von Stahly | 11.09.2010 | eingestellt unter: Warhammer / Age of Sigmar

Armeeprojekt: Stahlys Skavenhorde

Während Darkover sich den Hochelfen aus „Blutinsel“ zuwendet, wird Stahly von seiner geplanten Skavenarmee erzählen.

Der große Plan

Eigentlich bin ich mehr der Science Fiction Typ, klassische Fantasy-Settings mit Pfeil und Bogen, Schwert und Drachen haben mich noch nie so recht ansprechen können. Dass sich das Warhammer-Universum immer mehr zum Abgedrehtem und comichaft Überzeichneten wandelt, gefällt mir daher sehr gut.

Skaven haben mir daher von den ganzen Fantasy-Völkern schon seit jeher am Besten gefallen. Ihr wilden Mutanten und gefährliche Technomagie nagen schon ein wenig am Steampunk-Genre, womit die Rattenmenschen mit dem Imperium die fortschrittlichste Fraktion darstellen. Gepaart mit dem schwarzen Humor und dem Sarkasmus in den Hintergrundgeschichten entsteht so ein ganz eigener und origineller Look and Feel, der mir sehr gefällt. Dem gegenüber standen jedoch immer die nie sonderlich gut getroffenen Modelle. Erst mit den Releases seit dem neuen Armeebuch konnten mich die Citadel Designer überzeugen, dafür dann aber umso mehr! So war klar, dass die Kinder der Gehörnten Ratte mein nächstes Armeeprojekt werden würden.

Meine Überlegungen bei einer neuen Armee

Wenn ich an eine neue Armee herangehe, ist mir der visuelle Faktor am wichtigsten. Ich suche mir die Modelle aus, die mir am besten gefallen und überlege, wie ich daraus eine sinnvolle Liste mit passendem Thema bastele. Im Falle der Skaven war mir klar, dass ich auf alle alten Modelle verzichten würde. Seuchenmönche und Nachtläufer schieden damit schon aus. Da mir die kranken Mutationen und die Verbindung von Magie und fortschrittlicher Technik am besten gefallen, sollte die Armee viele Elemente der Klane Skryre und Moulder haben, angeführt von einem zwielichtigen Grauen Propheten auf einer imposanten Höllenglocke und der Unterstützung eines kleinen Kriegerklans.

Die Liste

Bewaffnet mit dem Armeebuch arbeitete ich eine Liste von etwa 2000 Punkten aus, die alles enthielt, was mir vorschwebte. Die Liste ist sicher nicht gerade turniertauglich,  nicht zuletzt da ich einige teure Sachen und Ausrüstung eingeplant habe, um die schier nicht enden wollende Flut von Modellen etwas zu strecken.

Grauer Prophet auf Höllenglocke
Armeestandartenträger
2 Warlocktechniker

40 Klanratten mit Schild und Speeren, Kommando (sollen die Glocke schieben), Warpflammenwerfer
30 Klanratten mit Handwaffen und Schild, Kommando, Giftwindmörser
30 Sturmratten, Kommando, magisches Banner, Giftwindmörser
25 Sklaven mit Handwaffen, Musiker
22 Riesenratten mit 3 Meutenbändigern
22 Riesenratten mit 3 Meutenbändigern

2 Rattenoger mit Meisterzüchter
Todesrad

Der Einkauf

Wenn ich eine neue Armee beginne, kaufe ich in der Regel den Großteil auf einmal. Dadurch hat man von Anfang an eine Vielzahl von Bits aus verschiedenen Bausätzen zur Verfügung. Die große Zahl unbemalter Modelle kann einschüchternd sein, aber ich packe alles in einen großen Karton im Schrank weg und arbeite mich konsequent Stück für Stück durch.

Für den Anfang besorgte ich mir das Spielset „Schlacht auf der Blutinsel“ und tauschte redaktionsintern die Hochelfen, wodurch ich am Ende bis auf die Rattenoger den kompletten Boxinhalt zweimal hatte. Das war schonmal eine gute Grundlage! Als nächstes folgte der unweigerliche Großeinkauf. Bei unserem Partner Planet Fantasy bestellte ich für den Anfang zwei Boxen Klanratten, einmal Sturmratten und ein Todesrad. Eine dritte Box Klanratten hatte ich zu einem früheren Zeitpunkt erstanden.

Aus den vielen Klanratten werde ich die ungepanzerte Körper verwenden, um daraus Sklaven zu bauen. Die ungepanzerten Ratten mit Schilden aus Blutinsel muss ich dabei leider aussortieren. Um die Kernauswahlen abzurunden, ersteigerte ich auf ebay.com einen Haufen Riesenratten aus Amerika. Um die Meutenbändiger auf den neuen Skaven-Look upzudaten, werde ich passende ungepanzerte Klanratten und die Peitschenarme aus der Rattenogerbox nehmen. Ich  werde diese am Handgelenk abschneiden und sie an Arme aus der Klanrattenbox ankleben, wobei die Schnittschnelle mit Green Stuff geglättet wird. So entstehen 2 Regimenter mit je 22 Ratten und 3 Treibern. Diese stellen neben den Sklaven ein paar im Spiel entbehrliche Wegwerfeinheiten dar, bei denen sich der Bemalaufwand  erfreulicherweise in Grenzen hält. Weitere Umbauten hatte ich für Charaktermodelle aus der Blutinsel-Box im Sinn: Der Kriegsherr mit seinem imposanten Rückenbanner würde zum Armeestandartenträger werden, die beiden Warlocktechniker sollten sich am Ende möglichst gut unterscheiden.

Bemalung und Testfiguren


Das passende Farbschema für meine Armee zu finden, war nicht ganz einfach. Mir schwebte ein gänzlich anderer Look als die Skaven der Studioarmee vor. Kein Rot, dafür gedeckte Grüntöne und fahlere Haut und gräulicheres Fell. Da die Armee mit über 180 Modellen und einigen Kriegsmaschinen sehr groß werden sollte, spielte auch der Zeitfaktor beim Bemalen eine große Rolle. Es galt also, die richtige Balance zwischen Qualität und Bemalzeit zu finden. Es dauerte einige Testfiguren, bis ich ein mich zufriedenstellendes Ergebnis erreichte. Ihr könnt das dazugehörige Tutorial hier nachschlagen.

Ausblick auf die Zukunft

Im Moment bin ich noch dabei, die letzten Eldar-Miniaturen, die ich noch herumliegen habe, fertigzustellen. Ich schätze, dass ich mich ab Oktober, November mit voller Kraft auf die Skaven konzentrieren kann. Die angedachte Liste zu bemalen wird sicherlich ein gutes Jahr verschlingen, zum Einen, weil ich sicher gelegentlich eine neue Einheit für meine Ultramarines und Eldar bemalen werde, zum Anderen, weil ich bald Vollzeit arbeite.

Natürlich träume ich jetzt schon davon, meine Armee weiter zu vergrößern. Wenn es irgendwann eine neue Plastikbox für Rattenoger im Stil der „Blutinsel“-Modelle gibt, würde ich die Einheit gerne auf 6 Oger erhöhen. Für die Anfang nächsten Jahres angekündigte Skaven-Releasewelle ist eine Höllengrubenbrut aus Plastik ein heißer Kandidat, und wenn das Modell genauso gut wie die restlichen Skaven-Miniaturen wird, wird es sicher einen Weg in meine Sammlung finden. Aber auch Giftwindkriegern, eine Warpblitzkanone oder Jezzails wäre ich nicht abgeneigt, vorrausgesetzt GW versorgt uns mit neuen Modellen.

Vielen Dank für’s Lesen! Ihr seid herzlich eingeladen, den Aufbau meiner Armee in meinem Projektblog „Stahly’s Paint Station“ zu verfolgen. Sicherlich wird es aber auch auf Brückenkopf noch das ein oder andere Status-Update geben…

Stahly

Stahly, Hobbyredakteur und leidenschaftlicher Sammler und Bemaler. Seit 1997 im Hobby. Erstes Tabletop: Warhammer 40k. Aktuelle Projekte: Skaven, Eldar und Ultramarines. Zusammen mit Sigur und Garfy führt er den Projektblog: http://taleofpainters.blogspot.com/

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Kommentare

  • Interessanter Punkt, Stahly:
    „Im Falle der Skaven war mir klar, dass ich auf alle alten Modelle verzichten würde.“

    Ich kann dass sehr gut nachfühlen: ich selbst bin auch erst seit der Neuauflage des AB der Skaven auf diese Rasse gestoßen und seit „Blutinsel“ auch Sammler geworden. Dabei werde ich mich auch strickt an die neuen Modelle halten…mit den alten kann ich so rein gar nichts anfangen.
    Dies geht mir übrigens auch mit anderen Armeen so. Zwar gibt es einige ewige Klassiker, welche sich auch auf aktuellen Schlachtfeldern noch gut machen (namentlich genannt seien hier u.a. der „Grüne Ritter“ der Bretonen oder „Borgio der Belagerer“ der Söldner). Die große Masse aber ist für meinen Geschmack mit den neueren Figuren aber kaum noch kompatibel, weshalb ich mich auch bei zukünftigen Armeeprojekten überwiegend an die neuen Modellreihen halten werde.

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