von BK-Mark | 21.10.2016 | eingestellt unter: Allgemeines, Hobbykeller, Infinity

Hobbykeller: Charity-Aktion Projekt RONIN – Teil 1

Malen für den guten Zweck: In einer kleinen Serie dokumentiere ich für Euch die Bemalung meiner Infinity-Miniaturen zu Charity-Zwecken.

HK_under_brush_8

In meinem letzten Hobbykeller hatte ich es bereits kryptisch angekündigt: Projekt RONIN. So lautet zumindest mein Arbeitstitel für eine mir ganz besonders am Herzen liegende Aktion.

 

Hintergrund

Vor einigen Wochen meldete sich Till Schlusen, Overlord und Inhaber der Laughing Jacks und Jackies bei mir. Der umtriebige Hobbyexperte plante zu diesem Zeitpunkt neben seinem großen Kickstarter-Projekt nämlich auch eine schöne Charity-Aktion. Nicht unähnlich der populären NOVA Open-Aktion aus den Staaten bat er diverse Maler aus Deutschland und dem nahen Umfeld, sich doch einige Miniaturen vorzunehmen. Diese würde er gegen Ende des Jahres versteigern – der Erlös ginge einem Charity-Projekt zu Gute.

 

Mal ehrlich: Wer sagt denn da nein?

 

Till war so freundlich, mir eine Auswahl an Miniaturen zur Verfügung stellen. Auf der vorwiegend aus Infinity-Minis bestehenden Liste fiel mir eine Gruppierung direkt ins Auge: Miyamoto Musashi, Saito Togan und Yojimbo. Alle drei stammen aus dem Söldnerbereich der Infinity-Armeen. Als herrenlose Samurai (und Ninja) lieferten sie mir damit flugs den Projektnamen: RONIN (jap. für herrenlose Samurai, wie sicherlich die meisten wissen).

BK_RONIN_Musashi HK_RONIN_Saito BK_RONIN_Yojimbo

 

Basteln mit Verstand

Die Minis waren schnell zusammengebaut – auch zu meiner Überraschung, immerhin handelte es sich doch um ältere Modelle des Herstellers. Für mich als PanOceania-Veteranen besonders positiv: Die Minis weisen fast keine Antennen, Rückenfinnen und ähnliches auf. Lediglich Aushilfs-Ninja Togan verfügte über eine extrem wackelige Antenne auf einer Schulter. Nachdem mir diese bereits zweimal nahezu nur durch Anschauen abbrach, entschied ich mich dazu, sie wegzulassen. Das winzige Metallelement würde keinen Transport überleben – ganz im Gegenteil, bräche sie ab, bestünde auch das Risiko, den Paintjob in dem Bereich zu beschädigen.

BK_HK_RONIN_1 BK_HK_RONIN_2 BK_HK_RONIN_3 BK_HK_RONIN_4

 

Malen mit Herz

Wie in der letzten Woche schon gesagt: Seit der Rückkehr aus dem Urlaub und Herbstanbruch in Deutschland macht das Malen wieder Spaß. Mit der Airbrush erhielten die Miniaturen Grundierung und einen grauen Basecoat, um die Details klar erkennbar zu machen. Dann nahm ich mich zuerst der schwarzen Teile, die allen Minis zugrunde liegen sollten, an. Also erhielten die Hosen sowie Waffen und weitere Elemente erste Schattierungen und Highlights.

BK_HK_RONIN_5 BK_HK_RONIN_6 BK_HK_RONIN_7 BK_HK_RONIN_8

Die Farbwahl brachte mich jedoch ins Grübeln: Laughing Jack hatten mir freie Hand bei der Wahl des Schemas gegeben. Bei Yojimbo würde ich auf jeden Fall die offiziellen Farben wählen. Denn die Kombination aus Hellblau und Schwarz zollt schönen Tribut an Stan Sakais Usagi Yojimbo. Gleichzeitig ist die Farbkombination auch bei einer meiner historischen Lieblingsgruppierungen üblich – den Shinsengumi.

BK_HK_RONIN_9 BK_HK_RONIN_10 BK_HK_RONIN_11

Konsequenterweise beschloss ich, Musashi ebenfalls an ein bekanntes Vorbild anzulehnen: Miyamoto Musashi aus dem Manga Vagabond. Die dort übliche Farbkombination bestand aus schwarzer Hakama (Hose) und mitternachtsblauem Gi (Jacke). Könnte klappen – wir werden sehen.

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Saito Togan bereitete mir das größte Kopfzerbrechen. Nach Studium seines Hintergrunds fand ich das offizielle Rot wenig passend. Ein Nachtblau oder Schwarz schien mir aber ebenfalls zu eintönig. Stattdessen inspirierte erneut ein Videospiel meine Farbwahl. Deus Ex wartete jüngst mit einem neuen Ableger auf – bei eingehender Betrachtung des Hauptcharakters fiel mir auf, dass der gute Adam Jensen durchaus auch gedeckte Brauntöne trägt. Dementsprechend bekommt der Meister-Ninja ein Farbschema aus Schwarz, dunklem Grau und Braun. Auch hier bin ich gespannt, ob dies in der Tat meinen Vorstellungen entsprechen wird. Leider ist die Miniatur aufgrund der Pose eine absolute Qual beim Fotografieren – vielleicht zeigt er sich beim nächsten Shooting mal von seiner Schokoseite, so dass Ihr mehr erkennen könnt.

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Das Ende vom Anfang

Die ersten Schritte sind schon gemacht. Natürlich fehlen bislang noch Yojimbo auf Motorrad und seine beiden kleinen Begleiter, die Crazy Koalas. Diese bemale ich in einem zweiten Schwung, zunächst gilt es, die Infanterie-Modelle mit Farbe zu versehen. Im nächsten Teil von Projekt RONIN hoffe ich, Euch bereits einen sehr viel konkreteren Eindruck von den Miniaturen vermitteln zu können. Mehr Infos zur Charity-Aktion gibt es dann ebenfalls im kurzen Plausch mit Till Schlusen von Laughing Jack.

BK-Mark

Passionierter Maler und Hobby-Veteran aus den bunten 90ern. Neben 40K, der ersten großen Liebe, heutzutage Infinity-begeistert und Teilzeit X-Wing-Pilot, der die Hobby-Aspekte oftmals dem Spielen vorzieht.

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Kommentare

  • Hey! ^^ Wirklich cool dass du das machst! Respekt vor sowas!
    Und auch wenn ich kein Infinity-Spieler bin, als Japan-Fan lässt allein der Name “Musashi Miyamoto” mein Herz schneller schlagen! 😀 Gerade erst das Buch “Die fünf Ringe” gelesen…
    Abgesehen davon bin ich gespannt wie die Minis am Ende aussehen werden. ^^ Haltet uns auf dem Laufenden!

    • Na klar, wie weiter oben schon geschrieben, der nächste Teil ist schon in Arbeit. Und wenn ich mit meinem ausgefallenen Hobby tatsächlich auch mal was gutes tun kann, dann mach ich das gern. 🙂

  • Coole Aktion und schön, dass du dir die Zeit dafür nimmst.
    Das bisher gezeigte gefällt mir auch sehr gut und ich gespannt, wie es weiter geht.

    • Film- oder die Comic-Version? 😉
      Aber, Mark, ich muss protestieren: das geht doch nicht – der liebe Kleine darf doch niemals so verheizt werden!

      • Hm…würde eher auf die Filmversion tippen. So hab ich es auch zuerst kennengelernt. Und CB neigen eher zu Filmanspielungen.

        Fast Panda war das erste, was mir in der Größe einfiel, Crazy Koala fand ich zu fies. Gut, vllt ein Palbot. 🙂 Muss halt ein Bot sein, Kinder werden wir bei Infinity sicher nicht sehen.

  • Usagi Yojimbo… da wird Nostalgie wach! Warum hab ich diese farbliche Homage eigentlich nie selbst gesehen?

    Bin schon sehr gespannt wie es weitergeht.

    • Das wunder ich mich nun auch. Du hast doch vor nicht all zu langer Zeit noch all die versteckten Referenzen bei Infinity gelistet (totaler Augenöffner!!!). Schön, wenn ich das bei Dir im Gegenzug auch hinbekomme. 🙂

      • Wahrscheinlich weil Usagi Yojimbo in Schwarz Weiß war. Jdf. die meiste Zeit.
        Hmm, ich glaub ich weiß was ich auf der nächsten Bahnfahrt lese. 🙂

    • Ähem, yojimbo meint hier ziemlich sicher weniger, wenn überhaupt, den Hasenleibwächter (Usagi), sondern vielmehr den fahrenden Leibwächter mit Gewissen (mit seinem erfundenen Namen Sanjuro) aus Kurosawas Film dieses Titels… 😉 Ja, genau: jener Streifen, welcher Pate stand für den ersten Dollar-Film und später für Last Man Standing.

      Aber Usagi ist auch eine nette Idee. Weiß gar nicht, ob der eigentlich auch an jenen von Toshiro Mifune verkörperten Charakter angelehnt ist.

      • Dass mit der Mini sicher eher Kurosawas Yojimbo gemeint war, ist schon klar. Die Farbgebung (Kurosawas Version ist nunmal b/w) ist aber ganz klar an den grimmigen Hasen angelehnt. Also eine doppelte Homage, wenn man so will. Und mir ging es ja um das Farbschema. Wollte den jetzt ja nicht in einzelnen Graustufen bemalen. 😀

      • Es war eigentlich vorrangig an Rizzy gerichtet, da ich dachte, es sei seine Assoziation gewesen. Hatte clevererweise auch gar nicht gesehen, dass du das Thema oben schon selbst erwähnt hattest… 😉 My bad.
        Das mit den offiziellen Kleidungsfarben ist mir mittlerweile auch gekommen.

        Btw, machst du dann auch die Shinsengumi-Zacken? Fände ich toll.

  • Keine Ahnung. Ich finde deinen Stil echt super.

    Was genau benutzt du für eine Technik beim Schwarz zum Beispiel? Einfach dünn schichten oder ist die Schatierung ein Wash?

    Dein Lichtspiel ist irgendwie so minimalistisch und gleichzeitig trotzdem poppig. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. XD
    Das ist mir schon früher aufgefallen.

    • Äh, wow, danke. 🙂

      Hm, das Schwarz ist eigentlich ein sehr dunkles Grau im Grundton. Den schattiere ich dann mit richtigem Schwarz in verdünnter Form. Von dort aus arbeite ich mich mit mehreren “geblendeten” Schichten bis zum Kantenhighlight. Bei Schwarz hängt der beigemischte Farbton oft vom Material und gewünschten Ton ab. Da kann man mit Beige-Tönen für ein wärmeres Gesamtbild aufhellen, mit Blautönen für ein kühleres und mit Grau für ein neutraleres.

      Mein Lichtspiel…hm…ich mein, ich könnte “meinen” Stil jetzt auch gar nicht beschreiben, oder was ich konkret mache, um den Eindruck eines Stils zu vermitteln. 🙂 Ich hoffe aber, dass meine Hobbykeller nen Eindruck geben, wie ich bemale und an ein Projekt herangehe.

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