von BK - André | 25.09.2015 | eingestellt unter: Godslayer, Heroische Intervention

Heroische Intervention: Die Entwicklung von Godslayer

Eigentlich wollte ich ja jetzt weiter “The Witcher 3” spielen oder so. Aber nach dem ich eben die letzte News über Godslayer geschrieben habe, musste ich mir ein paar Gedanken über das System und die Entwicklung dessen machen. 

Da es hier um ganz persönliche Ansichten rund um das schönste Hobby der Welt geht, erheben wir natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Objektivität und Gemeingültigkeit. Ihr seid gewarnt! (Anm. der Redaktion)

Mein Einstieg in das Godslayer Universum

Zunächst einmal kurz ein Einblick, wie ich als Spieler zu dem System kam. Auf der RPC – ich glaube im Jahr 2013 – waren Megalith Games auf der Messe mit einem Stand vertreten. Dort bekam ich zum ersten Mal richtig was von diesem System mit und testete es einfach mal aus. Das Spielprinzip gefiel mir. Ok die Plastikschnipsel waren etwas nervig, aber hey das Setting fand ich verdammt cool. Geschichtlich inspirierte Fraktionen mit einer ordentlichen Portion Fantasy? Coole Sache, nehm ich! Ich kehrte also von der RPC mit dem Regelbuch, und zwei Startern zurück und stellte das System in unserem Verein vor. Selbst dort fand es Anklang und am Ende spielten immerhin 6 Leute das System. Wir alle hatten Gefallen an dem schön ausbalanciertem System gefunden – trotz abknickender Speere. 😉

Megalith Games - Godslayer

Der Kickstarter – oder besser gesagt der Anfang vom Ende

Natürlich nutzte Megalith Games die Gegebenheiten ihres wachsenden Systems aus und dementsprechend folgte der Kickstarter. Mit einem Betrag von 36.412 GBP war dieses Projekt auch erfolgreich und so wartete die Communtiy vor allem sehnsüchtig auf das deutsche Regelwerk. Doch leider lief ab diesem Zeitpunkt vieles nicht wie geplant und das deutsche Regelwerk kam viel zu spät auf den Markt. Bis dahin hatten sich schon einige wieder von diesem Spiel abgewandt. Sie waren enttäuscht.

Danach wurde es sehr schnell sehr ruhig um das System. Hier und da gab es Releases der verbleibenden Einheiten, aber wirklich viel hat man nicht mehr mitbekommen. Auch in den Tabletop Foren sah man recht wenig Godslayer Modelle.

Godslayer Carnifexers Mortans Bisotaur Shaman Tactica 2014 Godslayer 3

Der Wendepunkt?

Nach der sehr ruhigen Phase, gab es dann dieses Jahr eine größere Ankündigung. André verließ Megalith Games. Trotz dieser Veränderungen gab es kurz darauf eine deutliche Bewegung in der Firma. David begann die Kooperation mit Unternehmen wie Labmasu und arbeitete an den neuen Releases und an der bereits lange angekündigten “Wave 2”. So wird an Resculpts für bestehende Miniaturen, an einer besonderen Wave, den “Nemesi” und an den Vorbereitungen der neuen Einheiten gearbeitet. Hier zeigt Megalith Games eine deutlich höhere Präsenz und Transparenz als in der Vergangenheit. Aber auch im Hintergrund tut sich einiges. Eine neue Website, ein aktuelles Errata, neue Szenarien und die Planungen für den nächsten Kickstarter. Man merkt hier deutlich: Megalith gibt sich Mühe. Aber ob diese ausreicht, muss sich erst noch zeigen. Zwar hat Godslayer wie jedes Tabletop einen festen Kern an treuen Spielern, jedoch muss das Unternehmen auch das Vertrauen der Käufer wiedergewinnen. Und das wird nicht so leicht sein. In meinen Augen wird das nur passieren, wenn:

  • Die Präsenz beibehalten wird (um der Community zu zeigen: “Ja wir bleiben am Ball”)
  • Ausgehend vom ersten Punkt: “Ja wir meinen es ernst und wir wollen dem System das bieten, was es verdient.”
  • Weiter steigende Qualität der Miniaturen (um Anfangsfehler wie zu biegsame Speere zu vermeiden).

An anderen Stellen wie dem Balancing ist das System gut aufgestellt. Wenn die anderen Punkte eintreffen, hat das System noch eine Chance. Ich jedenfalls würde es Megalith Games, bzw. dem System Godslayer selbst, wünschen. Es hat es verdient.

Was meint ihr dazu? Wie würdet ihr die aktuelle Marktlage von dem System einschätzen? Würdet ihr bei einem neuen Kickstarter mitmachen? Oder wartet ihr lieber erst einmal die Entwicklungen ab? Schreibt es in die Kommentare!

 

P.S. Einen virtuellen Keks für denjenigen, der mir einen Tipp gibt wie man diese blöden Papierschnipsel minimieren oder abschaffen kann. Die nerven mich bei jedem Spiel. 🙂

BK - André

Aquen/André, Brückenkopf Redakteur. Seit 2003 im Hobby. Erstes Tabletop: Herr der Ringe Aktuelle Projekte: Infinity (Tohaa)

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Kommentare

  • Verbrannte Erde gibt es einige, aber ein großes Probelm der Firma ist ja gegangen.

    Wenn sie sich auf dem aktuellen Info-Level weiterbewegen und schön regelmäßig Releases bringen, dann hat das System sicher eine zweite Chance. Wichtig ist aber auch, dass der Stil innerhalb der Fraktionen vereinheitlicht wird. Bei einigen Minis ist der Unterschied bedingt durch die verschiedenen Modellierer doch zu heftig. Auch müssen einige Uraltminis dringend ersetzt werden.

    Das Potential ist da, mal sehen was sie daraus machen. Am Spiel selber lag es ja nicht.

      • Don’t feed THAT Troll 😉

        Außer vagen Andeutungen wirst Du da von Beloq und NemesisCH nichts erfahren – was auch richtig ist. Das Problem sind die vagen Andeutungen, die man auch irgendwann mal bleiben lassen kann.

      • Sagen wir es so… es gab zu viele interne und externe Spannungen durch ihn, auch mit einer Menge Leuten aus der TT-Branche.

      • Also jetzt mal Butter bei die Fische…

        Entweder erzählt man die komplette Geschichte oder man lässt solche Andeutungen ganz sein. Also her mit dem Namen, damit man solch anrüchige Behauptungen auch überprüfen kann.

      • Eher das man von ihm bei gewissen Sachen einfach angelogen wurde (Falsche Zusagen und Versprechungen gemacht wurden.).

  • Ich finde das Spiel cool, aber vor allem finde ich den Fluff einfach großartig.

    Trotzdem glaube ich nicht daran, dass das noch mal was wird. Die Ankündigungen von Megalith haben sie einfach mal jahrelang Woche für Woche nicht eingehalten. Das wird sich jetzt nicht ändern. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass da noch mal jemand wirklich groß einsteigt, und welcher Händler hängt sich denn noch freiwillig Godslayer in den Laden?

  • Ich kann mich Andre hier nur anschliessen. Von der ersten Stunde an hat mir das System gefallen und ich hatte mir schon das englische Regelbuch vorbestellt mit Halodynes und später im Laufe des Kickstarters zusätzlich noch Nordgard erstanden. Leider kam Godslayer in meinem Spielerkreis nicht so gut an wie bei mir. So blieb ich 3 Jahre lang der einzige Spieler in unserem Verein und die Minis verschwanden irgendwann im Schrank. Vorletzte Woche habe ich dann angefangen die Sachen zu verkaufen. Zwei Tage später bekam ich eine Nachricht das mein Vereinskollege sich ein neues System zugelegt hat: Godslayer. Daraufhin habe ich zumindest meine Nordgard behalten und werde diese jetzt doch fertig bemalen. Ich wünsche mir das Megalith Games die Kurve bekommt und die vielen angekündigten Einheiten der Wave 2 schneller und besser umsetzt als es zuletzt der Fall war. Die Umstrukturierungen sind auf jeden Fall eine große Chance für Godslayer. Hoffentlich weiß man diese zu nutzen.
    Sehr interessiert blicke ich auch auf einen zweiten Kickstarter. Auch wenn mich dieser immer skeptisch macht, da ich kaum Läden kenne die GS führen dürfte dies der Verbreitung nicht förderlich sein. Allerdings dürfte es der angesprochenen Schlagzahl für neue Einheiten nur gut tun.

    • Ein zweiter Kickstarter hat auf operativer Ebene nicht wirklich einen Einfluss auf die Läden das stimmt. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass je nach Erfolg das System wächst und damit auch die Bereitschaft der Läden zunimmt Godslayer zu führen.

  • Ich bin ein GS Fan der ersten Stunde, und wir haben in unserem Verein/Club/Spielerkreis relativ schnell den Einstieg gefunden. Spiel, Setting und Stil sprechen mich einfach an. Das Problem bei uns ist, dass sich bei uns eben das sehr ähnliche Warmachine/Hordes seit Jahren (MK1) durchgesetzt hat. So komme ich gefühlt auf 1 Partie pro Vierteljahr. Das macht mir allerdings mal so gar nichts aus.

    Ich finde wirklich vieles, was Megalith gemacht hat, wirklich gut. Der Kickstarter zum dt. Regelwerk war es nicht. Und das ist auch ein Problem! Denn einige haben nun das dt. Regelwerk und dt. Karten. Durch den Weggang von André wird, würde ich vermuten, deutsch nicht mehr weiter unterstützt (Achtung: Vermutung!). Dies könnte hierzulande einige abschrecken, v. a. diejenigen, die dann nicht mit einem “Sprachen-Misch-Masch” spielen wollen. aber evtl. tut sich da ja auch irgendwann etwas.

    Woran Megalith definitiv arbeiten muss:
    Die Schlagzahl der Releases. Es müssen mindestens 2 Fraktionen / Monat eine Neuerung erhalten. So kann man jedes 1/4 alle 6 Fraktionen auf gleichem Stand halten. Sich monatlich/zyklisch zu entwickeln ist wichtig, alleine, um in der Community im Gespräch zu bleiben. Und v. a. seine eigenen Versprechen auch einhalten, und besser kommunizieren. Im Megalith-Forum klappt das derzeit ganz gut, das reicht aber nicht.

    Bei einem 2. Kickstarter wäre ich vermutlich mit meinen 3 Fraktionen All-In, da würde ich mich derbe drauf freuen 🙂

    PS: Ich finde es erschreckend, das einige hier (immer die gleiche Gruppe!) es nicht lassen können, immer wieder nachzutreten,

    • An den “Sprachen Misch Masch” hatte ich noch nicht gedacht. Das ist ein guter Punkt. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie darauf vorbereitet sind.

      Ich denke auch, dass 2 Releases pro Monat machbar sein sollten 🙂

  • Ich würde mich freuen, wenn das System aus dem Knick kommt. WM/Hordes ist mir persöhnlich mittlerweile zu sehr auf Turniere fixiert und GS würde mir vom Hintergrund sehr gefallen. Einige Minis sollten aber noch überarbeitet werden (IMO Banebrood und Trogs..)

  • Wie schwarz ihr das alle seht….

    Ich finde den Artikel auch wirklich kontraproduktiv. Leute, die vorhatten noch einzusteigen, wie ich zB, überlegen sich das sicher nochmal, wenn es nötig scheint über ein “sterbendes System” zu schreiben. Warum ich anderer Meinung bin? Es gibt das deutsche RB schon, die Minis sind thematisch einmalig, das Regelsystem ist ein bewehrtes von PP, wie man hört und es gibt wirklich herausragende Miniaturen, wie den Zyklopen oder die Spartaner. Sie sind auch ständig auf Messen vertreten. Ich warte nur noch auf den resculp der hässlichen Römer, die mir vielleicht noch besser als die Griechen gefallen werden, um einzusteigen.

      • Jein, es sind Ähnlichkeiten da:
        Alles wird mit 2W6 gewürfelt, es geht immer Wert + Würfel > Zielwert, was über die Rüstung geht, wird als Schaden abgestrichen, etc. Beide Systeme bauen darauf, Synergien aufzubauen, die die Wahrscheinlichkeiten mittels Boni und Mali beeinflussen.

        Aber: Godslayer hat viele Unterschiede. Zum Beispiel:
        Während man bei WMH im Normalfall immer Bewegung / Aktion hat (und entsprechende Ausnahmen durch Sonderregeln), hat man bei Godslayer ein Aktionspunktesystem, mit dem man beispielsweise erst schlagen, dann gehen oder zweimal schlagen oder ganz was anderes machen kann. Der Einsatz der Einheiten ist dadurch “dynamischer”.

        Bei Warmachine kann man die Wahrscheinlichkeiten durch den Einsatz von Fokus und Fury nochmal weiter massiv beeinflussen, das geht so bei Godslayer nicht. Und Godslayer hat keine Feats 😀

        Alles in allem spielt es sich unterschiedlich, aber irgendwie dann doch nah genug, dass es für mich zu nah ist und ich mir gesagt habe, dass ich mich für eines von beiden entscheide und dann lieber von was ganz anderes vom Spielfeeling (Malifaux, DZC) auf den Tisch stelle.

      • Ich nenn es immer Warmahordes ohne die Teile, die ich blöd finde. ^^ Durch Elemente wie der alternierenden Aktivierung und den Aktionspunkten spielt es sich angenehm anders. Das Fehlen das Casterkills als Siegbedingung (auch wenn es dann auch bei GS schnell brenzlig werden kann) fokussiert den Verlauf des Spiels anders imho.

      • Für Leute die einzelne TTs nicht übermäßig oft spielen ist der Einstieg bei Godslayer einfacher. Du siehst schneller Erfolge und musst nicht so extrem viel an Kombos memorieren.

  • Hi

    Auf der letzten Tactica habe ich mir das Spiel angesehen und auch etwas mit Andre geredet. Die Regeln ähneln denen von WM/H da die Entwickler bzw. auch die ersten Tester eben dieses auch erfolgreich spielen bzw. gespielt haben. Da Ihnen allerdings einige Sachen an dem dem Spiel nicht mehr so gut gefallen haben aber Sie dir Grundregeln wirklich gut fanden haben Sie das Spiel halt eher für sich angepasst.

    Ich kann jedem nur empfehlen sich das Regelwerk + Fluffbuch zu holen da der Fluff wirklich gut ist und meiner Meinung nach auch den von WM/H locker in die Tasche steckt(bitte daran denken eigene Meinung und so 😉 ).

    Ich selber bin leider noch nicht zum Spielen gekommen(bis auf das Demospiel auf der Tactica) aber die Regeln lesen sich wirklich gut.

    Gebt dem Spiele eine Chance 🙂

    Es gibt in DE zumindest einen Onlineshop der es führt(sitzen in Berlin).Da dieser allerdings kein Partner vom BK ist werde ich mal keinen Link posten 😉

  • Mir gefällt Godslayer sehr gut und ich werde wohl auch bei einem neuen Kickstarter mitmachen.

    Die Figuren werden immer besser und die Regeln finde ich persönlich besser als bei WM/Hordes. Alleine schon, weil es diesen Casterkill als Siegfaktor nicht gibt. Dadurch wird bei uns jedes Spiel entschieden und das wird irgendwann langweilig, weil man es einfach nicht umgehen kann. Caster tot = Verloren. So etwas gibt es bei Godslayer nicht.

    Ich hoffe auch noch, daß sie die neue Welle auch wieder auf deutsch rausbringen, denke aber, daß es durch Andres Weggang schwierieger oder langwieriger werden wird mit deutschen Übersetzungen.

    Die Veröffentlichungsgeschwindigkeit darf sich auch gerne erhöhen. Monatlich etwas neues brauche ich aber nicht. Da gibt es genug anderes jeden Monat. Soviel kann man gar nicht kaufen. Das ist für mich auch ein Argument, das immer wieder auftaucht. Wäh Megalith braucht zu lange mit Veröffentlichungen, deshalb spiele ich das nicht mehr. Das ist doch kein Grund! Im Regelbuch sind alle Werte der Einheiten drin. Zur Not proxe ich. Nur weil nichts neues rauskommt, muss ich doch nicht aufhören zu spielen.

  • Eines meiner Lieblingsspiele, auch wenn ich grad nicht wirklich zum spielen komme. Hier in Tübingen gibts aber regelmässig Partien, wenn man denn wollte. Beim neuen Kickstarter sind wir auch dabei. Ich will Stück für Stück z.B. meine historischen Plastikhopliten durch Megalith Modelle austauschen.

  • Ich bin eine WM/H – Spieler der ersten Stunde und finde die aktuellen Reglen einfach gut! Wenn sich eine Spieleschmiede von guten Regeln insprieren läßt ist das für mich eine feine Sache! Generell wahr “gefühlt” eh schon alles mal da und eine Neuerfindung des Rades wird es im Bereich TT mMn nicht mehr geben.
    Zu Godslayer:
    Hab mich bisher nicht mit dem System beschäftigt, da mir die Mins bisher nicht so zusagen, bzw. hab ich einfach schon zu viele ähnliche miniature bereits zu Hause rumstehen.
    Außerdem nutze ich immer gern deutschsprachige Regeln.
    Letzteres Problem scheint sich ja gelöst zu haben.
    Meine Frage, kann man für GS problemlos Alternativmodelle nutzen, oder benötigt man Statcards die nur den Originalfiguren beiliegen?
    Bzw.: kommt man an die Statcards seperat ran?

    • Das würde auch mich interessieren, denn das setting finde ich zwar cool, habe aber erstmal keine Lust mir Modelle zu kaufen, sondern würde meine 15mmSammlung nehmen. Kann man einfach proxen, d.h. stehen alle Regeln im Buch?

  • Was ich nicht verstand: war Andres Austritt eine Konsequenz der alten Geschäftsführung oder der Auslöser dafür, dass Megalith jetzt neue Wege geht? Der Author zeichnet da eine Kausalität, deren Richtung ich nicht ganz verstehe.

    Dass der BK-Author auch Andre heißt, finde wohl nur ich ironisch, oder?

  • Das System ist toll, der Hintergrund klasse und die Figuren (bis auf die Zwerge, an denen zuviele verschiedene Designer waren) top.
    Wenn deutsche Sachen der 2. Welle in den regulären Handel kommen, werde ich auch mit Freuden meine 2 Fraktionen aufstocken.

    Aber nachdem die Kommunikation wärend des ersten Kickstarters so dermaßen unter aller Sau war, werden die definitiv keinen müden Cent vorab bekommen.

    (Da ändert es auch nichts daran, dass ich alle Sachen aus dem Kickstarter PLUS einer KOMPLETTEN Einheit zusätzlich als Entschuldigung erhalten hab)

  • Hm.

    Eigentlich wollte ich diese Leiche im Keller lassen. Nach allem was so passiert ist, sind (fast) alle vom System und der Firma weg- einfach zu schlechte Erfahrungen im Laufe des Kickstarters. Und nein, an einem neuen Kickstarter werde ich (und mit Sicherheit meine Mitspieler) nicht teilnehmen. Wenn ich mir überlege, dass meine Godslayerminis/Regelbuch etc. beim Verkaufsversuch wie Blei im Regal liegen, spricht es leider auch nicht sehr für sich.

  • Ein passenderer Titel wäre “Nachruf” statt Intervention.
    Schöner Artikel zu einem schönen Spiel was leider nie so in der breiten Spielermasse angekommen ist, wie es das eigentlich verdient hätte. Gerade diese Ähnlichkeit der Regeln zu Warmachine/Hordes war für mich eine der Stärken, denn ich finde die Regeln sehr gut, kann aber mit den Miniaturen von Warmachine/Hordes nichts anfangen. Für mich sind die klobig und hässlich, umso mehr war ich von Godslayer, das wir auf der Tactica Probespielen konnten angentan. Aber genau da sehe ich das Problem. Warmachine/Hordes hatte zu dem Zeitpunkt gerade seine absolute Hochphase und für viele war Godslayer nichts Neues, hatte man doch schon Warmachine/Hordes.
    Mittlerweile hat sich das aber alles sehr verlaufen. Zwar sagen alle die sich damit schon mal beschäftigt haben, dass die Regeln super sind, aber wirklich Spieler finden sich kaum. Weiterverkaufen lassen sich die Sachen auch nicht.

    Ich bezweifle, dass das noch was wird. Einen neuen Kickstarter würde ich nicht mitmachen oder nochmal generell in das Spiel invenstieren. Dafür sind in den letzten Jahren andere Spiele größer geworden, die sich meiner Meinung nach deutlich mehr lohnen, wie zum Beispiel Saga, Bolt Action und Malifaux und wer die Regeln mag wird bei Warmachine/Hordes ähnliche Regeln finden und vor allem Mitspieler.

  • Hallo liebe Brückenkopfler,
    bei diesem Thema lasse ich mich dann doch mal zu meinem ersten Kommentar hinreißen…:-)
    Ich finde das Spiel genial! Ich spiele auch Warmachine (auf Anfängerniveau), und finde das Spielgefühl beider Spiele doch stark unterschiedlich. Die Würfelmechanik ist sehr ähnlich (auch die Nutzung der guten alten Gaußkurve..;-)), auch die Karten mit den Sonderfähigkeiten fast gleich aufgebaut. Sonst ist das Spielgefühl aber doch sehr unterschiedlich. Durch die Aktionspunktemechanik und die alternierende Aktivierung ergibt sich eine ganz andere Spieldynamik. Die Aktivierungsreihenfolge ist sehr wichtig, allerdings muss man diese Reihenfolge auch ebenso oft umstellen, da der Gegner einem dazwischenfunkt. Das gibts bei Warmachine so nicht. Ebenso teilen die meisten Fraktionen nicht so stark aus, so dass die Figuren etwas länger leben.
    Über den Weggang von Andre kann man nur spekulieren (ich finde es gut, dass da nicht viel schmutzige Wäsche gewaschen wird), aber ich denke er hatte einfach die Motivation verloren. Er hat ja seine Eigenentwicklungen auf der RPC präsentiert, als Megalith wegen Personalmangel ebenda nicht hin konnte…
    Die Abwicklung des Kickstarters war allerdings ein wirklich großer Fehler von Megalith. Ich weiß nicht, woran die Verzögerung letztendlich gelegen hat, aber de Facto ist da (zu?) viel Vertrauen verspielt worden. Die Kommunikation war wirklich katastrophal. (Rückblickend muss ich allerdings auch sagen, dass der Kickstarter sich da (leider) nicht viel von einigen anderen unterscheidet.)

    Was die Zukunft angeht, bin ich unsicher wie es weitergehen wird. Das Regelwerk ist meiner Meinung nach eines der besten auf dem Markt. Die Miniaturen sind halt Geschmackssache. Ich mag sie, andere mögen sie nicht. Die neueren Minis mit der härteren Metallmischung sind jedenfalls deutlich besser als die älteren Güsse.
    Das Releasetempo sollte sicherlich hochgehen, aber eher wegen des Marketings. Auswahlen gibt es jetzt eigentlich schon genug.
    Was das proxen angeht: Man kann sich mit dem Buch relativ schnell eigene Karten machen, und dann kann man zocken. Zum Ende von Wave 1 sollen auch Kartenpacks rauskommen. Aber das wird wohl leider noch etwas dauern.
    Zum Thema Wiederverkauf: Ich habe das Gefühl, das eigentlich nur ganz wenige Spielsysteme halbwegs vernünftig wiederverkauft werden können. Ist halt am Ende alles ne Frage, was man für die Sachen noch haben möchte….

  • Ich finde es schon ein wenig bedenklich, wenn ein Spiel nur davon lebt, wenn der Hersteller alle Nase lang neues Material nachschiebt. Viele Firmen schaffen es grade mal monatlich 1-2 Minis rauszubringen, manche sogar weniger. Dass dann gleich der Untergang eines Spiels oder einer Firma herbeigeredet wird muss doch echt nicht sein. Ebenso, wenn bei regelmäßiger Kickstarterzahl “Ausverkauf”, “Gegen die Händler arbeitend” oder “hat das System überhaupt eine Zukunft” geschrien wird.
    Klar muss die Firma auch durch regelmäßige Neuveröffentlichungen dauerhaft Kunden an sich binden. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir ziemlich verwöhnt sind, da beinahe täglich neue schicke Figuren auf den Markt schießen und man es gar nicht mehr nötig hat, sich fest und langfristig an ein System zu binden. Jeder kenn doch die Leute, die sich jeden Monat freudestrahlend mit den neuesten Plastikbausätzen versorgen, nur um sie dann im nächsten Monat unbemalt im Karton zu verstauen, da dann schon die nächste Welle angerollt kommt.
    Da hat es so eine kleine Firma natürlich weitaus schwerer.
    Der Fluff von Godslayer ist großartig, das Regelwerk ebenso. Und für die Minis gibt es zig Alternativen, sollten einem die hauseigenen Figuren nicht zusagen. Und mal ganz im Ernst: wer, der die beiden deutschen Bücher in der Hand hat und sie nur mal durchblättert, denkt dann noch daran zurück, was beim KS alles nicht so optimal gelaufen ist? Das Ding ist Fantasy at it’s best.
    Warum muss man hier also davon sprechen, dass ein System tot sei? Das will ich einfach nicht kapieren.

  • Ich wollte auch mal in Godslayer einsteigen, allerdings fehlten mir dazu einfach die Zeit und das Interesse in meiner Spielerunde. Schade eigentlich, denn das System an sich schaut ja sehr ordentlich aus, was ja auch hier wieder bestätigt wird.

  • Das Unternehmen hat mir die Lust auf das Spiel genommen und das ging allen in unserer Spielgruppe so, die beim Kickstarter mitgemacht haben. Hier war die Kommunikation nur ein Grund. Und warum sollte ich jetzt gerade wieder Vertrauen in eine Firma stecken, wo ich vorher seitens Megalith Games schwer enttäuscht wurde?

    Die Qualität der Minis aus dem KS tut dazu ihr Übriges. Man muss echt Angst haben, ob die Figuren überhaupt den Transport zum Spielort überleben. Das Regelbuch und das Buch zum Hintergrund sind sicherlich gut gemacht, keine Frage. Bringt aber trotzdem meine Lust auf die Firma und das Spiel nicht wieder

  • Tot ist Godslayer auf keinen Fall und wenn Megalith die Fehler der Vergangenheit zügig angeht, hat das System auch eine Chance am Markt. Auch andere Systeme hatten zu Anfang eher einen schleppenden Start.

  • Hallo Andre.

    Wegen der Papierschnipsel: Ich gehe davon aus dass du die Marker meinst.

    Da gibt es eine recht einfache Lösung:

    Die Aktionsmarker durch 6-seitige Würfel ersetzen. Das wird bei uns im Verein so gemacht und funktioniert nun schon seit 3 Jahren perfekt.
    Die Karte für eine Einheit und alle Marker (außer Aktionsmarker), die man benötigt, werden bereitgelegt. Der Rest kommt weg vom Tisch.

    So sind in einem Spiel mit 300 Punkten pro Seite pro Spielrunde nur 3-5 Marker auf dem Tisch (außer die Armeen sind sehr magielastig, dann kann es schon mal vorkommen, dass die Hälfte der Modelle brennend, rostend oder sonst wie herumlaufen…)

    Zum Thema:

    Megalith hat potential.
    Die Pluspunkte sind eh schon alle genannt worden.
    Die Minuspunkte auch.
    Da will ich nichts mehr hinzufügen.

    Es ist sicher nicht einfach wenn eine Firma 2 gleichrangige “Chefs” hat.
    So gesehen ist der Weggang von Andre positiv zu sehen.
    Natürlich reist das aber eine Lücke in die Firma, die man (David) erst mal stopfen muss.

    Das nun die Figuren von weniger verschiedenen Künstlern modelliert werden hilft auch, da dadurch das Erscheinungsbild einheitlicher ist. Das sieht man vor allem an den neuen Miniaturen, die die Miniaturen der 1. Stunde ersetzen sollen.
    Die Qualität der Miniaturen ist zuletzt auch wesentlich besser geworden:
    Härteres Material, besserer Guss, weniger doppelte Figuren (bei 5 Miniaturen 4 statt 3 verschiedene Modelle), dickere Speerschäfte, bessere Posen, …
    Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Manche mögen die Miniaturen, manche nicht.

    Ich bin Spieler der 1. Stunde und bei dem Spiel hängengeblieben. Kaum ein anderes Spiel hat bei mir so ein “Das muss ich Haben!” Feeling erzeugt wie dieses.
    Kaum ein anderes Spiel hat mich derart von seinem Regelwerk überzeugt.
    Das Fluffbuch habe ich an einem Wochenende durchgelesen, so gefesselt hat es mich.

    (Jaja, ich weis, ich bin dem Spiel verfallen und daher nicht mehr objektiv…)
    Und? Ich steh’ dazu!
    Ich finde es übrigens Klasse, wein andere das selbe von “ihrem” Spiel sagen. 🙂
    Diese Sorte Leute tragen ein Spiel. Deshalb habe ich mich auch als Omeganaut bei Megalith beworben (=Lokaler Ansprechpartner für die Community).

    Ein Tipp von mir:
    Wenn ihr wollt dass ein Spiel gespielt wird gibt es nur eins: Spielen, spielen, spielen, Präsenz zeigen. Deshalb ist Godslayer auch noch nicht tot. Denn wir leben noch!
    Bei AT-43 hatte ich das selbe Problem wie viele die hier vorher gepostet haben: Neues Spiel, ein paar Leute gucken begeistert, wenden sich dann aber wieder ihrem Hauptspiel zu.
    Ich bin gut 12 Monate wegen der pre-painted Plastik-Püppies ausgelacht worden (Zitat: “Das ist kein echtes Tabletop.”).
    Und? Da muss man durch.
    Nach 12 Monaten hatte ich sie endlich soweit, dass 80% AT-43 spielten. Es gab sogar “internationale” Turniere (ein paar Ösis, Tschechen und Schweizer kamen nach Deutschland) und dann…
    Dann ist die französische Herstellerfirma den Bach runter gegangen.

    Mit Megalith passiert mir das nicht noch einmal.
    Dieses Mal werde ich kämpfen.
    Wenn es sein muss, dann fahre ich selbst zu Messen und Events. Platten, Minis und Motivation habe ich genug.
    (Für Essen reicht mein Einkommen leider nicht. Ist ja Wahnsinn, was da pro Tag pro m2 verlangt wird…).

    Also: Niemals aufgeben!

    • Yeah. So viel Energie für Spiele. Naja, wir können es uns leisten in Deutschland.
      Respekt und ja, von solchen Leuten lebt das Hobby.

    • Heyho,

      Für die Aktionsmarker nutze ich auch schon Würfel, aber ich mag auch die anderen Pappmarker nicht sonderlich. 😀

      Und solche Leute finde ich auch sehr respektabel. Ich kämpfe in unserem Verein auch immer wie wild für neue Systeme und auch für Godslayer. Von daher kann ich dich da gut verstehen!

  • Kann weder mit Setting, noch Modellen oder Regeln was anfangen, aber was lief denn beim KS so gewaltig schief?

  • Habe noch Troglodyten abzugeben falls jmd möchte – bin nie zum Spielen gekommen obwohl alle um mich behaupten es wäre ein sehr gutes System mit super balancing.

  • Da hier angesprochen wurde das man die Minis nicht mehr loswird. Also wenn jemand seine Banebrood loswerden möchte kurze mail an mich:
    Irrer-regenwurm(at)online.de

  • Mich freuts, dass das Thema so viel Resonanz zeigt, Dennis beweisst doch am Ende am besten dass es noch Interessierte da draußen gibt!
    Ich selber spiele Troglodytes und Halodynes und Stöcke regelmäßig weiter auf. Es ist einfach ein tolles Spiel! Wer reinschnuppern will…ich würde noch einen Halodyne-Starter und Banebrood-Starter günstig abgeben…Kontakt über den Nick in diversen TT-Foren. 🙂
    Am wichtigsten sind einfach aktive Spieler! Und da Sowohl Regelwerk und Starter-Profile gratis verfügbar sind, steht Interessierten, die offen für Neues sind nichts im Weg. Ich selber habe nächsten Dienstag mein nächstes Spiel und ich freu mich sehr drauf! 🙂

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