von BK-Thorsten | 05.07.2012 | eingestellt unter: Reviews, Warmachine / Hordes

Review: Warmachine Zorn

Die erste Warmachine Mk II Erweiterung bringt einen neuen Einheitentyp und erzählt die Geschichte der Eisernen Königreiche weiter.

 

Ja, eigentlich ist dieses Buch keine wirkliche Neuheit mehr, vor allem angesichts des nächsten Buches, Kolosse, vor der Haustür. Dennoch oder gerade deswegen wollen wir die erste Erweiterung in diesem Kurzreview beleuchten.

 

Ein nicht unwichtiger Teil einer Erweiterung bei Warmachine besteht aus der Weiterentwicklung der Geschichte. Der Hintergrund über die Eisernen Königreiche ist lebendig und die Zeit bleibt nicht stehen. Da wir aber auch nicht zu viel über die zweiteilige Story verraten wollen beschränken wir uns auf eine ganz grobe Zusammenfassung, wie man sie in der Einleitung des Buches finden kann: Basierend auf den Zuständen des letzten Erweiterungsbandes vor Mk II, Legends, kochen die Konflikte zwischen den Fraktionen wieder hoch und was sich als subtile Manöver und Überfälle eingependelt hatte eskaliert erneut zu offenem Krieg und Cygnar sieht sich von Khador, dem Protektorat und Cryx bedroht seiner dunkelsten Stunde gegenüber.

 

Die neuen Regeln von Zorn passen auf gerade mal 2 Seiten und betreffen primär das Aushängeschild dieser Erweiterung: die Kriegsmaschinen. Auf einer 120mm Base stehend sind diese gewaltigen Modelle optisch ein echter Blickfang in einer Armee. Von der Regelseite her erinnern sie an übergroße Solos. Ein einfacher Lebensbalken gibt an wie lange die Kriegsmaschine ihren Dienst wohl noch verrichten wird während ihre Größe dafür sorgt dass sie zwar besser sehen kann aber eben auch besser gesehen wird. Darüber hinaus lässt sich so eine Kriegsmaschine nicht von ein paar kümmerlichen kleinen Bäumen aufhalten (sie verfügt über die Fähigkeit Waldläufer) und ihre gewaltige Masse verhindert sozusagen „ungewollte Bewegung durch Fremdeinwirkung“ da sie unter anderem nicht gerammt oder niedergeschmettert werden kann. Wie das bei Maschinen so ist, müssen auch diese hier repariert werden um verlorene Schadenspunkte zurück zu erhalten.

Die etwas kleinere, aber ebenfalls spürbare Neuerung sind die befehlshabenden Offiziere. Davon gibt es nicht allzu viele (lediglich bei Cygnar, Khador und dem Protektorat) und es handelt sich bei ihnen um Einheitenangliederungen. Das klingt jetzt erst einmal weniger spannend, bis man erfährt dass sie ganz speziell Söldnereinheiten angegliedert werden die dann für Spielzwecke als Fraktionseinheiten gelten und von entsprechenden Fähigkeiten, Zaubern und Effekten profitieren können.

Natürlich bietet Zorn auch neue Einheiten. Jede Fraktion inklusive Söldner erhält zunächst einmal einen neuen Warcaster samt eigener Themenarmee. Dabei handelt es sich um komplett neue Profile und nicht um epischer Varianten bekannter Caster.

Bis auf die Söldner erhält jede Fraktion exakt eine Kriegsmaschine, in den jeweiligen Themenarmeen kommt das neue Prachtstück allerdings nur bei der Vergeltung von Scyrah und den Cryx vor. Bekannte Themenarmeen werden nicht aktualisiert, sieht man einmal von den Charakterwarjacks Discordia (Vergeltung von Scyrah, Rahn) und Triumph (Cygnar, Siege) ab, deren Regel Sonderzuteilung es ihnen erlaubt in einer entsprechenden Themenarmee aufgestellt zu werden. Während sich bei den meisten Fraktionen 2 oder 3 neue (Charakter-)Warjacks finden lassen hat die Vergeltung von Scyrah um einiges mehr aufgerüstet. Darunter auch 4 neue schwere Modelle, die ganz untypisch ohne Energiefeld daher kommen. Darüber hinaus beschränkt sich das Buch auf 2 bis 3 zusätzliche Neuheiten pro Fraktion die sich auf die Typen Einheiten, Solos und Einheitenangliederungen verteilen.

Eine kurze Galerie zeigt einige der neuen Miniaturen die bei Drucklegung des Buchs schon fertig waren. Hierauf folgt ein Bemalteil dessen Fokus auf den Kriegsmaschinen liegt aber auch mit der ein oder anderen interessanten Technik (verschiedene Arten Lichtquellen zu malen und unterschiedliche Verwitterungseffekte) Denkanstösse für Fortgeschrittene liefert.

Privateer Press - Warmachine - Retribution of Scyrah - Hypnos

Das deutsche Warmachine – Zorn ist ein vollfarbiges Hardcover mit ca. 176 Seiten und kostet 39,99 Euro.

In Deutschland werden die Privateer Press Produkte über Ulisses Spiele vertrieben und sind unter anderem bei unseren Partnern Fantasy Warehouse und TinBitz erhältlich.

Quelle: Privateer Press

Community-Link: page5

BK-Thorsten

Brückenkopf-Online und Tabletop Insider Redakteur. Spielt Infinity, SAGA, Freebooter's Fate, Kings of War, Warhammer 40k, Warzone Resurrection, Dropzone Commander, Deadzone, Dreadball, X-Wing und ein wenig WM/H.

Ähnliche Artikel
  • Pulp
  • Reviews

Review: Collision Unwanted Starterbox

05.10.201730
  • Pulp
  • Reviews

Review: Collision Reclaimers Starterbox

25.09.20179
  • Brettspiele
  • Reviews

Preview: Tsukuyumi – Full Moon down

21.09.201716

Kommentare

  • Vielen Dank für das Review, das spät kommt, aber wie immer sehr gut ist. Jetzt habe ich auch den entscheidenden Nutzen der befehlshabenden Offiziere verstanden. Hoffentlich bekommen die anderen Fraktionen bald ebenfalls welche.

  • Besser spät als nie. Da Buch ist ja schon seit einem Jahr erhältlich.

    Im Endeffekt kann man euch zustimmen. Ein typisches Warmachine Ergänzungsbuch, dass den Hintergrund weiterentwickelt und dabei für jede Fraktion eine handvoll neue Einheiten parat hat. Der Blickfang und Fokus liegt dabei natürlich auf den erwähnten großen Kriegsmaschinen, die ja schon im kommenden Band von den noch größeren Colossals abgelöst werden.

    Also, danke für die Kurzübersicht zum Auffrischen – leider war ich in den letzten Monaten weit weniger mit Warmachine aktiv als in den Jahren davor…

    • Die Bücher lagen mir schon eine Weile vor, aber ich bin bisher schlichtweg nicht dazu gekommen die Review zu schreiben. Und ja, es dauert nicht mehr lange und dann bekommt Warmachine bereits seine nächste Erweiterung.

      Die Frage war hier tatsächlich: Macht eine Review jetzt noch Sinn?

      Ich habe mich in diesem Fall für ein Ja entschieden und das aus mehreren Gründen, darunter auch die Tatsache, dass das Buch ja nach wie vor insofern aktuell ist dass es bei Spielen genutzt werden kann. Aber das heißt jetzt nicht, dass wir das generell so handhaben wollen, da wir immer versuchen recht zeitnah (zum Erhalt des Reviewmaterials) den Text zu veröffentlichen.

  • Tolles und gut geschriebenes Review welches es auf den Punkt bringt.
    Mich wundert nur, habe ich das Fazit überlesen oder ist es im Text versteckt?

    Ist es nun ein gutes bzw. lohnenswertes Buch, was sein Geld wert ist usw.?
    Vielleicht kann man das noch einmal separat und auf einen blick dazu formulieren!?

    Bin gespannt auf das Domination Review :)!

    • Ein Fazit zu den PP-Regelwerken ist ironischerweise deshalb schwierig, da man mehr oder minder immer das gleiche schreiben müsste. Und da möchte ich mal Ferox21 zitieren: “Ein typisches Warmachine Ergänzungsbuch…”
      PP hat in seinen Regelwerken seit dem deutschen “Vergeltung von Scyrah”-Armeebuch keine Ausreißer mehr produziert, weder nach oben noch nach unten. Wobei der gehaltene Standard deutlich im Bereich “Gut” zu suchen ist.

      Die Frage nach dem “sein Geld wert” lasse ich mal bewußt unter den Tisch fallen, da uns nur die deutsche Version zur Review vorlag und ich keine Lust auf die üblichen Kommentare habe dass das englische Softcover ja billiger wäre. 😉

      • mir persönlich ist die frage, ob das buch sein geld wert ist nicht so wichtig, aber komplett unwichtig ist sie mir auch nicht. ob der inhalt qualitativ gut ist, ist aber um so entscheidender. sind dir fehler aufgefallen? wenn ja welche? insbesondere beim review von domination/vorherrschaft würde ich die augen offenhalten, da sind einige drin! : (
        und bei 40€ für ein regelwerk erwarte ich eigentlich fehlerfreiheit (rechtschreibung ausgenommen solange diese nur sehr vereinzelt falsch ist). die regeln müssen fehlerfrei übersetzt sein und das layout muss auch stimmen (als negativ beispiel würde ich hier das primal mkii regelwerk aufführen, in dem die fraktionsseiten durchgängig im trollblütigen design gehalten sind).
        im nachhinein hab ich mich nämlich über den kauf des deutschen domination sehr geärgert und greife daher in zukunft nur noch auf die englischen sachen zurück.
        um ehrlich zu sein fehlt mir ein abschliessendes fazit in deinem review, auch wenn du da anderer meinung bist ; ) (danke fürs review)

      • Über Übersetzungsfehler kann ich keine Aussage treffen, da mir lediglich die deutschen Materialien vorliegen und davon auch lediglich das Buch.

      • ich meine auch nicht unbedingt übersetzungsfehler. eher bezog ich mich auf fehler wie die verwendung vom terror simbol und dem schriftzug “grauen”. dies sind ähnliche sonderregeln, die sich aber in wichtigen details unterscheiden. in domination ist das terror symbol durchgängig mit demschriftzug grauen belegt worden, was einfach falsch ist!!! ist dies nun der übersetzung geschuldet? keine ahnung, aber in meinen augen verliert ein regel/forces buch durch solche patzer durchaus an wert.

  • Ein Überblick über den Inhalt ist wirklich nicht verkehrt und “Geld wert oder nicht” kann man sich wirklich sparen, aber trotzdem ist mir das Review zu sehr Inhaltsangabe.

    Es muss nicht einmal Kritik geübt werden, es wäre aber zum Beispiel möglich, ein bisschen mehr auf die Implikationen einzugehen. Dass in dem Buch die Regeln für die Kriegsmaschinen stehen, kann ich sehen, wenn ich das Buch in die Hand nehme, aber verändern die Kriegsmaschinen das Spiel? Muss ich unbedingt eine haben, weil ich ohne nur noch abstinke? Taugen sie mit jedem Warcaster? Sind die Warcaster im Buch eher stark oder eher schwach, exotisch, langweilig usw.? Sind die Einheiten/Modelle interessant, belanglos, nützlich, spezialisiert usw.?

    • Nein ist es leider nicht. 🙁 Diese Fragen kann ich schlichtweg nicht beantworten, dazu fehlt mir ein entsprechender Background. Das einzige was ich machen könnte wäre irgendwelche Foren abzugrasen und fleissig zu kopieren. Und mal abgesehen davon, dass mir dazu die Zeit fehlt wäre das schlichtweg bei anderen abschreiben und sowas machen wir nicht.

      Es gibt nun dummerweise keinen in der Redaktion der über entsprechendes Wissen verfügen würde. Ganz weg lassen wollen wir die Berichterstattung über diese Systeme allerdings auch nicht, aber solange bis sich jemand findet (Werbung: http://www.brueckenkopf-online.com/?page_id=45) können wir zu diesen Fragen keine qualifizierteren Antworten schreiben.

      • Das hab ich mir gedacht und es war auch nicht böse gemeint.

        Aber eine Inhaltsangabe ist einfach nicht besonders gehaltvoll.

      • Das mag sein wie es ist, aber aktuell wäre die einzige Alternative dazu WM/H ganz weg zu lassen, zumindest die Reviews. 🙁

        Wäre dir das wirklich lieber?

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Diese Homepage verwendet Cookies, um das Nutzungserlebnis zu optimieren. Wenn Sie unsere Seite weiterhin nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen