von BK-Nils | 21.02.2020 | eingestellt unter: Reviews

Review: The Triumph of St. Katherine

Wir schauen uns im zweiten Teil unserer Review-Reihe für die neuen Sororitas das größte Charaktermodell im Codex an, den Triumph of St. Katherine.

BrueckenkopfOnline The Triumph Of Saint Katherine Review 1

Hersteller: Games Workshop
Material: Hartplastik
Preis: 85,00 Euro
Maßstab: 32mm

Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.

Wir setzen unsere Reviews zum Adepta Soritas fort und schauen uns das größte Charaktermodell aus dem Codex an, The Triumph of Saint Katherine. Die Gebeine der heiligen Sankt Katherine bilden begleitet von sechs ausgewählten Schwestern eine Prozession, die über die Schlachtfelder der fernen Zukunft marschiert. In der Mitte aufgebahrt ist die Begründerin des Ordens des Flammenden Herzens, aus dem später der Orden der Heiligen Märtyrerin wurde. Die Knochen wurden dabei in eine Reliquienrüstung gekleidet, das vom Zahn der Zeit unberührte Herz der Heiligen wird am Kopfende ausgestellt. Die sechs Schwestern, die den Prozessionszug bilden, repräsentieren die sechs Begründerinnen der großen Orden.

  • An der Spitze steht die Heilige Katherine, bewaffnet mit dem Schwert der Märtyrerin und dem Praesidium Protectiva repräsentiert sie die Schildträgerin und Stellvertreterin der Anführerin der ursprünglichen Bräute des Imperators.
  • Auf der rechten Seite geht es mit der Heilige Dominica weiter, der Begründerin des Ordens des Orden des Schwarzen Kelches und einstige Anführerin der Schwesternschaft. Sie trägt einen schwarzen Kelch, in dem ein ewiges Feuer brennt.
  • Dahinter schreitet die Heilige Mina, Schutzpatronin vom Ordens Orden der Blutigen Rose und streut Rosenblüten auf den Weg der Prozession.
  • Auf der linken Seite steht vorne ein Weihrauchfass schwingend, die Heilige Arabella, Schutzpatronin vom Orden der Heiligen Rose.
  • Hinter ihr reckt die Heilige Lucia, Begründerin des Ordens des Tapferen Herzens, eine Ikone empor.
  • Den Abschluss am Ende der Prozession bildet schließlich die Heilige Silvana, Begründerin vom Orden des Silbernen Leichentuchs. Sie trägt an ihrem Rückenmodul als Banner angebracht, ein Leichentuch mit einem stilisierten Abbild der Heiligen.

Oberhalb der Prozession schweben noch eine Handvoll Cherubim, die sowohl die Bahre mithalten, wie auch Banner und Symbolik tragen.

Unboxing

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Nach dem Öffnen der Box kommt zuerst eine weitere Box zum Vorschein, in der die eigentlichen Bestandteile verpackt sind. Den Anfang macht hier die Bauanleitung, diese ist wie bei Games Workshop gewohnt sehr detailliert aufgebaut und zeigt in verständlichen Abschnitten jeden Schritt des Zusammenbau auf. Der Bausatz verteilt sich auf drei Gussrahmen, worin auch die gestalte ovale 120mm Base enthalten ist. Dabei wurden die Gussrahmen gut genutzt, laut Hersteller besteht der Bausatz insgesamt aus 85 Einzelteilen, dabei wurde aber auf alternative Teile verzichtet.

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Die Base weist ein detailliertes Muster auf, eine Abbildung des Symbols des Adepta Sororitas. Aber auch der Schild der Führungsschwester wurde schön gestaltet, die Darstellung war auch schon als Banner im alten Codex zu sehen. Auch der mit der Heraldik der einzelnen Orden versehene Rand der Bahre weiß zu gefallen.

Zusammenbau

Der Zusammenbau verläuft größtenteils unproblematisch, allerdings empfiehlt es sich, etwas mehr Geduld aufzubringen. Die Klebestellen sind teilweise sehr klein, aber es hält alles gut. Um später bei der Bemalung gut an alle Stellen ranzukommen, haben wir die einzelnen Figuren nur auf der Base fixiert, aber noch nicht final geklebt.

Das fertige Modell

Wir schauen uns zuerst das ganze Modell in all seiner Pracht an, hier kann man schon ein paar der Details erkennen:

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Aber besonders in der Nahansicht der einzelnen Elemente kann man erkennen, was hier alles untergebracht wurde. Die sechs Schwestern, die die Bahre begleiten, tragen alle einen Gegenstand bei sich, der die jeweilige Gründerin repräsentiert.

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In der Mitte, auf der Bahre aufgebahrt liegt der Leichnam von Sankt Katherina, durch die Rüstung kann man die blanken Knochen erkennen. In einem kleinen Behälter oberhalb des Kopfendes wird das noch immer erhaltende Herz aufbewahrt.

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Die an kleine Engel erinnernden Cherubim schweben über dem Modell, dabei sind sie über Ketten und Pergamentrollen mit der Bahre verbunden.

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Größenvergleich

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Zum Größenvergleich gibt es dieses Mal aufgrund der Höhe des Modells nicht die klassische Skala. Aber ein Vergleich mit dem klassischen Space Marine und der neuen Canoness gibt die Maße gut wieder.

Fazit

Der Triumph of Saint Katherine ist definitiv das aktuell größte Charaktermodell im Codex des Adepta Sororitas. Die Idee, gleich sechs einzelne Charaktere auf ein großes Base zu packen, mit der Bahre und dem Leichnam in der Mitte ist definitiv mutig, auch wenn diese Idee bei Games Workshop nicht komplett neu ist. Die einzelnen Schwestern bringen durch ihre jeweils komplett eigene Gestaltungen eine schöne Abwechslung mit sich und bilden einen guten Kontrast zum in der Mitte aufgebahrten Leichnam. Dabei wird die Dynamik einer langsam voranschreitenden Prozession gewahrt, auch brechen die über der Bahre schwebenden Cherubim die Statik der Mitte auf.

Das Modell ist in der gewohnt sehr guten Qualität von Games Workshop. Die meisten Bauteile lassen sich einfach aus dem Gussrahmen lösen, die Verbindungen sind größtenteils auch problemlos zum kleben vorhanden. Ein bisschen Geduld beim Zusammenbau, sowie eine ruhige Hand wird aber empfohlen, besonders beim Anbringen der Cherubim. Vor dem Bemalen empfiehlt es sich darüber hinaus, die einzelnen Baugruppen nicht auf die Base zu kleben, um hier überall gut heranzukommen.

Der Triumph of Saint Katherine kann in jeder Armee des Adepta Sororitas eingesetzt werden, es gibt hier keine Beschränkungen durch einen Orden wie es bei Junith Eruita der Fall ist. Dabei bietet es nicht nur interessante Regeln, es sticht auch optisch hervor, ohne das Gesamtbild der Armee zu stören.

Ob man es nun als Erweiterung für eine Armee der Schwesternschaft nimmt, oder als Projekt zum Bemalen, der Triumph of Saint Katherine bietet hier einiges. Preislich muss man zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, dafür bekommt man aber auch ein in dieser Form aktuell im Warhammer 40.000 Sortiment einzigartiges Modell.

Im kommenden, abschließenden Teil unserer Reviewreihe werden wir uns der wahrscheinlich wichtigsten Box des Adepta Sororitas widmen.

BK-Nils

Nils, Redakteur bei Brückenkopf-Online. Seit 2001 im Hobby, erstes Tabletop: DSA Armalion. Aktuelle Projekte, Eldar für Warhammer 40.000, Imperial MoW für Warzone, ein bisschen Shadespire und zu viele unbemalte Modelle.

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Kommentare

  • Danke für das sehr gelungene Review. Ist schon ein sehr schönes Model. Um es zusammen zu bauen und in all seiner Pracht zu bemalen, müsste ich jedoch mir eine Woche Urlaub nehmen und Frau und Kind zu den Schwiegereltern schicken.

    Mhhh, interessanter Gedanke…

  • Sorry, ein Diorama als einzelne Spielfigur – too much für mich

    Irgendwo hatte ich mal gelesen oder gehört, dass sich GW mehr als Miniaturhersteller denn als Spielehersteller sieht. Vor allem die Schwestern scheinen mir das zu bestätigen. Schön anzusehen sicherlich, aber ich vermisse hier immer mehr die Einfachheit einer einzelnen Spielfigur die zusammen mit anderen auf dem Spielfeld für Spaß sorgt.
    Muss halt auch hier immer dolle, pompöser und größer sein 😉

    • Ich hab nun lange überlegt und hab mich entschlossen, dieses Modell mit 20% Rabatt zu kaufen (ja immer noch zu viel dafür…, aber egal). Ich werde die Gestorbene durch ein Modell von HeresyLap im 54mm Maßstab ersetzen, so als wenn sie die Seele der Verstorbenen ist. Die anderen Modelle werde ich zu normalen (Elite) Sororitas umbauen oder (im falle von der mit dem Schwert) direkt verwenden.

      Modell Lord of Valor (obwohl es Lady heißen sollte…) – Kickstarter noch nicht gestartet…
      https://www.kickstarter.com/projects/resinlab/heresy-ladies-54mm-quality-resin-miniatures-by-heresylab?ref=ej8y0z&token=d134ef49&fbclid=IwAR2AYTSzbR2uNEaX3Mz_WikBVK9O4d5zjQ4prhbxzDb82bSFeJaI7XZ4gYY

      PS: Das Modell Lord of Justic werde ich auf das Modell Adepta Sororitas Junith Eruita setzen und das Normale Modell wird ebenfalls Teil meiner Armee (da ich das Modell nicht wirklich gut finde. (also die Sororita…)
      Und ja das HeresyLab Modell ist größer^^, aber ich liebe C´tan Modelle als Anführer und so können sie auch mit Primarchen (von der Größe) mithalten^^.

      • Wenn du weder den Sarg, noch die Begleiterinnen wirklich brauchst, frage ich mich wozu du dir dann das Diorama holst 🙂

      • Wo gibt es denn dieses Modell mit 20% Rabatt? Bin zwar nicht an der Armee interessiert, aber würde das Teil trotzdem gerne bauen.
        Danke schonmal

  • 85 Teile für 85 Euro. 😀

    Irgendwie einerseits ein wirklich tolles Modell/Minidiorama. Aber dann doch wieder völlig überladen. Als Vitrinenmaler frage ich mich da schon, wo und wie will ich da einen Fokus setzen und die Blickführung gestalten. Das Modell selber gibt da nichts vor, sondern das gewohnte Grundrauschen viel zu vieler Details.
    Ich bin da echt zwiegespalten mit gefällt die Idee super gut. Und auch so viel Symbolik zu verarbeiten ist toll. Aber dann ist es leider zu vollgeladen. Der Fluch vieler 3D-Sculpts.

  • Als Vitrinenmodell top, wenn auch dafür zu teuer. Maximal mit nem Rabatt ab 20%.
    Fürs Schlachtfeld müsste man die Punktkosten halbieren damit es( und selbst dann auch nur vielleicht) eingesetzt werden kann.

  • Ich bin jetzt weder 40K-Spieler, noch besonders in der Lore drin. Aber mein erster Eindruck von der Begleiterin hinten rechts am Sarg war: Oh, sie liefert eine Pizza aus! 🙂

    Aber ansonsten finde ich das Diorama schon irgendwie cool. Bin aber auch eher Sammler und Maler als Spieler.

    Ob sowas auf dem Spieltisch so praktisch ist, weiß ich nicht. Andererseits, wenn ich darüber nachdenke: Meine Arachnarok Spinne hat auch ’ne Horde Goblins drauf herum turnen und geht damit im Zweifelsfall auch als Diorama durch. Und mit der spiele ich seit jahren. Also ich denke das geht dann wohl.

    • Pizza? Das ist „ne Ilse, die Gulasch verteilt – kommste nicht drauf auf sowas“ habe ich aus einem Kommentar zur Preview gelernt ^^

      Aber back to topic – wenn man es mal günstig bekommt wäre es schon ein interessantes Vitrinenproject, auch wenn ich Pink Wotan zustimmen muss, eigentlich schon wieder viel zu Detailüberladen – wäre wohl in erster Linie ein nice to paint Projekt…

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