von BK-Thorsten | 01.11.2016 | eingestellt unter: Reviews, Warhammer 40.000

Review: Death Masque Harlequins

Nach einiger Verzögerung durch Spiel und Krankheit kommen wir zum zweiten Teil unserer Review der Death Masque Box und widmen uns den Harlequins.

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Auf einen Blick:

Produkt: Warhammer 40K Death Masque
Hersteller: Games Workshop
Material: Plastik
Preis: 125,00 Euro
Maßstab: 28mm
Reviewmaterial: Das Set wurde uns vom Fantasy Warehouse gestellt.

Der Kenner hat es gleich bemerkt: wirklich neu sind die enthaltenen Miniaturen bis auf eine Ausnahme nicht. Und diese Ausnahme ist streng genommen nicht einmal ein Harlequin. Aber der Reihe nach.

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Damit Interessierte nun nicht allzu lange scrollen müssen fangen wir gleich mit dem eher ungewöhnlichen Inhalt der Box und dem einzig wirklich neuen Gussrahmen auf Seiten der Harlequins an: Eldrad Ulthran. Es ist nun zwar nicht generell undenkbar, dass sich dieser Runenprophet mit einigen Harlequins zusammen tut, aber ganz generell taucht er nun mal eben nicht im Codex: Harlequins auf, sondern ist vielmehr im Eldarcodex zu finden. Darüber hinaus ist es bereits sehr lange her, dass das entsprechende Modell erschienen ist. Ein Update ist da durchaus begrüßenswert. Dennoch, und trotz enthaltenen Regeln und einer passenden Formation wirkt er doch ein wenig wie ein Fremdkörper. Aber auch ein sehr hübscher Fremdkörper. Das neue Modell ist durchaus sehr gelungen und auch recht komplex. Das macht den Zusammenbau an einigen Stellen etwas fummelig aber ganz am Ende wird man mit einer sehr schön detaillierten Figur belohnt. Während des Zusammenbaus gibt es auch eine Entscheidung zu treffen: Eldrad bietet zwei Optionen für die linke Hand: entweder eine leere Hand mit ausgestreckten Fingern oder ein reich verziertes Schwert. Zusätzlich ist besagtes Schwert in einer Rückenscheide enthalten. Da es nicht ohne weiteres möglich ist letztere leer darzustellen (zumindest nicht ohne intensive Bastelarbeiten) haben wir uns für Variante mit der leeren Hand und dem Schwert auf dem Rücken entschieden.

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Das zweite Charaktermodell hingegen ist hinreichend bekannt. Es handelt sich um die Plastikversion eines Death Jesters. Auch dieses Modell bietet viele schicke Details und ist etwas komplexer im Zusammenbau da auch hier mehrfach Teile einander überlappen und teilweise erst geschickt in die korrekte Position gedreht werden müssen. Optional ist hier lediglich die Gesichtsmaske von der zwei Versionen vorliegen.

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Mit dem umfangreichen Gussrahmen der Harlequin Troupe können sich Bastler wild austoben. Dieser zweimal in Death Masque enthaltene Gussrahmen ermöglicht es jeweils 6 Harlequins zusammen zu bauen und bietet neben allerlei Waffenoptionen auch diverse Masken, Torsi und die Option auf einen Troupe Master. Neben genug Shurikenpistolen, Handwaffen und den als Harlequinkuss bekannten Nahkampfwaffen für alle 6 Harlequins sind die zusätzlichen Spezialwaffen wie Fusionspistole, Neurodisruptor, Harlequinumarmung und Harlequinliebkosung je zweimal vorhanden. Oben drauf gibt es noch eine Energiewaffe für den Troupe Master. Da alle diese Waffenoptionen außer Shurikenpistole und Nahkampfwaffe Punkte kosten ist hier sorgfältige Planung erforderlich. Weitere Vorsicht ist beim Zusammenbau dahingehend geboten, dass die dynamischen und ausladenden Posen mit bedacht gewählt werden sollten, da hier das Risiko besteht, dass sie allzu leicht unfreiwillig komisch wirken. Gerade der Troupe Master mit seinen ausgebreiteten Armen ist hier ein Problem.

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Die als Skyweaver bekannten Jetbikes kommen in mehrerlei Hinsicht im Zweierpack. Zum einen sind im Gussrahmen je zwei Bikes enthalten, zum andern besteht die Besatzung ungewöhnlicherweise aus gleich zwei Harlequins: einem Fahrer und einem hinter ihm stehenden Harlequin mit einer Waffe in der Hand. Aber bevor wir uns an diesem Zusammenbau wagen konnten gab es ein anderes Problem zu lösen: Games Workshop hat beim zusammenstellen der ansonsten wie gewohnt guten Bauanleitung die Skyweaver schlicht und ergreifend vergessen. Und nach einem langen intensiven Blick auf den Gussrahmen haben wir schnell beschlossen: egal wie, aber eine Anleitung muss her. Denn auch die Bikes sind vom Komplexitätsgrad her nicht gerade ohne. Auf der Homepage von Games Workshop wurden wir schnell fündig und konnten uns ein PDF herunterladen und ausdrucken. Auch hier müssen wir beim Zusammenbau wieder einige Entscheidungen treffen. Zum einen sind zwei unterschiedliche Schusswaffen für die Bikes enthalten, allerdings sind diese wenigstens einigermaßen steckbar. Für die enthaltenen Harlequins gibt es natürlich wieder eine ganze Menge an Optionen für Köpfe und Masken, darüber hinaus existieren zwei Varianten an Waffen für den „Beifahrer“: eine Stangenwaffe mit großer Klinge oder eine Art überdimensionierte Bola. Aber auch das Bike trägt auf seiner „Motorhaube“ eine Maske und auch hierfür gibt es reichlich Auswahl.

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Zu guter Letzt ist ein Bausatz für einen Star-/Voidweaver enthalten. Ein Starweaver wäre ein offener, schneller Transporter, allerdings ist dessen Transportkapazität nicht weiter der Rede wert. Wenn man also versucht einigermaßen auf eine spielbare Punktgröße zu kommen ohne jeden einzelnen Harlequin Player bis unter die Hutkrempe mit Sonderausrüstung vollzustopfen, so dass er am Ende mehr kostet als manch gut ausgerüsteter Terminator wird man eher den Voidweaver bauen, ein vergleichsweise schwer bewaffnetes Unterstützungsfahrzeug. Die enthaltene Formation nutzt ebenfalls einen Voidweaver, also haben wir uns auch dafür entschieden. Der Voidweaver benutzt wie die Skyweaver Jetbikes eine unter dem Rumpf montierte Shurikenkanone, allerdings an dieser Stelle ohne weitere Optionen. Eine weitere Shurikenkanone befindet sich am Heck des Antigravfahrzeugs und ist nach hinten gerichtet. Zusätzlich befindet sich eine nach vorn gerichtete zusätzliche Impulskanone, die von einem Harlequin bedient wird auf der Oberseite des Fahrzeugs. Der Pilot befindet sich weiter vorne und es sind Optionen für ein komplettes Kanzeldach oder eine Art halbhohe „Windschutzscheibe“ aus klarem, spröderem Plastik enthalten. Weitere Optionen beinhalten eine andere Kanone für die Oberseite sowie natürlich wieder dutzende Masken für Fahrer, Kanonier und Fahrzeug. Und hier wird es noch einmal richtig interessant: Als Kombibausatz verfügt der Voidweaver über zwei zusätzliche Modelle, die normalerweise Passagier und Kanonier des Starweavers darstellen, unabhängig vom Kanonier des Voidweavers oder dem Piloten. Die von diesem Modellen getragenen Waffen entsprechen eher jenen der Skyweaver Besatzungen, finden im Profil aber keine Verwendung. Allerdings hat man nach dem Bau einer Troupe noch jede Menge Waffenarme übrig und so ist es relativ einfach mit nur wenig Umbauarbeit zwei zusätzliche Players aus diesem Bausatz herauszubekommen. Bei 3 Voidweaver für eine komplette Schwadron sind das immerhin 6 Modelle, also eine halbe Troupe.

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Fazit:

Alles in allem sind die Harlequins immer noch genauso schick wie zu ihrem Erscheinen, was ja nun wiederum nicht so lange her ist. Eldrad Ulthran ist sicherlich auch für viele Eldar-Spieler interessant. Was einen aber generell aus den Socken haut ist das Preis-/Leistungsverhältnis. Und das einmal rein nur auf die Harlequins bezogen und die Deathwatch Marines außen vor gelassen. Man erhält hier immerhin 2 Boxen Harlequin Troupes, 1 Box Skyweavers, 1 Box Star-/Voidweaver und einen Death Jesater. Mit etwas Bastelei sogar noch zwei weitere Modelle obendrauf. Als Grundlage für eine Harlequinarmee lohnt hier sogar der Mehrfachkauf.

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Ein allgemeines Unboxing und die in Death Masque enthaltenen Deathwatch-Marines haben wir bereits in diesem Artikel behandelt.

Warhammer 40.000 ist unter anderem bei unserem Partner Fantasy Warehouse erhältlich.

BK-Thorsten

Brückenkopf-Online Redakteur und Tabletop Insider stv. Chefredakteur. Spielt Infinity, SAGA, Freebooter's Fate, Kings of War, Warhammer 40k, Warzone Resurrection, Dropzone Commander, Deadzone, Dreadball, X-Wing, Konflikt '47, Bolt Action, Dead Man's Hand, Dracula's America, Beyond the Gates of Antares, Dropfleet Commander, Frostgrave, Collision, Bushido, Shadespire, Aristeia! und Warpath.

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Kommentare

  • Eine gelungene Box. Nachdem sie schnell ausverkauft war hat GW nachproduziert und sie ist seit kurzem wieder erhältlich.

    • Genau, nur die englische Box. Wobei auch die deutsche im GW Webshop zeitweilig wieder verfügbar war. Die Email-Benachrichtigung dort bringt tatsächlich etwas und GW sich meldet sobald Ware aus den Läden zurückging. Für die dt. Boxen würde ich ansonsten mal auf Ebay schauen und einige dt. Händler mit Webshop haben auch noch welche wenn auch ohne Rabatt, gefunden via Google-Suche.

  • Ein schönes Review zu diesen Miniaturen und zu dieser Box. Bei dem Inhalt und der Preisersparnis ist es ja kein Wunder, dass diese sehr beliebt ist unter den Spielern von Harlequinen und der Deathwatch

  • Danke für das Review, bei dem Preis lohnt es sich ja auch fast, wenn man nur eine Seite sammeln möchte.

    • Das hatte unsere Spielgruppe schon damals mit dem ersten erscheinen der Dark Eldar überrascht, Eldar sind einfach wahnsinnig groß und schlacksig im Vergleich zu Marines und Imperialen.

      Das Problem liegt wie folgt:
      Nimm an das dies hier das Ideal eines Eldars verköpert
      http://wh40k.lexicanum.com/wiki/File:Eldar.jpg

      Wenn du den jetzt so groß knetest und in Relation alles was an dem drann ist
      klein und filigran hälst, sprich Hände, Schuhe, Schmuck etc., dann
      sieht des doof aus.
      Als hättest du die Miniatur heiß gemacht und dann langgezogen.
      Das sähe aus wie im Bild “Der Schrei” von Edvard Munch.

      Jetzt kommt noch hinzu das Marines eigentlich falsches scaling haben,
      neue Marines müssen sich ja in die jeweils nächstältere Generation einfügen
      und die sind schon seit anno dazumal falsch proportioniert.

      Man müsste die Jungs eigentlich neben Age of Sigmar Minis halten, neben denen
      wirkt es passender. Die sind ähnlich groß aber richtig bullig im Vergleich.

      GW ging hier also einen Mittelweg. Und gelungen ists ja, wenn sie auch hier
      und dort Minis verbockt haben, Eldar können sie.

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