von Dennis | 02.01.2009 | eingestellt unter: Reviews

Review: Games Workshop Sturmtasche

Der zweite Teil unserer Reviewreihe „Miniaturentransport“ widmet sich dem „Geheimtipp“ unter den neuen Games Workshop Miniaturentaschen, der Sturmtasche.

Games Workshop - Sturmtasche

Angedacht ist die Sturmtasche mehr für die Maler / Hobbyisten als für die Spieler. Die Tasche bietet die Möglichkeit relativ einfach laufende Projekte zu einem Maltreffen oder ähnlichem zu transportieren. Die meisten Leute transportieren Farben aufrecht und greifen daher zu Schubladen oder Schuhkartons zurück. Hier sieht man schon den ersten großen Vorteil der Tasche, es ist ein Messenger Bag den man sich umhängen kann und hat damit die Hände frei.

Games Workshop - Sturmtasche

Die Sturmtasche
Mit einer Höhe von ca. 35 cm, Breite 40 cm und Tiefe 6 cm bietet die Tasche Platz für die mitgelieferte Inneneinlage und Rezensionsmaterial (Codices, Armeebücher, Malkompendien usw.). Alternativ dürften auch verschiedene Einlagen und Schubladensysteme aus anderen Miniaturen-, Angler- und Werkzeugkoffern reinpassen. Für den Alltagsgebrauch z.B. in der Universität oder Schule ist die Tasche leider zu schmal, da große Ordner wegen der geringen Breite keinen Platz finden.

Die Tasche hat einen Überzug aus wasserabweisenden Stoff, weshalb man (bzw. das transportierte Gut) bei Regen gut geschützt ist. Außerdem ist auf der Sturmtasche ein großes Sturmtruppensymbol aufgenäht sowie ein dezenter kleiner Imperiale Adler.

Was verbirgt sich im Inneren?
Unter der Frontklappe findet man ein paar kleine Taschen in denen man Handy, Digitalkamera und weiteres Werkzeug verstauen kann. Recht praktisch wenn man auf einem Maltreffen ein paar Bilder machen möchte.
Was die Sturmtasche allerdings erst richtig interessant macht ist die herausnehmbare Einlage mit Halterungen und einer großen gepolsterten Tasche. Auf der Einlage ist Platz für 12-14 Farben (je nach dem ob man die beiden seitlichen Halterungen für Kleber mit benutzt), 2 Kleberflaschen, Werkzeuge und 4 Pinsel. Die Pinselhalterungen sind eng geschnitten und Nicht-Citadelpinsel wie z.B. Revell oder Pegasus passend nicht bzw. nur mit etwas Gewalt in die Halterungen.

Games Workshop - Sturmtasche Games Workshop - Sturmtasche

Es empfiehlt sich außerdem erst die Farben dann die Miniaturen in die gepolsterte Tasche in die Einlage zustecken. Die Polstertasche ist auch eins der kleineren Mankos an der Tasche. Der Noppenschaumstoff ist nicht befestigt und kann herausgenommen werden. Im Grunde praktisch, birgt allerdings das Problem das nicht genügend Druck auf die zu transportierenden Miniaturen ausgeübt wirkt, wodurch diese verrutschen. Mehr als 8-10 Miniaturen sollte man nicht transportieren, da gerade „gefährlich“ für Zinnfiguren, diese aneinander reiben und sich beschädigen können. Die Angabe seitens Games Workshop, genügend Platz für einen Trupp oder zwei ist daher mit Vorsicht zu genießen. Es erwies sich bereits als schwierig ein Blood Bowl Team mit 16 Spielern darin unterzubringen ohne dass diese sich gegenseitig berühren. Nach dem Transport waren diese zum Boden durchgerutscht und an den Kanten die Farbe abgeplatzt.

Games Workshop - Sturmtasche

Wieso ist die Tasche der Geheimtipp in der neuen Taschenreihe von Games Workshop?
Die Tasche ist zum einen für sich selbst nutzbar und das einzige Produkt bei den neuen Taschen bei dem das Preis-Leistungsverhältnis im Bereich Gut bis Befriedigend liegt. Die Preisdiskussion ist zwar ein ewiges Thema bei Games Workshop Produkten, wenn man aber sieht, dass die Sturmtasche ein Messenger Bag ist, die in der Größe etwa 30 EUR bis 60 EUR kosten (abhängig ob man ein No-Name Produkt oder z.B. Sturm&Drang, Eastpack o.ä. kauft) sind der Preis 50 EUR für eine Tasche mit extra Mal-/Werkzeugeinlage (vor allem wenn man die Auflage betrachtet) gerechtfertigt.
Die beiden anderen Taschen, das Taktische Rückenmodel sowie die schwere Unterstützungstasche, welche mit 70 bzw. 120 EUR zu Buche schlagen benötigen zum eigentlichen benutzen noch jeweils die entsprechenden Miniaturen- bzw. Armeekoffer. Damit kommt man beim Rückmodul auf 170 EUR und bei der Unterstützungstasche auf 310 EUR bis zur Einsatzfähigkeit. Stolzer Preis für eine Miniaturentransportmöglichkeit.

Fazit
Ich hatte die Tasche 2 Wochen im Gebrauch und unter anderem auch zum Maltreffen in Koblenz mitgenommen. Die Tasche ist stabil, der Tragekomfort ist gut (die Tasche ist noch handlich, der Tragegurt ist lang genug und scheuert nicht) und die Verarbeitung ist okay. Das Sturmtruppensymbol an unserer Tasche ist etwas unsauber aufgenäht und der Klettverschluss verläuft senkrecht auf Deckel wie Innenseite, weshalb man beim Schließen genau darauf achten muss, das die Tasche auch zu ist. Dies sind aber wirklich nur Schönheitsfehler.
In der Form dieser mobilen Maltasche sind uns keine ähnlichen Produkte bekannt. Es gibt aber z.B. von Army Transport für ihre Koffer und Rucksäcke extra Schaumstoffeinlagen für Farben, in denen diese Aufrecht transportiert werden können.
Kurz um, für jene unter euch, die häufig zu Maltreffen fahren und / oder ihre Projekte mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren ist die Sturmtasche eine echte Überlegung wert.

Damit ihr euch auch ein Bild von der Tasche machen könnt, verlosen wir 1 Sturmtasche zu unserer Geburtstagsfeier im Januar.

Alle Bilder in dieser Review entstammen der Games Workshop Homepage, da unsere Studiokamera unerwartet den Geist aufgegeben hat. Der 3. Teil der Reihe wird wieder von uns bebildert.

Link: Games Workshop

Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/

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Kommentare

  • 50 €uronen für das Teil finde ich dennoch ganz schön happig.

    Games Workshop hat den Bogen echt raus wenn es darum geht unnützes und teures Zeug auf den Markt zu werfen. GW versucht bei den Spieler Bedarf für absolut hirnloses Zeug zu schaffen.
    Wie z.B. die neuen Taschen. Man könnte nun meinen das diese eine gute Alternative zu den sperrigen GW-Koffern sind, doch weit gefehlt! Diese Taschen sind dazu gedacht die Koffer zu transportieren, in denen sich dann die Minis befinden. Dieses unheimlich nützliche Teil kostet in der Luxusausführung auch nur schlappe 120 €uronen. Dazu kommen dann nochmal 100 €uronen für die zwei Koffer. Wer bitte schön ist denn so dämlich und gibt 220€ aus nur um seine Minis in diesem Müll zu transportieren?

    Feldherr und Co. bieten im Vergleich dazu deutlich flexiblere und preiswertere Systeme und Lösungen an!

  • “GW versucht bei den Spieler Bedarf für absolut hirnloses Zeug zu schaffen.”

    Scheint ja geklappt zu haben, für weniger als 50€ hättest zugeschlagen, richtig? ;D

    The Evil Empire, Marketing-Könige!

  • Talarion :
    Dazu kommen dann nochmal 100 €uronen für die zwei Koffer. Wer bitte schön ist denn so dämlich und gibt 220€ aus nur um seine Minis in diesem Müll zu transportieren?

    Wer das Geld hat und es dafür ausgeben will, soll es doch tun. Was kümmert es dich? Jemanden der 35€ für einen Plastikcybot ausgibt, könnte man ebenso als dämlich bezeichnen.

    Talarion :
    Feldherr und Co. bieten im Vergleich dazu deutlich flexiblere und preiswertere Systeme und Lösungen an!

    Du kapierst es nicht. Es geht um die Marke und den imperialen Adler auf der Tasche. Feldherr ist im Übrigen weder günstig noch qualitativ hochwertig.

  • Bei Feldherr muss man zwischen den alten und neuen Produkten unterscheiden. Ich habe in Koblenz im Zeitgeist eine alte und neue Feldherr MINI nebeneinander verglichen und dort sieht man bei der neuen überarbeitete / stabilere Nähte, ebenso “verstärkte” Teile.

    @ Davon
    Welche Mängel waren an den Produkten die du gekauft hast und hast du es mit einer Reklamation versucht?

  • @Davon: Mir kommt es lediglich auf das Verhältnis von Geldleistung und Gegenwert an. Ich persönlich finde das nicht in Ordnung. Wer das Zeug haben will, soll es doch kaufen. Wir leben doch schließlich in einem freien Land und der Markt wird das schon selbst richten.

  • Mal so generell in den Raum geworfen, die Grundidee eine Tasche für die Koffer zu haben finde ich gut. Eine Art riesiger Rucksack wäre mir noch lieber, gerade wenn man z.B. mit dem Zug oder ÖVM unterwegs ist wäre das schon eine Erleichterung, jeder der schon mal 2 Armeekoffer á 200 Minis + Umhängetasche mit Regelbuchkrempel und Notfallbastelset, sowie Essen und Trinken durch die Gegend geschleppt hat, weiß was ich meine.

    Schön wäre natürlich auch wenn gleich bei den kleineren Armee-Koffern ein Gurt dabei wäre, so wie beim GW-Realm of Battle Board.

  • Aulbath :
    Mal so generell in den Raum geworfen, die Grundidee eine Tasche für die Koffer zu haben finde ich gut.

    Aber ist das nicht doppelt gemoppelt. Dann sollen die doch direkt eine System rausbringen, in dem die Minis sicher und gut zu transportieren sind und obendrein das System selbst ebenfalls.

    Eine Tasche für Koffer finde ich persönlich total überflüssig.

  • Wenn Orks und Skaven mal mitgenommen werden dann bin ich schon bei “kleineren” Spielen problemlos bei solchen Zahlen. Sogar meine Chaos-Armee besteht mittlerweile aus über 300 Modellen (200 und ein paar zerquetschte bei unter 2000 Punkten). Und es kommen noch gut und gerne 200 dazu. Sachen wie “Angkor” bleiben da noch außen vor.

    Historische Systeme neigen auch eher dazu einen in Figuren zu ertränken wenn man keinen Bock auf Scharmützel hat.

    Die Frage bleibt bestehen, wie transportiert ihr schlauen Menschen sowas? Ich wohne in der Altstadt, ein Kombi wäre Parkplatzselbstmord und ein Rucksack oder große Tasche für 200€ erscheint mir dann preiswerter als ein Fahrzeug im Werte von 25,000€ aufwärts. Ahem.

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