von BK-Christian | 23.07.2018 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Unboxing: Kill Team

Es ist soweit! Wir werfen einen ersten Blick auf die neue Kill Team Grundbox!

GW Kill Team Unboxing 1

Mit Kill Team bringen Games Workshop das bereits in einer schlankeren Variante bekannte Skirmish-Setting im Warhammer 40.000-Universum wieder zurück. Die neue Grundbox schickt einen Genestealer Cult gegen die Skitarii des Adeptus Mechanicus ins Rennen, und bevor wir uns in weiteren Beiträgen den Teams und den genauen Regeln widmen, werfen wir heute erst einmal einen sehr genauen Blick un die Box.

Auf einen Blick:

Produkt: Kill Team Starterset
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik und Papier
Preis: 105,00 Euro
Maßstab: 32mm

Das Reviewmaterial wurde von Games Workshop gestellt.

Ausgepackt

Wir beginnen dieses Unboxing mit dem – nun ja – Unboxing. Nach dem Öffnen der sehr stabilen Box (sie erinnert an den Karton von Space Hulk und Dreadfleet) findet man zunächst einen Kunstdruck, der die darunter liegenden Gussrahmen bedeckt:

GW Kill Team Unboxing 2

Es folgen die Gussrahmen der Modelle und Gebäude:

GW Kill Team Unboxing 3

Viele Gussrahmen…

GW Kill Team Unboxing 4

Nach den Gussrahmen kommt zunächst derselbe Druck noch einmal (wir zeigen hier die Rückseite). Er trennt wie bereits von GW bekannt die härteren Plastikkomponenten von den Papierelementen:

GW Kill Team Unboxing 5

Unter dem Druck liegen folgende Dinge:

GW Kill Team Unboxing 6

Neben dem Regelbuch, das wir später noch genauer zeigen, enthält die Box einen kleinen Einsteigerleitfaden, Hintergrundbooklets zu den beiden enthaltenen Kill Teams und eine Bauanleitung für alle Modelle:

GW Kill Team Unboxing 7

Jedes Kill Team besitzt ein kleines Booklet mit seiner Geschichte und seinem Hintergrund:

GW Kill Team Unboxing 8

Außerdem sind in der Box Markersets für beide Kill Teams enthalten:

GW Kill Team Unboxing 9

Genau wie Taktik- und Datenkarten:

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Die enthaltenen Würfel (w10 und W6) haben eine matte Oberfläche, sind ansonsten aber recht normal gehalten:

GW Kill Team Unboxing 12

Das Schlachtfeld für Kill Team kommt aus stabilem Brettspielkarton daher, ist in vier Viertel gefaltet und hat eine unterschiedlich gestaltete Vorder- und Rückseite:

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Die Kill Teams

Die Kill Teams des Spiels kommen in 5 Gussrahmen daher, 3 für die Skitarii und 2 für die Genestealer Cults.

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Die Miniaturen der beiden Teams sind bereits länger bekannt und wurden für diese Box lediglich neu eingefärbt, die Modelle werden wir deshalb vorerst nicht näher vorstellen (gerade die Skitarii werden uns aber schon bald wieder begegnen). Stattdessen widmen wir uns den Gebäuden, da diese komplett neu sind.

Dies sind die enthaltenen Gussrahmen:

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Mehrere der Gussrahmen sind doppelt in der Box enthalten und einer sogar dreifach.

Zusammenbau

Die Gebäude lassen sich ausgesprochen leicht und problemlos zusammenbauen, und auch das Entgraten geht schnell von der Hand. Wie man bei den Gussrahmen erkennen kann, kommt jedes Wandsegment mit einer angegossenen Säule, die als Knotenpunkt für weitere Bauteile dient. Aufgrund des Aufbaus der Säulen, können weitere Wände in verschiedenen Winkeln angeklebt werden, so dass ein sehr modulares Bauset entsteht. Wir haben uns bei unserem Gelände weitgehend an die Vorgaben der Anleitung gehalten, nur das große Gebäude wurde in zwei Segmente geteilt (für mehr Flexibilität und einen einfacheren Transport). Außerdem wurde bei einer der kleineren Ruinen der Winkel geändert.

Am Ende ergeben die Gussrahmen der Grundbox eine solide Menge Gelände, die das Spielfeld sehr ordentlich ausstattet:

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Ein paar Detailaufnahmen:

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UPDATE: Weitere Detailbilder eingefügt

Auf besonderen Wunsch hin, haben wir noch weitere Fotos der Innenseiten und Details gemacht:

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Wie man sieht, sind Innen- und Außenseiten gleicht detailliert, was natürlich auch daran liegt, dass man erst beim Zusammenbau entscheidet, ob eine Seite außen oder innen liegt. Insgesamt sind alle Details der Gebäude scharf ausmodelliert und gegossen, lediglich die zerbrochenen Säulen sind auf der Oberseite etwas weich gestaltet, was auch daran liegt, dass diese Bereiche im Gussrahmen „auf der Seite lagen“, was zu EInschränkungen beim Guss führt.

Das Regelbuch

Wir haben uns natürlich auch das Regelbuch etwas genauer angeschaut, auch wenn hier noch etwas Zeit ins Land gehen muss (am besten kombiniert mit einigen Testspielen), bevor man das Ganze genauer bewerten kann. Ein paar Infos gibt es aber dennoch schon jetzt.

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Das Buch umfasst 208 Seiten, wobei die eigentlichen Kernregeln lediglich 30 Seiten ausmachen, von denen 3 Seiten erweiterte Regeln für spezielles Gelände und ähnliches darstellen. 14 Seiten enthalten Missionen für erzählerisches, freies und ausgeglichenes Spiel, bevor auf über 120 Seiten die verschiedenen Kill Teams, Spezialistenrollen und der Einsatz von Befehlspunkten vorgestellt werden. Die letzten Seiten enthalten neben einer 12-seitigen Galerie noch 4 Seiten, auf denen Kampagnenregeln vorgestellt werden.

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Ein nettes Detail der Völkerseiten sind die verschiedenen Namensgeneratoren, mit denen man sein Team passend benennen kann.

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Die Regeln sind sehr übersichtlich und leicht verständlich gehalten, sie zu erlernen sollte auch für relativ unerfahrene Tabletopper kein großes Problem darstellen. Die taktische Tiefe des Spiels wird dadurch allerdings nicht zwingend limitiert, zumal gerade das Zusammenstellen des Kill Teams und die Wahl der Spezialisten viel Raum für Experimente und Spielereien bieten (obgleich sich einige Fähigkeiten und Spezialisten auf den ersten Blick stärker lesen als andere).

Interessant ist die Variante des Zugsystems: Nach dem Ermitteln der Initiative bewegt zunächst ein Spieler alle seine Modelle, bevor im Anschluss der oder die andere(n) Spieler nacheinander ihre Bewegungen abhandeln. Erst in der Schuss-, PSI- und Nahkampfphase handeln die Spieler tatsächlich abwechselnd und aktivieren immer je ein Modell für eine Handlung, bevor zuerst ihr Gegner an der Reihe ist. Warum nicht auch bei der Bewegung eine modellweise abwechselnde Aktivierung gewählt wurde, erschließt sich auf den ersten Blick nicht, vielleicht sind wir nach den ersten Spielen dahingehend klüger – alternativ bietet sich hier sicher Spielraum für eine einfache Hausregel.

Fazit

Fangen wir mit der Box an: Das Kill Team Starterset lässt nahezu keine Wünsche offen und ist gerade gemessen an seinem Preis sehr beeindruckend. Allein schon das Gelände, mit dem man auch ein größeres Schlachtfeld sehr solide gestalten könnte, wiegt den Preis beinahe auf, das 200-seitige Buch, das diverse Zubehör und nicht zuletzt die beiden Kill Teams machen die Box endgültig zu einem sehr attraktiven Angebot.

Dass ausgerechnet Genestealer Cults und Skitarii für die Modelle gewählt wurden, scheint zunächst etwas willkürlich, allerdings bieten beide Gussrahmensets zahlreiche Möglichkeiten zur Anpassung und Konfiguration, was sie zu perfekten Grundlagen für Kill Teams mit vielen Waffenoptionen macht.

Die Regeln des Spiels sind ein ganzes Stück einfacher und somit auch zugänglicher gehalten als die von Shadow War: Armageddon, wie abwechslungsreich und ausgewogen sie tatsächlich sind, wird aber erst ein Langzeittest zeigen. Für den Moment können wir nur sagen, dass sie Lust auf mehr machen, und bereits die Suche nach der perfekten Teamliste dürfte vielen Spielern viel Freude bereiten.

Von unserer Seite gibt es für die Kill Team Starterbox eine definitive Kaufempfehlung, für 105 Euro erhält man dabei nicht nur ein komplettes Spiel, sindern auch tolles Gelände und zwei schicke Bausätze, aus denen sich zwei schön gestaltete und vielseitige Kill Teams bauen lassen.

Link: Games Workshop

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • verdammt… ihr schafft es noch, dass ich mir das Teil vorbestelle…
    Die Minis bräuchte ich zwar nicht – zumindest aktuell – aber da finden sich sicher Abnehmer.

  • Irgendwie kann ich mich dem Grundgedanken das das Gelände den Boxpreis recht fertigt nicht anschließen.

    Ist das denn normales Hardplaste oder dieses Merkwürdige Hard Vynil das sie für andere Bausätze schon verwendet haben?
    Was mich am Gelände mal interessieren würde wären die Rückseiten nicht immer nur die GW Katalog ansicht.

    Und noch eine Frage liegt es an der Kamera und dem Licht oder ist das Gelände leicht matschig.

    • Mal ganz grob gerechnet: Miniaturen und Buch allein wären über 90,-€. Wenn man dann dad Gelände und die Sachen wie Würfel und Marker rechnet kommt definitiv eine sehr ordentliche Ersparnis raus. Ich hab mir zwar auch lediglich Buch und Karten vorbestellt weil ich ein Haufen Miniaturen hab um KillTeams zu bilden, aber die Bix an sich ist aus meiner Sicht dirchaus empfehlenswert. Kann deinen Skeptizismus also noch nachvollziehen und auch nicht was mit Katalog-Ansicht gemeint ist (der Begriff impliziert meiner persönlichen Meinung nach dass GW Bilder von Miniaturen schönt um besser zu verkaufen).

    • So, extra für Dich nochmal Bilder gemacht und den Gebäude-Absatz erweitert.

      Und Doom hat natürlich recht, da man erst beim Zusammenbau festlegt, ob eine Wandseite innen oder außen liegt, sind die natürlich alle gleichwertig gestaltet.

      • Danke für die Detailbiler zu den Gebäuden! Ich hatte mich schon gefragt, wo die Gitterböden im neuen White Dwarf Spielbereicht hergekommen sind. Das waren dann wohl einfach die Unterseiten.
        Es reizt mich wirklich, mir einen tollen Inq 28 / Necromunda Tisch damit zu bauen. Aber ich habe keine Ahnung, wie ich das verstauen sollte 🙁
        Und solange mein Frostgrave Hafen noch nicht fertig ist, kann ich so eine Anschaffung eh nicht rechtfertigen.
        Insgesamt überzeugt mich das Gelände aber. Eigentlich hatte ich mich geärgert, mir nicht 2-3 imperiale Sectoren auf Halde gelegt zu haben und nun kommt sowas! Es ist zwar sicher etwas teurer hat aber wie boshuka games unten schreibt auch mehr Tiefe und Masse.

      • Aber, aber die kleinen Ruinen gibt’s nicht in der 125€ Box dabei. Das wäre noch so ein Schmankerl. Naja ist ja kein Beinbruch. Ich hab die Box und bin bis auf das klickfix sehr zufrieden. Die Markerbix für 25 € Leg ich allen ans Herz. Die sind sehr gut.

      • Das stimmt, dafür hat die 125€ Box aber natürlich mal locker dreimal so viele, komplett neu gestaltete Modelle drin, was schon eine Hausnummer ist. 🙂

  • Wenn es so ist wie bei bisherigen Geländesets sind beide Seiten ähnlich aber in Details unterschiedlich ausmodelliert und du kannst sie oft drehen um in einem Gebäude verschiedene Seiten zu nutzen und mehr Abwechslung reinzubringen. Also höchstwahrscheinlich hast du schon beide Seiten auf den „Katalog“ Ansichten gesehen, es ist halt alles bunt durchmixt.

  • Die Box macht wirklich einen guten Eindruck und hätte mich fast zum Kauf bewogen. Nachdem ich diverse Videoschlachtberichte gesehen habe, werde ich das aber doch lassen. Die Regeln sind GW-typisch stumpf, schade.
    Hatte mir hier mehr Mut und vor allem besseres Design gewünscht, als nur ein 40k light. Dabei ist 40k schon so simpel, dass man das eigentlich nicht vereinfachen muss.

    • Simpel muss nicjt gleich stumpf heißen. Die Regeln von Schach ubd Mühle sind ja auch relativ simpel. Aufgrund chronischen Zeitmangels freu ich mich jedenfalls darauf mich nicht durch 100-Seiten-Regeln wühlen zu müssen. Kommt eigentlich noch ein Review der Regeln auffem BK? Hab zwar schon bestellt aber grundsätzlich finde ich solche Reviews immer interessant.

    • Hab mir die box zwar bestellt, aber für mich sind auch zu viele 40k Regeln drin,
      eine abwechselnde Bewegung hätte ich gut gefunden, wenigstens gibt es das für die 2 anderen Phasen.

  • Mir liegt die Box auch bereits vor und ich arbeite für den TWS derzeit an einem Bemal-Tutorial für die Ruinen (Vorschau-Bild: https://bit.ly/2LjcpQc ). Das Video kommt dann in knapp 1 1/2 Wochen am Freitag, den 3. August.

    Über die Geländebausätze kann man wirklich nicht meckern, meiner Meinung nach: Die detaillierten Grundelemente sind flexibel kombinierbar und natürlich auch mit den extra „Kill Team“-Geländesets erweiterbar. In diesen Extra-Boxen befindet sich meist ein Gußrahmen, den es nur exklusiv in genau dieser Box gibt (Stichwort: Statuen) oder höchstens nochmal in der „Kill Team“-Zweispieler-Starterbox zu finden ist.
    Kleines Detail: Das Gelände in den extra „Kill Team“-Geländesets ist im normalen Plastikgrau gehalten, nur in der Zweispieler-Starterbox ist es Sandfarben.

  • Danke für das ausführliche Unboxing.

    Ich bin vom Killteam generell recht angetan, weil mir die Idee des langen Supports besser gefällt als die bisherige Brettspielmentalität „produce, sell and forget“. So war ich mir bei SWA nicht so sicher wie lange es denn bleibt.
    Ich erlebe im Bekanntenkreis gerade eine Aufbruchstimmung wie zur Goldgräberzeit, das macht Lust auf mehr. (Wobei die letzte Aufbruchstimmung hatte Star Wars Legion, das ist aber jetzt schnell wieder abgestützt… ..ich hoffe das bleibt Killteam erspart)

    Außerdem finde ich prima, dass das 40K Gelände jetzt nicht mehr wie Pappaufsteller aussieht, sondern die Mauern mehr Volumen haben. Die Killzone- und Geländeboxen sind eine gute Ergänzung, für alle die noch nicht so viel Gelände zu Hause haben oder wie ich die alten Eigenbauten modernisieren (ersetzen) möchten.

    @TWS-Michael: Idee für ein Video: „Ab in die die Tonne, oder… -> Welche Schritte helfen bei der Auf- und Überarbeitung von alten Geländestücken?“ Von dem Abkratzen des alten hässlichen Streus über das Aufbringen und Ergänzen neuer Details und die Strukturierung mit Paste bis hin zur neuen Bemalung…

  • So ganz uneingeschränkt kann ich die Lobhudelei auf das Gelände nicht teilen. Ich habe es für meinen FLGS zusammenbauen dürfen (bzw. das, was der nette Ladeninhaber bis dato baute, gerettet und dann weitergebaut 😉 ).

    Das Gelände ist schön, gut modelliert und dennoch in den Strukturen so, dass man mit einfachem Trockenbürsten bereits gute Effekte erzielt.

    1 Punkt hat mich beim zusammenbau aber gestört: Ich musste ganze Teile von einem bestehenden Bausatz abknipsen/-schneiden/-feilen um das Gelände so zusammenzusetzen, wie es in der Anleitung dargestellt wurde (das war der absolut nachvollziehbare Wunsch des Ladeninhabers). Das war „damals“ in den alten Stadtbausätzen bereits so, und die sind nun über 10 Jahre alt. Ich würde eigentlich erwarten, dass GW genau das mittlerweile besser hinbekommen müsste.

    Das ist meckern auf sehr hohem Niveu – denn abseits davon ist das Gelände wirklich klasse! Aber das wollte ich nicht unkommentiert hier stehen lassen.

    • Kurz nachgefragt: Dich stört das Abknipsen und Nachbearbeiten der Teile? Oder das Zusammenbauen nach Anleitung? Die Elemente sind doch modular und können sehr vielseitig zu großen oder kleinen Ruinen zusammengebaut werden.

      Und was das Abknipsen angeht: Die Bausätze werden – wie z.B. auch alle anderen Plastikbausätze aus dem Modellbaubereich – im Spritzgußverfahren produziert. Daher die Gußrahmen und das Abknipsen der Beiteile. Das Nachbearbeiten bzw. Entfernen der leichten Gußgrate ist der zweigeteilten Spritzgußform geschuldet. Im Vergleich zu anderen Bausätzen empfinde ich das als minimal … Ja, es gibt mittlerweile z.B. das von Prodos entwickelte Unicast-Gußverfahren, aber das wird bislang nur für Miniaturen eingesetzt und würde für Geländestücke deren Preis deutlich anheben.

    • Ich glaube Weegel spricht von den Rundbogen, bei denen man an einzelnen Stellen die „Schädelbordüre“ abknipsen muss (immer dann, wenn einer dieser Bögen komplett in einem Gebäude liegt und beispielsweise ein Dach trägt). Man erkennt zwei dieser Bögen direkt auf unserem ersten Gussrahmenbild.

      Kurz gesagt: Diese Bögen können entweder am Rand eines Gebäude genutzt werden (dann umschließt die Schädelbordüre das Dach) oder eben als Stützkonstruktion im Inneren (dann muss sie entfernt werden). Das klingt im Grunde aber schwieriger als es ist, da die „Bruchkante“ am Bauteil bereits vorgeprägt ist (es gibt eine Bruchlinie, die bereits eingegossen ist), so dass das Ganze eigentlich kein großes Drama ist und die umständlichere Lösung mit separat je nach Situation anklebbaren Bordüren in meinen Augen übertrifft.

      Im Großen und Ganzen war ich mit dem Zusammenbau ausgesprochen zufrieden und hatte keinerlei Probleme.

      • Genau Christian.
        Das abknipsen unchbearbeiten einzelner Bitz ist kein Thema, aber mir xehlt das verständnis, wenn das Design heute noch darauf ausgelegt ist, bitz „zu zerstören“.
        Das mag nur ein kleiner Kritikpunkt sein, aber ich finde, er war erwähnenswert.

      • Ich hab das ‚Zerlegen‘ von Bauelementen auch als Vorteil angesehen. Bei einigen Bodenplatten muss man das auch machen und mir gefiel es sehr gut, dass man längere Strukturen nicht stabil-kleben muss, sondern gleich ordentlich hat. Das macht den Zusammenbau zügiger, weil bei den Bausätzen das Abmachen immer schneller geht als das Dranmachen.
        Das gleiche mit den Bögen und den Verzierungen; wenn man sie nicht benötigt, dann knippst man sie halt ab und man erspart sich das Suchen der Fisselteile in den vielen Gussrahmen und das Kleben und Warten.

  • Ich bin hin und her gerissen. Das Grundkonzept gefällt mir und das Gelände ist auch nett. Aber wenn ich zu den Regeln eines GW Spieles lese es sei leichter als ein anderes GW Spiel, lässt es mich skeptisch werden, ob es meinen Ansprüchen und Erwartungen zu solch einem Konzept genügt.
    Langfristiger Support klingt erstmal gut. Wenn es dann aber in die Richtung „Wir bringen einmal im Quartal ein Hardcoverbuch raus, dass du kaufen musst, willst du up to date sein.“ geht (*hust* Necromunda *hust*) verdirbt auch das mit die Laune.
    Bei uns im Club werden es sicher viele kaufen. Ich werd’s mir wohl erst mal in Ruhe angucken.

    • Dazu muss man aber sagen, dass SW:A eines der komplexeren GW-Spiele der letzten Zeit war, von daher bin ich persönlich ganz dankbar über die etwas lockerere Einstufung von Kill Team.

      • Wie gesagt, ich schau es mir an. GW hat es aber in letzter Zeit immer wieder geschafft meine anfängliche Begeisterung durch ihre Verkaufspolitik wieder zu zerstören. Für mich sind es halt immer erst mal gute Ansätze und am Ende muss man doch wieder X Bücher, Boxen etc dazu kaufen.

  • Hab mir noch einige Regelbesprechungen angesehen. Ich bleibe dabei, die Regeln sind einfach nur stumpf. Wie 40k und AoS. Figuren über den Tisch schieben, bissl würfeln, fertig.
    Gerade ein Spiel mit so wenigen Figuren hätte ein wenig mehr Tiefe echt vertragen. Sehr schade.
    Und dann noch die Tatsache, dass in den jeweiligen Erweiterungen exklusive Taktiken enthalten sind, die noch nichtmal im Regelwerk stehen…nein danke.

    • Will nicht provozieren, aber was erwartest Du Dir mehr an Regelfinesse? Bzw. hast Du ein System als Beispiel?

      Figuren bewegen und Würfeln wird bei so ziemlich allen Systemen vorkommen. Ausgenommen die kartenbasierten.

      Fehlen DIr Reaktionsmöglichkeiten des Gegners? Wie bei Infinity? Oder etwas anderes? Meist ist es nämlich nur ein Wust an Sonderfertigkeiten, die ein System „unstumpf“ aussehen lassen. Ich z.B. bevorzuge leichte, entschlackte Systeme, die aber viele taktische Möglichkeiten zulassen. Da brauche ich keinen 100 Seiten Regeldschungel.

      Das oben erwähnte Schach wäre auch ein Paradebeispiel von mir. Regel schnell intus, das Spiel aber zu meistern, eine andere Baustelle. Wenn Du nun aber auch sagst, Schach wäre stumpf, weil es nur ein wenigen Regeln besteht, würde ich Deinen Standpunkt aber allmählich verstehen und wie Du das gemeint hast.

  • Da schließe ich mich mal an. Kill Team leidet für mich auch unter der aktuellen GW-Regelpolitik. Die Box ist durchaus schick, aber gerade das was ein Spiel ausmacht (die Regeln) sind das, was mich auch nur von der Erwägung des Kaufens abhält. Das gleiche Phänomen bei AoS 2.0 (das ich ausprobiert und als sehr unschön empfunden habe) – außen hui (Aufmachung, Figuren), innen ernüchternd (Regeln).

    Simpel ist halt nicht immer Trumpf, aber das hat auch was mit dem persönlichen Geschmack, Anspruch an ein Spiel, der lokalen Spielergemeinschaft und nicht unwesentlich auch was mit der zur Verfügung stehenden Zeit zu tun. Ich kann schon verstehen, das Leute auf die Sachen abgehen – ist halt nicht meins, weil ich meine doch recht begrenzte Hobbyzeit gerne mit coolen Geschichten und ein wenig mehr Gedankenarbeit fülle. Lenkt mich halt besser vom Alltag ab, während das bei anderen genau umgekehrt ist.

    Ansonsten vielen Dank für das unboxing und allen viel Spaß mit dem Spiel.

    • Das nenne ich mal nett formulierte Kritik, ohne gleich Leuten, die es anders sehen, ans Bein zu pinkeln. Sehr gut, gefällt mir! 🙂 Hat man leider nicht oft.

      • Immer gerne. Ich hatte früher auch meine Ausreißer, aber letzenendes kann man immer vernünftig argumentieren, zumal jeder Mensch einen anderen Geschmack hat. 🙂

  • Ich kann in dem System einfach keine taktische Tiefe erkennen. Es sieht nach „wir stellen uns hier auf und dann gewinnt derjenige der besser würfelt“ aus und ist mir dadurch zu unberechenbar. Wie eben auch bei 40k.
    Das ist alles höchst subjektiv, aber ich erwarte von einem Spiel einfach etwas mehr Entscheidungspunkte und weniger Zufall.

  • Wahrscheinlich werde ich es mir wohl doch kaufen.
    Pluspunkte sind eindeutig die Ruinen, das, für mich, gute Preisleistungsverhältnis und am aller wichtigsten für mich: Wie es aussieht benötigt man nur wenig Zeit für ein Spiel. Hinstellen, los zocken, dabei ein kaltes Getränk. Ist perfekt für mich, um in der Woche das viel zu kurz kommende Hobby nochmal zu fröhnen.
    Ob die Regeln wirklich zu stumpf sind wird sich zeigen. Wenn ja hatte ich eben Spaß beim basteln und malen und der Inhalt wird dann eben einfach für 40k benutzt.

    • Genau das macht es tatsächlich toll. Die Regeln sind seicht aber ziemlich ok und ich mag den „Kampagnen“ Ansatz ebenfalls. On top machts dann aufm Tisch durchaus Laune.

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