von Dennis | 12.06.2009 | eingestellt unter: Warhammer / Age of Sigmar, Warhammer 40.000

Games Workshop: The Good, the Bad and the Ugly

Unter diesem Namen präsentieren wir euch den 2. Artikel zu “Games Workshop: Preise, Eurokurs und Inflation – Teil 1. Nach dem wir mit dem Land Raider im letzten Teil ein Argument für Preisstabilität gemacht haben, schauen wir uns heute die verschiedenen Seiten von Games Workshop – und zwar die guten, die schlechten und die hässlichen.

Games Workshop Logo

The Good
Die große Marktführerschaft bzw. generell Games Workshops Größe bringt viele Vorteile für sich. Als da wären;

  • Verbreitung: Die Leute spielen Warhammer, weil die Leute Warhammer spielen. Anstatt sich einem der vielen kleinen Systeme zu widmen und mühselig nach Mitspielern zu suchen, nimmt man verschiedene Mankos in Kauf und schließt sich einer großen Spielergemeinschaft an.
  • Produktionsmöglichkeiten: Wie viele andere Firmen (im Tabletopsektor) verfügen über die Technik, das Kapital und die Gerätschaften verschiedene Großmodelle in Plastik umzusetzen. Der Land Raider setzte seiner Zeit neue Maßstäbe, so wie die Superschweren dies aktuell machen und wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, setzt man dem mit einem Thunderhawk im nächsten Jahr erneut einen drauf.
    Außerdem sollte man hier das große Sortiment an Plastikfiguren beachten. Könnte sich jemand heute noch eine Warhammer Armee nur aus Zinn vorstellen oder gar bezahlen?
  • Verfügbarkeit: In knapp 40 eigenen Ladenlokalen in Deutschland, unzähligen Fantasie- und Spieleläden sowie (aktuell noch) vielen Onlineläden kann man problemlos den Großteil der Games Workshop Produktpalette erstehen. Keine Engpässe, lange Lieferzeiten aus Neuseeland oder Walfahrten zu bestimmten Händlern.
  • Service: Man mag der Firma viel vorwerfen, aber der Kundenservice passt. Beschädigte oder fehlende Teile / Gussrahmen werden in der Regel ohne Probleme umgetauscht oder nachgeliefert.
  • Regelmäßige Veröffentlichungen: Während kleinere Hersteller im besten Fall monatlich (in der Regel seltener) eine handvoll Neuheiten herausbringt und gerade Bücher oder Erweiterungen viel Zeit in Anspruch nehmen, profitiert Games Workshop hier von der schieren Größe. Eigene Teams aus Malern, Illustratoren, Skulpteuren und Regeldesignern sorgen für stetigen Nachschub an Produkten.
  • Produktinnovation: Games Workshop bietet Modelle aus Plastik an, die könnten andere Hersteller nicht einmal mit Resin oder Zinn herstellen. Man erhält nahezu jedes Modell, das in Armeebüchern oder Codices als Truppentyp zur Auswahl steht. Wer andere Systeme spielt, kennt dieses Problem.
  • Stabilität: Games Workshop war da, ist da und wird auch erstmal da bleiben. Viele Spieler alternativer Systeme kennen das Problem. Man beginnt ein neues System eines neuen Herstellers, investiert in eine Streitmacht, nach und nach verlangsamen sich die Veröffentlichungen und der Anbieter ist weg vom Fenster. Nun steht man da mit in der Regel nicht gerade wenigen Figuren und hat weder Mitspieler noch Nachschub. So geschehen z.B. mit Void und Rackham.
    Dieses Problem kennt man bei Games Workshop allenfalls bei den Specialist Games, die sich aber in ausgewählten Kreisen immer noch größter Beliebtheit erfreuen.
  • Größe: Games Workshop ist im Tabletopbereich mit einigem Abstand der größte Hersteller für Miniaturen und Regelwerke. Dies zeigt sich durch die oben aufgeführten Punkte, aber auch in den vielen Dingen, wie viele für Selbstverständlich nehmen. Ein eigenes Hobbymagazin White Dwarf in verschiedenen Sprachen, eigene Events / Games Days in mehreren Ländern, Übersetzte Regelwerke und einiges mehr wie z.B. Starterboxen (die mit Ausnahme von Herr der Ringe, das Prädikat wirklich verdient haben!). In dieser Größenordnung kann man dem Spieler ganz andere Dinge bieten, aber das hat natürlich alles seinen Preis, daher …

The Bad

  • Größe: Der Faktor der für die Kunden die meisten Vorteile bringt, bringt auch den größten Nachteil. Da sitzt nicht Timmy aus der Nachbarschaft, knetet Minis nebenbei und verkauft die als Zubrot. Games Workshop ist ein Unternehmen, die Mitarbeiter sind Vollzeitangestellte (wenn man das Ladenpersonal ausnimmt). Illustratoren, Maler und Co erhalten ein Festgehalt und werden nicht nur für Auftragsarbeiten angeheuert, sind somit ein konstanter Kostenfaktor. Diese Nebenkosten (auch in den lokalen Niederlassungen für Übersetzungen, Support usw.) verzehren einen Großteil der Einnahmen und erzwingen Preise, die für den Kunden auf den ersten Blick weit über den Produktionskosten liegen. Dies bringt natürlich auch die kritische Einstellung mit der ein dominanter Marktführer leben muss (siehe Microsoft, Nike usw.)
  • Preisverhältnisse: Die Preise sind nicht das wirkliche Problem, es ist vielmehr das Verhältnis der Preise zu einander. Der Kunde sieht eine kleine Box mit 3 Gussrahmen, je nach dem ob dies nun 10 Staatstruppen, 5 Terminatoren oder ein Dampfpanzer sind, schwankt der Preis zwischen 17,50 und 45,50 – für die gleiche Menge Plastik und Verpackung.
    Wie es dazu kommt? Der Preis wird bei Games Workshop nicht allein durch Produktionskosten kalkuliert, sondern mit Hilfe einer Matrix in der unter anderem auch die Punktkosten sowie die Effektivität im Spiel einfließen. 10 Space Marines sind effektiver als 10 Imperiale Soldaten, 30 EUR <-> 20 EUR. 5 Terminatoren sind effektiver als 10 Space Marines, 35 EUR <-> 30 EUR.
    Schlimmer ist es noch beim Zinn. Man erhält 4 Grothelfer für 11,50 EUR aber 2 Munigrotz für 15 EUR? Noch stärker hinkt dies besonders bei den (besonderen) Charaktermodellen.
    Hier sollte man sich an den historischen Herstellern ein Beispiel nehmen, eine Infanteriefigur ist eine Infanteriefigur, kostet wenige Euro, egal ob es sich nun um einen Zulukrieger, römischen Legionär oder Napoleon selbst handelt.
  • Preiserhöhungen: Andere Firmen senken die Preise, Games Workshop erhöht die Preise. Sicherlich, wir haben bereits Rücksicht auf die Firmengröße genommen und die gestiegenen Lohnnebenkosten. Aber die Begründungen für viele der Erhöhungen waren mehr als Fragwürdig. Wenn das Zinn teurer wird, wieso werden dann neben Blistern auch Bücher teurer, die immer günstiger und leider qualitativ minderwertiger im fernen China statt Europa gedruckt werden?
    Mit welchem Grund verpackt man alte Gussrahmen neu und bietet die Hälfte der Box für +50% des alten Preis an. Die Kunden hätten für nachvollziehbare Gründe deutlich mehr Verständnis. So wurde Deutschland zwar weitestgehend von der letzten Preisanpassung im Juni verschont, aber einen wirklichen Grund hat man den Spielern dennoch nicht gegeben.
  • Bitz / Einzelteilservice: Sicherlich mag dies ein logistischer Aufwand gewesen sein. Aber das alte Einzelteilarchiv war für viele Umbauer der Grund bei Games Workshop direkt zu ordern. Solch ein Angebot sollte man alleine aus dem Faktor des Kundenservice anbieten, immerhin waren die Preise der Einzelteile auch nicht gerade niedrig.
    Der neue Bitzservice ist ein Anfang aber nicht vergleichbar mit dem umfangreichen Angebot des damaligen Online Archivs.
  • Werbung: Es steht jedem frei seine Produkte anzupreisen oder auf Dinge hinzuweisen. Wir verweisen auch auf unsere Partner die verschiedene Produktneuheiten anbieten. Aber viele Hobbyartikel sind übertrieben befühlt mit ©, ® und tm und dem Worte Citadel. Das man Citadel Miniaturen mit Hilfe von Citadel Farben und Citadel Pinseln bemalen, anschließend die Games Workshop Bases mit Citadel Bastelkleber und Citadel Modellbau Sand sowie Citadel Grassstreu aus dem Citadel Modellbausortiment gestalten kann, hat nun jeder verstanden.

The Ugly

  • Mail Order Only / Splash Releases: Wenn es denn wirklich nur besondere Sammlermodelle wären, die man exklusiv nur bei Games Workshop selbst kaufen könnte. Aber das normale Produkte nach 4 Wochen nur noch über Premiumhändler und Mail Order verfügbar sind? So werden z.B. die Halblingsscharfschützen nach wenigen Wochen nur noch über die Mail Order verfügbar sein.
    Damit setzt man nicht nur den Spieler unter Druck, sondern auch die Einzelhändler (welche man doch unterstützen möchte, da sie das Hobby verbreiten!), die ihre Kunden diese Produkte nicht nachliefern können und lediglich auf den Mail Order Shop verweisen können.
  • Online Händler und Angebot: Zum Schutz der Einzelhändler erhalten Online Händler einige Auflagen. Sie werden seltener Beliefert als Ladenlokale, erhalten geringere Verkaufsmargen und wer gar bei eBay verkauft, wird nicht mehr beliefert. Damit nicht genug, nun gibt es neue Regelungen bezüglich der Copyrights, die es den Online Händlern verbieten offizielles Bildmaterial von Games Workshop zu verwenden. Man macht es ihnen also um jeden Preis schwer.
    Allerdings ist hier der Beigeschmack, dass man die Online Händler nicht wegen der Einzelhändler aus dem Boot haben möchte, sondern um selbst ein größeres Stück vom Kuchen abzuhaben. Aus kaufmännischer Sicht nachvollziehbar, wieso sollte man große Margen verschenken? Aber leider bietet Games Workshop zu wenig Anreiz direkt bei Games Workshop zu Ordern. Zu hohes Porto (6 EUR, sogar bei Kleinteilen), zu hohe Portofreigrenze (erst ab 100 EUR) und kein Bitzservice mehr.
    Zu mal das Argument den Einzelhändler vor „Preisdumpern im Internet“ zu beschützen, gerade im deutschen Bereich nicht stimmt. Kein Ladenlokal verliert ernsthaft Kunden wegen 10-15% eines Online Händlers aus der Eurozone, wohl eher wegen des Bestelltourismus aus England. Wayland verkauft weiterhin (und das stellenweise sogar unter dem deutschen Händlereinkaufspreis) und ist sogar Premiumhändler mit Mail Order Produkten, hier stimmt etwas nicht! Auch nach der Preisanpassung im Juni ist der Bestelltourimus weiterhin lukrativ – dort hätte man, wenn man es denn ernst gemeint hätte, nachbessern müssen.
  • Ladenpersonal: Uns ist bewusst, das ein Laden nicht nur den Zweck erfüllt, Ware auszustellen sondern auch an den Mann zu bringen. Allerdings wäre hier etwas mehr Zurückhaltung bzw. professionelleres Verhalten angemessen. Auf viele positive Erlebnisse in Games Workshops fallen allerdings auch viele negative. Die “Um jeden Preis verkaufen wollen”-Mentalität mancher Mitarbeiter stösst gerade älteren Hobbyisten auf. Ein aufdringliches Verweisen auf Neuheiten oder “bessere Investition” ist beim dritten “Nein, Danke”, eher ein Grund gar nicht mehr dort einzukaufen als sich doch für das Produkt zu entscheiden. Vor allem sollte man jüngere Hobbyisten nicht nur wie wandelnde Geldbäume ansehen, die man bloß zu schütteln braucht, damit es regnet.
    Zu diesem Punkt wurde uns allerdings von offizieller Seite versichert, dass man mittlerweile vermehrt Schulungen anbietet um dem Fehlverhalten bei Verkäufern vorzubeugen.

Das sind einige (mit Sicherheit nicht alle) Gründe für und gegen ein Hobby mit Games Workshop. Die letztendliche Entscheidung wie man die einzelnen Punkte für sich selbst gewichtet, können wir euch nicht abnehmen. Die Anzahl der guten Gründe weigt deutlich mehr und rechtfertigen auch so manchen Preis, wenn auch nicht alle.
Allerdings erinnern wir hier noch einmal daran, dass es sich um ein Hobby handelt und viele die Entwicklung daher emotionaler sehen, als bei anderen Dingen. Anderweitig bezahlt man zu hohe Preise für Druckertinte, Zigaretten und andere Waren, die nicht essenziell zum Überleben benötigt werden. Daher stellt sich auch die Frage, warum die Leute bei hohen Preisen gerade hier, in einem Hobby, welche eben Geld kosten, so sensibel reagieren.
Gerade hier sollte sich der Hobbyist doch den vielen Facetten des Hobbys erinnern. Sammeln, Basteln & Bemalen, Spielen. Ist mir ein Produkt zu teuer, verzichte ich entweder komplett darauf bzw. verzichte auf etwas anderes und spare das Geld für einen späteren Kauf oder ganz der Hobbyist, bau es mir um oder selbst. Dafür ist die Auswahl an Modellen doch groß genug.

Dennis

SiamTiger / Dennis, Stellvetr. Chefredakteur von Brückenkopf Online. Seit 1996 im Hobby. Erstes Tabletop Blood Bowl. Aktuelle Projekte: http://www.chaosbunker.de/

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Kommentare

  • Schöner Artikel, dankesehr.
    Ich würde noch bei Good aufführen: Medienübergreifende Produkte.
    Musik? Gibts.
    Bücher? Gibts sowohl als Roman als auch als Hintergrundbuch. Regelmäßige Veröffentlichungen, bei denen nur ein geringer “Pflichtkaufzwang” besteht wie bei Battletech zum Beispiel.
    PC-Spiele? Gleich mehrfach und von guter Qualität – im Vergleich zu Demonworld oder gewisse D&D Derivate.
    Rollenspielsystem wurde ja schon angeschnitten, aber gerade hier sind IMHO zwei der besten und schönsten Rollenspiele der letzten Jahre auf dem Markt, die vor allem auch mit wenig Kostenaufwand (Grundbuch reicht aus) gut spielbar sind.
    Große Netzcommunity – die meisten Battletech-Seiten sind eher tot…

    Bei Good würde ich aber das Hobbymagazin rausnehmen, so die aktuelle Ausgabe nicht die erhoffte Kehrtwende zu besseren Zeiten ist.

    Zum Thema Ladenpersonal noch kurz: Größtenteils völlig inkompetent und nicht den Hauch von Geschäftsgebahren oder Höflichkeit. Ich will nicht als erwachsener Mensch, der seit Jahren sein Geld auf ehrliche Weise verdient und Kind und Kegel hat, als “Alter, das ist Grimgork, den MUSST du kaufen!” angeredet werden.
    Ebenso sehe ich nicht ein jemals wieder in einem Laden zu spielen, in dem mir 4 Idioten gegenüberstehen, die mit dümmlichen Grinsen meiner Partnerin auf den Arsch gucken, wenn sie ihnen den Rücken zudreht, während sie ihre roten Hemdchen volltropfen.
    Auch möchte ich nicht in einem Laden erzogen werden, möglich dass da eine gewisse Arroganz mitschwingt, aber als Kunde möchte ich Sätze wie “Wenn du töten sagst, wirst du verwarnt! Sag bitte ausschalten!” oder “Pack bitte das Flames of War Buch weg oder du musst den Laden verlassen, sowas darfst du hier drinnen nicht lesen!”.

    Die Informationspolitik von GW würde ich noch bei Ugly aufführen, selten bis gar nicht Einblicke in die Entwicklung oder Informationen über kommende Produkte durch offzielle Kanäle. Wann kommt welches Armeebuch? Wie teuer wird X? Wann erscheint Modell Y? Wo krieg ich Infos über? Was ist eigentlich mit Dämonenjägern? Gibt es jemals ein DarkEldar Armeebuch?
    Das geht vom Hobbymagazin über die Homepage bis zum Laden. Die Mitarbeiter erzählen einem den größten Unfug (“Für Sommer sind Black Templars und Khemri geplant!”) oder haben einfach keine Ahnung (“Ich weiß nicht ob Planetstrike im Sommer erscheint…”).

    Flames of War funktioniert da besser.
    Vieles würde einem besser gefallen, wenn man es wenigstens nachvollziehen könnte – wenn man es auch nicht versteht.

    mfg
    Tobias

  • Nachtrag:

    Auch möchte ich nicht in einem Laden erzogen werden, möglich dass da eine gewisse Arroganz mitschwingt, aber als Kunde möchte ich Sätze wie “Wenn du töten sagst, wirst du verwarnt! Sag bitte ausschalten!” oder “Pack bitte das Flames of War Buch weg oder du musst den Laden verlassen, sowas darfst du hier drinnen nicht lesen!”

    Das groß geschriebene “NICHT HÖREN” fehlt am Ende des folgenden Satzes:
    “Auch möchte ich nicht in einem Laden erzogen werden […].”

  • Anmerkungen meinerseits…
    @ Good:
    Gibt es tatsächlich Spieler da draußen, die in punkto Verbreitung eine Nötigung sehen, daß GW-Hobby zu nutzen? Also Spieler, die ernsthaft sagen: Ich finde keinen Mitspieler außer für GW-Produkte, also spiele ich sie auch? Halte ich für ein sehr schlechtes Argument und wenn ja, eine traurig-dramatische, soziale Situation für betreffende Menschen.

    @ Bad:
    Größe – sind tatsächlich Zahlenwerke bekannt, die beschreiben, daß die Kosten für die Festangestellten das Unternehmen belasten und so hohe Preise erzwingen? Das ist auch in einer neoliberalen Marktwirtschaft Schwachsinn in so fern, daß sich kein Investor findet, der sich nicht rechnende Kostenfaktoren toleriert. Oder anders: Hätte GW diese festen Größen nicht, wären sie mangels deren Ergebnisse (Illustrationen, Design) auch nicht so erfolgreich.
    Ähnlich Preiserhöhungen: Lohnnebenkosten – oder besser Sozialkosten (Rente, Krankenversicherung etc.) haben sich für Unternehmen bereits unter Thatcher als auch in den letzten 10 Jahren in Deutschland (besonders unter Rot-Grün) massiv gesenkt. Somit ist also diese kleine Randbemerkung Unsinn und beschädigt die Analyse in Gänze (was mag also zusätzlich auch nicht stimmen?).

    Was leider komplett fehlt, ist die Analyse der Entstehung der Marktführerschaft: Die Systeme und die Komplexitäten der Hintergründe der Systeme mit dem dazu entwickeltem Design der Produkte, die bis heute ungebrochen die Markführerschaft bestätigen. Da mag es in einzelnen Disziplinen durch andere Hersteller temporär besseres geben, nicht jedoch im Gesamtkontextes des Hobbies. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, daß ein ähnliches Unternehmen mit doppelt so viel Kapital es nicht schaffen würde, genau diesen festen Strang aus spielbaren Systemen, animierenden Hintergründen und starken, abgestimmten Miniaturenpark aufzudröseln und GW ernsthaft zu gefährden. …Bei aller Meckerei um einzelne Aspekte, nicht zuletzt über die Preise GWs…

  • Besonders den Schlussatz finde ich gut! Wem’s zu teuer ist, soll Brickwars mit Lego spielen (nichts gegen Brickwars!)

  • zum Thema Ugly und Ladenpersonal: Ich (37 Jahre )war letztes Wochenende im Gamesworkshop und hab mir bei der Mailorder was bestellt. Es war wirklich so, ich wurde x-mal gefragt was ich noch brauch, ob ich noch Farben hab, ob ich nicht noch den neuen Mini brauch, ob ich die Neuheiten schon kenn, bla, bla, bla. Ich wollte nur eine Mailorder abgeben und mir nicht von einem Nerd Mist anhören. Höhepunkt war dann die Geschichte, daß der neue Hauptmann mit Schwert und Schild von Warhammer Fantasy nur Mailorder ist. Scheiße wird einem dort auch noch erzählt.
    Mein Fazit, lieber per Online die Mailorder in England. Ansonsten der unabhängige Händler um die Ecke.

  • Kurz und knapp

    Goods unterstütz nur das Games Workshop eine Monopolstellung hat, das sich in den Bads and U. widerspiegelt.

    Aber leider ein verdammt geiles Spiel!

    Peace

  • Also ich bin mit dem GW Essen sehr zu frieden. Die Rothemden sind sehr nett und auch kompetent. Man wird auch nicht mit Verkaufsstrategie zu gemüllt. Ok, an der Kasse wird nach Kleber und Co gefragt, aber einmal und dann ist gut.

    Für Preise gehe ich klar zu meinem Einzelhändler um die Ecke, aber mal ehrlich, wer sich GW nicht leisten kann sollte sich nach einem anderen Hobby umsehen. Und ein Hobby ist es nun einmal, und das kostet Geld.
    Wenn ich mir eine Konsole für 400-500 EUR + 60-70 pro Spiel zu legen und die nach 5 Jahren defacto nicht mehr im Einsatz ist, meckert ja auch keiner. Und meine Minis bleiben im Einsatz.

    Gelungender Artikel. Mich stört eigendlich bei GW nur die bescheidene Informationspolitik.

    mfg ente

  • @all, @ente

    Ich kann an dieser Stelle auch nicht ALLES loben, jedoch kann ich der ENTE zustimmen. Mein nächster GW Store is’ MANNHEIM. Dort werde ich stets freundlich begrüßt.

    Das reichhaltige Bitz-Archivservice sollten die ROTEN aus GB wirklich wieder schnellstmöglich in der alten Form einführen!

    VG aus dem sonnigen LU

  • Klasse Bericht Siam.

    Finde ich mal schön, das mal jemand GW in seinen Facetten erklärt.

    Mein Fazit:

    GW ist nunmal Marktführer und seit langem außerhalb des Tabletops kein Unbekannter mehr.(Spiele, Bücher ect…….)

    Ich denke die einzigen richtigen(nicht ernsthaften) Konkurrenten sind Warmachine und FoW wobei auch die nicht mal zusammengenommen an die Größe von GW rankommen…..
    Außerdem sind se nur im TableTop-sektor bekannt.

    GW hat über die Jahre hinweg sich selber richtig groß gemacht und das wird jetzt dadurch für uns belohnt, das wir wirklich schon fast jeden Monat ein neues Modell bekommen oder eine armee entwickelt wird.
    Das sollten sich manche wirklich in Erinnerung behalten denn früher gabs das nicht so dolle.
    Ich bin jetzt seit gut 18 Jahren dabei und ich kenne noch die Anfänge.
    damals war Epic mein großer favorit und ich spiele es auch immer noch gerne. Natürlich regt man sich manchmal über die Preise auf aber in diesem fall bin ich schon lange drüber hinweg, das mich mein Hobby auch geld kostet und nichts umsonst ist außer der “TOD” :).
    was natürlich auch immer sehr hoch gepusht wird ist die Firmenpolitik von GW aus.
    Aber da sollte sich auch jeder mal hinsetzen und schauen, das GW nicht der einzige Konzern ist der so verfährt.
    das Problem das aber GW im gegensatz zu Microsoft hat ist, das GW eine große Community mit verschiedenen Produkten versorgt. diese Community hinterfragt natürlich auch alles was GW macht. das ist zwar bei MS auch so aber da trifft sich keiner in Clubs oder spieleläden und spielt mit CD´s. Man geht auch nicht zum einzelhändler und diskutiert mit Ihm über die neuesten Features, die Windows “Virus” gerade parat hat.
    das allerwichtigste sollte man hier bedenken. GW geht es gut und das wird uns auch dadurch gezeigt, das wir versorgt werden mit Hobbyartikeln.
    Ich möchte nicht wissen wie es wäre, wenn GW kurz vor der Insolvenz steht. In tausenden von foren würden alle auf einmal jammern, das Ihr Hobby in gefahr ist und es gibt nichts mehr neues auf gute sicht und alle müsen die Lager leerkaufen, um sich einen teil zu horten…..

    das wars von meinerseits
    Mshrak

  • Ich würde eventuell unter Bad oder Ugly noch anführen, dass die GW-Shops nicht selten die lokalen unabhängigen Läden stark belasten. Kommt ein neuer GW-Store in die Stadt, wirds für den LGS arg knapp… (wars nicht in Freiburg vor kurzem so der Fall?)

  • Dahingehend gibt es allenfalls Vermutungen, aber keinesfalls stichhaltigen Beweise. Aber Freiburg soll (auch lt Aussage des LGS) nicht durch GW verdrängt worden sein. Daher haben wir das nicht miteingefasst.

  • Nach meiner Erfahrung ist der Service nicht so gut, wie man häufig liest. In beiden Fällen, in denen ich defekte Teile bei einem GW-Produkt hatte, haben sie sich geweigert, diese zu ersetzen. Vielleicht hab ich zu früh aufgegeben, weil mir die Sache nicht so viel Aufwand wert war, vielleicht hab ich auch einfach nur Pech.

    Dann wiederum sind die Verkäufer in den GW-Läden meiner Erfahrung nach nicht so schlimm wie ihr Ruf. Die Jungs in Bochum sind nett, die Leute in Essen und Oberhausen erträglich, wobei ich ziemlich selten in einen GW-Laden gehe.
    Das eigentliche Problem mit den GW-Läden ist für mich deren Größe, will heißen der Mangel an Platz. Zumindest die Läden, die ich kenne, sind voll, sobald da drei Leute drin sind. Das ist nicht gerade eine einladende Atmosphäre, in der ich mich länger aufhalten will.
    Da ich den GW-Läden eher ablehnend gegenüber stehe, halte ich auch nichts von GWs Expansionspolitik. Während sie in England offenbar annähernd eine Monopolstellung haben, gibt es hierzulande ausreichend unabhängige Händler, die GW-Produkte verkaufen, und somit ein noch engmaschigeres Netz von GW-Läden unnötig machen.
    Letztlich sind die GW-Läden ein Kostenfaktor, von dessen Nutzen ich nicht überzeugt bin.
    Damit wären wir bei dem Argument, GW müsse höhere Preise verlangen, weil sie ein größeres Unternehmen sind. Das ist mir mehr als schleierhaft, da es meinem rudimentären Verständnis der Economy of scale entgegensteht.
    Abseits von Kritik an der wirtschaftlichen Seite, über die man ohnehin nur spekulieren kann, ist mein Hauptkritikpunkt an GW, dass sie mangelhafte Regeln für ihre Spielsysteme produzieren. Die Regelbücher sind voll von Fehlern und Unverständlichkeiten und wirken häufig wie Amateurprodukte. Die zumeist grottenschlechten Übersetzungen tun ihr Übriges dazu.
    Trotzdem bietet GW das beste Gesamtpaket aus Miniaturen, Hintergrund, Spielsystem und Verfügbarkeit, denn, bei aller Kritik, irgendeinen Grund muss es ja haben, dass ich einige Tausend ihrer kleinen Männchen mein eigen nenne.

  • Das mit den inkopedenten / unhöflichen ladenmitarbeitern stimmt. Alleien die aussage “Die Pikenträger der Galadhrim und ihr Anführer werden in der Plastikbox enthalten sein” oder “Ich weiß nicht was das für modelle sind” sidn schon …
    Und das se den archivservice aufgelassen haben, begründen die mitarbeier mit “Die einzelteile hatten zu viele, unterschiedliche produktcodes” und wenn man sich was kauft kommt IMMER “Hast du noch kleber, farben und so” selbst wenn man sich ein armeebuch kauft^^

  • Zum Thema LADEN:

    Seltsam:
    Also bei meinem GW Shop in München, ist es bissl schwierig, also erstens hab ich das gefühl das die Staff recht häufig wechselt, seltsamerweise verschwinden immer wieder die ältesten Mitarbeiter. Frag mich ob GW ein Arbeitslager für ausrangierte Mitarbeiter (zu alt mit 30+) in dem diese gezwungen werden, Modelle zu erstellen und zu bemalen ;).

    Sehr gut:
    Ansich versuchen die neuen Mitarbeiter einen schon regelmäßig was anzudrehen, was auf dauer nervt. Auf der anderen seite muss man echt loben, dass, obwohl ich meistens nur hingehe um mir 1 bis 2 Farben zu kaufen oder vllt mal den Withe Dwarf. Sie mir jede meiner Regelfragen (spiele nicht so häufig und hab noch so meine Probleme mit der 5th Edi., finde die aber durchweg besser, da irgendwie rasanter und logischer)und suchen sogar zusammen mit mir nach Lösungen.

    Besonderes Beispiel letztens hab ich eine Farbe gekauft, und hatte ein paar fragen. Während der mitarbeiter mit mir das im Regelbuch durchkämmt, unterbricht uns ein älterer Herr (sah durchaus nach Geld aus) und sagt zu dem GWler er würde gerne eine Zwergenarmee kaufen und bräuchte Rat, was er nehmen soll. Er hat ihm gesagt er solle warten und ist dann bestimmt noch 10 min mit mir alle meine Fragen ganz ruhig durchgegangen. Das hat mich sehr beeindruckt, da es sehr untypisch war.

  • Was die Kritik der schlecht übersetzten regelbücher angeht, so kann ich das nicht teilen. Natürlich ist es so, das sich Fehler einschleichen aber das ist NICHTS im Vergleich zu übersetzten Regelwerken wie Flames of War.
    Das kommt ein Rechtschreib-Klopper nach dem nächsten. Meistens auch in einem Satz. Selbst Google kann besser übersetzen.
    Was die Regeln angeht und das Balancing so kann ich meinem Vorredner nur zunicken. Einfach unausgewogen.

    Ich sag nur Hochelfen WHFB und Orks 40K.
    Ich spiele zwar 40K aber bei Fantasy habe ich gemerkt, das durch die Codexe ab Hochelfen die Turnierbeteiligung sehr stark nachgelassen hat. Wo früher volle Hallen waren ist nur noch die hälfte oder weniger da.
    Sehr schade eigentlich aber da hat sich GW mit Fantasy richtig ins Fleisch geschnitten.
    Unser Club hat letztens eins ausrichten wollen und von zulässigen 44 teilnehmern hatten sich grade mal nur noch 14 gemeldet und einer bezahlt.

    Was 40K Orks angeht, so sind Massenarmeen nicht mehr aufzuhalten. Außer man stellt jetzt 3 Punisher(auch wieder so´n Modell wo man echt denkt was sich GW da wieder gedacht hat) der Imps auf oder so.
    Aber durch die aufwertungen der Deckung ist jeder Boy schon fast ein krasser Nahkampfmarine.

  • Ein Punisher macht statistisch weniger Tote als ein Kampfgeschütz auf dicht stehende Orks… (und wenn er Deckung für alle will muss er dicht stehen)

  • Mshrak :Was die Kritik der schlecht übersetzten regelbücher angeht, so kann ich das nicht teilen. Natürlich ist es so, das sich Fehler einschleichen aber das ist NICHTS im Vergleich zu übersetzten Regelwerken wie Flames of War.Das kommt ein Rechtschreib-Klopper nach dem nächsten. Meistens auch in einem Satz. Selbst Google kann besser übersetzen.

    Bei anderen Spielsystemen kann ich es nicht beurteilen, da ich diese zumeist ohnehin bestellen muss und dann direkt das englische Original nehme. Aber dass es woanders noch schlimmer ist, kann ja keine Entschuldigung sein.
    Ich hatte mal angefangen, in einer Ausgabe des White Dwarf alle Rechtschreib-, Grammatik- und Übersetzungsfehler anzustreichen, aber nach zwei Dutzend (in einem fünfseitigen Artikel!) hatte ich keine Lust mehr, zumal es, selbst wenn ich das Ganze dann an GW geschickt hätte, wohl keinen anderen Effekt gehabt hätte, als dass ich meinen White Dwarf los wäre.

  • Hallo Super Artikel vieles stimmt, mit dem GW Laden in Duisburg sind wir voll zufrieden keine Aufdringlichen Verkäufer die einen unbedingt mehr an drehen wollen, da hört auch schon mal den Tipp schau mal im Modellbau laden nach ansonsten frage nach Kleber oder Farbe freundlich aber nicht aufdringlich

  • Hm, ansich guter Artickel, wobei die schwerwiegensten Kritckpunkte am Spielsystem nicht wirklich aufgeführt wurden:

    -> Statische Spielwelt: Seit Sturm des Chaos haben keine bedeutenden ereignisse in der WHF/WH40K Welt mehr stattgefunden – die ab und zu veranstallteten Kampagnen haben stehts nur zum ergebniss das der Status Quo am ende mehr oder weniger wieder hergestellt wurde, wodurch die Spielwelt ansich oft wenig lebendig erscheint…

    -> Kaum vorhandenes Balancing zwischen den Codies/ABs: Muss ich glaubich nichts zu sagen, auser das WHF/WH40K nunmal mitlerweile auch als Turniersystem gespielt wird und man in sofern gutes ballancing verlangen können sollte…

    -> Schlechtes Balancing innerhalb der Codies/ABs: Man findet in sogut wie jedem neuen AB/Codex sowohl “Imbaeinheiten” (welche den kaufanreiz zu lasten des Ballancings erhöhen sollen) wie auch AB/Codex Leichen (beiletzteren ist mir der Sinn schleierhaft)…

    -> Mießer Regelsuport: Die FAQs sind großteils ein Witz und auf Regelanpassungen vor dem nächsten AB/Codex wartet man meist vergeblich – zudem können die Regelfragen welche man nicht in den Foren beantwortet bekommt auch vom Kundensupport meist nicht beantwortet werden…

    Anzumerken ist hierbei, dass das alles Dinge sind, welche keine großen Kosten verursachen würden – d.h. das sich GW das nicht leisten kann, wäre ein schlechtes Argument…

  • Schöner Artikel!

    Auch noch was zu dem Regelsupport und eigentlich auch der Übersetzungsqualität, denn es betrifft gleich beides. Ein schönes Beispiel:

    Warhammer 40.000, Codex Chaos Space Marines, Fäulnis des Nurgle. Eine PSI-Kraft mit 12 Zoll Radius. Echt? Nein? Im englischen Codex steht wohl 6 Zoll Radius für Nurgles Rot. Ach, dann nimmt man das FAQ und Errata zur Hand in dem alle Übersetzungsfehler ausgebügelt werden sollen. Nun, was findet man da? Nichts über die Fäulnis des Nurgle… Schöne Leistung, guter Support, ist ja nur `ne Kleinigkeit, fast unwichtig. Mal Ehrlich da wundere ich dann über GW. Sowas muss doch 1. auffallen und 2. schleunigst behoben werden. Im kleinen Kreis regelt man das schnell (bei uns sind`s bis zu einer Berichtigung 12″, sonst können wir die deutschen Codizes ja auch gleich beim Händler liegen lassen und nur noch die englischen kaufen), aber auf einem Turnier könnte das evtl. zu Diskussionen führen, man ruft den Schietsrichter, ärgert sich und der Spielspaß wird getrübt. Schön`Dank GW!

  • @Siamtiger
    Hi,
    in einer Stadt in Frankreich war es z.B. der Fall.
    Als angekündigt wurde, dass ein neuer GW Laden kommt haben alle Händler ihre GW Sachen aus dem Sortiment genommen.
    Ob man nun sagen kann, dass GW die Läden wirklich verdrängt hat oder die Läden sich selber verdrängt haben sei dahingestellt.
    Fakt ist: Mit der Eröffnung des GW Ladens wurde keine Produkte in den anderen Läden angeboten.
    Gruß
    McUrban

  • 1.
    Haben denn die Unabhängigen nicht eine größere Marge als die GW-Läden? Was bei den GW-Läden zieht sind das (einseitige aber mehr oder weniger grosse) Sortiment, die bemalten Miniaturen und die Spiel- und Bemalmöglichkeiten (zumindest bei den Kids).

    Die alteingesessenen Unabhängigen können dafür aber ihre Clubs bitten, bemalte Minis auszustellen, bzw. günstigere Farben und Werkzeug, sowie Modelle, Gelände, Modelle anderer Herrsteller verkaufen. Da ist doch viel mehr Vielfallt drin.

    Meiner Meinung nach sind diese Läden viel Überlebensfähiger als diese GW-Kaninchenställe, wo sich eh nur Kiddis rumtreiben…

    2.
    Die Onlineshops schaden den Einzelhändlern mehr als die kleinen GW-Läden. Aber das ist überall so und kein Tabletopproblem. Die Auswahl und Verfügbarkeit im Netz ist einfach größer, als das was man in einem Ladengeschäft reinstopfen bzw. investieren kann. Die “berliner Jungs” machen mit ihrem Onlineshop garantiert mehr Umsatz als mit ihrem Ladengeschäft. Ich kenne hier im Norden (rund um Hamburg) z.B. nur noch einen gr. Modellbauladen und dieser wird seine Umsätze auch eher mit seinem Onlineshop machen (Moduni).

    Überlebensfähige reine Ladengeschäfte haben (mal abgesehen von einer möglichst guten Lage in großen Städten mit großer Hobbyszene) eine Stamkundschaft, ein abwechslungsreiches Sortiment und einen guten Service (Hobbyangebote wie Spieleabende oder Workshops; ausfindigmachen von seltenen Figuren/Bausätzen im Internet um diese dann auszustellen und direkt zu verkaufen; Bitzservice [nicht mit GW vergleichen]; Fotos guter Umbauten aus dem Internet ausdrucken und im Laden auslegen;…).

  • @Rogercat:

    Nein die Freien Händler haben deutlich weniger Marge als die GW Hobbycentren

  • Warum sich manche beschweren dass sie ihre Flames of War Bücher nicht lesen dürfen… bringt ihr in Gaststätten auch euer eigenes Essen mit?

    Und das GW Onlinehändler nicht mehr supportet ist zwar gut für Einzelhändler und Hobbyzentren, aber keinesfalls finanziell besser für GW, denn ein Onlinehändler kauft Ware bei GW und verkauft sie. GW hat keine Lagerkoste, keine Personalkosten, keine Mietkosten für ein Ladenlokal etc. Ich finde diese entwicklung allerdings gut, jeder Idiot kann in seiner Garage einen Onlinehandel aufmachen. Allerdings sind es doch gerade die Mitarbeiter in den Stores (Nicht nur GW) die auf verkäufe angewiesen sind und denen die Onlinehändler (gerade Ebay) das Geschäft vermiesen…

    Zum Thema Freiburg: Der hat schon Monate bevor GW überhaupt ne Filiale dort hatte geschrieben dass er Pleite ist… also kaum vorstellbar das GW ihn verdrängt hat…

    Ladenpersonal: Ja klar wollen sie verkaufen, es ist ihr Job! Aber bisher habe ich noch keine schlechte Beratung bekommen. Man sollte halt nicht immer vom Turnierstandart ausgehen. Natürlich sind manche Einheiten besser als andere, aber dann kann man ja gleich alle Non-Turniereinheiten rauskicken. Abgesehen davon wird es das nie geben dass in einem Armeebuch alle einheiten geil und voll die Bringer sind, wer das soo blöd findet sollte sich kein Strategiespiel kaufen…

    So long

  • Mars Zorn :
    Zum Thema LADEN:
    Seltsam:
    […] Während der mitarbeiter mit mir das im Regelbuch durchkämmt, unterbricht uns ein älterer Herr (sah durchaus nach Geld aus) und sagt zu dem GWler er würde gerne eine Zwergenarmee kaufen und bräuchte Rat, was er nehmen soll. Er hat ihm gesagt er solle warten und ist dann bestimmt noch 10 min mit mir alle meine Fragen ganz ruhig durchgegangen. Das hat mich sehr beeindruckt, da es sehr untypisch war.

    Das scheint aber eher ein Problem zu sein. Aus meiner Gruppe ist es einigen “Erwerbstätigen im besten Alter” geschehen, dass man sie nicht so recht beachtete, und dass, obwohl sie deutlich gemacht haben, dass die mehr Geld ausgeben wollten.

  • @Charles
    Zumal ich derzeit selbst betroffen bin und in meinem Stammladen ca. 50% von dem, was ich kaufen möchte nicht bekomme, gebe ich hier auch mal meinen Senf dazu.

    Meiner Meinung nach vernichtet GW mit seiner Geschäftspolitik gezielt den Einzelhandel!

    Der Einzelhandel bekommt keinen Zugriff auf das gesamte Produktsortiment. Insoferne soll der kleine Händler am Eck, der das Hobby selbst lebt, der Spieltische und eine Malecke hat, lediglich die Kunden mit den verfügbaren Standardboxen auf den Geschmack bringen. Kommt dann der Kunde mit einer Liste von Sachen, die er braucht, muss der Einzelhändler meistens passen, weil er selbst es nicht bei GW (gewinnbringend) beziehen kann. Da bestellt der Kunde schlussendlich alles im GW Online-Shop und der kleine Einzelhändler, der sich mit Dir zusammensetzt, der das Hobby lebt, pflegt und verbreitet (und natürlich auf die Gewinnspanne angewiesen ist), geht pleite. Meiner Meinung nach hat GW vergessen, dass es gerade diese Personen waren und sind, die das Hobby nachhaltig verbreiten und für begeisterte Neueinsteiger sorgen.

    Ich bezweifle, dass die GW-Läden ein adäquater Ersatz für derartige Hobbyisten, die das Hobby zum Beruf gemacht haben, sind.

    Ich für meinen Teil kaufe nur mehr, was ich bei meinem lokalen Händler bekomme. Wenn er mir – weil das die Geschäftspolitik von GW ist – gewisse Sachen nicht verkaufen kann, dann kauf ich eben nix.

    Frag Euch mal, wo ihr zum Spielen oder einfach “ÜbersHobbyReden” hingeht, wenn es solche Geschäfte nicht mehr gibt.

    Für GW gehts nur mehr um schnell Kohle machen. Meine Vermutung ist, dass (eh klar bei der Größe) nur mehr Wirtschaftler in der Führungsriege sitzen, für die das Hobby ein Mittel zum Zweck ist. Die Zahlen müssen stimmen. Die Eigentümer erwarten ein entsprechend generiertes Plus an Wertzuwachs, ansonsten sich der Chefsessel schnell als Schleudersitz herausstellt. Und so schaut dann jeder, dass er seine Umsatzzahlen bringt. Klar, dass da die von mir oben dargestellte Geschäftspolitik, Sinn macht – dass dies der Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung ist, wage ich zu bezweifeln.

    SUPPORT YOUR LOCAL STORE!

    lg, daaal

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