Exklusivreview: Shieldwolf Shieldmaidens

Heute haben wir ein ganz besonderes Review für Euch vorbereitet.

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Shieldwolf Miniatures haben uns exklusiv ein Set ihrer kommenden Shieldmaidens aus Hartplastik zugeschickt, und wir schauen uns die Gussrahmen mal genauer an.

Auf einen Blick:

Produkt: Shieldmaidens
Hersteller: Shieldwolf Miniatures
Material: Hartplastik
Preis: Vorraussichtlich 27,75 Euro für 20 Modelle
Maßstab: 28mm

Das Reviewmaterial wurde vom Hersteller gestellt.

Ausgepackt:

Unsere Gussrahmen wurden ohne Verpackung geliefert, das Aussehen der Boxen, bleibt deshalb vorerst noch ein Geheimnis. Wir können aber direkt auf den Inhalt eingehen, und der ist ja ohnehin wichtiger. Jede 20er-Box wird 5 Gussrahmen enthalten, die sich auf zwei verschiedene Designs verteilen.

Der Truppgussrahmen ist doppelt in der Box vorhanden (wir zeigen hier Vorder- und Rückseite):

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Der Kommandogussrahmen ist hingegen dreimal in der Box enthalten:

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Wer ein wenig rechnen kann, merkt hier vermutlich schon, dass die 20er-Box in Wahrheit Bits für 24 Modelle enthält (6 in jedem Truppgussrahmen und 4 in jedem Kommandogussrahmen). Es lassen sich allerdings lediglich 20 reine Nah- oder Fernkämpfer bauen (bei gemischten Trupps sind hingegen problemlos 24 Kriegerinnen möglich). Auch Umhänge sind lediglich für 20 Modelle enthalten (auch hier gilt: wer nicht jedem Modell einen Umhang geben möchte, kann problemlos 24 Modelle bauen). Die 20 sind also eine Minimalangabe für Käufer, die reine Nah- oder Fernkampftrupps bauen wollen.

Details:

Wir haben die Gussrahmen für Euch auch etwas genauer unter die Lupe genommen und Nahaufnahmen einiger Teile gemacht:

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Insgesamt machen die Teile einen guten Eindruck, auch wenn die Detailschärfe mit dem Klassenprimus Games Workshop nicht mithalten kann und man den modellen ihre Computerherkunft an einigen Stellen durchaus ansieht. Die Gussgrate sind im üblichen Rahmen und lassen sich recht gut entfernen, hier und da liegen sie allerdings etwas ungünstig und ein scharfer Cutter ist gerade auch angesichts der mitunter sehr feinen Teile zu empfehlen.

Zusammenbau:

Der Zusammenbau der Modelle läuft sehr geradlinig. Beine und Vorderseite des Torsos sind zusammengegossen, hier muss lediglich noch der Rücken angeklebt werden, wobei man die Wahl zwischen eine Bit mit Umhang und einem ohne hat. Es folgen die Arme, wobei man für den rechten Arm zwischen Nahkampfwaffe und Handarmbrust wählen kann, bei den linken Armen kann man optional einen Schild ankleben. Die Köpfe werden einfach in den vorgesehenen Slot geklebt und lassen sich dabei recht frei positionieren.

Insgesamt verlief der Zusammenbau problemlos, einige Teile waren allerdings durchaus etwas fitzelig. Bei den Köpfen kann es außerdem helfen, die Hälse unten etwas anzuspitzen, damit sie besser in die vorgesehenen Slots passen.

Insgesamt haben wir 10 Modelle gebaut und dabei wild Teile gemischt, um möglichst viele Optionen abzubilden (außerdem sollen die Damen nicht als Regiment, sondern eher als Skirmish-Bande Verwendung finden). So sahen die Modelle dann aus:

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Einige der Modelle haben wir noch einmal einzeln abgelichtet:

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Größenvergleich:

Natürlich darf auch hier unser Vergleichsbild nicht fehlen. Diesmal haben wir einen recht bunten Mix an Vergleichsmodellen zusammengestellt, darunter einen Stormcast, einen untotifizierten Wikinger von Gripping Beast, ein mantic-Skelett und eine GW Hexenkriegerin:

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Fazit:

Shieldwolf liefern mit den Shieldmaidens einen Bausatz ab, der viele Optionen beim Zusammenbau bietet und deshalb sowohl für Skirmishfreunde als auch für Rank&File-Spieler interessant ist. Die Gussqualität ist insgesamt sehr überzeugend, hier und da gibt es allerdings weiche Details und ungeschickt platzierte Gussgrate.

Das Design der Modelle ist ebenfalls durchaus gelungen, allerdings wären einige dynamischere Posen wünschenswert gewesen. Abgesehen von einem laufenden Beinpaar im Truppgussrahmen (also 2 pro 20er-Box) sind alle Beine in einer eher ruhig stehenden Pose fixiert, hier hätte man etwas mehr Action reinbringen können. Auch die Haltung der Waffen hätte hier und da etwas agiler sein können, allzu steife Posen lassen sich aber dennoch recht gut vermeiden. Ein weiteres kleines Manko betrifft die linken Arme. Hier sieht man einfach, dass sie für den Einsatz mit den Schilden gestaltet wurden (leicht angewinkelt, geballte Faust), was in Kombination mit den Handarmbrüsten mitunter etwas seltsam aussehen kann.

Ein schöner Bonus sind hingegen die vier Extramodelle. Sie ermöglichen beispielsweise einen kompletten 20er-Trupp ohne bauchfreie Rüstungen, was in den Kommentaren zum Kickstarter für einige Leser ein wichtiger Punkt war. Auch die generelle Optionsvielfalt des Bausatzes ist ein absoluter Pluspunkt.

Insgesamt liefern Shieldwolf mit den Shieldmaidens einen schönen und vielfältigen Bausatz, mit dem zahlreiche Fantasyspieler ihren Spaß haben dürften. Egal ob es eine Abenteurerbande für Frostgrave werden soll oder ein Regiment für Kings of War – die Shieldmaidens machen mit Sicherheit eine gute Figur. Der ausgesprochen günstige Preis (letzlich kommt man pro Miniatur nur auf etwas über einen Euro) macht die Box gleich nochmal attraktiver.

Die Shieldmaidens sollen ab Ende März/Anfang April vorbestellbar sein, endgültig erhältlich sind sie dann in der letzten Aprilwoche.

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Über BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und dem Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy. Aktuelle Projekte: Dreadball (alle Teams), Kings of War (Basilea), Deadzone (Enforcers), Eisenkern Armee.
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