von BK-Christian | 18.11.2014 | eingestellt unter: Brettspiele

Asmodee übernimmt Fantasy Flight Games

Fantasy Flight Games werden ab sofort Teil der Asmodee Firmengruppe.

Fantasy Flight Games Asmodee

Paris, Frankreich, Roseville, MN, USA, 17. November 2014. Heute geben Asmodee – einer der international führenden Verlage und Vertriebe für Gesellschaftsspiele – und Fantasy Flight Games – ein weltweit für seine hochwertigen Spiele angesehener Verlag – ihren bevorstehenden Zusammenschluss bekannt. Die Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht.

Durch den Zusammenschluss erhält die Asmodee Gruppe Zugang zu Fantasy Flight Games‘ starker Vertriebs-, Geschäfts- und Marketinginfrastruktur in Nordamerika. Zusätzlich profitiert die Gruppe von Fantasy Flight Games‘ fast 20-jähriger Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von mehrsprachigen Spielen.

Fantasy Flight Games profitiert durch Asmodees beeindruckende Stärke in Vertrieb und Marketing in Europa und verbessert so deutlich die Sichtbarkeit seiner Produkte und erhöht seine Organized Play Aktivitäten in Europa.

„Ich freue mich sehr, dass wir Christian T. Petersen und sein Team in der Asmodee Gruppe willkommen heißen können“, sagt Stéphane Carville, Geschäftsführer der Asmodee Gruppe. „Fantasy Flight Games genießt einen hervorragenden Ruf in der Spielegemeinschaft. Der Verlag hat oft gezeigt, dass er großartige Spiele entwickeln kann, und hat fantastische Beziehungen im Spielemarkt und zu großen Unterhaltungsfirmen aufgebaut. Gemeinsam werden wir weiterhin einzigartige, innovative und hochwertige Spiele für Spieler auf der ganzen Welt veröffentlichen.“

„Fantasy Flight Games ist in den letzten zehn Jahren extrem gewachsen“, sagt Christian T. Petersen, Geschäftsführer und Gründer von Fantasy Flight Games. „Durch den Zusammenschluss mit Asmodee können wir dieses Wachstum fortsetzen, unsere Möglichkeiten im internationalen Marketing ausbauen und neue Karrierechancen für unsere großartigen Mitarbeiter schaffen. Dabei ist besonders wichtig, dass wir gleichzeitig unserer Vision, großartige Spiele für den weltweiten Markt zu entwickeln, treu bleiben können.“

Fantasy Flight Games wird weiterhin von seinem Hauptsitz in Roseville, MN arbeiten, wo sein Kreativteam weiter die ambitionierten und thematisch ansprechenden Spiele entwickeln wird, für die Fantasy Flight Games bekannt ist. Christian T. Petersen ist weiterhin Geschäftsführer von Fantasy Flight Games und wird gleichzeitig ein bedeutender Anteilseigner im Unternehmensverbund. Es werden keine Wechsel bei den Mitarbeitern erwartet.

Auf Board Game Geek ist außerdem dieses Statement veröffentlicht worden, das die weitere Zukunft der Partnerschaft von FFG und dem Heidelberger Spieleverlag erläutert:

But what about FFG’s products in other languages? Right now Fantasy Flight Games licenses titles to Edge Entertainment for release in French and Spanish; to Heidelberger Entertainment for release in German; and to Wargames Club, Game Harbor and Swan Panasia for release in Chinese. The Asmodee Group has multiple subsidiaries around the world — Asmodee GmbH in Germany, Asmodee France, Asmodee China, Asmodee Ibérica in Spain, Asmodee US, etc. — with those subsidiaries releasing titles in those very languages, so what’s the future of those existing relationships? Petersen says that Heidelberger and Edge Entertainment „will continue to localize and represent FFG“ for those markets and „will work with the respective Asmodee divisions to increase marketing and organized play support for those countries“. Heidelberger, for example, will „work hand-in-hand with Asmodee to increase FFG’s marketing presence in Germany, such as greatly expanding FFG’s visibility at shows like Spiel in Essen“. (Asmodee had already enlarged its presence at Spiel 2014 to occupy approximately one-quarter of Hall 3, thanks in part to the Days of Wonder acquisition, so perhaps it’ll have one-third in 2015 — or, why not, all of Hall 1?)

Petersen added this note about these publishing companies: „The questions regarding partners like Edge and Heidelberger are actually very pertinent. FFG could not have been the company we are today without the work, support, collaboration, and friendship of people like Harald, Heiko, Gilles, and Jose. It was vital to me that those partners find a positive place and future in the context of this merger. I believe we’ve achieved this.“

Es gibt inzwischen auch eine offizielle Stellungnahme vom Heidelberger Spieleverlag:

Heute haben Asmodee und Fantasy Flight Games ihren bevorstehenden Zusammenschluss bekannt gegeben.

Durch den Zusammenschluss erhält die Asmodee Gruppe Zugang zu Fantasy Flight Games‘ starker Vertriebs-, Geschäfts und Marketinginfrastruktur in Nordamerika. Zusätzlich profitiert die Gruppe von Fantasy Flight Games‘ fast 20-jähriger Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von mehrsprachigen Spielen.

Fantasy Flight Games wird weiterhin von seinem Hauptsitz in Roseville, MN arbeiten, wo sein Kreativteam weiter die ambitionierten und thematisch ansprechenden Spiele entwickeln wird, für die Fantasy Flight Games bekannt ist. Christian T. Petersen ist weiterhin Geschäftsführer von Fantasy Flight Games und wird gleichzeitig ein bedeutender Anteilseigner im Unternehmensverbund. Es werden keine Wechsel bei den Mitarbeitern erwartet.

Für den deutschen Markt ändert sich auf absehbare Zeit nichts. Wir Heidelbären bleiben auch weiterhin der deutsche Partner von Fantasy Flight Games und wir werden weiterhin die großartigen Spiele von FFG lokalisieren.

Wir werden in nächster Zeit Gespräche mit Asmodee Deutschland aufnehmen. Unser Ziel ist es, unsere Zusammenarbeit mit Asmodee zu intensivieren, damit wir in Zukunft gemeinsam von den Stärkern beider Verlage profitieren können.

Asmodee hatten erst im August die Spieleschmiede Days of Wonder übernommen und ist generell auf Wachstumskurs.

Quelle: Asmodee

Quelle: Board Games Geek

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Wobei sie schon den Vertrieb für DoW längere Zeit inne hatten und teils Leute in beiden Firmen tätig waren, da war die vollständige Übernahme von DoW nur der logische Abschluss.

    • Ein Monopol ist kaum zu fürchten. Da gibt es noch andere, die in einer ganz anderen Liga spielen (siehe Hasbro/DreamWorks).

  • Hmm, Fantasy Flight Games dürfte wohl für die für mich bisher recht unbekannte Asmodee-Gruppe ein ziemliches Filetstück sein, immerhin haben die einige sehr gut laufende Spiele im Portfolio, allen voran natürlich Star Wars X-Wing. Und mit SW – Imperial Assault und SW Armada hat man noch zwei Star Wars Systeme in der Pipeline, die gerade zum im nächsten Jahr anlaufenden Episode VII Hype eigentlich Selbstläufer sein dürften.

    Nun, solange sich für die Heidelberger nicht ändert soll es so sein. Wobei die Gefahr eines marktbeherrschenden Monopols natürlich besteht. Aber ehrlich gesagt war mir die Asmodee-Gruppe bis jetzt recht unbekannt. Aber ich bin auch nicht mehr so in klassischen Brettspielen drin, muss ich sagen.

  • Gefällt mir nicht. Alles was bis jetzt über Asmode gelaufen ist ist teurer geworden.

    Was mir auch nicht bewusst war ist, dad Asmode so ein grosser Verlag ist. Ich hatte die bis jetzt für einen Kleinverlag gehalten.

  • Korrekt, Asmodeespiele sind und bleiben teuer.
    Die machen zwar auch gute Spiele keine Frage, aber eben auch teure im Vergleich zur Konkurrenz.
    Beispiel „Zug um Zug“ kostet seit gefühlt 10 Jahren immer noch 35€.

    • Ich bis zur vor einigen Monaten auch.

      Aber als ich mitbekommen habe, dass sowohl Zombicide, als auch die Attack Wings und div. DC/Marvel spiele bei Asmodee landen, war klar, dass die ordentlicher Brocken geworden sind. Die Präsens auf der Spiel trug dann den Rest dazu bei.

      Es bleibt interessant zu erfahren, wie sich das Mittelfristig auf den dt. Markt auswirken wird. Da könnte man nun viel Spekulieren, aber das muss ja auch nicht sein.

  • What…??? Du meine Güte, das ist ja überraschend:
    Hoffentlich bleibt es auch so wie angekündigt dabei, daß die Heidelbären den deutschen Vertrieb von FFG übernehmen.

    • Blödsinn.

      Und für das Material was man erhält ist der Preis gerechtfertigt. Woher kommt nur diese Rausramschmentalität?

  • Überschrift ist „Asmodee übernimmt Fantasy Flight Games“. Im Text ist dauernd die Rede von einem „Zusammenschluss“, was ja mehr nach gleichberechtigten Partnern klingt. Wer gibt denn nun den Ton an?

    • Tonangebend wird Asmodee sein, aber Christian Peterson, Chef von Fantasy Flight, übernimmt einen Anteil an dem neuen Firmengeflecht, hat also auch ein Wörtchen mitzureden.

      • Jipp, dafür spricht auch, dass an einigen Stellen erklärt wird, dass sich bei FFG nicht viel ändern soll, während das bei Asmodee gar nicht zur Debatte steht.

        Ichschätze auch, dass Peterson höchstens einen sehr kleinen Anteil an Asmodee übernehmen wird, seine Mitsprache dürfte also limitiert sein.

  • Ja, Asmodee Spiele sind zum Teil teuer, Dixit (Spiel des Jahres 20husthusthust) und Werwölfe sind im Vergleich zu anderen Brett/Kartenspielen aber im Preis normal.
    Wenn der Inhalt (wie bei Zombiecid zum Beispiel) es rechtfertigt, bin ich eher geneigt, das Geld auszugeben, als bei irgendwelchen „Starterboxen“ die eigentlich nicht spielfertig sind…

  • Bleibt zu hoffen das sich der Heidelbär mit Asmodee einigen kann. Sonst könnte die Luft für den Heidelbär dünn werden, denn momentan kommen einige gut laufende Spiele vom Heidelbär ursprünglich von Fatasy Flight Games.

    • Eine Einigung mit Asmodee ist nicht von Nöten, da es langfristige Verträge zwischen FFG und HDS gibt, deren Existenz Asmodee sowohl bekannt, als auch nicht angezweifelt wird.

      • Stimmt, kurzfristig ändert sich nichts. Doch denke ich, dass der FFG Lizenzvertrag zeitlich limitiert ist.

        Und dann wird schon die Frage aufkommen, wenn ein eigener Vertrieb und ein eigenes Team da ist, wieso den Vertrieb im deutschsprachigen Raum über den Bären laufen zu lassen.

        Ich will kein Schwarzmalerei sein, doch ist jetzt der Heidelberg Verlag gefordert, sich als strategischer Partner unverzichtbar zu machen, respektive eine Exit-Strategie im Geheimen zu überlegen.

      • Ich hätte nicht unbedingt was dagegen wenn mehr der FFG Spiele über Asmodee laufen würden. Der Bär war nie interessiert bei uns community events zu veranstalten…wohl zu klein. Asmodee hatte damit kein Problem, genau wie Pegasus. Also: ich erhoffe mir mehr Demo-events (= mehr Spieler, mehr Spass, mehr Käufer)

      • @ beloq

        Wenn du aufmerksam meinen Post durchgelesen hattest, wäre dir aufgefallen, dass ich die Befristung Vermute und offensichtliche Schlüsse ziehe.

        Mit keiner Silbe habe ich Insider wissen bekundet noch angedeutet, welches zu haben.

      • @ beloq

        Also darf Heidelberg bis ins Jahr 2942 alle Produkte von FFG auf Deutsch herausbringen und hat alle Rechte daraus.

        Die Rechtsabteilung von FFG muss die inkompetenteste der Welt sein.

      • Und du dass ich immer gesagt habe, kurzfristig ändert sich nichts.

        Anscheinend bist du ja ganz informiert, dann bitte lass auch mal etwas an „echten“ Informationen fallen.

      • Wieso sollte ich? Tequilla hat doch schon das Wichtige geschrieben und der Rest steht in den offiziellen Verlautbarungen.

  • In jedem Fall ist Asmodee ein deutlich professionellerer Partner, was die Qualität Ihrer Spiele betrifft. Ich denke auch das dies die Verfügbarkeit der deutschen Spiele erhöht.

  • @Yama

    Das HDS bei euch anscheinend keine Communityevents macht, liegt wohl eher daran, das diese in den Flagshipstores stattfinden, bis auf die Storechampionships, an denen jeder Laden teilnehmen kann, der sich dafür anmeldet/bewirbt.

    Das hat NICHTS mit der Größe des Ladens zu tun

  • @Tequilla,
    dies bedeutet aber, das es in Gegenden wo Heidelberger Spiele keinen flagship store gibt, es auch keine community events gibt.

    Keine befriedigende Lösung.
    Anstatt es am Laden fest zu machen, wäre es doch besser, wenn es Spieler gibt, bei denen sicher ist, das sie das Spiel gut rüberbringen können, und diese präsentieren es in bestimmten Läden etc.

    US Verlage im Bereich, Brettspiel, Rollenspiel und Tabletop haben deswegen oft quasi Leute rekrutiert, die das gegen kleine Kompensation und Sachleistungen für sie machen, quasi eine Art STreet team.
    Denn in den USA sind die Distanzen ja noch größer und für einen Flagship store muss man da teils tausende meilen fahren (manche Marken haben zb sogar zwischen Ost und WEstküste keinen Einzigen Flagship store)

  • DAS HDS Flagshipsystem ist aber schon relativ flächendeckend, wir reden von fast 100 Läden allein in Deutschland.

    Dazu kommt, das diese Eventsets mit Kosten verbunden sind, die die Läden zu tragen haben. HDS will aber verhindern, das diese Sets „einfach so“ weiterverkauft werden. Zumindest bei den deutschen Kits kann das durch die rigide Abgabepolitik gewährleistet werden. Dafür sind die nämlich nicht da. Bei den Shops hat man eine Handhabe, bei Privatleuten oder „normalen“ Shops nur sehr beschränkt.

    Supporter haben wir ja, allerdings sind die auch nicht flächendeckend in Deutschland vertreten, da gibt es in der Tat noch Aufholbedarf,

  • Vielleicht schafft Asmodee ja eine Zeitnahe übersetzung der FFG Spiele. Bei Heidelberger muss man ja immer auf einen zweiten Printrun seitens FFG warten….

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