von BK-Christian | 06.06.2012 | eingestellt unter: Schicksalspfade

Schicksalspfade: Die Charaktere II

Michael Wischermann & Christian Trinczek verraten uns heute noch mehr Details zu den Charakteren bei Schicksalspfade.

Schicksalspfade Logo Preview

Waffen & Ausrüstung:

Im Rollenspiel setzen sich die Werte speziell im Umgang mit verschiedenen Waffen aus verschiedenen Eigenschafts- und Talenwerten zusammen. Es wäre äußerst unübersichtlich für ein Miniaturenspiel, wenn man auch nur für Waffengattungen unterschiedliche Angriffswerte anbieten würde. Wir haben dies ausprobiert, es brachte keinen Vorteil und hat unsere Playtester eher nur verwirrt. Anders herum wurden viele Fragen der Spielbalance aufgeworfen.

  • Wie lasse ich Angriffswerte, die der Charakter nicht in erster Linie benötigt, ins Punktebalancing einfließen?
  • Will ich wirklich, dass ein eigentlich nur als moderat gedachter Kämpfer durch Anlegen einer sehr starken Waffe auf einmal zur Kriegerelite gehört?
  • Wie bringe ich die Boni oder Mali einzelner Waffen auf die verschiedenen Werte in der Punktebalance unter? Abstrakt ist dies nicht möglich, denn je nach Grundcharakter erreicht man unterschiedliche Endwerte, also unterschiedliche Effektivität.
  • Geht so nicht auch die Charaktervielfalt verloren, wenn sowieso alle nur mit der optimierten Standardwaffe rumlaufen werden?
  • Ist es für ein Miniaturenspiel nicht umständlich, einen Regelwust aufzubauen, der nur erklärt, welche Waffen ein Charakter nun einsetzen darf und welche nicht, um eine Spielbalance zu gewährleisten?
  • Soll Schicksalspfade zu einem Spiel werden, bei dem der bessere Bastler gegenüber dem besseren Spieler profitiert?

Die wesentlichen Ausrüstungsmerkmale eines Charakters wie Waffen, Rüstungen und besondere Gegenstände wurden daher von uns allesamt als unveränderlich eingeordnet.

Wir haben im Feedback zu unseren Regeln auf der RPC vereinzelt aus der Ecke der Rollenspieler den Wunsch gehört, dass sie sehr gerne dieses freie Ausrüsten gehabt hätten. Wir mussten uns aus Gründen der Spielbalance, Praktikabilität & Einsteigerfreundlichkeit zunächst dagegen entscheiden. Nichtsdestotrotz sehen die geplanten Kampagnenregeln natürlich die Ergänzung der bestehenden Ausrüstung des Charakters vor. Dies kann von einfachen, einmalig anwendbaren Tränken, bis hin zu von Schmiedehand erreichter oder sogar magischer Verbesserung von Waffen und Rüstungen reichen.
Generell gilt: Es kann nicht ausgetauscht, wohl aber verbessert oder ergänzt werden.

Außerdem wird es irgendwann, wenn wir alle Regeln des Pen & Paper-Spiels umgesetzt haben, eine Publikation geben, mit der man seine Rollenspielcharaktere zu Schicksalspfade konvertieren können wird. Dies war von Anfang an Designziel des Spiels. Nur macht das eben erst später Sinn.

RPC 2012 Schicksalspfade 8

Die Kurzregeln könnt ihr euch als PDF hier herunterladen: Schicksalspfade-Kurzregeln-Vorabversion 2.0.

Schicksalspfade ist ein True-Scale 28mm Skirmishsystem welches von Ulisses-Spiele hergestellt und vertrieben wird.

Link: Schicksalspfade

BK-Christian

Chefredakteur von Brückenkopf-Online und Tabletop Insider. Seit 2002 im Hobby, erstes Tabletop Warhammer Fantasy (Dunkelelfen). Aktuelle Projekte: Primaris Space Marines, Summoners (alle Fraktionen), Deadzone/Warpath (Asterianer und Enforcer), Kings of War (Basilea und Oger), Dropfleet Commander (PHR).

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Kommentare

  • Als alter Mortheimspieler enttäuscht mich die feste Waffenwahl/Ausrüstungswahl der Charaktere. Als Rollenspieler ebenfalls. Es muss doch möglich sein die Waffengattungen einigermaßen auszubalanzieren. Dass man gewisse Eischränkungen braucht ist klar. Ein Magier sollte nicht mit 2-Händer und Platte herumlaufen können.

    Vielleicht könnt ihr ja Einsteigerregeln mit Standardausrüstung generieren, aber für Fortgeschrittene sollte eine einigermaßen freie Waffenwahl möglich sein. Stellt euch vor wie öde ein Spiel ist in dem beide Parteien eine Zwergenkrieger eine Thorwaler etc haben und beide die komplette Ausrüstung gleich haben. Ausgenommen Tränke und verbesserte Versionen der Waffen, aber für mich ist dies langweilig.

    Ich hoffe, dass gerade bei diesem Aspekt des Spieles noch Veränderungen gibt.

    • Na ja, einen Thorwaler mit 2 Degen über das Spielfeld hüpfen sehen bereitet einem bestimmt auch keine Freude.

      Eine Einschränkung bei der Waffenwahl ist mehr sehr wohl willkommen

      • Sehe ich ehrlich gesagt ähnlich. Ich hatte bei Mortheim ohnehin immer das Gefühl, dass es bei jeder Fraktion maximal 2 – 3 Waffenkombinationen gab, die sinnvoll waren. Alles andere blieb meistens den Fluffspielern vorenthalten, denen eine suboptimale Zusammenstellung egal war…

      • Es geht nicht um Thorwaler mit 2 Degen. Ich hätte gerne die Alternative zwischen einer 2- händig geführten Axt, Axt / Streitkiolben und Schild oder gar 2 Äxten.

        Gar keine Wahl zu haben ist öde. Jeder Thorwaler ist gleich bewaffnet? Am Ende gibt es nur einen offizielles Thorwalermodell, der nicht variabel in der Pose ist.
        Dann spielt jeder das gleiche unindividuelle Modell?

      • Bei Mortheim hat man so viele Möglichkeiten. Gerade wenn man mit ausbalanzierten Waffenregel spielt.

        Spiele ich Schwert Schild und leichte Rüstung (defensiv), Schwert und Keule oder gar mit dem mächtigen Zweihänder.

        Vielleicht sogar eine Pistole zum abrunden des Nahkampanführers.

        Oder doch einen Langbogen oder eine Armbrust. Gifte? Seil und Haken, Kleidung aus Seide von Cathay? Glückbringer, heilige Symbole…..

        Für mich gehört so eine Auswahl dazu, vor allem auch weil meine Rollenspieleinflüsse stark sind.

    • Mir wäre es dann deutlich lieber, diese Waffenoptionen gleich als verschiedene Modelle mit jeweils eindeutiger Einheitenkarte zu erhalten. Dann gibt es halt, um beim obigen Beispiel zu bleiben, einen Thorwaler mit Zweihandaxt, einen mit Einhandaxt und Schild und einen mit Wurfäxten.

      Ich persönlich finde es deutlich besser, da jeweils ein eigenes entsprechend bewaffnetes Modell zu erhalten, komplett so spielbar mit Einheitenkarte ohne irgendwelchen Optionsschnickschnack anstatt das ich ein generisches Thorwalermodell erhalte, das ich dann auf dem Papier unterschiedlich ausrüsten kann. Dafür gebe ich dann auch gerne mal etwas mehr Geld aus um diese unterschiedlichen Optionen mit jeweils eigenen Modellen abdecken zu können.

      In meinen Augen spricht das aber eher für eine erweiterte Miniaturenpalette mit unveränderbaren Spielwerten, als das man alles auf wenige generische Modelle beschränkt, die dann viele Ausrüstungsoptionen erhalten.

      Mordheim habe ich damals nicht sonderlich ausgiebig gespielt, aber ich habe in unserer Runde selten andere Ausrüstungskombinationen als zwei Einhandwaffen oder Fernkampfwaffen erlebt. Vielfalt auf dem Papier war zwar nett, aber größtenteils leider viel zu ineffizient.

  • So unbalanciert sind die Waffen doch gar nicht. Wenn wir mal vom Anderhalbhänder absehen, haben die meisten Waffen Vor/Nachteile bzw. sind Standardmaß.

    Wenn die Waffe mehr Schaden macht erhält man Abzug auf die Parade. Wer mit einem Schild kämpfen will, bekommt Abzug auf die Attacke. Man muss nur aufpassen, das man die Exoten unter den Waffen weg nimmt bzw. ihre Daten so ändert das es gerecht wird.

    Was ich mich eher frage ist, wie kommt man denn im Spiel an Waffen ? Bisher habe ich hier nichts drüber gelesen.

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