Gast-Unboxing: Battle for Vedros

Heute haben wir ein Gast-Unboxing der Battle for Vedros Box für Euch im Programm!

Das folgende Unboxing wurde von “Papa” aus dem Tabletop Pforzheim Club erstellt.

Nachdem Games Workshop auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg angekündigte mit “Battle for Vedros” ein 40K Einstiegsspiel für die jüngsten Spieler veröffentlichen zu wollen, stand für mich, als Papa eines 10 jährigen Sohnes, fest, dass diese Box genau das ist, was ich als Einstiegsspiel ins Tabeltophobby für meinen Nachwuchs gesucht habe. Nachdem GW die Vedrosboxen zuerst nur über ausgewählte Einzelhändler in USA und Kanada veröffentlicht hat, und auch leider auf der Spiel in Essen die Box niergendwo zu sehen war, erfolgte vor Kurzem die Veröffentlichung im Vereinigten Königreich, wo ich die Startbox über einen Onlinehändler beziehen konnte.

Da ich mir sicher bin, dass der eine oder andere Brückenkopfleser ebenfalls Interesse an der Box für seinen Nachwuchs haben wird, hier nun ein Unboxing und meine persönlichen ersten Eindrücke.

Auf einen Blick:

Produkt:  “Battle for Vedros” 40k Startbox
Hersteller: Games Workshop
Material: Hartplastik
Sprache: Englisch
Preis:  ca. 40 GBP (entspricht rund 48 EUR)

Ausgepackt:

Ein erster Blick auf die Vorderseite des 30x22x5,5 cm grossen Kartons zeigt die Protagonisten der Box: Ultramarines vs. Orks des Goff Clans.

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Und der Blick auf die Rückseite, wo neben markigen Werbesprüchen auch die enthaltenen Komponenten gelistet sind.

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In der Box sind folgende 28 Miniaturen enthalten:

  • 1 Space Marine Captain
  • 6 taktische Space Marines (je einer davon mit Flammen- bzw. Raketenwerfer)
  • 1 Space Marine Terminator
  • 1 Space Marine Dreadnought
  • 1 Ork Warboss
  • 5 Ork Nobz
  • 12 Ork Boyz (einer davon mit einem Big Shoota)
  • 1 Ork Deffkopta

Nach dem Öffnen der Schachtel erhalten wir einen Blick auf den Schuber. Obenauf, das Regelheft.

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Unter dem Regelheft kommen dann die Gussrahmen zum Vorschein. Die Box ist bis zum Anschlag gut gefüllt.

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Im Schuber befinden sich insgesamt 4 Gussrahmen. Ein gemischter Ork / Ultramarinegussrahmen und 3 weitere Gussrahmen für die Orks, wobei die beiden kleinen Orkgussrahmen identisch sind.

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Detailansichten der Space Marine Gussrahmen:

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und der Orktruppen:

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“Alte” 40K Hasen erkennen natürlich sofort, dass diese Miniaturen keineswegs neue Designs von GW sind, sondern bereits so allesamt in der 40K Starterbox “Sturmlandung auf Black Reach” zu finden waren. Daher verwundert es nicht, auf den Gussrahmen die Jahresangaben 2005 bzw. 2008 zu lesen. Da sich die Miniaturen alle ohne Klebstoff zusammenstecken lassen sind diese sehr einfach und einsteigerfreundlich zu bauen. Auch gibt es keine filigranen Teile die durch “intensives” spielen leicht abbrechen könnten. Also genau richtig für die von GW angepeilte Zielgruppe Hobbyeinsteiger und Kinder. Optisch machen die Figuren im Vergleich zu den neueren GW Modellen einen leicht angestaubten Eindruck, sind für mich aber immer noch OK…ich mag Retromodelle 🙂

Neben dem Regelheft und den Gussrahmen finden sich in der Box noch 8 weisse Würfel sowie die Miniaturenbases. Das durchsichtige Base ist für den Ork Helikopter, den Deffkopta, dass groose schwarze Base für den Dreadnought.

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Angeblättert:

Werfen wir einen detaillierteren Blick in das Regelheft. Dieses ist derzeit nur in englischer Sprache erhältlich. Ob eine deutsche Version erscheinen wird ist mir derzeit nicht bekannt. Die fehlende deutsche Version, mag den einen oder anderen abschrecken. Ich persönlich finde das Heft aber genau richtig um meinen Sohn zu motivieren sich mehr mit Englisch, einem von ihm nicht wirklich geliebten Schulfach, zu beschäftigen.

Das Heft als Regelheft zu betiteln ist eigentlich irreführend. Hobbyheft wäre die treffendere Bezeichnung. Auf den 26 vollfarbigen Seiten finden wir neben der obligatorischen “Begrüßung im Hobby” auch die Bauanleitungen für die Miniaturen, Bemaltipps, einen sehr knappen Hintergrund über die Ultramarines und die Goff Orks, ein paar Fluffinfos zum Planeten Vedros, sowie Werbung für die Erweiterungssets. Das Heft enthält auch eine Vielzahl an grossflächigen Bildern, wobei GW bei der Auswahl offensichtlich Wert darauf gelegt hat, dass auf diesen keinerlei Blut oder Verletzungen zu sehen sind.

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Die Hintergrundgeschichte zur Schlacht um Vedros kann in einem Satz zusammengefasst werden und lautet: “Die Ultramarines wurden nach Vedros entsand um die dortige Orkinvasion zurückzuschlagen.”

An Missionen gibt es in dem Heft dann leider aber nur eine Einzige, die “Schlacht um Vedros” selbst. Dieses Szenario ist wirklich sehr einfach.  Die Orks und Ultramarines stehen sich mindestens 12 Zoll voneinander entfernt gegenüber. Die Aufstellung der Figuren ist dabei vorgegeben und den ersten Zug beginnen immer die Ultramarines.

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Der Ablauf der Runden erfolgt in klassischer Weise in vier Phasen: Komplette Armee bewegen, Schussphase (Orks haben schlechtere Trefferwurfwerte als Space Marines), Sturmangriff (wobei Einheiten die Geschossen haben auch noch angreifen dürfen), Nahkampf phase (Space Marines hauen immer zuerst zu). Dann darf der Gegner ran und handelt seine 4 Rundenphasen nach dem gleichen Schema ab.

Da kein Gelände in der Box enthalten ist, wird auch für diese Mission, keines benutzt. Regeln für Gelände / Deckung gibt es im Übrigen keine.

Apropos Regeln: Diese werden auf einer Doppelseite komplett abgehandelt. Für jede der vier Rundenphasen steht dafür eine halbe Seite zur Verfügung. Auf einer weiteren Seite gibt es dann dazu noch ein paar erläuternde, bebilderte Regelbeispiele.

Jede Einheit hat ein eigenes Profil. Auf der Rückseite des Regelheftes findet sich eine Schnellübersicht mit allen in der Startbox enthalten Einheiten. Werfen wir einen Blick auf das Profil eines Ork Boyz:

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Wir sehen dass unser Ork mit seinem Shoota 12 Zoll Reichweite hat. Für den Beschuss steht ihm 1 mickriger Würfel zur Verfügung. Im Nahkampf schlägt der Ork hingegen mit 3 Würfeln ordentlich zu. Dann erkennen wir noch dass der Ork mit 6+ schlecht gerüstet ist und auch, wie die allermeisten Modelle, nur 1 Lebenspunkt besitzt. Ein Bewegungswert ist nicht angegeben, da alle Einheiten des Startsets, mit Ausnahme des Deffkoptas, standardmässig 6 Zoll Bewegung haben.

Bei 9 der 12 verschiedenen Einheiten, gibt es im Profil noch einfache Sonderregeln, wie zum Beispiel für den Flammenwerfer oder für die Raketen des Deffkoptas.

Vergleicht man die Profile untereinander stellt man schnell fest, dass die Space Marines auf Fernkampf und dicke Rüstungen gedrillt sind, während die Orks auf Masse und Nahkampf setzen. Soweit also auch nichts Neues für den 40K Veteranen.

Zu guter Letzt sind in dem Regelheft auch noch die Profilwerte aller derzeit erhältlichen Erweiterungssets zu finden. Derzeit sind folgende Vedros Erweiterungen erhältlich: Space Marine Attack Bike, Pack mit 3 Space Marines, Space Marine Bike, Ork Wartrakk, Ork Gretchinmob, Pack mit 4 Ork Boyz und das Battle for Vedros Paint Set mit Pinsel und 13 Farben. Wer also bereits z.B. Space Marine Bikes sein Eigen nennt, kann diese ohne weiteres in das Spiel integrieren. Wobei mit den Erweiterungssets kurz die Frage des Balancings angesprochen werden muss. Für keine der Einheiten sind Punktwerte angegeben. Damit müssen die Spieler unter sich ausmachen, was “faire” Aufstellungen sind.

Fazit:

Ein Spiel mit sehr einfachen Regeln welches ganz klar an Kinder ab 8 Jahren adressiert ist.

Erfahrene Hobbyisten werden für sich einen grossen Bogen um die Box machen und zurecht einwerfen, dass GW das Spiel mit zu wenig Szenarien, fragwürdigem Balancing usw. veröffentlicht hat. Das stimmt, aber darum geht es GW nicht. Das Spiel soll junge Spieler für 40K begeistern und das funktioniert, wenn man die Reaktion meines Sohnes auf die Space Marine Miniaturen als Grundlage nimmt, ganz hervorragend. Die Erweiterungspacks lassen sich mit dem Taschengeld ansparen / kaufen oder eignen sich prima als Mitbringsel / Geschenk von Oma oder Opa. Langfristig erhofft sich GW natürlich, dass die Vedrosspieler zur aktuellen Edition von Warhammer 40K umsteigen werden.

Mit 40 Pfund halte ich den Preis der Startbox noch für OK. Was ich in der Box vermisse und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage bzw. schreibe, sind die sonst so obligatorischen GW Plastikmassstäbe. Wer kein Zollmassband zu Hause hat, bekommt so gleich beim ersten Spiel ein Messproblem. Ausserdem hätten 1-2 Geländestücke/Missionsmarker die Box wunderbar abgerundet. Ansonsten jedoch eine nette Einstiegsbox von GW, welche eine echte Marktnische bedient.

 

Wir bedanken uns bei “Papa” für diesen tollen Einblick.

Warhammer 40.000 ist unter anderem bei unserem Partner Fantasy Warehouse erhältlich.

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Über BK-Markus

Brückenkopf-Online Redakteur. Seit 2002 im Hobby und spielt folgende Systeme: Infinity, Warzone Resurrection, Kings of War, Bolt Action, FOW, Warhammer 40K, Dreadball, Saga, Freebooters Fate, Black Powder, Pike and Shotte, Space Hulk
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