Review: Rubicon PzKpfw III Ausf J/M/N

Rubicon ist neuer Hersteller aus Hong Kong mit Plastikbausätze im 1:56 Maßstab. Anläßlich der Panzerwoche werden wir diese Woche mehrere Panzer auspacken, beginnend beim Panzerkampfwagen III Ausführung J / M / N.

Rubicon Models - PzKpfw III J / M /N

Der Bausatz kommt in einem Klarsichtbeutel, drei Gussrahmen aus Hartplastik, einer Bauanleitung und einem Bogen Wasserschiebebilder. Es handelt sich um den Panzer III, von dem als mittlerer Kampfpanzer zwischen 1936 bis 1943 insgesamt 5.700 Exemplare gebaut wurden. Das Chassis wurde aber bis zum Kriegsende eingesetzt, beispielsweise für die populäre StuG III, welche doppelt so häufig gebaut wurde, wie der Panzer selbst.

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Rubicon lässt in China produzieren, ähnlich wie bspw. Dreamforge. Die Bauanleitung ist kompakt und schlüssig. Der Decalbogen umfangreich ausgestattet, neben Balkenkreuzen findet sich auch die Palme das DAK darauf. Die Bauteile sind auf 3 Gussrahmen verteilt.

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Die Gussqualität ist für ein Erstlingswerk überraschend hoch. Die Gussrahmen sind gut ausgefüllt und genutzt und die Optionen der versch. Ausführungen sowie Schürzen eine tolle Beigabe.

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Der Detailgrad ist beeindruckend und die Mikrostruktur, welche sich auf der Oberfläche des Panzers befindet ist ein toller Effekt. Insgesamt fühlt sich das Plastik aber sehr glatt an, was eventuell an Trennmittelrückständen liegen könnte. Man sollte daher Sicherheitshalber die Gussrahmen bzw. den Panzer vor dem Grundieren mit lauwarmen Seifenwasser und einer Zahnbürste waschen (Wie es im Modellbau empfohlen wird).

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Den Zusammenbau beginnen wir beim Turm. Dieser verfügt über viele Einzelteile und eine bewegliche Turmblende. Für den Panzer III stehen die Geschütze 75mm KwK 37 L/24 und 50mm KwK 39 L/60 zur Verfügung. Wir haben uns für das 50mm KwK entschieden, der Ausführung J bzw. M. Außerdem wurde die Kommandantenkanzel offen gelassen um später eine Miniatur einzufassen.

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Die Ketten sind clever gegossen und mehrteilig, dadurch erhalten diese mehr Tiefe und werden detaillierter. Allerdings merkt man der Oberfläche an, wie glatt diese ist und es gibt minimale Gussfehler, welche aber nicht gesehen werden können, da das Chassis die Stellen überdeckt. Die Oberfläche der Ketten ist recht glatt, weshalb mit feinem Sandpapier das Plastik noch einmal bearbeitet werden sollte. Die Passgenauigkeit lässt allerdings keine Wünsche offen.

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Die Kettensegmente mit der Unterseite sind schnell gebaut und bilden die Wanne des Panzers. Darauf wird die Oberweise der Panzerwanne montiert und der Turm gesteckt. Dank zweier Dübel im Wanneninneren gibt es wenig Spiel beim Zusammenbau und ein Verrutschen / unsauberes Verkleben kann vermieden werden.

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Im nächsten Schritt werden die Anbauteile an das Panzeräußere verklebt. Dazu gehört die Rückseite des Turms, der Auspuff und zusätzliche Ausrüstung.

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Es gibt optionale Teile, wie die Kettensegmente und Scheinwerfer. Sehr clever gelöst sind die Schürzen, welche nicht verklebt werden müssen, sondern gesteckt werden können. Dies ermöglicht eine wirkliche variable Ausrüstungsoption. Für die Scheinwerfer werden über den Kettenabdeckungen kleine Aussparungen aufgebohrt. Die Position der Scheinwerfer scheint allerdings historisch nicht korrekt zu sein, da nach unserer Recherche nur Bilder und Zeichnungen ohne oder mit innenliegenden Scheinwerfern gefunden wurden. Dies ist aber halb so schlimm, da es sich um optionale Teile handelt. Das letzte Bild zeigt den Panzer III mit einer deutschen Panzerbesatzung aus der Perry zweiten Weltkriegs-Range.

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Der Vergleich des neuen Plastikbausatz mit dem Maßstabsgleichen (1:56) Resinmodell von Warlord Games zeigt deutlich die Unterschiede. Der am Rechner entworfene Plastikbausatz ist natürlich gerader, detaillierter als ein von handgebautes Master eines Resinbausatz. Dafür sind bestimmte Details wie Nieten oder Bolzen weniger plastisch und flacher, was gerade beim Werkzeug über den Kettenabdeckungen sehr deutlich wird. Auch das Gewicht spielt für manche eine Rolle, was aber leicht durch etwas Blei in der Wanne ausgeglichen werden kann (Siehe Die-Cast Wannen im Modellbau). Insgesamt wirkt das Warlord Games Modell historisch korrekter, wenn auch etwas detailärmer. So verfügt das Rubicon Modell über eine vierte Abdeckung über dem Motorraum, welche bei unseren Recherchen nicht mit Bildern belegt werden konnte.

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Fertig gebaut und aus mehreren Winkeln betrachtet, setzt sich der Panzer III ohne Schürzen und mit langem Geschütz dann so in Szene. Der Maßstab ist wie angegeben 1:56 bzw. 28mm und passt zu den True-Scale Modellen der Perrys genauso wie den heroischeren wie Bolt Action oder Artizan.

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Fazit
Der Bausatz kostet in Deutschland 23 Euro und liegt damit etwa gleichauf mit den Mitbewerbern wie Bolt Action, Blitzkrieg Models oder Die Waffenkammer. Die Vorteile von Plastik liegen klar auf der Hand, es lässt sich einfach zusammenbauen und modifizieren.

Wie bereits angesprochen ist die Gussqualität sehr überzeugend. Es gibt quasi keine Gussgrate, die Positionierung der Ansätze ist gut gewählt, so dass sich die Teile leicht entfernen lassen ohne das man sie beschädigt. Die abgedeckten Varianten und enthaltenen Optionen sind ein Verkaufsargument und definitiv ein Grund, den Bausatz mehrfach zu kaufen. Hier hat man den Bolt Action Bausätzen (noch) etwas voraus.

Der Panzer III war eines der Arbeitstiere der Wehrmacht in den frühen Kriegsjahren und eignet sich daher bpsw. für den Einsatz im Afrikakorps oder an West- und Ostfront.

Morgen geht es dann weiter mit dem nächsten Bausatz.

Rubicon Models sind unter anderem bei unserem Partner Fantasy Warehouse erhältlich.

Link: Rubicon Models

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Über Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/
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