von BK-Christian | 03.01.2017 | eingestellt unter: Brettspiele

Asmodee und Heidelberger fusionieren

Der Heidelberger Spieleverlag wird Teil von Asmodee.

AS Asmodee Heidelberger fusion

Essen, Walldürn, 02. Januar 2017 – Asmodee und der Heidelberger Spieleverlag sind stolz, ihre Fusion bekannt zu geben. Nachdem beide Verlage bereits seit August 2015 eng in der Logistik zusammenarbeiten, ist der Zusammenschluss der optimale Schritt, um den gemeinsamen Erfolg weiter auszubauen.

Durch die Zusammenlegung können die jeweiligen Stärken beider Firmen in Marketing, Events, Vertrieb, Service und Logistik hervorragend kombiniert und noch verbessert werden. Auch die Sortimente beider Firmen ergänzen sich ausgezeichnet und ermöglichen es, den Kunden ein noch breiteres Spektrum an Spielen anzubieten. So erfolgreiche und ausgezeichnete Spiele wie Dobble, Zug um Zug, Dixit, Codenames, Zombicide, X-Wing und neue Hits wie Star Wars Destiny, das Final Fantasy Trading Card Game oder Runewars kommen nun aus einem Haus.

„Ich freue mich sehr, dass der Heidelberger Spieleverlag jetzt ein Teil der Asmodee-Familie ist“, sagt Carol Rapp, Geschäftsführerin von Asmodee Deutschland. „Durch den Zusammenschluss bekommt Asmodee nicht nur fantastische neue Spiele, sondern auch großartige neue Kollegen. Beides hilft uns sehr, den Erfolg der letzten Jahre noch zu übertreffen.“

„Wir starten gemeinsam in eine für alle gewinnbringende Zukunft“, sagt Petra Hofstetter, Geschäftsführerin des Heidelberger Spieleverlags. „Nicht nur beide Verlage samt der Mitarbeiter, auch unsere Partner und besonders unsere Kunden werden von dem großen Erfahrungsschatz und Stärken beider Seiten profitieren.“

Der Heidelberger Spieleverlag wird weiterhin am Standort Walldürn bleiben und als Studio Heidelberger unter dem bekannten Logo des Bären herausragende Spiele entwickeln und die Lokalisation der FFG-Spiele fortsetzen. Auch die Logistik und das Lager werden wie bisher weitergeführt und den gewohnt schnellen Service bieten. Die Firma wird als Asmodee GmbH geführt, als Geschäftsführerin des Unternehmens wird Carol Rapp fungieren.

AS Asmodee Heidelberger fusion 2

Über Asmodee:

Asmodee Deutschland wurde 2008 gegründet und ist Teil der Asmodee Group, die als international führender Verlag und Vertrieb mit Unternehmungen in Europa, den USA und China, tätig ist. Der Sitz von Asmodee in Deutschland ist in Essen. Zu den bekanntesten Titeln, sowohl als Verlag wie auch als Vertrieb für Verlagspartner, zählen Zug um Zug, Splendor, 7 Wonders, Dixit, Dobble, Jungle Speed, Die Werwölfe von Düsterwald, Colt Express, T.I.M.E Stories, Pandemic Legacy … In einigen europäischen Ländern vertreibt Asmodee außerdem Sammelkartenspiele wie Pokémon, Magic oder Yu-Gi-Oh!. Der Hauptsitz der Group ist 18 rue Jacqueline Auriol, 78041 Guyancourt France.

Über den Heidelberger Spieleverlag:

Der Heidelberger Spieleverlag wurde 1991 als Kleinverlag für Brett- und Kartenspiele gegründet. Inzwischen zählt er im Bereich Hobby, Sci-Fi und Fantasy zu den Marktführern in Europa und kann etliche namhafte Partnerverlage zu seiner Exklusiv-Distribution zählen. Unter anderem gehört das aktuelle Spiel des Jahres Codenames zum Sortiment des Heidelberger Spieleverlags. Als Verlag veröffentlicht er jährlich ausgewählte Eigenproduktionen und zahlreiche deutsche Umsetzungen bekannter Spielewelten und Lizenzen. Als Exklusivvertrieb und Großhandel beliefert der Heidelberger Spieleverlag den Spielehandel weltweit, sei es Europa, die Vereinigten Staaten, Asien oder Australien. In Deutschland beliefert er vor allem den gut sortierten Fachhandel, den er als wichtiges Standbein der Spielebranche sieht.

Quelle: Asmodee

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

      • Kann ich so nicht bestätigen. Allerdings sind in der gesamten Branche die Preise etwas gestiegen, wobei die aber davor auch recht lange stabil waren. Zudem sind die eingegliederten Studios alle immer sehr selbstständig geblieben.

  • Nach FFG jetzt also auch deren quasi deutscher Verleger. Asmodee ist wohl weiterhin auf Shoppingtour. Nun ja, wir werden sehen, wie es sich auswirkt, vor allem auf Qualität, Support und die Preise…

  • Ich denke was wir da sehen ist eine Auswirkung der fundamentalen Veränderungen, die in der Spielebranche von statten gehen. Kickstarter, so sehr es auch ambivalent hier gesehen wird, hat die klassische Spieleindustrie das gleiche fürchten gelehrt, wie schon die PC-Branche. Die Gewinner sind wir Kunden! Selbst kleinste Unternehmungen, ja teilweise einzelne Spiele als Einzeltat Weniger, sind mittlerweile finanziell von den etablierten Strukturen unabhängig. KS fungiert da klar als Plattform, die Endkunde und Produzent direkt verbindet, ohne die lästige Händlerkette, die ein Produkt mit Zwischenmargen verteuert. Das gesparte Geld bekommt meist der Kunde als Mehrwert in der Schachtel. Ja die großen haben dicke, gut umgesetzte Lizenzen und eine lang gewachsene belastbare Struktur, aber die Ränder fransen denke ich schon seit einiger Zeit deutlich aus!

    • Äh, nein.

      Der Kunde kann auch teilweise der Verlierer sein. Letzten Endes müssen selbst die Kickstarter wieder irgendwann auf die vorhandenen Vertriebsstrukturen zurückgreifen, weil man langfristig nicht nur über KS eine beständige Firma aufziehen kann. Zudem fehlt bei vielen kleinen Firmen oft genug die Schlussredaktion und die Erfahrung im Bereich Produktion. Es kann gutgehen, aber es kann sich auch verzögern.

      Und sobald es auch nur an einen halbwegs professionell gestalteten Teil eines Spiels geht, muss man wieder auf die etablierten Strukturen zurückgreifen, ansonst zahlt man nämlich Aufpreise die durch nichts zu rechtfertigen sind.

      Nebenbei sorgt die lästige Händlerkette oft dafür, dass überhaupt die Masse an Spiele rankommt und nicht nur ein paar wenige Erlauchte.

      Das gesparte Geld zahlt bei den kleinen Unternehmen der Kunde auch oft genug als Lehrgeld. Von daher würde ich eher auf eine gesunde Mischung aus den verschiedenen Größen bevorzugen und nicht eine unsinnige Pauschalverdammung irgendwelcher Firmen.

      • Ich denke Du hast mich da falsch verstanden. Ich verdamme keine etablierten Strukturen und will in keinsten Fall die professionelle Arbeit von etablierten Firmen hier in irgendeiner Weise schmälern. Das man bei den professionellen Firmen ein tolles Produkt bekommt mit einer hohen Wertigkeit und Erfahrung ist denke ich hier vollkommen unstrittig.
        Worauf ich hier hinaus wollte sind die Gründe für die Ballung von Strukturen im professionellen Bereich. So sehr die von Dir genannten Gründe gegen Kickstarterkampagnen auch zutreffen, Fakt ist das mittlerweile eine ganze großen Menge an Projekten UND (und da kommen wir zum Pudels Kern meiner Aussage) Kapital über Kickstarter laufen.
        Selbst wenn Projekte mal eingehen, nicht ganz den Glanz und Perfektion von großen Firmen haben binden sie doch signifikant Kapital. Kapital das menschen die sich für ein KS Projekt entschieden haben NICHT mehr in ein Spiel von eienr etablierten Firma stecken können. Eben weil wir alle ein Budget für die Freizeit haben. Dieses Budget ist overall in den letzten jahren denke ich bei keinem ins Unermesslcihe gewachsen. Ergo: der Kuchen bleibt gleich groß, die Verteilung verändert sich, weil frühere Hürden wie Anfangsfinanzierung, Initialmenge etc. durch Plattformen wie KS gefallen sind. Das kleine Garagenfirmen schlussendlich von den getätigten Projekten nicht leben können ist dabei doch Wurst. Die meisten die sowas machen arbeiten für den Lebensunterhalt eh in anderen Bereichen. Auch Posten wie laufende Lohnkosten, Gebäudemieten gebundenes Kapital in lagerprodukten etc. ist einer kleinen KS Garagenfirma fremd. Und was die Notwendigkeit des schlussendlichen Produzieren, Logistik etc. von KS produzierten Spielen betrifft haben wir doch denke ich alle gesehen, das für sowas sich bereits findige neue Leute Strukturen überlegt haben, die an Asmodee und Co. vorbeigehen. Firmen wie Panda, Prodos Cartamundi und unzählige Chinesen produzieren Dir nach Vorgabe alles an Komponenten was Du brauchst und übernehmen schlussendlich auch den Versand wenn das gewünscht ist.
        Lange Rede kurzer Sinn. Ich bin mir sicher das bei aller Efahrung der etablierten Firmen die Luft dünner geworden ist durch solche Crowdfundingprojekte. Alleine der Kindon Death Kickstarter so ungewöhnlich Unique dieses Phänomen nun auch ist, würde in seinem Volumen reichen manch etablierte Firma 2 Jahre am laufen zu haben. Geld das diesen Firmen jetzt vom Kuchen fehlt!
        Mehr wollte ich nicht Aussagen.

      • Und genau da liegst du falsch, grade die von dir genannten Firmen sind extrem etablierte Firmen in der Branche. Bei einigen hast du sogar jahrelange Wartezeiten (z.B. Carta Mundi).

      • Ja sicher sind das etablierte Firmen. Der Schwerpunkt des Geschäftes liegt aber in der Dienstleistung der Produktionsabwicklung (Schwerpunkt, nicht alleiniges Geschäft!!). Für mich ist das schon nochmal ein Unterschied zwischen dem etablierten Dienstleister/Hersteller und dem etablierten Spieleverlag, der seine primäre Wertschöpfung nicht durch die Produktion für andere hat, sondern durch den Verkauf von Eigenprodukten.

    • Die Konkurrenz durch Kickstarter ist auf jeden Fall prima.

      Aber ist Lösung von etablierten Strukturen nicht ein wenig zu hoch gegriffen? Ist nicht Kickstarter selbst schon eine etablierte Struktur? Kickstarter macht das nicht aus Altruismus. Und wenn der Produzent das nicht alles selbst leisten kann, beschäftigt der immer noch Drucker, Logistikunternehmen usw.

      • Wer macht denn eigentlich das finanzielle Backend bei Kickstarter? Doch bestimmt (eine) etablierte Bank(en)?

    • Das sehe ich fast genauso wie Beloq.
      Fehlendes Lektorat tut keinen Spiel gut. Lokale Spielehändler mit Erfahrung und Beratung sind für mich als Kunden wichtiger als ein billigerer Preis.

      LG Ralf

      • Ich denke, dass die negativen Auswirkungen von Kickstartern auf Brick’n’Mortar Stores, sowie die essentielle Notwendigkeit dieser Läden für das Tabletop-Hobby als Ganzes, von vielen massiv unterschätzt wird.

      • @BK-Marcus: Ja ich muss zustimmen. Die Läden stellen sich die KS Produkte nicht mehr in die Regale mit der Begründung, dass jeder, der es haben will schon hat (zu einem besseren Preis mit viel kostenlosem Zusatzmaterial), wodurch natürlich Einnahmen wegbrechen. Denn die KS Ausgaben werden vom übrigen Hobbybudget abgezogen, wodurch bei den Läden noch weniger kleben bleibt. Hier hat der Tabletop und Rollenspielladen schon dicht gemacht.

      • @Markus Das langsame Sterben von Brick`n`Mortar Stores findet aber mMn. leider schon länger statt, auch vor dem Kickstarterboom bereits. Sicherlich ist KS ein weiterer erschwerender Punkt für diese Läden, aber ich glaube im Vergleich zu den goldenen 90er Jahren, leiden die Läden vor allem am Internethandel insgesamt. Geht ja den meisten anderen Einzelhändlern anderer Branchen genauso. Bei uns machen derzeit viele Traditionsläden für Haushaltswaren etc.zu, da es sich nciht mehr lohnt. Leider!

  • “Nicht nur beide Verlage samt der Mitarbeiter(…)”

    Gut das das geklärt ist und ihr nicht nur einfach das Personal einsparen wollt. Wünsch euch alles Gute!

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