von BK-Christian | 19.04.2018 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer / Age of Sigmar

Review: Namarti Thralls

Zweiter Tag, zweites Idoneth Review, auch wenn dieser Artikel etwas länger gedauert hat als gedacht.

GW Review Idoneth Nararti Thralls 1 GW Review Idoneth Nararti Thralls 2

Wie alle Aelf verfügen die Namarti Thralls über eine Grazie, die anderen Völkern beinahe übernatürlich erscheint. Die Thralls ziehen als Hauptbestandteil der Infanterie der Idoneth in den Krieg und ihre Aufgabe ist es, den Feind in den Kampf zu verwickeln und ihn an Ort und Stelle festzuhalten. Im Kampf verwenden die Namarti Thralls eine große Bandbreite an Waffen, die man Lanmari nennt – zweihändige Schwerter, große Sensenäxte oder aufwendig gestaltete Stangenwaffen. Das Gewicht und die überlegene Reichweite solcher Waffen erweisen sich als überaus nützlich, um die gewaltigen Seeungeheuer zu vertreiben, welche die Idoneth-Enklaven praktisch andauernd heimsuchen, während die breiten Klingen ideal sind, um durch die wimmelnden Schwärme hungriger Raubfische zu schneiden, die den Aelf nachstellen.

Auf einen Blick:

Produkt: Namarti Thralls
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Preis: 40,00 Euro
Maßstab: 32mm

Das Reviewmaterial wurde vom Hersteller gestellt.

Ausgepackt

Neben zehn 32mm Bases (jupp, die Jungs und Mädels stehen nicht mehr auf 25mm Bases) enthält die Box eine Bauanleitung und zwei Gussrahmen. Letztere schauen wir uns natürlich direkt mal genauer an:

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Die Gussqualität kann sich einmal mehr sehen lassen, allerdings sind die Gussgrate bei den Thralls ein ganzes Stück deutlicher ausgeprägt als bei Lotann im gestrigen Review.

Zusammenbau

Die bereits erwähnten Gussgrate sorgen dafür, dass sich der Zusammenbau ziemlich zieht, was zu einer leichten Verspätung dieses Artikels geführt hat. Jedes Teil besitzt eine umlaufende Gusslinie, die sich zwar leicht entfernen lässt, aber die Zackendesigns der Modelle machen diese Aufgabe zu einer ziemlichen Geduldsprobe.

5 der 10 Modelle können mit zwei verschiedenen Waffen gebaut werden, was oft auch zu völlig unterschiedlichen Posen führt. Da die Modelle ansonsten in ihrer Pose vorgegeben sind, kann man auf diese Weise etwas Varianz in größere Truppen bringen.

Das Kleben funktioniert trotz einiger kleiner Klebestellen gut, allerdings werden wir unsere Modelle morgen noch hier und da mit etwas Liquid Green Stuff und einem scharfen Cutter nachbearbeiten. So sehen sie derzeit aus:

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Und so mit besserem Licht und einem schickeren Hintergrund:

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Mit etwas Phantasie lassen sich zwei 5er-Gruppen zusammenstellen, die sich vor allem hinsichtlich ihrer Waffen leicht unterscheiden:

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Größenvergleich

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Fazit

Die Namarti Thralls sind unglaublich dynamische und schicke Modelle, die sofort Lust aufs Bemalen machen. Die Gussqualität ist zwar nicht ganz so beeindruckend wie bei Lotann, aber immer noch weit jenseits des Durchschnitts. Ob das allerdings den Preis von 40 Euro rechtfertigt, ist zumindest diskutabel. Die Idoneth sind zwar eher eine Elitefraktion und man wird wohl kaum riesige Mengen an Thralls brauchen, aber 40 Euro sind für 10 Plastikinfanteristen einfach eine ziemliche Ansage.

Wer darüber hinwegsehen kann und das Design der Idoneth generell mag, bekommt mit den Namarti Thralls eine sehr stilvolle und gelungene Kerninfanterie.

Link: Games Workshop

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Danke für das Review 🙂 Ich finde die Modelle sehr gelungen 🙂 GW hat da genau meinen Geschmack getroffen 🙂

    • Ja, eben!
      Oder sie auf etwas normaler runtertrimmen.
      Die Augenlosigkeit ist nur so ne Sache. Aber bei den starren Gesichtern könnten die Köpfe auch als Helme durchgehen.

  • Würden gut und ohne Probleme zu den Dark Eldar oder eben als Slaaneshkultisten passen. Die Waffen finde ich absolut lächerlich, gerade die dünnen Stege die als Verbindung zwischen Klinge und Griffstange dienen. Insgesamt die schwächsten Modelle der Idoneth.

    Der Preis ist halt typisch GW, da hat sich nichts geändert.

    • Hmm ich finde das sind irgendwie die besten Idoneth, kann dem Wellenreiter am wenigsten abgewinnen. Naja Geschmäcker sind verschieden.

      • Da hast du Recht, der Wellenreiter toppt die tatsächlich noch. 😀 Hatte den ob des Preises schon wieder verdrängt.

  • Ja. Als ich die ersten Bilder gesehen hatte dachte ich auch, dass da einer die Falmer mit ein bisschen Lovecrafts Deep Ones (Die ornamente erinnern mich stark an diese spanische Dagon Verfilmung) gekreuzt hat und dann noch schnell die letzten DC Animated Aquaman Filme nach Seemonsterkonzepten durchforstet hat.

  • An den Gussgraten sollte GW definitiv nochmal arbeiten finde ich. War auch bei den Necromunda Orlocks so. Jedes Teil muss man nachbearbeiten und bei Zacken und Rillen kommt man gar nicht erst ran. Sehr sehr nervig, man will sich doe teuren Minis ja nicht von vorne herein versauen. Habe aber die Befürchtung dass man da schon das Maximum rausholt…

  • Auch das hier sind schönes Minis zu einem – wie ich finde – überhöhten Preis. 40 Euro für 10 Standard-Truppler sind schon mehr als heftig.

    Gefühlt zieht GW jetzt wieder bei jeder neuen Armee die Preise für die regulären Truppen spürbar an.

    PS:
    Natürlich wie immer ein gutes Review, danke für die Vorstellung.

  • Die Teile sehen gut aus aber auch hier ist der Trend weg von Multipart hin zu weniger Teilen sichtbar.

    Klar die Gussrahmen sind gut gefühlt aber die Posen option stark eingeschränkt (10 feste Körper) das ganze ist Umbau“feindlicher“ und man hat am ende viele Teile über die man eigentlich nicht braucht.

    • Das stimmt, allerdings muss ich auf der anderen Seite zugeben, dass diese Modelle eine Dynamik und Varianz aufweisen, wie ich sie bei eigentlich „flexibleren“ Bausätzen nie gesehen habe. Wenn man ein Modell maximal modular halten will, muss man es entweder in massenhaft Teile schneiden oder beim Design der Gelenke und Übergänge Kompromisse machen, was immer Nachteile hat.

      Inzwischen würde sicher auch bei echten Multipose-Bausätzen mehr gehen, aber irgendwie waren Regimenter aus deutlich mehr Teilen in der Vergangenheit am Ende im mer deutlich uniformer als beispielsweise diese Jungs hier…

      • Klar die alten Regimenter hatten auch deshalb so viele Teile weil die Fertigungstechnik damals so was hier gar nicht zu gelassen hätte, das will ich gar nicht bestreiten. Das ist klar besser geworden und durch die verschiedenen Waffen und Dekorelemente bekommt man selbst bei „nur“ 10 Körpern eine gewisse Varianz hin.
        Was die Uniformität angeht, wollte man damals ganze noch irgendwie aufs Regimentsbase bekommen musste man beim Bauen schon Planen wie die Modelle später stehen, was die Posen dann doch sehr eingeschränkt hat, das gibt es ja bei AOS nicht mehr und man ist da etwas freier.

        Negativ bleibt trotzdem die Umbaufähigkeit wollte z.B. die Medusen der DoK als Teilespender für Dark Eldar benutzen was leider aber nur sehr schwierig umsetzbar ist, und bei diesen Modellen ist es wieder so das man seine Probleme beim Umbauen bekommt. Das finde ich schade.

        Was mich aber wirklich stört ist dieser Teile Überschuss.
        Mutli Unit-Bausätze könnten so leicht vermieden werden ein Gussrahmen für die Gemeinsamen Teile und einer für die Waffen etc.

        Dann mögen die Gussrahmen vielleicht nicht mehr 110% ausgelastet sein aber die Kunden müssen nicht immer teile mit bezahlen die sie nicht wollen.

  • Hammer Minis und mega dass GW euch sowas zur Verfügung stellt! Wird wieder zu der besten Tabletop Firma aufm Markt!! Daumen hoch

  • Danke für das Review! Gibt ein paar gute Infos wie das mit den Graten, Posenvarianz und Klebestellen. Detailaufnahmen zu speziellen Punkten, gerade wenn sie im Review besonders erwähnt wurden (Gussgrat!), wäre allerdings ganz schön um sich ein echtes Bild davon machen zu können. Jeder interpretiert Worte ja doch recht unterschiedlich und ein aussagekräftiges Foto wäre echt toll. Kann z.B. nicht herauslesen, ob diese Grate im dem Maß sind wie früher oder stärker.

    Gestalten sie eigentlich mittlerweile ihre Formen / Sculpts so, dass diese unschönen „gezogenen Versatzstellen“ nicht mehr auftauchen, die gerne mal an der Seite von Hartplastikmodellen entstehen, weil die Detailtiefen seitlich aufgrund der zweiteiligen Stahlformen so nicht abzubilden sind? Versteht man, was ich meine? ^^

    Cheers!

    • Hiho!

      Gussgrate lassen sich leider auf Fotos schlecht abbilden (wenn sie nicht gerade völlig übertrieben sind. Insgesamt würde ich sagen, dass die Grate absolut im Rahmen sind, da habe ichs chon viel schlimmeres gesehen und sie lassen sich auch leicht entfernen, es sind nur eben mehr als bei Lotann und sie laufen an schwieirigeren Stellen.

      Die Versatzstellen, die du meinst, sind glaube ich Hinterschneidungen, die sich im Gussrahmen nicht abbilden ließen und deshalb etwas unschön mit Plastik ausgefüllt wurden. Das gibt es hier nicht (oder nur so, dass man es nicht sieht, z.B. an der Unterseite der Modelle), das Problem ist generell vor allem bei den Snapfit-Modellen ein Thema.

      • Danke für’s gute Antworten!
        Gerade das GW-Plastik ließ sich ja schon lange (denke sogar schon immer) sehr gut entgraten mit Schneiden und v.a. Schaben/Kratzen (Bastelmesser nicht mit der Klinge nach vorn sondern soz. „rückwärts“ drüber ziehen). Die Beschreibung erweckte bloß einen leicht heftigen Eindruck.

        Ja, genau. Man könnte es auch als Material-Schatten beschreiben. Tiefe Stellen, die dann gefüllt sind, oder Formen (Kettenhemden, Fell, Stoff, Muster etc.) die dann „verzogen“ rauskommen, eben weil die Teile sonst in der harten Gussform feststecken würden. Das sind immer die Trauerstellen an Modellen, finde ich. Man muss dann entweder mit den unschönen Stellen leben oder ewig selbst dranrum schnitzen oder sie kaschieren. Doch GW sollten mittlerweile genug Erfahrung haben, Figuren so zu modellieren, dass das nicht vorkommt. Und hier scheint das ja endlich auch der Fall zu sein!

  • Schönes Review. Danke dafür.
    Zum Preis: wenn man die „ich brauche da einen 50-Mann-Trupp“ Denke abschaltet, ist der Preis in meinen Augen vollkommen ok. 10 Minis in der Qualität mit diversen Baumöglichkeiten sind meines Wissens nirgends günstiger zu haben. Weder bei anderen Plastikanbietern (zwar günstiger, aber wie sehen dann die Minis aus?), noch bei Anbietern von Skirmish Modellen (die meines Erachtens in puncto Detail und Dynamik in derselben Liga spielen).
    Da das System dahinter auch nicht mehr zwingend auf hunderte von Minis ausgelegt ist, passt das schon. Der Reflex, alles in Masse aufzustellen und kein Spiel unterhalb der Größe eines durchschnittlichen Kinderzimmers austragen zu wollen, ist ein bisschen selbstverschuldet 😉

    • Würde dem zustimmen! Wären die Idoneth für Fantasy erschienen und man würde min. 30 für einen Trupp brauchen wäre der Preis viel zu hoch (siehe Witch Aelfs der Dunkelelfen für das selbe Problem). In AoS wird man aber in der Regel diesen Bausatz nicht mehr als 1-2 mal kaufen müssen und dann ist der Preis auch verkraftbar.

  • Ich hoffe ja darauf, das die Jungs und Mädels in der Star Collection Box drin sind (oder die mit Bögen) 🤔😁
    Die Modelle gefallen mir alle sehr gut. Posen finde ich super und ich denke, es wird echt Spass machen sie zu bemalen.
    Was den Preis betrifft, sicherlich nicht ganz billig. Allerdings würde ich auch maximal zwei Einheiten von denen in meiner Armee haben wollen. Somit ist das ok für mich.

    Ich hoffe ihr bekommt die Bogenschützen Version noch für ein Review.

  • Poah! Die sind vom Detailgrad und der Feinheit für Plasteminies ja mal echt Hochprozentiges… Auch wenn ich kein Interesse an AoS habe, aber die schauen wirklich prächtig aus!

  • Ein Aspekt, den ich bei den neuen Bausätzen immer weiter beobachte, ist dass kaum noch zusätzliche Bitz in den Gussrahmen mehr sind. Hier kann ich auf den ersten Blick kaum mehr als ein paar Fische und Korallen finden.

    Früher waren die Gussrahmen voll mit Teilen, die eben nicht zur zweiten baubaren Einheit gehört haben, sondern die wirklich zusätzlich waren. Lose Waffen (ohne angegossene Arme) zum Beispiel. Extra Helme, ein paar Sachen als Krempel für die Bases oder für Umbauten. Besonders toll fand ich die Rahmen der Bretonen. Schatztruhen, Taschen, Extrawaffen, ein Hund und ganz besonders die Weinbergschnecke!

    Naja. Man hätte überhaupt die Alte Welt nicht zerstören sollen.

    • Verstehe vollkommen, was du meinst! Das war echt ein wirkliches Qualitätsmerkmal. Leider scheint das u.a. – spitz formuliert – einem Uniformitätsdogma geopfert worden zu sein.

    • Die alte Welt wurde zerstört? Das habe ich mich überhaupt nicht mitbekommen. Erzähl mir bitte mehr darüber.

      Aber mal im Ernst. Muss man das jedes mal wiederholen? Nach über zwei Jahren?

      Mit den Bitz gebe ich dir recht. Da ging früher mehr.

  • Sehen zwar gut aus, aber 40€ für 10 Plastik-Minis sind einfach zu teuer. Warum nicht wie früher 30€ für Eliten? Das war gerade noch in Ordnung. Aber 40€!? Nee danke… 🙁

  • Mir persönlich ein wenig zu muskulös und die Klingen bei GW mal wieder zu übertrieben groß… aber sonst schon hübsch und schöne Posen.

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