von BK-Christian | 12.09.2019 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Review: Aeronautica Imperialis Wings of Vengeance

Es ist soweit: Wir nehmen den neuen Starter für Aeronautica Imperialis unter die Lupe.

Auf einen Blick:

Produkt: Aeronautica Imperialis: Wings of Vengeance
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik und Pappe
Preis: 70,00 Euro
Maßstab: 8mm

Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.

Disclaimer: Meine Kamera befindet sich derzeit in der Reparatur. Die Bilder dieses Reviews sind deshalb mit meinem Handy entstanden und können teilweise etwas schlechter sein als üblich. Teilweise sind sie aber auch besser… Versteh einer die Technik… 😀

Ein Blick zurück

Der Name Aeronautica Imperialis dürfte gerade vielen jüngeren Hobbyisten nicht wirklich viel sagen, denn anders als Raumflotte Gothic, Mortheim oder Necromunda war das Spiel nie Teil der Spezialisten Systeme, sondern im Grunde ein Epic-Ableger, der ausschließlich über Forge World verkauft und entwickelt wurde. Das Spiel wurde 2007 erstmals veröffentlicht und enthielt Flieger für Imperium, Chaos, Tau, Eldar, Orks und Space Marines (hier allerdings nur zwei Thunderhawk-Varianten). Die Erweiterung „Tactica Aeronautica“ brachte noch einmal weitere Schiffe mit sich und rückte die Gefechte zwischen Tau und Imperium in den Mittelpunkt.

GW Aeronautica Imperialis GW Tactica Aeronautica

Auf einige Unterschiede zwischen der alten und der neuen Version werden wir weiter unten eingehen, jetzt wird erstmal ausgepackt!

Ausgepackt

So sieht die Box des neuen Startersets „Wings of Vengeance“ aus:

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 1

Und das ist drin:

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 2

Der Inhalt wirkt zunächst einmal deutlich dünner als z.B. beim dicht gepackten WarCry-Grundspiel, aber es lohnt definitiv, sich alle Bestandteile mal genauer anzuschauen.

Den Anfang machen das Regelheft, die Marker und die doppelt enthaltene Manöverübersicht (dazu später mehr):

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 3

Außerdem gibt es Decals und Bauanleitungen für die Flieger:

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 4

Das Spielfeld kommt in Form eines beidseitig bedruckten Posters daher. Die eine Seite zeigt ein Stadtkampf-Motiv im Adeptus-Titanicus-Stil, die andere Seite eine Wüstenlandschaft.

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 5 GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 6

Postermatten sind generell eine eher unbefriedigende Lösung, da sich an den Knickkanten die Farbe abnutzt, und sie sich so gut wie nie problemlos glatt auslegen lassen. Bei Wings of Vengeance kommt erschwerend hinzu, dass die Matte kleiner ist als das offizielle Spielfeld aus Karton, welches mit 36+36 Zoll um 50% größer ist. Es ist deshalb naheliegend, dass Spieler, die Aeronautica langfristig zu ihrem Portfolio hinzufügen wollen, zusätzlich noch für 34 Euro das Gefechtsgebiet Rynns Welt benötigen, ein Spielfeld aus stabilem Karton (im Stil der Boards für Kill Team oder WarCry).
Es ist zu erwarten, dass es schon bald passende Spielmatten von den bekannten Herstellern geben wird, aber trotzdem wirkt die Lösung des Startersets an dieser Stelle halbherzig und es wäre wohl ehrlicher gewesen, den Preis der Box auf 100 Euro zu erhöhen, und dafür ein vernünftiges Board beizulegen.

Weiter geht es mit Bases, Flugstiften und Würfeln:

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 7

Die Bases nehmen wir weiter unten noch genauer unter die Lupe, die Würfel sind unspektakulärer Standard.

Die Gussrahmen

Jetzt wird es endlich Zeit für die Flugzeuge, und hier schauen wir uns zunächst das Imperium an. Wenn die Imperiale Navy in den Luftkampf zieht, sind die Thunderbolts ganz vorne mit dabei, und auch in unserem Review bilden sie den Auftakt:

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Aus dem Gussrahmen lassen sich zwei Varianten des Fliegers bauen: der Thunderbolt und der Thunderbolt Fury. Außerdem sind zahllose Raketen enthalten, mit denen die Flieger konfiguriert werden können.

Weiter geht es mit dem Marauder Bomber. Hier ist nur eine Variante möglich, für den Marauder Destroyer gibt es einen eigenen Bausatz.

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Auch dieser Bausatz kommt mit zahlreichen Waffenoptionen und die 3 Turmgeschütze sind allesamt frei positionierbar.

So sieht der Gussrahmen der drei Dakkajets aus, den primären Jägern der Orks:

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Und das werden später mal die beiden Fighta Bommers

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Alle Ork-Maschinen sind individuelle Sculpts, anders als bei der uniformen imperialen Navy sind hier also alle Flieger Unikate. Selbst wenn man sich noch weitere Boxen der Flieger holt, kann man aufgrund der modularen Bauweise komplett individuelle Designs erstellen, und muss erst ab einer wirklich großen Fliegerzahl Dopplungen in Kauf nehmen.

Insgesamt sind alle Gussrahmen extrem detailliert, vielseitig zusammengestellt und die Teile weisen kaum nennenswerte Gussgrate auf.

Zusammenbau

Die Modelle sind zwar klein und die Passgenauigkeit ist super, man muss aber mit sehr vielen mitunter winzigen Teilen zurechtkommen, so dass der Zusammenbau etwas fitzelig und durchaus ein wenig anspruchsvoll ist.

Die folgenden Bilder zeigen ein paar Schritte beim Zusammenbau der imperialen Flieger:

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Fertig!

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Die Dakkajets der Orks bestehen aus drei Segmenten (an die später noch Kleinteile geklebt werden), nämlich Nase, Mitte und Heck. Alle Segmente lassen sich wild kombinieren.

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So sehen die beiden Flotten des Startersets in all ihrer Pracht aus:

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Der Zusammenbau hat mich mit Fotos einen Abend und einen Vormittag gekostet, wenn man etwas schneller arbeitet, ist das aber sicher auch an einem Abend zu schaffen. Insgesamt macht es wirklich Spaß mit den Fliegern zu experimentieren, sich Gedanken über die Waffenoptionen zu machen und bei den Orks die schicksten Kombinationen zu finden.

Größenvergleich

Natürlich darf auch hier unser Größenvergleich nicht fehlen, auch wenn das klassische Vergleichsbild mit dem irritierten Plasmamarine hier eher wenig Sinn macht:

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Aus diesem Grund haben wir weitere Bilder geschossen. Das erste zeigt einen Vergleich mit klassischen Aeronautica Fliegern aus Resin. Ich hoffe ja, dass meine neue Bemalung besser wird als diese Ergebnisse aus meiner „Hobby-Jugend“. 😀

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Für das nächste Bild haben wir Flieger zahlreicher anderer Flottenspiele zusammengetragen, genauer gesagt aus Battlestar Galactica, X-Wing, Star Trek Attack Wing und Blood Red Skies:

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Wie man sieht, sind die Aeronautica-Flieger ziemliche Kaliber, gerade der Vergleich mit den klassischen Modellen macht dies deutlich. Da das Spiel aber über Hexfelder funktioniert, kann man im Grunde trotzdem recht problemlos die alten Maschinen nutzen, die Größenunterschiede lassen sich ja im Zweifelsfall schlicht durch Höhenunterschiede erklären. Ein Vergleichsbild mit Adeptus Titanicus werden wir hoffentlich in einem späteren Artikel noch nachreichen können.

Bonusmaterial

Da wir gerade eh Fotos gemacht haben, gibt es hier noch ein paar weitere Bilder und Infos.

Hier zum Beispiel der Vergleich zwischen einer neuen und einer alten Aeronautica-Base:

GW Review Aeronautica Wings Of Vengeance 35

Und da wir die Bases eigentlich gerne bemalen (und somit grundieren) wollen, wurde auch getestet, ob man sie auseinanderbauen kann. Antwort: Man kann, allerdings sollte man dabei sehr vorsichtig sein!

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Weiter geht es mit einem kleinen Blick auf die Bewegungsmechaniken. Das neue Aeronautica setzt ja bekanntermaßen auf Hexfelder, während das alte Spiel Karten und Maßbänder kombinierte. Wir haben beide Dinge mal auf Fotos festgehalten. Links die neuen Hex-Manöver, rechts die alten Manöverkarten zum Ausschneiden:

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Beide Versionen haben eines gemeinsam: Die Flieger bewegen sich ihre aktuelle Geschwindigkeit und führen an einem beliebigen Punkt dieser Bewegung das Manöver durch. Wenn ein Flieger z.B. mit Geschwindigkeit 5 unterwegs ist, kann er erst 2 Hexfelder/Zoll weit fliegen, dann das Manöver durchführen und danach die verbliebenen Hexfelder/Zoll weiterfliegen. Wenn ein Manöver aus zwei Elementen besteht, kann der Flieger seine Hex-Bewegung auf die Bereiche vor, zwischen und nach den Manövern verteilen.

Wenn Flieger steigen, werden sie in der Regel langsamer, wenn sie sinken, bauen sie Geschwindigkeit auf. Hier heißt es aufpassen, denn Flieger dürfen weder zu schnell, noch zu langsam werden (sonst riskieren sie z.B: einen Strömungsabriss). Auch zu hoch zu steigen ist gefährlich (von der Gefahr, die Flughöhe 0 darstellt, reden wir hier besser gar nicht erst).

Fazit

Aeronautica Imperialis war zu seiner Zeit ein wirklich nettes kleines Spiel, allerdings war es sehr teuer (Forge World) und außerdem nicht wirklich solide ausbalanciert (es gab zahlreiche „Codexleichen“ und viele Upgrades waren schlicht sinnlos). Ob die neue Version in Sachen Balancing besser überzeugt, müssen unsere Testspiele zeigen (heute Abend geht es los), zumindest beim Preis haben die Plastikbausätze die Nase klar vorne.

Generell gilt auch beim neuen Aeronautica, dass bestimmte Fliegertypen und Ausrüstungsoptionen nur bei bestimmten Szenarios Sinn machen. Bomber und Bomben in einem reinen Dogfight mitzunehmen, ist schlicht überflüssig, wer also das volle Potential des Spiels erfahren möchte, der sollte die Missionen durchwechseln und ggf sogar erst Flotten bauen, und dann die Mission auswürfeln (und vielleicht mehrere nacheinander spielen).

Inhaltlich kann die Box nahezu vollständig überzeugen, es bleiben allerdings kleine Makel. Die Modelle sind ausgesprochen schön und sehr fein gegossen, das Regelheft umfasst die kompletten Regeln und das Set ermöglicht einen direkten Einstieg ins Spiel. Auf der anderen Seite bleiben aber auch mehrere Minuspunkte, die vor allem der Tatsache geschuldet sind, dass man den Preis des Sets offenbar so günstig wie möglich halten wollte:

  • Das Spielfeld kann qualitativ nicht mit dem Rest des Materials mithalten und wirkt minderwertig. Außerdem ist es zu klein und schränkt deshalb Manöver unnötig ein.
  • Das Regelheft ist zwar für den Anfang gut, wer voll einsteigen möchte, benötigt aber das Rynn’s World Air War Campaign Book, das ebenfalls alle Regeln, zusätzlich aber Missionen, Hintergrund, Flottenlisten und Kampagnenregeln beinhaltet.
  • Das Spiel ist ausschließlich auf Englisch erhältlich.

Der letzte Punkt betrifft nicht zwingend nur das hier getestete Grundspiel, sondern ist eine generelle Einschränkung, der sich Aeronautica Imperialis 2019 stellen muss. Die Regeln sind zum Glück sehr einfach und schnell gelernt, so dass dieses Manko nicht ganz so stark ins Gewicht fällt.

Insgesamt ist Wings of Vengeance ein solides Starterset für ein Spiel, das definitiv Potential hat (ich freue mich auf Tau und Eldar!). Angesichts der Minuspunkte könnte man sich allerdings auch überlegen, ob man anstelle des Startersets einfach direkt das komplette Buch, das große Spielfeld und einige Fliergerboxen kauft. Das ist dann zwar teurer und man hat nur eine Fraktion, dafür aber mehr Flieger und eben ein komplettes Spielfeld und alle Regeln.

Wir werden Aeronautica Imperialis definitiv weiter unter die Lupe nehmen und in kommenden Artikeln einmal mehr in die Luft gehen.

Warhammer 40.000 ist unter anderem bei unserem Partner Fantasywelt erhältlich.

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Danke für die Rezension! Als alter Epicer finde ich diese Neuauflage eines Mini-Systems irgendwie ziemlich spannend (auch wenn ich wohl nicht einsteigen werde).

    PS: Oben steht als Maßstab noch das übliche 28mm. Minis dieser Größe müssten sich allerdings wohl um das 4-5fache schrumpfen, um mitfliegen zu dürfen. 😉

  • Die Box ist eigendlich nur interessant weil man einen Rahmen von jeder Box bekommt. Also gut als Malprojekt.

    Jetzt würde mich interessieren ob man zb. 6 Ork Bomber spielen kann, ob 2 reichen oder man doch immer genau 3-4 braucht. 😀

  • Danke für den tollen Artikel.
    Die Modelle sind echt hübsch.
    Aber einsteigen werde ich wohl nicht.
    Ich hoffe ja immer noch das Raumflotte Gothic zurück kehrt.
    Bei 40K diese Riesenpötte gegeneinander antreten zu lassen fände ich persönlich spannender.
    Aber schick sind die Sachen und mal schauen was noch an Modellen kommt.
    Die Regeln sind bestimmt auch gut.
    Wir fangen jetzt erst mal mit Titannicus an…
    Eigentlich wollte ich ja mit 40K aufhören.
    Aber mit Kayvaan Shrike hatten sie mich dann doch wieder.
    Verfluchtes GW!!!
    🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

    • Je mehr man sich anderen Systemen öffnet, desto leichter fällt der Ausstieg bei GW. Ich probiere zwar auch die Skirmisher immer wieder, bin dann aber so von den Regeln entgeistert, dass ich mir die schönen Modelle nur noch vereinzelt hole und in die Vitrine stelle.

      Shrike könnte so ein Modell werden.

      • Leider machen die aber so schicke und perfekt verarbeitete Minis. Der Trick ist, ganz (ganz ganz) viele Hausregeln. Dann kann man sich auch die ganzen Regelbücher sparen.

        Das Raumschiffspiel wird sicher auch neu aufgelegt, zumindest deutet alles darauf hin.

  • Danke für das Review. Einsteigen werde ich wohl nicht, auch wenn die Miniaturen schön anzusehen sind. Wegen der fehlenden Übersetzung: ich vermute dass das vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass die Übersetzung von Adeptus Titanicus damals etwas in die Hose gegangen ist und GW vermeiden wollte dass sich sowas wiederholt. Aber das ist reine Spekulation. 😊

  • Ein sehr gutes und ausführliches Review.

    Ich habe mir Aeronautice jüngst zugelegt und auch so einige Gedanken gemacht und in der gw Fanworld gepostet. Ich erlaube mir, hier mal meine wichtigsten Punkte zu kopieren. Ggf. hilft es ja einigen.

    * Die Miniaturen sind sehr, sehr nice.

    Schicke Modelle, tolle Bausätze. Allein schon um die Flieger zu haben lohnt sich bereits die Anschaffung des Grundsets mMn. Mein Favorit ist der nur separat erhältliche Marauder Destroyer. An dem mag ist vor allem den im Veregleich zum normalen Marauder längeren Rumpf und das größere Leitwerk. Außerdem mag ich diese Art Gunship-Bomber des 2. Weltkriegs sehr. Danach folgt der Dakka-Jet der Orks. Der Bausatz ist wirklich genial. Es git 3 verschiedene Schnauzen, 3 Varianten von Flügeln, 3 unterschiedliche Cockpits und 3 verschiedene Leitwerke. Diese kann man beliebig kombinieren, so dass jeder Dakkajet anders aussehen kann. Tatsächlich werde ich mit dem Design des Imperialen Thunderbolt-Fliegers am wenigsten warm, was wohl an den sehr tief liegenden Flügeln liegt. Dies ist aber eine Schwäche des alten FW Modells gewesen keine Frage.

    * Der Kauf des Ryn Air War Buches ist für das vollständige Spielerlebnis Pflicht.

    Man muss es so sagen: Die Starterbox ist nur eine Einführungsbox. Die vollständigen Regeln, die Szenarien abseits vom Dogfight, Regeln für das Gelände und die Armeelisten inkusive Upgrades findet man nur in dem separaten Buch. D.h., wer wirklich in Aeronautica einsteigen will, kommt um die Anschaffung des Buches nicht herum.

    * Die Regeln

    Die Regeln lesen sich zweckmäßig an und beide Fraktionen sind schön unterschiedlich. Hier kann man nicht meckern. Wenn man auch die Höhenstufen berücksichtigt, wird das Spiel sogar recht taktisch. Eventuell halten die Flieger etwas zu wenig aus für meinen Geschmack, aber hier brauche ich ein paar Spiele, um das vollständig zu erfassen.

    * Zubehör und Co.

    Aeronautica ist nicht billig. Wenn man schon mal das Buch gekauft hat, wird man feststellen, dass es schön wäre, die Ground Assets zu haben, da diese recht viel Flair bringen und gut sind, um ein paar Punktelöcher mit einer AA-Gun oder einer Raktenenstellung zu stopfen. Also könnte man dan Kauf der mit 32,50 unverschämt teuren Ground Assets Box erwägen, zumal da auch noch Bodenziele und für die Szenarios wichtige Marker drin sind. Klar, letztere kann man sich auch selber bauen, aber natürlich ist die Box schon schick, aber für einen Gussrahmen ist das schon sehr, sehr happig.

    Und wenn man schonmal so weit ist, wird man ggf. auch nicht mehr auf dem recht wabbeligen Papier-Spielplan aus dem Grundset spielen wollen, sondern könnte den Kauf des Cardboard-Spielfeldes erwägen. Das ist natürlich stabiler und auch wieder schicker, kostet aber auch wieder um die 30 Euro on top.

  • Merci für das Review.
    Ich denke auch, das das Papp-Spielbrett in die Box gehört hätte und dann ein Preis von max 90€ sinnvoller gewesen wäre. Mit dem (spielerisch zu kleinem) Poster und den kleinen generischen Würfeln hat das Set etwas Demo-Kit mäßiges an sich. Und für so ein Demokit wäre der Preis von 70€ wieder zuviel.
    Aktuell sehe ich den Einstiegspreis für 2 kleine fraktionsverschiedene Flugverbände eher so um die 150€ wenn man zb bei BK-Partnern mit etwas Ersparniss bestellt. Dann ist aber neben dem passendem Bord auch das große Regelbuch un die Fraktionskarten dabei. Damit kann man dann erstmal die Flieger aus der Grundbox punktemäßig etwas hochleveln und kann dann Schritt für Schritt Spielerboxen nachkaufen.
    Wenn man nur eine Fraktion sammeln will, dann würde ich wie schon bereits geschrieben tatsächlich die Grundbox gg zwei Fliegerboxen eintauschen. Da man dann ja auch nur ein Kartendeck braucht, kann man dann für ähnliche 150€ sogar ne dritte Fliegerbox holen.
    Trotzdem hoffe ich, das sich das alles für GW lohnt und wir noch die anderen Fraktionen re-releast sehen…und das möglichst wenig mitBeteiligung von FW-Resin

    • Den Preis der Box finde ich eigentlich in Ordnung, eine Box mit 2 Marauders kostet alleine schon 32 Euro und wenn man die anderen Flieger dazuaddiert kommt schon solide was zusammen.

      Insgesamt finde ich den Preis der Box deshalb ok, aber letztlich ist der Inhalt abseits der Flieger halt nur „ok“ und ausbaubedürftig.

  • Ich hab bisher ein Spiel hinter mir.
    Die Postermatte ist zwar kleiner als die 36*36 Zoll vollständige Spielfläche, aber ich hatte selbst mit nem Dakkajet auf Geschwindigkeit 8 keine großen Probleme, den auf dem Spielfeld zu halten.

    Bei uns gabs eh ein ziemliches Knäuel in der Mitte, die Höhe wurde nur ein einziges Mal während des ganzen Spiels geändert und die Bomber, entgegen ihres eigentlichen Jobs, sind durchaus gefährlich im Dogfight. Alleine dass sie einen Seiten-Feuerwinkel abdecken können.

    Wie das ganze aussieht, wenn die Jäger auch mit Raketen unterwegs sind, wird demnächst mal ausprobiert. Für unsere erste Runde haben wir die einfach weggelassen.

    Punktetechnisch sind beide Squads, wenn man auf Imp-Seite keine Furies nimmt, ohne die Zusatzwaffen bei exakt 88 Punkten.

    Vom Balancing her hatte ich mit den Orks doch ziemliche Probleme die deutlich mehr aushaltenden Imps vom Himmel zu kriegen. Das regelt sich mit Sicherheit mit besseren Flugmanövern noch ein bisschen, aber ich hab im ersten Spiel nur einen Thunderbolt runtergeholt, während meine Flieger alle abgeschossen wurden.
    Bei den Imps hat aber der Thunderbolt auch die gleichen Lebenspunkte wie meine Fighta Bommer und die Marauder haben nochmal 2 mehr.

    Mit den Orks muss man halt konstant die Waffenreichweite der Imps unterlaufen, was mitunter ziemlich schwierig ist/sein kann. Zumal die Orks auch in kurze Reichweite müssen, weil sie sonst mit ihren auf 5+ Schaden verursachenden Waffen einfach zu wenig Würfel haben.

    Das Bewegungssystem und die anderen Grundregeln gefallen mir bisher aber sehr gut. Ich freu mich da auf weitere Runden.

    Was die Bodenziele angeht, bin ich aber arg geneigt, die einfach aus Bitz selbst zusammenzutackern, so schön die von GW sein mögen.

    • Bei den Missionszielen hoffe ich aber auch noch etwas auf Dritthersteller wie Kromlech&Co.
      Da kann vlt relativ schnell was mit Resin und/oder MDF produziert werden.
      Mal schauen ob sich da Dritthersteller daran trauen oder erst mal den Erfolg abwarten.
      Den Preis für die Original-Dinger von GW will ich nicht bezahlen und sooo gut gefüllt ist meine Bitzbox leider doch nicht

      • Kromlech kann mir eigentlich jetzt schon mit ihren diversen Waffenoptionen für Fahrzeuge gut helfen…und den Hersteller bekomme ich in Deutschland…da werde ich mal versuchsweise bestellen

      • Was Kromlech angeht hab ich bisher eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.

        Sowohl was Resin, als auch was MDF angeht.
        Hab da dieses fette Ork-Warpgate. Es gab ein paar Unklarheiten bei einigen Bauschritten, aber mir wurde über FB direkt geholfen und gesagt, dass das in zukünftigen Bauanleitungen berücksichtigt werden soll^^

        Das Resin war bisher auch meist richtig gut. Die letzten Extra-Panzerungs-Teile für Rhinos hatten hier und da nen kleinen Gussfehler, aber alle Minis, die ich bisher hatte, waren 1a.

  • Danke für das Review; sehr schick und interessant!
    Könnt ihr nicht mal ein Regel-Review in Form eines Spielberichts machen? Viele in meinem Umfeld interessiert wie mich, ob sich der Einstieg neben X-Wing und dem Vorgänger lohnt – und das hängt ja wesentlich vom Spielprinzip ab.

  • Sehr schöne Review. Werde mir das Spiel aber trotdem nicht holen, aus zwei Gründen: Ich möchte nicht so viele Spieleleichen in meiner Vitrine haben, und ich warte eher auf eine Neuauflage von Gothic.

  • Oh, der 8mm thunderbolt sieht ja deutlich größer aus als der alte 6mm thunderbolt. Ich hatte gedacht, das fällt weniger ins Gewicht. Ich würde gerne die 8mm knights (und vielleicht irgendwann titanen) aus AT mit 6mm vanguard Panzern mischen.
    Bin gespannt, wie das aussieht.

  • Hui, die Vögelchen sind ja gross.

    Merci vielmals für das Review – als alter Bruchpilot habe ich natürlich noch das „Orginal“ und recht viel von Forgeworld in der Vitrine stehen.

    Ich bin gespannt auf den Vergleich zwischen alt und neu. Die Hexfelder sind mir, obwohl ein Battletech Veteran, suspekt. 🙂

    • Witzigerweise bin ich von denen total überzeugt. Sie machen das Spiel schneller und sind schlicht präziser als die alten Karten. AI war dahingehend noch recht ok, aber bei Battlestar Galactica macht mich die Kartennavigation irre…

  • Nennt es lieber „Inbox Review“ (Was ist in der Schachtel, wie ist der ersteindruck)

    Man sollte auch KLAR erwähnen sollte das es nur eine (GW üblich überteuerte) Einsteigerbox ist … wo Crimson Skies (ist hier noch jemand alt genug um sich noch daran zu erinnern?) zumindest ein komplettes Spiel gab, fehlt hier essentielles Regelmaterial (was den Preis nochmal verdoppelt) und die fehlende transparenz was die Zukunft angeht (Releaseplan was/ob überhaupt noch was kommt) hinterlässt mehr als nur einen schalen Beigeschmack

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