von BK-Christian | 13.04.2020 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Review: Warbringer Nemesis Titan

Heute widmen wir uns einem Modell aus dem Adeptus-Titanicus-Sortiment!

GW Nemesis Warbringer Titan

„Der Warbringer Nemesis Titan dient den Collegia Titanica in der Rolle schwerer Feuerunterstützung. Er trägt eine einzelne Waffe der Warlord-Klasse auf dem oberen Teil seines Rückenpanzers und Waffen der Reaver-Klasse in seinen Armen – und opfert so Geschwindigkeit, Rüstung und Manövrierfähigkeit eines gewöhnlichen Battle Titans zugunsten von Feuerkraft, die seiner Größe eigentlich unangemessen ist. Obwohl er selten und spezialisiert ist, ist der Warbringer Nemesis ein Anblick, welcher Schrecken in allen außer den kampferfahrensten feindlichen Princeps hervorruft.“

Auf einen Blick:

Produkt: Warbringer Nemesis Titan mit Tremorgeschütz, Vulkangeschütz und Multilaserkanone
Hersteller: Games Workshop
Material: Hartplastik
Preis: 70,00 Euro
Maßstab: 8mm

Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.

Ausgepackt:

Fangen wir also direkt mal an, das hier ist die Box:

GW Review Warbringer 1

Drinnen sieht es so aus:

GW Review Warbringer 2

Spannend sind hier auch die Druckkomponenten, denn anders als bei bisherigen Titanicus-Veröffentlichungen liegen beim Warbringer drei Waffenkarten und ein Kommandoterminal direkt bei. Das beseitigt direkt mal einen großen Nervfaktor, der mich persönlich bisher enorm gestört hat.

GW Review Warbringer 3

Das Plastik:

Jetzt wird es Zeit für die einzelnen Gussrahmen, und davon hat der Warbringer drei:

GW Review Warbringer 4 GW Review Warbringer 5

GW Review Warbringer 6 GW Review Warbringer 7

GW Review Warbringer 8 GW Review Warbringer 9 GW Review Warbringer 10

Die Details sind einmal mehr wunderbar sauber gegossen, bei GW erwartet man das inzwischen aber auch uns alles andere wäre eine Überraschung.

Zusammenbau:

Wir haben den Warbringer in mehreren Etappen gebaut und dabei einzelne Segmente noch nicht final verklebt, das soll später die Bemalung erleichtern.

Den Anfang machen die Beine, die recht locker von der Hand gehen. Die Platten über den Füßen hätte ich gerne weggelassen uns separat gemalt, am Ende habe ich mich da aber dennoch für eine Vereinfachung entschieden und das Ganze direkt geklebt. Die großen Beinplatten fehlen aber noch.

GW Review Warbringer 11 GW Review Warbringer 12

Auch beim Torso habe ich auf die Panzerplatten noch verzichtet:

GW Review Warbringer 13

So sahen dann am Ende alle schon gebauten Bestandteile des Modells aus:

GW Nemesis Warbringer Titan 2

Und so sieht es aus, wenn man das Modell zusammensteckt und die vorbereiteten Panzerplatten dazustellt:

GW Review Warbringer 15

Was macht der da?

Ok, ich sehe schon, die Nummer mit den Panzerplatten wirft vermutlich Fragen auf. Es ist im Grunde einfach: Ich will sie separat bemalen und dabei ein wenig experimentieren (demnächst mehr in einem Hobbykeller!). Ich könnte die Platten vollständig aus dem Rahmen herauslösen, irgendwie fixieren und sie dann bemalen, aber ich habe mich diesmal für einen anderen Weg entschieden. Ich habe die Teile, die ich benötige im Gussrahmen gelassen (alle anderen sind raus) und bis auf eine einzelne Verbindung komplett gelöst. Ich hoffe, dass ich die Teile so im Rahmen grundieren und bemalen kann, und am Ende nur jeweils an einer kleinen Stelle mit aufgepinseltem Primer und etwas Farbe korrigieren muss. Ob sich das lohnt – wir werden sehen.

Fertig (für den Moment):

Und so sieht das zusammengesteckte Modell ohne Panzerplatten dann aus:

GW Review Warbringer 16 GW Review Warbringer 17 GW Review Warbringer 18

Schon ziemlich beeindruckend, auch wenn die fehlenden Beinplatten ihn noch kopflastiger machen als er ohnehin schon ist.

Größenvergleich:

Darf nicht fehlen und fehlt natürlich auch nicht. Meinen Warlord (dem ebenfalls noch die Panzerung an den Beinen fehlt) habe ich nur zusammengesteckt, und auch der Knight kriegt noch Panzerplatten!

GW Review Warbringer 19

Fazit:

Der Warbringer ist ein sehr spezieller Titan, dessen Optik von seinem schweren Ragnarok-Tremorgeschütz geprägt wird. Die mächtige Rückenwaffe des Titanen ist ein beeindruckender Anblick und hebt den Warbringer auch auf dem Spieltisch von seinen Kollegen ab.

Der Zusammenbau des Modelle ist einmal mehr ein Beweis für die außergewöhnliche Qualität und Flexibilität der Titanicus-Bausätze. Zwar sind beispielsweise die Beine nicht frei positionierbar geplant, wer möchte, kann das aber trotzdem umsetzen, indem er die Steckverbindungen kappt. Selbst mit den vorgegebenen Montagepositionen kann man trotzdem noch an der Pose drehen, beispielsweise an der Hüfte oder schlicht durch die Ausrichtung des Tremorgeschützes.

Der Warbringer ist ein nahezu perfekter Bausatz, und die Tatsache, dass ihm endlich die benötigten Spielmaterialien beiliegen, wertet die Box zusätzlich auf. 70 Euro sind zwar für eine einzelne Maschine ein ziemlich stolzer Preis, aber man erhält für sein Geld endlich ein ohne Zusatzkäufe spielbares Modell und außerdem eine Qualität, die zum Preis passt. Für Titanicus-Fans definitiv ein guter Kandidat für die Wunschliste!

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Ich habe mir den Warbringer auch vor einiger Zeit schon für Titanicus zugelegt und gebaut. Eine wirklich beeindruckende Ergänzung für die Titanenlegionen und ein toller Bausatz.

    Was man noch erwähnen könnte ist der Punkt, dass GW hier im Gegensatz zum Reaver Löcher für Magnete vorgesehen hat, so dass man die Waffenarme (und wenn man will auch die Flak-Kanonen) magnetisieren kann.

  • Ich seh schon, irgendwann muss ich mir ein paar Titanicus Modelle einfach nur zum basteln holen. Ein warbringer mit warhounds und Knights macht sich bestimmt gut in der Vitrine und wäre eine Gelegenheit mal Maschinen mit starken Witterungs-effekten zu machen…

    Gutes Review, da kommen mir direkt ein paar Ideen

  • Der steht zwar schon auf meiner Wunschliste, dennoch danke für das super Review. 😊 Der wird sich super in meinem Manipel machen, hoffw aber trotzdem noch auf einen Imperator.

  • Eine Frage, ist die größe im alten Epic fortmat ich meine san die Titanen in der richtigen größe ? Da die Original epic Titanen ja viel zu klein waren danke ;D

    • Die Titanen sind bei Adeptus Titanicus im richtigen Verhältnis zueinander abgebildet basierend auf den Forgeworld Modellen. Die Epic Modelle waren ja eher recht willkürlich von der Größe.

      Zu Epic passen sie auch noch sehr gut die 2mm (im Pseudo Scale) machen keinen nennenswerten unterschied.
      Hier soll wohl eher nur wieder ein neuer Massstab Suggeriert werden um die Kunden von 3rd Party Herstellern abzuhalten.

      Epic war aber auch nie wirklich 6mm von daher kann man das getrost vergessen.

      • In einem Spielbericht habe ich gesehen, dass der Epic Imperator Titan die grösse des neuen Warlord Titans besitzt (wobei der Imperator weniger massig wirkte). Von daher finde ich schon, dass der Unterschied merklich ist und nicht einfach abgetan werden kann.

      • Das liegt aber daran, dass die alten Epic-Modelle mitunter völlig willkürliche Maßstäbe hatten. Die Metallflieger waren beispielsweise viel zu klein und schon im Vergleich zu den damaligen Aeronautica-Fliegern von Forgeworld nicht mehr maßstabsgetreu. Dasselbe gilt auch bei den Titanen, die damals schlicht gerne ein wenig „runterskaliert“ wurden, schlicht aus Produktionsgründen.

        Die neuen Titanen werden neben Epic Minis zu groß aussehen, ein Weltuntergang ist das aber nicht, zumal sie dadurch schlicht angemessen eindrucksvoll wirken. Einen Strick wird Dir daraus ggf keiner drehen.

      • Die alten Epic Titanen waren, wie schon geschrieben, nicht im selben Maßstab. Bereits zu Beginn von Epic stand das auch im White Dwarf, dass nämlich die (aus heutiger Sicht) alten Titanen eher 3mm sind, wohingegen der Rest 6mm sei.

  • Verständnisfrage:
    Du redest vom Ragnarok-Tremor Geschütz als Hauptbewaffnung.
    Auf der Waffenkarte sehe ich nur die Mori-Quake Cannon (wie beim 28mm Forgeworld Modell) als Auswahl. Übersehe ich da was?

    • Ich habe da die Begriffe der GW-Beschreibung übernommen und mich daran orrientiert, von den englischsprachigen Karten weicht diese in der Tat ab. Hier müsste ggf ein Experte aus der Titanicus-Szene aushelfen. 🙂

    • Das GW zu hat, dürfte allen klar sein, auch dem Review-Schreiber. Und dass der Maßstab nicht zu Epic passt..geschenkt, da es hier um das aktuelle Adeptus Titanicus geht und nicht um ne etwaige Epic-Neuauflage. Sorry, ich weiß man sollte auf solche Posts am Besten nicht reagieren, konnte es mir aber nicht verkneifen.

    • So ein Quatsch! Die passen viel besser zu Epic als die alten Modelle das je taten. Mit ein Bißchen google-fu findet man Bilder auf denen man sieht dass alle Geländer, Cockpits u.ä. auf den Titanen prima zu Epic-Minis passen.

    • Sie sind gleich groß und passen grundsätzlich, allerdings sind die Aufhängungen etwas anders konstruiert (Magnetlöcher vs Klebeverbindungen) und der Warbringer hat zusätzliche Kabel, die von den Armen zur Waffe führen. Mit etwas Bastelarbeit geht das aber sicher, ja.

      • Ich habe das gemacht.. geht für die Reaver Volcano und die Reaver Melterwaffen, bei den Laserblastern und Gatlings passen die Warbringer Kabel nicht an die Waffe… fällt aber kaum auf und kann man mit etwas zusätzichem Gebastel umgehen. Wichtig ist dass der Revaer halt kompatibel magnetisiert ist.

  • @ Christian:
    „Der Warbringer ist ein nahezu perfekter Bausatz…“
    Was genau macht das für dich aus? Die gewohnt gute Gussqualität und gewisse Variabilität sind klar, aber das klingt für mich jetzt nach deutlich mehr und da würde mich interessieren, um was es dabei genau geht. Ist irgendetwas spezielles mit den Gussrahmen oder der Zuschitt der Teile oder das mit der berücksichtigten Magnetisierbarkeit oder magst du das Design besonders?
    Merci!

    • Das sind einige Punkte:

      – Vorgeplante Magnetlöcher
      – Modulare und vielseitige Gestaltung
      – Ein ziemlich perfekter Kompromiss aus Modellbau und Spielbarkeit

      Bei diesem kleineren Maßstab kommt irgendwie noch krasser raus, wie fein die Details bei GW-Palstiksets sein können. Insgesamt passt hier schlicht alles irgendwie zusammen und man hat das Gefühl ein wirklich cooles Gesamtpaket zu erhalten.

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