von Dennis | 27.02.2015 | eingestellt unter: Historisch, Reviews

Review: Rubicon Panther Ausf. A/D + G

Zum Ende der zwei Panzerwochen gibt es ein Review-Doppelpack, den Panther Ausf. D / A und Ausf. G von Rubicon Models.

Rubicon Models - Panther

Der Pkpfw V / SdKfz 171, oder Panther, war eine Weiterentwicklung der Panzer III und IV, die mit den Erkenntnissen an der Ostfront und durch Beutefahrzeuge wie den T-34 entwickelt wurde. So gab es nun angewinkelte Panzerung, welche die effektive Dicke der Panzerung erhöhte sowie ein Schachtellaufwerk.

Rubicon Models setzt für die Boxen jeweils 25 Euro an, dabei sind die späte Ausführung G in einer Box und die Ausführungen D und A in einer.

Rubicon Models - Panther G Rubicon Models - Panther G

Der Panther enthält drei Gussrahmen, eine mehrseitige Bauanleitung und einen Decalbogen. Die Bausätze teilen sich zwei der drei Gussrahmen. Im dritten sind jeweils die Wannenoberseite sowie Teile für die Türme enthalten.

Rubicon Models - Panther A / D Rubicon Models - Panther A / D Rubicon Models - Panther A / D Rubicon Models - Panther A / D

Rubicon Models - Panther G Rubicon Models - Panther G

Die Gussqualität ist gut, es gibt wenige Gussgrate aber das Material fühlt sich leicht fettig an. Es wird empfohlen die Gussrahmen vor der Grundierung / vor dem Bau, kurz mit lauwarmen Spülwasser abzuwaschen.

Rubicon Models - Panther A / D

Da sich, wie oben erwähnt, die Ausführung A/D zwei der drei Gussrahmen mit der Ausf. G teilt, zeigen wir unten noch einmal den unterschiedlichen dritten Gussrahmen.

Bei der Bauanleitung zum Panther A/D hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, der von Rubicon Models bereits behoben wurde. Die aktualisierte Anleitung kann man sich hier herunterladen: Rubicon Models Forum. Auf Seite 4, Schritt 6, muss das Teil B19 auf der anderen Seite des Panthers geklebt werden.

Rubicon Models - Panther A / D Rubicon Models - Panther A / D

Im direkten Vergleich sieht man die Unterschiede. Hier sind es primär die Gestaltung der Luken für den Fahrer und MG-Schützen, sowie die Abdeckungen / Lüftungen über dem Motor. Außerdem fällt der Panther G leicht schmaler aus, bzw. die Seitenpanzerung ist steiler.

Rubicon Models - Panther

Der Bau der Panther beginnt wie üblich bei den Ketten. Hier ist das Schachtellaufwerk sehr schön gestaltet, mit der entsprechenden Tiefe und wird in mehreren Schichten zusammengesetzt. Zu guter Letzt wird dann die äußerste Schicht samt Ketten angebracht.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Die Wannen werden nun aus dem linken und rechten Teil zusammengeklebt, und ergänzt mit der unteren und hinteren Wannenpanzerung abgeschlossen.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Bei den Türmen gibt es kleinere Unterschiede. So unterscheiden sich D und A durch die Geschützblende und die Gestaltung der Kommandantenluke, die Ausf. G verfügt zu dem über eine Lippe an der Geschützblende und das Schema der späteren Kommandantenluke des Panther A.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Nun werden die Wannen durch die Oberseite abgeschlossen. Die Türme können aufgesteckt werden und bleiben beweglich, ebenso wie die Geschütze, sofern diese nicht fest verklebt wurden. Bei der Panther Ausf. A/D wurde der Turmkranz mit einer Renedrabase und etwas Liquid Green Stuff versiegelt, um mit einem Turm des SdKfz 234 zu einem Aufklärungspanther umgebaut zu werden.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Beiden Ausführungen liegen optionale Teile bei, so bspw. die Schürzen, welche nur beim Panther G montiert wurden um das Gewicht beim Aufklärungspanther niedriger zu halten. Es wird noch Werkzeug und die Ersatzteile verklebt. Beim Panther Ausf. G gibt es die Möglichkeit eine Kampfraumheizung über dem Motor zu verbauen, ebenso wie Flammvernichter. Diese wurde in diesem Fall am Aufklärungspanther verbaut, um eine verbesserte Motorisierung des Spähfahrzeugs darzustellen.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Fertig gebaut sehen die Panzer dann so aus. Der Abstand zwischen Turm und Wanne ist dem Umbau geschuldet, also kein qualitativer Mangel. Der Turm stammt von einem SdKfz 234/2 Puma von Warlord Games.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Hier im Vergleich mit dem Panther Ausf. A/D von Warlord Games, welcher mit Zimmerit versehen ist. Von den Abmessungen her, können diese problemlos gemischt werden. Der Turm beim Warlord Games Modell ist geringfügig breiter. Beide Modelle sind auf Augenhöhe mit einander, es ist die Frage ob man Zimmerit möchte oder eben nicht, bzw. die späte Ausführung G einsetzen möchte.

Rubicon Models - Panther

Die Rund-um-Sicht darf natürlich nicht fehlen, zu erst von der Ausführung G, danach vom Aufklärungspanther.

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther Rubicon Models - Panther

Fazit
Der Panther ist ein gelungenes Design und wohl nach dem Tiger der bekannteste deutsche Panzer. Rubicon hat hier eine gelungene Portierung in den 28mm und Plastik geschafft. Der Preis von 25 Euro ist fair, es gibt ein paar Optionen die für Varianten sorgen und der Zusammenbau ging schnell und Problemfrei von der Hand. Wer also einen Panzer V Panther ohne Zimmerit sucht, muss sich nicht lange umsehen, den Rubicon hat direkt zwei im Angebot. Sollte sich jetzt noch ein Zulieferer finden, der den Schmalturm der Ausf. F anbietet, ist alles Rund.

Der Panther war an der Ost- und Westfront im Einsatz, in Italien und einem der letzten Gefechte des zweiten Weltkriegs in Köln am Dom-Vorplatz. Nach dem Krieg wurde der Panther von den französischen Streitkräften eingesetzt und diente als Grundlage für verschiedene Prototypen.

Rubicon Models sind unter anderem bei unserem Partner Fantasy Warehouse erhältlich.

Link: Rubicon Models

 

Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/

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Kommentare

  • Wie immer ein ausführlicher Bericht.
    Das Bauteil welches du als verbesserte Abluft bezeichnest ist die Kampfraumheizung welche ab Oktober 44 eingeführt wurde. Ebenso der verbesserte Auspuff, die dicken Rohre mit den ventilatorartigen Schaufeln drin sind die Flammvernichter.

  • Ich würd mich nicht auf World of Tanks stützen, da sind viele frei interpretierte Paperpanzer oder sogar total eigene Erfindungen dabei.

    Der eigentliche Aufklährungspanther (Panzerbeobachtungswagen) war mit einem äußerlich fast normalen Pantherturm mit einer Kanonenatrappe geplant. Es war nur ein MG zur Selbstverteidigung vorgesehen. Es wurde ein Prototyp gebaut. Der größere Turm war wichtig, weil man den Raum brauchte (z.B. für Kartenmaterial und andere Ausrüstung), daher gab es die Version mit Pumaturm nur als Zeichnung.

    • Zumal der Panther mit Pumaturm in der hier gezeigten Version seine Waffe kein bisschen nach unten richten könnte.
      Aber wie du schon sagtest, einiges hat WoT einfach selber erfunden, z.B. viele der Waffenträger.

    • Dass das Papierpanzer sind, ist mir bewusst. Das erfüllte auch nicht Anspruch einer historisch korrekten Umsetzung. Es ging mir eher darum, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten man Abseits der „Norm“ hat. Auf Facebook gibt es bspw. die Gruppe Panzer 1946, welche sich nur mit derartigen Projekten befasst.

  • Was den Schmalturm angeht, du könntest auf dem Markt der Conversion-Kits und Umbausätze für den „normalen“ Modellbau Glück haben. Das Problem da wäre aber wahrscheinlich der TT Maßstab von 1/56, der ist bei den Modellbauern für Panzer eher selten

  • Dennis erzähl doch mal, was du mit den ganzen WoT Panzern vor hast. Ich verfolg das recht interessiert, gerade den WT fand ich super!
    Willst du für die Panzer Werte machen und ala Tank Wars/WoT spielen?
    Falls ja, sag bescheid, ich besorg mir noch ne Maus 😀

    • Ich bin bei meinen Bolt Action Armeen mit i.d.R. fiktiven Regimentern und Divisionen unterwegs. Bei meinen Wehrmachtstruppen ist es bspw. so, dass diese zur Felderprobung von Versuchsfahrzeugen usw. eingesetzt werden.
      Regeltechnisch ist mir das nicht mal so wichtig, geht mir mehr darum mich mit den Modellen ein wenig abzuheben.

  • @ Entil Zar

    Panzer VII Maus

    Punktkosten (um die 700 als Regular)
    Super Heavy Tank (11+)
    Weapon: 1 Super Heavy ATG, 1 Turret MG, 1 Front MG
    Special Rules:
    *Unreliable
    *Slow
    * Increased Front Armor: Against hits against Front Armor, the Damage Value count aus (12+)
    * 12,8cm PaK: Shots from the Main Gun doens’t suffer the -1 Penalty when shooting at targets over long Ranges.

    Im Grunde ein IS-3 mit der Waffe des Jagdtigers und der Spielbarkeit eines Ferdinands. 😀

    • Ne Sorry, der hatte die Stummel als Sekundärwaffe xD

      Weapon: 1 Super Heavy ATG with 1 Coaxial Light Howitzer + 1 MMG

      • das war keine Stummel (L24) sondern die KwK 44 7,5cm L 36,5, wäre von den Regeln wäre bei den BA Regel ne medium oder heavy AT Gun

  • Wie immer ein sehr schönes und ausführliches Review.

    Ich hatte mir ja den WLG Panther von Italeri gekauft und danach irgendwie keine Motivation, mir noch die Rubicon-Modelle zuzulegen. Einfach weil ich den Panther nicht so mag und mir einer für meine Bolt Action Truppe mehr als ausgereicht hat. Die Modelle scheinen aber gute Alternativen zu sein, die ja auch alle 3 Hauptvarianten abdecken. Einzig der übliche Schwachpunkt von Rubicon – die Ketten ohne Oberflächenstruktur – sind auch hier wieder mit von der Partie…

    • Der hat eine normale 7,5er als Sekundärwaffe. Wie auf dem PzIv oder der PaK.
      Die Maus sollte übrigens auch noch 2 Granatwerfer und 1 Flammenwerfer (im Heck) zur Nahsicherung erhalten.

  • In der Tat ein glungener Abschluss der Panzerwoche. Im Grunde kann ich den Eindruck teilen, der Panther von Rubicon ist zum Größten Teil gelungen und deutlich angenehmer zusammenzubauen als noch der Panzer IV (auch wenn ich seltsamerweise mit einigen Spalten zu kämpfen hatte).

    Von Tamiya habe ich den Panther G, von Warlord den A, so dass ich diesen zur Variante D umgebaut habe. Vielleicht setze ich ihn mal bei „Kursk“-Themenspielen ein. Panzer vor -> töff, töff, töff -> Kaputt 😀

  • Am Dom-Vorplatz war ein Panther dabei, mehr ein Scharmützel als eine
    Schlacht. Die letzte größere Schlacht im WW2 war der Kessel von Halbe.

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