehr als das doppelte an Rahmen in der Box und passt auch im Vergleich zu dem was man sonst auf dem Markt für 100-150€ an Miniatur bekommen würde.
    Die leere Box ist nicht nur frech, dadurch werden die Rahmen auch noch weniger vor gegenseitigem Abrieb geschützt als in einer ’normalen‘ Kiste.
    Ansonsten trotzdem danke für die Reviews. Die Plastikbausätze von Conquest sind immer super spannend.

    • Moin! Danke dir erstmal für das konstruktive Feedback. Die Anregung, in Zukunft auch auf den Preis einzugehen, nehm ich sehr gern mit.

      Was das Preis-Leistungsverhältnis und die Pose angeht, stimme ich dir teilweise zu.

      Auch für mich war das verhältnismäßig wenig Plastik für den Preis, allerdings ist der Preis oben auch der von PB direkt. Im Einzelhandel kostet der Bausatz dann „nur noch“ ca 100€, was auch noch zu viel ist, aber eben weniger zu viel 😀

      Für mich hat der schön designte Unterkörper die reine Menge an Plastik teilweise aufgewogen – dass man den so schlecht sieht, ist meine Schuld. Auf der Box ist der Pteraphon schräg nach oben angewinkelt auf den Flugstand geklebt, da kann man die Unterseite besser bewundern.

      Über die Verpackung kann man aber wirklich nicht streiten. Zumal die Monster der Artisan Series zumindest innen einen Einlass aus Pappe haben, damit die Resinteile nicht rumfliegen. Etwas ähnliches hätte es hier auch gebraucht, auch wenn Plastik widerstandsfähiger ist als Resin.

  • Schon ein cooles mächtiges Modell hier, welches auf dem Spieltisch Eindruck machen wird. Im Vergleich zu modernen Bausätzen von GW merkt man, dass die noch ein wenig aufzuholen haben was die Umwandlung vom Gesamtmodell in die Einzelteile angeht: es ist alles quasi perfekt spiegelsymmetrisch und wirkt ein wenig steif – was zu einem Hybrid auch irgendwie passt, aber ein bisschen mehr Dynamik und subtile Variationen in den organischen Bereichen hätte dem Modelle nach meinem Geschmack nicht geschadet. Ich vermute, dass dies vorallem technische Gründe haben wird.

    Die sehr große Box ist bestimmt dem geschuldet, dass es eine Standardgröße sein wird, die man bei einer Druckerei in Auftrag geben kann. Sonderpackungen mit individuellen Maßen werden um ein vielfaches teurer sein.

  • Danke fürs Review, würde ich Conquest Exils spielen würde ich das Modell vermutlich mit dem Xeno Dragon von Archon Studios proxen. Das Modell hier finde ich zu starr und viel zu teuer. Bei Archon bekommt man ein Modell ca. gleicher Größe, wie z.B. deb Xeno Dragon für unter 30€ und das für ein wensentlich dynamischeres Modell.

    Hier kann Para Bellum bei mir leider nicht punkten …

  • Danke für das Review. Die Statline für First Blood ist schon heftig. Das Modell finde ich ein wenig steif, erinnert mich an Pitch Black 😉

  • Packungsgröße und Preisgestaltung liegt an der Einheitlichkeit, aber hier könnten sie eine Ausnahme machen, das geht in die gleiche Richtung wie beim Quatl. Denke 90 € würden da schon passen.

    Das Modell ist trotzdem sexy. 😉

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