von BK-Mark | 14.11.2016 | eingestellt unter: Heroische Intervention, Warhammer / Age of Sigmar, Warhammer 40.000

Heroische Intervention: Die GW-Renaissance

Kaum ein anderes Unternehmen polarisiert in der Tabletop-Branche wie Games Workshop. Höchste Zeit, da einmal genauer hinzuschauen.

BK_HI_GW_logo

Da es hier um ganz persönliche Ansichten rund um das schönste Hobby der Welt geht, erheben wir natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Objektivität und Gemeingültigkeit. Ihr seid gewarnt! (Anm. der Redaktion)

Wer sich mit Wargaming und Miniaturenspielen auseinandersetzt, ist früher oder später auch einmal mit dem Unternehmen aus Nottingham in Berührung gekommen. Für einen Großteil aller Spieler im Hobby war Games Workshop (GW) lange Zeit der Inbegriff der Miniaturenkriegsspiele.

Doch schon seit Jahren mehren sich die Kritiker – „zu teuer“, meinen die einen, „zu unkreativ“, die anderen. Bei manchen Hobbyisten fußt das Urteil nicht einmal nur auf konkret benennbaren Gründen, es ist vielmehr auch der Standpunkt, das Unternehmen habe jeglichen Vertrauensvorschuss längst verspielt. Einig sind sich viele jedoch in einem Punkt: Früher war alles besser. Spätestens bei dieser Aussage schnellen meine Augenbrauen in die Höhe. Ist das wirklich zutreffend?

BK_HI_GW_40K_Statue

Die Wurzel allen Übels

Die Antwort nach dem Warum variiert: Eingestellte Armeen und Spielsysteme sind die häufigsten Gründe. Preispolitik und Einsteigerunfreundlichkeit fallen oft als weitere Gründe. Sind erst einmal diese Punkte genannt, folgt haufenweise Kritik an zu simplen Regelsystemen oder der pubertären Ausrichtung in Hintergrund und Kommunikation. Ein Berg an Kritik also, den das Unternehmen sicherlich nicht ignorieren kann. Sollte man meinen.

BK_HI_GW_AoS_Statue

Doch nennen wir den Elefanten im Raum beim Namen: Spätestens das Ende des alteingesessenen Warhammer Fantasy Battles (WHFB)-Systems war für viele Hobbyisten der letzte Sargnagel. Diesem Ground Zero folgten Aufschrei und Hobby-Exodus in Ausmaßen, die zumindest mir nach 20 Jahren im Tabletop-Bereich völlig neu waren. Verwundert war ich über die Reaktion nicht – immerhin stehen auch in meiner Vitrine (und in zahlreichen Schubladen) Modelle des Systems. Die extremen Ausmaße (Armeeverbrennung mag dem einen oder anderem in den Sinn kommen) waren allerdings selbst für die Emotions-Sinuskurve der Games Workshop-Jünger neu.

Während WHFB-Versehrte den Weltuntergang ausriefen, bangte die 40K-Spielerschaft um das zweite Kernsystem des Herstellers. Wann würden sie mit den „End Times“ im 40. Jahrtausend rechnen müssen?

Games Workshop_The Horus Heresy Betrayal at Calth 3

Ein Unternehmen – zwei Gesichter

Kurz nachdem die Apokalypse über Fantasy-Enthusiasten hereinbrach, erlebte der Science-Fantasy-Zweig das komplette Gegenteil: Mit „Horus Heresy: Betrayal at Calth“ lieferte GW den Fans das, was sich gerade die Veteranen schon lange wünschten. Zahlreiche Modelle der sogenannten 30K-Reihe, bislang nur in der teuren Resin-Variante beim Tochterunternehmen Forge World erhältlich, erschienen zum ansprechenden Preis in Plastik. Die Ambivalenz zwischen Fan-Ignoranz und Fan-Service wuchs weiter: Anfang 2016 erschienen die Start Collecting-Boxen mit erstaunlichen Preisnachlässen. Wer zu dem Zeitpunkt bereits einen Fehler in der Matrix vermutete, musste wenige Monate später unweigerlich vermuten, dass die Hölle wohl zugefroren sei. Denn mit der Deathwatch-Box und einem darauffolgenden Codex ließ der Wargaming-Veteran die Symbiontenkulte, ein lang herbeigesehntes Relikt aus den 90er Jahren des Hobbys, wiederaufleben.

BK_HI_GW_Warseer

Derweil versank der Fantasy-Teil der Community im Chaos. Age of Sigmar-Befürworter und Gegner lieferten sich erbitterte Grabenkriege in Foren, Clubs und Läden weltweit. Eines der größten und ältesten Internetforen für Warhammer-Fans, Warseer, zerfleischte sich fast vollends durch den Keil in der Community. Schlimmer noch, die mit AoS gelieferten Regeln für die bestehenden Modelle hinterließen einen faden Beigeschmack und riefen zu absurden Aktionen rund um den Spieltisch auf. Für Munchkin-Spieler waren diese sicherlich nicht außergewöhnlich, für GrimDark-Hobbyisten jedoch zu albern.

Alles neu macht…die Geschäftsführung

Die Information, dass Tom Kirby den Posten des Geschäftsführers räumte und Kevin Rountree 2015 die Nachfolge antrat, ist an vielen Community-Mitgliedern nicht unbemerkt vorbeigegangen. Ganz im Gegenteil: Der Wechsel an der Spitze des Unternehmens wurde von vielen als Zeichen der Hoffnung gesehen. Rountree scheint den erhofften frischen Wind auch in der Tat mitzubringen. In den vergangenen Monaten gab es einige personelle Veränderungen, die bereits hoffen ließen. Dieses Jahr sehen wir erste Ergebnisse des Umschwungs.

Die Marketingbemühungen mit zeitgemäßen Mitteln hatten in diesem Ausmaß allerdings die wenigsten erwartet. Seit einigen Monaten steht Games Workshop seiner Spielerschaft wieder via Social Media Rede und Antwort. Der eigene YouTube-Kanal, zuvor für erste Malvideos genutzt, liefert nun nicht nur Teaser für kommende Produkte, sondern reagierte vor Kurzem in geschickten Schachzügen auf Internet-Leaks. Da erste Bilder der gerade erschienenen Horus Heresy: The Burning of Prospero-Box im Netz die Runde machten, entschied sich Warhammer TV dazu, mit einem Augenzwinkern zu demonstrieren, dass auch GW noch die eine oder andere Überraschung in petto hat – und enthüllte kurzerhand das neue Khârn-Modell.

Gleiches demonstrierten sie vor einigen Wochen erneut: In einem humorigen Video enthüllte das Social Media-Team den Dämonen-Primarchen Magnus, nachdem dieser nur Stunden zuvor als verwackeltes Foto der Verpackung im Netz aufgetaucht war. Sowohl der Marketing-Mensch als auch der Fan in mir sind begeistert!

BK_HI_GW_HandbookGames Workshop_Warhammer Age of Sigmar Warhammer Quest Silver Tower 1

Derweil bei Age of Sigmar

Die neue Ausrichtung des Unternehmens zeigt auch auf der Fantasy-Seite Wirkung. Hartgesottene Fans der Alten Welt mögen dies zwar weiterhin verneinen, tatsächlich steckte Games Workshop jedoch einen Großteil seiner Ressourcen des vergangenen Jahres in das neue System. Neben den vielen neuen Miniaturen, darunter Sylvaneth, Fyreslayers, Ironjawz und Stormcast, erhielten Spieler eine sich weiterentwickelnde Story, eine Sommerkampagne, das neue Warhammer Quest – Silver Tower und nicht zuletzt die Möglichkeit, als Community an Welt und Regelwerk mitzuwirken. Denn was vielen Gegnern verborgen zu bleiben scheint: Das im Sommer 2016 veröffentlichte General’s Compendium entstammt nicht nur der Feder des GW Design Studios. Tatsächlich waren einige der größten externen Event-Organisatoren und Hobbyisten der AoS-Szene an den drei angebotenen Spielweisen und insbesondere dem Punktesystem beteiligt. Für die FAQs forderte das Design-Studio mehrfach Spieler-Feedback ein, welches sie ebenfalls prompt umsetzten.

Games Workshop_Warhammer Age of Sigmar Start Collecting! Sylvaneth 2Games Workshop_Warhammer Age of Sigmar Start Collecting! Stormcast Eternals 2Games Workshop_Warhammer Age of Sigmar Start Collecting! Ironjawz 2

Natürlich lief bei weitem nicht alles unproblematisch ab, immerhin endete die offizielle Unterstützung für die Miniaturenreihen der Bretonen und Gruftkönige. Einen Grund, die bestehende Armee zu verkaufen oder gar im Wahn zu verbrennen, gibt es jedoch nicht – denn die Regeln für beide Armeen stehen bisherigen Spielern weiterhin zur Verfügung.

Quo Vadis?

Das Unfassbare geschieht: Die Spielerschaft kehrt zurück. Nachdem in den letzten Jahren wieder und wieder langjährige Fans dem Unternehmen und seinen Spielen den Rücken kehrten, lesen wir nun von der schleichenden Rückkehr der Langzeit-Abstinenten. Natürlich besteht weiterhin Misstrauen bei vielen Versehrten des WHFB-Ragnaröks. Völlig zu Recht, denn zumindest das Ende des etablierten Settings war nicht zwingend erforderlich, aus Marketing-Sicht sogar eine hochgradig fragwürdige Entscheidung. Das Für und Wieder dieser Handhabe will sich mir nur bedingt erschließen. Aber vielleicht ist der Miniaturenhersteller aus Nottingham in seiner neuen Offenheit demnächst bereit, einen Einblick in diese Entscheidung zu geben?

Games Workshop_Blood Bowl Blood Bowl & Death Zone Season One (Deutsch) 1

Auch andere Kritikpunkte sind aktuell nicht von der Hand zu weisen: Die teils angestaubten Spielsysteme und hohen Preise bieten weiterhin Angriffsfläche für altgediente Kritikerveteranen.

Aktuell steuern wir jedoch scheinbar auf ein neues Goldenes Zeitalter des Tabletop-Herstellers zu. Verfechter der „Früher war alles besser“-Mentalität müssen sich demnach in Acht nehmen. Denn die Förderung der Community kommt bei Langbärten und Neulingen gut an. Das Wiederaufleben alter Systeme wie Blood Bowl, neue Preisstrategien, neuer digitaler Content durch Apps und Social Media und ein Ohr für die Wünsche der Zielgruppe tragen bereits erste Früchte.

BK_GW_Warhammer_Community

Ist Kevin Rountree der Erlöser des strauchelnden Unternehmens? Klar beantworten lässt sich die Frage nicht – viele der Miniaturenreihen benötigen Jahre der Vorbereitungszeit, müssen also schon zu Kirbys Zeiten in Planung gewesen sein. Doch ganz gleich, wer nun verantwortlich für die neue Ausrichtung ist: Setzt GW den aktuellen Trend fort, können sich Fans und Warhammer-Heimkehrer auf eine Hobby-Renaissance des Branchenprimus freuen. Eine Entwicklung, die noch vor einem Jahr niemand erwartet hätte. Respekt, Games Workshop, Respekt!

 

Soviel aus meiner Sicht – wie seht Ihr die Entwicklung von Games Workshop? Diskutiert mit mir/uns in den Kommentaren – bitte achtet dabei auf einen sachlichen und freundlichen Tonfall!

BK-Mark

Passionierter Maler und Hobby-Veteran aus den bunten 90ern. Neben 40K, der ersten großen Liebe, heutzutage Infinity-begeistert und Teilzeit X-Wing-Pilot, der die Hobby-Aspekte oftmals dem Spielen vorzieht.

Ähnliche Artikel
  • Allgemeines
  • Heroische Intervention

Der Brückenkopf sucht Verstärkung

23.05.201727
  • Heroische Intervention

Heroische Intervention: Hobby ADHS?

18.04.201623
  • Godslayer
  • Heroische Intervention

Heroische Intervention: Die Entwicklung von Godslayer

25.09.201555

Kommentare

  • Das unterschreibe ich so, für all den Dreck, den GW die letzten Jahre einstecken musste, teils berechtigt, teils übers Ziel hinaus. Da muss man Sie auch loben, wenn Sie Schritte in die richtige Richtung gehen. Und das waren mMn in letzter Zeit so einige. Jetzt nur nicht stehen bleiben GW 😉

    • So seh ich es auch. Da der Erfolg Ihnen aber, nach allem, was ich so höre, grad Recht gibt und auch der Zuspruch der Community groß ist, bleibt zu hoffen, dass sich dies auch in den Zahlen wiederspiegelt. Denn die entscheiden letztlich über die weitere Ausrichtung.

    • Ich hoffe auch, dass ihnen der Schwung nicht ausgeht und GW noch einige weitere, kundenfreundliche Schritte unternimmt.

      Das handwerkliche (Miniaturen) können sie ja recht gut (größernteils), nun müssen sie bei den etwas weicheren Fakten (Kundennähe, Regeln) etwas nachziehen. Wenn das dann auch stimmt und z.B. auch mal kostenlose Kampagnen oder dergleichen als Download geboten werden, würden mich die Preise gar nicht mehr so stören. Denn dann hätte ich wirklich das Hochglanzprodukt, für das ich auch gerne einen höheren Preis zahle.

      • Das wünsche ich mir auch. Boa ey, überlegt mal…Mordheim, Necromunda, mehr sets für WH Quest, Inquisitor, BFG, Epic, Warmaster?, Manowar uvm…

        Ach und zum wiederholten Mal: Ich will Fimire, Squats und Jokaero! 🙂

  • Ich für meinen teil bin kuriert von diesem Unternehmen und seinen machnschaften.
    Erst hü dann hot mit den Spielsystemen, man kann sich halt nicht auf diesen laden verlassen. Schade, sie waren mal auf einem guten weg!

    • Ich kann es durchaus verstehen, wenn der eine oder andere sagt “Genug ist genug!” Bei al dem Auf und Ab der letzten Jahre sind viele (ehemalige) Fans zu Recht gebeutelt. Jetzt gilt es, wieder Boden gut zu machen.

      Ich denke aber, Du siehst das vielleicht zu schwarz (was völlig okay ist^^). Der aktuelle Kurs ist eine 180-Grad-Wende. Wenn sie darauf weitersteuern, dürfte da sicher auch für den einen oder anderen gebeutelten Fan wieder was dabei sein.

      Muss natürlich nicht – ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe. 🙂

  • Ich dachte vor einem Jahr ehrlich, dass ich mit GW fertig wäre. Ich habe inzwischen ein halbes Dutzend Lieblingsfirmen, und alle versorgen mich ausreichend mit neuem Zeug, warum also GW? Das war irgendwie wie eine Sandkastenbeziehung – nett als Erinnerung, aber nicht zwingend etwas für die Gegenwart.

    Und jetzt haben sie mich mit Kill Team doch wieder gekriegt und sollte jemals Raumflotte Gothic neu aufgelegt werden, ist alles aus…

    • Ich find’s ja witzig, dass sie Dich mit Kill Team überzeugt haben – das gab’s ja bereits in der letzten Edition schon wieder – allerdings ohne Box mit Preisersparnis. 🙂

      Dass BFG 2.0 ein Knaller wäre, hatten wir ja schon mal drüber gesprochen. Die urspüngliche Version hatte ich ja leider (aus mir unerfindlichen Gründen) damals ignoriert.

  • Sehr gute und objektive Heroische Intervention! Vielen Dank dafür!

    Ich persönlich kann noch nicht an einen wirklichen Richtungswechsel bei GW glauben. Dafür bin ich einfach schon zu lange im Hobby. GW hat sich in den vergangenen 15 Jahren schon oft in eine vermeindlich positive Richtung entwickelt nur um dann inkosequent weiter zu machen oder gar wieder eine Kehertwende zu machen.

    Dabei würde ich GW nicht mal einen ‘diabolischen’ Plan unterstellen. Ich würde vielmehr behaupten viele Entscheidungen basieren auf einem Unverständnis für die Community. Neue Kommunikationskanäle zur Spielerschaft zu öfnen wird langfristig nur früchte tragen wenn man auch bereit ist diese verstehen zu wollen.

    • Danke Dir! Ob ich da jetzt sooo objektiv war, kann ich nicht hundertprozentig sagen. Ich habe versucht, die aktuelle Entwicklung schon durch meine Brille als altgedienter Hobbyist mit ‘ner gehörigen Portion Marketingerfahrung zu sehen. 🙂

      Ich kann Dich aber beruhigen, der Richtungswechsel ist generell schon da und wird sich hoffentlich noch weiter bemerkbar machen. Denn die gegenwärtigen Ansätze und Änderungen erfordern einiges an Investitionen. Als börsennotiertes Unternehmen wäre es nicht soooo klug, diesen Kurs binnen Kürze wieder zu kippen und die Investitionen abzuschreiben.

      Gerade das Verständnis für die Community und was sie will (muss man ja im globalen Kontext sehen, nicht nur die deutsche, US und UK ticken sehr anders als wir) scheint unter Rountree durchaus vorhanden oder zumindest wahrgenommen zu sein.

      Anders als unter Kirby, der leider auch offiziell verlauten ließ, dass Marktforschung etc. eben uninteressant seien, GW wisse ja, was wir als Kunden wollen.

  • Quasi seit der Einführung von Finecast habe ich zumindest die jeweils aktuell erhältlichen Systeme und Miniaturen ignoriert (wenn ich auch weiterhin bei eBay nach den Lieblingsminis meiner Lieblingsedition von Warhammer Fantasy Battles gesucht habe, um die Traumarmee meiner Jugendzeit zu vervollständigen).

    Seit der White Dwarf wieder montalich erscheint, haben sie mich jetzt aber doch wieder und zumindest bei den Blood Bowl – Neuerscheinungen habe ich ordentlich vorbestellt. Age of Sigmar und 40k locken mich aber nach wie vor nicht, ich bin da eher auf eventuelle Neuauflagen von Necromunda, Mordheim und Co. gespannt.

    GW hat zumindest bei mir einiges wiedergutzumachen, aber die Aktionen der letzten Monate sind imho vileversprechend.

    • Mordheim würd ich mir ja auch wünschen, könnte aber bedingt durch AoS schwierig werden. Necromunda ist aber angeblich doch schon in Arbeit.

      Aber genau wie Du sagst, es gibt momentan einige Aktionen, die ich GW nach Jahren der Durststrecke hoch anrechnen muss.

      Der White Dwarf ist da ein weiterer Punkt – könnte sein, dass unsere Redaktion auch hierzu noch mal einen gesonderten Beitrag bringt. Ich finde nämlich, dass sich auch da, nach 3 Ausgaben, ein schöner Trend ablesen lässt.

  • Tja wie sehe ich die Entwicklung? Das ist naturgemäß stark geprägt wie ich sie bisher erlebt habe. Besonders mit Hinblick auf meine 3 gespielten Systeme.

    40k:
    In der 3. Edition angefangen, erstes TT, schwer begeistert. Das drumrum mit White Dwarf und so hat auch gestimmt. Irgendwann habe ich dann einige Jahre Pause gemacht, danach nochmal in der 5. Edition in großem Stil (auch mit TT im allgemeinen) wieder angefangen und bin bis heute stark dabei. Die 5. Edition war super, besser als die 3. Das drumrum hatte aber nachgelassen und der Fokus auf Marines wurde langsam auch zu viel. Und dann gings in meinen Augen deutlich bergab, nicht durchgängig aber unaufhörlich. Krasse Preise bei Neuerscheinungen, viele alberne Designs wie den Windelritter, viel zu viele Marines (Modelle und Regeln), schlechtere Editionen mit Formationen etc., White Dwarf für mich nichtmal mehr lesbar usw. Irgendwann hab ich dann aufgehört und trotz einiger Lichtblicke wie den Rittern nicht mehr wirklich angefangen. Sowas wie Symbiontenkult oder Mechanicum reizt mich nicht, Deathwatch und 30k finde ich sogar ziemlich nervig (weil: noch mehr Marines). Evtl. versuch ichs aber bald mal wieder, aber groß was kaufen werde ich sicherlich nicht mehr.

    WHFB:
    Erst zum Start der 8. Edition richtig angefangen. Einiges blieb gewöhnungsbedürftig (die Menschenfraktionen mag ich bis heute nicht wirklich), aber alles in allem war und ist es voll mein Ding. Aber auch hier gings bzgl. Preisen, copyright-Namen usw. drumrum bergab, auch wenn es mit sowas wie Triumph & Treuebruch auch Highlights gab. Bei Endtimes habe ich mich erst gefreut, habe Buch II als erstes gelesen, dachte es wäre etwas Veränderung mit grimdarken Namen. GANZ böses Erwachen ab dem 3. Buch und ab dem Release von AoS war dann jeglicher Goodwill aufgebraucht. WHFB ist aber mein Hauptsystem geblieben und ich spiele und bastel gerad mehr denn je (allerdings keine Tuniere mehr). Silver Tower habe gedanklich und durch wenige Umbauten an den Modellen auf WHFB getrimmt und war damit sehr zufrieden. Ich bin kein Hardliner und würde (und habe in ganz geringem Maße) neue AoS-Sachen für WHFB kaufen, aber das allermeiste ist einfach nicht mein Fall. Alten Kram kaufe ich aber noch, Drittfirmen sind mir aber lieber (gibt aber leider wenig Hardplastikminis, deswegen wird’s doch meist GW).

    BFG:
    Seinerzeit nie gespielt, hat mich aber immer gereizt. Vor ca. 2 Jahren dann auf EBay zusammengekauft und als BFGR gespielt. Ist absolut klasse, tolles Nebensystem. Das fühlte sich tatsächlich an wie aus einer besseren Zeit.

    Unterm Strich:
    Früher war alles besser kann ich nicht unterschreiben, über die Jahre gab es auch immer wieder gute Neuerungen und der ganz alte Kram gefällt mir eigentlich grundsätzlich nicht. Aber in den letzten Jahren hat GW aus meiner Sicht schon SEHR viel verbockt (gerad erst wieder eine Gruselgeschichte im BB-Post dazugelernt…) und was im Netz zusehends als positive Wende und neue goldene Zeiten betrachtet wird sehe ich als Mini-Schrittchen die das nicht ausgleichen. Über das Punktsystem von AoS musste ich z.B. ziemlich lachen. Vieles von den Sachen die gut ankommen mag ich auch einfach nicht, für mich leidet 40k z.B. bei Fluff, Regeln und Modellen unter der totalen Überrepräsentation von Marines und mit 30k etc. wird das imo immer schlimmer. Auch Blood Bowl oder dem Symbiontenkult kann ich nix abgewinnen.

    Ich bin nach einigen Versuchen bei anderen Systemen wieder bei (alten) GW Systemen gelandet und habe meinen Spaß. Mit Kunden wie mir (spielt und kauft so gut wie nichts von den Neuerscheinungen, zudem 0 Kundenbindung vorhanden und perfekte Zielgruppe für die Konkurrenz) wird GW aber nicht überleben. Ich denke mit den richtigen Sachen (schicke Fantasy Modelle, Neuauflage BFG, Neuauflage Mortheitm usw.) könnte sich meine Einstellung wieder etwas ändern, aber die große Wende die alle sehen spüre und sehe ich persönlich noch nicht. ich glaube eher daran, dass irgendwann ein findiger Konkurrent GW den Todesstoß gibt als das GW nochmal richtig gut wird. Aber man weiß ja nie.

    • Danke für Deine sehr ausführliche und schön strukturierte Stellungahme. 🙂

      Finde Deine Sichtweise absolut nachvollziehbar. Einzig bei Deiner Aussage zum Todesstoß bin ich gänzlich anderer Meinung. Dafür bleibt GW zu groß, die Konkurrenz vom Marktanteil zu gering und zu aufgesplittert. Realistischer wäre da tendenziell eher die seit Jahren herumgeisternde Mär vom Spielzeugriesen, der GW kauft – Hasbro etc.

      • Na vielleicht schaft es ja FFG, wen ihr Tabletop gut gerät sie noch etwas mehr zu ärgern. Wäre zu wünschen damit sie in zugzwang kommen. Potential hat FFG mit ihren guten spielen auf jedenfall!

      • Ui, sogar mit flächendeckenden Einzelantworten. Respekt! Gibt mir die Gelegenheit mich noch für den klasse Artikel zu bedanken! Im ersten Moment hat mir ein klein wenig der Tiefgang bzw. neue Infos und/oder Details gefehlt (wobei ich mich wahrscheinlich schlicht zu viel mit TT-First-World Problemen beschäftige…), aber im Endeffekt war es eine klasse Vorlage für eine echt interessante Diskussion, die du auch gut am Leben und auf hohem Niveau erhalten hast!

        Noch kurz zu der Todesstoß-Thematik: Ich würde sicher nicht wetten dass das passiert, aber darauf das GW sich richtig gut grunderneuert eben auch nicht. GW als Unternehmen ist nicht systemrelevant oder ähnliches und wenn sie mal ein paar Schritte zuviel Richtung Abgrund machen sind sie halt einfach weg, das ist schon ganz anderen (in anderen Branchen) so gegangen. Der Markt ändert sich mitunter recht schnell und GWs solide (scheinende) Position hat meines Erachtes zwar einige Gründe, aber Hauptgrund war Glück.

      • Haha, ja klar. Um Diskussion bitten, aber mich dann nicht beteiligen – das wär doch nix. 🙂

        Den Dank nehm ich gern an. Zur Kritik in Sachen Tiefgang: Ich verstehe, was Du meinst. Mehr Tiefgang wäre aber, denke ich, nur dann möglich gewesen, hätte ich einen besseren Einblick hinter das Treiben von GW. Leider sind wir an dem Punkt (noch) nicht. Einige Hersteller, darunter Mantic, Hawk oder Stronghold geben gern mal einen Eindruck von dem, was hinter den Kulissen geschieht und beziehen Stellung. Auch bei Distris und Verlagen, beispielsweise Laughing Jack und Warehouse Games, bekommen wir einiges mit oder können mal nachfragen.

        Bei GW bietet sich diese Möglichkeit nicht. Ein Interview mit Rountree, Blanche, Merret oder Goodwin wäre sensationell. Vielleicht kommt’s dazu ja doch noch mal, wer weiß.

        Solange kann ich mich aber auch nur auf Infos und Gerüchte meiner eigenen, nur “mittelmäßigen”, Quellen stützen. Und da sind wir dann letztlich mehr bei Gerüchteküche statt Fakten. Letzteres sind für einen solchen Artikel ja notwendig, also musste ich mit dem arbeiten, was ich auftreiben konnte. 🙂

  • Nun, früher war insofern alles besser, als das es damals noch Whfb gab. Mir ist es eigentlich egal, wo ich meine Modelle kaufe, GW wird es aber immer seltener. HdR wäre noch was, da kommt jetzt aber alles aus Resin. Nicht so mein Werkstoff. Grün mit GW werde ich nicht mehr. Dazu ist AoS zu schlecht, die neuen Modelle zu albern, aber ich hab da jetzt auch nicht ne emotionale Bindung an ne Firma.

    • Gut für Dich, also das mit der emotionalen Bindung. 🙂

      Ich persönlich mag das FW-Resin ja ganz gern. Ob AoS zu schlecht ist – nunja, dass kann ich so nicht ganz unterschreiben. Aber es ist schon sehr anders als WHFB. Wer letzteres sucht, wird leider bei GW nicht mehr glücklich, das ist richtig.

  • Mich hat in diesem Jahr mein örtlicher GW Laden häufiger als Gast und Kunde begrüßen dürfen , als die letzten 2-3 Jahre zusammen. Ich könnte mich nur beschweren, dass momentan viel zu viel Sachen erscheinen, welche mich begeistern können. ✌️️

    • Same here, ich habe allein 3 (!!!) White Dwarfs in Folge gekauft. Da trau ich mir manchmal selbst noch nicht über den Weg. 😀

      • THIS IS MADNESS …..echt jetzt?! Muss ich da mal wieder reinschauen? Wäre wirklich mal cool wenn ihr mal vorstellt was da so drinsteht und mal ne meinung abgebt ( am besten über mehrere Ausgaben an sich) ….wenn da aber immer noch drin steht wie cooll und toll und geil und überhaupt die neuer Mini is…würg.
        DIe Standartenträgerartikel sind für mich immer noch der pure Hass, wenn ich daran zurückdenke.
        Ach ja, schöner Artikel 🙂

  • Für mich war die Reise mit Finecast und den vollkommen überteuerten Hobbit Modelle zu Ende. Wer mich aus dem HDR Forum kennt weiß das das mein Hauptsystem ist und damals Dank DeAgostini mein Wiedereinstieg nach Jahren der Abstinenz war. Die Minis waren toll, das Preis Leistungsverhältnis sehr gut und die Artikel im White Dwarf hervorragend.

    Über die Jahre wurden die Plastikbox zwar immer teurer aber die Zinn-Minis waren gut und ihr Geld Wert. Aber dann kam Finecast. Ich weiß bis heute nicht was GW geritten hat auf ein derartig minderwertiges Material umzusteigen. Neben den extrem gesteigerten Preisen waren Gussfehler die Regal statt die Ausnahme. Der White Dwarf wurde zu einem Werbeblättchen und die Kundschaft mit vollkommen überteuerten Minis wirklich ausgepresst.

    Das war dann der Zeitpunkt einen Schlussstrich zu ziehen. Ich.habe mein White Dwarf Abo gekündigt und bis auf die Hobbit Grundbox, die noch hoffen ließ nichts mehr gekauft.

    Da ich aber von Herr der Ringe jede erschiene Mini hab, geht mir der Stoff nicht so schnell aus und man auch nach den alten Quellenbücher spielen.

    Auf die Neuauflage von FW bin ich erst Mal vorsichtig gespannt. Alleine die Versandkosten von FW geben aber schon wieder den ersten Dämpfer. Man wird sehen.

    • Oha, nur HdR als Hauptsystem ist, denke ich, auch kein einfacher Standpunkt. Ich war aber überrascht, als GW und FW verlautbarten, dass sie sich dort wieder betätigen wollen. Schon allein das Geländeset (Seestadt-Häuser), dass kurz vor Weihnachten aus Plastik erscheinen soll, ist da eine ordentliche Leistung.

      Ich denke, Deine vorsichtige Spannung könnte sich sogar auszahlen – zugegebenermaßen ist das aber das System, in dem ich die geringsten Aktien habe und am wenigsten informiert bin.

      • Ich glaube das das System ansich schwer unterschätzt wird. Alleine Ebay Preise von bis zu 400€ für eine reguläre OOP Mini wie Halbarad mit Standarte zeigen, das sehr wohl eine Nachfrage nach Miniaturen besteht.

        Das System ansich ist eines der besten Skirmish Systeme am Markt die ich kenne. Auch Empire of the Dead, ein weiteres meiner grösseren Systeme baut drauf mehr oder weniger auf.

  • Tja. Was soll ich sagen. Es stimmt.

    War selbst im Hobby seit der ersten Edition von 40k, und hatte seit Ende der 1990er eine lange Abstinenz.
    HdR war toll, ist aber leider an mir vorbeigegangen.

    AoS fand ich von Anfang an interessant. Vielleicht als einer der wenigen. Endliche erlaubt GW es mir meine zusammengesammelten Minis in KLEINEN Gefechten einzusetzen und versogt mich tonnenweise mit Szenarios.

    Das war so wie ich Warhammer (3./4. Edi) kennengelernt habe. Dann kommt noch der Genestealer Kult – meine Lieblingsarmee aus alten Zeiten, und sie legen WarhammerQuest und Bloodbowl neu auf. Selbst Epic soll wieder kommen, und vielleicht Necromunda.

    Alles tolle Sachen. Kommt jetzt noch BFG und etwas wie AoS für 40k bin ich restlos überzeugt…naja… Fimire aus Plastik wären noch schön!

    • Ja, ne? Als jemand, der in den 90ern gespielt hat, im alten 2nd ed Regelwerk noch Minis der abgefahrensten Sonderarmeen (Genestealer Cults) gesehen hat und diese nun in toller Neuauflage in den Regalen findet, freut sich der 15-jährige in mir ein Loch in den Bauch.

      Der Erwachsenen-Anteil bleibt jedoch noch etwas skeptisch, ob GW sich nun ebenfalls endlich als “erwachsene” Firma mit zeitgemäßen Ansätzen etablieren will. Aber es scheint halt so. Und mir gefällt es.

      • Genau, genau!!!! Und die Armeen waren schön klein, und haben meine Vorstellung von gutem Tabletop unheimlich stark geprägt. Mittlerweile bin ich tatsächlich primär in 15mm unterwegs, wo ich all das ausleben kann.

        Dass es GW aber geschafft hat, dieses Gefühl wieder 15 zu sein zurückzubringen, ist schon eine große Leistung. Deswegen ist diese Intervention auch so wichtig:

        GW muss wieder das Zugpferd des Hobbies werden und die kleineren Firmen in eine Richtung führen, die auch ich gut finde.

        Zu dem Erwachsenen übrigens: Ich habe selbst mit den Stormcast meinen Frieden geschlossen, und bewundere einfach nur, wie toll GW mittlerweile Plastik “gießen” kann.

      • Ja, aber mit jeder Edi wurde es schwieriger, in der 8. IMO unmöglich. Die Regeln waren halt immer mehr auf riesige Regimenter ausgerichtet.

  • Ich gehöre eher zu den Leuten die erst seit kurzen mit Tabletop angefangen haben. Ich wurde also nicht das Opfer von Aufgelösten Armeen oder ähnliches. Auch gebe ich euch recht das GW was Community Pflege angeht immer besser wird. Hier gibt es absolut nichts zu widersprechen.

    Das Problem ist hier für mich das Alte(wenn auch hier angesprochene) der Preis, insbesondere derjenige für das Handwerkszeug.
    GW ist für viele Neueinsteiger die erste Anlaufstelle für das Hobby. Die alten Hasen wissen natürlich das es bessere und günstigere Alternativen gibt. Nicht jedoch die Neulinge die für das Hobby so wichtig währe. Diese werden jedoch durch die Preise knallhart verprellt oder Reingelegt. Und damit schadet GW diesen Hobby nach wie vor ungemein.

    Hier ein paar kleine Beispiele:

    3x Windsor / Newton 7 = 36€ -> 3 Artifiicer Pinsel = 57 €
    Gorilla super Glue 15g 6€-> Citadel Sekundenkleber 5x 0,5g 7,50€
    Army Painter Plastic Cutter 10€ > Citadel-Präzisions-Kunststoffseitenschneider 26€
    Army Painter Hand Bohrer 10€-> Citadel-Handbohrer 22€

    Wir reden also nicht von etwas Teurer, sondern von Preisen die Doppelt so hoch sind.
    Dazu die Farbtöpfe die Prädestiniert dafür sind das die Farben austrocknen und neu gekauft werden. Während jeder anderer Farbhersteller (meines Wissens bis auf P3 und Tamiya auf Dripper Bottles setzt)

    TL;DR GW macht immer mehr Richtig, das Unterschreibe ich! Aber solange sie mit solchen Preisen den Nachwuchs verprellen tun sie der Branche und damit uns allen nichts gutes.

    • Wow, die Werkzeugpreise sind echt exorbitant. Allerdings kaufen diese doch die wenigsten bei GW, oder?

      Als ich mit dem hobby anfing, gab es GW-eigene Werkzeuge ohnehin nicht. Der Ladenleiter in Dortmund damals, ein großer, kahlköpfiger Schotte, meinte, jeder Modellbauladen hilft uns da ohnehin besser weiter.

      Traditionell sind die Werkzeuge aber seit ihrer Einführung als massiv überteuert verschrien. Da dürfte sich sicher gern preislich noch was tun, da geb ich Dir Recht.

      Bei den Modellen allerdings sehen wir aber tatsächlich eine versteckte Preissenkung in den Starterboxen und Bundles. Zu viel darf man hier jedoch nicht erwarten – hat ein Unternehmen die Preise erst einmal auf einem solchen Niveau und festgestellt, dass dies von den Kunden dennoch gezahlt wird, ist man schnell vorsichtig mit Preissenkungen.

      Diese kommen daher genau im richtigen Bereich – den Einsteigersets, die auf humanem Niveau sind. Dort ködern, und hat man die Kunden am Haken, kann man ihnen auch nach und nach die höheren Summen abnehmen. Ist nicht “nett”, aber wirtschaftlich richtig.

      • Die Minis finde ich sogar Preislich ganz ok, sicher nicht die günstigsten aber in Ordnung. Auch das es mittlerweile von Fans bemalte Bilder im Shop gibt finde ich echt klasse.

        Es geht mir hauptsächlich um das ganze Malzubehör. Der Mini Laden des Vertrauens wird dir sicher dazu raten lieber zu Alternativen zu greifen. Bei einen GW-Shop bin ich mir nicht so sicher und ich denke hier werden sich viele Abschrecken lassen.

        Die neuen Learn to Paint Kits sind auch wieder ein Beispiel, Tendenziell eine Super Sache, da der Klassiker das Reaper Lern to Paint kit hier nicht so leicht zu bekommen ist.
        Auch die Modelle und die Preise sind hier ok, aber wenn ich dann aber Lese das es teilweise nur 3 Farben gibt, würde ich sagen das hier GW es wieder nicht verstanden hat. Dies klingt einfach wieder nur nach einen Köder ohne es wirklich ernst zu meinen,

    • Was Farben betrifft, würde dir mal ganz spontan zum Coat d’Arms Sortiment raten (können schon mal 15 Jahre halten, bei seltener Benutzung). Die sind, vom Farbschema her so ziemlich die alten GW Farben. Leider gibt es diese für deutsche Kunden (soweit ich es weiß) nur online zu kaufen, bspw. über Hasslefree.

  • WHFB ist für mich vorbei. Ich spiele inzwischen ein paar Systeme, die mir sehr viel Spaß bereiten, da brauch ich mich um GW nicht mehr zu kümmern. Meine Warhammer-Armeen setze ich bei Kings of War ein.

    • Ist doch eine patente Lösung. War aber auch nicht Thema des Artikels. 😉

      Wer generell kein Interesse an GW-Systemen hat, kann heutzutage ja wirklich auf genug Alternativen zurückgreifen. Wer dennoch Interesse an Produkten des Unternehmens hat, dürfte sich über aktuelle Entwicklungen dennoch freuen, oder? 🙂

  • Meine 5ct, bzw. rp…. als jemand, der schon mehr als ein Viertel-Hobbyjahrhundert auf dem Rücken hat:

    Früher war alles besser – aus GW Sicht, da es fast nur GW gab.

    Heute hat man Alternativen.
    Zum Glück, denn zur Zielgruppe von GW gehöre ich nicht mehr.
    So habe ich zwar immer noch zwei W40k Armeen im Dachstock, doch seit Finecast und keinen Metallminis mehr bin ich eigentlich weg von der finsteren Zukunft.
    Warhammer Fantasy? Klar, auch hier liegen noch einige Punkte Bretonen bei mir herum, AoS konnte mich nie begeistern, da mich manche Minis ziemlich extrem an meine pre-pubertäre He-Man Phase erinnern… da bin ich dann doch etwas zu alt dafür.

    Wo ich doch wieder etwas von der Firma kaufen werde: Blood Bowl. Das habe ich damals verpasst und nur als PC-Spiel kennengelernt… wobei auch hier schon wieder der fade Beigeschmack der Geldmacherei mitschwingt – warum kann man nicht alle Mannschaften in ein Regelbuch packen, sondern muss diese extra als Supplement kaufen? Es wäre einigermassen verständlich gewesen, wenn das Supplement später veröffentlicht worden wäre – aber so? Da runzeln sich bei mir schon die Stirnfalten.

    Ansonsten sehe ich bei mir nur verpasste Chancen seitens GW:
    Im Skirmish Bereich spiele ich Infinity, im Rank- und File bin ich nun ins historische mit By Fire and Sword abgewandert und sollte BFG kommen bin ich nun bei DFC dabei.
    Sorry, it’s nothing personal…

    • Ist doch auch ein nachvollziehbarer Ansatz. Mein Kontrast dagegen ist, dass ich die Modelle von GW weiterhin sehr mag und mit 40K einfach zu viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen verbinde.

      Wer aber kein Interesse mehr an den von GW offerierten Systemen hat oder gar an den Minis, findet, genau wie Du sagst, genug Alternativen. Ender der 90er oder in den frühen 2000ern hätte uns ein AoS-Supergau hingegen wirklich böse erwischt. 🙂

      Zu Deinem Blood bowl-Punkt: Naja, netter wäre es vielleicht gewesen – aber wirtschaftlich wirklich dumm. Hätte ich aus Sicht des Unternehmens auch nicht gemacht. Außerdem finde ich die Teampreise (25€) erstaunlich niedrig für den Inhalt. Da trau ich dem Braten immer noch nicht. 😀

  • Gute Artikel, danke dafür.

    Was mir fehlt ist ein bisschen die Betrachtung der Langzeitstrategie. Alles Beschriebene seh ich eher mittelfristig. Es stimmt, die Entwicklung ist super und ich begüße sie! Aber, was hat den GW den überhaupt erst groß gemacht? Was hat das Unternehmen überhaupt in die Position des Marktführers gekommen? Und wie hat GW einen Großteil der Tabletopspieler erst geschaffen?

    Es waren die Läden! Und das war der entscheidende Fehler von Kirby und seinem Vorgänger. Dieses unselige Konzept der Einmanläden und die Schließung vieler Läden ist für alle Tabletoper eine Katastrophe. Langfristig bleibt uns dadurch de Nachwuchs aus. Es werden weniger Kinder nach der Schule in den Laden rennen um zu zocken, weil es den Laden nicht mehr gibt. Kompensation durch Support für andere Spieleläden, die auch GW anbieten gibt es nicht. Die werden eher härter gebasht als früher.

    Die Fragen Quo vadis GW? und Quo vadis Tabletop? entscheiden sich langfristig hier.

    • Danke für Dein Feedback.

      Ich seh das etwas anders als Du – nicht so viel, allerdings. 😉 Meine erste Berührung mit Citadel und GW fand nicht durch die Läden statt. Ich bin nicht in ‘ner Großstad aufgewachsen – der nächste Laden war in Dortmund und immerhin knapp 30 Minuten Autofahrt entfernt. Ich bin ins Hobby durch Hero Quest, Space Quest, Claymore Saga und den White Dwarf in der Auslage unseres Zeitschriftenhändlers gekommen.

      Und da lag der Vorteil – GW gab’s im Spielwaren-Laden. Die erste “offizielle” 40K-Miniatur, die es im Fundus meines Bruders und mir gibt, ist ein altes Eldar-Jetbike. Das haben wir damals im Modellbauladen gekauft.

      Und genau da setzen Rountree und Co grade mit den Battle for Vedros-Sachen an – Basic GW-Sachen in Spielwarenläden. Die Menge der Einzelhandelsläden sind unfassbar unrentabel für GW. Es bedarf erst wieder massiven Zuwachses auf der Gewinn-Seite, bis sich die Verlustrechnung durch diese Läden ausgleichen lässt. Nicht ohne Grund sehen wir daher heutzutage doch das massive Erstarken des Onlinehandels und die Krise des stationären Handels, auch abseits von Tabletop.

      Bin aber bei Dir, wenn es darum geht, dass die Shops eine Bereicherung fürs Hobby waren. Ich hab tolle Erinnerungen an den Dortmunder Laden, erste Hobby-Tipps und all das.

      • Diese neuen Startersets, die sie für den Spielwarenhandel rausbringen, finde ich auch eine sehr gute Idee. Damit kann man noch besser Nachwuchs anlocken, als mit den GW Läden. Die Verbreitung ist höher und die GW Läden sind oft auch sehr versteckt. Wenn ich da an den Stuttgarter GW denke. Da muss man doch ein klein wenig suchen, bis man den findet.

  • Ich persönlich habe generell mit meinem früheren Hauptsystem Warhammer 40k abgeschlossen. Ich fand zwar die Kill Team-Box sehr interessant, aber werde es trotzdem sein lassen. Im Sifi-Bereich hat Infinity voll und ganz meinen Platz eingenommen, denn mittlerweile bevorzuge ich eine sauberer Zukunft. Vielleicht ändert sich das, wenn GW Raumflotte Gothic wieder raus bringt.

    Trotzdem hole ich mir über den Gebrauchtmarkt das eine oder andere Modell, weil die Gunststoffminis sehr gut aus sehen.In letzter Zeit konnte ich mir ein Trupp Harlequin, Eldrad Ulthran, Captain Arthemis und heute nach Ahzek Ahriman ergattern.

    Im Fantasybereich, muss ich zugeben, schnupper ich gerade so ein bisschen in Age of Sigmar rein. Die kleiner Starterbox steht ganz oben auf meiner Kaufliste. Vielleicht wird es wirklich ein System für Spiele nebenher. Immerhin will ich ja meine Magmhorin Chaoszwerge von LosKingdom in irgendeinen System mal einsetzen. Ich habe mich sogar letztens dabei erwischt, dass mir das Spiel Bloodbowl optisch sehr zusagt. Ich warte mal, bis noch mehr Teams rauskommen, vielleicht finde ich mein Liebhaberteam und steige in dieses System.

    Mein persönliches Fazit zu dieser Firma: Sie haben früher sehr viel vergeigt, aber in letzter Zeit machen sie wieder vieles richtig, was dazu führt, dass ich mittlerweile mehr dort kaufe, als meine Grundiersprays. Schauen wir aber mal, ob das so bleibt…

      • Danke für Dein Feedback. 🙂

        Die AoS-Minibox für rund 25@€ kann ich sehr empfehlen – habe dazu ja vor einiger Zeit das Review gemacht. Grade für tendenziell Neugierige ist sie genau das Richtige.

  • Ich habe GW-Spiele gespielt, als noch alles englisch war. Daher finde ich es gar nicht schlimm, dass heute wieder englische Begriffe verwendet werden, was ja heute oft bemängelt wird. Die “deutsche” Phase fand ich dann auch eher komisch damals.
    Vieles erinnert mich wohlig an meine Kindheit, was derzeit rausgebracht wird. Wenn noch EPIC kommt: Wow! AoS finde ich vom Fluff zwar weniger spannend als die Old World, aber Fantasy hat mich nie so gereizt. Die Figuren sind aber top.

    Und schon die Tatsache, dass ich jeden Samstag auf die neuseeländische GW-Seite gehe und schaue, was es Neues gibt. Das schafft sonst kein Hersteller. Obwohl regeltechnisch längst bei anderen Systemen angelangt bin, bin ich froh, dass GW wieder cool ist.

    Guter Artikel.

    • Danke schön! 🙂

      Genau das wohlig-warme Gefühl ist es, was mich momentan auch immer wieder überrascht, aber auch freut.

      Zum Denglisch habe ich jedoch eine klare Meinung: Bitte lasst das! Aus Sicht eines Germanisten und Journalisten, also vermeintlichen Sprachenhüters, ist das einfach nicht vertretbar. Sprache ist lebendig, ja. Aber dieser Mischmasch ist einfach nix.

      Ich lese seit je her eher die englischen Regeln, weil ich die Eigennamen dort eher mag. Sie aber in den deutschen Kontext zu quetschen, liest sich doch seeeehr komisch und gezwungen. Ist für mich DIE eine Unsinnigkeit, die gern wieder verschwinden darf.

      • Ich verdiene auch mein Geld mit der Sprache, daher verstehe ich deine Einwände.
        Für mich werden es dennoch Dreadnoughts und keine Cybots sein. 🙂
        Aber klar, wenn es schriftlich vermischt wird, kann es schon unfreiwillig albern werden. Ich denke, das betrifft aber eher den Fantasybereich, weil es dort eben auch sehr gute deutsche Enstprechungen gibt/gäbe. Bei SciFi ist das irgendwie anders.

      • Jo, das geh ich so mit. Ich rede auch von Dreads, Tac Marines und Chapter Masters. 🙂

        Manche Übersetzung mag im Deutschen dennoch schön sein, grad der archaischen Natur 40Ks wegen. Aber alles in allem, bevorzuge ich das englische Original in vielen Dingen.

      • Erstmal auch von mir danke für den schönen Artikel. Das Denglisch ist auch bei mir ein Faktor, der mir übel aufstößt. Ich denke, dass man Eigennamen durchaus vernünftig ins deutsche übertragen kann, sowohl im Fantasy als auch im SciFi Bereich. Es hat aus meiner Sicht auch jahrelang ganz gut geklappt mit den Übersetzungen, deshalb verstehe ich diese “Übersetzungsfaulheit” nicht so richtig. Aber eines steht fest, falls ich wieder bei Wh40k spieletechnisch einsteigen sollte, würde ich eher die englische Version der Bücher kaufen als diese denglische, ein Kind das noch nicht mal eine Mutter lieben könnte…

  • Auch wenn ich die Verabschiedung vom Fantasy Rank and File sehr schade fiinde gibt es in letzter Zeit doch viele positive Gesichtspunkte. AoS ist auch deutlich einsteigerfreundlicher als es WHF jemals war ( was gleichzeitig Stärke und Schwäche sein kann)
    “Made to Order” ist da auch noch zu nennen.
    Sehr guter Artikel, vielen Dank.

  • Toller Artikel. Bringt viel von meiner eigenen Meinung rüber.
    Ich bin im Moment schlicht begeistert davon, wie GW sich wieder macht. Habe 2001 angefangen, quasi in einer goldenen Ära von GW. Somit habe ich auch den “Niedergang” mitgemacht. Angefangen mit dem White Dwarf, der immer schlechter wurde.

    Aber seit ca. einem Jahr kommen wieder sehr viele gute Sachen von GW. Der neue White Dwarf ist fast so gut, wie die alten in den Nuller-Jahren. Macht wirklich Spaß den zu lesen.

    Dann finde ich die Horus Heresy Sachen sehr gut. Wollte schon immer eine Armee in dem Setting haben. Forgeworld alleine wäre aber zu teuer. Auch die ganzen neuen Armeen für 40k finde ich spannend. Mechanicum oder Genestealer Cult reizen mich schon etwas. Und klar könnten die Regeln von 40k eine Überarbeitung gebrauchen, aber die soll ja Anfang oder Mitte nächsten Jahres kommen. Und ich hoffe ehrlich gesagt darauf, dass sie 40k ein paar Sachen von Age of Sigmar mitgeben. Die festen Trefferwürfe zum Beispiel oder den Rendwert.

    Nun zu Age of Sigmar. Was habe ich am Anfang darüber geschumpfen und es für “Dreck” gehalten. Die Minis haben mir dagegen gleich gefallen. Die Khorne Bloodbound, die neuen Orks und die Sylvaneth haben wirklich geniale Modelle. Sie haben nur einen Fehler. Sie passen optisch schlecht neben die alten Modelle. Gerade bei den Orks fällt es auf, wenn da eine Einheit Brutes neben den alten Schwarzorks steht.
    Aber als das Generals Handbook rauskam, haben meine Kumpels mich dazu gebracht es auch mal zu spielen. Und siehe da es ist gar nicht so dumpf, wie viele, auch ich, behauptet haben. Klar sind die Grundregeln sehr simpel. Aber Age of Sigmar gewinnt seinen Reiz aus den Sonderregeln der Miniaturen. Diese in Kombination mit den Grundregeln erlauben ein erstaunlich taktisches Spiel. Alleine die Überlegung welche Einheit ich zuerst im Nahkampf attackieren lasse ist oft ganz schön knifflig. Denn nach meiner Einheit kommt immer der Gegner mit einer Einheit dran. Mir sind zwar auch einige Regeln zu simpel. Gerade in Bezug auf Gelände könnte es etwas mehr sein. Aber für ein kurzweiliges Spiel mit Freunden finde ich es wirklich sehr gelungen.
    Es geht schnell. Die Regeln sind einfach und die Minis gefallen mir.

    Muss dazu aber auch sagen, dass ich Warhammer Fantasy nie wirklich gespielt habe. Ich bin immer wie eine hungrige Katze drum herumgeschlichen. Aber mehr als ein paar Figuren habe ich mir dann doch nie gekauft.
    Und den Fluff von Age of Sigmar hab ich mir auch nicht wirklich intensiv durchgelesen. Da finde ich aber eh Fantasy besser.

    • Ach ja was ich noch vergaß zu Age of Sigmar.
      Es gibt in diesem Spiel sehr viele Synergien, die es in GW Systemen sonst nicht oder nur kaum gibt.
      Wenn die Sylvaneth sich auf einmal durch die Wälder Porten oder die Khorne Bloodbound +3 aufs Treffen und mehr Attacken bekommt ist das schon sehr cool.
      In diesen Punkten hat es ein wenig von Warmachine. Wenn auch natürlich immer noch deutlich weniger.

      • Danke für Dein ausführliches Feedback! In vielen Sachen gehen wir da konform, denke ich.

        Bei AoS muss ich noch etwas mehr reinschnuppern, bevor ich mir da ein finales Urteil erlauben will.

        Stellenweise hört man ja Leute munkeln, dass AoS zumindest in einzelnen Bereichen Einzug in die nächste 40K-Iteration halten könnte. In Bezug auf die aktuelle Regellast des Systems vielleicht keine schlechte Entwicklung.

  • Hm… ich glaube ich bin das, was man tatsächlich einen Veteran nennen kann. Ich war lange Zeit megatief drinnen in den GW-Drogen. Das einzige, worin GW über alle die Jahre konsequent war, ist den engagierten Spielern immer mal wieder den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Da ändert auch kein kurzer Frühling etwas dran. Wer sagt, dass es sich nicht im nächsten Jahr wieder ändert? Oder anders, die Erfahrung mit der Firma macht mich sicher, es wird wieder passieren.

    Beispiele?
    • Unterstützung von Turnieren – erst zögerlich – dann kurzzeitig große Versprechungen – dann spontan gar keine Unterstützung mehr.
    • Editionswechsel… dazu muss man glaube ich gar nichts mehr schreiben, oder? Neue Editionen sind KEINE Weiterentwicklung der bestehenden Regeln. Größter Unsinn von Welt.
    • BloodBowl ist das beste Beispiel. Da geht GW auf die Community zu, baut sie (die NAF) mit auf, gründet das BBRC (Regelkomitee), lässt die BBRC, die NAF und die Community das System am Leben erhalten und die Regeln weiterentwickeln um dann allen Beteiligten mit Anlauf einen kräftigen Tritt in den Hintern zu geben, aber vorher das geleistete noch schnell einsammeln. Und jetzt eine neue Box mit leicht veränderten Regeln (zum Großteil geschrieben von BBRC)? Schön, freut mich, kaufe ich mir um damit Neueinsteiger zu werben. Die beiden Änderungen (Human Catcher billiger, Gutterrunner neuer Skill) sind ok (Catcher) und unnötig (Gutterrunner: was soll der Skill? Warum schenke ich einen starken Spieler noch etwas gutes?!?)

    Aber grade das Beispiel BloodBowl zeigt auf, was GW zur Zeit antreibt. Es braucht keinen großen Konkurrenten mehr. Die kleinen Anbieter können dank moderner Fertigungsmethoden und Vertriebswege brandgefährlich werden. Es gibt mittlerweile so viele schöne Teams von Drittanbietern (Sukkubus, Willy, Greebo, Impact, Meiko), das GW für die neuen eigenen Teams den Kampfpreis von 25,- € festgelegt hat. Ich sehe das nicht als Nettigkeit gegenüber den Spielern, sondern als Angriff auf eben jene kleinen Drittanbieter.

    Mein Fazit? Ich bin GW-Drogenfrei 🙂 Ich kaufe mir sicher keine Regeln dieser Firma (die aktuelle BB-Version stammt wie erwähnt von BBRC und den Ligaergänzungen von Cyanide). Für Fantasy habe ich HotT und setze die Figuren ein die mir persönlich gefallen (und ja, da sind auch Püppchen Von GW darunter). Bei AoS gefallen mir weder die Püppchen, noch der Hintergrund, noch die Regeln. Und, nein, ich kann keinen Zulauf zu AoS feststellen, aber ein Zulauf zu vielen anderen Systemen (z.B. Fantasy SAGA).

    Lieben Gruß
    Ralf

  • Na dann will ich auch mal…

    Ich habe im Jahr 1992 mit Warhammer Fantasy begonnen und bin seither dabei. Daher habe ich schon einige Höhen und Tiefen von GW miterlebt.
    Dabei blieb ich immer bei Fantasy. 40k oder diverse Nebensysteme haben mich, mit Ausnahme von Mortheim und Warmaster, nie interessiert.

    Bisher gab es drei Punkte, die mir extrem sauer aufstießen:

    a, Finecast! Ich mag das Material nicht und durch die massiven Gussfehler (die es zu Beginn gab) blieb ein so negativer Nachgeschmack, dass ich das Material bis heute meide.

    b, Das Ende der Warhammerwelt! Ich habe sooo viele Jahre in dieser Welt gespielt. Nicht nur das Tabletop, auch die Kartenspiele und viele Jahre lang das Pen & Paper Rollenspiel. Wenn man jahrelang Helden im Rollenspiel durch die Welt begleitet, tut der Verlust der Welt noch mehr weh, als wenn ich sie nur vom Tabletop-Fluff kennen würde. Und es war (in meinen Augen) so unnötig!

    c, AoS: Ich war zuerst entsetzt über die minimalistischen Regeln und der fehlenden Balance. Ich spiele nicht allzu oft und dabei mit sehr wechselnden Gegnern. Da bleibt einfach keine Zeit um sich an ausgewogene Armeezusammenstellungen im Austausch mit dem Gegner heranzutasten. Mit dem General’s Handbook und dem Punktesystem beschloss ich, mich nochmal dem Spiel zu öffnen. Seither habe ich mindestens einmal wöchentlich AoS gespielt und stelle in letzter Zeit fest: Es ist/wird langweilig.
    Trotz verschiedener Punktegrößen und Szenarien werde ich mit dem System nicht glücklich. Es ist immer das selbe und leider oft ein ineinanderschieben von Modellen mit anschließender Würfelorgie.
    Und auch wenn die Qualität von GWs Miniaturen über (fast) jede Kritik erhaben ist, so gefallen mir die neuen Modelle einfach nicht. Der Miniaturenstil, der mit EndTimes begann, trifft meinen Geschmack absolut nicht.
    Und zu guter Letzt bleibt die Sache mit den Rundbases. Wenn man, wie ich, über 30.000 Punkte an Modellen besitzt, zerstört man seine teils aufwendig gestalteten Eckbases nicht, nur um alles auf Rundbases umzubauen.

    Allgemein würde ich sagen, dass GW in den letzten Jahren sehr viele Fehler gemacht hat.
    Und nun betreibt man Schadensbegrenzung (sehr löblich!), doch bin ich unsicher ob es nicht einfach zu spät dafür ist.

    Viele alte Spieler (zumindest in meinem Umfeld) haben GW den Rücken gekehrt. Sie spielen andere Systeme (9th Age scheint durchaus beliebt), spielen weiterhin alte Warhammer Fantasy Editionen oder haben ganz aufgehört zu spielen.

    Ich denke weder, dass GW die alte Welt zurückbringen wird, noch dass sie wieder zu eckigen Bases zurückkehren oder sich der Stil der Modelle massiv ändern wird. (Das wäre für mich persönlich nötig um weiterhin Kunde zu sein).

    Ob sie die Kurve kratzen? Keine Ahnung.
    Wenn es ihnen gelingt, einen neuen Kundenstamm für AoS (aus hauptsächlich jungen Spielern) aufzubauen, dann wohl ja.

    Ich selbst werde immer mal wieder zwischendurch AoS spielen. Sollten sie aber (was ich für die nächsten Jahre befürchte) die Regeln so ändern, dass runde Bases zum Muss werden, bin ich raus!

    Zu 40k kann ich nicht viel sagen, weil ich zu wenig Ahnung davon habe. Aber in meinem Umfeld werden die Spieler immer weniger bzw. beschweren sich mehr und mehr über Unausgewogenheit, schwer zu überblickende Regeln und „früher war alles besser“.
    Vielleicht bin ich mittlerweile aber auch einfach nur zu alt für die neue Welt, den neuen Stil und die Schritte hin zu Apps und zig Internetseiten …

    Ich wünsche mir, dass GW wieder für viele Spieler die Einstiegsdroge fürs Tabletop wird, so wie es früher mal war. Für mich ist der Zug wohl abgefahren.
    Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben und wer weiß, wie es in 5 oder 10 Jahren aussieht. Vielleicht bin ich dann wieder GW-Fan …

    Kahless

    • Ich denke, grad bei WHFB-Puristen und denjenigen, die zudem die P&P-Variante kennen, sitzt das “Trauma” noch tiefer. Kann ich voll verstehen.

      Aber vllt ist ja wirklich in den näcshten Jahren wieder für Dich was dabei. 🙂 Who knows.

  • Ich glaube, es ist noch erwähnenswert, dass auch die Community selbst einen maßgeblichen Teil zum Zerwürfnis im Hobby beigetragen hat. Der Artikel ist gut, aber was ihm fehlt, ist die Tatsache, dass sich das Feld der Hobbyisten mit fortschreitender Zeit in zwei Bereiche entwickelt hat, die man vielleicht als “intensiv” und als “casual” bezeichnen könnte. Vielleicht ist sogar der Begriff “professionell” ebenfalls nicht unangebracht. Es gibt viele Hobbyisten, die sich in ihrem Hobby selbstständig gemacht haben, sei es nun als Händler, Maler, oder gar Hersteller.

    Andere Hobbyisten, und daraus setzt sich meiner Meinung nach ein Großteil des Rückkehrerfeldes zusammen, sind, mit fortschreitendem Alter und einhergehender Verpflichtungen, zu Gelegenheitsspielern geworden, denen die alte Form der Hauptsysteme zu immens war. Die Runterskalierung der Systeme, teils durch vereinfachte Regeln, teils durch in sich abgeschlossenen Boxen, haben diesen Hobbyisten die Möglichkeit gegeben sich ihrem Hobby wieder zu widmen, ohne dafür Heerscharen an Hobbymaterial zusammenzuhorten und ohne zu viel durchgehende Zeit zu benötigen.

    • Spannender Punkt. Ich wünschte, ich könnte jetzt so schlau tun und sagen, ich hätte dies absichtlich außen vor gelassen. 🙂

      Tatsächlich ist die Community noch mal ein eigenes Thema an und für sich. Deine Beobachtungen find ich auch jeden Fall interessant. Quasi eine Casualisierung, wie sie der eine oder andere aus den Videospielen kennt. Da gibt’s ja ebenfalls die große Debatte – gut oder schlecht? Casual vs Core Gamer.

      Wie gesagt, das ist ein ganz eigenes Fass, dass spannend, aber zu groß ist, um es hier gleichzeitig ebenfalls mit zu öffnen. 🙂

    • ist es nicht eher ein Problem, das man TT kam auf “casual” niveau spielen kann?

      Zum einen von der finanziellen Seite, denn selbst wenn es nur eine Infinity truppe ist, brauchtm an doch Farben, Pinsel und co.

      Zum anderen der Zeit faktor.
      Wer nicht gerade das Glück hat, Spieler um die Ecke zu haben, muss eben fahren oder es bleiben lassen (aus dem Grund läuft bei mir leider schon seit Jahren nichts mehr TT spezifisch ).

      Und wer als Casual auf solche Events fährt, wird tels wegen regelfehlern angeschnauzt (ok, ist heute nicht mehr so schlimm wie früher) oder ist einfach ein Freewin für den Gegner

      die alles macht es für das Hobby TT einfach nicht leichter.

      • Hm, wie schon bei Dino erwähnt – das ist ein ganz eigenes Thema. Vielleicht eine weitere Heroische Intervention. ^^

        Sicherlich ist das “Hobby” an und für sich sehr zeitfüllend. Liegt auch an all den Unterbereichen, also Spielen, Malen, Basteln, in die es sich aufsplittet.

        Kenne Dein Problem selbst durchaus. Wichtiger ist mir da heutzutage tatsächlich, “vernünftige” Mitspieler zu haben als Mitspieler um jeden Preis. Man will die rare Zeit ja gern auch qualitativ hochwertig nutzen.

        Ich muss da mal aber ein wenig drauf rum denken. 🙂

  • Ausgesprochen guter Artikel. Bin positiv überrascht sowas hier im Web Format lesen zu dürfen. Gerne öfter!

    Vieles sehe ich genau so oder ähnlich. Die Beobachtung, dass sich GW wieder zum Positiven wandelt, empfinde ich auch. Allerdings bleibt bei mir, wie auch bei vielen anderen auch,die Skepsis. GW hat in den letzten Jahren sehr viel falsch gemacht, macht gerade allerdings vieles richtig. Siehe Aufzählung im Artikel.
    Allerdings muss man abwarten inwiefern die Aufgüsse der alten Systeme eine einmalige Sache sind, oder ob dort langfristig etwas aufgebaut wird. Zu sehr loben sollte man GW diesbezüglich auch nicht, da es eher aus wirtschaftlichen Antrieb, denn sie sehen bei anderen Anbietern läuft es (Beispiel Bloodbowl: Guildball, Dreadball und diverse Alternative Hersteller für BB), geschieht als einem “für die Fans”, auch wenn es evtl als solches vermarktet wird.
    Eine Zu(rück)wanderung zu GW Systemen kann ich in meinem Umkreis nicht feststellen, denn was GW in den letzten Jahren verbockt hat, kann man nicht in ein paar Monaten wieder gerade biegen und für viele, wie man auch vielen Kommentaren entnehmen kann, ist der Zug abgefahren. Vielleicht kommen durch die Spezalistensysteme nochmal welche zurück, aber ich bezweifle es, dass die Mehrheit sein wird. Viel mehr werden die Spiele von einer neuen Generation von Spielern als “Neuheiten” gefeiert.

    Ich denke das wird aktuell gerade in diesem Prozess der Morphose des Branchenriesens sind und einige spannende Fragen auf uns zu kommen werden wie zum Beispiel eine neue 40k Edition (Kein Endtimes für 40k?), inwiefern die Spezalistensysteme wieder eingeführt werden und unterstützt werden und was mir in all den Lobeshymnen fehlt: Wann etwas komplett neues kommt?

    • Haha, danke! Gern öfter – kann ich nachvollziehen, leider ist’s nicht ganz so einfach. Ein solcher Artikel erfordert schon einiges an Arbeit und woher will man als nebenberuflicher Redakteur die Zeit nehmen? 🙂 Aber wenn sich ein Thema anbietet, bei dem ich auch ein ausreichendes Maß an Kompetenz mitbringe, dann schließe ich das mal von meiner Seite nicht aus. 🙂

      Gerade in puncto Neues habe ich mich auch in einigen anderen Kommentaren schon geäußert: Das ist in der Tat die Frage, wie sich GW in den nächsten 3 Jahren verhält. Wie lange wird die Fanbase konsolidiert und gefestigt und wann bzw. ist überhaupt mit etwas völlig Neuem zu rechnen.

      Ähnliche Fragen stellten sich Video- und Computerspieler noch vor einigen Jahren über Branchenriese Blizzard, die munter ihre 3 IPs ausschlachteten und erst jüngst mit Overwatch eine neue hinzugefügt haben.

      Bleiben wir mal gespannt. Ich zumindest freue mich, dass der gefühlt ewige Abwärtstrend derzeit in eine andere Richtung geht.

  • Ich weiß nicht.

    Erstmal freut es mich, dass die jetzige Ausrichtung wieder Leute zieht und ihnen das Hobby mehr Spaß zu machen scheint. Ich finde auch den jetzigen Weg von GW stellenweise besser und ich lese auch immer gern die ganzen Neuigkeiten, trotzdem habe ich seit 2012 nichts mehr von GW gekauft.

    Obwohl ich seit Ende der 80er überzeugter Sammler war und immer noch bis auf die 2 Ausnahmen Gorkamorka und Gothic alle zwischen 1990 bis 2006 erschienen GW Brettspiele besitze und auch aktiv gespielt habe und auch den WD von der deutschen Ausgabe 3 an bis zur Einstellung des monatlichen Hefts im Abo hatte. Es gibt es immer ein paar Kleinigkeiten, die mich davon abhalten, wieder was zu kaufen. Gut, ich habe schätzungsweise 3-4.000 GW Minis und brauche eigentlich nix Neues aber das ist nicht das Problem.

    Interessante Sachen in letzter Zeit wie der Genestealer Cult sind im Verhältnis wieder wahnsinnig teuer, die Würfel gabs glaub ich nach der Vorbestellung schonmal gar nicht wirklich in irgendnem Laden, die deutschen Übersetzungen der letzten Zeit lasen mich schaudern und so weiter.

    Ich bin, vermutlich im Gegensatz zur momentanen Spielergeneration, auch ein großer Fan von ausufernden Regelwerken und liebe es, gleichzeitig 5-7 Bücher zu lesen, wodurch sich allmählich ein Gesamtbild ergibt. Man kann sich vorstellen, dass ich dadurch mit AOS nicht viel anfangen kann. Vielleicht alles nur Kleinigkeiten aber die entscheiden es dann manchmal.

    Und ich habe nicht komplett mit Tabletop oder generell Nerdkram aufgehört, ganz im Gegenteil. Nur wandert jetzt das ganze Budget zb nach 15 Jahren Abstinenz in Battletech (weil sich das so entwickelt hat, dass auch Sachen aus den 80ern mit den aktuellen Regeln spielbar bleiben und man so wahnsinnig viel Gesamtmaterial hat), in Spiele wie GuildBall oder Infinity oder in unzählige Comics und Gundam-Kits.

    Aber ich bin auch gespannt, wie sich GW weiter entwickelt und man weiß nie, ob es nicht irgendwann was gibt (so wie Space Hulk 2009), womit sie einen doch wieder an den Haken bekommen.

    • Oh, Batteltech…das hatte ich damals auch am Wickel. Generell würde ich jetzt aber behaupten, dass Du Dich von der Zielgruppe GWs wegentwickelt hast. Oder sagen wir, nicht zur Kernzielgruppe gehörst.

      Das soll natürlich nicht heißen, dass Deine Meinung uninteressant ist. Ganz im Gegenteil. Aber wie Du selbst sagst, hast Du viele Alternativen entdeckt und interessierst Dich eher, wie einige andere hier auch, eher für Specialist Games und Brettspiele. Die aktuellen Entwicklungen des Unternehmens beeinflussen jedoch eher diejenigen, die mit den Kernsystemen des Herstellers zu tun haben.

      Sollte sich aber der aktuelle Trend fortsetzen, denke ich, dass Du vllt eine Art zweites Space Hulk 2009 erleben kannst. Wäre doch auch schon mal was, oder nicht? 🙂

    • Ach so, ich meinte den Begriff Brettspiele eher als Abgrenzung zu den PnPs und Computerspielen. Also natürlich habe ich auch alle entsprechenden Editionen von 40K, Fantasy, Epic und HDR und auch diese hauptsächlich gespielt.

      Ich nenn einfach nur alles Brettspiel, was weder digital noch Rollenspiel ist, weil das bei unserer Gruppe immer der Brettspielabend ist 🙂

      Aber du hast recht, es scheint so, als hätte ich mich wirklich von der Zielgruppe entfernt bzw einfach inzwischen andere Interessen. Und ich würde mich freuen, wenn noch mehr Specialist Games neu aufgelegt werden, obwohl ich Blood Bowl in der weniger ernsthaften Variante spaßiger fand.

  • Ich sehe GW zwar auch klar auf dem richtigen Weg, aber ganz so positiv sehe ich’s nun auch nicht. AoS bleibt Mist, auch mit Punktkosten, eine zunehmende Beliebtheit dieses Systems kann ich nicht erkennen. Und auch die neuen Brettspiele leiden unter uninspirierten Simpelregeln. Dafür gibt’s zwar ein Publikum, aber so gigantisch groß ist das nun auch nicht. Ähnlich mit den Neuauflagen – das ist nett, aber mehr auch nicht.

    Wenn GW relevant bleiben will, müssen sie irgendwann mal wieder mit interessanten Regeln um die Ecke kommen, eben wieder eine Spielefirma werden. Alles, was sie dieses Jahr gemacht haben, so schön es auch ist, bedient bloß das “Wir sind eine Miniaturenfirma”-Motto. Das ist mir zu wenig.

  • Ersteinmal guter Artikel!

    Ich bin seit nun gut 22 Jahren GW-Jünger mit einigen Jahren Unterbrechung – die aber eher finanzielle Gründe hatte. Aber ich bin es und ich werde es immer bleiben. Gut, ich habe seit Ewigkeiten keine Spiele mehr gespielt, sondern mich lediglich auf Umbauten im Stil von Inq28 beschränkt.

    Warum ich trotz der vielen Auf und Abs immer noch GW-Fan bin, ist eine gute Frage und ich glaube, dass dies einfach dem 40k-Setting liegt, dass für mich einfach ein sehr interessantes Sci-Fantasy-Setting ist, dass eben durch seine finstere und misantrophische Atmosphäre sowie seine Vielseitigkeit überzeugt hat. Auslöser für diese Verfestigung waren unter anderem der Chaos Space Marine Codex der 2. Edition, der eine Armeeliste für Dämonen-/Chaoswelten hatte, wo plötzlich auch normale Fantasymodelle aufgelistet waren. Weitere Elemente wie die Bilder von John Blanche und später eben dann die Inquisitor-Reihe wie eben auch der Inq28-Fanableger waren einfach die Offenbarung für mich. Es war einfach diese totale Öffnung von Möglichkeiten, die man in dem Setting hatte. Daraus resultierte dann ein etwas entfesselter Bitzkauf – meine “Bitzbox” ist ein Stapel von Sortierbox mit ca. 1,70m Höhe und mein eines Regal sieht ein bisserl aus wie das Warenregal in einem GW-Laden – aber es macht mir einfach Spaß, abgefahrene Modelle jenseits des kommerziellen Kosmos zu gestalten.

    Wahrscheinlich wäre einiges anders gelaufen, wenn ich reiner Warhammer Fantasy Spieler gewesen wäre. Vielleicht hätte ich nach dem Ende von WHF GW den Rücken zugekehrt. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht bin ich einfach auch zusehr gefangen in der Welt von Games Workshop, um mich von der Firma zu lösen, aber ich bin jetzt 37 Jahre alt und habe mehr als die Hälfte meines Lebens mich mit dem GW-Hobby beschäftigt. Und daher warte ich einfach mal ab, wie sich alles in Nottingham weiter entwickeln wird.

    • Danke Dir!

      Gerade das Fan-Dasein in Sachen IP ist es, was mich immer noch latent neugierig in den letzten Jahren gehalten hat. Dem einen oder anderen hier geht es da ja ähnlich.

      Aber wer sich dafür eben nur bedingt begeistern kann oder die Prioritäten klar im Spielerischen definiert, der hat in den letzten Jahren sicherlich mehr gelitten. Gerade HdR’ler und WHFB-Fans mussten da mehr wegstecken als die 40K-Gemeinde.

      Diejenigen, die es in den rauhen Zeiten der letzten 3-4 Jahre geschafft haben, dennoch weiter an GW und seinem geistigen Eigentum festzuhalten, zolle ich hohen Respekt – da war viel Optimismus, Geduld und Gelassenheit von Nöten. 🙂

  • Letztendlich ist das, was GW gerade macht doch ein Schritt zurück, wenn nicht gar Kniefall vor den alten Fans. D.h. erstmal: es wird wieder besser. Doch wieder eine Community aufbauen, alte Spiele neu auflegen, Preise nicht mehr kontinuierlich erhöhen, White Dwarf wieder mehr Hobbyanteil….

    Das sind ja erstmal alles gute Nachrichten, für die, die gerne mit GW ihr Hobby gestalten wollen.

    Es bleiben aber 4 große Hürden:

    1. Preise zu hoch für Newcomer.
    2. Alte Systeme heißt nicht neue Kunden, sondern erstmal nur “Fanservice”.
    3. Die schwindende Kraft der Systeme: Regeltechnisch sind quasi alle GW-Systeme Alternativsystemen haushoch unterlegen. Zugpferd bleibt die IP.
    4. Die deutlich höhere Konkurrenz durch andere Systeme und IP.

    Ganz einfach: Solange die Verkäufe nicht anhaltend steigen, geht es immer weiter bergab, so schön und angenehm die neue-alte Firmenkultur wirken mag. Dazu bedarf es neuer Zugpferde. Alte Zugpferde mit moderner Konkurrenz werden das nicht schaffen. Und AoS hat gezeigt, dass es nicht reicht, einfach nur altes umzuschmeißen.

    Nichtsdestotrotz: GW 2016 ist ein besseres als GW 2015, da sind sich wohl alle einig.

    • Wie gerade schon in der Antwort auf Summoning unter Dir geschrieben:

      Fanservice ist dann nicht verkehrt, wenn Dir zuletzt auch alteingesessene Fans den Rücken gekehrt haben. Bevor man sich in so einer Situation über Neukundengewinnung den Kopf macht (massive Investitionen erforderlich), sollte jedes Unternehmen erst die aktuelle Situation konsolidieren und den Fall bremsen. Die Bestrebungen laufen gerade und können eine solide Grundlage für die (hoffentlich) darauffolgende Neukundengenerierung schaffen. 🙂

      Für uns alte Hasen ist dieser Zeitpunkt gerade bereits ein beeindruckender Wandel. Was sie in den nächsten 3 Jahren daraus machen, gerade in Hinsicht auf neues Blut im Hobby, ist die tatsächlich spannende Story.

  • Ein wirklich schöner Artikel, der einigen Unterhaltungswert hat.
    Was GW gerade betreibt ist nichts weiter als Schadensbegrenzung, denn so schön sich alle Fans das auch vorstellen, so rosig ist es weder um AoS noch um 40k bestellt. Das hat auch herzlich wenig mit der Führungsebene zu tun sondern ganz klar mit dem schwindenden Kundenstamm (man werfe einen Blick in die Jahresberichte – finanziell geht noch gut und das ist fein). Ich schreibe und meine das im Übrigen es der Firma völlig Wertefrei. Irgendwas muss die Firma machen, um wieder Goodwill zu erzeugen und genau das tun sie.

    AoS ist vielleicht kein veritabler Flopp wie es manche gerne hinstellen würden, aber es ist auch lange nicht das, was die echten AoS-Fans gerne darin sehen. Das Spiel ist Geschmackssache, bringt aber scheinbar nicht den gewünschten Umsatz bzw. die benötigte Zahl an Neukunden. Wenn wir die Sommerkampagne als Beispiel nehmen kann man diese als tatsächlichen Flopp bezeichnen (25.000 Ergebnisse hören sich erstmal viel an, bis man das Ganze auf die nackten Fakten herunter bricht – da kommen nämlich 0,8 Spiele/Ergebnisse pro Tag heraus und das Weltweit). Das GH ist nett, aber mehr auch nicht. Trotzdem wünsche ich dem System nichts Schlechtes – im Gegenteil, ich mag die Figuren nur muss man die Sache auch mal realistisch betrachten.

    Bei 40k gehen die Leute nach und nach zu anderen Systemen oder machen Pause. Selbst wenn sich die Spielerschaft nur innerhalb der GW-Systeme verschiebt ist das schlecht, weil die Neukunden weiterhin fehlen und die Basis nicht wächst.
    Der WD ist eine Sache für sich: Die bisher gesehenen Ausgaben begeistern mich überhaupt nicht. Einfach zu flach. Optisch aber schön gemacht. Über die aktuellen Übersetzungen breiten wir den Mantel des Schweigens – die Übersetzer können nicht mal was dafür.

    Momentan hofft man anscheinend darauf, mit Nostalgie-Spielen den alten Stamm zu überzeugen, was okay ist – wenn es nicht zehn Jahre zu spät kommen würde.
    Alles in allem hat GW momentan „nur“ 40k als echtes Standbein: AoS muss erstmal wachsen, Hobbit wurde Jahre lang sträflich vernachlässigt, Spezialistensysteme sind außer BB noch nicht am Start. Was bleibt also, als auf die Hobbyisten zuzugehen? Ach ja, nichts.

    Ich wünsche der Firma wirklich nichts Schlechtes, aber mal sehen, wie der nächste Schwenk wird.

    PS: Die “Brettspiele“ hab ich mal außen vorgelassen. Kann ich nicht beurteilen.

    • Danke dir! 🙂

      Schadensbegrenzung – naja, das ist eine, aus meiner Sicht, optionale Beschreibung des Silberstreifs am Horizont. 🙂 In gewisser Hinsicht hast Du Recht – man versucht den Spielerverlust der vergangenen Jahre einzudämmen, den man selbst geschaffen hat.

      Ich halte es nicht für falsch, erst einmal bei den alten Fans zu fischen. Denn diese waren bereits einmal vom Produkt überzeugt, es muss weniger Aufklärungsarbeit geleistet werden. Insbesondere, wenn die notwendigen Schritte, diese zurückzugewinnen, ähnlich denen sind, die man braucht, um neue Spieler zu ködern.

      Aus wirtschaftlicher Sicht wäre mein Augenmerk also auch zuerst auf Konsolidierung der (zuvor stetig abnehmenden) Fanbase gerichtet, bevor ich dann auf solider Grundlage weiter und neu aufbaue.

      Wo Du Recht hast, ist, dass wir gespannt warten sollten, was sich GW einfallen lässt, um in den nächsten 3 Jahren mehr Neukunden zu generieren, statt nur den Kundenstamm zu pflegen. Der Revell-Deal ist da ein erster Schritt, den ich zumindest zuletzt in den 80ern mit dem MB-Deal gesehen habe.

      • Jup, entspannt Tee trinken und Abwarten ist die Devise. Der Kurs ist keineswegs verkehrt und es sind mitunter die Veteranen (ich mag den Ausdruck nicht), die neues Blut ins Hobby bringen. Begeisterte Menschen ziehen andere Menschen einfach besser mit. Die Sache mit Revell finde ich übrigens super. Das ist was wirklich gutes, um Leute außerhalb der GW-Blase anzusprechen. Der MB-Deal, was GW damals gemacht hat. Hoffe sie können es widerholen.

  • Schöner Artikel, danke dafür.

    Wer hier häufiger unterwegs ist, kennt mich als Space Marines Fan. Trotzdem kommen meine Frau und ich in den letzten zehn Jahren auch auf eine Menge Minis von Herstellern, die es vor zehn Jahren so oder mit der Menge an Figuren noch nicht gegeben hat: Perry Miniatures, Raging Heroes, Freebooter, Plastic Soldier Company, Warlord Games,…. …sicherlich habe ich noch einige vergessen, die in letzter Zeit neue Systeme oder Figuren gepushed haben. GW hatte mit seinen immer höhen Preisen für eine Abwanderung gesorgt, wobei jeder, der nicht im Lotto gewonnen hat, sein Hobby-Budget nur einmal ausgeben kann.

    Generell haben meine Frau und ich nicht verstanden, warum im Umfeld der Neuerscheinungen von GW seit circa 2010,

    0) die schwarzen Boxen verschwanden, in dem man sich auf kommende Sachen freuen und mental vorbereiten konnte
    1) die ganzen unabhängigen Händler, die GW groß gemacht haben, auf so brutale Art aus dem Geschäft gedrängt wurden, seitdem es die eigenen Läden gibt
    2) So ein riesen Geheimnis daraus gemacht wurde, was erscheint und man nicht die Chance hatte, die Vorgängermodelle noch zu erwerben und diese sogar nicht abverkauft werden sondern sogar vernichtet!
    3) Gleiches Spiel mit dem unseligen wöchentlilchen White Dwarf, der in der aktuellen Woche noch 3,20 Eur gekostet und in der nächsten Woche im Altpapier landete. Also nicht mehr zu bekommen war.
    4) Ein-Klick-Pakete, über die niemand so gelacht hätte, wenn GW es wenigstens geschafft hätte, die 347,80 Eur des Pakets auf 345 abzurunden…
    5,6,7 und 8) ; – ) Die Vernichtung der alten Welt. Warum hat man nicht zwei Welten aufgebaut, die ähnlich wie 30k und 40k auf verschiedenen Zeitzonen laufen

    Was ist den jetzt eigentlich gut aus unserer Sicht ?
    1) Unserer Meinung nach steigende Qualität bei der technischen Umsetzung des Gußrahmen
    2) Wiederkehr vom momantlichen White Dwarf
    3) Einsteigerboxen mit echtem Rabatt
    4) Wegfall von Metall und Failcast, so kann ich viel leichter umbauen und kitbashen
    5) Einführung der Ironjaws? Orks ähm Orruks … naja der grünen Jungs halt, die sich von Fantasy so herrlich einfach für 40K umbauen lassen. Gleiches für die Chaos Jünger, die mit mit ihrem Style eigenlich besser in SciFi denn in Fantasy passen.
    6) Danke GW für die umfangreichen Farbsets, bei denen die Texturfarben ein Highlight sind. Die Komplettsets jedes Jahr neu zu kaufen, hat mir meine Frau allerdings zum Glück verboten.

    • Danke Dir.

      Zu Deinen Kritikpunkten/Fragen: Das sind in der Tat viele der Punkte, die die Community ja ebenfalls seit Jahren umtreiben. Vieles davon macht/machte einfach keinen Sinn.

      Andererseits: Der eine oder andere kennt es vielleicht aus seinem eigenen Job. Manchmal macht eine Geschäftsführung oder ein Abteilungsleiter einfach Unsinn bzw trifft Entscheidungen, die für die wenigsten nachvollziehbar sind. Für externe Beobachter gar noch weniger. In noch selteneren Fällen verrennen sie sich in bestimmte Ansätze – das Resultat sind dann langfristig Probleme mit Kundschaft und Mitarbeitern.

      Ohne es genau zu wissen, tippe ich auf so einen Fall von Mismanagement. Denn zumindest die GW-Mitarbeiter (abseits der Einzelhandelsangestellten), die ich kennenlernen durfte, waren durchaus patente Leute mir Leidenschaft für das Hobby. Da fällt es mir schwer, vorzustellen, dass sie die Entwicklungen zwischen 2005 und 2015 völlig unkritisch gesehen haben.

      • Das die GW Mitarbeiter an der Basis mit den Entscheidungen der hohen (meist) Herren zurechtkommen mussten und nichts dafür konnten, dass hat man hier auch an dem Wechsel der Ladenleiter gesehen. Die Zeiträume sind ähnlich kurz wie bei einem chronischen Tabellenletzten im Fussball und den verzweifelten Trainerwechseln in schneller Folge…

        Einen Punkt im Zusammenhang mit den Ladenbesuchen hatte ich vergessen:

        Bevor es hier einen Laden gab, habe ich die ersten GW Sachen Abseits vom HeroQuest und Co in drei Modellbau und Spielzeugläden gekauft, die damals alle unterschiedlich Produkte vorrätig hatten.
        Zeitdem GW die “Bestseller” einem unabhängigen Händler aufdrückt, hatten alle das gleiche. Wenn es um das Bestellen geht und ich vielleicht sogar Rabatt bekomme, dann unterstütze ich lieber die Läden, die GW hier repräntiert haben, bevor die eigenen Ladenketten kamen.

        Und beim Händler meines Vetrauens kann ich neben den neusten Death Watch Space Marines sogar eine Box Boltaction, ein Perrys Kiste und die beiden neusten Figuren von Freebooter erstehen, während ich mir die Infinity Neuheiten erklären lasse.
        Das ist mehr Hobby als der GW Laden bereitstellen kann, bei dem ich schon des Ladens verwiesen wurde, weil neben den GW Produkten Fremdfiguren in der nicht !! geöffneten Klarsichtbox waren…

  • Heikles Thema, aber gefällt mir der Artikel! Sehr sachlich und sehr… nennen wir es mal vorsichtig geschrieben! Kommt mir ein wenig so vor, als wenn Gefreiter BK-Mark erst einmal den Stahlhelm am Stock aus dem Schützengraben steckt und auf das Kreuzfeuer der Hobbyisten wartet! Finde es aber schon ein wenig belustigend, wenn bei Berichten/ Artikeln von und über GW auf die Kommentarrichtlinien hingewiesen wird! Das zeigt ja wie polarisierend dieser alte Hobbyriese immer noch auf seine gespaltene Anhängerschaft wirkt und das Tabletop eine Art Religion ist.

    Zu meiner Sichtweise:
    GW’s neue Geschäftsstrategie spricht mich, trotz der positiven Ansätze eigentlich nicht mehr an! Das liegt nun weniger an einem entäuschten Zwerg (mir!), der sich mit seinem trotzigen Verhalten, dem einst verehrten Götzenbild auf ewig verweigern möchte; vielmehr an der Auswahl neuer Möglichkeiten, die sich dem Hobbyisten jetzt bieten, gepaart mit dem Interessenwandel im Tabletopbereich! Realistisch betrachtet hat GW mich als Kunden schon vor Jahren verloren. Ich weiß nicht genau, ob sich das jemals wieder ändern wird. Die Gründe dafür wurden in den Kommentaren hinreichend genannt und ich kann mich den Aussagen hier größtenteils anschließen (White-Metal-Anhänger, Unansprechendes Design der Minis, Ikea-Katalog-Entwicklung des White Dwarf etc.). Aber man soll ja zwei Sachen niemals sagen: “nie” und “für immer”!

    • Danke Dir für’s Feedback! Vorsichtig? Findest Du? Klar kann man das Thema reißerischer aufziehen, auch provokanter. Aber ich gehöre weder zu Clickbait- noch Populismusjüngern. 🙂 Ist nicht die journalistische Schule, die mir beigebracht wurde.

      Außerdem, auch in Bezug auf die Kommentarrichtlinien, reicht der Name des Unternehmens in der Regel schon, um ausreichend zu polarisieren. Erfahrung macht ja klug und auch wenn ich unsere Leser oftmals sehr schätze, sind bereits zu viele GW-Artikel in den Kommentaren völlig aus dem Ruder gelaufen. Und der dann nötige Moderationsaufwand ist grad für uns arbeitende Bevölkerung (man bedenke, wir machen das hier neben unseren Vollzeitjobs) kaum zu stemmen. Den Vergleich mit der Religion finde ich tatsächlich passend – ein erster Draft des Artikels hatte da ein Parallelen, grad auch weil da oftmals so unsachlich diskutiert wird.

      Wie ich auch schon in einigen anderen Antworten hier in den Kommentaren angemerkt habe: Ich finde die Gründe der GW-Abgekehrten schon nachvollziehbar. Bedingt. White Metal ist mir persönlich ein Graus, bei Infinity lebe ich notgedrungen damit. Das Design ist nun mal Geschmacksfrage, den neuen White Dwarf sollte man jedoch nicht gleich so verteufeln. Man bedenke: Es ist ein Unternehmensmagazin – was mir, als Marketing-Mensch, da schon auf den Schreibtisch geflattert ist, ist oftmals unsachlicher als das, was der WD bietet. Und dass sie nun mal in einem Hausmagazin die eigenen Produkte anpreisen, sei ihnen gestattet. Für unabhängige Berichterstattung muss der geneigte Leser dann natürlich auch auf ein unabhängiges Heft zugreifen (den TTI z.B.^^).

      Was ich hier bei vielen, die das Interesse an GW verloren habe, rauslese, ist eben genau das – sie haben das Interesse verloren. Bei der Fülle an TT-Produkten und -Systemen kaum verwunderlich. Heutzutage wird nun wirklich fast jede Geschmacksausprägung bedient. Skepsis bei der aktuellen Entwicklung ist auch völlig nachvollziehbar – gebrannte Kinder und Feuer können Lieder davon singen.

      Nichtsdestotrotz ist für diejenigen, die weiterhin ein Interesse an GW-Produkten haben oder wirklich gute alte Zeiten vermissen, derzeit ein Silberstreif am Horizont aufgetaucht, der heller strahlt denn je. Denn solche Bestrebungen seitens des Herstellers, die so gezielt gefahren werden, ganz gleich aus welcher Motivation, haben wir vom Unternehmen aus Nottingham seit langem nicht gesehen. 🙂

    • So lange es kein Spiel wie Warhammer mit richtigen Regeln (und nicht so ein Witz wie AoS) gibt und die Preise so exorbitant hoch bleiben, werde ich mich nur gelegentlich über GW informieren.
      Seit End Times habe ich nur noch negative Gefühle für diese Firma.

      • Richtige Regeln…hm…Dir ist schon klar, dass das aber auch sehr im Auge des Betrachters liegt, nicht wahr? 🙂

      • “Richtige Regeln”? Du meinst möglichst überkompliziert, damit du Spiele gewinnst, weil dein Gegner die Regeln nicht so gut kennt?

        Mach mal halblang. Meiner Meinung nach ist AOS vom Prinzip her ein klarer Fortschritt. Ist meine subjektive Meinung. Du kannst auch die alten Regeln besser finden, alles gut. Freie Meinung und so. 😉
        Dennoch kann man das ein bisschen anders ausdrücken und dem Erfolg von AOS, der sich durch die Korrektur eines großen Fehlers jetzt einzustellen beginnt, auch Respekt zollen.

      • Gute Regeln zeichnen sich nicht durch ihre Länge aus. Ob AoS nun gut oder schlecht ist vom Design liegt im Auge des Betrachters. Allerdings gibt es genug Spiele, deren grundlegenden Regeln nicht sehr umfangreich sind und trotzdem sehr komplexe Spiele ergeben. Also das Pauschalurteil: Kurze Regeln = schlechtes Spiel muss ich leider widersprechen.

  • Ich muß zugeben mir kam der Artikel ein bisschen durch die rosarote Brille vor, allerdings ist mein eigener Blick auch nicht ungefiltert.

    Ich habe damals in jungen Jahren mit 40K den Einstieg in Hobby gefunden und war voll dabei aber inzwischen kann ich mich einfach nicht mehr für das Universum, das Spiel oder die Miniaturen begeistern.

    Zum einen freue ich mich natürlich für die Leute die neu oder weiterhin dabei sind das es wieder bergauf zu gehen scheint, zum anderen freue ich mich aber auch wenn Leute bei GW abspringen und kleinere Systeme stärken. Mir persönlich ist eine vielfältige Tabletop-Szene lieber und wichtiger als GW und Warhammer (40k). Auch wenns böse klingt habe ich mich deshalb über das anfängliche Debakel bei AoS gefreut.

  • Ich spiele seit 13 Jahren HdR und sammle seit ca. 5 Jahren 40K, seit einem Jahr spiele ich es auch. Die Warhammerregeln hatte ich mir in Probespielen mal angesehen, ebenso AoS.

    Ich denke, dass GW dieses Jahr eine sehr positive Entwicklung genommen hat. Zwar ist es schade, dass ihr meiner Meinung nach mit Abstand bestes System (HdR) noch immer eher auf dem Abstellgleis steht, aber immerhin, nachdem man jahrelang dachte, es würde vollends eingestampft werden, ist wieder Licht am Horizont.
    Insbesondere überrascht mich der Kontakt zur Spielergemeinde. Das ging ja quasi von 0 auf 100, ich hatte angenommen, sie tasten sich da gemächlich vorsichtig ran, stattdessen wurden sofort FaQs aufgelegt, Gerüchte aufgegriffen und nun noch eine weitere Seite gestartet.
    Wenn sie jetzt noch dieses furchtbare Denglisch verbannen und wieder ordentliche Texter und Übersetzer einstellen, bin ich vollends zufrieden. Klar, die ausgewürfelten hohen Preise stoßen dann immer noch auf, aber ich muss sagen, als jemand, der sehr viele Alternativhersteller nutzt: Die sind auch gar nicht wesentlich günstiger, wenn überhaupt. Für günstige Minis muss man schon in den historischen Bereich gehen oder auf kleine Skirmish-Systeme.

    • Das Problem sind da gar nicht die Übersetzer. Jedes Unternehmen hat ja ihr eigenes “Wording”, wie wir im Marketing sagen. Also einen festen Wortschatz, der in allen Materialien des Unternehmens Einsatz findet.

      Wenn nun von oben vorgegeben wird, dass die englischen Einheitennamen als fester Produktname stehen sollen, ungeachtet der tatsächlichen Landessprache, dann kann das Übersetzer-Team da herzlich wenig daran ändern.

      Und so wie ich professionelle Übersetzer (und ja, GW beschäftigt solche durchaus) kenne, werden die selbst vielleicht eher bedingt glücklich mit dieser Vorgabe sein.

      Zur allgemeinen Qualität der Texte: Klar schwanken die durchaus, aber das tun sie auch im Original. Dazu sei gesagt, dass Codex-Autoren nun mal auch keine professionellen Schreiber sind, es aber mit der Zeit werden können.

      Mal abgesehen davon, auch wenn es ein schwaches Argument ist: Da kenn ich leider auch sehr viel schlechteren Fluff und schlechtere Textqualität bei anderen Spielen. Aber wie gesagt, ein eher schwaches Argument…

  • Sehr schöner Artikel. Auch finde ich sehr gut das jetzt GW mit Revell zusammenarbeitet um somit auch wieder den Nachwuchs zu fördern. Klar es handelt sich hier um alte Modelle aber das interessiert kein 10 jähriger.
    Auch die neuen Starterboxen die preislich sehr gut zusammen gestehlt sind, deuten zu einer positiven Entwicklung.
    Bloß ich bin raus und habe auch keine Armee mehr und werde auch nicht mehr mit 40k anfangen da ich im Moment andere Baustelle habe und mir die Modelle optisch nicht mehr zu sagen.

  • Interessanter Artikel. Jeder hier hat sicher seine ganz eigene Meinung zu GW. Daher hier nun auch meine.

    Ich bin wie die meisten damals mit GW zum Tabeltop gekommen. Die ersten Prodikte in der Art waren die kleinen HdR Hefte wo Minis und ein paar Farben drinn waren. Über die Jahre kam dann neben HDR auch 40k und WH dazu. Zu meinen Hochzeiten besaß ich 3 40k, 4 WH und 2 HDR Armeen ins gesammt mehrere zehntausend Punkte stark. Außerdem habe ich eine Zeit lang in einem ihrer Läden gearbeitet und konnte so einiges über die Firmen erfahren.

    Warum habe ich aber GW komplett den Rücken gekehrt? Nun es sind wirklich sehr viele einzelne Dinge dich mich gestört haben, Ich versuch sie mal zusammen zu fassen:

    Failcast: Kurz und knapp, das Material war Mist. Ich hab mir keine einzige Mini aus diesem Materiel gekauft und glaube das es eine rießige Fehlentscheidung von GW war.

    HDR: Mein Einstiegssystem wurde nach und nach immer teurer. Als ich anfang kam eine Box mit 24 Minis ca 18€ heute kostet eine Box mit 12 Minis 20€. Das ist eine Preissteigerung von über 100% ohne irgendeine verbesserung des Inhaltes. Dazu dann die neue Hobbit Range die auch mal durch die Bank weg viel zu teuer war. Damit war das System für mich gestorben.

    WH: WH habe ich in der 6. Edition angefangen und bis zur 8. Edition gespielt. Ich bin auch recht erfolgreich auf Turniere gefahren und hatte viel Spaß an dem System. Was mich allerdings gestört hat war, dass es jede neue Edition eine neue Sache gegeben hat die man kaufen musste. Erst waren es krasse Helden, dann Monster und dann 30+ Regimenter. Als dann auch noch beide Armeebücher meiner Lieblingsarmeen (Imps und Vampire) so geändert wurden, das ich sie nicht wie früher spielen konnte, ohne mir massiv Modelle zu holen (Ghule+alle Arten Fledermäuse statt Magie und Demigreifen, Magiestreitwagen und Ritter statt Artillerie und Regimentern), bin ich aus dem System ausgestiegen. Der ganze Endzeit Quatsch und AoS die danach kamen, haben mich in dieser nachträglich bestätigt. Ich war froh das ich meine Armeen verkauft habe, bevor sie massiv an Wert verloren haben.

    40k: Dieses System hat mir immer besonders gut gefallen. DIe Modelle und der Fluff haben mich wirklich begeistert. Und ich les die Bücher bzw spiel die PC Spiele auch heute noch sehr gern. Auch hier habe ich mehrere Editionen gespielt und viele Änderungen miterlebt. Doch irgendwann wurde es wie bei WH. Jeder neue Cdox hat einen dazu gezwungen massiv neue Einheiten zu kaufen, wenn man sinvolle Listen spielen wollte. Das waren damals zb die neuen Eldar “Titanen” oder die ganzen neuen Imba Imp Panzer. Dazu die neuen Editionen in der man auf einmal 3 Walküren brauchte weil Flieger ja so krass wurden. Außerdem kamen irgendwann nurnoch SM Modelle und Armeebücher raus. Mitlerweile gibt es doch von fast jedem Orden ein Extra Buch und das halbe Sortiment gehört den Dosen. Neue Fraktionen wie der Mechanikum, die Harlequine oder der Genestalkercult wurden mit 2-4 Bausätzen abgespeißt und dann nochmal 10 Space Marines Produkte auf dem Mark geworfen.

    Der Umgang mit den Kunden: Durch meine Zeit als Mitarbeiter in der Firma habe ich mitbekommen, wie über die Kunden gedacht wird. Man sollte den Kunden möglichst viel verkaufen egal ob er es braucht oder nicht. Er will einen Taktischen Trupp? Hier ist eine Starterbox. Passende Beratung war unerwünscht. Es zählten nurnoch die Verkaufszahlen. Das Beschäftigungsverhältnis der Mitarbeiter hing stark davon ab. In meinem örtlichen GW gab es seit meinem Anfang mitlerweile 5 Cheffs. Keine hat es da besonders lange ausgehalten. Als ich da anfang wurden von mir Regelkenntnisse und das vorhandensein von Armeen aller Hauptsysteme verlangt. Der aktuelle Cheff in meinem örtlichen GW kannte nichtmal die Regeln eines Systems, hatte keine Modelle und konnte nicht malen als er anfing. Außerdem kann es passieren das er einfach mal den Laden zulässt und zuhause bleibt. Da die Leitung jetzt in England ist kriegt das da keiner mit. Das ist mir jetzt schon mehrmal passiert und das obwohl ich nur 2-3 mal im Jahr noch in den GW gehe um mir Farben zu kaufen. Durch das Firmenmotte Profit über alles, wurde die Lager der Läden immens reduziert, sodass vieles garnicht vorrätig ist und bestellt werden muss. Ach und hab ich erwähnt das es nurnoch 1 Mann (+ ein paar Aushilfen) in den Läden geben soll/gibt.

    Durch diese ganzen Gründe habe ich GW den Rücken gekehrt. Meine Armeen wurden alle verkauft und wenn ich mal in den Laden gehe, dann nur um mir Farben für meine anderen Tabeltops zu kaufen.

    Apropo andere Tabeltops. Ich spiele derzeit Infinity, FoW, Tanks, TY und Saga. Erst wenn man mal andere Systeme ausprobiert merkt man wie teuer GW wirklich ist. Kauft man sich in einem GW zb eine ausgemaxte 2000 Punkte Armee bei 40k, kriegt man (ohne übertreibung) für das selbe Geld JE EINE ARMEE ALLER ANDEREN Tabeltops die ich derzeit praktiziere. Ab und an habe ich mir bei Neuerscheinungen von GW gedacht, das sieht eigentlich geil aus, vlt kaufst du dir ja wieder ne kleine Armee. Aber jedes mal als ich mir durch gerechnet hab was das kosten würde, war die Vorfreue wieder weg. So ist es mir leicht gefallen GW fern zu bleiben.

    Zum Schluss noch meine Meinungen von den neuen Dingen die GW in letzter Zeit gemacht/angekündigt hat:

    WH30k: Ich fand die Bücher zu dem Thema ganz interessant und auch ein paar Modelle gefallen mir sehr. Andererseits sind mir viele Modelle einfach zu oldschool und es sind halt schonwieder Marines.

    Neue/Alte Brettspiele: Ich muss ehrlich sagen das die meisten davon völlig an mir vorbei gehen. Allerdings habe ich mitbekommen wie hoch die Nachfrage nach einer Neuauflage von BB, BFG oder Mortheim ist. Daher freue ich mich das GW den Spielen da entgegen kommt.

    Revell/Einstiegsboxen: Ich finde die sind eine sehr gute Idee um wieder neue Hobbyisten ins Tabeltophobby zu holen. Und selbst wenn ich kein GW Spiel mehr spiele, versorgt GW doch die anderen Tabeltops mit einem steten Nachschub an neuen Spielern.

    Neue Preisentwicklung: Es gibt wieder Starterboxen bei denen man wirklich was spart und auch manche Boxen werden sogar billiger. Oha wer hätte das gedacht. Für mich VIEL zu spät um noch etwas zu ändern, aber trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ich glaube nicht das GW in den nächsten Jahren untergehen wird, dafür läuft 30k und 40k viel zu gut. Ich hoffe sie kriegen die Kurve und werden wieder zu dem Unternehmen, das es früher einmal war. Ein Unternehmen in dem begeisterte Hobbyisten Produkte für andere Hobbyisten gemacht und verkauft haben und in der Geldv erdienen nicht über alles andere gestellt wurde.

    • Na da leck mich einer…meine Herren, danke, dass Du Dir so viel Zeit für einen Kommentar genommen hast. 🙂

      Ein Punkt, der für mich aber sehr rausgestochen ist: Natürlich ändert sich mit jedem Codex die Armeezusammenstellung etwas. Immerhin sollen ja auch alle Modelle einer Reihe abverkauft werden und nicht immer nur die gleichen.

      Dementsprechend passt das Unternehmen mit Release eines neuen Armeebuchs auch die Einheiten etwas an, um die “Ladenhüter” des letzten Releases zu unterstützen. Denn, das solltest Du als ehemliger Einzelhändler wissen: Ein volles Lager, das sich nicht abverkauft, ist verschenktes Kapital. Das kann sich ja keiner leisten.

      Wirtschaftlich gesehen also eine valide Entscheidung. Die Alternative wäre ja, dass sie nur EINEN Codex veröffentlichen, alle die bisherigen “heißen” Truppen kaufen und das Unternehmen Schuldenberge anhäuft, weil eben manche Listenelemente nicht beliebt sind oder nicht so schlagkräftig wie andere.

      Außerdem darf bei solchen Diskussionen nicht nur der heimische Markt bedacht werden. Wenn also in GW-Laden X in Deutschland keine kompetetive Szene vorherrscht, ist das super. Gleichzeitig hast Du aber in den USA 10 Bundesstaaten voller Turnierspieler, die eben nur Einheiten Y und Z kaufen, Einheit A aber links liegen lassen. Damit die Händler dort diese auch absetzen können, muss also der Spielwert angepasst werden. Und das geschieht nun mal auf globaler Ebene.

      Kann man auch gut mit Videospielen vergleichen. Jeder WoW-Spieler kennt das in gewisser Form – neues Add-On, neues Klassenbalancing. Das geht bei weitem nicht immer gut. Dabei geht es aber doch nicht darum, dass alle weiter ihren Level 100-Char weiterspielen. Vielmehr will das Unternehmen, dass sich der Spielerstamm neue Chars der jetzt populären Klasse erstellt, um eben jenen Stamm zu erhalten.

      Und sicher sind Ein-Mann-Läden nicht das Nonplusultra. Als Düsseldorfer musste ich mit ansehen, wie die einst riesige Drakenburg ebenfalls zu einer kleinen Ein-Mann-Bude gewandelt wurde. Aber: Tatsächliche Einzelhandelsläden sind unfassbar kostspielig für Unternehmen. Immobilienpreise sowie Personalkosten steigen stetig. Bei der Menge an Filialen musste GW einsparen und zwar dort, wo die meisten Ausgaben anfallen. Unschön für die Spielerschaft, zweifelsohne, aber die Option wäre gewesen, noch mehr Filialen völlig zu schließen. Auch nicht so super, oder? 🙂

      • Ich kann deine Argumente durchaus aus einer ökonimischen Sicht verstehen. Was aber auch dazu gehört (ich hab was in der Richtung studiert) ist, das jede Entscheidung aus der Marketingsicht aus abgewogen werden muss.

        Am Beispiel der geringen vorhandenen Auswahl an Produkten im Laden, lässt sich das sehr gut aufzeigen. Natürlich spart das der Firma jede Menge Lagerhaltungskosten. Auf der anderen Seite verprellt das aber auch ein paar Kunden, die nur in den GW kommen weil sie etwas sofort kaufen wollen. Solche Kunden werden das nicht über GW bestellen, weil sie wissen das sie es auch deutlich günstiger woanders bestellen können. GW gehen dadurch also auch ein paar Einnahmen verloren und es gibt einen Image Verlust. Beide Effekte müssen gegeneinander abwogen werden.

        So ist das eben bei vielen Entscheidungen bei GW gewesen. Ein Mann Läden sparen viel Geld. Aber dadurch sind eben auch viel weniger Projekte von Seiten der Mitarbeiter möglich. Und es kann schonmal vorkommen das Läden krankheitsbedingt geschlossen bleiben.

        Was die Armeebücher angeht, so hätte mir durchaus einer pro Volk und Editions ausgereicht. Ich brauch nicht alle 2 Jahre einen neues Buch. Wenn es mehr werden sehe ich das eher als Geldmachmasche. Auch ist es sicherlich möglich ein Armeebuch zu schreiben in denen die Neuheiten nicht alle totale musst haves sind. Die meisten Spieler kaufen sich die Neuheiten doch sowieso, aber wenn sie dazu gezwungen werden, verprellt das wieder so manchen.

        So sollte man über alle Entscheidungen von GW nachdenken. War der ökonomische Vorteil der Entscheidungen den daraus resultierenden Imageverlust Wert? Man denke hier zb an Finecast, die EInstellung von WH und AoS, die Preisehöhungen bei den HdR Produkten, der Wegfall der Ersparnis von Starterboxen usw. Ich würde hier sagen Nein, zumindest nicht in allen Fällen.

      • Muss nur mal loswerden, dass es auch mal gut tut, sachlich und ruhig vorgetragene und nachzuvollziehende Kritik an GW zu lesen.

        Großes Lob, Denn15. So lasse ich mir eher den einen oder anderen Punkt länger im Kopf zergehen und denke drüber nach, als bei den üblichen Hass-Einzeilern oder Kommentaren, die vor Sarkasmus und Zynismus triefen.

        Die letzteren kann ich zwar unter dem Gesichtspunkt Frustabbau verstehen, bringen die Diskussion aber keinen Nanometer weiter.

      • Guter Einwand, Denn15.

        Ich denke aber, dass genau da der entscheidende Unterschied liegt. Früher, also bis ca. 2015 schien sich das Unternehmen wenig um ihr STanding in der Community zu scheren. In der Tat wurde dies ja auch an einigen Stellen so verlautbart.

        Seit dem Richtungswechsel wird genau an diesem großen Kritikpunkt angesetzt – als die meisten von uns das als “Nur wenn die Hölle zufriert” abgetan haben. Die Motivation dahinter können wir generell nur mutmaßen.

        Aber die Entwicklung ist dennoch eine Gute. Wie schon mehrfach von mir in den Kommentaren angeführt, freue ich mich über diesen Wechsel, eben nicht nur als Fan, sondern aus professioneller Sicht ebenfalls. Ich mach Marketing hauptberuflich und hab mich in den vergangenen Jahren mehrfach gefragt, was die da in Nottingham zur Hölle treiben. Jetzt endlich sehe ich endlich adäquate Reaktionen einer Unternehmenskommunikation, die auf das rein wirtschaftliche Handeln Einfluß nimmt bzw. es begleitet.

        Und dafür gibt’s von mir einen Daumen hoch. Wurde aber auch Zeit. 🙂

  • Am Übelsten fand ich immer, dass GW Punktsysteme als Marketinginstrument nutzt. Turniere mit 30 Armeen, von denen 27 identische Eldar-Armeen sind – nein danke.
    Dann lieber die MInis für Hordes of the Thing oder Gates of Antares nutzen.

  • Ich habe mir 1994 meine erste Warhammer-Miniatur gekauft. Es war der Kurfürst von Ostland. Damals schon prognostizierten die “alten Hasen” den raschen Untergang von GW… Diese Prognose hält sich seither felsenfest durch meine gesamte Hobbyzeit.

    Für mich persönlich hat Warhammer den Reiz verlohren, als die Reichsgarde weg gefallen war. Unfassbar viel Geld für Modelle, die dann schlicht nicht mehr spielbar wahren. Seis drum…

    Dankbar bin ich, dass GW in unserem Hobby bei den Allermeisten als Türöffner da war. Nur dank GW gibt es die heutige Szene in dieser Größe. Ausserdem hatte ich auch viele viele tolle Stunden mit Freunden in den Hobbykellern der Nation. GW ist nicht schlecht. Jedoch sind eben nicht alle Veränderungen populär. Aber ohne Veränderung kommt über kurz oder lang Stillstand auf den Plan. Dank Kickstarter und Konsorten ist die Auswahl an Spielen halt enorm. Man muss nicht mehr das nehmen, was GW halt versucht… Aber nur meckern wäre unfair.

  • Man mag mir nachsehen, dass mein Kommentar der Ausführlichkeit des Artikels nicht gerecht wird, aber ich sag es mal so: Die Exfrau, die mich nach Strich und Faden beschissen hat, nehme ich auch nicht zurück, nur weil sie jetzt ein hübsches neues Kleidchen anhat 😛

    • Harter Vergleich. Auch nicht ganz passend, wie ich finde. Aber das konntest Du Dir sicher durch den Artikel schon denken. 🙂

      Ich denke eher, die Ex-Frau hat entdeckt, dass sie sich in den letzten Jahren ziemlich mies verhalten hat. Soziales Drumherum lässt nicht zu, dass sie sich persönlich dafür entschuldigt, also versucht sie, zumindest ihr Verhalten etwas anzupassen. Vielleicht wird daraus kein Wiederaufleben der Ehe, vielleicht nicht mal ‘ne Freundschaft, aaaber vielleicht kann man sich nach gewisser Zeit zumindest wieder “Hallo” sagen. 😉

      • Ein “Hallo” mag noch drin sein, vielleicht hole ich mir irgendwann nochmal ein gut gemachtes Standalone (BFG?), aber keinesfalls mehr etwas was ein längeres commitment erfordert.

        GW haben mit Age of Sigmar alles zerstört, was ihnen bei mir noch einen gewissen Nostalgiebonus eingebracht hätte. Jetzt müssen sie sich auf gleicher Ebene mit der Konkurrenz behaupten und die ist für mich derzeit einfach deutlich attraktiver.

  • Oh je. Hier ist ja was los!
    Danke für den tollen Beitrag Mark.

    Ich hätte ja gerne mal Mäuschen bei den ganzen Fantasyspielern gespielt als es geheißen hat, die alte Welt geht unter und es folgt AoS.
    Die Spieler machten ihre Schubläden auf und was war das…!?!
    Alle alten Regeln waren weg!
    Ich hab nie verstanden warum die Fantasyspieler sich so darüber geärgert haben.
    Ok, ok. Ist doof, aber…
    Ich hab die Regel, die Minis, den Spieltisch und die Freunde, die es mit mir Spielen. Läuft!!! War nicht das Wichtigste die Geselligkeit?
    Naja. Am Ende wird hoffentlich alles gut. GW ist jedenfalls auf dem richtigen Weg.

    • Als betroffener Fantasyspieler würde ich darauf gerne antworten.

      Natürlich sind die alten Regeln und Modelle noch da (und werden es immer sein).
      Aber …

      Zumindest in meinem Fall gingen die Mitspieler verloren.
      Ich lebe in einer ländlichen Gegend und im Gegensatz zu Großstädten war es hier immer schon schwer, Mitspieler zu finden.
      Wenn nun drei zu 9th Age und 2 zu AoS wechseln und einer verdrossen aufhört zu spielen, steht man alleine da.
      Und alleine helfen einem auch all die alten Regeln und Modelle nichts …

      Außerdem habe ich mich immer über neue Modelle, Regeln, neuen Hintergrund in Armeebüchern oder Romanen, usw. gefreut.
      Mit AoS ist die Weiterentwicklung meiner geliebten Warhammerwelt verschwunden. Genauso wird es keine neuen Modelle mit Fantasy-Regeln geben.
      Natürlich kann man selbst Regeln für neue Modelle schreiben, aber bei wechselnden Mitspielern (ich fahre aktuell bis zu 100km für ein Spiel) und keinem fixen Spielerumfeld mehr ist das sehr schwer, da selbstgeschriebene Regeln kaum anerkannt werden.

      Somit:
      Bliebe das Umfeld geschlossen beim alten Fantasy, wäre das kaum ein Problem. In der Realität ist das aber meist nicht so und das ist es, was zu den Problemen führt.

      Kahless

    • Es ist ja nicht so, als würden wir uns nicht über neue Modelle freuen. Die kommen jetzt für WHFB aber ncht mehr und einige Armeen sind schon verschwunden oder haben an entscheidender Stelle Federn gelassen. Ich empfinde diese Aussage “Ihr habt die Regeln doch!” immer als Totschlagargument. Natürlich habe ich die Regeln, aber ein wichtiges Argument für die Regeln war ja die breite Spielerschaft und die wird jetzt ja sicher eher kleiner, größer aber auf keinen Fall. Und nur weil ich die Regeln habe, habe ich ja nicht zwingend alle Armeebücher. Wenn ich jetzt auf die Idee komme, doch mal mit Hochelfen anzufangen – wird schwierig…
      Mal davon abgesehen, dass eben in einigen Armeelisten an wichtigen Stellen Lücken entstanden sind, was die Modelle angeht. Würde ich jetzt eine Imperiumsarmee ausheben wollen, würde die wohl ohne Ritter und Großkanonen auskommen müssen. Praktisch ein Unding.
      Natürlich kann ich mich nach alternativen Herstellern umsehen, die da stilistisch passenden Ersatz liefern, aber das ist nicht so einfach, wie es klingt. Oft passt der Maßstab oder Stil eben doch nicht.
      Wie lange der Gebrauchtmarkt da offen bleibt, kann ja auch keiner vorhersagen.

    • @Kahless und Gregor: Danke für die sehr guten und sachlichen Antworten! 🙂

      @1234: Gern geschehen. 🙂 Etwas provokant, Dein Post, aber ging ja alles gut.

      • Hi Männer,

        provozieren wollte ich wirklich nicht aber ihr habt es ja gut aufgenommen. danke für eure Sichtweisen. Waren ein paar Augenöffner dabei.
        Ich finde es einfach nur schade, dass man ein Hobby und einen ganzen Miniaturenstamm aufgibt nur weil irgendjemand sagt, ab morgen gibt es das nicht mehr.
        Stellt euch vor es ist Krieg und keiner geht hin.
        Ich hoffe, ihr findet euren Weg genau su wie ihn GW gerade zu finden scheint.
        Und der WD ist auch zurück gekommen…

      • Alles gut, 1234 – keiner hat geflamed, Deine grundlegende Frage war ja auch gar nicht falsch oder uninteressant. 😉

  • Zuerst: Danke an alle.
    Es macht richtig Spaß sachliche Argumente zum Thema GW zu lesen.
    Das würde ich gerne öfter hier sehen.

    Wo soll ich Anfangen?
    Am besten am Anfang. Ich habe jedes Spiel von GW gespielt. Alle haben mir gefallen.
    Vor allem die kleineren “Zwischendurchspiele” wir Gorka-Morka, Blood Bowl, Epic, Battlefleet Gothica oder so und so weiter.
    Die waren (und sind!) durchwegs gute Spiele.
    Ja, ich weis, die haben auch regeltechnische Probleme und das Balancing stimmt nicht immer. Und? Gespielt habe ich sie trotzdem alle gerne. 🙂

    Meine Ersten Minis waren Figuren, bei denen ich mir heute denke: Mann waren die häßlich! Damals waren sie das Beste was so am Markt für Geld erhältlich war.
    Ich habe eine 40k Chaoskultisten-Armee aus lauter Zinnfiguren. Jedes Modell sieht anders aus. Wert: Unbezahlbar!

    Ich habe alle Höhen und Tiefen mitgemacht.
    Manchmal ist mir der Kragen geplatzt! (so im 3-jahres-Rythmus). ^^
    Und zuletzt: WH Fantasy ist tot, lang lebe AoS. Was habe ich geflucht!!!

    Die HdR Spieler unseres Vereines haben sich selbst organisiert. Denen kann GW gestohlen bleiben. Aber: Neue Figuren: Ja, bitte! Dann werden die Preise bei E-bay endlich wieder ein vernünftiges Maß erreichen.

    40k ist bei uns am absteigenden Ast. Keiner will es mehr spielen. Zumindest nicht nach offiziellen Regeln und auf Turnierebene.
    Eigentlich wollten wir als Verein am nächsten Samstag ein 40k-Turnier ausrichten.
    Da kommen dann immer die üblichen Verdächtigen mit den selben Armeelisten (die es komischerweise auch aus dem I-Net zum herunterladen gibt).
    Aber jetzt reicht es uns. Wir steigen um. Wir canceln das Turnier auf T3 und machen unsere eigene Sache. Wir spielen wieder Old-School mit ganz normalen Listen ohne Knight und ohne Grav-Waffen. Ja, auch ohne Unsichtbarkeit.

    Und genau das ist es, was GW zur Kenntnis genommen hat (nehmen musste).
    Die alten Hasen machen ihr eigenes Ding und/oder sind abgewandert und Junge kommen kaum mehr nach (“Playstation und Internet”).
    GW hat in den letzten Jahren viele Fehler gemacht. Jetzt wird der Schaden begrenzt.
    Ich glaube nicht, dass GW nun plötzlich zur hellen Seite der Macht gewechselt ist.
    Ihre Finanzberichte sprechen einfach eine zu deutliche Sprache.
    Selbst der Brachenprimus kann es sich in der heutigen Zeit nicht mehr leisten kaum (kein?) Service zu geben.

    Der Markt ist unerbittlich. Die Spieler sind erwachsen geworden und fällen eigene Entscheidungen. Ich war nie ein Fanboy. Aber die Figuren haben mir gefallen, die Spiele auch.
    GW wäre schön blöd, wenn sie auch noch die letzten Veteranen vergraulen würden.
    Fanboys treffe ich immer weniger. Und sie gehen mir auch nicht wirklich ab (die negativen Fanboys wohlgemerkt!).
    Und meine Fantasylisten waren NIE bärtig.
    (Ok. da gab es die eine Liste mit über 30 Fanatics. Aber DER Gegner hatte es so was von verdient! Nachdem mich seine Betronenkeile zum x-ten mal Plattgemacht hatten konnte ich einfach nicht mehr widerstehen und zeigte diesem Spieler, dass auch Goblins laaange Bärte haben können…).

    Und nun zum Hauptteil meines Statements:

    In den letzten 12 Monaten hat sich echt wieder in Richtung Kunde bewegt.

    Die 25 Euro AoS Box ist für mich das Highlight der gesamten Tabletop-Szenen in den letzten 5 Jahren. Vielleicht das beste Produkt seit immer schon.

    Spiele die das Potential haben wieder eine größere Community anzusprechen kommen wieder zurück:
    Blood Bowl, HdR, Epic und was weis ich was noch alles wieder kommt.
    Und AoS sowie Kill Team gehört auch dazu (Skirmish, Brettspiele und Spiele für Zwischendurch wachsen wesentlich stärker bei uns als die Massensysteme).

    Boxen mit echten Rabatten und guter Einheitenzusammenstellung.
    (Bei der Echsenbox um 65 Euro habe ich mir beim Kauf gedacht: “Ich habe einen Dino geschenkt bekommen!” 🙂 Verd”$”!§! Ich wache sicher gleich auf…).

    Kommunikation mit den Kunden. Das ich das noch erleben darf!
    Events in den Stores.
    Und und und (siehe die Post davor).

    Das einzige Problem das ich jetzt noch habe ist:
    Bei jeder neuen positiven Meldung denke ich mir: Bitte! Vergeigt es nicht! BITTE!!!
    Das Vertrauen der früheren Jahre ist einfach nicht mehr gegeben. Auch ich bin inzwischen erwachsen und ein wenig weiser geworden.
    2 Jahre würde der Zyklus des Glücks nach meiner Berechnung ja noch andauern. Mal sehen, was da noch kommt.

    Ich werde weiterhin bei GW einkaufen:
    Allerdings nicht mehr alles so wie früher.
    Sondern nach der Lebensweisheit “Das Gute behalte und das Schlecht verwirf”.

    Sorry für den überlangen Text. Aber es hat richtig gut getan sich mal mit dem Thema zu befassen. Danke BK-Mark für die Gelegenheit hierzu!

    • 30 fanatics??? Sehr geil. Da müsste ich schon schmunzeln… aber die Art von Gegnern, die das verdient haben, kennen wir alle. 🙂

    • Ach kein Problem. Ganz im Gegenteil. Hab Deinen Kommentar grad auch mit Interesse gelesen. Danke dafür! Gerade das “Bitte vergeigt das nicht!” kommt mir doch sehr vertraut vor. 🙂

      Ansonsten bin ich so oder so der Meinung, dass wir mündigen, erwachsenen Spieler zuhause doch durchaus mit den Systemen machen sollten, was wir wollen. Wenn neues und spannendes Spielzeug herauskommt, prüfe ich, ob und wie ich es in mein Spiel integrieren will. Klar, auf Turnieren ist das was anderes, aber gerade dieses streng reglementierte Spiel gefällt mir nicht. 🙂

      Und auch wenn ich ja nach diesem Credo ignorieren könnte, was GW mit Regeln und Co anstellt, mag ich es dennoch, wenn auch der offizielle Support sinnvolle Dinge mit dem Spiel anstellt. 🙂

  • GW macht zur Zeit vieles richtig.

    Sie arbeiten hart daran, endlich das Niveau zu erreichen, dass Kunden heute als Selbstverständlichkeit empfinden und das man sich vom Marktführer, bereits vor 20 Jahren gewünscht hätte.

    Ja, ich finde den Weg gut.
    Applaus oder gar Respekt, nötigt mir das aber nicht ab.

    Denn sind wir einmal ehrlich, die Motivation, die hinter dem vielerwarteten und erhofften Aktionismus steht, ist doch nur das ständig lauter werdene läuten der Totenglocke!

    • Und was ist so falsch an der Motivation? Sollte uns nicht jemand, der spät dazu lernt, lieber sein, als derjenige, der gar nichts lernt? 😉

      • Ich habe nicht die Motivation an sich in Frage gestellt sondern den Grund.

        Applaus und Respekt verdient man sich, indem man weit über den üblichen Rahmen auf Innovation und Service setzt, obwohl man es garnicht nötig hätte und damit neue Maßstäbe setzt!

        Ein Ertrinkender, der den richtigen Handgriff tut (nach dem Rettungsring greifen) verdient in meinen Augen weder Beifall noch das Bundesverdienstkreuz. Und dein Beitrag, hört sich schon sehr nach Laudatio auf den mutigen Helden an.

      • Wow, und ich dachte echt wir kriegen 150 Beiträge voll ohne geschmacklose Vergleiche, ätzende Anfeindungen oder dass jemand allgemein einfach nur herumtrollt.

        Schade, den eigentlich fand ich die Diskussion hier war das beste was ich seit Wochen auf dem BK gelesen habe.

      • Wohl eher seit Monaten. Habe selten eine so ruhige und angenehme Diskussion auf dem Brückenkopf gesehen. Vor allem, da es auch noch um GW geht.

        Und natürlich darf man GW dafür loben, dass sie endlich einen Richtungswechsel einleiten und anscheinend auf dem Weg der Besserung sind. Man kann sie nicht jahrelang dafür verdammen, dass alles scheiße ist und dann wenn sich was ändert da auch wieder draufhauen.

      • Ich erkenne in witchbitchs Beiträgen keine Feindseligkeit. Vielmehr einen Zynismus den sich GW über die Jahre verdammt hart erarbeitet hat. Marks heroische Intervention ist ein Editorial, er hält mit seiner positiven Meinung nicht hinter dem Berg. Muss er auch nicht. Aber man darf durchaus sagen, das einem persönlich der Grundton zu wohlwollend, zu optimistisch ist.

      • 2 Tage später und wir diskutieren immer noch. Wow. 🙂

        Also…Ich finde, Witchbitch ist weit vom leider so oft zu sehenden Geflame zum Thema GW weit entfernt. Seine/Ihre Meinung ist einfach konträr zu der vieler anderer hier.

        Im Grunde ist sie auch gar nicht so falsch – ich habe ja selbst an anderen Stellen hier geschrieben, dass sich Games Workshop nun an zeitgemäßes Marketing und Kundenpflege herantraut. Das impliziert ja, dass sie etwas tun, was für viele andere Unternehmen nicht außergewöhnlich wäre.

        Wie aber Böhni sehr treffend schreibt: Seit Jahren kritisieren und verteufeln wir Aktion X, protestieren bei Y und fordern stattdessen Z. Wenn sie dann (endlich) doch Z als richtig erkennen, kann man natürlich sagen: Haben wir Euch gleich gesagt. Aber mal ganz ehrlich: Derjenige mit diesem Kommentar ist selten jemand besonders angenehmes. 😉 Ist jetzt nicht direkt auf Dich gemünzt, Witchbitch. Ich will damit nur sagen, dass es nicht hilfreich ist zu sagen “Ja, toll…na und?”. Ich bin da eher ein Verfechter von “Wow, Alter, Du hast echt lange Mist gebaut. Aber ganz ehrlich, ich finds gut, dass Du Deine Meinung geändert hast. Würde mich freuen, wenn Du so weiter machst.” Motivation ist das Stichwort. Sonst schmeckt mir das zu sehr nach Bashing um des Bashings Willen.

        Wie aber Yuggoth richtig erkannt hat und auch mein Disclaimer zu Beginn des Artikels zeigt: Dies ist meine Meinung. Die muss bei weitem nicht jeder teilen. Eine ganze Reihe der Kommentatoren tuen das nicht und das ist okay. Ich habe mich, auch nach einiger Überlegung, wie ich zu der Entwicklung stehe, für eine positive und tendenziell optimistische Sichtweise entschieden und diese auch bewusst im Artikel geäußert. Deswegen bekommen sie auch MEINEN Respekt, ich erwarte aber keinesfalls, dass diesen nun jeder zollt. Darum ging es Dir auch, richtig? Denn Du stimmst der positiven Tendenz ja auch zu. 🙂

  • Aktuell sind wir angeblich bei 119 Kommentaren. Wow! Und alle haben sachlich und interessant diskutiert. Danke dafür! Hatte viel Spaß heute, auf dem Niveau mit Euch zu diskutieren, verschiedene Standpunkte zu sehen oder meinen weiter zu erläutern.

    Sehr cool. Wirklich sehr cool. 🙂

      • Danke. 🙂 War harte Arbeit, aber, wie oben geschrieben, auch viel Spaß. Ich konnte sachlich über ein Thema diskutieren, dass mir durchaus am Herzen liegt. Da darf etwas Mühe meinerseits ruhig mal vorkommen. 🙂

        ICh glaube aber, ich hab tatsächlich nicht ALLE kommentiert, ein oder zwei sind mir da durch gerutscht.

  • Guter Artikel, der sich mit meiner aktuellen Meinung nach positiven Entwicklung bei GW deckt. Einzig der alten Welt trauere ich noch hinterher. Diese weitreichenden Regeländerungen hätte man sicher auch umsetzen können ohne die Warhammer Welt kaputt zu machen…

    • Da trauerst Du aber nicht allein. Bei all den positiven Dingen, trauer ich dennoch mit Dir. Fand das ein schönes und interessantes Setting. Bin da auch weiterhin der Meinung, dass ihr Ende nicht hätte sein müssen.

  • Moin , es ist soweit seit guten 5 Jahren schaue ich regelmäßig bei bk rein und schau was es neues bei 40k gibt . Ich war sehr erstaunt wie sehr die Kritik an Gw in den letzten Jahren zu und das Niveau der Kommentare abgenommen hat . Ich war oft versucht auch was dazuzuschreiben ,habe es aber dann doch gelassen . Nach diesem interessanten Opening und den sehr schön zu lesenden antworten würde ich auch gerne mal was los werden .
    Ich kenne Gw seit seit der 2. Edition 40k und nenne eine Blood Angel Armee um 10000 p
    Mein eigen .
    Wie viele andere von euch wahrscheinlich auch bin ich durch heroquest ,Star quest und Space Hulk auf das Thema Tabletop aufmerksam geworden .
    Nach kurzer Pause entdeckte ich wie viele andere das Hobby neu durch die hdr Zeitschrift mit Figuren und Farbe .
    Bei uns machte gleichzeitig ein Gw laden auf was mich sehr erfreute da viele(eigentlich so gut wie alle ) Fantasyläden mittlerweile geschlossen waren . Sofort hatte mich 40k wieder … das ging bis zur 6. Edition so .
    Da ging es in meinen Augen bergab . Die Jungs in rot waren auf einmal nicht mehr so freundlich und hilfsbereit und wechselten immer öfter , gleichzeitig reizte mich das Programm mehr so wie früher . Ich stellte den Spielbetrieb ein und verlagerte mein Interesse Nur noch aufs malen , basteln und den fluff . Besonders die Hourus Heresy hat es mir angetan . Nachdem die Modelle immer teurer und mich auch im Design mich nicht mehr reizten habe ich mich Nur Noch aufs lesen der romane beschränkt .
    Über den bk habe ich mich auf dem laufenden gehalten und verfolgt wie die Politik aus Nottingham die spielerlager gespalten hat .
    Schnell war ich in meiner Meinung bestätigt und das da was nicht rund lief .
    Stellenweise war es aber auch sehr anstrengen die Kommentare zu lesen,da es doch sehr einseitig und heftig zur Sache ging .
    Um so mehr freut mich die Entwicklung die grade bei Gw statt findet , ganz besonders die Wiedererweckung der classiker wie blood Bowl .
    Auch die Kooperation mit Revell ist sicher ein guter Schritt . Wird aber sicher nicht für die Verbreitung sorgen wie es damals mit MB funktioniert hat .
    Spielen werde ich wohl nicht mehr dafür bin ich zu lange raus und mit Familie eh zeitlich und finanziell kaum zu wuppen ,aber für die ein oder andere miniatur werde ich sicher wieder die Zeit finden da mich besonders die Boxen um 30k sehr reizen .
    Vielleicht kommt ja auch irgendwann doch noch der Plastik Thunderhawk ……….

    Danke für eure Zeit . Und ich hoffe das Gw mit diesem Kurs den es gerade einschlägt die Kurve kriegt , da ich gerne an die Anfangszeiten zurück denke und auf diese scheint es sich teilweise wieder zurück zu besinnen .

    • Hi und danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich hatte mich vor diesem Artikel durchaus gefragt, ob grad den Herren im Alter jenseits der 30 wohl auch dieses Gefühl unterkommt, dass wir uns wieder eher dem GW unserer Teenager-Zeit nähern. Und zwar mehr als je zuvor.

      Wenn sie diesen Kurs mit einer vernünftigen wirtschaftlichen Strategie zu koppeln wissen, wer weiß, was uns dann noch Gutes erwartet. 🙂

  • Toller Bericht mit spannenden Kommentaren, danke !
    Und einmal mehr denke ich mir, das beim Thema GW viel Herzblut im Spiel ist, oder war. .😁

    • Na ich danke – und gern geschehen. Kann Dir versichern, selbst mit Mitte 30 ist da oft noch mehr Herzblut vorhanden, als ich selbst manchmal glaube. 🙂

      Eine gehörige Portion davon landete in diesem Artikel. 😉

      • Hab mir jetzt noch mal in Ruhe den ganzen Artikel mit Kommentaren und deinen persönlich Antworten angeschaut, großartige Arbeit !
        Danke nochmal dafür ! 😁

  • Schöner Artikel,
    persönlich habe ich auch den Eindruck, dass die Lage bei GW besser wird, die angesprochen “Interaktionen” mit der Community lassen dies zumindest hoffen. Für mich war das grösste Plus immer der Hintergrund – wobei ich kein Fantasy Spiele, also blieb der End Times Shock für mich ohne Wirkung. Auch die Qualität der Modelle hat kaum Konkurenz, das soll nicht heissen mir gefällt alles, sondern nur die Qualität ist gut. Klar hat GW seine Macken, aber welche Firma hat die nicht. (nur ein paar Beispiele der “grösseren” Mitbewerber mit denen ich zu tun hatte)

    Battlefront… sicher nicht ich warte zum Teil Monate auf Modelle, mir kommt es bei denen vor, als würden die Lieferungen (an Händler) im Gepäck von Reisenden aus NZ beigelegt, falls diese eben noch Platz haben. Ich mag FoW und Co. aber ich ärgere mich eigentlich bei jeder Bestellung über die Verfügbarkeit (aus meiner letzten Bestellung im Sommer ist ein Kit immer noch nicht beim Händler angekommen).

    Privateer Press… hatte für mich immer ein gutes System, aber günstiger als GW waren sie in meinen Augen kaum, aber vor allem bin ich mit dem Fluff nie war geworden.

    Warlord… hier muss ich tatsächlich sagen, hier ist MIR bisher nichts Problematisches aufgefallen.

    Spartan Games… hat mich damals angelockt als Firestorm Armada erschien, da GW zu diesem Zeitpunkt BFG eingestellt hatte. Was soll ich sagen, das System war ok, aber die neuen Lizenzen und Systeme von Spartan Games haben für mich das System versanden lassen.

    Dust Studios… Dust Tactics/Warfare hat mir lange Spass gemacht, aber die Abkehr von FFG war in meinen Augen ein riesiger Fehler. Der folgende Grabenkrieg nach dem Kickstarter sollte den meisten ja ein Begriff sein. Grundsätzlich hoffe ich, dass es mit dem System mal wieder bergauf geht aber das wird die Zukungt zeigen.

    Was alle Hersteller gemeinsam haben ist eins, WENN es mal zu Probelmem mit ihren Bausätzen kam wurde mir immer schnell geholfen. Es waren zwar nicht alle, aber als fleissiger Käufer, wohl die meisten der Firmen.

  • Guter Artikel, aber mich hat GW zumindest bei 40K als Kunden verloren, die Balanceprobleme der fünften Edition mit der Einführung der Alliiertenregeln lösen zu wollen ging mMn voll nach hinten los, die siebte mit jeder darf mit allem Spielen was er hat war dann der Letzte Sargnagel. Ich glaube auch nicht das GW das wieder zurückdrehen wird. Aber auch nicht Nötig, in meinem Umfeld haben quasi alle mit 40K aufgehört.
    Blood Bowl aber z.B. werde ich mir wieder kaufen, aber das ist Finanziell gegenüber 40K auch nichts mehr was weh tut.

  • Puh, sehr schwieriges Thema. Macht GW wieder mehr richtig? Es sieht zumindest danach aus, alles andere wird die Zeit zeigen.
    Wie viele hier, bin ich mit meinen Mitte 30 schin ziemlich lange im Hobby.

    Angefangen hab ich mit der zweiten Edition von 40k, Fantasy bin ich erst Recht spät eingestiegen (müsste Ende 5th, Anfang 6th gewesen sein).
    Ich erinnere mich hier an eine tolle Zeit im Hobby, auch von Seiten GWs. Ob das ganze nur ein Nostalgie-Faktor ist.. weiß ich nicht, vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte.
    GW war einfach viel näher am Kunde damals, kam auch wenn es schon immer teuer war, einfach fairer rüber. Es fühlte sich an, als wenn da Leute sitzen die das gleiche Hobby wie man selbst teilt, und nicht wie jemand der versucht den letzten Cent aus einem heraus zu pressen.
    Erinnert sich noch jemand an die Mail Oder mit den Dealz? (Oder die witzige Regelhotline…)
    Lange war ich GW treu, hab eigentlich jede Edition mit gemacht. So mit Release der 8th in Fantasy, bzw der 5th von 40k stellte sich jedoch immer mehr ein mulmiges Gefühl ein. Der WD war nur noch einen Farce, die Regeln dienten nicht mehr dem Zweck, sondern nur noch um den Absatz hoch zu treiben.
    Nicht falsch verstehen, das sich soll Systeme regelmäßig verändern müssen um zu überleben ist klar, aber nicht wenn es ad absurdum geführt wird.

    Als sie dann whf gekillt haben, war es für mich auch das aus mit GW.
    Wir spielen noch Mortheim, alles andere liegt brach. Wenn ich mir hierzu Minis hole, dann aus Prinzip nur von Alternativ Herstellern.
    Ansonsten hat mich Corvus Beli mit Infinity abgeholt, hier fühlt man sich noch zu Hause, wie es früher mal bei GW war.

    PS: Hätte gern das ganze noch ausführlicher Behandelt, aber am Handy macht das Schreiben kein Spaß. Autokorrektur und Formatierung bringt mich noch um, seid also nachsichtig

  • Hallo,

    ich begrüße ebenfalls diese doch recht sachliche Diskussionsrunde.
    GW macht sicherlich seit Jahren diverse Dinge nicht so, wie ich es gerne hätte, aber trotzdem bin ich 40k treu geblieben, da die Qualität der Minis einfach (meist) überragend ist. Ich bemale auch Minis von dem ein oder anderen Hersteller und habe bisher keinen gefunden, der GW qualitativ nahe kommt. Die aktuelle Entwicklung stimmt mich ebenfalls vorsichtig positiv und ich hoffe in diesem Zuge, dass meine beiden Armeen wieder spielbar werden.
    Ich besitze eine Black Templars und Dämonenarmee und erstere lässt sich natürlich über den SM-Codex spielen, nur hat sich mir nie erschlossen, warum die BTs eingestampft wurden. Sicherlich wird es am mangelnden Umsatz liegen, aber ich kann mir gut vorstellen einen einfachen Codex bzw. eine sinnige Errata des alten Codex hätten den ein oder anderen Spieler nicht so sehr verstimmt, wie dieser leidige Zwang eine BT-Armee mit dem SM-Codex zu normalisieren.
    Zu den Dämonen kann ich da leider nichts Gutes sagen und ich hoffe sehr, dass GW mit der scheinbar anstehenden 8. Edition einen neuen Codex auflegt. Hier hat GW, in meinen Augen, regelrecht versagt. Der aktuelle Codex ist einfach nicht sinnhaft spielbar und unterscheidet sich von seinem Vorgänger so stark, dass GW erkennen hätte müssen, dass dies die Dämonenspieler verschreckt. Mit dem neuen Codex habe ich ein Spiel gemacht und danach die Miniaturen in die Vitrine verbannt. Für mich sind eben solche Entscheidungen unverständlich und die Konsequenzen die die Kunden ziehen vorhersehbar. Das soll jetzt nicht zu einem Gejammer ausarten und ich habe wohl einfach Pech, dass ich gerade diese beiden Armeen gewählt habe. Aus meiner Sicht verdeutlicht es aber GWs teilweise fragwürdigen Entscheidungen. Warhammerspieler können da scheinbar auch ein Lied des Leides anstimmen…

    Grundsätzlich bin ich aber, trotz meines Frustes, durchaus positiv bzgl. der zukünftigen Entwicklung gestimmt. Argumente haben meine Vorredner genug angeführt und vielen stimme ich zu.

    Einzig wenig freudig erwarte ich die Zukunft von Forgeworld. So sehr mir immer wieder Modelle gefallen, bin ich doch nicht bereit für defekte Produkte Geld auszugeben. Ich habe hier ausschließlich Erfahrungen mit schlimmster Qualität gemacht und mir entzieht sich völlig, warum GW dort nicht einschreitet. Schade..

    ..nächste Woche steht ein langes Wochenende mit der Männergruppe und hoffentlich epischen Schlachten meiner BTs an. Ich bin also noch dabei…

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Diese Homepage verwendet Cookies, um das Nutzungserlebnis zu optimieren. Wenn Sie unsere Seite weiterhin nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen