von BK-Carsten | 05.10.2010 | eingestellt unter: Reviews

Review: Pardulon Betonunterstand

Ein sicherer Zufluchtsort in den Wirren postapokalyptischer Welten?
Wir haben uns Pardulons Betonunterstand mal genauer angesehen.

PardulonBetonunterstandProduktbild

Verpackt ist der aus sechs Teilen bestehende Bausatz eher schlicht. Aber wozu eine aufwändige Verpackung , wenn das Produkt nicht in einem Ladenregal um Käufer buhlen muss? Da genügen auch Zip-Beutel.

Pardulon-Unterstand-Verpackt

Der Unterstand ist, wie alle Modelle von Pardulon, aus Resin gegossen. Er besteht aus vier Wänden, dem Dach und einer Tür. Eine Wand hat zwei vergitterte Fensteröffnungen, eine besitzt eine Aussparung für die Tür und die beiden übrigen haben Lüftungslamellen. Die Lüftungen sind leider nur auf der Außenseite modelliert.
Ansonsten sind die Wände und die Tür beidseitig gestaltet. Die Betonstruktur kommt realistisch rüber und passt gut zu postapokalyptischen Szenarien.

Pardulon-Unterstand-Einzelteile

Die Gussqualität weist leider Mängel auf. Gussblasen kommen bei Resin leider häufig vor, doch gerade zum Fuß der Wände hin sind die Blasenansammlungen sehr groß und machen die Wände in dem Bereich instabil. Beim Entgraten sind mir einige Stellen ausgerochen.
Die Tür weist leider auch größere Blasenlöcher auf.
Wenn ihr derartig große Gussfehler habt könnt ihr euch aber an Pardulon wenden und die Teile umtauschen.

Pardulon-Unterstand-Detail2 Pardulon-Unterstand-Detail1 Pardulon-Unterstand-DetailTür

Die Passgenauigkeit ist ok. Die Wände sind leider nicht alle ganz gleichmäßig gegossen. Als ich die Wände an den Ecken zusammen geklebt hatte fiel mir auf, das sie teilweise einen leichten Verzug aufweisen. Wenn man vorher daran denkt kann man das überprüfen indem man die Wände einfach auf eine Glatte Oberfläche stellt und gegebenenfalls durch erwärmen die Teile wieder in Form bringt. Oder man klebt sie zusammen und bessert die Lücken nachträglich mit etwas Modelliermasse aus.
Ein weiteres Problem ist, dass die Wände nicht alle exakt gleich hoch sind. Will man das Gebäude kippelfrei haben, müssen diese noch auf das gleiche Maß geschliffen werden.
Tür und Rahmen haben ein recht großes Spaltmaß, das aber vertretbar ist da dadurch die Tür frei positioniert werden kann.
Die Wände haben keine festgelegten Klebestellen. Dadurch ist es möglich aus mehreren Unterständen ein größeres Gebäude zu bauen.

Pardulon-Unterstand-Komplett Pardulon-Unterstand-Komplett2 Pardulon-Unterstand-Komplett3

Fazit:

Der Preis von 18 Euro für ein Resin Gebäude mit bespielbaren Innenraum, bewegt sich im Mittelfeld der Preisskala. Nur bei der Gussqualität muss man leider einige Abstriche machen. Obwohl man bei Geländestücken nicht unbedingt einen so sauberen Guss wie bei Miniaturen verlangt, sind die Ansammlungen der Luftblasen gerade im unteren Bereich der Wände etwas zu hoch um darüber hinwegzusehen.
Optik und Größe stimmen. 28mm Figuren passen hervorragend rein. Die Einfachheit macht den Betonunterstand zu einer interessanten Ergänzung von postapokalyptischen Spieltischen oder Pulp Szenarios in heruntergekommenen Gegenden. Für Hitech SciFi wirkt das Gebäude für mich aber etwas zu antiquiert.

Link: Pardulon

BK-Carsten

Carsten, Brückenkopf Redakteur. Im Hobby seit Adam und Eva. Erstes Tabletop: Warhammer 6. Ed. Aktuelle Projekte: Blood Bowl, Pulp, Fantasy Skirmisher..., Malen und Modellieren

Ähnliche Artikel
  • Reviews
  • Science-Fiction

Review: Homo Inhumanis Brute Raider

18.11.20176
  • Reviews
  • Science-Fiction

Review: Black Earth UEF Ranger

15.11.20177
  • Fantasy
  • Reviews

Preview-Review: Joan of Arc Miniaturen

09.11.201747

Kommentare

  • Ich finde 18€ für das Teil schon ziemlich happig.
    So schlicht, wie es ist, könnte man was vergleichbares doch innerhalb von Minuten aus Pappe oder Plasticard zusammenleimen.

  • Also wenn man mal ganz ehrlich ist sind die Luftlöcher nicht nur im unterem Bereich!! Auf den Bildern sieht man die überal.

    Das kann man doch nicht verkaufen. Sicher bei resin gibt es schon mal löcher, nicht mal FW bekommt das mit ihren Maschienen hin aber das was man da sieht ist Schrott!

    • Dir ist aber schon klar, dass die Wände eine Struktur besitzen innerhalb derer kleine Löcher vorkommen, wie das bei Betonwänden (und um selbige geht es hier ja) üblich ist, und die demnach auch zu einem Teil gewollt sein könnten?

      • Richtig, ich weiss nicht, ob die Loecher gewollt sind, aber bemalt wird das keinem mehr grossartig auffallen.

      • mmhhh is klar und bei metal ist das Rost und bei Holz, Holzwürmer 😉

        Sie dir doch mal die tür genau an! Fats jded Niete hat ein Loch sowie unter dem Schlüßelloch.

        Versthe mich nicht falsch ich habe früher als es die fantasy Reihe noch gab einige Sachen bei Pardulon gekauft aber das ist wirklich nicht vertretbar

      • Achso, du beziehst dich auf die Tür. Aha.

        Dennoch bleibt deine “Kritik” unnötig überzogen und da du mir offensichtlich nicht glaubst, das Beton Löcher hat, bitte geh hinaus in die Welt und schau dir Betonwände an, die wie hier dargestellt nicht geschliffen und nachbehandelt sind.

        Aber zurück zur Tür. Ja, die ist mies gegossen und ich würde die zum Umtauschen einschicken. Meine bisherigen Geländeteile von Pardulon sehen um einiges besser gegossen aus. Ansonsten stimme ich aber mit dem Author der Review überein. Das heißt nicht, dass ich blind bin oder behaupten will die Gussqualität sei der Oberhammer schlechthin.

        Bloß wenn ich die ersten beide Kommentare lese, dann fühle ich mich eben auch geneigt vom Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch zu machen. Das man sowas innerhalb von Minuten selber machen kann ist völliger Unsinn und es, selbst in diesem Zustand als “Schrott” zu bezeichnen ist, wie schon erwähnt, unnötig überzogen.

      • Innerhalb von Minuten lässt sich sowas sicher nicht machen, aber innerhalb einer Stunde sicher:

        >Zuerst werden die Wände und das Dach auf Dämmschaumplatten aufgezeichnet und dann ausgeschnitten, bei diesen einfachen Formen hat man das in 1-15min fertig.

        >Dann trägt man Styroporkleber auf die Außenwände auf und fährt mit einem leicht unten angeritzten Plastikstück über die gleichmäßig verteilte Paste, so ergeben sich dann recht schnell die einzelnen Betongussschichten.

        >Jetzt läßt man das ganze noch trocknen, fügt die Fenster ein (kann man aus Kunststoffleiste oder Kunststoffgitter aus dem Baumarkt für ein paar Cent selber machen) und das Zeug ist praktisch fertig.

        Die eigentliche Arbeit braucht unter einer Stunde, am längsten braucht das Trocknen und durch den Styroporkleber verzieht sich der Schaumstoff auch nicht, wie mit anderen Klebern.

        Fürs Grundieren nimmt man dann eine Sprühgrundierung auf Wasserbasis, damit der Schaumstoff nicht angegriffen wir, am besten eine mit leichtem Steineffekt aus dem Baumarkt. Da es diese auch in Grau gibt, muß man eigentlich nur noch 2-3x Trockenbürsten und fertig ist der Bunker.

        Die Tür hat man mit ein paar Streifen Pappe und einer passenden Lochzange auch in Minuten selber gebaut.

      • Andarion du musst doch nicht etwas verteidigen was offensichtlich nicht gewollt war, sondern auf Gussfehler zurückzuführen ist. An der Tür sieht man es doch recht deutlich das die Löcher nicht teil des Gusses sein sollten.
        Die Idee des Bunker ist nicht schlecht, besonders die Betonstruktur sieht gut gemacht aus, aber die Ausführung ist für diesen Preis wirklich extrem mager. Für 18€ muss man da zu viel nacharbeiten als das sich der Kauf für so ein simples Gelände lohnt. Danke für das Review.

      • So wirklich verteidigt hab ich das garnicht. Wie schon erwähnt: ich finde die Gußqualität auch nicht gut und das verwundert mich ein wenig weil ich weiß, dass Pardulon das besser kann. Ich habe mich nur an der Wortwahl der ersten beiden Kommentare gestört.

  • Ich habe hier 15mm Bunker und die haben extrem wenig Luftlöcher, es geht also wenn man will.

    Wenn man so viele Löcher wie hier auf dem Bild hat, deutet das in der Regel darauf hin, dass keine Vakuumpumpe verwendet wurde,sprich es wurde eher weniger professionell gegossen. Vakuumpumpen sind übrigens gar nicht so teuer und bei Perdulon hätte ich sowas schon erwartet.

  • Ernüchterndes Review. Hatte mich eigentlich auf die kommenden Fantasy Modelle gefragt. Das schreckt mich jetzt aber doch schon sehr ab.
    Wenn ich austauschen muss, schleifen, modellieren, Lücken füllen bis eine annehmbare Qualität hab, dann kann ichs gleich selber basteln. Das kommt mich billiger bei ähnlichem Aufwand. Fast 😉

  • Hmm, irgendwie kommt mir der Bau bekannt vor. Hattet ihr den schonmal in den News?

    Ansonsten eher ernüchternd. So viele Gussblasen hätte ich nicht erwartet. und 18 Euro sind für so einen Quadratbau schon etwas hoch. In der Form kann man sich das Din aus Schaumkarton sicher gut selber basteln – kostet eben nur Zeit…

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Diese Homepage verwendet Cookies, um das Nutzungserlebnis zu optimieren. Wenn Sie unsere Seite weiterhin nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen