Unboxing: Age of Sigmar Grundbox
Heute beginnen wir mit unserer großen Age of Sigmar Woche!
Im Verlauf dieser Woche werden wir uns voll und ganz Age of Sigmar widmen und in verschiedenen längeren und kürzeren Artikeln das neue Fantasy-Spiel von Games Workshop unter die Lupe nehmen – uns alles, was uns sonst noch so dazu einfällt.
Und wie könnte man eine solche Artikelreihe besser beginnen als mit einem Blick auf die Grundbox?
Auf einen Blick:
Hersteller: Games Workshop
Produkt: Age of Sigmar Grundbox
Preis: 100,00 Euro
Material: Diverse, alle Modelle aus Hartplastik.
So sieht die Box aus:
Beim Inhalt fangen wir mit dem Zubehör und den gedruckten Materialien an:
Und dann kommen wir zu den Gussrahmen. Insgesamt sind 5 Gussrahmen in der Box, von denen einer doppelt vertreten ist (der Gussrahmen, der unter anderem die Liberators enthält):
Wie immer liefern wir auch hier Detailaufnahmen der Gussrahmen:
Hier zeigen GW wirklich was sie können. Die Details der Modelle sind gerade für Snapfit-Miniaturen unglaublich gut gestaltet und scharf gegossen. Auch die clever gesetzten Schnitte innerhalb der Modelle sind ganz großes Kino, so etwas kriegen nur sehr wenige Firmen auf solch einem Niveau hin – wenn überhaupt. Gerade die Schnitte in den Modellen machen außerdem deutlich wie wichtig und hilfreich digitales Modellieren sein kann, eine Zerteilung wie beim Anführer der Stormcast Eternals wäre im traditionellen Sculpting völlig undenkbar. Völlig egal wie man zum Stil und Design der Modelle steht, technisch liefern GW hier ein absolutes Referenzptodukt für die Tabletopszene!
Zeit für einen Blick ins Buch:
Neben Fluff und mehr sind auch zwei Doppelseiten mit Farbschemata und einem einfach gehaltenen Bemaltutorial enthalten:
Wirklich prall ist das nicht, und ein Malanfänger dürfte damit zwar die grobe Richtung verstehen, echte Malhilfen ersetzten diese Doppelseiten allerdings nicht. Hierfür braucht es dann den White Dwarf oder die diversen Onlineforen.
Außerdem gibt es mehrere Szenarios, die das Spiel in seinen Grundzügen erklären und die enthaltenen Modelle nach und nach in Szene setzen:
Das Buch enthält außerdem Bilder weiterer Fraktionen:
Und natürlich die bereits bekannten Warscrolls für alle Einheiten der Box:
Wir wollen uns auch die Bauanleitung ein wenig genauer anschauen:
Die Anleitung erklärt recht genau wie die Modelle gebaut werden müssen, und gerade die genaue Nummerierung der Bauteile ist extrem hilfreich, bzw unverzichtbar. Ein Blick auf die hier gezeigten Seiten zeigt aber auch, dass der Bau einiger Miniaturen durchaus recht komplex ist, doch dazu gleich mehr im Fazit.
Fazit:
Age of Sigmar wurde inzwischen auf breitester Front durchdiskutiert und die meisten Meinungen sind inzwischen ausgetauscht. Auch wir haben uns zum Spiel an sich so unsere Gedanken gemacht, dafür ist hier aber nicht der richtige Ort. Im Rahmen unseres Unboxings wollen wir uns deshalb zunächst lediglich auf die Materialien konzentrieren.
Die Gussrahmen sind definitiv das Herzstück des Sets und hier legen GW die Messlatte für künftige Startersets schlicht extrem hoch. Die Modelle sind wunderbar passgenau, die Details sind scharf und die Modelle so intelligent geschnitten, dass unschön gelöste Hinterschneidungen eine absolute Seltenheit sind. Das ist einfach nur richtig gut und für den durchaus stolzen Preis bekommen die Käufer hier absolute Spitzenqualität.
Gerade die komplexen Schnitte führen aber auch zu unserem zentralen Kritikpunkt:
Age of Sigmar ist als schnelles, einfach gehaltenes Spiel für eine potentiell noch nicht tabletop-erfahrene und eventuell jüngere Zielgruppe konzipiert und das Starterset soll einen schnellen und möglichst guten Zugang ins Hobby bieten. Genau hier muss man aber die Frage in den Raum stellen, ob die Box das wirklich erreicht. Der Preis von 100 Euro ist dabei noch gar nicht einmal das zentrale Thema (zumal man die Box auch günstiger kriegt), die Modelle sind allerdings teilweise durchaus anspruchsvoll und der Zusammenbau dürfte Neulinge schnell überfordern. Der Drache des Lord-Celestant ist ein solches Beispiel, hier muss man sehr sauber und planvoll arbeiten, sonst bekommt man spätestens beim Zusammenbau der zweiten Körperhälfte Schwierigkeiten. Auch die Flügel der Prosecutors sind dank ihrer fragilen und eher kleinen Klebestellen keine leichte Übung und für einen Neuling definitiv problematisch.
Auch Hinweise, die Neulingen die Arbeit erleichtern könnten, fehlen. Das Flügelelement der Relictors sollte man beispielsweise eher erst nach der Bemalung am Körper festkleben, und auch der Oberkörper des Lord Celestant wird am besten separat bemalt. Solche Tipps wären bei einem Einsteigerprodukt einfach schön gewesen! Die sinnvolle Nummerierung der Bauteile und die gut bebilderte Anleidung helfen bei den komplexen Bauschritten, sie lösen dieses Problem aber nicht völlig.
Am Ende bleibt somit eine ausgesprochen hochwertige Box (auch die übrigen Materialien sind schön gestaltet, als finale Krönung wäre höchstens ein Hardcover beim Buch toll gewesen, das ist aber Jammern auf allerhöchstem Niveau), die aber gerade auf ihre zentrale Zielgruppe nicht ideal zugeschnitten ist. Brückenkopf-Leser und erfahrene Tabletopper dürften mit diesem Kritikpunkt allerdings keine Schwierigkeiten haben, und somit bedenkenlos zugreifen – sofern ihnen die Modelle zusagen.
Wie geht es weiter?
Wir werden uns die Modelle in weiteren Beiträgen genauer anschauen, in der Redaktion wird derzeit fleißig gebaut und gemalt, auch Größenvergleiche und mehr wird es noch geben. Bleibt also auch weiterhin am Ball, es gibt noch viel zu sehen!
Age of Sigmar ist unter anderem bei unserem Partner Fantasy Warehouse erhältlich.
Link: Games Workshop














































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