Games Workshop: Halbjahreszahlen

Games Workshop haben die Zahlen für das letzte Geschäftshalbjahr veröffentlicht.

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Nach zuletzt eher ernüchternden Zahlen konnte das Unternehmen im vergangenen Halbjahr deutliche Verbesserungen erzielen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 55,3 Millionen Pfund auf 70,9 Millionen. Dies ist allerdings zu einem gewissen Teil dem dramatisch gesunkenen Pfundkurs zu verdanken, durch den Umsätze außerhalb Großbritanniens auch ohne echtes Umsatzwachstum mehr Pfund eingebracht hätten als im Vorjahr. Aber auch wenn man einen stabilen Währungskurs zugrunde legt, bleibt am Ende ein Umsatzwachstum von gut 13 Prozent auf 62,7 Millionen Pfund.

Der Gewinn vor Steuern machte einen prozentual noch deutlicheren Sprung und stieg von 6,3 Millionen Pfund auf 13,8 Millionen.
Hier müssen allerdings einige Punkte beachtet werden. Rechnet man die Einnahmen durch Lizenzgebühren heraus, bleiben 10,5 Millionen übrig. Hinzu kommt eine Veränderung in der Buchhaltung. Seit dem 30.5.2016 gehen immaterielle Güter, Entwicklungskosten und die Abschreibungen für Gussformen in veränderter Form in die Bilanz ein, was zu einem positiven Effekt in Höhe von 0,8 Millionen Pfund geführt hat. Die verbliebenen 9,7 Millionen Pfund müssen darüber hinaus noch um die Währungseffekte bereinigt werden.
Nach Abzug aller Sondereffekte bleibt im reinen Kerngeschäft ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 6,7 Millionen Pfund – immer noch ein Anstieg von 2 Millionen (rund 42%), denn im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn vor Steuern und Lizenzeinnahmen (Royalties) bei 4,7 Millionen gelegen. (Anmerkung: Die weiter oben genannten 6,3 Millionen schließen die Lizenzeinnahmen ein).

Games Workshop CEO Kevin Rountree zeigte sich angesichts dieser Zahlen entsprechend zufrieden:

„Our business and our Hobby are in good shape. We are pleased to report sales and profit growth in the period across all channels. This improvement was built on a considerable team effort across the business.”

Games Workshop_Warhammer 40.000 Space Marine Captain

Der Wachstum ist laut GW auf mehrere erfolgreiche Maßnahmen zurückzuführen darunter beispielsweise die folgenden:

  • Im Retail-Bereich wurden 17 neue Stores eröffnet, darunter fallen allerdings auch Standortverlagerungen. Unter anderem wurden erstmals Geschäfte in Singapur, Malaysia und Hong Kong eröffnet. Da im gleichen zeitraum auch 8 Niederlassungen geschlossen wurden, kommt GW derzeit auf 460 Geschäfte.
  • Die Verkaufzahlen im GW-eigenen Onlineshop stiegen um 8%. Als erfolgreich bewertet das Unternehmen vor allem auch die “Made to Order“ and “Last Chance to Buy“-Initiativen.
  • Die Bereiche abseits des Kerngeschäfts (z.B. Lizenzen, Digitales, Bücher, Magazine) konnten ihre Verkaufszahlen von 7,56 Millionen Pfund auf 9,8 Millionen verbessern. Das Wachstum verteilte sich dabei auf alle Geschäftsbereiche, besonders stark war aber das Lizenzgeschäft, das ein Wachstum von 1,5 Millionen auf 3,3 Millionen Pfund verbuchen konnte.

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Die erfolgreichen Zahlen kommen auch den Aktionären zugute, die Dividende stieg von 20 Pence pro Aktie auf 25 Pence.

Natürlich macht eine Schwalbe keinen Sommer, und der Vergleichszeitraum aus dem Jahr 2015 war außerdem kein besonders erfolgreicher für Games Workshop, es scheint sich aber ein positiver Trend abzuzeichnen. Es wird interessant zu sehen, ob sich die Entwicklung auch im kommenden Halbjahr fortsetzen wird.

Den vollständigen Halbjahresbericht findet Ihr unter folgendem Link:

Games Workshop Group PLC (“Games Workshop” or the “Group”) announces its half-yearly results for the six months to 27 November 2016.

Quelle: Games Workshop Investor Relations

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Über BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und dem Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy. Aktuelle Projekte: Dreadball (alle Teams), Kings of War (Basilea), Deadzone (Enforcers), Eisenkern Armee.
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