Review: R.A.T. des Ratgard Studios

Heute für euch im Review, der RAT des Ratgard Studios.

Als ich das Modell zum Review bekam, war ich als Freund der imperialen Armee direkt sehr begeistert von dem Fahrzeug. Das Modell wirkte auf mich stimmig und eine gute Mischung aus modernem Truppentransporter und klassischem Design, welches für viele Sci-fi Armeen tauglich ist.

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Unser Modell kam direkt aus China zu uns. Es war in verschiedene Plastiktüten verteilt, ansonsten aber ohne Schutz in der Packung. Ziemlich gewagt für ein Resinmodell! Beim öffnen der Tüten fallen direkt zwei Dinge ins Auge: Die Teile sind sehr ordentlich modelliert und detailscharf, aber – es sind auch erstaunlich viele…!

Der Zusammenbau:

Der Zusammenbau des Modelles stellte uns vor einige Herausforderungen. Grundlegend fehlt eine Bauanleitung die diesen Namen auch verdient. Die Bilder sind klein, wenig aussagekräftig und halfen uns gerade bei komplexeren Teilen – von denen es beim Zusammenbau eigentlich gar nicht wirklich viele gibt – nicht weiter. Um so ärgerlicher, dass aber gerade diese wenigen kompexen Schritte den Zusammenbau zu einer solchen Geduldsprobe machen!

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Gerade der Zusammenbau der Laufketten war unglaublich frustrierend. Die Teile lassen sich nur in einer einzigen Art und Weise zusammenbauen, welche aber nicht unbedingt sofort ersichtlich ist, da sich die Panzerketten sehr ähnlich sehen. Am Ende müssen alle Teilstücke auch noch zum kompletten Antriebssatz zusammengebaut werden. Die Kombination dieser Bauschritte ist nicht ganz einfach und hat uns viele Nerven sowie einige Kettenenden gekostet, da wir gleich mehrere der Teile nach dem verkleben noch einmal demontieren mussten, da sich die Teile als so nicht passend herausstellten. Trockenübungen ohne Kleber sind vor dem Zusammenkleben definitiv empfehlenswert!

Andere Teile wie das Cockpit sind wiederum sehr gut und einfach zu bauen, das Stecksystem der Stoßstange z.B. sorgt dafür, dass dieses doch recht große und schwere Teil problemlos befestigt werden kann.

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Beim Zusammenbau der Ladeplattform stellte sich dann zusätzlich heraus, dass die Teile zwar gut, aber nun doch nicht so ausgezeichnet sind, wie wir erst dachten. Gedacht sind die Seitenteile so, dass sich diese mit Bolzen in Löcher in der Bodenplatte einsetzen lassen und man so – theoretisch – die drei Seitenteile wirklich herunterklappen kann. Diese Löcher sind allerdings teilweise mit Resinresten zugegossen und die Stifte der Bolzen – eventuell durch die eher magere Transportsicherung – teilweise abgebrochen. Somit bleibt nur, die Teile komplett zu kleben oder vorsichtig die Teile aufzuboren und Metallstifte einzusetzen.

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Die Bemalung:

Bei der Bemalung probierten wie uns mal wieder an den Digitaltarn-Stencils von Anarchy Models. Im ersten Schritt wurde das Modell schwarz grundiert und mit Aufklebern beklebt. Danach Grau übergrundiert.

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Auf die Graue Farbschicht wurden weitere Aufkleber geklebt und weiße Grundierung aufgesprüht. Nachdem alles getrocknet war, wurden die Aufkleber entfernt, es blieb die Großteils weiße Fläche mit einem grau-schwarzen Digitaltarnmuster für winterliche Städte.

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Da das Modell nicht in meine bestehende Armee hineinpasst, habe ich mich dazu entschieden, es für ein Eindzeitdiorama zu verwenden, weswegen ich mir alle Mühe gab, es danach so aussehen zu lassen, als stünde es schon jahrzehntelang irgendwo in der Steppe herum – doch dazu vielleicht in einem gesonderten Artikel mehr…

Fazit:

Der RAT macht die Bewertung wirklich nicht einfach. Das Design des Modells ist super und die Verarbeitung allgemein trotz aller Probleme sehr ordentlich. Andererseits ist das Design des Kettenantriebes aus unzähligen Teilen mehr als unübersichtlich und die Verarbeitung versagt gerade an der Stelle, an der man saubere Gussteile benötigt, zumindest wenn man ein solch ambitioniertes Ziel wie eine funktionierende Klappfunktion umsetzen möchte.

Schlussendlich ist der RAT aber ein wirklich gutes Modell, welches ausgezeichnet in die menschliche Sci-fi Armee eines bekannteren englischen Herstellers passt und sicher eine Alternative für all jene sein könnte, die mit dem neuen Kettentransporters eben jenes Herstellers wenig anfangen können. 58 Dollar sind zwar nicht ganz so günstig, allerdings ist das Modell aus Resin, ziemlich massig und tatsächlich in der Lage, einige Modelle zu transportieren, was ich persönlich als zusätzliches Plus sehe. Trotz der kleine Mängel und dem teils überkomplexen Zusammenbau bekommt der Transporter deswegen von mir eine Kaufempfehlung. Wer einen „erwachsenen“ Transportpanzer für seine menschliche Sci-fi Armee sucht, ist mit diesem Modell solide ausgerüstet!

Edit:/ Da ich ja darum gebeten wurde – und das irgendwie verrafft habe zuhause nachzuholen – hier nochmal schnell ein paar Bilder zum Grßenvergleich. Nur mit dem Handy und um – 22 Uhr geschossen, somit ist das Licht nicht besonders gut, aber einen ersten Eindruck solltet ihr euch machen können, am Wochenende bei Licht gibt es dann nochmal gescheite Bilder mit der guten Kamera!

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Vergleichsmodelle sind eine Chimäre/Greiff von GW und ein britischer Bolt Action Panzer von Warlord Games. Dazu eine Miniatur von Eden, ein alter Warpath Ork, eine Sedition Wars Miniatur und ein GW Kasrkin.

Quelle: Ratgard Miniatures Design

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Über Burkhard

Burkhard, Brückenkopf-Maskottchen und Aushilfsbespaßer. Im Zweifelsfall mit irgendeinem Diorama beschäftigt.
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