Review: Shikigami der Yoroni
Para Bellum haben ihren japanische Dämonen neues Futter geschenkt. Wir schauen uns die Shikigami für euch genau an.
Mit den Shikigami bekommen die elitären Yoroni endlich ihre Kanonenfutter-Einheit: Im Fluff sind die Shikigami Yoroni, die zu schwach sind, um alleine in die materielle Welt gelangen.
Sie werden durch sogenannte Kototamagaku gerufen und durch ihren Aufenthalt in der materiellen Welt gestärkt, sodass sie nach ihrer Rückkehr – im besten Falle – selbst den Weg zur Erleuchtung finden und sich beim nächsten Mal in ihrer echten Form manifestieren können.
Das spiegelt sich schön in den Modellen und den Regeln wider, wie wir gleich noch sehen werden. Aber zuerst schauen wir uns an, was man alles in der Box finden kann.
Shikigami
Auf einen Blick
Produkt: Shikigami
Hersteller: Para Bellum Wargames
Material: Plastik
Maßstab: 38mm
Preis: 59.99 Euro
Das Material wurde von Para Bellum Wargames gestellt.
Inhalt
In der Box finden wir drei identische Gussrahmen, drei Brute Bases samt Stands sowie eine „Mu“-Idealkarte, eine Aktivierungskarte und natürlich die gedruckte Bauanleitung.
Gussrahmen
Hier könnt ihr euch die Gussrahmen der Shikigami im Detail ansehen.
Bauanleitung
Und hier könnt ihr sehen, wie die Shikigami zusammengebaut werden. Ein Gussrahmen bietet zehn verschiedene Posen, die je nach Belieben auf den Bases arrangiert werden können.
Gebaut
Hier könnt ihr euch ansehen, wie meine Shikigami schlussendlich aussahen. Aber wie oben bereits erwähnt, bietet dieser Bausatz sehr viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung.
Größenvergleich
Und so sehen die gebauten Shikigami neben anderen Conquest-Modellen aus – und natürlich haben wir auch hier den standardmäßigen Stormcast für den Vergleich mit im Bild.
Review
Mir gefallen die Shikigami ungemein gut. Ein Gussrahmen bietet zehn unterschiedliche Shikigami in verschiedenen Posen und Größen, wobei auf jedem Gussrahmen nur ein großer Shikigami zu sehen ist. Zwei kleinere Shikigami sind dafür gedacht, auf ihrem größeren Bruder zu reiten oder auf ihn zu klettern, aber mit etwas Fantasie lassen sich auch diese anderweitig verwenden.
Zwei Shikigami sind lediglich Köpfe, die aus dem Boden zu wachsen scheinen und zwei weitere Posen sind im Begriff, aus dem Boden aufzustehen aber noch halb mit ihm verbunden. Die übrigen drei changieren zwischen laufenden und springenden Posen.
Das Procedere, einzelne Shikigami zu bauen und sie dann ohne Vorgabe auf der Base platzieren zu „dürfen“ ist eingangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Ich musste erst die Anleitung genauer studieren, um den entsprechenden Hinweis von Para Bellum auf der ersten Seite zu sehen, die ich sonst immer geflissentlich ignoriere.
Hat man die einzelnen verschiedenen Posen aber einmal gebaut, kommt man sehr schnell an einen Punkt, wo man weiß, wie man die anderen beiden Bases gestalten möchte. Und da die Bases für zehn Modelle nicht genug Platz haben, kommt man schnell auf Ideen, die übrigen Modelle als Basegestaltung auf anderen Modellen zu verwenden – oder sich ein paar mehr Bases zu ermogeln, die aber ohne den großen Shikigami in der Mitte vermutlich nicht turnierlegal sind.
Die Optik weiß ebenfalls zu überzeugen: Die Shikigami strotzen nur so vor Charakter und verbreiten eine schöne Stimmung zwischen Übermut und Schabernack, Boshaftigkeit und Penetranz. Besonders gut gefällt mir das Detail, dass eininge Shikigami aus dem Boden erscheinen und die Masken der großen Anführer.
Einziger Nachteil des Bausatzes: Dadurch, dass man je Bausatz bis zu zehn einzelne Miniaturen baut, die auch zum Großteil aus mehr als drei Teilen bestehen, die zudem noch eher klein sind, ist die Arbeit ein bisschen friemelig. Aber da man auch gut mit vier bis fünf Modellen je Base auskommt, kann man sich aussuchen, wie viel Arbeit man sich machen möchte.
Regeln
In First Blood
Die Shikigami sind das Kanonenfutter der Yoroni und daher darauf ausgelegt, Platz einzunehmen, Gegner zu binden und möglichst lange davon abzuhalten, wichtigeres zu tun, als Shikigami zu verkloppen. Daher kosten sie lediglich 60 Punkte pro Base – für Brutes ein Schnäppchen – und haben mit vier Attacken, Clash 2 und 4 Wunden mit Evasion 2 respektable Werte.
Dazu gesellen sich March 6 und drei Sonderregeln:
- Dread: gegnerische Krieger gelten im Kontakt mit den Shikigami nie als Inspired!
- Mischievous: Feinde im Kontakt mit den Shikigami können sich nicht neu positionieren
- Swarm:Die Shikigami zählen zum outnumbern gegnerischer Krieger, auch wenn sie bereits mit anderen Feinden engaged sind
Das Profil der Shikigami wirkt damit ziemlich gut. Die einzigen Nachteile, die sie mit sich bringen sind die Feral-Sonderregel, durch die sie keine Missionsziele halten können – und die Tatsache, dass sie Restricted sind. Einen Restricted-Slot für eine Kanonenfutter-Einheit wie die Shikigami zu opfern, ist nicht immer leicht.
Aber genau diese Spannung macht sie beim Listenbau interessant. Wären sie bei all ihrer Nützlichkeit und ihren niedrigen Punktekosten auch noch Mainstay, wären sie vermutlich zu stark.
In Last Argument of Kings
Auch im großen Armeesystem Last Argument of Kings sind die Shikigami als Bauernopfer konzipiert. Neben den Domaru-Damashi sind sie die andere Light-Einheit der Yoroni und mit 110 Punkten deutlich günstiger.
Sie zählen als Size 1 und behindern damit nicht den Beschuss befreundeter Einheiten wie der Tengu Ayakashi, und March 6 mit Unstoppable hilft ihnen dabei, gegnerische Regimenter zu binden oder sich als Blocker zu positionieren.
Sind sie erstmal im Kontakt mit dem Feind, sind sie vergleichbar mit den Raidern der Nords. Es fehlt ihnen zwar Tenacious 1, dafür haben sie aber Defense und Resolve 2 sowie 4 Attacken pro Stand, Clash 2 und Fearless.
Gar nicht so übel also, aber gegen alles, was austeilen kann, werden sie trotzdem nicht lange stehen bleiben – aber das sollen sie ja nicht unbedingt. Ihre Aufgabe ist es auch hier, Zeit in Anspruch zu nehmen, Charges und Missionsziele zu blockieren und im frühen Spiel den Gegner im Zaum zu halten, bis die Yoroni ihr schweres Geschütz aufs Feld bringen können. Dafür sind sie meines Erachtens nach unerlässlich.
Fazit
Für mich sind die Shikigami ein Volltreffer – sowohl optisch, als auch von der technischen Umsetzung des Bausatzes her. Besonders gefällt mir, wie modular der Bausatz ist. Es wäre sehr leicht gewesen, die Shikigami so zu designen, wie etwa die Nurglings aus Warhammer – als ein großer Haufen also.
Dass Para Bellum sich hier für das genaue Gegenteil entschieden hat, finde ich spannend: keine zwei Shikigami werden genau gleich aussehen, und das hat mir zuletzt bei vielen Bausätzen von Para Bellum gefehlt.
Was haltet ihr von den neuen Yoroni? Schreibt es uns in die Kommentare!
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