von BK-Christian | 14.10.2025 | eingestellt unter: Community

Ghamak: Rechtsstreit mit Games Workshop

Games Workshop haben vor einem italienischen Gericht Klage gegen Ghamak eingereicht.

Francesco Pizzo, der Macher hinter Ghamak hat in einem Videostatement seine Sicht der Dinge dargelegt:

Hinzu kommt der folgende Text:

Games Workshop Is Suing Me

GOFUNDME CAMPAIGN

The time has come to break the silence about this.

In early  2023, Games  Workshop reached out to many creators, including me. While GW asked most creators to change some models with details that were almost identical to their designs, I received a different letter. GW demanded that I delete almost all the models in the Ghamak catalogue, claiming that my models were breaching their copyright. However, GW did not provide the list of specific models to be removed and did not explain how the models were infringing their Intellectual Property. Additionally, GW asked to hand over sensitive business data and demanded me to sign a contract that, in practice, would prevent me to make new models in the future.

Despite my willingness to find an amicable solution, offering to remove or heavily modify over 30% of the catalogue, GW ignored all my letters. GW took almost 12 months to reply to my first letter, refused to provide a list of infringing models, refused to provide any guidelines for me to assess which models were supposedly infringing their IP, and attempted to have Ghamak’s models removed from Patreon and MyMiniFactory.

After MyMiniFactory refused to remove Ghamak’s models due to the lack of information provided by GW, this controversy escalated to a full lawsuit in January 2025.

Interestingly, the lawsuit (which listed over 1000 models), did not include any copyright infringement claim, but was framed as “unfair competition”, claiming in substance that creating models compatible with GW’s games is illegal per se. This last statement is a real threat to hundreds of companies that create miniatures for the wargaming market.

This isn’t just about me.

If a billion dollar corporation can declare generic skeletons, alien bugs, futuristic tanks, dwarves and orcs, or landsknecht inspired soldiers “counterfeit,” every independent sculptor, as well as your freedom to buy or print the models you want, hangs in the balance.

We want the regulators to clarify where their IP rights end and whether GW is legally allowed to prevent the sale of models compatible with their games. Once these limits are clear, everyone will be free to create models without the fear of receiving unilateral demands by GW.

For all these reasons, as well as my own battle to continue to work in this field and provide for my family, I am raising funds to fight back, set a precedent, and keep the creative doors of tabletop wargaming open.

GOFUNDME CAMPAIGN

Please share and support us in this fight.

Ghamak Logo

In einem weiteren Update wurden Teile der Klageschrift veröffentlicht:

Ghamak Rechtsstreit GW 1 Ghamak Rechtsstreit GW 2 Ghamak Rechtsstreit GW 3 Ghamak Rechtsstreit GW 4 Ghamak Rechtsstreit GW 5 Ghamak Rechtsstreit GW 6

Anmerkung der Redaktion:

Die Einschätzung, dass Games Workshop keine klassische Copyrightklage vorgelegt haben, sondern behaupten, dass der Verkauf von Modellen, die für GW-Spiele genutzt werden können, generell verboten sein sollte („claiming in substance that creating models compatible with GW’s games is illegal per se“), ist zumindest zweifelhaft. Bereits der erste Klagepunkt bezieht sich direkt auf Verstöße gegen GW-Trademarks und alle weiteren Punkte (auch der, der sich auf die „unfair competition“ bezieht), bauen darauf auf.

Sollte die Einschätzung von Ghamak zutreffen, wäre das definitiv ein gefährliches und sehr willkürlich definierbares Signal an unsere Branche, aber ob dies wirklich so ist, wagen wir auf Basis dieser Faktenlage nicht abzuschätzen.

Wir bleiben deshalb weiter am Ball und beobachten die Sache. Haltet uns gerne auch auf dem Laufenden, wenn Euch Dinge über den Weg laufen.

Quelle: Ghamak

BK-Christian

Chefredakteur und Betreiber von Brückenkopf-Online. Partner und Spieldesigner bei NeverRealm Industry. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Summoners (alle Fraktionen), Deathmatch, Deadzone/Firefight (Asterianer und Enforcer), diverse Raumschiffe und allerlei Mechs.

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Kommentare

  • Bin ehrlich gesagt überrascht das GW so lange gebraucht hat.

    Die Begründung ist trotzdem arg gefährlich sollten sie damit durch kommen

  • Bin gespannt was da rauskommt und was sn den gegenseitigen Unterstellungen dran ist. Gibt ja genug MMF accounts die sich sehr von gw „inspirieren“ lassen um nicht zu sagen Designs klauen.

  • Geistert schon einige Tage durchs Netz.

    Ghamak hat zumindest noch einen gewissen eigenen Stil. Rafail zB kopiert GW 1:1.

    War klar das früher oder später was kommt.

    Wie er sagt, viele lassen sich von der Klagedrohung schon abschrecken, er will’s wissen.

  • Ich wünsche das sie laut und tösend vor den Gerichten scheitern! Was ein gieriger Dreckshaufen. Aber ja, der 3D Druck Sektor und die ganzen Patreons, die wie Pilze aus dem Boden sprießen, lässt halt den Gesamtgewinn fallen..und da GW ja nur das Beste der Leute will ( deren Geld), sehen die da natürlich rot.
    Klar, 1 zu 1 Kopien sind dreister Diebstahl, keine Frage. Dagegen können sie ja aucu vorgehen. Ist dem aber so wie im Video gesagt wird und GW bekommt ein Monopol auf Skelle, Spce Marines und co. wärs schon hart.

    • Einfach aufhören deren Spiele zu spielen, Bücher zu lesen, Modelle und kopien selbiger hu kaufen, auf die Veranstaltung zu gehen und online irgendwie Werbung dafür zu machen (und ja bemalte Space Marines, auch wenn sie nicht von GW gekauft wurden, online zu zeigen und „für OPR“ schreiben ist Werbung für GW) während gleichzeitig Millionen Euros an unbezahlte Arbeit für Apps Datenbanken zur Verfügung gestellt werden.

      Und schon würde GW einknicken.
      Aber man kauft halt lieber Kopien um weiterhin Teil des „Warhammer Hobbies“ zu sein, und regt sich auf das GW das nicht gerne sieht.

    • Ich sehe das etwas anders. Ein Versuch alle irgendwie für GW-Speile verwendbaren Modelle aus dem Verkehr zu ziehen ist lächerlich und sollte vor den Gerichten scheitern.

      In diesem speziellen Fall scheint es aber so, als liege die Sachlage etwas anders:

      Die Vamnpire, Skelette und ähnliche generische Themen sind von GW schwer antastbar, da auch sie selbst sich bei den allgemeinen Fantasytropes bedienen und hier wenig Handhabe bekommen sollten. Sieht man sich aber viele der anderen Designs an, wurde die generelle Designsprache von GW schon arg kopiert. Die „Nicht Space Marines“ sind in meinen Augen eine klare verletzung des Trademarks und sollten dsamit nicht auf dem Markt sein. Sie sind eben nicht genereische Krieger in motorisierter Rüstung, sonder klare und nahe Kopien von Space Marines im 40K Sinn. GW muss dagegen vorgehen, wollen sie bestimmte Rechte an ihren Trademarks nicht verlieren. Es wurde schon häufiger diskutiert, dass es bestimmte Regeln gibt, die Firmen dazu zwingen, aktiv ihre Marken zu schützen, wollen sie die Handhabe über gewisse Rechte verlieren.

      Und auch die erste grobe Einschätzung des Brückenkopfs teile ich. Denn es scheinbt GW auch nicht um ein allgemeines Verbot zu gehen, sondern darum, Verletzungen ihres Trademarks zu verhindern.
      Das Vorgehen dabei war nicht besonders geschickt und in teilen auch sehr unsympathisch. Es wirkt aber so, als wolle sich Ghamak hier einen David-gegen-Goliath-Nimbus geben, bei dem er selbst für alle Drittanbieter kämpft. Dafür wird die Wahrheit dann etwas gebogen oder zumindest uminterpretiert. Das wirkt für mich auch unsympathisch. Man wird aber für eine endgültige Einschätzung weitere Details abwarten müssen.
      Abschließend noch eines: Ich möchte GW nicht generell verteidigen, da ich über die Produkte, die mir gefallen, keine besonderen Sympathien für GW trage. Man sollte aber doch schauen, dass man Kritik auch an den noch wenigen Fakten basiert.

    • Glücklicherweise befindet sich ein Teil der Welt in einem System, in dem unabhängige Gerichte über Recht und Unrecht entscheiden und nicht emotionsgeladene Püppchenspieler.

      • Als ob das passieren wird weil die irgend einen 3d Designer vor Gericht ziehen. Das ist doch wieder nur ein Internet Drama über was in ein paar Tagen keine Sau redet(von den paar Leuten die sich mit dem Thema befasst haben) XD.

  • Etwas das immer wieder in der Diskussion aufkommt und bisher wenig Beachtung schenkt ist das „unfair competition“ im italienischen Zivilrecht weniger mit dem Englischen Begriff zu tun hat sondern sich so liest (schlechte Übersetzung versteht sich):
    „Namen oder Merkmale verwendet, die zu Verwechslungen mit den Namen oder Merkmalen führen können, die von anderen rechtmäßig verwendet werden, oder die Produkte eines Mitbewerbers nachahmt oder auf andere Weise geeignete Maßnahmen ergreift, um Verwechslungen mit den Produkten und Geschäften eines Mitbewerbers beim durschnittlichen Kunden hervorzurufen“

    Zumindest ein paar seiner Modelle wurden bzw wird noch immer bei einem von ihm autorisierten print on Demand Shops unter GW Begriffen Angeboten (Space Marines für Warhammer) und damit ist er dann schon auf sehr dünnen Eis zu sagen das es dafür keine Grundlage gibt.

    Dazu dann halt noch das es eine Firma mit 12 Angestellten ist welche bewusst Proxies herstellt und mit Partnern als physische Modelle vertreibt, nicht nur Digital, aber keine Rücklagen hat für einen Rechtsstreit der früher oder später kommen musste.

    Im direkten Vergleich wäre da Puppetswar in Polen, auch eine kleine Firma welche digitale und physische Proxies bzw Bits für 40k verkauft aber seit 25 Jahre im Geschäft ist ohne das sie vor Gericht gelandet sind.
    Und da dürfte der Unterschied dann sein das diese ihre Modelle als „kompatibel mit 32mm Wargaming Systemen“ anbieten und nicht „für Warhammer“.

    Dszu kommt noch das er von sich aus Angebote hat 30% der Modelle zu entfernen, was in erster Linie zeigt das er sich sehr wohl bewusst ist was er tut und das kein versehen ist weil er sich von den selbe Quellen inspirieren hat lassen.

    PS: stutzig bei der Sache macht mich in erster Linie das er bei seiner gofundme die Modelle rausgesucht hat die am weitesten weg vom Original sind und nicht zB seine Chaos Marines zeigt oder allgemein auf seinen Katalog verweist während er gleichzeitig davon Spricht das GW nur nach einem Artikel im Zivilrecht klagt während aber selbst im von ihm gezeigten sehr wohl Copyright und Trademark Verstöße aufgelistet sind.

    • Bin aufgrund Deines Kommentars mal in seinen Shop gegangen und hab mir die Heretic Knights von ihm angeschaut. Sollte vielleicht jeder mal machen, der sich beschwert, dass hier kleine Firmen nieder gemacht werden.
      Arg näher kann man nicht an Chaos Space Marines kommen…

    • Ich teile persönlich hier auch die Ansicht, es wird seitens des Beklagten versucht, eine für ihn möglichst vorteilhafte Position darzustellen… wahrscheinlich auch, um die GOFundme Kampagne zu pushen… beides hat für mich einen eher unschönen Beigeschmack…

      Ich möchte hier aber auch nicht Stellung für eine der beiden Seiten beziehen, es sind beides Firmen, die sollten sowas miteinander und/oder vor Gericht klären… hier jetzt in die Öffentlichkeit mit zu gehen, wirkt höchst unprofessionell, da so versucht wird eine zusätzliche Front zu öffnen…

      Auch denke ich nicht, das es nur bei GW bleiben würde, wären andere Hersteller in der selben Position, aber hier ist einfach der Markt deutlich geringer… spätestens bei den großen IP-Lizenzen (Star Wars, Halo, usw… ), stehen sehr klagefreudige Firmen dahinter… da man da aber kaum bis gar nichts hört, liegt aktuell halt der Fokus beim Branchenprimus im Tabletop.

      • schließe mich an. Bisher sieht es basierend auf den Fakten die man kennt nicht nach der Opfer Geschichte aus, die einem präsentiert wird. Und nach einem kurzen Blick finde ich da im Shop auch nicht nur Dinge die ergänzend, zum Umbau gedacht sind oder etwas bieten was der eigentliche Hersteller nicht im Repertoire hat. Vielmehr wurde scheinbar ein Geschäftsmodell auf Basis von Urheberrechtsverletzungen hochgezogen. Kann man machen, wenn einem die Legale Seite egal ist, bietet aber ein gewisses Risiko, dass sich gerade realisiert.
        Ich denke es ist wichtig da mal einen Schritt weg von dem zu tun, was einem an den Geschäftspraktiken von GW (oft zurecht) stört und kommt da mal aufs wesentliche: ein Hersteller eines erfolgreichen Produktes wehrt sich dagegen, das unter Verstoß von Urheberrechten und auf Basis seiner Arbeit und der Produktbekanntheit jemand anderes Gewinne macht die aus seiner Sicht wenn überhaupt ihm zustehen. Was im übrigen jede Verantwortungsbewusste Geschäftsführung tun würde. Ich bin ziemlich sicher, ginge es nicht um GW gäbe es weniger Kommentare a la „The Emperor Protects his Business“ oder „was ein gieriger Dreckshaufen“. Manchmal scheint es als gäbe in den Köpfen der Leute ein Gesetz das sagt, „Dein Trademark darf aber verletzt werden, wenn du super erfolgreich bist und deine Produkte zu teuer für mich verkaufst.“

      • @MaDaCa
        Danke für deinen reflektierten Beitrag. Ich bin ja bei Leibe kein GW-Fan. Aber ich sehe hier auch das Vertreten eines berechtigten Interesses. Ob und in wie weit sie Recht bekommen, wird das Gericht zeigen. Aber grundsätzlich ist dies ein legitimer Schritt.

    • Ich finde es schwierig das er mir erklärt warum er „im Recht“ ist und mich dann nach Geld fragt…da glaub ich ihm die Robin Hood Attitüde so mittel.
      Ich lehn mich erst mal entspannt mit Kuchen zurück und beobachte wie die Sache ausgeht

      • @MaDaCa. Ich möchte auf meinen untenstehenden Kommentar verweisen, dass ich GW durchaus verstehen kann. Es tut mir leid, falls Du Dich durch meinen „The Emperor Protects his Business“ Scherz gleich angegriffen gefühlt hast.

        Ich sehe schon, wenn GW im Spiel ist hört der Humor auf. Ich gehe dann mal zum Lachen in den Keller, damit es hier niemanden stört…. uff…

      • @MaDaCa: Und ich verbitte mir von Deiner Seite ein Urteil darüber, wie es in meinem Kopf ausschaut! Ich mache einen Scherz, Du kommst mit persönlichen Angriffen. Schau Du mal lieber in Deinen eigenen Kopf.

      • @MDaCa Ich entschuldige mich für das „Schau Du mal lieber in Deinen eigenen Kopf.“ Das war genauso daneben!

      • @Nightshade: ich bin nicht sicher was dich der Auffassung sein lässt, ich wäre persönlich angegriffen, nur wegen deinem humoristisch verpackten Kommentar, den ich als exemplarisch für eine Haltung die ich nicht nachvollziehen kann zitiert habe und der ja nun ausgesprochen gut als Beispiel taugt. Wohlgemerkt nicht das einzige Zitat. Und es warst auch nicht du im speziellen, sondern die verbreitete Haltung gemeint auf die das hindeutete. Sehr viele Menschen scheinen ja ab einer gewissen Unternehmensgröße der Auffassung zu sein, da ist Diebstahl ok und jedwedes Geschäftsgebaren ist menschenfeindliches Halsabschneidertum. Sollte dich das getroffen haben, und es scheint ja als hätte ich da einen sehr wunden Punkt getroffen, tut mir das leid. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass mich die umschriebene Haltung sehr irritiert. Egal um welches Unternehmen es sich handelt.

    • Ich kenne jetzt die Klage natürlich nicht, aber das würde in Deutschland durchaus genauso laufen – das „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ verbietet die Rufausbeutung anderer Hersteller und darüber kann man durchaus nachdenken in diesem Fall: Wenn er sein Zeug ‚einfach so‘ machen würde, dann hätte GW vermutlich keinen Fall. Aber er verkauft seine Sachen ja gerade WEIL GW die Spiele gemacht hat und die entsprechend groß sind. Das ist gar keine Frage von Urheberrecht und Designrecht sondern stellt sich die Frage: Profitiert Ghamak vom Ruf von GW?

  • Sind wir wieder beim alten GW? Wenn das so wie dargestellt ist würde ja damit alles was in 28mm heroic Scale ist drunter fallen. Das macht keinen Sinn. Da sind schon Autobauer und andere gescheitert. Naja außer vielleicht Nintendo bei seinen Cartridges.

  • Wer sein gesamtes Geschäft auf das kopieren von Designs auslegt, ohne kreative Eigenleistung, braucht sich doch dann nicht zu wundern. Manche seiner Designs hat er direkt nach GW-Previews, noch vor erscheinen der Originale raus gebracht. Das ganze Geschäft ist darauf ausgelegt zu kopieren. Das geht deutlich über das anbieten von ein paar alternativen Miniaturen hinaus. Dazu kommt dann die Tatsache, dass er recht viele Space Marines hat. Es hat schon seine Gründe warum es vergleichsweise wenige Space Marine alternativen gibt, und wenn sind sie optisch weit weg vom Original. Bei Space Marines hört der Spaß für GW auf und sein Katalog enthält wirklich nahezu 1:1 kopieen. Bei ein paar Orks, Elder, Imps macht GW keinen Streß und die sind einfach zu generisch. Da bringt GW ja eh nicht viel neues. 😀

    Ich meine man kann es ja versuchen, aber warum heult man dann rum und sammelt schon wieder Geld… Das Risiko muss man doch einpreisen.

    • Weil das Betteln um Geld bei „David gegen Goliat“ – Szenarien dazu gehört. Warum das eigene Geld ausgeben wenn man das anderer nehmen kann.

      Zumal sein Patreon auch länger nicht mehr so toll läuft. Laut Auswertungen haben sich seine Subscriptions bei Patreonseit dem Peak im Mai 23 um mehr als die Hälfte gefallen. Und nicht alle davon werden auf Tribes oder seine Seite ausgewichen sein.

      Da ist er aber nicht alleine generell teilt sich der Kuchen halt einfach auf zu viele Leute auf.
      Und wenn er nur die 9k von Patreon einnimmt (was unwahrscheinlich ist) und 12 Leute bezahlen muss dann ist der Monatssatz nicht so hoch

  • Hihi,
    GW sollte sich wünschen, daß sie scheitern. Da könnte man sonst auf Boomerang-Ideen kommen.
    Die Masse an Systemen die man mit GW-Figuren spielen kann ist nicht gerade gering.

  • Bin gespannt, was da raus kommt.
    Mir macht Sorgen, dass die Anwälte von GW diesen Prozess als Vehikel nutzen auch andere Konkurrenten außerhalb des 3d-Sektors aus dem Verkehr zu ziehen oder stark zu behindern.

    Dieses Verfahren müsste GW leicht bestreiten können (wahrscheinlich auch aufgrund besserer/teurerer Anwälte). Die Designsprache ist näher dran, als bei den meisten anderen Anbietern. Ghamak zielt halt direkt auf GW-Systeme.

    Sollte es aber durchgesetzt werden, dass nichts bei GW nutzbares produziert werden darf, besteht vielleicht die Möglichkeit in einem zukünftigen Verfahren drauf auf zu bauen. Ist das dann erfolgreich, könnte es dann etwa so weit kommen, dass Unternehmen wie Freebooters oder Corvus Belli anfangen müssen einzelne Modelle aus dem Programm zu nehmen, Bewaffnungen zu wechseln, oder sogar Maßstäbe?

    Jede Mini Waldelfendarstellung von ungefährer Größe mit Schwert, könnte dann als Bedrohung einer GW Sylvanteh verstanden werden.
    Könnte eine schwer gerüstete Infinity Truppe mit Gewehr schon ein Ersatz für ein anderes aussehenden Space Marine-Modell sein? – Eigentlich schon!

    Ghamak geht hier schon in die Opferrolle und versucht genau diese Ängste zu wecken, aber ganz vom Tisch zu weisen ist diese Gefahr denke ich nicht.

    Ich habe nicht das Hobby „Warhammer“, ich spiele „Tabletop“.

    • Sorry Mode, aber dein Beitrag geht schon arg in Richtung Verschwörungserzählung.

      Wir sollten vielleicht mal anfangen, wieder ein wenig Vertrauen in die Institutionen zu entwickeln und davon ausgehen, dass ein Gericht in der Lage sein wird unabhängig Recht zu sprechen und zu entscheiden. Es ist auch nicht so, dass da Leute sitzen, die zum ersten mal in ihrem Leben was von Markenrecht gehört haben.

      • GW hat schon Interesse daran sich die mittlerweile doch sehr umfangreiche Konkurrenz vom Hals zu schaffen. Und gegen einen kleinen Hersteller ist so eine „Musterklage“ eher zu gewinnen als gegen Mantic oder Warlord Games. Aber folgende Rechtsstreitigkeiten sind mit einem erfolgreichen Urteil sehr viel einfacher zu gewinnen als ohne. Ich baue da schon auf die Gerichte, aber da es vor einem italienischen Gericht verhandelt wird, ist es schwerer einzuschätzen als in UK oder DE.

    • Wir haben einen ähnlichen Gedanken im Kopf. Ich sehe dad Problem evtl sogar noch größer und als kompletten großen Bannhammer für die gesamte Branche.

    • Natürlich versucht GW über diese Klage eine Präzedenz zu schaffen auf der sie zukünftige Klagen aufbauen können. Die Weite der Klage entbehrt natürlich nicht einer unschönen Ironie, bedenkt man die vielen Inspirationen für GW’s unterschiedliche Hintergründe. Aber sie wissen denke ich auch, dass kein Gericht welches sich eingehend mit der Thematik beschäftigt in der Breite zustimmen wird. Aber damit wird es vorbehaltlich eines Vergleichs (was nicht wahrscheinlich ist) zu einer Definition dessen kommen, wie weit das erstmal geht und was GW in Folgejahren damit anfangen kann um unliebsame Drittanbieter effektiver zu bekämpfen. So ein wenig wie das Stück für Stück mit Musik und dem anwendbaren Copyright gewachsen ist.
      Das sie zumindest Marketing technisch schon seit Jahren versuchen zu etablieren, dass es das „Warhammer Hobby“ ist, ist ja kein Geheimnis. Das Legal so zu definieren ist aber nicht möglich und das wissen sie auch. Aber in Zeiten von der nie dagewesenen Einfachheit des Vertriebs von Ersatzprodukten im Dateiformat für 3D Druck war klar, dass sie irgendwann „Guns blazing“ um die Ecke kommen. Da einen zunehmend großen Hammer in der Hand zu haben um Drittanbieter unter Druck zu setzen und ein Exempel zu statuieren wird schon ihr Ziel sein.

  • Ich bin auch kein GW Freund, sehe aber durchaus die Gründe für die Klage, allerdings gibt es auch Firmen wie Kromlech Miniatures, die schon länger existieren als die große 3d Flut aus MMF & Patreon, die man unter der gleichen Prämisse auch verklagen könnte.

    Die Frage ist halt wie das Gericht den Punkt des unfair competition auslegen wird.

    Das könnte die Büchse der Pandora sein wenn sie damit Recht bekommen. Auf dieser Basis ließe sich nämlich dann die gesamte Branche angreifen inkl. der mittelgroßen Hersteller. Wenn man das nämlich weit auflegt, wäre es IMO der Versuch von GW das gesamte Tabletop Hobby für sich zu claimen und alle anderen ihre Tätigkeit im Hobby zu verbieten.

    Er scheint ja zumindestens großen Zuspruch in der Community zu finden für seinen Case wenn ich mir die Kampagne anschaue. Mal sehen wie sich das entwickelt. Falls er gewinnt, geht er zumindestens nicht so wie Chapterhouse unter, die ja damals nix von ihrem Sieg vor Gericht hatten.

    • Wie gesagt, wenn sich ein spezialisiertes Gericht das ansieht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass das in der Breite passiert, egal was GW sagt oder gerne hätte. Und der Punkt ist ja nunmal, dass sich eine ganze Industrie von Drittanbietern um GW’s geistiges Eigentum herum gebildet hat, die davon Leben was GW treibt und ihnen nichts zahlen. Und ja, auch Kromlech hat da ein Thema, weil sie eben nicht nur Bits etc. anbieten. Ich verstehe ehrlich nicht was die Leute daran so verblüfft oder unverständlich finden. Dass GW das in so eindeutigen Fällen nicht tun, scheint eher ein Hinweis für eine gewisse Grundtoleranz bzgl. des Themas zu sein. Wissen halt auch, dass es den Aufwand nicht immer rechtfertigt hinter ALLEN her zu sein und eine gewisse Drittanbieter Kultur ist auch schon wieder Marketing.

      Dessen ungeachtet: Würde AC Schnitzer morgen anfangen, ohne zu fragen oder eine Art Lizenzgebühr zu bezahlen, selbst die Autos zu bauen für die Sie bisher nur Teile anbieten und täuschend nach dem Original aussehen um an die Kundschaft des Originals zu verkaufen, hätte BMW gestern schon Klage eingereicht und jeder würde es verstehen.

      Apropos Lizenzgebühr: ich könnte mir gut vorstellen, dass GW anfangen könnten, eher ein Model zu entwickeln im Rahmen dessen Hersteller Zubehör für deren Produkte anbieten und für einen „officially licensed product“-Sticker eine Gebühr zahlen „or else“. Zumindest wäre das nach einer wie auch immer weitgehenden positiven Urteilsfindung in dem Fall ein smarter Move.

    • Ich hab auch GW Aktien und gar nicht mal so wenige…

      Aber ich sage nein falscher Weg. Das was MaDaCa sagte wäre der clevere Move.

      Die Modelle müssen sich von den GW Designs unterscheiden. Also soweit das sie keine 1 zu 1 Kopien sind
      Sie müssen von GW Freigegeben werden (was leicht geht wenn die Kriterien Transparent sind)
      Es muss eine faire Lizenzgebühr bezahlt werden.

      Fertig
      Davon haben alle was.

      • Das finde ich sehr schwierig, wenn GW selbst entscheiden soll, was genehmigt wird und was nicht. Wenn die Nase nicht passt, wird es verboten.
        Andersrum finde ich auch das Umkehrkriterium sehr schwierig in der Definition. Welche Designs sind weit genug weg, um nicht mehr von GW genehmigt werden zu müssen? Wie dünn muss der Bauch eines Ogers sein? Wie lang die Nase eines Goblins? Wie schwierig das ist sieht man im Design-Schutz der Lego-Minifiguren und da sind die Formen vergleichsweise abstrakt und besser definierbar. Ich halte das bei den detaillierten Design unmöglich da einen objektiven Kriterienkatalog zu erstellen.

  • Warum sich jetzt GW ausgerechnet diese Firma herausgesucht hat werden wir wohl nie erfahren. Aber sind wir mal ehrlich, ich kann GW schon verstehen. Es ist eine Sache alternative Modelle für ein Spiel herauszubringen, jedoch das Design quasi zu kopieren eine andere Sache.

    Wenn man sich z.B. „Ramiel by Ghamak | Vengeful Angels | Infanterie“ ansieht, dann ist das m.E. tatsächlich kein alternatives Modell sondern schlicht eine Kopie welche sämtliche Elemente einer GW Dark Angels Mini aufweist. Das selbe trifft m.E. auf Teile seiner Chaos Marines zu.

    • GW hat sich nicht nur die Firma rausgesucht, es betrifft viele. Ghamak ist halt an die Öffentlichkeit gegangen.

      Ich habe auch schon mal eine nette Mail von Warner bekommen, weil ich für den privatgebrauch sehr Herr der Ringe kompatible Miniaturen modelliert und auf Facebook gezeigt habe. Als Einzelperson zieht man das lieber die Reisleine anstatt einen Rechtsstreit zu riskieren.

      Nintendo macht ja nichts anderes und verklagt reihenweise Leute die Fancontent machen. Natürlich steht bei vielen Streamern ein gewisses finanzielles Interesse dahinter.

      • Das is die Gier. Sieht man ja an den ständigen Preiserhöhungen. Kriegen wie Nintendo den Hals nicht voll und wollen den Markt am liebsten für sich.
        Wenn die damit durchkommen, zerstören sie das ganze Hobby. Die hören danach doch nicht auf.

      • Also klassischer Kapitalismus in der Firmen nach Monopol streben, weil das das gewinnträchtigste ist, und angeblich Marktmechanismen oder gesetzliche Einschränkung eben dieses verhindern weil das dem Konsumenten schaden und nicht mehr den besten Preis (muahahaha) garantiert. Das Ideal der gegenwärtigen Gesellschaft und das Glaubensbekenntnis jeder Aktiengesellschaft. Weil das ganze System, inhärent, tief im Innern auf Gier beruht. Das ist ja das Traurige, oft auch das Widerliche und dennoch ändert das nichts daran, dass sich jemand anderes an deren Ideen bereichert. Und das geht nunmal auch nicht in Ordnung.

    • Na ebend weil Mantic eine eigene Designsprache hat, die zu weit weg von GW ist. Die Marauders sind zu aufgeräumt und die Dosen zu futuristisch.

  • Ich sehe es wie viele andere hier – gerade viele der eher generischen Modelle sollten kein Problem sein. Als Hersteller (GW) würde ich nur auch nicht anfangen zu definieren, was ok ist und was nicht. Damit würde man ja indirekt Dinge legitimieren und entsprechende Firmen würden versuchen es immer genauer auszuloten. GW wird sich dann einige der sehr offensichtlichen Kopien mit stark angelehnten Bezeichnungen heraussuchen für die gerichtliche Auseinandersetzung. Und hier hat Ghamak so einige Kandidaten und müsste eigentlich eingestehen, dass er hier nicht wirklich etwas eigenständiges macht. Würde ich an seiner Stelle nun öffentlich auch nicht machen, aber hier sich als Opfer darzustellen passt nicht.

    Ich selber bevorzuge es, wenn die zum Spielsystem passenden Modelle des Herstellers verwendet werden, aber freue mich gegen jeden zu spielen, der mit viel Liebe zum Hobby da seine Alternativen gegen mich aufstellt. Um ein paar alternative Modelle habe ich auch immer meine Armeen ergänzt. Und wer was gegen GW hat – es gibt so viele schöne andere Systeme, so dass man sicherlich nicht angewiesen auf Warhammer & co ist. Denn das habe ich zumindest einmal erlebt – gegen jemanden zu spielen, der die Hälfte der Zeit mehr über das System/Firma meckert, welches man gerade gemeinsam spielt, ist reichlich albern und verdirbt so den Spaß für alle.

  • Ich hoffe, GW gewinnt. Ich bin selber Künstler, und finde es schreklich, wie andere Firmen kopieren, und von GW Designs profitieren ohne eigene, künstlerische Leistung, sondern mit einfachen Plakiaten und Dupletten. Das hat für mich sowas wie KI – einfach schreklich.

    • GW klagt aber nicht wegen Urheberrecht, sondern weil man Miniaturen für ihre Spielsysteme nutzen könnte.

      GW hat nicht mitgeteilt, welche der Miniaturen GWs Copyright verletzen.

      Bezüglich Copyright Verletzung bin ich voll für den Rechteinhaber, aber dass man als Rechteinhaber jegliche Miniaturen verbieten will, die kompatibel zu einem eigenen Spielsystem sind, ist Größenwahn.

      • Nein GW klagt wegen Urheberrecht, Markenrecht und das Miniaturen für ihre Systeme Angeboten werden welche der uninformierte Kunde nicht vom Original unterscheiden kann.

        Das es alle betrifft, auch generische Modelle und nicht nur die Modelle von ihm selbst die GW als Vorlage haben und er unter „Warhammer“ gelistet hat ist seine persönliche Meinung dazu und kein Fakt wie das von vielen weiter gegeben wird.

      • Sind die wirklich voll kompatibel?
        Ich denke auf einem GW Turnier könnte man die nicht benutzen. Und das ist ja mittlerweile ein ziemlich zentraler Bestandteil des Spiels.

        Aber ich habe keine Ahnung, on das rechtlich überhaupt relevant ist.

  • Bin gespannt, ob das den für GW erwünschten Effekt erzielt.
    Bei den ganzen modernen Möglichkeiten dank 3D Druck und Miniaturen Design am PC dürfte es immer schwieriger werden da langfristige Erfolge zu erzielen.
    Es wird immer glasklare Fälle geben bei denen die alternativen Hersteller eindeutige Ripofs liefern, aber eben auch ein Vielfaches von Graubereichen.
    Früher musste ein Miniaturen Hersteller eine gewisse Infrastruktur haben, heute reicht ein Computer und ein 2D Design Programm. Selbst ein physischer Vertriebsweg ist nicht mehr nötig.
    Was immer GW jetzt erreicht wird imo bestenfalls Kurz- bis Mittelfristig wirken, wie alle anderen Versuche seitens GW bisher (Scalecreep, Basegrößenwechsel etc.).

    • Ich behaupte der Erfolg mancher 3rd Party Anbieter ist die Breite an Modellen, die sie anbieten. Manches sind ja sogar kleine Firmen, die dann über Jahre ein Sortiment aufbauen. Ein entsprechendes Urteil würde diese professionelle Ausrichtung schon problematisch machen bzw ein ordentliches Risiko für jede Firma darstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass GW zu aktiv wird, wenn ein Künstler mal 1-2 schicke alternativ Modelle anbietet. Eine komplette Produktreihe mit 1:1 Alternativen zu einer bestehenden GW Armee ist was anderes.

  • Viele die hier kommentieren haben sich nichtmal den Katalog von dem angeschaut. Am Anfang als ich sein video gesehen habe war ich auch auf dem „oh oh böses GW“-Zug. Bin dann auf seinen Shop…. Seine SM und CMS sachen sind einfach dreiste Kopien, sogar die Equila hat er draufgeklatscht, die CSM sehen noch ähnlicher aus. In seinem Video und auf seinem GoFundMe zeigt er einfach irgendwas anderes, hat dabei aber viel mehr Figuren im Sortiment die einfach 1:1 GW sind.

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