von BK-Christian | 11.02.2020 | eingestellt unter: Fantasy, Reviews

Ziteria: Preview-Review

Heute schauen wir uns gleich zwei Vorab-Prototypen für Ziteria an, das gerade auf Kickstarter finanziert wird.

Hinweis: Viele der Spielkomponenten und vor allem die Miniaturen dieses Reviews sind Prototypen. Die Modelle stammen aus einem  handelsüblichen 3D-Drucker und entsprechen deshalb noch nicht der finalen Qualität.

Hersteller: Ziterdes
Material: Resin, Hartschaum, Holz, Karton, Papier
Preis: 159,00 Euro (Standardedition), 250,00 Euro (Premium Edition)
Maßstab: 28mm

Das Reviewmaterial wurde von Ziterdes gestellt.

Spielmaterialien:

Uns wurden von Ziterdes gleich zwei Pledges für dieses Review zur Verfügung gestellt (bemalt und unbemalt), wobei die Spielkomponenten bei beiden Pledges identisch sind. Unser Bild zeigt die Würfel-Prototypen und die lasergravierten Pappmarker, bei denen es sich um ein Stretch Goal handelt.

ZT Ziteria Review 1

Das Regelheft hat 27 Seiten und umfasst alle Regeln, die für das Spiel benötigt werden. Hier zeigt sich schon, dass Ziteria kein Komplexitätsmonster sein soll, sondern eher ein schlankes Bier&Brezel Spiel. Die Regeln sind dementsprechend überschaubar, und konzentrieren sich vor allem auf die Bewegung der Modelle, die relativ einfach gehaltenen Kämpfe, das Durchsuchen der Räume und das Platzieren von Mauern oder Treppen, mit denen die Spieler den Dungeon im Verlauf des Spiels verändern und dem Gegner beispielsweise Steine in den Weg legen können.

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Kämpfe funktionieren bei Ziteria relativ geradlinig: Es gibt 4 verschiedene Charakterklassen pro Fraktion (Anführer, Nahkämpfer, Stabwaffenträger und Schütze). Für jede Klasse ist festgelegt, wie viele Kampfwürfel sie beim Angriff und der Verteidigung wirft, wie viele unverhinderte Treffer sie einstecken kann (Anführer 3, alle anderen 1) und ob sie Sonderregeln besitzt. Da die Würfel mehr Schwerter (Treffer, 3) als Schilde (Treffer verhindert, 2) tragen, sind gerade die Nebencharaktere relativ fragil.

Das dritte Symbol auf den Würfeln ist der Joker, der durch Artefakte ins Spiel kommt, oder wenn sich einer der Kämpfer in einer erhöhten Position befindet (wie schon Obi-Wan sagte: „It’s over, Anakin! I have the high ground!“).

Gelände:

Ziterias Schwerpunkt ist das Gelände, das wird nicht nur durch seinen schieren Masseanteil am Pledge deutlich, auch die Tatsache, dass das Spiel auf Geländeinteraktion setzt, ist ein eindeutiger Faktor. Was ist also im Pledge drin?

Wir schauen uns hier zunächst das unbemalte Pledge an und zeigen die Räume nacheinander, da wir sonst Platzprobleme kriegen. Den Anfang machen die vier kleinen Module, die zwar identisch sind, sich aber verschieden kombinieren lassen, zumal Ziteria explizit kein Problem mit Lücken zwischen den Räumen hat, eine bündige Anordnung ist also nicht nötig.

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Bei den größeren (und höheren) Räumen haben wir eines der kleineren Module zum Größenvergleich dazugepackt:

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Die so entstehenden Stufen können mit Treppen überbrückt werden (Bilder dazu kommen später):

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Abgerundet wird das Paket durch eine große Sammlung an Möbeln Wänden, Türen und ähnlichen Dingen, die im Spiel Wege blockieren oder öffnen und natürlich Artefakte bereithalten können.

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In Farbe:

Die folgenden Bilder zeigen das bemalte Pledge in Action, also Modelle, Räume, Möbel, Wände, Treppen, Türen und eine beschworene Flammenwand.

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Und so könnte ein Layout des gesamten Pledges aussehen:

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Die Modelle:

Für unser Review können wir zwar nur auf die Prototypen zurückgreifen, wir zeigen sie aber natürlich trotzdem. Den Anfang machen die im normalen TT-Standard bemalten Modelle (die Qualität des späteren Premium-Pledges kann abweichen).

Ratten:

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Zwerge:

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Wir hatten außerdem auch unbemalte Modelle aus farbigem Resin zur Verfügung, die sich zwar nicht perfekt ablichten lassen, aber durchaus zeigen, dass die Modelle über eine Vielzahl feiner Details verfügen, was sich z.B: an den Ketten des Rattenchampions zeigt:

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Zu guter Letzt kommt hier noch Ziterion, der namensgebende Magier, der die Duelle zwischen den verschiedenen Mannschaften veranstaltet:

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Größenvergleich:

Was wäre ein Review ohne unseren Größenvergleich? Den Anfang machen die Modelle:

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v.l.n.r.:Ziteria, Mantic Games, Ziteria, Games Workshop, Ziteria, NeverRealm Industry

Für das zweite Bild haben wir Ziteria Mödelle mit einigen Möbeln verglichen:

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Fazit:

Ziteria hat das Potential für ein kurzweiliges Spiel, und gerade die Möglichkeiten des Dungeons sind interessant. Mauern und Treppen zu platzieren, bringt eine nette Dynamik mit sich, und die Suche unter den zahlreichen Möbeln bindet den Dungeon und seine Einrichtung gut ins Spiel ein. Das Spielfeld kann noch erweitert werden, bei nur 4 Modellen pro Seite ist das mitgelieferte Spielfeld aber durchaus ausreichend, da sich die Modelle sonst evtl zu selten begegnen würden.

Die Modelle des Spiels sind sehr klassisch gehalten (wie auch das ganze Setting des Spiels) und erinnern von der Gestaltung her am ehesten an DSA Schicksalspfade oder Herr der Ringe. Ratten vs Zwerge ist ein ziemlich klassisches Setting für unterirdische Szenarios, die generischen Profile ermöglichen aber den Einsatz nahezu aller Modelle, die die eigene Sammlung hergibt.

Was die Pledges auszeichnet, ist aber vor allem die schiere Menge an Material. Selbst wenn man mit den Modellen oder dem Spiel nicht viel anfangen kann, sind die Einrichtungsgegenstände und Dungeonmodule alleine schon einen Blick wert, egal ob für Dungeon Crawler oder als 3D-Spielfelder für Rollenspiele.

Ziteria kann aufgrund seiner einfachen Regelstruktur problemlos um weitere Hausregeln erweitert werden und ist für Dungeonfreunde sicher einen Blick wert.

Link: Ziteria auf Kickstarter

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Viele der Spielkomponenten und vor allem die Miniaturen dieses Reviews sind Prototypen. Die Modelle stammen aus einem handelsüblichen 3D-Drucker und entsprechen deshalb noch nicht der finalen Qualität.

    Das ist genau der Punkt. Warum sollte ich das fördern, wenn ich mir das auch selber drucken kann? Die Minis sehen auch als Prototyp schon verdammt gut aus. Ich hab 2 FDM und 2 SLA Drucker. Das wäre gedruckt noch bevor der PM aufmacht.

    Aber sei’s drum. Gibt sicher einen offline Markt der gross genug ist. Oder etwas nicht. Einen Raketenstart hat’s ja nicht gerade hingelegt.

    • Das verstehe ich jetzt als Argument nicht so ganz? Klar kann man sich Modelle selbst drucken, aber diese Designs hier gibt es ja nicht als freie STLs, man kann sich also bestenfalls andere Modelle drucken, die als Proxys dienen?

      Wenn man STLs und Drucker hat, kann man sich natürlich vieles selber basteln, aber das ist hier ja nicht der Punkt. Die Info ist im Review aber wichtig, denn die Qualität der Minis entspricht eben noch nicht dem, was bei Resinabgüssen eines Premium-Printmasters möglich wäre (bei weitem nicht).

      • Gut da hab ich mich falsch ausgedrückt. Was ich meinte ist, das man die Reichweite weit über die Grenzen Deutschlands hinaus steigern könnte, wenn man es als Digitalprodukt anbieten würde. Es werden sich die wenig aus dem dem Ausland so etwas bestellen weil einfach alleie die Versandkosten horrend sind. Ich weiß zwar nicht ob der Dungeon auch 3D generiert ist, aber es gibt dutzende Beispiele, das es geht.

        Wenn ich mir Ian Lovecrafts neuen Gladiator KS anschaue, der wäre als physisches Produkt für mich gestorben, weil aus Übersee.

      • @Der schwarze Tod
        Die Reichweite über Dt hinaus würdest du auch mit einem Digitalen Produkt nicht haben, das Spiel interessiert einfach kaum jemanden weil es genug Alternativen im Markt gibt.
        Dungeon Crawler gibt es mehr als Speicherplatz in diesem Kommentarfeld wäre, Modulare Dungeon Systeme (egal ob print oder physisch) wahrscheinlich in zwei Größenordnungen mehr.

        Zu dem irrst du dich was den Drucker Markt angeht, nehmen wir Titan Forge mit ihrem Patreon, auf einmal wünschen sich in den Foren viele die würden ihre Figuren auch physisch anbieten (was sie vorher getan haben und auch in den meisten Fällen noch tun), die waren einfach zu unbekannt vorher.
        Zeigt aber auch gleich was anderes, ein großer Teil der TTler haben gar kein Interesse an 3D Druck. Auch wenn die Einstiegshürde stark gesunken ist, ist das für den Großteil der Spieler immer noch keine Option.

        Schliesse mal nicht von dir auf andere was den Druck angeht. Vielen ist das viel zu viel. Die wollen das gar nicht. Und damit meine ich nicht mal Platz / Zeit Bedarf, Gerätepreise, Materialkunde, Gestank und Nachbearbeitungsbedarf, sondern einfach nur sie wollen sich nicht damit beschäftigen.

        Meiner einer hat auch mehre Maschinen, aber ich habe auch den Platz und die technische Affinität dazu. Ich sehe aber nicht das Allheilmittel des zukünftigen heiligen Grals darin, wie du es manchmal zu tun den Eindruck erweckst.

        @BK-Christian:
        Den Punkt mit den Premium Printmastern verstehe ich nicht, handelsübliche 3D Drucker sind durch aus in der Lage Premiummaster zu erstellen, das wird auch von einigen kleineren Butzen auch so gemacht und die Qualtität stimmt trotzdem. Oder sollte der Hinweis sagen es handelt sich um Vorabmodelle bei denen kleine Mängel in kaufgenommen wurden weil sie nur für Demozwecke dienen?

      • Da bin ich etwas anderer Meinung. Wir haben bei NeverRealm denselben Drucker wie bei Ziterdes (den klassischen Photon eben), und der ist zwar durchaus fein für einige Dinge, aber um Master für Abgüsse zu drucken, die unseren Ansprüchen genügen, reicht er nicht, da werden wir auf bessere Geräte zurückgreifen (und das obwohl Laszlo wirklich Profi in der Handhabung dieser Geräte ist).

        Photon-Drucke mit High-End-Drucken zu vergleichen, wie sie beispielsweise White Dragon Miniatures auf ihrem Gerät produzieren können, ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, und auch die Master der Infinity-Modelle könnte man auf einem Photon niemals in dieser Qualität liefern.

        Ja, haushaltsübliche 3D-Drucker sind inzwischen ziemlich cool und liefern tolle Ergebnisse, aber bis zur Qualität, die man (zumindest bei einem gewissen Anspruch) für Abgussmaster braucht, ist noch viel Luft.

    • Ich bin zwar so gut wie gar nicht mehr in Foren, aber gerade Titan Forge ist ein gutes Beispiel. Die haben durch Patreon sicher ihren Umsatz vervielfältigt. Kann gut sein, das die Blase bald platzt, aber besser alte Stls verkaufen als nichts mehr. Der traditionelle Markt kann ja genausogut parallel dazu laufen für diejenigen die ein physisches Produkt möchten.

      • Das halte ich für eine etwas steile These, da wir den Umsatz von Titan Forge vor der Umstellung auf Patreon/STL nicht kennen. Ja, ihr Patreon läuft gut und rund 20.000 DOllar im monat sind sehr solide, aber da ist immer auch die Frage, wie nachhaltig so etwas am Ende ist und wie langfristig die Patreons an Bord bleiben.

        Und um auf die andere Frage kurz einzugehen: Nur die Miniaturen sind aus dem Drucker, Terrain und DUngeon sind handmodelliert, die Platten bestehen aus Ziterdes-Hartschaum und die Möbel aus gegossenem Resin.

      • So gewagt ist die These nicht mit ihren Kickstartern haben sie sich nicht mit Rum bekleckert und ihr Ruf was die Miniaturenqualität angeht hat auch sehr gelitten die letzten Jahre.

        Ich kenne auch keinen Shop der die listet. Bzw mir fällt auf Anhieb keiner ein.
        Die meisten verzichten doch lieber auf noch einen Ladenhüter.

        Und ihre Designs muss man auch schon fan von sein. Die Japaner mochte ich sogar. Die Dämonen waren dann schon eher was für Liebhaber und die Zwerge naja …..

        Das sie dann auch noch mit quick cheap fun ihren Patreon beworben haben fand ich doch merkwürdig.
        Ich Supporte lieber Artisan Guild und Abbadon (Kill Six Billion Demons Lesetipp wer es noch nicht kennt).
        Aber ein Freund pickt sich bei TF rauswas ihm gefällt da kann man dann immer tauschen.

        Und nicht falsch verstehen ich gönne den Designer die Unterstützung. Aber ich frage mich ob Patreon STLs das neue MDF Kickstarter werden und irgendwann jeder das macht so das niemand mehr was davon hat.

  • Ich finde das Ganze ja spannend, auch mit dem Early Bird Extraraum und den im Vergleich gübstigeren Elementen im KS ggü. dem Onlineshop (wobei ich mir da noch mehr Auswahl gewünscht hätte, kommt aber vielleicht noch im PM). Was ich seltsam finde ist, dass man in der Premium-Version alles bemalt bekommt, es aber keine Option gibt, zusätzlich gekaufte Elemente auch bemalen zu lassen. Die sehen dann immer anders aus. Das disqualifiziert Premium dann leider für mich.

  • Also das Design der Tiles und der Innenraumausstattung ist schon große Klasse. Mir gefällt das. Allerdings hätte ich keine Verwendung dafür, da ich noch nie so richtig in klassischen Tabletop Dungeon Crawlern drin war.

  • Ich will ganz ehrlich sein, mich überzeugt das überhaupt nicht.

    Die Idee ist nett aber das wars auch schon.
    Die Minis sind nicht schlecht, aber das wars auch schon.
    Die Regeln sind überschaubar, aber das reizt mich nicht.

    Das Terrain ist halt okay, aber mehr auch nicht.

    Kein echtes Alleinstellungsmerkmal, keine Interessante zugkräftige IP (DSA so verflucht des auch bei Miniaturenspielen ist hätte sich ja hier fast schon aufgedrängt). Oder kompatible zu…

    So wie es derzeit ist springt keine Funke über und wenn ich mir den KS-Verlauf bisher ansehe bin ich da nicht alleine.

    • Kann Dir nur zustimmen.

      Das alles ist irgendwie nichts halbes und nichts ganzes.

      Wieso nicht auf ein Element konzentrieren? Und das dann wirklich professionell.
      Entweder ein top Regelwerk oder top Figuren oder top Setting-Teile.

      Allein das (bestenfalls) zweitklassige Regelbuch-Cover (das hat einfach kein Profi gemacht und das sieht man) und relativ langweilige Karten-Design würd mich schon abschrecken. In meine Augen muss es Spaß machen, solche Sachen in den Händen zu halten und da ist das Auge eben mit…
      Wie Zyklopenschlange schrieb: keine eindeutige Innovation, keine vernünfitge IP / Design. Sowas gehört zu einer Verkaufstrategie nunmal dazu. Allein aus einer Liebelei heraus, sollte man keinen KS starten.

      Das wirkt auf mich einfach nicht, als ob es dafür wirklich einen KS benötigen würde.

      Ich möcht das echt nicht schlecht reden und find solche kleineren Projekte eigentlich auch gut, aber hier fehlt mir zuviel von allem.

  • Hm, Minis und Wände/Platten reizen mich jetzt auch nicht so. Aber ich kannte das ganze Zubehör von Ziterdes (Möbel, Kamin,…) noch gar nicht – und das gefällt mir sehr gut! Könnte ich für „Das Schwarze Auge“ o.ä. gut gebrauchen.. 🙂 🙂

  • Schaut euch mal die Workshops (im KS gibt es Links) an, was man mit den Dungeon-Modulen alles machen kann, dann habt ihr schonmal ein Alleinstellungsmerkmal… 😉

    • Wie gesagt, ich finde, dass man den KS grundsätzlich falsch angegangen ist und das Konzept nicht so richtig überzeugt/stimmig ist.
      Alleinstelltungsmerkmale hin oder her. Das hat garnicht so sehr etwas mit den Modulen selbst zu tun und ich befürchte, das wird sich auch am Ende im Ergebnis wieder spiegeln.

  • Ich habe mich schon sehr auf dieses Spiel gefreut … doch dann kommt das hier!
    Mir gefällt es überhaupt nicht.
    Das Regelheft und die Spielkarten sind mir einfach viel zu einfach, um nicht zu sagen, langweilig!
    Die Geländestücke finde ich ebenfalls sehr langweilig und ich glaube, die gibt es doch schon seit Ewigkeiten bei Ziterdes. Die sahen doch vor zehn Jahren schon so durchschnittlich aus, oder?
    Die Miniaturen sind ganz nett, mehr aber auch nicht … zumindestens entsprechen sie nicht meinem Geschmack. Die Zwerge wirken auf mich wie Rübezahl und seine kleinen Freunde und die Ratten sind eben … Ratten … Ratten, die man inzwischen an und in allen Ecken findet.
    Die Möbel sind ja ganz schön, aber das ist auch alles, was mir bei dem Spiel gut gefällt.
    Dafür € 159,- ausgeben? = Nööö, das ist mir für das, was angeboten wird, einfach viel zu viel Geld.
    Mein Fazit:
    Enttäuschung auf ganzer Linie! Für mich ist das alles (Ausnahme Möbel! … die aber wohl auch nix Neues sind, oder?) eine langweilige Entwicklung.
    Mein Geld geht ganz sicher da nicht hin!
    Schade, wo ich doch so viel mehr erwartet habe! … aber es ist ja nur meine eigene, persönliche Meinung und Geschmäcker sind ja nun einmal, dem lieben Gott sei es gedankt, sehr verschieden. Daher denke ich, dass sich auch bei diesem Spiel wohl Liebhaber finden werden!

  • Ich kann mich den Vorredner nur anschließen und möchte noch ergänzen: Ich verstehe die Zielgruppe nicht.

    Als Dungeon Crawler zu spät und in der Aufmachung zu den CMON-Machwerken, Sword & Sorcery und FFG-Villen des Wahnsinns (nur um die Flagsschiffe zu nennen) wirkt das ganze lieb- fast belanglos.

    Und für Tabletop-Fans überzeugen die Minis nicht und das Regel- und Kartenwerk ist reichlich überflüssig.

    Schade. Als deutscher Hersteller hätte sich tatsächlich mal DSA angeboten, z.B. einfach eine moderne Neuauflage von das Dorf des Grauen. Das wäre vermutlich jetzt schon gefundet.

    • DSA (Ulisses) hat ja schon seine KS-Pferdchen im Stall.
      Die machen mittlerweile einen nicht unbedeutenden Anteil ihrer Produkte über KS.
      Püppies laufen bei denen outsourced schon über Westfalia Miniaturen.
      Ich vermute, die würden in neue Projekte keine eigenen Resourcen reinpacken, wenn es denn überhaupt in ihr Portfolio passt.

      Abgesehen davon ist Ulisses extrem gewinnorientiert.
      Finde das passt nicht sonderlich gut zu einem Laden wie Ziterdes, der seine Sache noch mit echter Leidenschaft macht.

      Letztlich ist DSA vorrangig auch alles, aber absolut kein Dungeon Crawler.

      • Stimmt grundsätzlich, gibt aber halt zwei alte vergriffene Dungeon Crawler von ihnen, und auch wenn die wohl eher so mittelprächtig waren, würden die sich vermutlich schon aus Nostalgie-Gründen verkaufen.

        Leidenschaft würde ich den DSA-Machern nach wie vor nicht absprechen, auch wenn ich die Produktphilosophie auch nicht ganz nachvollziehen kann (insoweit ich sie überhaupt verfolge)

        Und Ziterdes tritt hier ja auch primär als Dungeonbauer auf… Die Addon-Minis kommen ja von diversen Herstellern.

        Ist aber auch nur eine Idee. Im Endeffekt sagt mir nur das vorliegende Konzept überhaupt nicht zu.

      • Vergriffen ist gut. 😀
        Das ist halt schon ewig her. Das war noch zu Schmidtspiele Zeiten.
        Personaltechnisch ist da nichts / nicht mehr viel von übrig geblieben.
        Das hätte dann aber auch wieder mehr Brettspielcharakter und da halte ich das Ziterdes Material für nicht so passend.

        Aber ich versteh was Du meinst.
        Geht mir mit diesem KS hier ja genauso.

  • Mir gefällt’s und das gameplay hört sich gut an. Wäre vermutlich schon dabei, wenn ich nicht schon nen ausladenden Dungeon hätte.

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