von Burkhard | 12.05.2018 | eingestellt unter: Reviews, Terrain / Gelände

Review: Nerd-X Sci-Fi Gelände

Heute nehmen wir in unserem Review das neue Sci-Fi Gelände von Nerd-X unter die Lupe

Zusammenbau:

Das Nerd-X Gelände ist – anders als bei vielen Mitbewerbern – komplett durchgelasert. Das führte bei meiner etwas grobmotorischen Paketöffnung erstmal zu heillosem Chaos, schließlich fielen mir dabei doch direkt alle Teile entgegen.

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Auch hatten die Promomodelle keine Anleitung beiliegen, weswegen ich erstmal leicht verwirrt auf einen großen Haufen Holzbauteile schaute. Dass mir dieser Umstand später als größtes Plus des Bausatzes in Erinnerung bleiben würde, war mir da noch nicht klar. Die Modelle, die ihr später kaufen könnt, werden natürlich eine Anleitung haben. Wenn man das Prinzip erstmal verstanden hat, ist diese aber kaum noch nötig, da vieles – zumindest auf den zweiten Blick – ziemlich einfach zu montieren ist.

Vom Bau der Modelle habe ich nicht gar so viele Bilder gemacht. Wieso? Nun, zum Einen war es Abends und die alte Kamera kommt mit dem gelben Glühbirnenlicht nicht gut zurecht, zum Anderen haben die meisten von uns ja schon Mal Gelände gebaut, da braucht es vermutlich keine Step-by-Step-Anleitung jeden Schrittes. Diese findet ihr dann ja auch in der Anleitung zum Gebäude, solltet ihr es erwerben.
Von meiner Seite nur die wichtigen und zentralen Punkte des Bausatzes: Beide Gebäude bestehen quasi aus zwei separaten Elementen. Einem inneren Konstrukt, welches vorrangig für die Stabilität sorgt, und einem äußeren Teil, der durch ausgelaserte Flächen die Struktur des Gebäudes vorgibt.

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Dadurch entstehen zwar nicht ganz so filigrane Gebäude wie z.B. beim Holzgelände zu Wolsung oder Gebäuden von Sarissa, da hier weder Pappe noch andere Teile für mehr Oberflächenstruktur zum Einsatz kommen, allerdings erhält man sehr stabile Gebäude, welche gut zu den soliden, eckigen Bunkeranlagen des STAR WARS Universums passen.

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Die Satellitenschüssel wird mit Abstandshaltern gebaut und sieht trotz fehlender Wölbung (die solche Schüsseln normalerweise haben) sehr realistisch aus.

Neben den beiden Gebäuden erhält man noch einige Kisten, einen Evaporator oder Sensorgitter und Absperrungen dazu, welche sich leicht zusammenbauen lassen. Auch hier gibt es wenig zu meckern, die Holzrahmen wirken teilweise allerdings nicht ganz optimal ausgenutzt, als hätte man ein wenig Platz verschwendet. Vielleicht wäre noch eine weitere Kiste oder eine vierte Barrikade in den Schnittrahmen möglich gewesen? Das ist aber nur ein Bauchgefühl, vergleicht man die Rahmen mit den übervollen, ausmaximierten der Wolsung-Gebäude, die ich auch noch hier liegen habe.

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Bemalung:

Die Modelle wurde von mir auf der MelBelCon in den ruhigen Minuten über die Mittagszeit oder Abends komplett bemalt. Vorher habe ich für den Größenvergleich erstmal den STAR WARS Legion Demotisch gekapert. Und wie erwartet – die Gebäude passen sehr gut! Der Bunker ist mit 7cm passend hoch für die etwas größeren Legion-Modelle, die Radarstation bringt es sogar auf beachtliche 26 Zentimeter Höhe. Dabei lässt sich die Radarstation sogar auf das Dach des Bunkers montieren, wenn man es noch höher haben will.

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Für die Grundierung nutzte ich eine simple graue Baumarktgrundierung und nebelte danach nochmal mit einer schwarzen Grundierung aus verschiedenen Winkeln über das Grau. Das könnte man sicher noch optimaler mit einer Airbrush lösen, so ging es aber auch ganz gut. Danach wurde eigentlich nur noch gebürstet. Zuerst Silber, dann ein helleres grau und über die Gitter nochmal mit purem Weiß. Die Türen wurden mit einer Metallfarbe bemalt.

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Später habe ich – da ich die Gebäude verlassen und heruntergekommen haben wollte – nochmal mit einem dunklen Braun und Orange getupft, wo der erste Rost bereits durch die Fassade blitzt. Mit einem dunklen Wash wurden noch ein paar Dreckstellen aus heruntergelaufenem Regen und Dreck eingemalt, dann war ich auch schon fertig.

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Alles in allem hat die Bemalung (ohne Trocknungszeiten) sicher nicht länger als zwei Stunden gedauert. Das Holz nimmt dabei die Farbe sauber auf und saugt sich damit voll, was einen Farbabrieb verhindert. Seltsame Rückstände auf dem Holz, die die Farbe splittern oder wellen lassen o.ä. gibt es hier nicht. Einzig bei der Satellitenschüssel muss man etwas auspassen, ich habe hier selbst mit vorsichtigem Einsatz des Sprays Farbnasen produziert, da die Farbe auf der glatten Oberfläche zum herunterlaufen neigt.

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Von der Größe her finde ich die Modelle doch recht beeindruckend, gerade die Satellitenschüssel wirkt schon ordentlich, selbst wenn man den 32mm-Maßstab von STAR WARS Legion zugrunde legt. Auch für andere Sci-Fi Tabletops lassen sich die Modelle nutzen, wer allerdings z.B. Infinity spielt, sollte vielleicht die Knöpfe an den Türen überdecken, die könnten ein bisschen zu hoch sein. Mit jeweils knappen 25 Euro liegen die Gebäude preislich durchaus Rahmen dessen, was man allgemein für Lasercut-Gelände zu zahlen bereit sein muss. Hersteller wie Sarissa oder Zen Terrain rufen ähnliche Preise auf. Für anderes STAR WARS spezifische Gelände zahlt man sogar noch mehr.

Fazit:

Das STAR WARS Gelände von Nerd X macht eigentlich alles richtig: Es nutzt die eckigen, imperialen Formen, welche sich mit Holz gut darstellen lassen, ist einfach zu bauen und zu bemalen. In Holz nur schwer darstellbare Formen wie die der Satellitenschüssel werden clever vereinfacht und passen von der Größe sehr gut zu den entsprechenden STAR WARS Legion Modellen. Gerade für Spieler die schnell einen Tisch voller Gelände haben möchten, ist es eine Empfehlung wert.

Größter Vorteil des Bausatzes ist rückblickend für mich die voll ausgelaserten Teile. Es gibt schlicht nichts, wo man mit Feile, Schleifpapier oder Messer nacharbeiten müsste. Die Teile müssen nicht aus dem Rahmen geschnitzt oder gebrochen werden und können so auch nicht kaputt gehen. Im Vergleich zu den Zäunen von Wolsung, welche ich auch noch hier liegen habe, ist das eine echte Wohltat und verkürzt die Bauzeit sicher auf die Hälfte der normalerweise benötigten Zeit.

Link: Nerd-X

Burkhard

Brückenkopf-Maskottchen, Todesrennen-Rennleiter und Aushilfsbespaßer. Im Zweifelsfall mit irgendeinem Diorama beschäftigt.

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Kommentare

  • Finde die Reihe von Nerd X ehrlich gesagt von den ganzen Angeboten an Star Wars Gelände mit am Schwächsten.

  • Wäre schön, wenn alle Fotos richtig herum wären und einige nicht so verzerrt.

    Bei dem Gelände habe ich jedesmal das Gefühl, dass man das schöner und plastischer mit nicht besonders viel Aufwand aus Styrodur selbst hinbekommt. Da könnte dieser Bausatz hier nur noch über den Preis punkten, der aber nicht angegeben ist.

    • Das Problem mit den Bildern gab es schon bei meinem letzten Artikel. Ich kann das Problem leider nicht genau eingrenzen, denn bei mir sind die Bilder im Artikel wie auch auf dem PC korrekt gedreht und nicht verzerrt. Ich werde das nächste mal eine andere Bildbearbeitungssoftware nehmen – hoffentlich löst das das Problem.

      • Hast du die Bilder zufällig mit einem I-Phone gemacht? Ich hatte mit Joomla mal ein ähliches Problem, einige Bilder in einer Bildergalerie wurden da wahllos gedreht. Später hat sich rausgestellt, dass es eben die Bilder waren, die mit einem I-Phone gemacht wurden. Als Workaround habe ich auf meinem PC Screenshots der entsprechenden Bilder gemacht und die dann verwendet. Das hat dann geklappt.

      • Wenn du die Bilder mit dem Handy machst nutzen die meisten noch Metainformationen für die Ausrichtung. Windows dreht das dann korrekt zu recht, aber das CMS (der Browser) nicht. Mit Photoshop oder Gimp kannst du das locker korrigieren.

      • Jupp, hab es gerade auf dem PC geöffnet (Firefox, Win10), da ist alles ok. Auf dem Handy (Safari, iOS) kommen die fehlerhaften Bilder.

  • Da Gelände ist insgesamt ok. Ohne die gute Bemalung würde es aber auch recht langweilig wirken.

  • Danke für das Review.
    Die Gebäude fangen mM nach gut die SW-Vorlage ein und erfüllen damit vlt etwas unscheinbar ihren Zweck. An der Satelittenschüssel erkennt man, das der Hersteller eigentlich gut das flache Medium MDF kaschieren kann. An 1-2 Stellen der Gebäude hätte das vlt auch nicht geschadet

  • Eher mau, wenn man sich den aktuellen Stand der Technik ansieht, da kann man eigentlich nur über den Preis punkten.

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