Heroische Intervention: Die Entwicklung von Godslayer

Da es hier um ganz persönliche Ansichten rund um das schönste Hobby der Welt geht, erheben wir natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Objektivität und Gemeingültigkeit. Ihr seid gewarnt! (Anm. der Redaktion)

Eigentlich wollte ich ja jetzt weiter “The Witcher 3” spielen oder so. Aber nach dem ich eben die letzte News über Godslayer geschrieben habe, musste ich mir ein paar Gedanken über das System und die Entwicklung dessen machen. 

Mein Einstieg in das Godslayer Universum

Zunächst einmal kurz ein Einblick, wie ich als Spieler zu dem System kam. Auf der RPC – ich glaube im Jahr 2013 – waren Megalith Games auf der Messe mit einem Stand vertreten. Dort bekam ich zum ersten Mal richtig was von diesem System mit und testete es einfach mal aus. Das Spielprinzip gefiel mir. Ok die Plastikschnipsel waren etwas nervig, aber hey das Setting fand ich verdammt cool. Geschichtlich inspirierte Fraktionen mit einer ordentlichen Portion Fantasy? Coole Sache, nehm ich! Ich kehrte also von der RPC mit dem Regelbuch, und zwei Startern zurück und stellte das System in unserem Verein vor. Selbst dort fand es Anklang und am Ende spielten immerhin 6 Leute das System. Wir alle hatten Gefallen an dem schön ausbalanciertem System gefunden – trotz abknickender Speere. 😉

Megalith Games - Godslayer

Der Kickstarter – oder besser gesagt der Anfang vom Ende

Natürlich nutzte Megalith Games die Gegebenheiten ihres wachsenden Systems aus und dementsprechend folgte der Kickstarter. Mit einem Betrag von 36.412 GBP war dieses Projekt auch erfolgreich und so wartete die Communtiy vor allem sehnsüchtig auf das deutsche Regelwerk. Doch leider lief ab diesem Zeitpunkt vieles nicht wie geplant und das deutsche Regelwerk kam viel zu spät auf den Markt. Bis dahin hatten sich schon einige wieder von diesem Spiel abgewandt. Sie waren enttäuscht.

Danach wurde es sehr schnell sehr ruhig um das System. Hier und da gab es Releases der verbleibenden Einheiten, aber wirklich viel hat man nicht mehr mitbekommen. Auch in den Tabletop Foren sah man recht wenig Godslayer Modelle.

Godslayer Carnifexers Mortans Bisotaur Shaman Tactica 2014 Godslayer 3

Der Wendepunkt?

Nach der sehr ruhigen Phase, gab es dann dieses Jahr eine größere Ankündigung. André verließ Megalith Games. Trotz dieser Veränderungen gab es kurz darauf eine deutliche Bewegung in der Firma. David begann die Kooperation mit Unternehmen wie Labmasu und arbeitete an den neuen Releases und an der bereits lange angekündigten “Wave 2”. So wird an Resculpts für bestehende Miniaturen, an einer besonderen Wave, den “Nemesi” und an den Vorbereitungen der neuen Einheiten gearbeitet. Hier zeigt Megalith Games eine deutlich höhere Präsenz und Transparenz als in der Vergangenheit. Aber auch im Hintergrund tut sich einiges. Eine neue Website, ein aktuelles Errata, neue Szenarien und die Planungen für den nächsten Kickstarter. Man merkt hier deutlich: Megalith gibt sich Mühe. Aber ob diese ausreicht, muss sich erst noch zeigen. Zwar hat Godslayer wie jedes Tabletop einen festen Kern an treuen Spielern, jedoch muss das Unternehmen auch das Vertrauen der Käufer wiedergewinnen. Und das wird nicht so leicht sein. In meinen Augen wird das nur passieren, wenn:

  • Die Präsenz beibehalten wird (um der Community zu zeigen: “Ja wir bleiben am Ball”)
  • Ausgehend vom ersten Punkt: “Ja wir meinen es ernst und wir wollen dem System das bieten, was es verdient.”
  • Weiter steigende Qualität der Miniaturen (um Anfangsfehler wie zu biegsame Speere zu vermeiden).

An anderen Stellen wie dem Balancing ist das System gut aufgestellt. Wenn die anderen Punkte eintreffen, hat das System noch eine Chance. Ich jedenfalls würde es Megalith Games, bzw. dem System Godslayer selbst, wünschen. Es hat es verdient.

Was meint ihr dazu? Wie würdet ihr die aktuelle Marktlage von dem System einschätzen? Würdet ihr bei einem neuen Kickstarter mitmachen? Oder wartet ihr lieber erst einmal die Entwicklungen ab? Schreibt es in die Kommentare!

 

P.S. Einen virtuellen Keks für denjenigen, der mir einen Tipp gibt wie man diese blöden Papierschnipsel minimieren oder abschaffen kann. Die nerven mich bei jedem Spiel. 🙂

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Über BK - André

Aquen/André, Brückenkopf Redakteur. Seit 2003 im Hobby. Erstes Tabletop: Herr der Ringe Aktuelle Projekte: Dark Angels, Hochelfen, Infinity (PanO)
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