von Dennis | 11.06.2011 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer / Age of Sigmar, Warhammer 40.000

Review: Citadel Finecast Range

Es ist soweit, das Warten ist vorbei, die offizielle Brückenkopf Review zur neuen Citadel Finecast Range ist online.

Wir haben bereits verschiedene Berichte und Bilder zu den Finecast Miniaturen veröffentlicht und zeigen hier unseren hauseigenen Test.

Die Ausgangssituation
Um ein möglichst representatives Urteil fällen zu können, haben wir zum einen jeweils ein Finecast Modell mit seinem Gegenstück aus White Metal verglichen und zusätzlich ein älteres Modell (in diesem Fall Logan Grimnar) und ein neueres Modell (Hauptmann des Imperiums). Seitens Games Workshop werden diese Modelle wie folgt beworben;

Citadel Finecast - Logan Grimnar Citadel Finecast - Logan Grimnar Citadel Finecast - Hauptmann des Imperiums Citadel Finecast - Hauptmann des Imperiums

Wir haben online bestellt und hatten somit keinen Ausfluss auf die Qualität der Modelle, die uns zu geschickt wurden. Dies erschien uns realistischer, da auch in Zukunft viele ihre Miniaturen online beziehen werden. Dies ist gerade für die Finecast Review interessant, da wir so kein „Rosinenpicken“ betreiben konnten und uns absichtlich einen besseren oder schlechteren Guss aussuchen konnten.

Die neuen Finecast Miniaturen werden in Clamshells Blistern vertrieben in dem das Shopbild ausgedruckt beiliegt. Die Rückseite ist durchsichtig und man kann auf die Miniaturen bzw. die Gussrahmen blicken.
Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range

Logan Grimnar ist auf zwei Gussrahmen verteilt, der Hauptmann des Imperiums kommt mit einem Gussrahmen aus. Dem ersten Blick halten beide Miniaturen stand, es scheinen keine gravierenden Gussfehler vorzuliegen. Die Einzelteile sind mit mehreren Gussästen im Gussrahmen befestigt, dies ist durch die neue Gusstechnik bedingt.

Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range

Die Miniaturen sind recht zügig aus dem Gussrahmen gelöst, das „Reinigen“ der Modelle von den Gussästen ist mit einem scharfen Bastelmesser und einer Feile einfach umsetzbar, da es recht weich ist, aber auch Zeitaufwendig. Die Zinnminiaturen müssen ebenfalls vorbereitet bzw. gereinigt werden, beispielsweise von „Gussfäden“ wie unten auf dem Bild zu erkennen. Im Direktvergleich dauert dies bei der Zinnfigur nicht ganz so lange wie beim Finecast Gegenstück. Über die Gussfäden verfügen auch die Finecast Miniaturen, wie man später noch auf der Logan Grimnar Miniaturen deutlich sehen wird.
Games Workshop - Citadel Finecast Range

Der erste Direktvergleich
Wir legen nun die jeweiligen Zinnteile neben die Finecast Einzelteile, unbereinigt von Gussgraten und ähnlichem.
Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range
Im ersten Direktvergleich erkennt man die Details auf den Finecast Miniaturen besser als auf den Zinnminiaturen, da die glänzende Oberfläche weniger Kontraste abbildet und das Licht streut. Bei der näheren Betrachtung der Finecast Miniaturen fallen bereits erste Gussfehler auf, wie Lufteinschlüsse und unsaubere Abgüsse.
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Beide Hammerstangen sind nicht ganz gerade. Dies ist bei der Zinnvariante ein geringes Problem, hier kann man einfach von Hand etwas am Hammerkopf ziehen um das Einzelteil zu begradiegen. Im Falle des Finecast Resins bewegt sich das Material nach dem biegen wieder in die Ursprungsform zurück. Anzumerken hier, der Hammerkopf ist bis auf einen Fehler an der Unterseite komplett abgeprägt (ein erstes Produktbild auf der Games Workshop Homepage zeigte einen Fehlguss), dass das Teil leicht verzogen ist, fällt nach dem Zusammenkleben kaum noch auf.
Games Workshop - Citadel Finecast Range
Negativ fallen auf, dass am Fuss am Hauptmanns sowie am Schild an der Brust jeweils ein Stück fehlt. Zu dem sind dünne Häutchen in den tieferen Falten des Mantels. Beim Zinnmodell sind die Details abgebildet, lediglich die Gussnasen und ein etwas schwierig zu entfernender Gussgrat am Mantel fallen hier negativ auf.

Weiter geht es mit Logan Grimnar. Bei dem etwas älteren Modell wirkt die Oberfläche etwas rauher beim Zinnmodell und die Details sind etwas schwieriger zu erkennen. Leider ist bei der Finecast Version auch hier wieder der Fuss beschädigt und es sind mehrere Luftbläschen an den Details wie der Brust oder den Beinverzierungen vorhanden. Zu dem verfügt die Finecast Variante über die Gussnasen, welche schon charakteristisch für jüngere Games Workshop Modelle sind.
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Wie verhält es sich mit den anderen Einzelteilen? Betrachten wir zuerst den linken Arm mit Sturmbolter. Hier fallen im ersten Bild die dünnen Gusshäutchen entlang der Munitionsauswurf der Finecast Variante auf. Wo sich an der Zinnvariante eine mitteldicke Gussnase abbildet, fehlt beim Finecast Gegenstück eine Ecke des oberen Schulterpanzers, das Crux Terminatus ist beschädigt und aus diesem Winkel sieht man, dass wohl die Gussform verschoben auflag, da die Befestigung des Sturmbolters auf der Manschette nicht sauber ist. Weitere kleine Luftbläschen an den Spitzen der Details sind erkennbar. Im dritten Bild sieht man dass der hintere Teil des Sturmbolters sowie der äußere Rand des Schulterpanzers fehlerhaft gegossen sind. Dies müsste mit Greenstuff oder Putty behandelt werden. Der Gussgrat der beim Zinnteil verläuft kann weggeschliffen oder mit einem Skalpell oder Bastelmesser abgekratzt werden.
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Der Axtkopf ist soweit bei beiden Modellen sauber gegossen, verfügen nur über kleinere Gussgrate die schnell entfernt sind. Allerdings ist der Axtarm beim Finecast Logan Grimnar deutlich verzogen. Hier müsste man mit Erwärmen das Teil in Form bringen.
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Betrachtet man beide Modelle von leicht unten, fallen weitere Mängel auf. Der linke Beinpanzer ist bei beiden Miniaturen nicht ganz sauber ausgeprägt, allerdings wirkt die Finecast Version stärker beschädigt. Aus dem Winkel fallen noch weitere Blässchen und Gussfeher auf, gerade an Schläuchen oder dem Schriftzug auf der Brust.
Games Workshop - Citadel Finecast Range

Erstes Fazit, viele kleine Gussfehler an den Finecast Miniaturen. Teils nicht komplett abgegossene Details, welche mit Modelliermasse aufgefüllt / gespachtelt werden müssten. Die Zinnminiaturen sind in dem von uns gewohnten Standard, mit Gussnasen und Gussgraten aber ohne Gussfehler gegossen. Das Finecast wirkt im direktvergleich mit dem unbehandeltem Zinn wegen der glatteren Oberfläche etwas feiner, von den zahlreichen neuen Details, wie sie auf der Homepage oder in den Ladenlokalen versprochen wurden ist allerdings nicht viel zu sehen. Dazu aber später mehr.

Der Blue-Tac Test
Den Finecast Miniaturen aus dem „neuen“ Resin werden schärfere Details nachgesprochen. Wirkt das nur so wegen der Farbe im Vergleich mit dem glänzenden Zinn oder birgt das Modell wirklich deutlichere Details? Als erster Test nehmen wir daher einen kleinen Teilabdruck in Blue-Tac (einer Knetmasse welche u.a. zum fixieren von Einzelteilen im Modellbau verwendet wird). Hier sollte der Abdruck bzw. das invertierte Bild des Finecast Modells schärfere Details aufzeigen, wenn es diese in die Masse abdrückt. Wie macht man diesen Negativabdruck nun aber sichtbar? Man invertiert ihn mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Beide verfügen damit auch über die gleiche Farbe und die höheren Details sollten den Unterschied klar erkennbar machen.
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Beide Abdrücke wirken auf Augenhöhe (und das bei etwa 400% Vergrößerung), lediglich ein Gussgrad im Finecast Modell fällt auf. Wir wollen es aber nicht nur bei diesem Abdruck belassen und gehen daher weiter.

Der Tuschetest
Wie oben mehrfach beschrieben, bietet das Zinn zu wenig Kontraste um Vergleiche mit dem hellgrauen Finecast direkt zu ermöglichen. Daher haben wir auf die Torsobereiche der Miniaturen jeweils verdünntes Vallejo Lavado Schwarz (Man könnte auch Badab Black verwenden) aufgetragen um die Details bzw. Vertiefungen deutlicher sichtbar zu machen.
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Und siehe da, nach dem das Lavado getrocknet war, sind die Details auf der Zinnminiatur deutlich besser zu erkennen. Das Fell wirkt sogar noch plastischer als beim Finecast Gegenstück. Bei einem komplett getuschtem Zinnmodell neben dem Resingegenstück könnte man die Argumentationen die bisweilen pro Resin getätigt wurde, so für das Zinnmodell auslegen.
Im Falle des Hauptmann des Imperiums fällt das Urteil ähnlich aus, die Tusche bringt die Details zum Vorschein und schmilzt die -vermeintlichen- Unterschiede zum Finecast dahin.
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Das Material
Es wurde viel spekuliert darüber, dass das Material zu weich wäre und sogar mit dem Fingernagel bearbeitet werden könne (Quelle Games Workshop Blog), dass es Stürze einfach so wegsteckt und so einiges mehr.
Das Material ist flexibel, deutlich flexibler als das Forge World Resin, sogar noch etwas weicher, leicht gummiartig als das Hartplastik, welches Games Workshop verwendet.

Der Gussrahmen lies sich verdrehen und pressen, bewegte sich dann aber langsam wieder in die Ursprungsform zurück mit einer leichten Deformierung. Übermäßigen Druck hält das Material nicht stand, es bricht dann. Hier liegt der Widerstand etwa auf dem gleichen Niveau wie Hartplastik. Einen Sturz aus Tischhöhe auf Parkett überstanden die Zinn und Resinvariante. Man sollte jedoch absehen, dies häufiger zu testen, da sich je nach Winkel die Details an der auftreffenden Stelle abnutzen, abplatzen oder plattdrücken. Die Flexibilität des Material könnte bei manchen Teilen wie Speeren oder Schwertern zu einem Problem werden, da das Material mehr vergibt als die aufgetragene Farbe darüber (welche dann absplittern dürfte).

Games Workshop - Citadel Finecast Range Games Workshop - Citadel Finecast Range

Das Hitzeproblem besteht. Wir haben den Gussrahmen für eine halbe Stunde etwa 15cm unter einer Schreibtischlampe gestellt und die 6mm dicken Stücke ließen sich bereits leicht verformen. Es gibt online mehrere Aussagen darüber, dass sich Miniaturen in Koffern oder an Fenstern verformt hätten. Dies dürfte gerade für Ausstellungsmodelle in Ladenlokalen, Vitrinenmodelle oder häufig in Autos gelagerten Modellen ein Problem werden. Das Risiko ist dabei von Miniatur zu Miniatur unterschiedlich, denn je feiner das Bauteil umso anfälliger ist dies für diese Hitzeverformung.

Interessantes Nebendetail, die Gussrahmen der Miniaturen waren unterschiedlich. So verfügte der Hauptmann des Imperiums über einen Rahmen ähnlich der Plastikmodelle, bei Logan Grimnar war es mehr ein dicker „Gummiviereck“.
Games Workshop - Citadel Finecast Range
Der Grundierungstest
Wir hatten diese These bereits in einem der älteren Berichte zu Finecast aufgestellt und sie wurde im Grunde schon belegt, aber wir wollten dennoch den Selbsttest durchführen. Wir haben beide Miniaturen zusammengeklebt und anschließend mit Vallejo Grey Primer mit Hilfe einer Airbrush grundiert. Die Wahl fiel auf die Airbrush um eine sehr dünne Schicht Farbe auf die Modelle aufzutragen, die nicht die Details des Grundmodells verfälscht. Zu dem wurde Grau als neutrale Farbe gewählt.
Gestern fragten wir bereits hier und in einem Forum, welches der Modelle ist das Finecast Modell, welches das Zinnmodell?
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Wir lösen auf. Jeweils LINKS handelt es sich um das Finecast Modell und jeweils RECHTS ist es die White Metal Zinnvariante. 78% der Befragten lagen beim Hauptmann des Imperiums richtig, wobei hier mehr als 50% angaben, diese Wahl wegen der „charakteristischen Finecast-Beschädigung am Fuss“ getan zu haben, nicht weil sie mehr Details gesehen hätten. 11% lagen beim Hauptmann falsch und weitere 11% gaben an, keinen Unterschied zu erkennen.
Im Falle von Logan Grimnar lagen gerade einmal 38% mit Links richtig, 46% benannten das Zinnmodell als das „detaillierte“ Modell und 17% gaben an, keinen Unterschied erkennen zu können.

Da es sich bei den obigen Bildern um vergrößerte Abbildung der jeweiligen Modelle handelt, haben wir hier nochmal die Bilder in „Originalgröße“ abgebildet (sollte bei mehr als 70% unserer Leser korrekt angezeigt werden).
Games Workshop - Citadel Finecast Range

Fazit
3 Tests und eine Leserbefragung ergaben keinen nennenswerten Qualitätsvorsprung für Finecast. Vor allem ist es nicht die „Revolution“, die man den Kunden verkaufen wollte. Im Gegenteil, der Produktstart war überschattet von einer stattlichen Fehlerquote und zahlreichen Reklamationen. Einen Fehlstart hinzulegen, dass kann auch einer Firma wie Games Workshop passieren. Sollte es aber nicht. Wer sein eigenes Produkt als Premium einstuft und dafür auch entsprechendes Geld verlangt, darf sich so etwas nicht erlauben. Vor allem nicht die Augenwischerei mit den Mehrdetails. Interessant ist hier der Punkt, das Games Workshop die alten Produktbilder benutzt um ihre neuen, „hochwertigeren und detailreicheren“ Modelle zu vertreiben. Wenn die neuen Modelle mehr Details aufweisen und die Produktbilder diese abbilden, sind uns Jahre lang Modelle verkauft worden, die nicht der Verpackung / Abbildung entsprechen.

Die Finecast Miniaturen bieten sicherlich Möglichkeiten für die Designer dynamischere Posen umzusetzen und gerade bei größeren, mehrteiligen Modellen fällt ein Teil der Stiftarbeit weg und man muss Bases nicht mehr beschweren um die Balance zu halten. Aber dafür steigt der Aufwand zur Miniaturenvorbereitung und der Preis je nach Miniatur deutlich an und das Material muss mit größerer Sorgfalt behandelt werden, als beispielsweise Zinn. Letzteres wundert gerade bei Games Workshops immer jünger werdendem Zielpublikum. Junge Teenager sind nicht wirklich für ihre Geduld bekannt.
Dahingehend auch das Problem mit den Jugendsünden. Während die Zinnfiguren einfach in Lösungsmittel geworfen werden und dann noch bemalt werden können, dürfte sich dies beim Finecast Resin etwas schwieriger gestalten. Tests mit Spiritus und Mellerud stehen noch aus. Vorteil für Games Workshop, mit Finecast kann man dem Gebrauchthandel über eBay und die Marktplätze der Foren sicherlich etwas eindämmen.
Gleiches gilt für die Gussqualität. Durch die Horrorszenarien der Gussfehler scheuen nicht wenige davor, sich ein Modell online zu kaufen und bevorzugt den Kauf im Laden, wo die direkte Reklamationsmöglichkeit besteht. Durch die begrenzte Verfügbarkeit der Neuheiten bei den unabhängigen Einzelhändlern (kurz um, der Vorrat ist schneller weg) bindet man den Kunden noch stärker an das eigene Ladennetz. Weiterer Vorteil für Games Workshop.

Das neue Material ist zu dem leichter und günstiger. Das bringt Vorteile für Games Workshop in der Logistik und in der Produktion. Wo werden diese an den Kunden weiter gegeben? Nun, andere Hersteller haben den Inhalt ihrer Boxen verdoppelt bei gleichen Preisen. Games Workshop legt 20% drauf und bringt nicht ausgereifte Gussqualität bzw. leere Werbeversprechen. Ein Unternehmen von der Größe sollte einfach die Größe besitzen zu sagen,“Okay, wir verschieben den Produktstart bis das Produkt unseren Qualitätsansprüchen genügt und den Preis rechtfertigt“, anstelle wie Forge World die Qualitätssicherung an die Kunden auszugliedern. Absolutes No-Go.

Wo liegen also die Vorteile bei Finecast? Nun in erster Linie liegen die beim Entwickler, der eine größere Marge und höhere Preise umgesetzt. Vor allem sollte Games Workshop aber die Qualitätsprobleme in den Griff kriegen, denn das Material hat grundsätzlich Potenzial (wären die Gussfehler und abstrusen Preise nicht). Was bringt Finecast dem Kunden? Neben den oben genannten Vorteilen bei größeren Modellen, lässt sich das Resin leichter schneiden und bearbeiten für Umbauten, wenn man es denn kann. Ansonsten gibt es keinerlei Gründe warum man sich von Zinn trennen sollte. Es ist robuster (Stichwort Entfärben oder Hitzeempfindlichkeit), fühlt sich durch das Gewicht wertiger an und war günstiger. Und das Zinn nicht automatisch Resin unterlegen ist, was Details und andere Sachen angeht, belegen bspw. Corvus Belli Infinity Miniaturen aus Zinn schon seit Jahren.

Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/

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Kommentare

  • Tjoa, dann lag ich mit „jeweils links Finecast“ ja richtig.

    Ich habe übrigens so entschieden, weil die linken Miniaturen jeweils fehlerhaft und detailärmer waren, nicht weil sie mir detailvoller erschienen.

    Und nach diesem Review gilt für mich erst recht: Dieser Preis und dieser Aufwand geht für mich nicht zusammen. GW hat seine Preise wieder erhöht und ich soll bei der Vorbereitung meiner Minis noch mehr Arbeit haben als bisher? Ne, danke.

  • Oh man der Sturmbolter von Logens Arm (mit Crux Terminatus) ist ja von Bläschen überseht. Wenn ich das richtig sehe sind da ganze 12 und man sieht ihn nur von einer Seite ^^, vom beschädigen Crux mal gar nicht angefangen.
    Was den Detailgrad anbelangt sehe ich da keinen Unterschied, im Gegenteil z.B. die Dolche am Helm des Imps finde ich bei der Zinnmini (abgesehen von den zu beseitigenden Gussnasen) besser gegossen als beim Finecast. Ich denke mal mein Fazit wird sein das ich die Finecast-Minis wenn möglich vermeide und wenns gar nicht geht so lange Umtauschen bis ich eine ohne Schäden, Bläschen usw. habe bei dem Preis das gute Recht de Kunden.

  • Absolut geniales Review! Ein großes Dankeschön von mir dafür! Hat mich in meinen Annahmen voll bestätigt, aber jetzt ist es amtlich! 😉

  • Sehr detailliertes und interessantes Review, danke für die Mühe! Ich bin sicher nicht der Einzige, der neugierig darauf war.

    Was ich nicht so gut fand, war der Tusche-Vergleich. Wenn schon, dann bitte beide tuschen, idealerweise nach der Grundierung. So wie es ist habt ihr Äpfel mit Birnen verglichen. 🙂

    Besonders gut fand ich die Idee, direkt die gleichen Modelle in Resin und Zinn zu testen, und insbesondere den Grundierungs-Vergleich. Sowas war lange überfällig, um mal zu sehen, wie der Unterschied denn nun ist.
    Wie gesagt: Danke!

    • gab doch schon mehrere grundierungsvergleiche
      kann ich an mindestens einen mit nem Blood Angel Charakter erinnern und dass iss schon watt her

    • Den Tuschevergleich liest du offenbar anders als ich. Da steht, man könne die gängige Argumentation mit der höheren Detailschärfe des Resins umkehren, wenn man eine getuschte Zinnminiatur neben eine ungetuschte Resinminiatur stellt. Das wäre unfair (könnte man vielleicht deutlicher dazuschreiben), genauso wie es unfair ist, eine unbehandelte Zinnminiatur mit einer unbehandelten Resinminiatur zu vergleichen. Letztendlich sollen die Miniaturen bemalt werden, so dass es eben völlig Banane ist, dass man an unbehandelten Zinnminiaturen Details nicht so gut sehen kann.

  • Hallo zusammen,
    sicher hat Games Workshop mit der Einführung seiner Finecastmodelle das Rad nicht neu Erfunden. Zudem haben sie es verpasst, den Preis für das günstigere Resin an den Kunden weiterzugeben (im Gegenteil, fast alle Preise wurden angehoben, oder blieben zumindest gleich).

    ABER: Leute, habt Ihr mal probiert eine Zinnfigur grundliegend umzubauen? Und dann versucht das gleiche bein einer Resinfigur.
    Der Vorteil des weicheren Werkstoffes liegt doch klar auf der Hand.

    Ich liebe die neuen Resin-Miniaturen! Auch wenn mit einigen Fehlern zu rechnen ist (sind für mich kein Problem, ich kann mir da helfen), würde ich immer zur Resin-Miniatur greifen und nicht zur Zinn-Miniatur.

    Gruß Ammi

  • Der Vorteil des „Umbaus“ liegt nur dann klar auf der Hand, wenn man auch umbauen will. Das ist bei mir als Sammler und Maler z.B. absolut nicht der Fall. Da wiegen verbogene Teile oder Blasen deutlich schwerer. Mal davon abgesehen ist eben Finecast nicht *besser* als Metall, was die Details angeht. Aber genau das wollte GW uns glauben machen.
    Mein Fazit bleibt. Ich werde weiterhin Metall aus zweiter Hand beziehen, da ich diese für mich persönlich bevorzuge und weder weniger Details, noch Blasen finden werde. Schade, aber GW hat es für mich versaut. Traurig ist lediglich der Ausblick auf die Zukunft, da neue Modelle wohl leider nicht als Metall verfügbar sein werden. Ich bin mir noch sehr unschlüssig, wie ich damit umgehen werde.

    Ich danke der Brückenkopf-Online-Redaktion für dieses sehr ausführliche und sehr ehrliche Review.

  • Eine Sache, die man vielleicht auch noch bedenken sollte: die Zinn/Blei-Legierung einer Metallfigur lässt sich einschmelzen und man kann eine neue Mini daraus gießen – die Bemalung braucht dabei noch nicht mal entfernt werden, sie lässt sich mit der Schlacke abschöpfen. Bei FC ist sowas natürlich ausgeschlossen – Recycling Fehlanzeige.

    Sollten Zinnis auf lange Sicht aus der Mode kommen/vom Markt verschwinden und das Hobby sich weiter so verteuern, könnte der Formeneigenbau interessant werden und ausrangierte Metallfiguren würden als Rohstoff sehr beliebt. Wie man als Privatmensch den Detailgrad von FC erreicht, das wäre dann noch zu klären aber zumindest hat man bei Fehlgüssen reichlich Wiederholungen frei 😉

    BTW: Hat man im Miniaturenhobby eigentlich ein Recht auf Privatkopie(n)?

    • Natürlich kannst Du von deinen Figuren Kopien für dich privat erstellen. Ein eigentliches „Recht“ im juristischen Sinne hast Du natürlich nicht. Aber wer sollte Dich davon abhalten, zuhause im stillen Kämmerlein Plastik-/Zinnfiguren zu kopieren? Die GW-Inquisition? 😉

  • Danke für das bis jetzt beste Review das ich zu diesem Thema gesehen habe.
    Umbaubarkeit in allen ehren, aber wenn du erstmal das Modell „umbauen“ damit es überhaupt an den Standart von Zinn heranreicht ist das doch wohl kein Thema oder?
    Zumal der Umbau von Zinn mit ordentlichem Werkzeug gar nicht so schwer ist wie viele behaupten. Man darf halt nicht das GW Werkzeug verwenden. 😉 sondern was geeignetes.
    P.s natürlich weiß ich nicht was jeder einzelne an Werkzeug verwendet und natürlich sehe ich auch das in Finecast ein Arm schneller abgetrennt ist.
    Allerdings muss ich auch sagen das ich schon so oft Modelle gesehen habe wo der Umbau eine Verschlechterung der Optik dargestellt hat das ich da eh etwas vorsichtig wäre.

  • Folgendes möchte ich noch ergänzen:

    – Schnelle Bemalung mit Hilfe einer Rotlichtlampe (Verkürzung der Trockenzeiten) dürfte bei FineCast durch die Wärmeverformungen ebenso unmöglich sein. Soviel dazu, das sich „professionelle“ Maler über FineCast freuen sollen.

    – Verbogene Teile (Schwerter, Lanzen, Speere) bei einer bemalten Mini, konnten leicht behoben werden. Das Teil wurde gerade gebogen und die abgeplatze Farbe (dich sich in der Regel nur im Bereich der Verbiegung befand) musst ausgebessert werden.
    Bei FineCast muss das gesamte Teilstück der Miniatur in heißes Wasser gehalten werden um die Verbiegung wieder zu korregieren und mit kaltem Wasser fixieren. Bedeutet, das ich einen viel größeren Farbschaden verursachen muss, um überhaupt die korrekte Form wieder herzustellen. Ebenso ein großer Nachteil!

    Ich bleibe bei Metall!
    Danke für die Review.

  • Das mit dem Gewicht ist ein verdammt gutes Argument – habe ich noch gar nicht so gesehen.
    Der Gewichtsunterschied ist ja fast 50%, das ist ein immenser Vorteil in der Logistik, wenn ich mir vorstelle unsere Produkte würden die Hälfte wiegen, Oh mann, dann hätte unsere UPS-Rechnung nicht 5 Stellen…

    Auch wieder ein Preisvorteil.

    Ich verstehe als Kaufmann absolut, dass man als börsennotiertes Unternehmen jeden Monat stabile Zahlen abliefern will und am besten auch Jahr für Jahr eine Gewinnsteigerung bzw. Rendite für die Anleger erreichen will.
    ABER! All diese Dinge die geschehen um die Rendite zu erhöhen, als Kundenvorteil zu verkaufen und dann mit solchen Scheinargumenten, ist dreist und rufschädigend, hätte ich so einen Unfug im Marketing früher verzapft, ich wäre gekreuzigt worden.

    mfg
    Tobias

    • Ist schon richtig, Kleinvieh macht auch Mist. Aber ich denk bei Minis ist es gewichtstechnisch einerlei, ob man statt Resin Metall benutzt. Oder schleppt jemand reine Zinn-Armeen mit sich herum? Wobei: das ist doch mal ein nettes Fitnesstraining für das ansonsten eher kopflastige Hobby? Ganz ehrlich, gerade das Gewicht der Mini gibt ihr doch ein Stück ihrer Wertigkeit. Wozu sonst werden z.B. Schachfigur aus Hartholz, Metall oder Stein angeboten? Man will etwas (Ge)Wichtiges in der Hand halten bzw. bewegen, wenn man die Charakterfigur über das Schlachtfeld schiebt. Und wenn man fett Kohle dafür rausgehauen hat, dann soll das Teil auch was wiegen.

      Ein Beispiel wo so ein grundlegender Materialwechsel zwecks Gewichtsreduzierung für alle Beteiligten (und – glaubt es oder nicht – sogar für die Umnwelt) Sinn machte, war die Umstellung von Mineralwasserflaschen auf PET. Hier war es richtig und sinnvoll, Glas mehr oder weniger vollständig aufzugeben. Diese Not sehe ich bei Metallminis wie gesagt nicht, denn – Umbaustress hin oder her – so formstabil und durabel wie eine zünftige Zinn/Blei-Legierung kann und wird Resin nie sein. Hier sägt GW ohne Not am falschen Ast.

  • Prima Review. Sehr ausführlich und objektiv! Ein Grund mehr, weiterhin nach Alternativen Ausschau zu halten.

  • Danke für die Mühe -schön ausführlich- bitte Terpentintest noch nachreichen
    ansonsten eine weitere Kerbe bei GW- nicht falsch verstehen sie haben super Mini`s und viel für`s TT getan aber leider geht`s jetzt mehr um die Kohle und schönere und /oder preiswertere Mini`s gibt`s zuhauf, so das nur das „ewig“ bestehende System noch für GW spricht

  • Ja, danke.

    Eine gute Zusammenfassung und Bestätigung all der Dinge, die wir alle vermutet und gewusst haben.

    Solange sich nun aber im Sommer nicht ein Haufen Finecast-Modelle in den GW-Vitrinen bis zur Unkenntlichkeit verformen, wird sich an der Umstellung meiner Meinung nach nichts ändern.

  • Schönes Review liest sich sehr gut und gibt einen sehr guten Überblick.
    Ich war übrigens einer, der bei der Befragung beides falsch! benannt hatte. 😀

  • Ich bezeichne mich gerne ja selbst als GW-Fanboy (nach dem guten Motto ich kauf jeden Sch…) und kann auch durchaus damit leben wenn man es mir an den Kopf wirft. Allerdings finde auch ich das GW mit der Veröffentlichung von Finecast viele schwerwiegende Fehler gemacht hat.
    Da wäre zu erst einmal die Werbung: Viel zu reiserrich und übertrieben.
    Dann die Preiserhöhung: Klar ärgern sich die Leute darüber geht mir nicht anders.
    Und dann Finecast selbst: Zuviele Fehler aber für mich persönlich nicht ganz so tragisch da ich denke das sie das in den nächsten Monaten in den Griff bekommen werden.
    Das Problem an der ganzen Misere ist aber meiner Meinung nach das diese drei Punkte nun zusammengetroffen und dadurch jeder einzelne noch viel stärker auffällt.
    Ich hoffe einfach darauf das es irgendwann auch mal wieder bessere Zeiten in punkto GW geben wird und bleibe dem Hobby treu. Ich sehe es halt auch nicht ein eine Firma die lange lange Zeit gute Produkte abgeliefert hat nun einfach zu verteufeln.

  • Meinung ist ein freies Gut. Also darf jeder seine Meinung kundtun. Die Meinungsäußerung sollte aber bedacht gewählt werden. Denn zwischen Meinung und Propaganda ist es nur ein kleiner Schritt.
    Jede Subkultur pflegt es sich in neuere kleinere Gruppierungen zu teilen, oft mit dem Ziel der Exklusivität. Spielt oder potegiert man das Neben-Neben-System wird die Gruppe kleiner der Verbund exklusiver und die eigene Meinung wertvoller. Zudem findet man in dem alten etwas vertraut abstosendes, daß im neugefundenen gemeinsamen Interesse abgestossen werden kann. Eine Grundlage für eine weitere Gemeinsamkeit, was dann auch zusammenschweißt.
    Games Workshop scheint die Figur des Sündenbockes sehr gut auszufüllen. Die anscheinend mangelnde Beachtung des Klientels (also der Community), Fehler, die man ihnen Vorwerfen kann und Vertretung marktwirtschaftlicher Interessen.
    Dagegen stellen sich die kleineren Konkurrenten, die ganz und gar alles richtig machen. Keine Preiserhöhungen, auf die „Community“ hören, also fehlerfreier agieren.
    Das ist nicht der Fall. Stillstand heißt Rückschritt. Dies bedeutet nicht, daß jeder Fortschritt eine gute Weiterentwicklung sein muss, aber daß der Versuch ein Interesse an einer Weiterentwicklung zeigt.
    Weiterentwicklung ist teuer, sie kostet Arbeiter, die Ideen entwickeln, evtl neue Techniken und Maschinen oder Verfahren. Auch sind die ersten Schritte auf einem neuen Gebiet schwer und mühselig. Nicht alles gelingt von Anfang an.
    Meine Frage, sollte man dies alles berücksichtigend nicht auch mal einen genauso kritischen Blick auf die vielgelobten Kleinsysteme werfen.
    Auch diese haben Vorteile und Notwendigkeiten. Sie bringen Diversität und eröffnen neue Blickwinkel, führen evtl sogar zu altbewährtem.

    Ich hoffe es fühlt sich niemand auf den Schlips getreten.
    jens

    PS: Von Beschimpfungen als Fanboy oder ähnlichen bitte ich abzusehen.

    • Ja, man kann auch andere Hersteller kritisch hinterfragen, denn niemand ist perfekt.
      Aber dadurch werden die Fehler von Finecast nicht weniger eklatant.
      Insofern verstehe ich nicht, was du dir von einer Grundsatzdiskussion, wie du sie offenbar anstoßen möchtest, versprichst.
      Die Fehler anderer Hersteller und ihrer Produkte werden mit Sicherheit in entsprechenden Reviews berücksichtigt, an dieser Stelle haben sie meiner Meinung nach nichts verloren.

    • Deine Meinung sei dir gelassen, aber im Vergleich zu:
      a.) Marktbeherrschung
      b.) Massivste Werbung mit wiederholbar nachweisbaren Fehlinformationen
      spielt es keine Rolle ob die Kleinhersteller da Fehler machen.

      Gruss,

      Coki

    • Ich weiß nicht, ob ich deinen Punkt richtig verstanden habe. Du bist der Ansicht, dass Games Workshop mit der Fine Cast Range eine Vorreiterrolle im TT Hobby einnimmt?
      Wenn ich dich damit richtig verstanden habe möchte ich dich darauf hinweisen, dass GW nicht gerade den Resin Guss erfunden hat. Das einzige worin Games Workshop etwas neues macht ist die Art des Resins – die wie im Review erwähnt Nachteile mit sich bringt – und ,vermutlich, die Produktionsmenge.
      Aber jede Inovation sollte ausgiebig getestet und verbessert werden, bevor sie auf den Kunden losgelassen wird. Games Workshop ist kein kleines Start Up Unternehmen, welches um Ged zu verdienen erstmal alles raus bringen muss um dann mit der Community nach Lösungen sucht. Im Gegenteil. Die Community wird aussen vor gelassen und mit minderwertiger Qualität versorgt. Hätte GW wirklich eine Innovation präsentieren wollen, hätten sie neue Modelle designen müssen. Modelle die so nur mit dem neuen Verfahren machbar sind. Und diese dann in einer Qualität herausbringen müssen die keinen Grund zur Beanstandung bieten.

      So nimmt GW nur eine Vorreiterrolle darin ein viel heiße Luft zu produzieren und der Community eine möglichst eisige Schulter zu zeigen.

  • Unsagbar ausführliches Review! Großartige Arbeit. Die Kritik ist berechtigt, gut begründet und objektiv dokumentiert. Vielen Dank, ich konnte mich mit eurer Position identifizieren.

  • Kleine Anmerkung am Rande zur Fehlerquote;

    Ich bin jetzt seit ~ 95 im Hobby und habe in der Zwischenzeit im 4-stelligen Bereich Miniaturen in der Hand gehabt. Unzählige Miniaturen von Games Workshop aus ihrer gesamten Geschichte, vom alten Pre-Rogue Trader bis hin zu aktuellen Erscheinungen. Klar, hier und da waren mal kleinere Gussfehler (Beispielsweise waren bei 2 Spieler eines Norse Teams die Gussformen nicht plan miteinander / leicht verschoben), aber dieses Ausmaß an Fehlern, wie es mir mit Finecast begegnet ist, habe ich bisweilen nicht erlebt.
    Ich bin da auch keines Falls an Zinn gebunden, ich besitze selbst ein paar Resinminiaturen die ich sehr schätze und ich persönlich bevorzuge bspw. die Necromunda Palette so manchem neueren Plastikbausatz.
    Als Kunde bin ich persönlich für GW raus, das hat mehrere Gründe, aber ich hoffe einfach für die restlichen Kunden die noch dabei sind und die Gelegenheitskäufer, dass sie das Qualitätsproblem in den Griff kriegen. Denn es sind schicke Miniaturendesigns dabei, Jes und Co machen immer noch gute Arbeit, aber die Preise und die Qualität werden dem nicht gerecht.

    • zu fehlerhaften Produkten habe ich unabhängig vom Hersteller eine klare Position -als Käufer erwarte ich fehlerfreie Ware bei vollem Preis -ansonsten ist das B Ware bei Preisnachlas und dann entscheide ich ob ich dazu bereit bin

  • Vielen Dank für das ausführliche und gründliche Review.
    Ich bin froh, den größten Teil der GW-Miniaturen, die ich haben will, bereits in Metall zu besitzen, und werde versuchen, die Sachen, die mir noch fehlen, gebraucht zu bekommen, anstatt die Resin-Versionen zu kaufen.
    Einen echten Vorteil sehe ich da ohnehin nur bei großen Modellen wie z.B. Drachen, die als Metallguss wegen des Gewichts sehr unbequem zu bemalen sind.
    Mein Kurzfazit: Finecast ist ein totaler Schuss in den Ofen. Und die noch immer fehlende Stellungnahme des Herstellers zu den Problemen macht deutlich, was GW von den eigenen Kunden hält.

  • Danke für die Review, ist wirklich gut gelungen.

    Die Sache mit den Fotos auf den Boxen hat mich aber auch schon interessiert.
    Denn entweder waren auf den alten Werbebildern (z.B. im WD oder auf der Website) nicht die Minis abgebildet, welche in den Blistern zu kaufen waren, oder aber auf den jetzigen FC-Boxen sind immer noch die alten Metall-Minis abgebildet anstelle der „tollen“ FineCast Minis.
    Beides wäre aber doch in Deutschland rechtswidrig, da man auf der Verpackung doch nur mit Produkten werben darf, welche auch drin sind, es sei denn man schreibt drauf „Darstellung kann stark vom Inhalt abweichen“ oder „serviervorschlag“ oder sowas.
    Hat jemand mal nachgeguckt ob sowas auf den GW FINECAST-Boxen draufsteht?
    Weil wenn ja, wäre das doch quasie ein Geständnis von GW, das ihr Finecast doch nicht so toll ist wie sie es anpreisen….

    • Es handelt sich um die alten Bilder, allerdings waren das auch keine Metallfiguren aus der normalen Produktion, sondern Resin-Master.
      Streng genommen war sowohl damals als auch heute nicht das abgebildet, was man bekommt.

  • Also die Review ist ganz in Ordnung.

    Aber warum jemand von euch ein objektiven Test über GW machen muss, der mit GW fertig ist weil sie teuer und die Qualität nicht in Ordnung ist und das bereits vor Fincast, finde ich irgendwie komisch:-)

  • Schöner Artikel, vielen Dank.
    Auch wenn ich keine FC-Püppis brauche/kaufe, sehr interessant.

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