von BK-Christian | 10.06.2015 | eingestellt unter: Schicksalspfade

Schicksalspfade: Miniaturen eingestellt

Ulisses werden keine weiteren Miniaturen für Schicksalspfade mehr veröffentlichen.

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Hallo Schicksalsgefährten,

es ist seit einer Weile ein wenig still um Schicksalspfade geworden. Das lag daran, dass wir nach einer Phase zahlreicher Releases einmal inne gehalten haben, um ein Fazit zu ziehen und uns über die Zukunft des Spiels Gedanken zu machen. Um euch vorweg jedwede Sorge zu nehmen: Es geht weiter mit Schicksalspfade, denn wir haben noch sehr viel vor! Doch es wird einige Veränderungen geben. Das hat folgenden Grund:

Trotz stabiler Verkäufe bei allen Produkten und einer wachsenden Spielerschaft müssen wir leider festhalten, dass die Miniaturenreihe selbst nicht wirtschaftlich ist, weil sie weniger gut angenommen wird als die Printprodukte. Das liegt unter anderem daran, dass Schicksalspfade vor allem die Brett- und Rollenspieler unter euch erreicht hat, bei denen das Miniaturenhobby keinen so großen Stellenwert besitzt und die daher in erster Linie die Spielsets mit den bereits mitgelieferten farbigen Pappaufstellern nutzen. Hauptsächlich für diese Zielgruppe waren sie ja auch gedacht, von daher ist das natürlich völlig in Ordnung – auch für mich als Püppkenschieber.

Allerdings werden wir aus diesem Grund von den kommenden neuen Charakteren keine weiteren Miniaturen mehr produzieren und stattdessen nun konsequent den Weg der Aufsteller gehen. Und wie die Überschrift dieses Artikels schon sagt, werden wir in nächster Zeit vor allem neue Charaktere für Schicksalspfade anbieten.

Warum so viele neue Charaktere?

Micha und ich hatten von Anfang an eine große Auswahl an Charakteren für die einzelnen Fraktionen im Sinn, so dass keine Abenteurergruppe wie die andere ist. Inzwischen ist die Anzahl auch schon ganz stattlich, vor allem wenn man Helden & Schurken spielt, aber die übrigen Fraktionen könnten durchaus noch mehr Auswahl gebrauchen. Also haben wir uns schon während der Entwicklung der Ikonen mit Daniel (Simon Richter) hingesetzt und jeweils vier neue Charaktere für die meisten Fraktionen erdacht. Sie sollten die Fraktion bereichern, eventuelle Lücken füllen und echte Alternativen zu den bereits bestehenden Charakteren sein, so dass die Auswahl, welche man in seine Gruppe aufnimmt, richtig schwer fällt. Außerdem fehlen uns ja nach wie vor noch ein paar Sonderfertigkeiten, Zauber und sonstige Inhalte, die wir natürlich ebenfalls nach und nach integrieren möchten.

Die Charaktere erscheinen fraktionsweise sortiert in loser Abfolge zunächst nur in PDF-Form, inklusive ihrer Charakterkarten und Aufsteller. Jeder Charakter bekommt dabei eine Vorstellung mit ein wenig Hintergrund und allen seinen Regeln, eben genau so einen Eintrag wie ihr ihn von den bisherigen Charakteren kennt. Angepeilt ist etwa eine Fraktion pro Quartal, da wir bei den neuen Charakteren unseren Standard von Spielbalance halten wollen und das erfordert wie gehabt gründliches Testen.

Den Anfang machen vier brandneue Tulamidische Reiter (aktuell noch im Angebot!), gefolgt von weiteren Ottajasko, der Rest folgt dann nach und nach.

Ab dem nächsten Beitrag erzähle ich euch dann etwas über die neuen Tulamiden.

Quelle: Ulisses

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Tja, das war es dann wohl !
    Aber bei den Fehlern die sich geleistet haben, war das auch leider unvermeidbar.
    Schade !

  • Die Figuren fand‘ ich auch nie interessant, nichtmal die Zwerge mochte ich wirklich und Preiswert waren sie auch nicht. Aber ich bin froh dass man (noch) weitermachen will, ein DSA-Skirmish ist grundsätzlich ja nichts verkehrtes.

  • Ich finde es sehr positiv, dass eingesehen wurde, dass es nicht funktioniert und dies sogar in einer Pressemitteilung erläutert wird.

    Jedoch hätte vorher klar sein müssen, dass sich schlechte Miniaturen aufgrund zahlreicher und qualitativ hochwertiger Konkurrenz nicht verkaufen. Wenn man schöne Miniaturen zu vernünftigen Preisen angeboten hätte, würde niemand Aufsteller verwenden (Siehe Warhammer, Saga, Freebooters Fate, etc.).

    Viel Glück für die neue Strategie!

    • SCHLECHTE MINIATUREN???? Du hast die Dinge nicht in der Hand gehabt. Die Zwerge sind genial – das Problem ist, dass sie leider nur etwas für Profis sind, aufgrund der „realistischeren“ Skalierung und der eher durchschnittlichen Gussqualität.

      Spieltechnisch muss ein Spiel, dass den Brückenschlag zwischen Tabletop und Brettspiel gehen will, simpler sein. Nach meiner Meinung hat Super Dungeon Explore diesen Schritt perfekt geschafft.

      Dennoch sehr bedauerlich, DSA bietet eine mehr als solide Grundlage für ein echtes Tabletopspiel. Dann aber bitte mit „Heroscale“, was sich für einen Skirmisher ohnehin eher anbietet.

  • Wenn man tatsächlich hauptsächlich die Rollenspieler und die Brettspieler hätte erreichen wollen, hättte man eine Box mit Plastikfiguren raussgebracht, wie man sie von anderen Brettspielen kennt. Das wäre wahrscheinlich auch die bessere Lösung gewesen.

    Wie man die Figurenspieler hätte erreichen können, wurde ja oft genug gesagt:
    – eine zusätzliche Version mit freiem Messen (die Pläne gb es ja)
    – günstige Starterboxen
    – Resculpt der ersten wenig gelungenen Figuren

    Wenn das erfolgt wäre, hätte man auch die Figurenspieler mit im Bot gehabt, denn auch von denen kennen und lieben die meisten DSA. Dass es nicht angenommen wurde ist selbst konstruiert.

    Ich mag das Spiel und einige der Figuren. Ich finde es schade, dass es keine weitere geben wird. Über gute Fantasy Figuren im real scale Maßstab hätte ich mich durchaus gefreut.

  • Ich verstehe vor allem nicht, warum sie das ganze nicht mit der 5. Edition von DSA verzahnt haben. Das bietet sich doch gerade zu an.

  • Ich habe vom Anfang an gesagt das es das Spiel nicht lange geben wird. Da stimmte einfach Preis/Leistung nicht. Kenne keinen einzigen der das spielt.

    Auch wenn Ulisses immer versucht hat (und es noch immer tut ) zu vermitteln das alles bestens läuft.

    Das Spiel wird jetzt noch eine Weile so dahindümpeln und dann komplett eingestellt werden.

  • GW-Bashing scheint out zu sein, die neue Mode ist nun wohl Schicksalspfade-Nachtreten…

    So schlecht fand ich die Figuren nicht – klar, etwas ungewohnt und manche Ausfälle waren sicher auch dabei (ich kenne keine Figurenreihe, die das nicht hat), aber im Allgemeinen keine schlechte Umsetzung von DSA. Deshalb finde ich es schade, wenn es nur mit Pappmarken weitergehen soll, aber die Entscheidung ist verständlich – wenn es sich wirtschaftlich nicht durchsetzt, muss man eben etwas anderes machen.

    Vielleicht gibt es ja einen Ausverkauf und damit nochmal eine günstige Möglichkeit, an ein paar der Modelle zu kommen.

    • Naja, auch, wenn ich es nicht zielführend finde, sich jetzt darüber zu freuen, dass man Recht hatte, so mus sman doch sagen, dass die Kritik an dder Figruenqualität und des Preises sich von der ersten Veröffentlichung wie ein roter Faden druch das System zog. ein paar Ausnahmen bestätigen hierbei nur die Regel. Es ist also nicht so, dass es nicht absehbar war, dass die Figuren in diesem Rahmen nicht angenommen werden.

      Ich habe auch in den 90ern gerne DSA gespielt und hätte mich über eine schöne Miniaturenserie sehr gefreut. Wobei „mein“ DSA eh schon lange nicht mehr existiert – was kein Problem ist, da ich das neue System gar nicht gut kenne, aber es hat sich halt seit damals sehr viel verändert. Die Figuren wären daher ja eh nach den aktuellen Regeln designet worden.

      • Die Kritik kam ja gleich schon zu Anfang und wie man an der Begründung sieht, ist dann auch genau das eingetroffen, was damals vorhergesagt wurde. Das hat nichts mit Haten zu tun, nur mit einer vernünftigen Analyse des Marktes und der Chancen eines solchen Spiels.

        Persönlich fand ich die Mehrzahl der Minis gar nicht schlecht, nur sehr oft schlecht präsentiert. Das Regelsystem hingegen war schon bei Erscheinen im Vergleich zur Konkurrenz überholt. Zu alten Battletechzeiten hätten sich solche Regeln bewähren können, aber schon damals war die Entwicklung in dem Bereich deutlich weiter.

    • Was hat das mit GW zu tun? Wenn man sich die Modelle ansieht, dann ist einem klar, warum die bei dem Preis nur extreme DSA-Fans kaufen. Vor 20 Jahren hätte man die vielleicht für 5 DM pro Stück verkauft. Aber sowohl Qualitätsansprüche als auch Preisdruck haben sich eben durch starke und vielzählige Konkurrenzprodukte weiterentwickelt. Daher reicht es eben nicht aus die Fanbase eines sehr erfolgreichen Rollenspielsystems als Absatzmarkt für schlechte Miniaturen missbrauchen zu wollen. Das ist keine innovative Idee!

      • Erstens: Die Miniaturen sind nicht schlecht, höchstens Geschmackssache. Aber qualitativ ist an denen nichts auszusetzen. Ich habe mir vorhin bei meinem Dealer einen der Söldner geholt, zu Hause ausgepackt und mit großer Freude sehr unkompliziert auf ordentlichem Niveau bemalt. Es geht zu weit, denke ich, hier vom „Missbrauch“ der Fanbase sprechen zu wollen – hier wurden keine groben Klumpen geliefert, sondern sehr feine, detaillierte und hochwertige Modelle.

        Zweitens: Die Figuren liegen in einer ähnlichen Preisklasse wie Infinity-Figuren. Und hier dürfte es genug Leute geben, die für Infinity sehr tief in den Geldbeutel greifen würden. Von den Preisen für gewisse Modelle einer großen Nottinghamer Firma mal ganz zu schweigen…

        Wenn die Figurenreihe eingestellt wird, liegt das meiner Meinung nach also nicht am Produkt selbst, das für sich genommen gut und für den geneigten Sammler auch bezahlbar ist. Es scheint mir doch eher an der Erwartungshaltung der Kundschaft und einem gewissen Maß an schnellen (Vor-)Urteilen aufgrund der (zugegeben wenig überzeugenden) Präsentationsbilder zu liegen.

        Für unsere DSA-Runde hier werde ich jedenfalls voraussichtlich noch ein paar Modelle aus der Reihe besorgen, je nach dem, was mir an der Auswahl meines Dealers noch gefällt und brauchbar ist. Denn eine alternative dezidierte DSA-Figurenreihe ist mir nicht bekannt. (Und ja, man kann aus allem möglichen Platzhalter bauen…)

      • Der Vergleich mit Infinity ist ein Witz. Sorry. Gussqualität, Proportionen (auch wenn viele Realismus vorschieben, sind manche Hälser, Körperverhältnisse (Kopf zu restlichen Körper viel zu klein), Bein-Torsoverhältnisse) und Haltungen wirklich nicht gut gewesen. Dazu dann noch nicht aufsehenerregende und häufig sehr schlichte Haltungen…
        Von Detailgrad fange ich nicht an.

  • Als alter Fan das Schwarze Auge Universums und Tabletopper hatte ich mir schon ein paar Schicksalspfade-Miniaturen gekauft. Allerdings hat mich die Qualität jetzt auch nicht wirklich überzeugen können und das Spielprinzip war auch nicht so meins.

    Es ist aber schon schade, dass es mit dem System jetzt zu Ende geht. Die Tabletops aus unseren Landen kann man ja gefühlt an einer Hand abzählen.

  • Finde ich schade, auch wenn einige Modelle nicht überzeugen konnten, waren einige durchaus schick (Zwerge, Thorwaller und einige Horasier z.B.).

  • Schade, habe zwar mit dem System nichts am Hut, aber die Katzenhexe, welche ich mir gekauft habe, hat mir sehr gut gefallen, sowohl vom Design, als auch vom Guss/Zinn her.

      • Ob es aber so sinnvoll ist in ein System einzusteigen das so offensichtlich auf dem absteigenden Ast ist?

      • Schicksalspfade ist ein Brettsiel-Hybrid, quasi out of the Box spielbar und nicht auf Neuheiten angewiesen. Das kann man sich auch einfach ins Regal stellen und hin und wieder rausholen. 🙂

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