von BK-Christian | 17.01.2014 | eingestellt unter: Allgemeines

Games Workshop: Gewinnrückgang

Games Workshop hat in seinen Halbjahreszahlen deutlich gesunkene Umsatz- und Gewinnzahlen bekannt gegeben.

Games Workshop Logo

In den sechs Monaten bis zum ersten Dezember 2013 erzielte Games Workshop demnach folgende Kennzahlen (Alle Zahlen in Pfund):

  • Umsatz: 60,5 Millionen (2012: 67,5 Millionen)
  • Um Währungsschwankungen bereinigter Umsatz: 59,8 Millionen (2012: 67,5 Millionen)
  • Gewinn vor Steuern: 7,7 Millionen (2012: 11,1 Millionen)
  • Gewinn pro Aktie: 17,7 Pence (2012: 25,6 Pence)
  • Dividende: Keine (2012: 18 Pence)

An der Börse lösten die Geschäftszahlen einen deutlichen Kursverlust aus. Die Aktie von Games Workshop verzeichnete innerhalb eines Tages einen Rückgang von 7,23 Pfund auf 5,47 Pfund, was einem Minus von 24,34 Prozent entspricht. Das Unternehmen hat somit binnen eines Tages knapp ein Viertel seines Börsenwertes verloren.

Kontinentaleuropa war auch im letzten Halbjahr wieder der umsatzstärkste Markt für Games Workshop, auch wenn Großbritannien gemessen an seiner Größe nach wie vor der wichtigste Markt ist:

Umsätze nach Regionen:

  • UK 13,7 Millionen (2012 15,6 Millionen)
  • Continental Europe 16,9 Millionen (2012 19,6 Millionen)
  • North America 15,6 Millionen (2012 18,1 Millionen)
  • Australia 4,6 Millionen (2012 5,6 Millionen)

(Daten auf die Kernmärkte beschränkt)

Tom Kirby, der amtierende Geschäftsführer, wird im Halbjahresbericht mit folgenden Worten zitiert:

“Our costs are well under control and margins remain strong. Cash management is good and our capital expenditure continues as planned. Following the implementation of the structural changes just announced we expect to benefit from the more focussed selling operation across all channels against the background of a materially lower cost base.”

Im weiteren Verlauf des Geschäftsberichts sind unter anderem folgende Passagen interessant:

During the first half, the rapid transition from multi-man stores to one-man stores and the reduction of trading hours across the Group caused disruption in our retail chain. We also experienced some decline in sales through independent stockists.

Das Unternehmen geht allerdings davon aus, dass der Rückgang nur eine temporäre Erscheinung ist. Die Konzentration auf Ladengeschäfte mit nur einem Mitarbeiter (geringere Kosten) und eine fokussiertere Verkaufsstrategie auf allen vorhandenen Kanälen sollen die Wende bringen:

We view these as short-term issues and expect to see growth return in both channels. We continue with our store opening programme (27 stores opened, 20 closed in the period) secure in the knowledge that our one man model allows us to ensure new openings are profitable. In the future we expect to benefit from the more focussed selling operation across all channels against the background of a materially lower cost base.

Auch Veränderungen der Verwaltung sind angedacht, so wird eine zentralisiertere Führungsstruktur angestrebt:

We have just announced a major re-organisation of our sales businesses to allow management by channel: retail, trade and direct. Our retail businesses will be consolidated under a single Retail Sales Manager for each of our key geographic areas – UK, Europe and North America. Trade sales will be consolidated into a global business, operating from Lenton, Nottingham.

Den vollständigen Halbjahresbericht findet Ihr unter folgendem Link:

Es bleibt abzuwarten, inwiefern diese neuen Entwicklungen die zuletzt hier veröffentlichten Gerüchte zu kommenden Maßnahmen von GW wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher werden lassen.

Einen pointierten Kommentar zur aktuellen Lage findet Ihr beim Blog von Masterminis, wo Zaphod schon seit längerer Zeit die Entwicklungen bei Games Workshop beobachtet und kommentiert:

Quelle: Games Workshop

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

    • Das ist eine etwas schwierige Analyse. Wenn man die GW-Aktie mit dem Verlauf des FTSE-100-Index vergleicht, fällt auf, dass das Papier sich zwar in den letzten 5 Jahren deutlich besser entwickelt hat als der Index (auf rund 400% des Ausgangswertes, während der Index nur auf etwa 160 % gewachsen ist), aber wenn man den Verlauf ausweitet und die letzten 10 Jahre betrachtet, liegt GW sogar unter dem Indexwert.

      In diesem Zeitraum stagnierte die Aktie und hat durch das Wachstum der vergangenen Jahre lediglich frühere Verluste ausgeglichen. Der FTSE 100 hat sich in den letzten zehn Jahren hingegen auf rund 150% seines Ausgangswertes verbessert.

      Du hast aber in einem Punkt völlig Recht: Es gibt sicher viele Aktionäre und Investoren, die in den letzten Jahren eingestiegen sind und jetzt Gewinne realisiert haben, bevor es zu spät ist. Die schlechten Kennzahlen waren für sie vermutlich das Signal, dass die Zeiten steigender Kurse erst einmal vorbei sind.
      Ich gehe allerdings davon aus, dass sich der Kurs in den kommenden Tagen zumindest ein wenig erholen wird.

  • Die Konsequenzen, die GW zieht sehen für mich auch nicht gerade nach Kundenfreundlichkeit aus… Ich denke man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickelt.

    • Ich will nicht zuviel bashen, aber… die Reduktion auf 1-Man-Stores ist kundenfreundlich, weil es weniger Leute gibt, die sich/das Produkt dir immerzu aufdrängen wollen. 😉

  • Mich würde ja mal interessieren, woran der Verkaufsrückgang wirklich liegt. Es ist im letzten Halbjahr für mich nicht so extrem schlimm geworden, um so einen Rückgang erklären zu können.

    • Ich denke der Umsatzeinbruch ist der allgemeinen (gefühlten) Wirtschaftslage geschuldet. Meine Vermutung ist das es GW nicht schafft, Stammkunden langfristig zu binden, und das die Zahl der Neukunden zurückgeht.

      Es wäre sehr interessant Zahlen für andere etablierte Firmen zu sehen, die eine andere Kundenpolitik fahren (bspw. Warlord Games oder Corvus Belli). Natürlich sind die kleiner und keine AGs, aber mich würde es interessieren ob wir ein generelles “Schrumpfen” des Marktes haben oder ob es doch hauptsächlich an GW liegt.

      • Gute Frage. Wieviele neue und junge Gesichter kennt ihr in den Clubs. Aus meiner Sicht sind die meisten Leuten hier um die 22 bis 35. In diesen Alter (30+) ist man entweder mehr an einen breiteren Spektrum interessiert oder hat aufgehört. Ich kenne jetzt eigentlich nur einen unter 18. Für diese Altergruppe kann ich nicht sprechen. Vielleicht sind deren Gehirne einfach durch SMSing und Twitter etc. schon total aufgeweicht und zu so langfristigen Dingen wie eine Armee aufbauen nicht mehr in der Lage. Außerdem frisst die Handyrechnung evtl. Cash und Geld für GW [ironie aus]

      • Soweit ich weiß, florieren Firmen wie Mantic, Warlord und viele andere…

        Ergibt doch alles ein logisches Gesamtbild. Die Leute wenden sich von GW ab und anderen Herstellern zu.

        Ich glaub Gripping Beast verdient sich derzeit mit Saga auch ne goldene Nase…

  • Ahhhr,
    das heißt (und ich habe eben nachgesehen), ich habe binnen eines Tages 20.354 EUR verloren! Damn it!!!! Naja gut, mal auf ein falsches Pferd gesetzt. Zum Glück habe ich noch Aktien bei Prokon. Man muss eben wissen wie mans macht.

    • War das Ironie? Prokon hat doch vor einer Woche oder so erklärt, dass die Investoren bitte kein Vermögen aus dem Unternehmen ziehen sollen, da sie sonst Insolvenz anmelden müssen.

    • Ach, halb so wild. Hab durch den Einbruch auch ne knappe Million verloren 🙁 Aber die Zinsen auf meinem Tagesgeldkonto gleichen das zum Glück wieder problemlos aus 😉

  • Mal ganz was anderes:

    wäre es nicht sinnvoll irgendwo zentral zu sammeln, was GW jeweils aktuell aus em Sortiment streicht?

    Ich bin von den massiven Einschnitten beim Plastik-Fantasy-Gelände ziemlich überrascht worden…. Vielleicht könnte ja jeder posten, sobald ihm/ihr auffällt, dass etwas aus dem Webshop verschwindet…?

  • Circa 1998 habe ich mit GW angefangen und damals hatte ich das Gefühl das alle (inklusive der Leute in England) irgendwie eine große Spielergemeinschaft waren.
    GW war mMn sehr Kundenfreundlich und -orientiert.
    Sicher… es war schon immer Kostenintensiv (mein Kharn hatte damals schon knappe 20 DM gekostet und Abbaddon war auch nicht billig^^).

    Jedoch was in den letzten 3-5 Jahren (ich bin Wiedereinsteiger 2009) passiert ist, und damit empfinde ich die letzten beiden Jahre als besonders heftig, hat mich veranlasst gänzlich mit GW zu brechen.

    Ich kann mich an dieser Stelle einer gewissen Schadenfreude nicht erwehren aber sie wird getrübt durch die … dämliche (anders kann ich es nicht nennen eher sogar schlimmere Worte)… interpretation der Ereignisse und wie sie dagegen vorgehen wollen.

    Die haben innerhalb der letzten Jahre zwar ein ordentliches Plus generiert aber durch die Art und Weise auch diejenigen vergrault (zumindest einige) die genau das ermöglichten. Davon mal abgesehen das GW für potenzielle Neueinsteiger alleine aufgrund der Preise wenig einladend ist.

    Ist jedenfalls meine Meinung

    • Das kann ich genauso unterschreiben. Da kann ich mir eine gewisse Schadensfreude nicht verhalten!

    • Ich war von 1991 bis 1997 dabei. Wiedereinstieg 2011. DAS war ein Schock 🙂

      Folge: Ich spiele derzeit aktiv kein GW-System…

  • Interessant ist auch: 7 Millionen weniger Umsatz, aber nur 3,4 Millionen weniger Gewinn. GW muss da ordentlich Kosten eingespart haben durch die knallharte Reduzierung in den Ladenlokalen. Allerdings denke ich auch, dass die Probleme anderweitig liegen. Die deutlich gestiegenen Preise in den letzten Jahren kann man nicht wegdiskutieren und es ist zumindest in der Community klar zu sehen, dass viele langjährige GW Fans sich in der Zeit von GW abgewendet haben.

    Auch bei mir ist das so: Nach dem Tau Release habe ich keinen Cent mehr in GW investiert und es sieht auch so aus, dass ich 2014 nichts mehr bei denen kaufen werde. Und da die einzigen Armeen, für die ich noch ordentlich Geld ausgeben würde (Waldelfen, Soros) jetzt gerüchterweise auf der Kippe stehen habe ich auch keine Gewissensbisse dabei.

    Dennoch sind 7,7 Mio Pfund Reingewinn jetzt immer noch ein gutes Ergebnis, das sollte man auch nicht vergessen.

    • Das kann man so nicht rechnen. Wenn man den Rückgang von Umsatz und Gewinn miteinander vergleicht, dann geht das nur über die prozentuale Veränderung, aber nicht über die absoluten Werte.

      Und dann sieht das so aus:
      Umsatz: Rückgang von rund 10,4 Prozent
      Gewinn vor Steuern: Rückgang von rund 30,7 Prozent

      Der Gewinn ist demnach sogar deutlicher zurückgegangen als der Umsatz,, was ich mir gerade angesichts der Preisgestaltung nur schwer erklären kann…

      • Deswegen bin ich auch nichi in der Finanzbrache tätig – und BWL Kenntnisse habe ich schonmal gar nicht.

        Die Lösung ist für mich klar (wie gesagt: KEIN BWL Hintergrund): Zwar verkauft GW jetzt teurere Produkte, diese werden aber weit weniger an den Mann/ die Frau gebracht. Insgesamt werden die Preiserhöhungen sogar nochwas abgefedert haben, ansonsten würde es bei den Gewinnen eventuell noch düsterer aussehen.

  • Tja, wenn sie keine Dividende auszahlen ist doch absehbar, dass Anleger, welche mit einer Auszahlung zu diesem Zeitpunkt gerechnet haben, sich ihr Geld durch den Verkauf der Aktie holen.

  • Ich möchte an dieser Stelle kurz das Augenmerk auf den letzten zitierten Absatz lenken.

    Es sieht so aus, als wenn, nach den One-Man-Stores weitere Personalkosten sinkende Veränderungen vorgenommen werden. Ich mag pessimistisch klingen aber wenn ein Geschäftsmann “re-organise” sagt, meint er dann nicht auch immer sparen? Schätze wir haben bald die MailOrder in Istanbul und in den Läden “Verkaufsroboter” stehen.

    • Die Mail-Order wird sicherlich nach China ausgelagert, die Arbeiter an den Spritzgussmaschinen für die Plastikrahmen müssen dann nebenbei Bestellungen entgegennehmen. Wohl dem der wie ich eine Freundin hat, die fließend chinesisch spricht 🙂

      Unser GW Store war aufgrund der “One-Man-Show” Strategie krankheitsbedingt wochenlang zu. Da ist auch kein Wunder wenn die Umsatzzahlen eingebrochen sind.

      Schade dass es so weit kommen musste…. also schnell noch einkaufen ehe die GW Miniaturen komplett vom Markt verschwinden!

  • Was mich besonderes interessieren würde, wäre welche Rolle jetzt genau die Forgeworld range in dem ganzen spielt. Ich meine als Tochterfirma müssten die doch eigentlich in dem Bericht berücksichtigt werden oder irre ich mich da?
    Interessant deshalb weil ja diverse Gerüchte davon sprechen, dass Forgeworld einen Gutteil des GW-Sortiments übernehmen soll bzw. auch eigene eigene Codizes ect. bringen soll.
    Ich meine so langsam aber sicher muss ja mal eine offizielle Mitteilung kommen was nun aus dem Sortiment fliegt oder denk ihr das versuchen sie weiter zu vertuschen?
    ich meine gerade insofern es kein Gelände sonder vielleicht auch Truppen betrifft wird es ja über kurz oder lang auffallen wenn bestimmte Armeen so nicht mehr zu kaufen sind.

  • Wir werden erst bei dem zweiten Quartalsbericht sehen, ob sich die Zahlen erholen oder nicht. Wenns weiter so einbricht müssen se langsam handeln.

    Jetzt wird noch nichts getan…..

    ABER: Ich denke trotzdem, das die Managmentetage etwas besorgt darüber ist. Denn Sie wissen um Ihr verdammt schlechtes Image und dass das hier ein Zeichen sein kann, das Ihnen die Kundschaft genau wegen diesem Images und den verdammt hohen Preisen wegbricht und auch nicht durch weitere Preiserhöhungen weggewischt werden kann.

    Die Kaufschwelle des Kunden ist sehr stark erreicht und jetzt muss es wieder der Umsatz tun. Das wird aber nicht passieren bei diesen Preisen……

      • Jetzt verstehe ich endlich, warum die diesen wöchentlichen Werbe-White-Dwarf rausbringen. Die wollen uns nur wöchentlich über die neusten Preissteigerungen informieren. Finde ich sehr fair.

      • Wie in der Sparkassenwerbung…

        A: “Unser Umsatzzahlen brechen ein! Vorschläge!”
        B: “Wir könnten die Preise erhöhen!”
        C: “Wir könnten’s machen wie (andere Firma).”

        A: “Wir machen das mit den Preisen.”
        *klopfklopfklopf*

        🙂

  • Die große Stärke früherer Zeit von GW war die Neukundenaquise. Die Kiddies, die sich von Mama die Grundbox kaufen lassen weil sie nach der Schule öfters im Gw-Laden sind und auf die Spiele und die Aktionen stehen. Stammkunden waren ihnen schon immer egal.
    Von diesem Punkt aus kann man zwei Sachen machen. Entweder weiter so, oder man lenkt um und versucht die Langzeitkundschaft zu halten. Die Wirtschaftskriese wäre ein Grund umzuschwenken, aber betrachtet man sich die Entwicklung von GW der letzten Jahre scheint es da keinen Einfluss zu geben.
    Auf jeden Fall kann ich im Moment noch keines von beidem erkennen. Die verringerung des Personals ist eine klare Abkehr von Neukunden. Als Langzeitkunde von GW vermag ich aber auch keine Verbesserung für mich zu erkennen. Die Sachen werden teuer und die Vertriebswege werden härter kontrolliert um Rabatte zu verringern. Letzten Endes gab es wohl in letzter Zeit einiges an Fehlentscheidungen die sich jetzt erst auswirken. Angefangen von Finecast (der Fehler scheint nun Stück für Stück behoben zu werden), über die Reduktion des Personals bis zu HDR und Hobbit (da hätten sie die Finger von lassen sollen).
    Mir fallen noch mehr Dinge ein, aber das führt zu weit. Wäre Kirby gut in seinem Job würde er es zumindes jetzt erkennen und würde gegensteuern. Es erfordert Mut in solch einer Situation die Personalkosten wieder hochzudrehen, aber das wäre der richtige Weg. Holt die Kiddies zurück.

  • lasst doch einfach mal den mehdorn ran, dann machen die nächstes jahr bestimmt mehr gewinne. wie die bahn. und der flughafen. und die gerichtsbarkaeiten.

  • DÖ-DÖMM!

    Da jetzt noch mal die Kurve kriegen? Ich glaub nicht dran. Dafür müssten se halt wirklich ne 180-Grad-Wende vollführen, wieder voll auf Kundenorientierung gehen, Preise drastisch senken, sich sympathischer geben und die “Spezialistensysteme” neu mit geilen Komplettboxen aus Plastik auflegen.
    Damit könnt mans noch mal rumreißen, denk ich. Aber dann auch nur so.

    Und dass Finecast und der beschissene Hobbit einfach der unterirdischste Schwachsinn und ein Schuß ins eigene Knie sind, hab ich vor ner Ewigkeit schon gesagt…
    Ich bin mir ziemlich sicher am Ende wird man in einigen Jahren zurückschauen und sagen “Finecast hat den Untergang besiegelt”… für die Produktion von dem Zeug jede Menge Kohle investiert, dann die beschissenste Qualität abgeliefert und sich anfangs quergestellt was Kundenbeschwerden dazu anging…
    Ich kenn jede Menge Leute, die einfach kein Finecast kaufen. Die gucken lieber monatelang jeden Tag bei Ebay rein, als sich die Scheiße ins Haus zu holen. Und das is auch ganz richtig so.

  • Irgendwann erreicht man den Punkt an dem sich mehr Käufer gegen ein zunehmend teurer werdendes Produkt entscheiden als die Preiserhöhungen das ausgleichen könnten…

    Games Workshop hat diesen Punkt bei vielen oft treuen Hobbyisten überschritten, was sich lange kaschieren ließ

    Vielleicht bietet man jetzt neben der Ferrari- und der Limited Collector’s Edition Ferrari-Produktpalette auch mal wieder Produkte für Normal-Sterbliche an, dann stimmt am Ende des Tages auch wieder die Kasse

  • ik sach nur HA,HA verdient haben die das so dilettantisch wie die Ihre Firma führen Hobby ohne Communitie ja ne is klar (zum glück seit einem Jahr nix mehr von denen geholt)

  • Aber die aktuellen Gerüchte besagen ja auch das sich einiges ändert. Und laut denen wird schon viel eingespart.
    Naja ich hoffe das sie es irgendwie hinbekommen =)
    Aber selbst Schuld.
    Und zu den One Man Stores: Unmenschliche S+++++e die mit keiner kostenersparnis zu rechtfertigen ist. Mein herzlichstes Beileid an alle die da mitmachen. Das wird nicht funktionieren …

  • Dieses Interview mit Gary Gygax gibt einen Einblick in die Odysseen des Managements eines Fantasy-Spiele-Herstellers, in diesem Fall der ehemalige Big Player TSR:

    http://www.thekyngdoms.com/interviews/garygygax.php

    Dabei gibt es viele Verweise auf Games Workshop, allerdings noch unter der Führung von Livingston und Jackson, und was TSR falsch gemacht hat. Es gibt mittlerweile viele Parallelen zwischen TSR der 90er und GW der 00er und der letzten Jahre? Schon etwas traurig das ganze

  • Leider geht der Niedergang immer schnell….
    Aber vielleicht ist es ja dieses mal anders.
    Zur Zeit wird es GW wohl richtig schwer haben, verlorene Kundenbindung zurück zu gewinnen, aber wenn das Management bei einem solchen Desaster nicht ausgetauscht wird, dann gute Nacht.

  • Vor ca 4 Jahren habe ich mit GW aufgehöhrt. Es wurde a) zu teuer und b) langweilig. Ich habe das Hobby 1993 im Dez. begonnen. Ich habe eine Unmenge an Geld investiert. Ich hatte Spaß daran und habe gerne neues gekauft. In der ganzen zeit in der ich dem Hobby fröhnte kamen immer wieder die gleichen Armeen neu auf den Markt. Immer und immer wieder. Es gab dann mal neue Armeen mit den Echsen und den Bretonen. Es gab auch die Söldner, meine Lieblinge. Wer die Karte von Warhammer kennt, weiß, das es da noch große ungenutzte Landstriche gibt. Arabia, Nippon und so weiter. Ich würde Wetten, das viele der abgegangen Fans sich dem ganzen wieder zuwenden würden wenn in dieser Richtung endlich etwas käme. Ich wäre sofort bereit zumindest das Armeebuch zu kaufen. Ein weiterer toller Gimik wäre eine Zeitung im Steal vom Aventurischer Bote. Das würde ich mir jede Woche oder Monat auf jeden Fall gönnen. Einen WD wöchentlich mit 75% Werbeanteil brauche ich nicht. Der WD monatlich müsste gänzlich umgebaut werden.
    Fazit: gäbe es eine neue Starterbox mit Nippon und Arabia wäre ich sofort wieder mit dabei. Der alte Kram in seiner 10ten Inkarnation holt keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Das alles gilt für mich auch für Warhammer 40000. Da sind’s halt nur die squads/Zwerge. Da würde auch wieder die Kasse klingeln.

  • – Finecast –> Debakel
    – Hobbit –> weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben
    – Digitalsierung –> teuer und den Kunden schwer vermittelbar z.Z.
    – Wegfall Lizenzgeschäft PC-Spiele

    Außerdem war letztes Jahr sehr gut wegen der neuen Edition für 40k, das stand letztes Jahr im Abschlussbericht. Gewissermaßen war zu erwarten, dass es danach etwas zurückgeht. Wirtschaftliche Gesamtlage mal ganz außen vor gelassen (das betrifft ja alle Unternehmen gleichermaßen).

    Ich finde das insgesamt dennoch ein gutes Ergebnis trotz aller Probleme, weshalb ich den Abgesang auf GW nicht ganz nachvollziehen kann. Das Kerngeschäft scheint ja stabil genug zu sein, dass man sich solche *hust* Abenteuer wie Finecast erlauben kann.

    btw, der Kundenservice ist nicht wirklich schlecht: Umtausch geht immer recht flott und unproblematisch soweit ich das mitbekommen habe. Ist natürlich nur ein persönlicher Eindruck.

  • Logisch bei den Preisen in meinem Laden sind die Preise schon seit 4 Jahren gleich u mache mehr Gewinn, als wenn ich jedes mal die Preise erhöhe. bei mir ist die Inflation wohl vorbei gezogen. lach

  • Endlich wird auch unser Hobby nur noch durch den Aktienkurs bestimmt!
    Aber wir brauchen nun mal immer mehr Gewinn und wem reichen schon 7,7 Millionen Pfund, wenn noch viel mehr zu holen ist? Und wie sollte denn eine Firma ohne jährliche Gewinnverdopplung überleben?
    Und endlich schmeißen die das Personal aus den Läden, war eh immer viel zu eng … wenn die jetzt noch die komplette Produktion nach Bangladesch verlagern, dann wird bestimmt auch der katastrophale Gewinneinbruch gestoppt und die Abfindung des CEO in dreistelliger Millionenhöhe ist mehr als gerechtfertigt!
    Also vergesst diese blöden Plastikmännchen und kauft Aktien!

  • Ich hatte das vor einem Jahr schon geschrieben und tue es, weil es noch immer aktuell ist noch einmal:
    GW konnte den Umsatz in den letzten Jahren nur deswegen stabil, weil sie die Händler zwischen GW und dem Kunden immer weiter “entfernt” haben. Dadurch konnte der Gewinn und der Umsatz auch kurzfristig deutlich steigen.
    Die negativen Effekte wurden in dieser Zeit dadurch versteckt/verschleiert: Die absoluten Zahlen von verkauften Einheiten sinken schon seit einiger Zeit kontinuierlich.

    Also noch mal: Die Verkäufe sind schon seit einigen Jahren rückläufig (mittlerweile sogar stark rückläufig). Die Reaktion von GW darauf ist nicht der Versuch Bestandskunden zu pflegen, sondern One-Shot-Customer abzugreifen. Nur von denen gibt es nicht mehr all zu viel. Dazu die Drangsalierung von Einzelhändlern und das Desinteresse an der aktiven Spielerschaft, die Kontrolle der Verkaufskanäle in einigen Ländern (z.B. US und Australien)…
    … ich denke der Schrumpfungsprozess ist noch nicht abgeschlossen.

    Und ich empfinde noch nicht mal Schadenfreude… effektiv ist es mir egal…

    Lieben Gruß
    Ralf

  • Tschja, ich mag ihre Produkte aber leider nicht ihre Geschichtsphilosophie.

    Das passiert halt wenn man auf die Wünsche und Belange der langjährigen Kunden nen großen Haufen setzt.

    Klar das Motto “mehr Neueinsteiger” ist verführerisch weil es kurzfristig mehr Umsatz bringt und man an den Coregamern nicht mehr so viel verdienen kann wenn die erstmal ihr Sortiment vollständig haben. Aber ein Tabletop steht und fällt mit seiner Community und die ist von Jahr zu Jahr unzufriedener mit GW geworden und irgendwann recht sich sowas. Das sieht man leider auch daran wie viel Konkurrenzsysteme in den letzten Jahren wie die Pilze aus dem Bode geschossen sind.

    Aber was soll’s das Management wird wieder irgendwelche abstrusen Schlussfolgerungen daraus ziehen und eh seinen an der Community-Vorbei-Kurs fahren.

    Mal sehen was noch kommt….

    • naja, das deutsche Managment aka Criz Chamers mußte letztes Jahr 4 “Captains” feuern um seinen eigenen Allerwertesten zu retten.
      Nach den aktuellen Zahlen sollte sich Criz schon mal nach einem neuen Job umsehen, denn so viele Bauernopfer hat er nicht mehr.

      Und wenn die Aktionäre das Wort haben, wird immer nach schnellen und einfachen Lösungen gefragt. Rollende Köpfe ist da eine gern genommene Beschwichtigungsmethode.

  • Also bin ja im Grunde der Prototyp des GW-Fanboys und halte der Firma seit 1994 die Stange. Aber ich fänds echt ganz nett wenn der ganze Sauhaufen jetzt vor die Hunde geht. Die Warhammerwelt an sich wir schon jemand erhalten und sich die Rechte sichern. Dann legts halt jemand neu auf und lernt aus den Fehlern von GW. Komplett wird die Spielwelt und das Spielsystem aber nicht verschwinden. Dazu sind sie zu groß. Außerdem gibt es niemand der die Lücke füllen. Auch wenn das immer wieder gern behauptet wird.

  • Ich bin gespannt, ob sich jetzt etwas in Sachen “Übernahme” tut. Da gab es ja auch eine Zeitlang spannende Spekulationen. Eine Übernahme könnte dann auch gut mit einem Wechsel des Managements einhergehen – und vielleicht einer Politik zurück zum “Miteinander”, d.h. Kommunikation mit dem Kunden?!
    Anonsten liegt bei mir die Reduzierung der GW-Einkäufe aus dem Hobbybudget weniger an den Preiserhöhungen. Vielmehr daran, dass mir viele Modelldesigns der letzten Releases einfach nicht mehr gefallen. Egal ob Centurions oder das Dunkelelfen-Einrad. Meine Armeen sind zum Spielen lange groß genug, aber schöne neue Modelle würden immer reinpassen – aber meinen Geschmack treffen viele Designs nicht mehr.

  • Mal eine BWL-Frage eines Unwissenden: wäre ein Börsengang theoretisch umkehrbar?

    Dazu müssten bestimmt erst mal genügend Anteile von einer juristischen Person gehalten werden oder einem Unternehmen. Wenn ein neuer Eigentümer aber keinen Bock mehr auf AG hat, was dann?

      • Und da wir in zivilisierten Zeiten leben, in denen Enteignung nicht ohne weiteres geht, scheidet diese Möglichkeit wohl aus. Schade. Für das, wie sie in den letzten Jahren mit den Fans und Kunden umgesprungen sind, haben sie die Schlappe verdient. Endlich wurde mal mit dem Geldbeutel abgestimmt und gezeigt, was Kundenmacht bedeutet.

        Bevor GW aber zumacht, wäre mir ein deutliches Umdenken lieber. Dafür habe ich meine Orkse, Hörner Marines oder Tiermenschen einfach zu lieb. Aber wenns gar nicht mehr anderes geht, tja dann hat man wohl endlich Ruhe vor ständig neuen Regeln (da ich noch andere Systeme zocke, nervt es mich tierisch, mich alle 4 Jahre in die neuen Regeln einlesen zu müssen, man hat ja auch noch anderes zu tun) und kann in der aktuellen Edition verweilen.

        Oder man spielt die Püppis mit einem anderen System. Was generisches wie P-12 zum Beispiel. Aber ob das auch als Massensystem taugt? Jedenfalls könnte dann das eine oder andere Fanprojekt ums Eck kommen.

      • Ein Delisting wäre schon denkbar, die Hürden sind allerdings recht hoch. Ich zitiere der Einfachheit halber mal Wikipedia:

        Der Bundesgerichtshof hat deswegen im Jahre 2002 in seiner sog. Macrotron-Entscheidung[1] die Zulässigkeitsvoraussetzungen des Delistings festgelegt: Der Delisting-Antrag einer Aktiengesellschaft muss von ihrer Hauptversammlung, also von der Gesamtheit der betroffenen Aktionäre, mit einfacher Mehrheit gebilligt werden. Außerdem ist ein öffentliches Kaufangebot der Gesellschaft selbst oder des Großaktionärs an die übrigen Aktionäre erforderlich; dies gestattet den Aktionären, ihre Aktien statt an der Börse an die Gesellschaft oder den Großaktionär zu verkaufen. Dabei kann die Gesellschaft bzw. der Großaktionär die Höhe der Abfindung im ersten Schritt beliebig festsetzen. Die Höhe der angebotenen Abfindung kann allerdings im zweiten Schritt in einem sog. Spruchverfahren auf Antrag von Aktionären gerichtlich nachgeprüft werden, wodurch sichergestellt ist, dass die Aktionäre gegen Abfindung mit dem wahren Wert ihrer Aktien aus der Gesellschaft ausscheiden können, wenn sie dies wünschen.

        Die Höhe der Abfindung wird in der Regel zutreffend festgesetzt sein, wenn sie dem durchschnittlichen gewichteten Dreimonatsbörsenkurs vor dem Bekanntwerden des beabsichtigten Delistings entspricht, weil dieser Durchschnittskurs den vom Markt empfundenen Wert der Aktien frei von spekulativen Elementen widerspiegeln sollte. Nach dem Bekanntwerden der Delisting-Absicht besteht die Gefahr, dass der Börsenpreis spekulativ verzerrt wird. Der vorgenannte Dreimonatsdurchschnittskurs wird von der BAFin veröffentlicht.

        Auch die Übernahme aller Anteile durch einen einzelnen Investor oder eine Private-Equity-Gesellschaft wäre denkbar (Going Private), hier könnte man auch unwillige Aktionäre, die nicht verkaufen wollen, mittels Squeeze-out zum Verkauf zwingen, allerdings nur dann, wenn vorher genügend Anteile freiwillig verkauft wurden.

  • Die Zahlen sollten mal über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Wenn man sich die Halbjahreszahlen ansieht, sieht man deutlich, dass der Wert weitgehend stabil ist (alle Zahlen in Millionen Pfund).

    2010: Umsatz: 60,0 Gewinn: 5,8
    2011: Umsatz: 62,7 Gewinn: 6,5
    2012: Umsatz: 67,5 Gewinn: 11,0
    2013: Umsatz: 60,5 Gewinn: 7,7

    Wenn man die Zahlen betrachtet fällt auf, dass 2010, 2011 und 2013 nahezu gleich auf beim Umsatz sind, aber 2013 einen deutlich höheren Gewinn ausweist. Betrachtet man also 2012 nicht, sind die Zahlen sogar besser geworden. Ich würde sogar sagen, dass man die zweite Jahreshälfte der 2012er Bilanz aufgrund des Schocks der 6. Edition ausklammern kann, die das Regelbuch/Grundbox für die hohen Zahlen verantwortlich sind (dies wird übrigens in den offiziellen Berichten auch bestätigt).
    Natürlich könnten und müssten die Umsätze höher sein beim Release Tempo, den wir bis Dezember gesehen hatten. Aber sind im größeren Blickwinkel betrachtet stabil (wenn die 6. Edition ausgeklammert wird) und GW steht immer noch sehr gut da, wir reden schließlich von einem Gewinn von 7,7 innerhalb von sechs Monaten.
    Selbst wenn man die 2.2 Millionen Umsatzeinbruch zwischen 2011 und 2013 auf Konkurrenzunternehmen verteilen würde, wäre das bei denen vielen Firmen mittlerweile und den Kickstartern kaum spürbar.

    Interessant ist übrigens auch, GWs Lizenzeinnahmen von 400.000 auf eine Million Pfund gestiegen.

    • Zumindest die Börse sieht das kritischer… was ja auch dem geschuldet ist, dass Massnahmen (wie Kostenreduzierung usw.) sich widerspiegeln müssen – eine Stagnation oder leichte Verbesserung ist nicht akzeptabel.

    • Aber sind die Zahlen nicht generell schlecht?

      Ich bin zwar kein Wirtschafter, aber habe im früheren leben Maschbau studiert und hatte zu der Zeit auch bekannte die BWL studiert haben. Aber nachdem was Kommilitonen und Professoren erzählt haben, sollte ein stabiles Börsenunternehmen 20% Gewinn generieren und ein erfolgreiches 30%.

      Oder hatten die falsche Vorstellungen?

      • Das kann man so pauschal nicht sagen, aber Margen von 20 – 30 Prozent sind generell eher illusorisch, da muss man schon in einer sehr guten Branche unterwegs sein oder eine wirklich einzigartige Stellung haben.

        Bei Automobilzulieferern, die keine high-tech Komponenten herstellen, hat man beispielsweise mitunter Margen, die nicht einmal ansatzweise den zweistelligen Bereich erreichen…

        Insgesamt gilt, dass man nur schwer sagen kann, welche Marge gesund ist und welche nicht (wobei 20% natürlich immer als gut zu werten sind. Man muss sich immer das Branchenumfeld und die Konkurrenz anschauen, aber das ist bei GW leider eher schwierig.

      • Ein Gewinnergebnis von 5-7% nach Abzug aller Kosten, Aufwände usw. wird i.d.R. schon als Positiv betrachtet (da sind dann aber Gehälter usw. alle schon ausgezahlt). Bei Nischenmärkten gibt es hier bestimmte Schwankungen und Games Workshop hat da für Ihre Umsätze vergleichsweise gute Zahlen hingelegt. Natürlich muss man sehen, dass sich hier trotz großer Einsparungen nicht allzuviel getan hat, was Besorgnis erregend ist.
        Denn wenn der Gewinn, trotz reduzierter Kosten nicht steigt sondern nur stabil bleibt, ist das dürftig.

      • Im Lebensmittel-Einzelhandel wird teils mit Margen unter 3% gearbeitet… Dafür gibt es dann aber noch andere, etwa Cash-orientierte Kennzahlen… Return on Capital Employed etc.pp. – wenn z.B. ein bekannter deutscher Discounter seine Ware an den Kunden im Laden verkauft, sind die Liefarentenrechnungen noch lange nicht bezahlt. Dieser Cash-“Überhang” generiert dann z.B. auch Zinsen, die zum operativen Ergebnis hinzu kommen (mal ab vom derzeitigen Zinsniveau für Anleger).

      • das ist blödsinn 🙂 VW ist ja, da sidn wir uns einig ein sehr erfolgreiches unternehmen un die haben einen anteil von 10-15% Gewinn zu Umsatz…. Bei uns im Betrieb liegt es auch so in dem bereich ca 10%

        also passt das schon

  • Ich bin in Sachen Fantasy Tabletop vor einem Jahr wieder aktiv geworden bei WHFB. Von meinen Armeen habe ich aber sogut wie keine weiter ausgebaut da mir die Preise viel zu hoch sind. Daher bin ich bei Chaoszwergen als Turnierarmee und nutze meine alten Miniaturen und die Alternativen auf dem Markt. Dunkelelfen stehen auch auf der Liste, diese werden aber auch, fast sicher, aus 100% “Nicht GW” Miniaturen bestehen.

    Ich bin eigentlich ein Fan der GW Produkte aber mittlerweile sind mir die Preise zu hoch. Besonders wenn ich sehe was dafür geboten wird.

  • Ich habe jetzt die erste Seite (noch) nicht gelesen, aber “more focussed selling operation” ist für mich SO eine Warnleuchte.

    Ich weiß nicht auswendig, welche Armeen auf der gerüchtemäßigen schwarzen Liste standen, aber vielleicht sollte man langsam mit dem Schreiben der Requiems anfangen – sicherheitshalber.

    • Finde ich aber auch logisch, Geschäft ist Geschäft. Fanta bringt ja auch kein Fanta Schwarzwurzel raus, nur weil es ein paar Kunden schmeckt.

      • Da gibt es zwei Unterschiede:
        1. Wenn es Fanta Schwarzwurzel gäbe und es dann eingestellt würde, gäb es auch Gemecker und Beschwerdebriefe
        2. (und wichtiger:) Fans anderer Fanta-Sorten wird es reichlich egal sein, ob Fanta Schwarzwurzel eingestellt wird oder nicht. Bei Warhammer betrifft die Einstellung einer Armee hingegen mehr oder weniger fast alle Spieler. Viele wird das nicht stören, aber ganz bestimmt mehr als bloß die Spieler der betroffenen Fraktion.

  • Schade, ich mag GW und bin jetzt seit 26 Jahren ein Jünger.
    Aber es war ab zu sehen das es langsam Berg ab geht. Das sich Zeiten ändern ist klar aber in den letzten 5 Jahren wurde es doch immer blöder, ok nicht alles aber 90%
    Mich erreichen immer noch die Design der neuen Minis auch finde ich die Aufmachung der Codexe Super.

    Aber trotzdem kloppe ich weniger Geld für GW raus, viel weniger. Woran es liegt, GW lässt das der Kunde ist wichtig Gefühl vermissen.

    Das GW immer noch Gewinn macht glaube ich aber zu welchem Preis.
    Kürzungen und Preisschraube anziehen, wie blöd müssen die Bosse sein. Jeder Trottel sollte wissen das sowas nicht lange gut geht.

    Konzerne wie Nokia etc. Sind auch gefallen und alles sagte vorher niemals

  • Ich bin stolz darauf für diesen Gewinnrückgang mitverantwortlich zu sein. Das Unternehmen könnte sich nochmal fangen, noch ist Substanz da, aus der sich genug Asche für einen vollwertigen Phoenix gewinnen lassen würde.
    Kaputtsparen für kurzfristige Dividende ist wie wir alle wissen, das beste Mittel zum Scheitern, aber das kratzt die Aktionäre ja nicht im geringsten. Insofern, viel Spaß an alle, solange das noch möglich ist.

    mfg

    • Würde ich so gar nicht betrachten. Verantwortlich für den Rückgang ist die Firma, nicht die Kundschaft.

      • Na, dann einigt Euch doch drauf, dass die Firma es verschuldet hat, und die Kundschaft es ausgeführt / realisiert hat. Besser?

        Ist doch egal, wie man das Wort nennt. Ich weiß, was Milch meint und ich freue mich auch diebisch, weil ich meine Tiermenschen Armee entweder mit Fremdminis oder Gebrauchtkäufen aus der Bucht aufgebaut habe. Jedenfalls keinen Umsatz für die Nottinghamer 🙂 Vom ersten Grundstock mit Armeeboxen mal abgesehen, weil es leider immer noch keine alternativen Massenziegen auf dem Markt gibt.

  • Ich finde sie machen gerade in den letzten 2 Jahre wieder sehr viel mehr besser als schlechter. Die Realease Geschwindigkeit finde ich zumindets sehr gut, ich hoffe das behalten sie bei. Keiner will mit Bücher spielen die schon in der Dritten Regelbuch Edition überdauern (Necrons Eldar, Tau, Bretonen, Waldelfen)… Und naja ok das Warhammer fantasy Regelbuch ist halt nicht angekommen und deises jahr wird wohl das neuen Kommen, also schauen wir mal

    30. jahre WHFB

  • Das wäre jetzt wohl ein guter Zeitpunkt für das GW-Management, Geschäftsphilosophie und Image zu betrachten und Erstere zugunsten von Letzterem anzupassen. Leider habe ich die Befürchtung, dass das wegen der scheinbar vorherrschenden Ignoranz in der Führungsebene nicht passieren wird. Es hätte immerhin schon früher genügent Gelegenheiten gegeben, die Firma auf einen langfristigen (und möglicherweise kundenfreundlichen) Kurs zu bringen.
    Dass das Unternehmen an der Börse ist, wird sicher nicht helfen, selbst wenn dem einen oder anderen Abteilungsleiter evtl. ein Licht aufgeht. Langfristige Geschäftsmodelle kommen bei zu vielen Aktionären leider nicht so gut an wie eine hohe Dividende, und die auch noch möglichst schnell. Ich bin bei weitem kein Experte, aber der Kurseinbruch scheint in diese richtung zu deuten, und wenn ich mir die Komentare ansehe, scheinen einige der Leser hier in dieselbe Richtung zu denken.

  • Ich war heute seit ca. 3 Monaten mal wieder in den unabhängigen TT-Shops. Ich bin wirklich erstaunt gewesen, wie sehr sie den GW-Anteil an Ausstellungs- und Verkaufsfläche verringert haben. Teilweise stehen da jetzt Systeme, die es früher im Shop nicht gab (Godslayer, Infinity,…). Auch Vellejio-Farben halten Einzug, Army Painter Produkte usw.

    Das würde ja nicht passieren, wenn die Kunden nur GW-Artikel nachfragen würden…

    • Die Konkurrenz ist schon wahnsinnig gut. Ich kann auch nicht aufhören neue Systeme anzufangen, weil der Spielspaß und der Anspruch einfach immer neu und für sich genial ist. Die 40K und WHF-Spieler sollten sich hier an die eigene Nase fassen. Jedes Mal, wenn eine Regelüberarbeitung kommt, ist der Aufschrei groß und teilweise werden aus trotz uralte Regelbücher ausgepackt. Die Spieler sind überhaupt nicht gewillt, dass das System sich reformiert. Die Regeln sind im Grunde noch aus den 90ern. Alles was derzeit von der Konkurrenz im Handel steht, ist einfach die nächste Generation. Ich würde sicher wieder GW spielen, wenn es das System wert wäre. Denn die Minis sind es definitiv…auch von den Preisen!

      • Zumindest bei mir ist aus dem Grund der Aufschrei immer riesig:

        – Kohle, die für das neue Regelwerk drauf geht
        – Zeit, die man zum Lesen und Einüben investieren muss

        und was bekommt man? keine spürbare Erleichterung im Regeldschungel, immer noch hundertdrölf Sonderregeln, die sich gegenseitig an und aus schalten. am Mechanismus selbst ändert sich kaum was. Nur werden in jeder Edition mal Fahrzeuge, dann wieder Infanterie etc. gestärkt / geschwächt. Für eine neue Gewichtung der verschiedenen Einheiten brauche ich keine neuen Regeln.

        Ich wäre durchaus gewillt, wieder stärker 40K zu spielen, wenn das System schlanker und schneller würde. Also nix gegen eine tiefgreifende Reform.

  • Mich wundert eigentlich, dass der Einbruch nicht schon früher gekommen ist. Naja, GW wird schon nicht so schnell pleite gehen und nen “Schuss vorn Bug” geschieht ihnen ganz recht. Jedes normale Unternehmen würde nun die Preise reduzieren und mehr Werbung/Aquise betreiben. Ich befürchte nur, dass GW weiterhin irrational handeln wird und vermutlich die Preise noch weiter anheben wird um die Gewinnmargen zu erhöhen.

    Früher habe ich locker 1000 – 2000EUR pro Jahr(!) in GW gesteckt (war meine Ersparnis+Motivationshilfe nicht mehr jeden Meter mit dem Auto zu fahren, sondern mich mal aufs Fahrrad zu schwingen und nen paar Pfunde abzustrampeln – und ich bin sogar viel schneller am Ziel! 😉 )
    Inzwischen bin ich so bei 50-70EUR (und das noch eher in der Bucht), da das Preis-Leistungsverhältnis einfach überhaupt nicht mehr stimmt. Warum GW nicht – wie fast jedes andere Unternehmen – alte Produkte zu stark reduzierten Preisen raushaut, ist einfach ein Riesenfehler. 🙁

  • Da stimme ich 1000%ig zu. Man muss als Kunde auch des oefteren mal das Gefuehl haben ein Schnaeppchen kaufen zu koennen, und das nicht einem Bundel im 3stelligen Bereich.

  • So, die Wellen haben sich ein wenig gelegt. Trotz eines kleinen Anstiegs der GW-Aktie in den Tagen nach dem 16.01. ist der Kurs wieder auf 5,44 zurückgefallen (21.01.). Schaun mer mal, ob’s noch weiter runtergeht…

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