von BK-Christian | 24.01.2016 | eingestellt unter: Dropzone Commander, Reviews

Review: Marcus Barros, Grand Vizier

Die Walkerwoche geht auf die Zielgerade und heute nehmen wir ein besondere Charaktermodell für Dropzone Commander unter die Lupe.

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Auf einen Blick

Hersteller: Hawk Wargames
Produkt: Marcus Barros, Grand Vizier
Preis: 34,99 EUR
Material: Resin
Maßstab: 10mm

Marcus Barros ist einer der sogenannten “Famous Commanders”, also ein besonderes Charaktermodell. Diese speziellen Modelle kommen meist mit der umgebauten oder aufgewerteten Version eines Standardfahrzeugs, und im Fall von Marcus Barros, einem Helden der Post Human Republic, ist es ein speziell für ihn angepasster Hades Typ-4 Kampfläufer. Bevor wir mit dem Review beginnen, noch einmal schnell alle drei Typ-4-Varianten im Überblick:

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v.l.n.r.: Hades, Marcus Barros, Nemesis

Ausgepackt:

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Barros kommt mit vier besonderen Kommandokarten, die bei seinem Einsatz in das Kartendeck des kontrollierenden Spielers gemischt werden. Sie ermöglichen besondere Manöver oder verheerende Angriffe und unterstützen so die jeweilige Strategie des Commanders. Im Fall von Marcus Barros stehen die Karten ganz im Zeichen verheerender Angriffe und eine Karte macht die Kampfläufer der PHR für eine Runde zu besonders effektiven Sichtlinienblockern – passend für einen Charakter, der schlicht auf eine Wand aus Stahl und Feuerraft setzt.

Wenn man die Bauteile genauer unter die Lupe nimmt, findet man vereinzelte Gussgrate oder Resinrückstände, die sich aber schnell und einfach entfernen lassen. Einzig der folgende Anguss war etwas größer, er ließ eich aber problemlos entfernen:

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Nach dem Entgraten lagen diese Teile vor uns.

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Gussqualität:

Man merkt dem Modell die Erfahrung an, die Hawk Wargames in den vergangenen Jahren gesammelt haben. Am ganzen Modell gab es nicht eine einzige Luftblase, lediglich ein minimaler Versatz an der Primärwaffe musste korrigiert werden, was aber ohne Schwierigkeiten erledigt war. Die Details sind allesamt scharf gegossen, von den Rillen zwischen den Panzerplatten über die Munitionszufuhr zur Primärwaffe bis hin zur gestalteten Unterseite.

Zusammenbau:

Den Zusammenbau beginnt man am besten mit den Beinen, die man im Idealfall paarweise montiert und vorher eine gewisse Pose festlegt. Mein Ziel war eine Pose, bei der der Läufer sich nach vorne neigt, um eine möglichst stabile Feuerposition einzunehmen. Dass dies ziemlich genau der Pose des Studiomodells entspricht, bemerkte ich erst später. 🙂 Meine Inspiration war die Kommandokarte “Perfect Firing Solutions”, die einer Schwadron einen Bonus auf ihre Genauigkeit verleiht und sie außerdem verpatzte Trefferwürfe wiederholen lässt.

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Im Anschluss an die Beine folgten die Füße:

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Bei der Schwanzkanone stieß ich auf ein kleines Problem, da das halbrunde Verbinguntssegment, nicht in die entsprechende Öffnung der Kanone passte (es war etwas zu breit). Mit einer Feile reduzierte ich die Breite etwas, und klebte das Teil danach in Position (ich entschied mich hier für eine feste Pose, da ich bereits den Hades magnetisiert hatte und keinen Bedarf für ein weiteres magnetiiertes Modell sah):

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Als letztes folgten die Mandibelkanonen, die bei Barros ein etwas anderes Kaliber haben als beim regulären Hades. Anstelle der Miniguns setzt Barros hier auf zwei Railguns:

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Fertig:

So sah dann das fertige Modell aus:

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Größenvergleich:

Natürlich darf auch der Größenvergleich in einem Brückenkopf-Review nicht fehlen. Um die wahre Größe des Modells zu zeigen, ahben wir uns hier für zwei Bilder entschieden: von vorne und von der Seite:

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Fazit:

Marcus Barros ist ein nahezu rundum gelungenes Modell. Die Details sind scharf gegossen, die zahlreichen Gelenke bieten einigen Spielraum für verschiedene Posen und die Größe des Modells ist gerade in einer 10mm-Armee beeindruckend.

Abgesehen von einem kleinen Versatz kommt das Modell komplett ohne Gussfehler daher, lediglich die Passgenauigkeit der Steckverbindung für die Primärwaffe könnte besser sein. All diese Fehler ließen sich jedoch ohne Probleme und ohne bleibende Schäden am Modell korrigieren.

Mit knapp 35 Euro ist das Modell eines der teuersten aus der Dropzone Commander Range und definitiv kein Schnäppchen, aber immerhin ist er nur marginal teurer als der reguläre Hades und der Nemesis, was primär den zusätzlichen Kommandokarten geschuldet sein dürfte. Insgesamt liegt liegt das Modell definitiv eher am oberen Ende der Preisskala, es ist aber beruhigend, dass dafür wenigstens die Qualität stimmt.

Für PHR-Spieler ist Barros beinahe ein Pflichtkauf, aber auch für Fans schicker Kampfläufer, die beispielsweise ein Modell für ein Diorama suchen, ist er einen Blick wert.

Dropzone Commander ist unter anderem bei unserem Partner TinBitz erhältlich.

Link: Hawk Wargames

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Der Hades kann auch problemlos bei Infinity als übergroße Drone durchgehen, optisch reiht er sich da ziemlich gut ein.

  • Für Gruntz hat der mich schon lange gereizt daher danke für die Vergleichsbilder.

    Schade das man die Beide nicht frei bewegen kann aber bei 10mm Miniaturen macht so was ja auch selten Sinn.

    Ob es davon mal einen 28mm Collectors Baussatz geben wird?

    • Was meinst du mit frei bewegen? Positionieren kann man sie ja zumindest an zwei Gelenken recht frei, oder was meinst du genau?

      Collectors halte ich für unwahrscheinlich, der wäre schlicht zu groß… Wenn man den Hades mit dem Phobos vergleicht (dessen Typ es ja mit dem Ares als Collectors Edition gibt), wird schon recht klar, wie riesig das Modell wäre…

      • Riesig find ich super. Und ungefähr so groß wie ein Brass Scorpion sollte das dann sein.

        Ich meinte mit frei bewegen das die Knie noch beweglich sind aber irgendwann wird das Fusselig und macht beim Bauen keinen Spaß.

  • Für Noobs wie mich:
    Worin unterscheidet sich der Marcus denn von einem normalen Nemesis? Habe beim Betrachten der Bilder nämlich null Unterschiede entdecken können. (Abgesehen von den Kommandokarten)

  • Ist ja ein ganz schöner Brocken. Selbst der Shaltari-Läufer ist ja ordentlich groß. Hatte ich nicht so eingeschätzt.

    Bei Vehikel-Designs, die sich deutlich an menschlicher oder tierischer Anatomie orientieten, habe ich allerdings immer den Eindruck, dass das aus Wiedererkennungsgründen gemacht wird und nicht unbedingt sinnvoll ist (statt dessen ggf sogar ziemlich kontraproduktiv).

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