von BK-Carsten | 11.05.2017 | eingestellt unter: Hobbykeller, Pulp, Role Play Convention

Into the Burkhlands: Der Lutherer

„In einem Land, das nur das Gesetz der Straße kennt, in einem Land, in dem der Teufel die Krieger von ihrem Pfad auf der Reise nach Burkhalla abbringen will, dort gibt es einen, der sich um die verlorenen Seelen kümmert:
Der Lutherer!

Lutherer_Glamshot1

Er erteilt die vollkommene Absolution. Sein Beichtstuhl ist sein Auto, seine Bibel der V8 und seine Messe hält er auf den Wüstenpisten der Burkhlands.
Der Lutherer ist ihr letzter Zeuge, auf ihrem Weg nach Burkhalla – wenn die Fahrer ihn um Vergebung für ihre Sünden bitten.

Der Beichtstuhl des Lutherer basiert auf einem Matchboxmodell des Mercedes 300 E der 124 Baureihe (1984 bis 1996/97) Die dickste Motorisierung hatten damals die Modelle mit V8 Motorisierung, die für den japanischen und amerikanischen Markt vorgesehen waren. Spitzenreiter war der E 60 AMG mit satten 381 PS. Bleibt die Frage, ob sich der Zuchtbulle mit dem Heckantrieb auf den Sandpisten der Burkhlands nicht vom Modell mit Allradantrieb am Ende doch noch die Wurst vom Teller ziehen lassen würde.

Lutherer_before

Damit die Absolutionskammer schön dunkel, anonym und sicher ist, schweißte der Lutherer erst einmal alle Öffnungen zu. Der Ein- und Ausstieg erfolgt nun über die Heckklappe. Um ein paar grobe Schweißnähte zu ziehen, griff er zu Plastic Putty von Vallejo. An den Nähten kann sich sogar Fynn Kliemann noch was abgucken. Die offenen Seitenfenster wurden mit einer zusätzlichen Stahlplatte aus Plastic Card abgedichtet.
Damit der Blick auf die staubige Straße gewährleistet ist, gibt es vorne eine kleine Sichtklappe. Für den Rundumblick sorgt ein Sehrohr. Zusätzlich wurde die Frontpanzerung noch mit aufgenieteten Bändern aus Greenstuff verstärkt. Die Nieten wurden mit der Spitze eines Druckbleistifts geformt.

Lutherer_FirstSteps

Wer den Glauben an Burkhalla verbreitet, braucht manchmal ein starkes Werkzeug. Daher bekam der Mercedes eine leicht verstärkte Stoßstange aus einem Stahlträger. Der wurde mit zwei Kunststoff-Rundstäben an der Front angebracht. Dafür wichen die Scheinwerfer einem Proxxon-Tool mit Fräskopf. Damit können die feigen Sünder gestoppt werden, die nicht den Ruf von Burkhalla folgen, sondern nur entspannt ein wenig cruisen wollen.

Lutherer_TheRam Lutherer_HArdTools

„Und man hörte die Orgelpfeifen seines Beichtstuhls weit über die kargen Steppen der toten Lande. Das Kommen des Lutherers kündigte sich mit lautem Dröhnen aus seinen verchromten und auf Hochglanz polierten Sidepipes an. Die Sünder warfen sich in den staub und flehten um Erlösung, sobald sie dem Klang gewahr wurden. Jeder Widerstand brach zusammen wie die Mauern von Jericho.“

Die Sidepipes sind aus Kunststoffröhrchen, die sich ineinander stecken ließen. Die Anschlussschläuche wurden aus Greenstuff mit dem Tube Tool geformt.


„Und sein Wagen war schwarz, wie das Gewand eines Priesters. Und auf der Motorhaube prangte an Totenschädel, der jeden von euch daran erinnern soll, dass auch ihr sterblich seid.“

Zuerst bekam der Wagen eine Grundierung mit schwarzer Duncan-Farbe. Die Stahlplatten erhielten einen blau-grauen Schutzlack. Für die Schweißnähte kam Gunmetal-Silber zum Einsatz. Ein wenig orange-braun für Rost. Die Sidepipes wurden anschließend mit AK True Metal poliert. Für das Weathering kamen diverse Pigmente, Rost-Wash und Rust Effect von Modelmates auf den Lack. Der Totenkopf und die beiden Nummern am Heck sind von einem Warhammer-40.000-Decalbogen.

Lutherer_FirstPaint Lutherer_beforeWeathering Lutherer_Weathered

Bis zum Einsatz auf der Role-Play-Convention sollte eventuell noch eine Schicht Mattlack drüber.

„Und die, die reinen Glaubens sind, brauchen den Lutherer nicht zu fürchten. Die, die wahre Asphaltkrieger sind, werden mit Freude und Stolz in ihren Herzen vor ihm Zeugnis ablegen und selig gen Burkhalla fahren.
Amen!

Lutherer_Glamshot1 Lutherer_Glamshot2 Lutherer_Glamshot3 Lutherer_Glamshot4

Seid ihr, liebe Schwestern und Brüder, Sünder oder Gläubige? Seid ihr bereit, euch dem Lutherer und seinem Beichtstuhl auf der RPC zu stellen? Packt eure Karren ein, und kommt zu Dr. Burkhensteins Todesrennen!

BK-Carsten

Carsten, Brückenkopf Redakteur. Im Hobby seit Adam und Eva. Erstes Tabletop: Warhammer 6. Ed. Aktuelle Projekte: Blood Bowl, Pulp, Fantasy Skirmisher..., Malen und Modellieren

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Kommentare

  • Ist das n Wortspiel mit Läutern?

    Ich mag den “angebundenen” Stahlträger sehr. Auch die zugeschweißten Türen. Hat der Junge eigentlich nur den Tunnelblick nach vorn? Ganz schön risky. o.O Ach, vergaß, der schaut ja nur geradeaus nach Burkhalla…

    Den / die Fahrer würde ich ja gern mal sehen. Gäbe dem ganzen noch einen zusätzlichen Kick.

    • Das Sehrohr! Steht doch oben. 😉

      Und Lutherer ist definitiv ein Wortspiel. Auch mit meinem alten Nickname hier: Luther O.

      Hmm, schaffe ich es, mit bis zur RPC noch ein Priester-Gewand zuzulegen?

      • Ah, sozusagen der LutherOr.

        My bad. Das Röhrchen hatte ich wohl mehr als Schnorchel oder sowas verstanden. 😉

        Also, ich dachte eher an eine Miniatur – maßstabsgetreu oder Gängigeres – oder sonstige illustrierende Darstellung. Die Selbstverwandlung hat natürlich auch was. Aber, bitte nicht bloß ein stinknormales Priestergewand überwerfen. Das würde den Charme dieser dreckigen Höllenrostlaube (weißt ja, das ist hier was Positives 😉 ) doch etwas killen. Als schön noch bisschen Schmodder dran und PostApo-Acessoirs draufpacken. Haste auch gleich eine Themen-Gewandung für Fastnacht, Halloween und sonstwas. 😀

      • @Raest Ich hab überlegt einen mini comic zu unseren Karren zu machen, wo dann auch die Fahrer zu sehen wären, aber kp ob ich den rechtzeitig fertigkriegen würde vor der RPC 😀

      • @ Marcel: Oha. Das wäre ja nett! Bekäme man das alles dann auch als auf der RPC Nichtanwesender zu Gesichte?

  • Schicker Hobbykeller.

    Mir ist aufgefallen, hier stehen Autos mit mehr Volumen und Gewicht aus alten Zeiten im Vordergrund…

    …wenn die Apokalypse kommt, so würde auf der Basis heutiger Fahrzeuge nur wenig Verstärkungsarbeit möglich aber eine Menge notwendig sein:
    Alles nur dünnes Blech, Plastik und andere Werkstoffe, super Knautschzonen und Leichtbauweisen, wo soll man den da seine Panzerung einbauen?? (Ach, ja aufgrund der komplizierten Bordelektronik, müsste die komplette Verkabelung ebenfalls abgebaut/vereinfacht werden)

    • Danke.
      Ja, so ein Vergaser lässt sich auch leichter mit etwas Blut und Spucke fixen, als eine verbrauchsoptimierte, vom Steuergerät gesteuerte Direkteinspritzung mit Start-Stopp-Automatik. Um die Umwelt muss sich in den Burkhlands eh keiner mehr sorgen.

    • Wenn so ein Fahrzeug (Mercedes) wirklich umgebaut werden würde:

      Komplett entkernen, Ersetzen des Bleches durch Formrohre und Panzerplatten, Federung, Kupplung, Getriebe: alles neu. Oder besser gesagt: ALT!
      Die waren früher überdimensioniert und würden der Zusatzbelastung vielleicht standhalten.
      Elektrik auf ein Minimum, Wenn möglich ein Selbstzünder-Motor, da Ersatzteile wie Batterien und Zündkerzen ziemlich schnell alle sein werden.
      Räder auf Vollgummi umbauen. Luft in den Rädern?: Keine gute Wahl.

      Wen ihr in so einem Szenario wirklich überleben wollt, verwendet alte WWII Vehikel der Amis (ein 3/4 Tonner z.B.).
      Der würde die Extrapanzerung auch tragen können.
      Die Fressen einfach alles und sind durch nichts umzubringen.
      Holzvergaser wäre auch nicht schlecht. Dann braucht ihr keinen Treibstoff.

      Andererseits: Gibt es dann noch Wälder?
      Und wenn es keinen Wald mehr gibt: Wo kommt dann der Sauerstoff her?

      Und: Wozu mache ich mir überhaupt Gedanken dazu????
      Das Spiel/Setting scheint mich zu interessieren.
      Muss ich mir dringend mal ansehen. 🙂

  • Echt Klasse !!
    Mir gefallen die Kisten bis jetzt richtig gut.
    Habe jetzt auch einen alten Matchbox von mir ausgekramt. Anregungen habe ich ja nun und noch 2 Wochen Zeit 😉 .

  • Heute nen 32er Ford gekauft (1,50€) grundiert und Rost draufgeklatscht.
    Während ich diese Zeilen schreibe soll er Trocknen. Und dannn………
    Nen Coolen Namen brauch ich noch.
    Ok “Der Regulator” schrecken der Wüste, erbarmunslos und Todbringend!

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