von Dennis | 08.10.2012 | eingestellt unter: Heroische Intervention

Heroische Intervention: 15mm oder Darf es auch ein wenig mehr sein?

Da es hier um ganz persönliche Ansichten rund um das schönste Hobby der Welt geht, erheben wir natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Objektivität und Gemeingültigkeit. Ihr seid gewarnt! (Anm. der Redaktion)

„Wenn weniger, mehr ist“ oder „Darf es auch ein wenig mehr sein?“

15mm ist im historischen Bereich bereits stark vertreten. So greifen bei DBA/DBM, WRG und verglichen damit „neuerdings“ auch Field of Glory und Flames of War auf diesen Maßstab zurück.

Wo liegen die Vorteile von 15mm? Nun zum einen kommt damit auch das Gefühl einer richtigen Schlacht auf. In 28mm sieht eine stattliche Armee auch schick aus, ist aber mit ~ 100-150 Modellen und diversen Kriegsmaschinen eher ein Ausschnitt einer großen Armee oder benötigt Spieltische im Format mehrerer Tischtennisplatten (was aber scheinbar in England kein Problem zu sein scheint, wenn man einen Blick in Black Powder oder Hail Caesar wirft …).

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Vergleiche ich damit die Anfänge meiner antiken Spanier für Field of Glory, stolze annähernd 400 Miniaturen bei regulären 750 Punkten, so hatte ich selbst zu meinen besten Zeiten mit Warhammer Fantasy nicht so viele Miniaturen auf dem Tisch mit meiner Imperiumsarmee.

Soviel ist klar, die halbe Größe ermöglicht eine solide Verdopplung der Menge an aufgestellten Miniaturen. Wohlgemerkt ermöglicht nicht erzwingt. Was bedeutet diese Skalierung aber für den Spieltisch? Oben hatte ich es bereits angeschnitten. Nicht jeder hat den Platz für 2,40 x 1,20 m / 8 auf 4 Fuß Große Spieltische. Man muss mit dem Platz arbeiten, den man hat.
Nehme ich als Grundlage eine Platte, welche primär für Skirmishs und Platoonsized Spiele ausgelegt ist, bspw. 1,50 x 1,20m und würde diese mit 15mm Miniaturen statt 28mm bespielen würde sich daraus eine skalierte Spielfläche von etwa 2,80 auf 2,25m ergeben. Das sind neue, ungeahnt Freiräume.

Er hat uns jetzt die Eckdaten genannt, worauf will der gute Mann hinaus? Das sag ich euch gerne. Nicht erst seit dem ich auf der Salute und Crisis vermehrt Sci-Fi Spieltische in 15mm gesehen und es juckt mich in den Fingern, das ganze mal auszuprobieren.

Aber eben nicht mit Multibasen wie bei Field of Glory oder Flames of War. Einzelbasierte Miniaturen auf Centstücke geklebt, mehr als nur eine Handvoll Fahrzeuge und der sinnvolle Einsatz Einheiten größer als Infanterie und besonderer Truppen wie Fliegern oder Läufern / Mechs.

Regelwerke gibt es dafür mittlerweile genug, bspw. Gruntz oder Tomorrows War. Aber im Grunde lässt sich auch jedes 28mm System mit kleinen Anpassungen in 15mm „konvertieren“. Meistens ist es mit 1 Zoll = 1cm getan. So ließe sich selbst Warhammer 40.000 auch in 15mm umsetzen und man hätte auf dem Spielfeld noch „Luft zum atmen“. Schaut man sich – abgesehen von den Massearmeen – mal die gängigen Armeen an, ist die Anzahl der Einzelmodelle in einer Armee eher übersichtlich und es kommt eher der Eindruck eines größeren Scharmützels als einer wirklichen Schlacht auf.

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Was spricht nun für 15mm?

Geringerer Malaufwand. In dem Maßstab lässt sich deutlich mehr mit den simplen Techniken wie Dippen / Washes und ein wenig Trockenbürsten herausholen. Gerade Fahrzeuge sind deutlich geringerer Aufwand. Außerdem lässt sich hier mit „Batcharbeiten“ noch schneller eine Armee bemalen.

Größerer Miniaturenfundus. Klar, es gibt unzählige Miniaturenschmieden die Infanterie in 28mm anbieten, aber etwas woran gerade im 28mm Alternativsysteme /-hersteller kranken, ist die mangelnde Auswahl an Fahrzeugen. Wer bietet neben Games Workshop wirklich eine nennenswerte Auswahl an Panzern usw.? Es gibt hier und da eine Handvoll Anbieter, aber häufig von nicht zufriedenstellender Qualität oder horrendem Preis. In 15mm gibt es unzählige Anbieter, zu Mal durch den etwa 1:100 Maßstab auch noch zahlreiche Spielzeuge und andere Bausätze in Frage kommen da hier die Maßstabsschwankungen nicht so stark ins Gewicht fallen wie bei 28-32mm.
Ergänzend sind hier noch zwei Punkte zu nennen. Qualitätsschwankungen des Miniaturendesigns sind in diesem Maßstab nicht so gravierend, da es bei den kleineren Modellen nicht so ins Gewicht fällt. Und das Verwenden von historischen Miniaturen ist einfacher, da man sich auch mit Weltkriegsinfanterie in anderem Farbschema eine Space-Sci-Fi Armee ausheben kann, aber nicht direkt so stark ins Auge springt das sind Lila bemalte US Marines.

Natürlich auch der Kostenpunkt. Eine Armee in 28mm kostet mit Fahrzeugen und verschiedenen Auswahlen gerne mehrere Hundert Euro, egal ob es nun Bolt Action, Warmachine oder Warhammer 40.000 ist. Mit einem Budget von 50 – 100 Euro erhält man in 15mm eine beachtliche Anzahl an Infanterie, Fahrzeugen, Fliegern usw.

Mehr und mehr Plastikbausätze. Neben Plastic Soldier Company gibt es weitere Anbieter für Plastikbausätze in dem Maßstab, wodurch es nicht nur günstiger sondern auch einfacher wird, größere Armeen auszuheben. Vor allem was die Fahrzeuge angeht gibt es hier mit Zvezda, PSC und Co. diverse Anbieter. Toll auch, bei 2-3 Euro pro Fahrzeug können sich verrückte Ideen oder ausgefallene Umbauten auch eher umsetzen und testen lassen, als bei dem 10x Preis.

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Gelände. Häufig wird bemängelt, dass man für andere Systeme extra Gelände benötigt, was die Kosten in die Höhe treibt. In diesem Maßstab gibt es zahlreiche Möglichkeiten, beispielsweise aus dem Modellbau und –bahnbereich sich zu bedienen. Auf dem Flohmarkt ein paar Eisenbahngebäude geschossen oder die vorbemalten Battlefield in a Box Sachen und es kann los gehen. Außerdem lassen sich hier Wracks und ähnliches auch kostengünstiger darstellen.

Interesse geweckt? Schön! Was ist nun der nächste Schritt? Nun, ich für meinen Teil freue mich bereits auf die Crisis in Antwerpen, um mich mit Ground Zero Games und Critical Mass Games einzudecken. Ein paar der neuen Söldnerschiffe aus Firestorm als Schwebepanzer dabei, hier und da noch das eine oder andere aus dem Toysrus und es kann los gehen.

Wer weitere visuelle Anreize benötigt, findet diese hier;

Gruntz

Iron Worker Miniatures

Imitation of Life

Inrepose @ FlickR

Canister and Grape – Gruntz Battle Report

Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/

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Kommentare

  • Mir geht es da ähnlich wie dir. Ich bin auch der Meinung, dass sowohl 40k als auch Fantasy in einem kleineren Maßstab besser funktionieren würden.
    Ich für meinen Teil waqrte voller Vorfreude auf Firestorm Invasion: Conquest.

    Zum Glück hat die Idee: kleinerer Maßstab = besser auch in meiner Spielrunde Fuß gefasst.

      • Das weiß ich, ich halte auch beide für bessere Spiele als ihre größeren Pendants, sind beide aber noch kleiner als 15mm. Die momentane Ausrichtung sowohl von 40k als auch Fantasy mit immer mehr Figuren und gewaltigeren Monstern/Panzern etc. halte ich aber ebenfalls nicht für 28mm ausgelegt.

    • Bessere Spiele, ja. WH40K kann auch mit Epic: Armegeddon nicht mithalten, wenn es rein um die Regeln geht.

      Aber das Spiel sind nicht die Regeln. Für eine große Mehrheit sind einfach die Minis wichtiger (Eye Candy!).

      • Studio McVey ist ein Spiel? 😛

        Ich verstehe schon, worauf du hinaus willst. Mein Punkt war einfach nur, dass meiner Erfahrung nach die meisten Spieler zu 28mm tendieren anstatt zu 15/10/6mm, auch wenn ich persönlich diesen Maßstäben viel abgewinnen kann. Und auch ich bemale inzwischen viel lieber so große Minis, weil man da ungleich mehr gestalterische Möglichkeiten hat.

        PS: Geschmäcker sind verschieden; ich bezweifle, dass du bei einer durchschnittlichen und zufälligen Auswahl an Tabletoppern eine Mehrheit für die zwei genannten Miniaturenschmieden bekommen würdest 😉

  • Für mich wäre so ein kleiner Maßstab nichts. Erstens spiele ich Skirmisher, und die funktionieren in 28mm meiner Meinung nach deutlich besser, und zum anderen würde mir der malerische Anspruch fehlen.

    Das ist einfach Geschmackssache.

  • Ich muss für 15mm auch eine Lanze brechen. Spiele jetzt seit 2 Jahren Field of Glory als Nebensystem und bin sehr zufrieden damit. Der Schwerpunkt liegt halt einfach deutlich auf der Strategie und weniger beim Sammeln. In Sachen Ästhetik bieten die 28mm Formate schon mehr. Aber wer angesichts der aktuellen WH Fantasy Regeln ein wenig frustriert ist, dem empfehle ich, auf ein historisches 15mm System umzusteigen. Für mich hat es sich gelohnt.

  • Wie immer bei der Frage nach Maßstäben und noch vor den Argumenten für und wider: Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.
    Schön bemalen kann man die Figuren sicherlich: http://tinysolitarysoldiers.blogspot.de/
    Aber vor Qualitätsschwankungen ist der Maßstab auch nicht gefeit. Im historischen Bereich gibt es sie. Im SciFi Bereich bin ich ihnen auch schon begegnet, was Gußqualität angeht. Und das leidige Thema Material der Fahrzeuge und das Alter der Figuren/Fahrzeuge zählt gibt es bei 15mm wohl in allen Bereichen.

  • Angefixt bin ich schon irgendwie. Ähnlich wie damals, als ein Bekannter von mir mit 10mm Figuren für sein Fantasydungeonhack angefangen hat. Es sieht geil aus und es ist auch schön günstig, aber da ich noch mehr “Baustellen” offen und ohnehin keine Zeit habe, fällt der Gedanke daran einfach flach. Leider.
    Aber im Moment ist da nichts zu machen.

  • meiner Meinung nach gibt es nicht den Ultimativen Maßstab. Ich selbst spiele Spiele in 15mm und 28mm.
    Aber nicht ohne grund nennen Engländer 28mm “God Scale”, denn dies ist vom “Tisch – Augen – Abstand” die größe welche besten Optisch Ausschaut und dennoch eine “Schlacht” representiert.
    Jedoch funktioniert dieses nur mit einer Anpassung des Spielfeldes, ansonnsten ist es wie bei GW wo jeder 1,20 mal 1,80 Spieltisch einfach nur mit unglaublichen Massen vollgerümpelt wird!

    • “[…],denn dies ist vom “Tisch – Augen – Abstand” die größe welche besten Optisch Ausschaut und dennoch eine “Schlacht” representiert.”

      Ist das nicht auch Geschmackssache? Eigentlich sieht doch, bei gleicher Tischgröße, jeder kleinere Maßstab (mit mehr Figuren) mehr nach Schlacht aus. Ich fand z.B. auf der Tactica die 10mm Präsentationen als Massenschlacht schicker, als die in 28mm, weils nach “mehr” aussah, nach mehr Gewimmel und Schlachtenfeeling.

  • Finde 15er auch klasse, aber was die “einfache Übertragbarkeit” von z.B. 40k auf 15 mm betrifft, so ist diese mE eine Illusion.
    Zoll = Zentimeter klingt erst mal simpel, doch das Problem ist das Balancing, Größere Distanzen bedeuten, dass Waffen und Einheiten mit hoher Reichweite massiv bevorteilt sind. Wir haben früher z.B. oft 40k mit Epic-Minis gespielt und es lief immer auf Artillerieduelle und Langstreckengefechte mit semieffektiven Schocktruppen-Einmischungen hinaus, denn wer “shooty” spielt, der stellt ganz hinten auf – was in diesem Fall wirklich enorm weit hinten bedeuten kann. Limitiere ich aber die Aufstellungszonen nach hinten hin auf das übliche Maß, kann ich auch gleich beim alten Maßstab bleiben.

    Mein Eindruck nach gut 10 Spielen war durchwachsen. Es fühlte sich “realistischer” an, war aber schnell ziemlich langweilig.

    Mein Fazit: Wer 15 mm will, der sollte auch ein dafür ausgelegtes System spielen. Mit selbigem macht es aber viel Spaß, vor allem historisch.

      • Eher nicht, fürchte ich.

        Hier gilt das gleiche wie bei der Möglichkeit der verkürzten Aufstellungszonen: Wenn ich das Gelände so zustelle, dass das Spiel aus vielen Zügen Annäherung von Deckung zu Deckung und abschließendem Kurzstreckengefecht besteht, dann negiere ich alle Vorteile (realistischere Distanzen etc.), die ich durch den veränderten Maßstab gewinne und kann eigentlich auch gleich beim Original bleiben.

      • Wenn man 40k mit Epic-Minis spielen ist schon ein ziemliche großer Unterschied im Maßstab. Es kann klappen aber vor allem die Bewegungsgeschwindigkeit von Fahrzeugen müßte man anpassen.

        Daß Schußwaffen bei mehr Platz auf dem Tisch dominieren finde ich für Science Fiction sogar sehr passend. Mir persönlich ist zB 40k viel zu Nahkampf lastig. Aber das ist auch eher Science Fantasy.

      • 40K ist Fantasy in Space und hat mit Science Fiction so gut wie nichts zu tun.
        Schließlich wird ausdrücklich die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit, die im Mittelpunkt der klassischen Science Fiction steht, augeklammert und stattdessen funktioniert alles, indem die Leute zu den Maschinengeistern beten, d. h. durch Magie.

  • Schöner Artikel- bitte mehr davon! :)))
    Hab auch vor nem Jahr angefangen 1/72-Modelle zu sammeln/bemalen (nur bislang eher Modern War- in 28mm kann man das ja vergessen^^).
    Für größere Gefechte finde ich den Maßstab wesentlich praktischer als 28mm, gerade wegen dem Platzbedarf. 😉

  • Bin mittlerweile auch ein Fan von 15mm. Es bietet mit dezidierten Systemen ein anderes Spielgefühl als z.B. Wh Fantasy. Missen möchte ich beides nicht, da wiederum in 28mm man mit den Modellen optisch mehr machen kann und das auch entsprechend rüberkommt.

  • Mit 15mm bin ich nie so richtig warm geworden. Entweder bevorzuge ich größere Maßstäbe (28mm und 1:72) oder kleinere (6mm). Das ist aber eine persönliche Einstellung und ich habe nichts dagegen, mir eine schick bemalte Armee in dem Maßstab anzusehen.
    Meine Ablehnung kann natürlich auch zum Teil daran liegen, dass 15mm beim Händler vor Ort normalerweise schlechter zu bekommen ist. Neben Plastic Soldier Company und Battlefront (und WW2 habe ich schon in 1:72 und 28mm) könnte ich nur noch Corvus Belli problemlos bei meinem LGS erhalten und da ist die Auswahl an Fraktionen für die mich interessierenden Zeiträume leider suboptimal, weswegen wir uns für FoG (Zeit der Punischen Kriege) auf 1:72 geeinigt haben.

  • Möchte auch den Artikel hervorheben! Schön geschrieben. Vorallem gefällt mir die Dichte der Interventionen in letzter Zeit sehr gut . Auch schön, wie auf unterschiedliche Sichtweisen in einer anderen Intervention Bezug genommen wird.

    Prinzipiell finde ich Maßstäbe eine tolle Sache. Jeder bietet eigene Vorteile und Herausforderungen. 15mm stellt eine tolle Symbiose zwischen Schön und finanzieller Realisierbarkeit dar (für mich) und ich verfolge gespannt die Entwicklung auf dem Markt, momentan passiert da ja wirklich unheimlich viel :D.

  • Für mich sind die Vorteile eines 15mm-Systems folgende:

    Realere Darstellungsmöglichkeit von Waffen- und Einheitenwerten. Durch das mehr von Fläche werden verschiedene Figurentypen a´la Infanterie, Kavallerie und Artillerie realistischer dargestellt und Missionen abwechslungsreicher. Dadurch verzahnen sich auch die Interaktionen der Waffengattungen schöner. Auf zu kleinem Gelände (durch zu großen Bezugsmaßstab) mutieren Schlachtensysteme sonst schnell zu langweiligen Shootouts. Das führt dann zu langweiligen Würfelorgien, deren taktische Tiefe oft auf das Schreiben einer bärtigen Liste begrenzt bleibt.und führt damit auch zu Würfelfrust. 15mm ist preiswerter verfügbar wie Modelle durch vorhandene 28mm-Anbieter. Gelände hat eine höhere taktische Bedeutung, ist gut zu verstauen und kann leichter transportiert werden. Einheiten sind aus der üblichen Blickentfernung von 1 Meter immer noch optisch gut unterscheidbar.

    Ich meine, wer Skirmish mit wenigen Figuren spielt und die Einzelfigur im Vordergrund des Geschehens sieht, ist mit 28mm besser beraten. Der findet dann auch mehr Bastelelemente und kann feinere Details bemalen. 15mm taugt besser für Leute, die ein Strategiespiel suchen und in den Figuren eher Spielsteine dafür sehen. Dafür werden sie mit größeren Schlachtenszenarien und der Möglichkeit nach einer höheren taktischen Tiefe belohnt.

    Natürlich ist das meine persönliche Meinung und die von Anderen kann sich davon unterscheiden.

  • Ich fände ja 15mm Skirmisher klasse. Einfach mal so auf einer 45x45cm Platte zu spielen hätte schon was. Oder eine große Platte mit richtig viel Story. Scharmützel im Wald und dann geht´s hoch auf die Burg, die von der anderen Seite schon per Schiffe beharkt wird oder so.

  • Ich hab meine Rollenspielminis von 28 auf 10mm umgestellt.
    Unglaublich, was ich da für 60 Euro an Kram bekommen habe.
    Sie sind schnell angemalt und es stört mich nicht, wenn sie im Spielbetrieb ruppig behandelt werden.
    Das war im übrigen mein Hauptgrund, weil ich für Nicht-Maler Spielleitere, die einfach nicht einschätzen können, wieviel Arbeit in den Figuren steckt.
    ungeplanter aber großartiger Nebeneffekt: die vorhandenen Dungeon Teile aus Hirst Arts Steinen, sehen riesig aus 🙂

  • Ich wil der Anmerkung “geringerer Malaufwand” widersprechen. Mehr Miniaturen auf kleiner Größe entspricht mit ziemlicher Sicherheit weniger Miniaturen in größerer Größe.

    Das Argument, dass die Modelle mit einfacheren Techniken besser aussehen, lässt sich tragen, denn man sieht die Miniaturen meist nicht aus der Nähe. Wer aber mal einen genaueren Blick draufwirft, wird feststellen, dass die Armee dennoch besser ausgesehen hätte, wenn man MEHR Aufwand investiert hätte.

    Das gleiche Argument gilt auch für größere Figuren – was erwartet man denn schon qualitativ, wenn man nicht bereit ist, sich ein wenig Mühe zu geben.

    • Der Einwand ist berechtigt.
      In meinem Fall: Rollenspielminis, war die Anzahl benötigter Miniaturen allerdings vorher klar. Die in 28mm anzuschaffen wäre teurer und aufwändiger zu bemalen.
      Aber einen Haken hat diese Logik natürlich, wenn man schon jede Menge 28mm Minis hatte ^^

      Trotzdem, man könnte eben auch eine Runde 40k mit epic Minis spielen und 1500 Punkte auf einem Schachbrett großen Feld gegeneinander antreten lassen. Reisewarhammer quasi. Warum nicht.

    • “Das Argument, dass die Modelle mit einfacheren Techniken besser aussehen, lässt sich tragen, denn man sieht die Miniaturen meist nicht aus der Nähe. Wer aber mal einen genaueren Blick draufwirft, wird feststellen, dass die Armee dennoch besser ausgesehen hätte, wenn man MEHR Aufwand investiert hätte.”

      Ist doch die alte Frage von Aufwand und nutzen. Wer schaut sich seine 15mm schon aus der Nähe an? Es soll auf dem Tisch gut wirken, das ist doch der Maßstab. Alles darüber hinaus ist Perfektionismus, den man nur für sich selbst macht. Meiner Meinung nach auch das Problem bei 28mm-Massensystemen. Viele halten sich zu sehr an der einzelnen Mini auf – die sieht dann zwar schick aus, geht aber sowieso im Regiment unter und sorgt oft dafür, dass nur wenige Miniaturen bemalt werden. Das führt dazu, dass der gesamte optische Eindruck mehr als leidet. Deswegen dippe ich z. B. meine Minis mittlerweile – idealer Aufwand-Nutzen-Effekt für meine(!) Ansprüche.

      • Kann man schön unterschreiben. Lieber ne bemalte 15mm-Armee, gedippt und schnell drübergebürstet, anstatt 20 Figuren in Meisterklasseoptik inmitten von hundert Silberfischen, dazu noch weitere 50 grundierte. DAS sieht dann wirklich armselig am Tisch aus. Leider ist das oft der Standard.

      • Deswegen habe ich mich von den Massensystemen verabschiedet und bin zu Skirmishern gewechselt. Da kann ich die Minis in dem Anspruch bemalen, den ich will und leisten kann und werde nicht wahnsinnig, wenn ich mir ausrechne, wann meine Armee fertig bemalt sein wird.

      • Also, auch bei Massensystemen im 28mm-Bereich, spiele ich einfach immer nur mit dem, was bemalt ist. Neben der Grundierung ist nie eine Farbe mehr als dreischichtig bemalt und es werden immer 5 Modelle zusammen bemalt. Aus der Nähe betrachtet sind meine Modelle okay, aber nichts, was man besonders hervorheben kann. Dafür macht sie als Armee einiges her. Das geht also auch mit dem Maßstab. Man braucht nur wesentlich länger. Wenn ich überlege, wie viel ich gemalt habe, als ich noch einen Halbtagsjob hatte, muss ich sagen, dass man schon eher Schüler oder einfach verdammt schnell sein muss, wenn man nicht ein Jahr warten will, bis man ans Spielen kommt.

        Im 15-mm-Bereich habe ich bisher nur eine Armee für DBA bemalt, kann das also nicht wirklich einschätzen. Da sind es halt nur 12 Elemente.

  • Danke für den Artikel! Persönlich fühle ich mich bei 28 mm wohler, aber wohl mehr, weil mir das Basteln/Malen gefällt. Rein fürs Spiel gebe ich Dir Recht, da ist auf 15 mm einfach mehr drin.

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