von BK-Markus | 17.04.2019 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Review: Abaddon the Despoiler

Heute schauen wir uns die neue Box von „Abaddon the Despoiler“ von Games Workshop an.

Review Abaddon 01

Auf einen Blick:

Produkt: Abaddon the Despoiler
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Preis: 50,00 Euro
Maßstab: 28mm

Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.

Review Abaddon 02

Inhalt:

In der Box sind außer dem Gußrahmen selbst noch die Base, die Bauanleitung mit Profilwerten und ein kleines Poster enthalten.

Review Abaddon 03

Das Poster ist beidseitig bedruckt. Auf der einen Seite befindet sich ein altes Artwork von Abaddon…

Review Abaddon 04

…auf der anderen Seite ist ein Foto von Ezekyle Abaddon und Roboute Guilliman zu sehen.

Review Abaddon 05

 

Die Gußrahmen:

Natürlich zeigen wir die Gussrahmen auch heute wieder im Detail:

Review Abaddon 06 Review Abaddon 10 Review Abaddon 09 Review Abaddon 08 Review Abaddon 07

Zusammenbau:

Dass Bausätze von Games Workshop beim Zusammenbau keine großen Probleme machen, ist bekannt, und auch Ezekyle Abaddon macht da keine Ausnahme. Wie bei Plastikbausätzen üblich, lässt sich alles mit einem stumpferen Bastelmesser oder mit einem Entgrater problemlos säubern. Im Bausatz kann man zwischen drei verschiedenen Gesichtern wählen. Da der Rücken ebenfalls komplett modelliert ist, ist auch der Mantel von Abaddon optional. Wir haben uns dafür entschieden, den Mantel wegzulassen.  Sonst gibt der Bausatz keine weiteren Varianten her. Ezekyle Abaddon ist sehr schnell und einfach zu bauen.

Hier seht ihr die Miniatur im gebauten Zustand:

Review Abaddon 11 Review Abaddon 17 Review Abaddon 16 Review Abaddon 15 Review Abaddon 14 Review Abaddon 13 Review Abaddon 12

Größenvergleich:

Natürlich darf auch der Größenvergleich in diesem Review nicht fehlen:

Review Abaddon 18

Fazit:

Für 50 Euro bieten Games Workshop hier eine sehr gelungene neue Neuauflage von Ezekyle Abaddon, die das doch etwas in die Jahre gekommene Vorgängermodell würdig ersetzt. Das Modell ist sehr schön modelliert und macht optisch allein schon durch seine schiere Größe echt was her. Wie im Größenvergleich zu sehen ist, fällt er im Vergleich zu Roboute Guilliman kaum kleiner aus und ist nicht weniger beeindruckend.

Da auch Roboute Guilliman schon 50 Euro gekostet hatte, war es kaum verwunderlich, dass auch Abaddon so viel kosten würde. Dass der Preis nicht gerade klein ist, und sicher nicht jeder bereit sein wird, so viel für einen einzelnen Helden zu bezahlen, ist naheliegend. Das muss letztlich jeder Anhänger der dunklen Götter für sich selbst entscheiden.

BK-Markus

Stellvertretender Chefredakteur Brückenkopf-Online. Seit 2002 im Hobby und spielt folgende Systeme: Age of Sigmar, Infinity, Warzone Resurrection, Bolt Action, FOW, Warhammer 40K, Dreadball, Saga, Freebooters Fate, Black Powder, Pike and Shotte, Space Hulk, Dead Mans Hand, Bushido, Malifaux, Dropzone Commander, Dropfleet Commander, Gates of Antares, Kings of War, Wild West Exodus, Batman, Collision, Dystopian Wars, Draculas America, Spitfyre, Kill Team, Summoners, Eden, SW Legion und Wolsung.

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Kommentare

  • Also wie immer ist das GW Design super, aber mal ehrlich, geht das nicht langsam ins unverschämte mit den Preisen?

    Ja klar, der der es kaufen will, soll es kaufen, aber mal im ernst… Wo führt das hin?

    • Versteht mich nicht falsch, ich bin der letzte, der nicht für sein Hobby extrem viel Geld ausgegeben hat. Aber dann war es ein Modell das es nicht mehr gibt und halt Ebay. Aber wenn das so weiter geht, zahlen wir im regulären Verkauf Beträge, die für so ein Hobby einfach unnormal sind. Ich hab angst, dass wenn ich mal wieder Space Marines anfangen will, eine Grundbox mit 10 Marines 80 Euro kostet und dann noch jeder sagt, das ist doch voll ok…

      Nein ist es nicht… und das schlimmere daran ist, dass dann andere Hersteller nachziehen, da sie sehen das es funktioniert…

      Ja es ist ein Luxus Artikel, aber ich möchte nicht das mal mein Sohn, wenn er sich dann entscheidet den selben Weg wie sein alter zu gehen, 3 Monate Taschengeld sparen muss, um sich dann einen Trupp zu kaufen.

      Ja es ist ein Charakter Modell und da kann man es irgendwo noch verstehen, aber wo führt es langsam hin.

      • Das Modell in der Größe hätte ich nach aktuellen Herstellerpreisen, bei 32,50 eingeordnet.

        Aber dann kommt ja der GW Spielwert dazu… und zack ist das Modell bei 50 Euro.

      • Hehe wenn es nach dem Spielwert ginge, würde man den guten für 12,95€ auf dem Grabbeltisch finden… Aber auf jeden Fall ein großartiges Modell mit einem vollkommen überzogenem Preis.

      • Ich denke, dass bei solch Preisüberlegungen auch noch eine Rolle spielt, wie oft sie den verkaufen werden. Es hat halt nicht jeder 40K Spieler eine Chaos Armee und von denen wird der Abaddon auch nur einmal gekauft. Im Gegensatz zu einer Box Marines, die das Rückgrat der Armee bilden. Dann kommt noch ein Schwung Vitrinenmaler dazu und das wars dann.

        Mir persönlich wären die 50,- EUR zu viel. Aber wenn sie jemand ausgeben möchte, ist das doch ok. Ich gebe dafür auch außerhalb des Plastikhobbies Geld für Sachen aus, wo andere den Kopf schütteln würden.

        Ich kann aber schon verstehen, wenn es sich ab bestimmten Preisgrenzen so anfühlt, als wollten Hersteller nur mal ausloten, wie weit sie gehen können, bis auch der letzte den Konsum verweigert.

        Aber dann sehe ich mir auch mal die andere Seite an (ich bin im Vertrieb einer Maschinenbaufirma) und bekomme mit, wie Preise entstehen: Rohmaterial, engineering Stunden, Montagestunden, Dokumentation, Overhead Kosten … und schon ist man bei einem Preis, den bestimmte Branchen oder Firmen ok finden und andere einen dafür vom Hof jagen würden. Was man dabei nicht auf den ersten Blick sieht: bei unseren Preis ist z.B. auch stetige Forschung & Entwicklung drin, kostenlose Applikationsberatung, kulantes Handling wenn es Zweifel an Gewährleistung oder Schuldfragen geht…

        Bei GW fallen mir da die Beiträge von Warhammer TV und die mittlerweile ergiebigere Internetseite ein. Was noch ungesehen im Hintergrund läuft, das noch finanziert werden muss, weiß ich nicht. Ich bin aber für den einen oder anderen Maltipp von Duncan schon dankbar gewesen.

        Vielleicht würde man GW Produkte auch anders wahrnehmen, wenn sie elegantere und moderne Regeln hätten. So hat es vom Spielgefühl einen relativ einfachen Anstrich und dafür soll man dann tief in die Tasche greifen. klar bekommt man super Minis für das Geld. Aber ich könnte mir vorstellen, dass unterschwellig auch das Gesamtpaket beurteilt und dann sich der Preis für viele schon nicht mehr stimmig anfühlt.

        Schreibdiarrhoe over and out 🙂

      • Ja gut, aber Warhammer war schon immer teuer. Als ich damals mit Warhammer anfangen wollte, war es im Teenie Alter für mich unmöglich eine Armee aufzubauen. Es gab alle Einheiten nur in Zinnblister, vielleicht mal eine Box mit 8 Plastikclonen. Da kam ein Regiment schon mal auf heute umgerechnet 100-150€. Das war einfach nicht drinnen. Die Grundbox hat damals 999Schilling (österreich) gekostet und war die mit Bretonen und Echsenmenschen. Meine erträumten Waldleben kamen nicht über das Armeebuch und eine Plastikklonebox hinaus.

        Die Situation hat sich dann deutlich gebessert, als die Standardtruppen alle aus Multi-Plastik kamen und die Charaktermodelle aus Zinn. Das war für mich die goldene Zeit und auch von GW eine vernünftige Entscheidung.

        Umso weniger verstehe ich, warum man jetzt alles als Plastik bringen muss. Das Charaktermodelle viel weniger oft über den Ladentisch gehen, die Toolingkosten aber annähernd gleich bleiben, liegt auf der Hand, das die um einiges teurer gemacht werden müssen um rentabel zu sein.

        Für mich war seitens GW damals der grösste Schnitzer ihrer Geschichte die Umstellung auf Finecast. Keine Ahnung was sie da geritten hat. Rohstoffpreise hin oder her. Mag sein, das Zinn in den 80er Jahren Spottbillig war, aber die Menge pro Mini gerechnet, wirkt sich auch eine 400% Preissteigerung nicht so dramatisch aus. Zumindest kann ich sagen, das man aus einem Kg Legierung sehr viele 28mm Minis giessen kann. Natürlich ist die Menge bei GW eine ganz andere Hausnummer, aber gemessen an den ganzen Finecast Reklamationen, die alleine ich hatte, kann ich mir nicht vorstellen, das die Umstellung aufgegangen ist.

        Aber bei zu topic: Das Modell wie von GW gewohnt super, der Preis wäre mir allerdings als nicht WH40K Spieler zu hoch.

      • …ich meine meine (höhö) Bemerkung auch gar nicht böse, sollte lediglich darauf hin weisen, dass der Markt eben den Preis macht. Was zu teuer ist, bleibt stehen. Jede Wette, dass GW DEN Abaddon auch für 70€ hätte erfolgreich vermarkten können… wir können uns schon an den Kopf fassen, was wir so alles bereit sind, für einen „Rotz Plastik“ auf den Tisch zu legen, der keinerlei Relevanz zum realen Leben von uns hat bzw. auf einem toten Zweig der Evolution liegt… 😉

    • Ich weiß nicht… ich schaue mir den an und denke „50 Euro? Sind doch okay“.

      So verschieden sind Preisvorstellungen. Bevor ich mir 5 andere Modelle kleinerer Hersteller kaufe möchte ich lieber diesen Abaddon. Der macht was her.

      Und da ist ja auch die Crux. Es gibt so viele genauso viel Spaß machende Systeme für den kleineren Geldbeutel.

      Und Preise „unverschämt“ zu nennen ohne auch nur im Ansatz nachvollziehen zu können wie diese Zustände kommen finde ich selbst fast schon unverschämt.

      Wenn mich meine zehn Jahre in der freien Wirtschaft etwas gelehrt haben, dann dass jeder Betrieb von klein bis groß (über Riesen wie Apple etc. kann ich nichts sagen) eine feste Preisgestaltung hat, die für gewöhnlich nicht dazu dient die eigene Gier zu befriedigen, sondern das Unternehmen stabil zu halten, es wachsen zu lassen, die Mitarbeiter zu bezahlen.
      Lachen sie sich bei jedem Verkauf ins Fäustchen, dass wieder ein Depp ihren grenzenlosen Geldspeicher gefüllt hat? Ich glaube eher, dass sie mit den guten, vielleicht etwas erhöhten Preisen des Abaddon die schlechten Verkäufe anderer Miniaturen abfedern.
      Wir tragen quasi alle für den Erhalt kränkelnder Miniaturreihen bei. Fast schon ein Sozialsystem für Armeen xD

      Aber dass immer gleich von Geiz und unverschämten Preisen geredet wird, wenn man Dinge nicht zu annähernd Produktionskosten hinterhergeworfen bekommt ist schon bedenklich.

      • Ganz richtig mit den versteckten Kosten bzw Aufwand. Wohlgemerkt finde ich vieles aber trotzdem zu teuer um es sich zu leisten. Sonst hätte ich schon das halbe GW-Sortiment (und nicht bloß das aktuelle ^^ ).

        Was sich auch schon immer schnell jenseits des Wahnehmungstellerrandes in diesem Hobby wiederfindet, Gestaltungswert und -kosten. Btw hochgradig paradox. Goodwin et al. wollen auch bezahlt werden. Wüsste gern mal wie deren Verträge aussehen – und Arbeitszeiten.

        Trotz aller Design-Liebe wundere ich mich schon, wie es kommt, dass GW mittlerweile regulär massenweise neue Modelle rauspumpen und sich obendrein noch in Spielereien ergehen (was ich aus rein gestalterischer Sicht einfach liebe), beinahe schon verlieren, wie das Innenleben Abaddons Rüstung, die in sich selbst schon dazu bestimmt sind, wohl nie verwendet zu werden. Geht es ihnen so gut, dass sie sich all das immer mehr leisten können? Oder generiert man so Kosten bzw rechtfertigt unterschwellig höhere Preise?

        Und dabei haben sie noch immer gewisse Technikschwächen nicht ganz im Griff. Die fürchterlichen „Gussschatten“ könnte man durch gesicktes Arrangement sehr wohl ausmerzen und im selben Streich nebenbei Modellen einen viel lebendigeren und dreidimensionaleren Eindruck verschaffen, da die Ausrichtung zur Form Einfluss nimmt. Wobei allerdings auch an der Front Besserungen stattfinden – zB kaum Gussgrate.

      • „Wir tragen quasi alle für den Erhalt kränkelnder Miniaturreihen bei. Fast schon ein Sozialsystem für Armeen xD“

        Ja ne, is‘ klar! Wenn mich meine Jahre in der freien Wirtschaft was gelehrt haben, dann dass A.G.’s in erster Linie ihre Aktionäre zufrieden stellen wollen! Gewinnmaximierung ist auch völlig okay, aber hier braucht Keiner zu denken, dass Games Workshop hehre Ziele verfolgt! Und von Verkaufspreisen zu Produktionskosten hat auch NIEMAND geredet!

        Wem die Minis zu teuer sind, einfach nicht kaufen!

  • Also ich habe ihn mir trotz des hohen Preises geholt und bereue es nicht, kann aber durchaus nachvollziehen wenn es dem einen oder anderen zu teuer ist.

  • Obwohl ich kein Chaos spiele, habe ich mir den neuen Abaddon auch bei Release gekauft. Da das DER Bösewicht bei 40k ist, musste ich ihn einfach haben.

    Das Modell ist wirklich beeindruckend, vor allem, wenn man mal den alten daneben stellt (den besitze ich auch). Wie der Brückenkopf habe ich auch den Mantel weggelassen – vor allem, weil man sonst die vielen Datails der Rüstung am Rücken gar nicht mehr sieht – außerdem hatte Abby vorher auch keinen Mantel.

    Der Größenvergleich täuscht etwas, da die alten „Chibby“-Marines zum Schluss doch arg klein wirkten. Neben einem Primaris ist Abaddon zwar immer noch riesig, aber der Unterschied ist nicht mehr ganz so dramatisch groß.

    Der Preis für das Modell ist natürlich trotzdem heftig, keine Frage. Aber man sieht ja, dass GW das bei solchen bekannten Figuren wohl machen kann. Abaddon ist im GW Shop ständig ausverkauft – und auch ich habe ja zugegriffen.

  • Finde ihn auch sehr gut, sehe aber auch einige Schwächen in der Gestaltung. ZB hätte Drach’nyen mal etwas weiter überarbeitet werden können. Neben Gullimans Flammenschwert, sieht das doch recht zahm aus. Außerdem ist der „rote Teil“ irgendwie seltsam, wie drübergestülpt, hätte man spannender lösen können. Die Parierstange ist ein Witz bei Waffen diesen Ausmaßes. Usw.
    Nicht so schön gelöst ist auch die Sache mit den Aufbauten: das Trophäenteil ist in meinen Augen viel zu prominent und tut ja doch nichts außer einer handvoll namenloser Schädel/Helme halten. Diese neue Form nimmt leider stark Augenmerk vom eigentlichen Fokuspunkt (Abaddon selbst, insbesondere sein Gesicht/Kopf) ohne etwas wirklich besonderes / wichtiges zu bieten. Da haben sie echt Chancen verpasst. Ein bisschen symptomatisch für die ganze neue CSM-Reihe. Wobei Abaddon nun wirklich gut geworden ist, während die anderen eher okay sind. Bei ihn funktioniert viel der Überarbeitungen. Bei den „Normalos“ hapert es da stärker beim Neuen – allem voran, dass sie nun allen CSM die Schulterpanzer-Stil gegeben haben, der eigentlich exklusiv für die Terminatoren war – was nicht nur etwas schade hinsichtlich der Besonderheit ist, sondern bei Servorüstungen einfach zu visuellen Schwierigkeiten führt.
    Auch: wenn sie Abaddon schon eine „gesichtslose“ Variante spendieren, wäre doch endlich mal interessant gewesen, den Helm des Vernichters zu sehen. Was für eine verpasste Chance! Inklusive Topknot, ja.
    Wäre auch eine gute Gelegenheit gewesen, das Terminatoren-Design, einschließlich der Helme und Proportionen etwas so umzugestalten, dass diese besser zu dem etwas neueren Look der CSM passen – was sie leider kaum getan haben. Die Helme sind wie eh und je, bloß die Hauer sehen jetzt fast alle albern aus, und die Körper passen so noch immer nicht. Waffen sind auch nicht besser – gebogene Klauen wie bei Abaddon wären mal was gewesen. Einzig die Form der Schulterpanzer haben sie ein wenig an das gaaaanz alte Design angenähert: die sind „schräger“ geworden. 😉

  • Ich würd mich gern auch hier einbringen, weil ich mir den guten Abaddon auch gegönnt habe und ja hier auch schon das eine oder andere Review verfasst habe:

    1. Beim Zusammenbau weist GWs Erzbösewicht einige tatsächliche Highlights auf. Denn wie weiter oben schon angemerkt, sind diverse Teile der Rüstung unter den Panzerplatten bereits modelliert. Wie Seb Perbet neulich im Voxcast von GW erklärte, hat er das aus Spaß an der Freude gemacht. So sieht man Schaltkreise in der Brustsektion oder auch die Kolben, die die massiven Schulterpanzer bewegen.

    Obendrein ist Abaddon vom Zusammenbau derart gestaltet, dass der Prozess den Eindruck des Rüstens selbst erweckt. Der Kern der Mini ist quasi kaum gepanzert, nach und nach fügt der Bastler jedoch Panzerplatte um Panzerplatte hinzu – ich fand es ein tolles Erlebnis im Bastelprozess. Das war unglaublich clever designt.

    2. Preis – Abaddon war für mich schon in den 90ern eins der Einzelmodelle, an dem man nur schwerlich vorbeischauen konnte. Abaddon kam damals im randvollen und schweren Zinnblister und hat 30 DM gekostet. Er war schlichtweg der teuerste Blister, den GW geführt hat und schon damals ein Stück weit angemessen – das Modell war massig und für den damaligen Standart einfach eine Wucht an Detailfülle und Design. Bei der Neuauflage gehen sie gewissermaßen den gleichen Weg. Für ein einzelnes Infanteriemodell ist der Kriegsherr des Chaos nicht nur irre detailliert, riesig, aufwendig, gar opulent. Er kommt in einer eigenen Box und kostet so viel wie manche Einheiten. Drehen wir also die Preisspirale da eben auch höher, von den damals 30 DM (heutzutage quasi 30 Euro) auf ein höheres Segment, kommen die 50 Euro für mich damit hin.

    Dass GW dann sogar noch Blanches Artwork beilegt, auf dem Abaddon das erste Mal zu sehen war, finde ich einen feinen Schachzug. Die Qualität ist überragend, selbst der Zusammenbau ein Spaß und mit Optionen wie Mantel und Köpfen obendrein auch ein rundes Gesamtbild.

    3. Kritik – auch da hat einer der Vorredner einen guten Punkt getroffen: Eine Helmvariante hätte ich nur der Neugier halber begrüßt. Mal ehrlich, wer wüsste nicht gern, wie der ehemalige Erste Captain die Wallemähne verstaut. Als zusätzlichen Fanservice hätte ich noch ein Beispielkapitel aus der Black Legion-Romanreihe von ADB begrüßt, wie sie es auch bei Shadowspear getan haben. Damit hätte man den Charakter auch Sammlern noch einmal näher bringen können. Das ist aber alles schon Meckern auf hohem Niveau. Fazit ist bei Preisen immer: Richtig gut lassen die sich diskutieren. Vielmehr sind sie Ermessenssache. Sind 50 Euro teuer für die Mini? Jein. Eine Einzelmini wäre günstiger immer schöner. Hab ich die 50 Euro gezahlt? Definitiv und ich bereue es auch nicht. Ist ein wenig wie bei Produkten mit dem Apfel – teuer ja, aber wenn man sie sich leisten will, geht das schon. Und sind wir mal ehrlich – wer Abaddon wirklich haben will (Begeisterung für den Charakter, die Mini, etc.), schlägt zu, ein Pflichtkauf für jeden Chaosspieler ist er hingegen nicht. Oder zumindest nicht mehr als es ein Calgar, ein Blutdämon oder ein Mortarion ist.

  • Ich finde die neue „Mini“ auch schick. Werde allerdings mit dem alten weiterspielen. Denn den finde ich auch gut und den habe ich schon und schon lange zusammengebaut und fertig bemalt.

  • Okay, nachdem ich jetzt die ersten drei Heresy Hörbücher
    durch habe, hoffentlich kommt der Rest auch noch auf deutsch,
    weiß sogar ich wer dieser Vogel ist.
    Aber ehrlich jetzt, hat der seit dem Verrat täglich an einer
    Flasche Substral genuckelt, oder warum ist der nun doppelt
    so groß wie seine Mannen?
    Finde ich albern, und er schleppt mir auch zu viel Gerümpel herum.
    Und wieso kein Helm??

    • Die restlichen Horus Heresy Bücher kommen auch als Hörspiel auf deutsch. Darin erfährt man auch das Abaddon immer so groß war, beinahe so groß wie der Kriegsherr selbst.
      Und ich glaube kein Space Marine Charaktermodell besitzt einen Helm^^

      • @ Lysander
        Dann hast du aber nicht gut geschaut oder nicht richtig oder erinnerst dich nicht gut. 😉

        Selbst der hier als Abaddons quasi-Spiegel propagierte Guilliman hat eine Helmvariante bekommen. Und der ist nicht nur bei den „Guten“ in diesem Konflikt, er ist darin sogar sowas wie der Gute schlechthin. Warum ist das hierbei relevant? Weil die Idee hinter helmlosen Modellen ja ist, ihnen mehr Identität als Person zu geben, ihnen ggf mehr Charakter zu verleihen und den Identifikationsfaktor zu erhöhen. Unterm Strich sind Gesichter das primäre visuelle Identitäts- bzw. Identifikationsmerkmal für uns. In Kleidung könnte ja auch quasi jeder stecken. Oder „niemand“. Daher will man ja oft Heldengesichter zeigen und Bösewichter dürfen gern möglichst wenig Gesicht zeigen. Ganz prominent zB Vader Skywalker. Erinnere mich auch, dass für uns früher immer die Frage war, ob die Chaoskrieger in HeroQuest animierte Rüstungen sind oder Menschen in Rüstung (witzigerweise dachten wir nie an Nichtmenschen… ^^ ) – Warhammer kannte man ja noch nicht.
        Also: Faktor eindeutige Zuordnung Namhafter.

        Jedoch hebeln nun gerade Chaosanhänger bei Fantasie wie 40K diese Designargumentation nahezu komplett aus: sowohl durch ihre individuellen Verziehrungen als auch die eigenen Rüstungsdesigns (auch bei 40K, die oft gar nicht recht zu den später von GW standardisierten Servorüstungsvarianten pass(t)en) als auch Möglichkeiten über Mutationen. Uuuund v.a. hat GW schon ewig etliche namhafte Chaosmodelle beider Welten, gerade auch noch heute beführte CSM, immer behelmt gehalten. Und denen will doch wohl keiner ernsthaft ihre visuelle Individualität absprechen wollen… 😉

    • @ bluebear
      Ach, ist doch klar, dass der praktisch Horus‘ Klon/Sohn ist. Schon seit seinem ersten Auftritt im ersten Chaoscodex. Damals dachte man sich Primarchen aber halt auch noch als normal groß (siehe das bekannte Diorama Horus VS Imperator und die damalige Illu von Adrian Smith). Jetzt ist für GW mehr machbar und kanonisieren Primarchen in Riesen um – wird er natürlich angepasst. Sind ja bloß Modelle fiktionaler Charaktere. Nicht das erste Mal, dass gewisse Kontonuitätsbrüche in erfunden Welten in Kauf genommen werden (Stichwort: Klingonen…). Das mitunter zurecht verachtete Retcon stellt hier allerdings auch wirklich kaum ein Problem dar, da die Körpergröße in der Narrative nun vollkommen wumpe war und ist (allerdings: worin lässt er sich denn nun transportieren? Kein Landraider schafft ihn jetzt mehr… ^^ ach, Fahrzeuge – wie plebeiisch. Teleportieren ist doch das neue Schwarz. Ist er ja sowieso schon. Und hat er ja auch damals in seinem WD-Debut-Spielbericht schon gemacht (bzw. Chaosgott Chambers ihn machen lassen)… ;). Und das alte Modell ja ausgelaufen ist. Und der Übergang schon bald Jahrzehnete in der Mache ist (tatsächlich: Adrian Smiths zweite Illu des Duells von vor Ewigkeiten hat es schon abgedeutet. ;))

  • Na, da bin ich dann mal gespannt.
    Ein Größenverhältnis wie zb. zwischen Minimarine und Primaris, oder von mir
    aus auch einen Kopf größer als Primaris würde ich ja noch gut finden.
    Aber Held/Primarch die dann noch größer wie ein Bot sind..mögen mir nicht gefallen.
    Geschmäcker sind da halt verschieden.

  • Schlimmer als den Preis finde ich die Tatsache, dass Gulliman höher steht als Abbi 😉

    Ist schon ein geiles Modell geworden (nur ein winziges Detail stört: Der An-/Ausschalter für die Klaue am Rücken) und damit ein Center-Piece für die Armee.

    Ich bin zwar Chaos Fan aber halt nicht BL Fan und da mein Interessa an Abbi damit abflaut, bin ich nicht bereit für ihn einen Fuffi hinzulegen. Wäre es ein richtig cooler IW Warsmith wahrscheinlich auch nicht so richtig, aber dann könnte ich schon in Versuchung kommen, mit Rabatt und so … 😉

  • Sehr schöne Mini, bei der ich hin und her überlege, mir nicht einen kleinen Trupp CSM aufzubauen (die Frage ist nur: warum das auch noch???)
    Echt ein schönes Teil. Zur Preisgestaltung oute ich mich mal als jemand, der sich in der „guten alten Zeit“ das Hobby als Jugendlicher nicht geleistet hat, da es neben den abartig teuren Anschaffungskosten der Figurenbausätze auch noch mit extrem viel Zusatzkosten verbunden gewesen ist. Ich persönlich würde also ein „Früher war es besser“ Dokument nicht unterschreiben können 😉

  • Ich hab mir gerade einen 1/50 DeLorean für 25 EUR gekauft, eigentlich nur für einen Scherz im nächsten TWD:AoW Match.
    Da kann ich hier schlecht sagen, dass der Preis total übertrieben wäre.

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