von BK-Thorsten | 18.12.2019 | eingestellt unter: Reviews

Review: Fog & Friction: Western Front

Aus der Kategorie „Über den Tellerrand“ haben wir uns das neue Kartenspiel von Warcradle Studios angeschaut.

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Auf einen Blick:

Produkt: Fog & Friction: Western Front
Hersteller: Warcradle Studios
Preis: 25,00 GBP
Sprache: Englisch

Das Reviewmaterial wurde vom Hersteller gestellt.

Die Kurzbeschreibung des Herstellers lautet wie folgt:

In Fog & Friction, your High Command has given you a single key objective: take more ground than the enemy!

You have been given the resources to prosecute this war – but it is up to you to determine how you will use them. Will you use cunning and deception to out-fox your enemy, or rely on mighty tanks and guns to smash through enemy lines in a storm of steel and iron? One thing is certain, however: war may be unpredictable, but with careful planning and the steady application of force, your victory will be assured!

In Fog & Friction: Western Front you assume the role of either an Allied or Axis commander and wage war across numerous battlefields inspired by the historical campaigns of World War Two. You will contest bridges, towns, and rolling farmland until only one side’s force remains, leaving you in possession of the field.

The Fog & Friction: Core Game contains everything you need for two players including;

  • 1x Fog & Friction Rulebook
  • 168 Cards
    • 156 Unit cards
      • 78x Allied Units
      • 78x Axis Units
    • 10x Battlefield cards
      • 5x Allied Battlefield cards
      • 5x Axis Battlefield cards
    • 2x Sequence of Play cards

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Das Szenario:

Das gewählte Szenario des Kartenspiels ist der 2. Weltkrieg. Ein Spieler übernimmt die Achsenmächte und ein weiterer die Alliierten. Beide Spieler besitzen ihr eigenes Deck an Karten und kämpfen damit um zwei auf dem Spielfeld befindliche Schlachtfelder. Gelingt es einem der Spieler alle Einheiten des Gegners auf einem Schlachtfeld am Ende einer Runde zerstört zu haben, gewinnt er dieses Schlachtfeld für sich und es wird gegen ein neues ausgetauscht. Ein Spiel endet entweder wenn ein Spieler eine vorher vereinbarte Zahl Schlachtfelder für sich entschieden hat oder die Kartendecks der Spieler erschöpft sind.

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Spielmechaniken:

Die Karten im Deck eines Spielers unterteilen sich, farblich gekennzeichnet, in Support, Frontline Logistics und Fog & Friction. Eine Rund besteht immer aus zwei Aufstellungsphasen in welcher die Spieler nacheinander eine beliebige Anzahl Karten aus ihrer Hand ausspielen. Jedes Schlachtfeld bietet jedem Spieler Platz für 3 Frontline-Einheiten (Infanterie, Panzer) und, direkt dahinter, 3 Support-Einheiten (Befestigungen, Artillerie, Flugzeuge). Logistics-Karten haben ihren eigenen Platz an der Seite der Spielfläche, „Fog & Friction“-Karten werden entweder sofort abgehandelt oder stellen Gefechtsfeldeffekte dar welche einem der Schlachtfelder zugeordnet werden müssen und dort verbleiben.

Sind diese beiden Phasen abgeschlossen kommt es zum Kampf und dieser ist logisch gestaffelt: Zuerst feuern Frontline- und Support-Einheiten auf Flugzeuge. Danach kommen die Flugzeuge zum Einsatz. Als nächstes feuert die Artillerie entweder auf die gegnerische Frontlinie oder den Support. Und zuletzt kämpfen die Frontlinien gegeneinander. Dabei hat eine Karte eine Unit Strengh, effektiv Lebenspunkte, eines bestimmten Typs (Infanterie, Fahrzeug oder Flugzeug) sowie Angriffswerte gegen Infanterie, Fahrzeuge und Flugzeuge. Neben einer eventuellen Sonderregel kann eine Einheit einen von 3 Zuständen annehmen. Kommt sie ins Spiel ist sie bereit (ready), nimmt sie das erste mal Schaden wird sie gedreht (depleted) und ist zwar noch anwesend, kann aber nicht mehr aktiv ins Geschehen eingreifen. Nimmt eine gedrehte Karte erneut Schaden wird sie zerstört und wandert auf den Ablagestapel. In einer einzigen Phase kann sich der Zustand einer Einheit maximal um eine Stufe ändern. Dabei werden bereite Einheiten zuerst beschädigt und nach Möglichkeit auch die mit der höchsten Unit Strengh bevorzugt. Der Schaden in einer Phase wird in einem Pool gesammelt und der Gegner muss den Schaden unter Einhaltung der genannten Einschränkungen auf seinen Einheiten verteilen.

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Nun wird geprüft ob ein Schlachtfeld eingenommen wurde. Ist das der Fall nimmt sich der Sieger die Schlachtfeldkarte und alle eventuell noch dort befindlichen Einheiten wandern auf den Ablagestapel.

Danach kommen die Logistics-Karten zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe können erschöpfte (depleted) Einheiten wieder bereit gemacht oder zusätzliche Karten gezogen werden. Danach ziehen die Spieler 3 Karten plus eventuell zusätzliche Karten durch das Erobern von Schlachtfeldern oder Logistics-Effekte nach.

Karten und Deckbau:

Das Basisspiel kommt mit zwei vorgegebenen „kurzen“ Decks zu je 50 Karten sowie je 3 Schlachtfeldkarten. Das reicht für ein schnelles Spiel bei dem die Spieler zum gewinnen 3 Schlachtfelder erobern müssen. Zusätzlich enthält das Spiel weitere Karten welche als beigelegte Erweiterung beworben werden. 2 zusätzliche Schlachtfelder und 24 zusätzliche Karten pro Spieler ermöglichen dann auch den Deckbau, denn ein volles Spiel benötigt 5 Schlachtfelder und ein 60 Karten umfassendes Deck pro Spieler.

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Fazit:

Fog & Friction: Western Front ist ein spannendes Spiel bei dem das Endergebnis nicht allein vom Zugglück abhängt. Manchmal ist es sogar geschickter dem Gegner ein Schlachtfeld zu überlassen um auf dem darauf folgenden umso härter zuzuschlagen. Wo man wann welche Karte platziert will auch wohlüberlegt sein. Ein Panzer der zwar andere Panzer wunderbar beschädigen kann könnte gegen Infanterie völlig nutzlos sein. Eine frisch ausgespielte Infanterie wird vielleicht von der gegnerischen Artillerie erschöpft bevor sie selbst einen Schuss abgeben kann. Die Regeln sind einfach und man hat sich schnell zurecht gefunden. Das Salz in der Suppe sind die „Fog & Friction“-Karten, wenn es plötzlich nicht mehr möglich ist aufgrund schlechten Wetters Flugzeuge auf ein Schlachtfeld zu spielen. Und natürlich die Sonderregeln der Einheiten wie der Bulldog Spirit des Churchill, der einfach nach einem Sieg stur an seiner Position verbleibt und somit als Erster auf dem neuen Schlachtfeld auf Feinde lauert.

Das begrenzte Spielfeld und die angenehme Schriftgröße (einzige die Flagge der Nationalität hätte gerne etwas kleiner und das Bild dafür größer ausfallen dürfen) sowie die Spieldauer machen Fog & Friction: Western Front zu einem idealen Spiel für die Zugfahrt oder den Hotelaufenthalt zum nächsten Turnier oder der nächsten Tabletopmesse.

BK-Thorsten

Brückenkopf-Online Redakteur und Tabletop Insider stv. Chefredakteur. Spielt Infinity, SAGA, Freebooter's Fate, Kings of War, Warhammer 40k, Warzone Resurrection, Dropzone Commander, Deadzone, Dreadball, X-Wing, Konflikt '47, Bolt Action, Dead Man's Hand, Dracula's America, Beyond the Gates of Antares, Dropfleet Commander, Frostgrave, Collision, Bushido, Shadespire, Aristeia! und Warpath.

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Kommentare

  • Am Anfang des Artikels war ich davon überzeugt, dass dieses Spiel sicher nichts für mich ist.

    Jetzt habe ich den Artikel gelesen uuuund wo gibt’s das doch gleich?! 😉

  • Ich gucke, vor allem während des adventskalenders, gerne gleich morgens einmal in den Brückenkopf.
    Ohne Kaffee habe ich da heute morgen „frog and friction“ gelesen. Brrr..
    Ich bin ganz erleichtert, dass es um ganz normalen Krieg geht!

  • Ich habe mir von Chris von Warcradle auf der Spiel ein Demospiel geben lassen. Wir hatten gerade alle Demotische für Wild West Exodus und Dystopian Wars belegt und ich war noch frei, also hatte ich mich mal an den Fog & Friction Tisch gestellt.

    Trotz der Tatsache dass Weltkriegsszenarien (bis auf Weird War etc.) eigentlich nichts für mich sind, fand ich das Spielsystem selbst wirklich gut und durchdacht.

    Obwohl mein Gegenüber die Regeln selbstverständlich deutlich besser drauf hatte als ich, ließ das Spiel eine sehr steile Lernkurve zu und ich konnte ab der 3. Runde bereits eigene Strategien entwickeln mit denen ich dieses oder jenes Schlachtfeld gewinnen konnte.

    Tolles Spiel jedenfalls!

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