von BK-Thorsten | 02.11.2018 | eingestellt unter: Reviews, Warlord Games / Bolt Action

Unboxing: Blood Red Skies

Wir haben Warlord Games‘ Blood Red Skies ausgepackt und unter die Lupe genommen.

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Auf einen Blick:

Produkt: Blood Red Skies
Hersteller: Warlord Games
Material: Hartplastik, Pappe
Preis: 40,00 GBP
Maßstab: 1:200

Das Material wurde von Warlord Games gestellt.

Ausgepackt

Inhalt (Herstellerangabe):

  • 12 coloured plastic fighter aircraft
  • 12 clear plastic advantage flying bases
  • 10 combat dice
  • 12 Pilot Skill level discs
  • 3 Gaming booklets: Rules, Expanded rules, Scenarios
  • 45 cards to use in game
  • 38 markers to use in game
  • A set of tools: a movement template, rangefinder and navigation calliper
  • 6 Clouds / Air defence balloons clusters
  • 3 Blenheim IV / Dornier Do17 Z2 bombers
  • 2 Quick Reference sheets

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Sobald man den Deckel abgenommen hat begrüßt einen das Plastik-Inlay welches zu beiden Seiten die Flugzeuge präsentiert. In der Mitte finden sich alle 3 Regelhefte. Unter den Regelheften befinden sich drei weitere Fächer, eines davon passend zu den kleinen Aktionskarten. Keines der Fächer passt auf die Profilkarten der Flugzeuge, die passen lediglich ins untere Fach. Die Flugständer passen hinterher aber auch unter das Inlay, zu den Seiten auf denen sich die Flugzeuge befinden. Würfel, Marker, Bomberschablonen, Pilotendisks und der Winkelmesser lassen sich später in den beiden Fächern unterbringen. Für den Moment nehmen wir das Inlay heraus und fördern drei Pappbögen und die beiden Schnellreferenzen zutage.

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Einer der Pappbögen beinhaltet die Messstäbe, Winkelmesser, einige Marker und die drei Bomberschablonen. Die anderen beiden sind identisch und beinhalten die Pilotendisks welche später auf den Flugständern befestigt werden sowie drei „Geländeteile“ welche als Wolkenfelder oder Sperrballons benutzt werden können. Die Schnellreferenzen sind identisch, so dass jeder Spieler sein eigenes Exemplar nutzen kann.

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Die drei Hefte bestehen aus den Grundregeln, ein Szenarioheft und eines mit erweiterten Regeln. Wie auch die Marker sind die Hefte in einem zum historischen Szenario passenden Design gehalten. Auch die Würfel sind stimmig. Statt Ziffern werden hier Striche verwendet, die 6 wird durch ein Pik, sinnbildlich für ein Pilotenass, gebildet. Die Flugzeuge sind ihrer Nation entsprechend in grauem beziehungsweise braunem Plastik gehalten, aus einem Guss und verfügen über eine ordentliche Portion Details für die Größe. Dazu gibt es einen Bogen Aufkleber (keine Transfers) mit Symbolen der jeweiligen Nationen. Das optische Design wird auch bei den Karten durchgezogen und man erkennt hier bereits: allzu viele Werte besitzen die Modelle nicht. Bei den Aktionskarten findet noch einmal eine Unterscheidung nach 4 unterschiedlichen Typen mit je eigenem Kartenrücken statt.

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Ersteindruck

Wir haben kurz die Regeln überflogen und sind mit ein paar wenigen Flugzeugen in das Szenario 0 im Szenarioheft eingestiegen. Eine simple Mission in welcher eine einsame Spitfire das Spielfeld über die gegenüber liegende Tischkante verlassen muss. Der andere Spieler übernimmt zwei Messerschmitt die das verhindern sollen. Das geschieht entweder dadurch dass die Spitfire abgeschossen wird oder deren Spieler 2 „Boom chits“ ansammelt. Diese Marker werden dann verteilt wenn ein Flugzeug erfolgreich getroffen (noch vor dem Ausweichen-Test) und ein weiteres Mal wenn es tatsächlich abgeschossen wurde. Das Würfeln geht in diesem Spiel sehr flott von der Hand, da man recht einfach ermittelt welche Anzahl Würfel geworfen werden müssen und danach sucht man einfach nur nach dem Pik-Symbol, denn man benötigt mindestens eines davon damit die Aktion als erfolgreich gewertet wird. Die anderen Zahlen sind außer in bestimmten Szenarien nicht von belang. Im Kern ist Blood Red Skies ein einfach zu lernendes, schnelles Tabletop bei dem der Fokus auf der Positionierung der Miniaturen liegt. Das gilt für die Position auf dem Spielfeld aber auch für die Position in der sich der Flugständer der Maschine befindet. Diese sind ein Kernelement und geben den Zustand der Maschine an indem sie in eine der drei möglichen Positionen eingestellt werden: sinkendes Flugzeug (Disadvantaged), gerade fliegend (Neutral) und aufsteigend (Advantaged). Diese Zustände entscheiden darüber wer wen überhaupt beschießen kann (vorausgesetzt das Ziel befindet sich innerhalb von 6“ und im 90° Frontbereich) und ob es möglich ist die Maschine überhaupt abzuschießen (Generell sinkt eine getroffene Maschine, welche ihren Ausweichen-Test nicht schafft um einen Zustand. Und nach Disadvantaged kommt eben nur noch sehr schnell der Boden.). Wie man auf dem Bild der Schnellreferenz sehen kann bestimmt der Zustand auch maßgeblich die Initiative in welcher die Flugzeuge aktiviert werden. Der Zustand eines eigenen Flugzeugs kann durch Aktionen gezielt verbessert oder verschlechtert werden. Mal steigt man auf, mal senkt man den zustand um dafür besser manövrierten zu können und ein andermal versucht man einen Gegner eine Stufe nach unten zu zwingen. Und obwohl das Spiel an und für sich sehr einfach gehalten ist wurden viele Kleinigkeiten berücksichtigt. So hat der Winkel in dem man einen Gegner angreift einen wichtigen Einfluss oder man versucht hinter den Gegner zu kommen und ihn dadurch nach unten zu zwingen.

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Größenvergleich

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Etwas ungewöhnlich diesmal, aber unser Fotomarine tut sein Bestes.

Fazit

Blood Red Skies bietet auf jeden Fall genug Material in der Grundbox um einige spannende Matches zu bestreiten. Man ist sehr schnell in den Regeln drin und kann dann mit den Aktionskarten oder Geländeelementen erweitern. Auch muss zunächst nicht wirklich etwas gebaut werden, daher ist das Spiel nach dem herausdrücken der Pappteile out-of-the-box spielbereit. Man erkennt überall den historischen Bezug der sich im Design aber auch in den Spielmaterialien wiederfindet. So muss man nicht nur eine Armeeliste erstellen, sondern sich auch auf einen Zeitpunkt einigen. Denn die Doktrinen und Theater-Karten die einer Nation zur Verfügung stehen variieren je nachdem ob man nun zu einem frühen Zeitpunkt im Pazifik oder spät an der Ostfront Einsätze fliegen will. Dass bei dem Preis nur Pappschablonen und keine 6 Bombermodelle beiliegen (die Schablonen sind ja beidseitig bedruckt) ist zu verschmerzen, ein wenig Schade ist dass kein passendes Poster als Spielfeld beiliegt. Insgesamt hat Warlord Games aber sein Ziel, ein schnelles, spannendes und einfach zu erlernendes Dogfight-System, auf jeden Fall erreicht.

BK-Thorsten

Brückenkopf-Online Redakteur und Tabletop Insider stv. Chefredakteur. Spielt Infinity, SAGA, Freebooter's Fate, Kings of War, Warhammer 40k, Warzone Resurrection, Dropzone Commander, Deadzone, Dreadball, X-Wing, Konflikt '47, Bolt Action, Dead Man's Hand, Dracula's America, Beyond the Gates of Antares, Dropfleet Commander, Frostgrave, Collision, Bushido, Shadespire, Aristeia! und Warpath.

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Kommentare

    • Die flieger haven much persönlich davon abgehalten, mir mehr als das Starter zu kaufen. Die Details sind für den Maßstab ok, aber das Material ist sein weiches Plastik, das sich ständig verformt (ähnlich den Dust Figuren).es hat erst mal eine Weile gedauert die und die richtige Form zu bringen um sie zu bemalen.

  • Ich konnte bereits einige Partien spielen, da sich ein Freund mit allem zu „Blood Red Skies“ (BRS) eingedeckt hat.

    Das Regelwerk ist extrem zugänglich und einsteigerfreundlich, entwickelt dann aber eine ungemeine Tiefe. Ähnlich wie bei „X-Wing“, wo die Regeln ja auch kompakt sind und vieles sich dann auf dem Spielfeld entwickelt. Einen „Overkill“ an Ausrüstungskarten gibt’s bei „BRS“ aber erfreulicherweise nicht: Ein paar Karten sind zwar vorhanden, aber das ist übersichtlich und meist sind es fraktionsspezifische Besonderheiten.

    Die taktische Tiefe und der Reiz (aus meiner Sicht) entwickelt sich durch das Stellungsspiel. Welcher Flieger aktiviert zuerst? Wo muss ich einem eigenen Modell „den Rücken decken“? Usw. Dadurch, dass sich die Zureihenfolge auch während einer Runde ändern kann, kommt eine hohe strategische Komponente hinzu – Stichwort: Position des Modells (nach vorn, hinten oder senkrecht geneigt)

    Zudem gibt’s nicht um Abschüsse, denn bereits durch Treffer, die der Gegner einsteckt, gibt’s Siegpunkte.

    ich finde „BRS“ als in sich abgeschlossenes Spiel und vom Preis her sehr gelungen, mit der Grundbox macht man aus meiner Sicht nichts falsch. Und die Erweiterungen sind preislich ebenfalls im Rahmen. Auf https://www.youtube.com/user/tabletobasementtv gab’s vor einiger Zeit eine Themenwoche zu dem Spiel.

  • Ein feines Spiel, allerdings gefällt mir das Neigen der Flugzeugmodelle (vor, neutral, zurück) nicht. Das ist für mich ein klassisches Beispiel für eine Mechanik, die auf den ersten Blick super klingt, dann aber den Praxistest nicht überstehen sollte. Bei einem Tabletop-Spiel ohne Felder, bei dem man sowieso andauernd ungenauer misst, bewegt, dreht, als man eigentlich möchte, sollte man nicht auch noch an den Modellen, den Stegen oder den Bases rumfummeln müssen.

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