von BK-Nils | 24.01.2015 | eingestellt unter: Reviews

Review: Horus Heresy: Drop Assault

Seit dem 15. Januar 2015 ist der Mobile-Game Ableger Horus Heresy: Drop Assault für IOS-Geräte erhältlich.

Complex Games_Horus Heresy Drop Pod Assault 1

Auf einen Blick:

  • Hersteller: Complex Games Inc.
  • Produkt: Horus Heresy: Drop Assault
  • Preis: Kostenlos mit Mikrotransaktionen in der App
  • Betriebssystem: IOS-fähige Geräte (Android-Version soll aber folgen)
  • Genre: Taktik-Strategie
  • Sprache: Englischer Ton und Deutsche Texte

Das Intro

Mit einem sogar richtig gut gemachten Intro geht das Spiel los. Das Intro lässt sich jederzeit über das Menü aufrufen.

Das Spiel:

Kommen wir zum eigentlichen Spiel, worum geht es bei Horus Heresy: Drop Assault? Der Spieler baut nach und nach eine Basis aus, rekrutiert Truppen und greift andere Basen an. So die Theorie, in der Praxis wird leider schnell klar, das im Grunde ein relativ flaches und schnell eintöniges Free-to-Play Mobile-Game vorliegt.

Spielprinzip:

Die Kernelemente von Horus Heresy: Drop Assault sind Ressourcen ernten, Missionen erfüllen und der Basis-Ausbau. Gesteuert wird alles problemlos über das Touchdisplay.

Resourcen:

Im Spiel gibt es zwei grundsätzliche Ressourcen, Munition und Energie. Diese werden über spezielle Gebäude generiert, was jedoch viel Zeit in Anspruch nimmt, dabei gibt der Level der Gebäude an, wie viel Ressourcen im Gebäude pro Stunde generiert wird und wie viel eingelagert werden kann. Zusätzlich können Ressourcen-Speicher gebaut werden.

Solo-Mission:

Gehen wir mal Schritt für Schritt eine Mission durch. In der Übersichtskarte schauen wir uns potenzielle Angriffsziele an.Complex Games_Horus Heresy Drop Assault 2Zuerst sollten wir das Gebiet ausspähen, damit wir einen Eindruck von den Verteidigungsanlagen bekommen. Unser Ziel ist es das Hauptquartier (das große Gebäude) auszuschalten, ferner sehen wir das es zwei Raketentürme, einen Folterturm und einige Mienen gibt, der gegenerische Techpriester greift nicht ins Gefecht ein.

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Jetzt gehen wir zum Angriff über, innerhalb der Aufstellungszone (gelb markiert) können wir den Einschlagspunkt unserer Landungskapseln bestimmen. Hier kann man bei Bedarf etwas vorausplanen, da die Einheiten sehr selbständig handeln und in den meisten Fällen den ersten Feind angreifen.

Sobald das Gefecht beginnt, haben wir 30 Sekunden Zeit, die Truppen zu platzieren, dann beginnt das eigentliche Gefecht mit einem Zeitlimit von knapp 4 Minuten.

Um unsere Truppen zu unterstützen, steht ein Orbitalschlag zur Verfügung und wir können mit dem Signalfeuer leicht die Richtung angeben, was aber nur sehr bedingt funktioniert. Beides wird aus einem extra Pool bezahlt, der sich langsam wieder auffüllt.

Zuerst greifen unsere Truppen den durch Orbitalschläge geschwächten Bolterturm an, nach dessen Zerstörung lenken wir die Aufmerksamkeit auf den rechten Raketenturm. Dann können wir auch schon direkt das gegnerische Hauptquartier angreifen.

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Ist das geschafft, haben wir diese Mission erfolgreich abgeschlossen. Wir erhalten eine Belohnung und auf der Übersichtskarte geht das Ziel in unseren Besitz über.

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PvP-Mission:

Es gibt bei Horus Heresy: Drop Assault auch die Möglichkeit andere Spieler im PvP-Modus anzugreifen. Hier kommt aber auch gleich eine weitere Schwäche zum Vorschein, es wird per Zufall ausgewählt, gegen wen man antritt und das kann zu starken Unterschieden führen. Hier haben wir das Glück einen gleichstarken Spieler anzutreffen.

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Wir sollen drei Missionsziele in der Mitte des Schlachtfeldes sichern. Das unterscheidet sich kaum von den Solo-Missionen, aber anstatt einem Orbitalschlag haben wir einen eher gegen Infanterie ausgelegten Angriff, den Magmaschlag.

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Nach dem wir die Startpostitionen ausgewählt haben, ist der Ablauf kaum unterschiedlich von den Solo-Missionen. Beide Seiten nähern sich in der Spielmitte und es kommt zu intensiven Gefechten, leider haben wir bei der Aufstellung auf eine gefächerte Aufstellung gesetzt, wodurch wir hier ziemlich auseinandergenommen werden.

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Basis-Ausbau:

Zu unseren Aufgaben gehört auch der Basisaufbau. Dieser funktioniert sehr simple, über ein Baumenü mit zwei Untergruppen, Türme und Support.

Bei den Türmen finden sich Bolter-, Hunter- (Raketen), Mörser- und mehr Waffensysteme.

Im Support finden sich Munitionsabwurf, Energieaggregate, Logistikzentren und die Schmiede (für Artefakte), sowie Speichergebäude und mehr.

Kern unserer Basis bildet das Hauptquartier, das wir aufwerten müssen, um weitere Bauwerke freizuschalten. Pro Level haben wir eine begrenzte Auswahl an Türmen und Support-Gebäuden die wir bauen können. Auch wird die maximale Aufwertungsstufe der Gebäude hiervon bestimmt.

Im folgenden zeige ich mal den typischen Ablauf, unser Hauptquartier ist hier auf Level 3 und wir wollen auf Level 4. Da wir nicht genügend Energieeinheiten haben, zahlen wir mit unseren Gold-Credits.

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Nach der Aufwertung stehen uns direkt neue Bauoptionen zur Verfügung, wir entscheiden uns für eine weitere Aufstellungszone um mehr Truppen zu rekrutieren. Diese verbessern wir auch gleich auf Level 2, wofür wir abermals auf die Gold-Credits zurückgreifen.

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Unserer Berater, der Techmarine, empfiehlt das wir Terminatoren bauen sollen. Diese wählen wir über das Truppenbaumenü aus. Hier kommt auch gleich die Empfehlung, den Bauprozess mit Credits zu beschleunigen.

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Optionen:

Horus Heers: Drop Assault bietet die Wahl zwischen Verrätern und Loyalisten, sowie vier verschiedenen Legionen, alle mit eigenen Charakteristika. Wer dies jedoch später nochmal ändern möchte, wird hier kräftig zur Kasse gebeten.

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Bei den Sprachen kann man Deutsch als Schrift auswählen, die gesprochene Sprache bleibt Englisch.

Die Grafik und der Sound

Die Grafik ist, wie oben auf den Bildern zu sehen, zwar schlicht aber dafür sehr stimmungsvoll. Man kann ziemlich nah einzoomen und die Details sind nett anzusehen. Auch wurde sehr viel Mühe in die Optik investiert, für Kenner der Horus Heresy-Range von Forge World, man erkennt viele Details und es wurde sehr viel gut übernommen. Auch die Hintergründe und Umgebungen sind, wenn auch zweckmäßig, ganz hübsch gestaltet.

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Beim Sound bekommt man nichts besonderes geboten, die Sprecher sind ganz gut und die Hintergrundmusik lässt sich auch hören. Zumindest hier bietet Horus Heresy: Drop Assault etwas solides.

Fazit:

Horus Heresy: Drop Assault mag optisch ganz hübsch ausschauen, aber Spielerisch ist es Müll. Das Modell mit dem erkaufen von Zeit zeigt schnell, das man über ein vermeintlich kostenloses Spiel ködert, aber ohne Einsatz von finanziellen Mitteln schnell das Nachsehen hat. Gerade durch die teilweise sehr langen Wartezeiten verkommt das Spiel zu einer Tortur, außer mal im mehrstündigen Abstand vorbeizuschauen und Ressourcen abzuernten, oder neue Bauten in Auftrag zu geben, kann man kaum was tun.

Alleine das Preismodell reicht von 4,99 Euro für 500 Credits bis zu 99,99 Euro für 14.500 Credits.

Da es ein paar vergleichbare Spiele gibt, die alle nach dem selben Prinzip funktionieren, scheint hier aber trotzdem eine Zielgruppe vorhanden zu sein. Dennoch sollte man, selbst wenn man jetzt ein großer Fan der Horus Heresy ist, lieber die Finger hiervon lassen.

Link: Horus Heresy: Drop Assault im App-Store

BK-Nils

Nils, Redakteur bei Brückenkopf-Online. Seit 2001 im Hobby, erstes Tabletop: DSA Armalion. Aktuelle Projekte, Eldar für Warhammer 40.000, Imperial MoW für Warzone, ein bisschen Shadespire und zu viele unbemalte Modelle.

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Kommentare

  • Gutes Review!
    Ist leider in letzter Zeit häufig so, das die Titel verlockender sind als die Spiele an sich. Ein Spiel aus der Zeitschiene für Tablet, oder PC hätte mich schon gereizt, egal ob RTS oder Rundenbasierend.

  • Das Ding ist doch ein Clash of Clans-Clon. Ich spiele selber seit 4 Monaten die Starwars-Variante davon, ohne einen Euro bezahlt zu haben. Recht netter Zeitvertreib. Ich finde es nciht gut, daß man nicht die ganze Zeit einer Schlacht mit Truppen eingreifen kann. 3 1/2 min zuschauen find ich dann doch doof. Auch ist beim PvP bei anderen CoC-Clonen meißt die Basis des Gegners das Ziel, und das auch nur wenn er nicht on ist. Ein tatsächliches PvP find ich lustig. Kann man dabei denn auch Resurcen gewinnen?
    Wenns denn mal in den Androidstore kommt werd ichs probieren, allein wegen meiner Neigung zu 40K werd ichs auf jeden Fall probieren. Danke für das Review, schade, daß es keiner geschrieben hat, der sich mit derlei Spielen auskennt und die Knackpunkte erkennt und behandelt, wie Resurcengenerierung über PvP, Bauzeiten, Auswirkung von nur 30 Sek Aufstellungszeit auf den Spielfluß und so weiter..

    • Ich habe auch die Star Wars Version gespielt, sogar die komplette Kampagne durch. Hier ist aber das spielinterne Balancing deutlich besser.

      Besonders bei der Resourcengenerierung versagt Horus Heresy: Drop Assault fast komplett, da hier die eine Resource schnell im Überfluss generiert wird, die andere aber nur sehr unzureichend.

      Die Liste der Kritikpunkte könnte ich hier noch weiter führen, aber das hätte den Rahmen des Reviews gesprengt.

      Den Vorwurf, das ich mich mit dieser Art von Spielen nicht auskenne, weise ich scharf zurück.

      • Hm, ich finde bei Star war ist das auch nicht so ausgeglichen, es sei den man zahlt mit credits. Weil ich habe trotz das ich mehr Metallfabriken habe als Energieträger, immer tonnen an Energie über aber nicht genug Metal um alle Gebäude geschweige Mauern zu leveln. Aber dann wartet man halt einen oder zwei Tage und leveln dann, das leveln dauert dann ja auch wieder 3 Tage. Also kein Problem finde ich.

  • Ich seh das wie mein Vorposter, es ist kein Klassisches Spiel, wo man Std. vor dem Pc sitzt. Sondern man sitzt gerade in der Bahn und statt ein Buch zu öffnen, öffnet man für einige Minuten das Spiel. Sammelt ressis ein, baut was und das wars. In der Mittagspause kann man dann das gleiche machen und noch eine Mission spielen. Spiele auch die Star Wars version. Hier scheint das PVP ja noch eine neue interessante ebene zu sein, die vond en üblichen Spielen dieser Art abweicht. Ach ja und Star wars zahle cih auch nichts, wenn man natürlich std lang davor sitzt und wartet das was passiert, msus man geld in die hand nehmen, aber wenn man sich nur mehrmals täglich kurz einlooged um sachen zu amchen, komtm man komplett ohne geld aus, geduld und relaxen sit heri die devise.

  • Ich finde die Review auch etwas “hart”. Solche Spiele öffnet man mal zwischendurch für ein paar Minuten. Dann klappt das auch ganz ohne Geld. Wer sich natürlich daran festbeißen will, “muss” schon ein paar Credits kaufen. Aber so funktionieren eben solche Spiele.

    • Bei anderen Spielen dieser Art, die ich auch schon gespielt habe, stimmt das auch, aber bei diesem Ableger funktioniert das nur bedingt.

  • Ich kann nicht sehen was an der Kritik hart sein soll. Der xte Ableger eines Pay-To-Win-Spiels. Klar das sollte die Erwartungslatte auf die Höhe einer Base setzen aber dass ist kein Grund Schwächen unerwähnt zu lassen.

    • Dem schließe ich mich an.

      Schlimm finde ich auch die deutsche Übersetzung des Textmaterials: Fehler, variierende Schreibweisen und englische Formulierung.
      Super.

  • Ich empfehle zu dem Thema die großartige South Park Folge “Freemium isn’t free”, Staffel 18, Folge 6.

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