von BK-Thorsten | 30.09.2013 | eingestellt unter: Infinity, Reviews, Terrain / Gelände

Review: MAS District 5 Objective Room

Mittlerweile hat die District-5-HDF-Gebäudereihe von Micro Art Studio einen gewissen Umfang erreicht. Grund genug, einiges davon genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir eröffnen mit dem Objective Room.

Die District-5-Reihe trägt den Stempel „Designed for Infinity“ und so wundert es wenig, dass der Objective Room primär für die Szenarien aus dem Paradiso Kampagnenband entworfen wurde. Das hat auch einige Folgen, dazu später mehr.

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Neben vier gelaserten HDF-Platten enthält der Bausatz einige Teile aus Acryl. Wer sich schon immer gefragt hat, wo Micro Art Studio diese versteckt hält (nimmt man im Laden ein originalverpacktes Exemplar in die Hand sind diese nicht zu erfühlen), hier die Auflösung:

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Wie bei den Bausätzen dieser Reihe üblich beginnt alles mit einer Wand. Die Wände des Objective Room sind höher als die der anderen Gebäude, was dadurch erzielt wird dass sie zweiteilig sind. Das ist an sich nicht weiter schlimm, vor allem weil man es am Ende von außen nicht mehr sieht, aber es verwundert doch ein wenig warum man nicht die Wände als ganzes Einzelstück gelasert hat.

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Beim Montieren der Wände fällt es dann auch zum ersten Mal auf: Etwas hat sich seit den ersten Bausätzen geändert. Wer sich noch an die Holo Adds oder die erste Version des District 5 Apartment Building erinnert kennt die damalige Problematik, dass man die Einzelteile am liebsten mit einem Hammer zusammengeprügelt hätte, da es fast unmöglich war diese zusammenzustecken. Das empfindliche Material ist dabei auch gerne mal abgebrochen. Mit etwas Zeit, Geduld, sanfter Gewaltanwendung und viel fluchen war es aber dann doch möglich und ein kleben der meisten Teile war schlichtweg nicht notwendig. Denn saßen diese Teile erst einmal da, wo sie hin sollten war ein Rückbau ein Ding der Unmöglichkeit. Micro Art Studio haben darauf reagiert und das District 5 Apartment Building in einer neuen Version aufgelegt. Zusätzlich wurde das Ganze auch bei zukünftigen Bausätzen berücksichtigt. Die Teile lassen sich nun also einfacher stecken, dafür benötigt man nun zwingend Kleber damit das Gebäude hält.

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Da wir also quasi Zwangspausen verordnet bekommen, empfiehlt es sich zunächst nur die Teile für die 4 Wände aus dem Rahmen zu lösen und zusammenzukleben. Während diese trocknen bleibt genug Zeit sich um den Rest zu kümmern. Beim Herauslösen sei noch auf etwas hingewiesen: Es steht zwar sowieso in der mitgelieferten Anleitung, aber es empfiehlt sich wirklich die kleinen Ankerpunkte der gelaserten Teile mit einem Cuttermesser auf der Rückseite anzuritzen bevor man sie vorsichtig aus dem Rahmen bricht. Tut man dies nicht kann es passieren, dass die Teile ausfransen und sich kleinere Schichten des Materials lösen. Diese Stellen kann man hinterher mit der Feile bearbeiten.

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Sind alle Teile herausgelöst und bei der Gelegenheit auch gleich die Türen in ihre Bases geklebt folgt das Anbringen der jeweils 6 Eckklammern an zwei der Wände. Ob man nun die mit den großen oder die mit den kleinen Türen nimmt ist dabei egal, es sollte sich aber um zwei Wände handeln, die sich später gegenüber liegen. Danach empfiehlt sich eine weitere kurze Pause um dem Kleber etwas Zeit zu geben und die Kaffeetasse aufzufüllen.

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Nun verbindet man eine der Wände mit den Klammern mit den beiden ohne Klammern. Wer schon einmal ein District-5-Gebäude gebaut hat weiß, was als nächstes kommt: Sind die drei Wände montiert wird vorsichtig die Bodenplatte in diese eingepasst. Beim Objective Room hat sich Micro Art Studio Mühe mit dem Design gegeben und eine passende und detaillierte Bodenplatte gestaltet.

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Direkt die vierte Wand hinzufügen und zur besseren Stabilisierung gleich die Kopf- und Fußleisten der Wände hinterher. Ein wenig Kleber und einige Klammern später wird der Basteltisch von einem  eigenartigen Ungetüm beherrscht und bevor man zu lange darüber nachgrübelt, was es eigentlich darstellen soll geht man besser noch einmal zur Kaffeemaschine während der Kleber ein wenig trocknet.

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Am Ende fehlen eigentlich nur noch Details: Hier eine kleine Zierleiste, dort ein Acryl-Element. Dummerweise halten die Acrylteile nicht wirklich gut (sieht man von den 4 in den Ecken ab). Eventuell verbessert sich das, sobald das Gebäude bemalt ist, wenn man hinterher die Elemente wieder hineinklickst und noch Farbe dazwischen ist.

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Und hier wären wir bei den „Folgen“ der Infinitykampagne: Ein Dach für den Raum gibt es nicht. Denn in den Missionen, in denen der Raum vorkommt wird er schlichtweg als „unendlich hoch“ definiert. Was aber wenn man das Gebäude „einfach so“ nutzen möchte? Ein herumliegendes Dach/Boden-Set aus der District-5-Reihe später kommt die Idee. Man nehme 2 Böden, säge die überstehenden Nasen an einer Seite ab: Voilà. In der Theorie klingt das ganz gut, in die Löcher an den Rändern sollen die sowieso üblichen Ecken und diese beiden T-Stückchen sollten doch irgendwie die beiden Löcher in der Mitte, am Plattenübergang, abdecken.

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So viel zur Theorie, die Praxis schlägt zurück. Zwar passt es tatsächlich wunderbar, hat aber zwei Probleme. Das erste ist recht einfach ersichtlich: „Schnell mal was absägen“ resultiert gerne in „krumm und schief“ und so ist jeweils ein zusätzlicher kleiner Spalt entstanden. Das andere Problem ist der Mittelteil, an dem die beiden Platten aufeinander stoßen. Hier ist keine Auflage für die Dächer vorhanden und bereits leichter Druck reicht aus um aus dem Dach ein „Wippdach“ zu machen.

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Die Lösung für die Sache mit dem Spalt findet sich in der HDF-Krambox. Die Teile stammen aus einem District 5 Apartment. Es handelt sich um die Fensterteile, die man herausbrechen muss um offene Fenster zu erhalten. Und unter uns: die kleinen T-Stückchen alleine wären bestimmt sowieso viel zu fitzelig gewesen. Die Lösung für das „Wippdach“ lag sogar noch näher: einfach zwei kleine Stücke aus den Resten des Bausatzes genommen und an Ort und Stelle geklebt.

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Wir präsentieren: der Objective Room mit Dach, inklusive futuristischer Aufbauten unbekannter Funktion. Oder eine Infinity-Disko… Oder eine Infinity-Bar… Naja, irgendwas mit Hexfeldern halt. Alles mit Hexfeldern ist mehr Infinity.

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Fazit

Micro Art Studio hat mit dem Objective Room ein recht großes und schickes Geländeteil am Start, bei dem viele der früheren Probleme beseitigt wurden. Für 17,30 Euro kann sich die Größe von 20cm x 20cm x 8cm (LxBxH, Angaben des Herstellers) auch sehen lassen. Dazu kommen die sehr schicken Acrylteile. Das fehlende Dach ist allerdings ein definitives Manko, dessen man sich beim Kauf bewusst sein sollte. Um dies auszugleichen sind neben ein wenig Bastelarbeit zusätzlich 5,40 Euro für einen Satz Zusatzdächer notwendig.

Quelle: Micro Art Studio

BK-Thorsten

Brückenkopf-Online Redakteur und Tabletop Insider stv. Chefredakteur. Spielt Infinity, SAGA, Freebooter's Fate, Kings of War, Warhammer 40k, Warzone Resurrection, Dropzone Commander, Deadzone, Dreadball, X-Wing, Konflikt '47, Bolt Action, Dead Man's Hand, Dracula's America, Beyond the Gates of Antares, Dropfleet Commander, Frostgrave, Collision, Bushido, Shadespire, Aristeia! und Warpath.

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Kommentare

  • Danke für das Review. Das Gebäude steht eh auf meiner Einkaufsliste, da weiß ich zudem, auf was ich zu achten habe und wie ich das Dachproblem lösen kann 😉

  • Schönes Review.
    Aber könnte mich, als nicht Infinity Spieler, jemand darüber aufklären, was das für ein Raum sein soll und was der für einen Sinn ergibt, so „unendlich hoch“ und ohne Dach?

    • Missionsziel… Irgendwas in dem Raum suchen, hacken, reparieren, whatever.

      Unendlich hoch wahrscheinlich auch deshalb, damit keiner drauf rumkrabbelt, denn das würde schwierig wenn das der wichtigste Raum auf der Platte ist und man das Dach net wegnehmen kann weil ein Hoshi mit seiner Climbing+ Drohne drauf sitzt. Und eben um sicher zu gehen, dass die Türen tatsächlich die einzigen Zugangspunkte sind. Außerdem ist der Raum, wenn man ihn unendlich hoch definiert viel schwieriger zu verteidigen. Nehmen wir an, er wäre tatsächlich nur seine 8 cm hoch. Nun gibt es daneben einen Turm. Auf dem Turm sitzt ein Sniper. Da kommt keine Sau mehr rein, wenn der Sniper das nicht will. Es gibt zwar den Gebäudeschatten vom Raum selbst, aber das hilft dir nix, wenn du da nicht ankommst weil der Typ dich unterwegs umballert. Und wenn man jetzt die Reichweite eines Sniper Rifle von 104 Zoll (Bis 36 Zoll sogar mit Bonus) auf einem 48×48 Zoll Tisch bedenkt… Du brauchst einfach diesen Monsterblock in einem Szenario, bei dem man nur dadurch punkten kann indem man etwas in diesem Raum tut um eine gewisse Chancengleichheit zu erreichen.

      All das zusammen genommen wird man sich bei MAS gedacht haben: „Wozu dann ein Dach? Lassen wir weg, und machen den Bausatz dafür etwas günstiger.“ Immerhin wäre für ein Dach so oder so einw zusätzliche HDF-Platte erforderlich gewesen und die Anzahl der Platten fließen bei diesen Bausätzen stark in den Preis mit ein.

      • Ok, danke.
        Klingt sehr spannend.
        Haben die bezeichnungen auf dem Boden dann tatsächlich eine regeltechnische Bedeutung oder sind die optional einfach mal von MAS da reingelasert worden?

      • Infinity-Szenarien haben eine Tendenz dazu etwas komplexer auszufallen. Es gibt insgesamt 3 Szenarien von CB, die man auf der offiziellen Homepage kostenlos herunterladen kann. Diese Szenarien sind nicht im Kampagneband enthalten.

        Prisoner P-9 ist das neueste davon und erschien sozusagen als Vorgeschmack auf Campaign: Paradiso (und enthält einen jener mysteriösen Räume, der unendlich hoch ist… auch wenn die Maße nicht mit dem Raum hier überein stimmen, im Gegensatz zu den Szenarien im Buch).

        MAS hat zusätzlich noch jede enge Missionsmarker für das Kampagnenbuch heraus gebracht, das wird eine spätere Review. 🙂

        Was das mit dem Bodendesign angeht: ich meine ja. Zumindest glaube ich mich düster daran erinnern zu können, dass es Szenarien gibt, bei denen Sachen in den 4 Ecken des Raumes stehen oder in der Mitte. Aber da müsste ich al ins Buch gucken um da sicher zu sein.

  • Hi,

    Thank you for your review 🙂

    I’d like to answer two questions you asked.

    1. why there is no roof? – as you see it would take another HDF sheet to make the roof piece and this would take the price of the set above 20 euros. Corvus Belli wanted us to make it as cheap as possible
    2. why the walls are two element? – this is because they are comaptible with other District 5 products. You may use lower parts of the walls in Apartment or other sets 🙂

    Regards

    Jan

    Micro Art Studio

    • Thank you very much for your Information. As I wrote in a previous comment I already thought that including a roof would have been a significant Price increase.

      I hope you like my makeshift Roof anyway. 😉

      See you soon at Spiel Essen. 🙂

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